E-Lastenradl und sonst noch Stromlos

Diskutiere E-Lastenradl und sonst noch Stromlos im Vorstellung von Mitgliedern und ihren Pedelecs Forum im Bereich Community; Hallo liebes Forum, In der Zeit wo die meisten eher mehr Zeit zu Hause als auf der Arbeit verbringen - stelle ich mich leider eher auf das...
IExpectedThat

IExpectedThat

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Hallo liebes Forum,

In der Zeit wo die meisten eher mehr Zeit zu Hause als auf der Arbeit verbringen - stelle ich mich leider eher auf das Gegenteil ein - und überlege ob ich zumindest durch die “elektrisch” unterstütze Anfahrt zum und vom Klinikum ein bissl “angenehmere” Abwechslung zu bekommen als die bisherige SBahn. Und um das richtige zu finden - habe ich mich hier angemeldet.

Was Ich habe und suche?
Wir haben ein Urban Arrow mit dem Bosch Performance CX seit 05/2019 und damit inzwischen knapp 1500 km zurückgelegt. Ansonsten bin ich mit einem schlichten selbst zusammengestellten Sansibar Rad zum Bahnhof und dann mit der Sbahn den Weg aus Frankfurt nach Mainz unterwegs.
Nun bin ich einmal die Strecke mit dem normalen Rad (Puhh mit 36 km one way aktuell nichts für jeden Tag (Dienstbeginn 7:30) und mehrfach mit unserem UrbanArrow zurückgelegt (1:35 h mit nem 23,5 km/h Schnitt ) und fand das ganz ok - denke aber mit nem normalen EBike wäre es bissl angenehmer. Als bissl technik-Nerd hatte ich das vanmoof bereits im Wohnzimmer stehen, habe es dann aber zurückgeschickt, da ich es irgendwie zu dem Moment doch nicht wollte.
Jetzt überlege ich (auch aus Preisgrunden) mehr Richtung Cowboy, ampler oder vielleicht ein MyEsel (oder nach dem Lottogewinn ein coboc oder schindelhauer).
Heute angemeldet habe ich mich um die cowboys hier zu fragen ob sie glauben das 36 km one way täglich mit überwiegend flachem Radweg (R2/R3 am Main nach Mainz wer es kennt) mit ca 5 km Waldweg mit dem Cowboy machbar und „schön“ sind....(lademöglichkeit theoretisch gegeben...)
So viel zu mir... wenn ich was vergessen hab, lasst es mich wissen.
 
SchalterRadl

SchalterRadl

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vanMoof (Bafang VR) 36V 250/350W /11,6Ah
Puuh, 36 km one way, und das, so nehme ich an, fast täglich? Wäre da nicht ein S-Pedelec die bessere Wahl? Könntest Du mit einem S-Pedelec die Strecke fahren, oder bist Du dabei zu sehr auf die Straße angewiesen? Check mal bitte den Streckenverlauf auf diese Variante hin ab, falls dies für Dich in Frage käme.
Ansonsten bräuchtest Du für die "nur Pedelec"-Variante ein wirklich alltagstaugliches Rad, das auch bei Regenwetter noch gut zu fahren ist. Also auch Augenmerk darauf, wie Du sitzt und wohin das Regenwasser spritzt. Sprich: Laaaange und auch als solche zu bezeichnende SCHUTZbleche vorne und hinten und insgesamt eine robuste Ausstattung, um für die notwendige Fahrradpflege nicht allzuviel Zeit zusätzlich investieren zu müssen (Kette ölen, Umwerfer pflegen usw.). Also Riemenantrieb, kombiniert mit einem Hinterrad Naben- oder Pinion-Getriebe. Für das "Flachland" reicht ein 9-Gang Pinion. Aus meiner Erfahrung heraus (kein Pendler, aber Stadt- und Tourenradler), haben sich zudem dicke 50 mm Reifen (Big Apple oder Big Ben) ggf. mit etwas weniger Luft für den Fahrkomfort auf "normalen" Fahrradwegen gut bewährt duch die Gewichtsersparnis über den Verzicht einer Federgabel. Oder etwas schmaler (42-45 mm) in Kombination mit einer Carbon-Gabel.
Mein aktueller Tip: Ein individuell konfiguriertes Desiknio Pedelec mit Komfortausstattung (Carbon-Gabel, SQ-Lab Lenkerhörnchen und/oder Federgriffe von Velospring, die sich auch nachträglich noch montieren lassen, um den Finanzrahmen nicht allzusehr zu überfordern), kommt mir da in den Sinn.
 
D

detritus

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36km eine Richtung täglich mit dem Pedelec ist ein Wort... Da wäre für mich persönlich die Grenze ehrlich gesagt überschritten und ich würde auch in jedem Fall ein S-Pedelec in Betracht ziehen.
In jedem Fall brauchst du bei der Fahrzeit auch gute Kleidung in sinnvoller Menge und Ausführung (Zwiebelprinzip oder was dir besser passt). Das solltest du finanziell mit einplanen.

Ich persönlich würde bei der Kilometerleistung besonders darauf achten am Rad möglichst viel selbst reparieren und warten zu können, sonst wird das u.U. recht teuer. Also lieber einfache Technik als fancy...

Schau doch auch Mal in unseren Pendel-Berichte Thread rein, da kannst du sehen mit welchen Rädern die Leute hier pendeln und auch welche Probleme auftreten.
 
S

schmadde

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36km pro Weg - da kommt nur ein S-Pedelec in Frage. Und zwar eins mit sehr großem Akku. Alternativ Rennrad, aber das hälst Du nicht durch täglich zusätzlich zum vermutlich besonders dieser Tage sehr stressigen Krankenhausjob.

Auf der Straße fahren sollte in nächster Zeit kein großes Problem sein, notfalls klebst Du Die ein Schild hintendrauf "Corona-Patient: 1,5m Abstand halten" :) Aber auch sonst gilt idR dass man dort am besten und am sichersten für alle Beteiligten fährt, wo man mit dem Rennrad auch fahren würde.

Mit einen Pedelec egal mit welchem wirst Du keine Freude haben, dann entweder Du fährst mit Motorunterstützung, dann bist Du nicht schneller als mit dem Urban Arrow oder Du gehst über die 25 hinaus und musst Dich sogar mehr anstrengen als wenn Du keinen Motor hättest.

Und denke gar nicht erst dran, ein VanMoof oder Cowboy mit der "App" auf >25km/h "freizuschalten". Das steckst Du in viel größeren Schwierigkeiten als wenn Du mit einem S-Pedelec auf dem Radweg fährst.
 
onemintyulep

onemintyulep

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Mit meinem derzeitigen Pedelec (Nabenmotor) käme ich im Flachen auf eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 25km/h, bei einer Einstellung auf quasi-legale 27.5km/h. Und das empfinde ich schon als sehr luxuriös. Mehr erfordert also definitiv ein S-Pedelec. Illegal würde ich nicht empfehlen.
 
SchalterRadl

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vanMoof (Bafang VR) 36V 250/350W /11,6Ah
Also, die Empfehlungen gehen ganz klar in Richtung S-Pedelec, was ich sehr nachvollziehen kann. Und wie sieht es dann mit der nicht unrealistischen, denkbaren Kombination S-Pedelec plus S-Bahn aus, ist das problemlos umsetzbar, weil das S-Pedelec beliebig in der S-Bahn / im Zug mitgenommen werden kann, oder gibt es dazu Limitierungen? Auch die Kleidungsfrage ist nicht zu unterschätzen, was weiter oben aber bereits angeführt wurde.
 
IExpectedThat

IExpectedThat

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Vielen Dank für die vielen Antworten - einige Ergänzungen- ich bin die Strecke auch schon mit meinem normalen touring bike gefahren - ganz ohne Motor - war dann aber 2 h. Ich sehe es auch als gewisse Möglichkeit etwas Sport zu machen. Ein s-pedelec seh ich im Moment nicht sooo sehr als „mein“ Rad. Die „Freischaltung“ des Rades wird allein aus Akku gründen für mich keine sinnvolle Lösung sein ...aber das Urban Arrow ist einfach allein aufgrund seines Gewichtes schon sehr behäbig bei sowas
Und die getesteten „normalen“ (meist ja Bosch) wo es jenseits der Unterstützung einfach unangenehm ist zu treten fand ich für „ noch ein bissl Sport“ nicht so toll.
 
Wuselbike

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Ich weiß nicht, ob ein bisschen schneller fahren bei der Strecke und diesem Zeitaufwand wirklich einen nennenswerten Vorteil bringt und du am Ende tatsächlich häufiger und regelmäßig auf ein Rad umsteigst.
Ich selber wollte erst auch kein SPed - bin dann aber von dem flotten Specialized Turbo Vado auf ein R&M Superdelite GT Touring HS umgestiegen. Würde ich immer wieder so machen. Fahre da, wo ein Rennrad auch fahren würde. Wenn man richtig Tempo machen möchte und einen höheren Schnitt erzielen will, fährt das Rad auch nicht von alleine - soll bedeuten, genug Sport hat man - so mein Empfinden - auf jeden Fall. Wenn man total fit ist, bleibt auch noch die ECO Stufe. 😁🚲
 
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Jenss

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Warum sollten sich 45 km/h und ordentliche Eigenleistung ausschließen?
Wenn ich will bin ich klatsch nass geschwitzt und total fertig wenn ich zu Hause ankomme. Kein Problem!
 
IExpectedThat

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Also s-ped kommt allein von der Verkegrsführung nicht in Frage - wunderschöner Rad/Feldweg am Main entlang mit toller Strecke werde ich nicht gegen eine Straße tauschen wollen 🙂
 
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vanMoof (Bafang VR) 36V 250/350W /11,6Ah
As you expected,

wenn kein SPed - um an dieser Stelle die Abkürzung von Wuselbike für S-Pedelecs zu übernehmen - für Dich nicht in Frage kommt, dann eigentlich entweder ein E-Bike (Pedelec) mit Hinterrad-Nabenmotor (diese gehen nach Erreichen der maximalen Pedelec-Geschwindigkeit von 25km/h in den Freilauf-Modus über, oder ein Pedelec mit Mittelmotor mit Freilauf, z.B. Modelle mit Panasonic Motoren. Dort sitzt der Motor "vor" der Tretlagerachse, und diese Mittelmotoren haben auch "normalgroße" Kettenblätter. So kann auch bei diesen Mittelmotoren konstruktiv ein Freilauf möglich werden, um ohne größere Reibungsverluste schneller als maximale Pedelec-Geschwindigkeit von 25km/h zu radeln (bei Bosch Motoren ist die Tretlagerachse Teil des Motorgetriebes, und wenn man schneller als Pedelec-Grenzgeschwindigkeit radeln möchte, geht viel Muskelkraft als Reibung und Wärme im Motorengetriebe verloren). Also ab zum FACHhändler ...
 
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vanMoof (Bafang VR) 36V 250/350W /11,6Ah
Ich muss mich in Teilen korrigieren:
Komme gerade von unserer Fahrrad-FACHwerkstatt, wo das E-Bike meiner besseren Hälfte zum Check-Up war. Der Meister-Mechatroniker (Mitglied im Handwerks-Prüfungsausschuss) sagte, man muss das Versicherungskennzeichen nicht mehr am SPed sichtbar montiert haben, wennn man damit unterwegs sei. Von daher sei es auch möglich, mit SPeds auf normalen Fahrradwegen zu fahren (früher habe es immer Streitigkeiten mit anderen Fahrradfahrern gegeben, wenn sie einen mit Nummernschild am SPed erkannt hätten). Man muss das Versicherungskennzeichen allerdings bei sich haben, wenn man mit dem damit versicherten SPed unterwegs sei.
So gesehen ergibt sich dadurch doch wieder die Chance, mit einem SPed zu pendeln.
Was die Bosch-Motoren betrifft, so gab der Meister betreffend des Energieverlustes beim Pedalieren >25 km/h Entwarnung. Das sei "nicht so gravierend"...
Von B...e-Motoren riet er aus diversen Gründen ab. Einerseits bezogen auf die Technik, andererseits bezogen auf den aktuellen Umgang der Firma mit Fehlern, die innerhalb der Gewährleistungsfrist auftreten. Seine Begründungen dazu sind plausibel nachvollziehbar und teilweise haarsträubend.
Gruß
 
Morsi65

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Bosch PL2014, Bafang CST, BionX PL350, AKM-G, u.a.
Komme gerade von unserer Fahrrad-FACHwerkstatt, wo das E-Bike meiner besseren Hälfte zum Check-Up war. Der Meister-Mechatroniker (Mitglied im Handwerks-Prüfungsausschuss) sagte, man muss das Versicherungskennzeichen nicht mehr am SPed sichtbar montiert haben, wennn man damit unterwegs sei. Von daher sei es auch möglich, mit SPeds auf normalen Fahrradwegen zu fahren (früher habe es immer Streitigkeiten mit anderen Fahrradfahrern gegeben, wenn sie einen mit Nummernschild am SPed erkannt hätten).
Ich zitiere da mal aus der FZV §4:
(3) Kraftfahrzeuge nach § 3 Absatz 2 Satz 1 Nummer 1 Buchstabe d bis f dürfen auf öffentlichen Straßen nur in Betrieb gesetzt werden, wenn sie zudem ein gültiges Versicherungskennzeichen nach § 26 führen.
In soweit würde ich die Aussage des Meisters der Fachwerkstatt anzweifeln wollen. Ich lasse mich natürlich gerne eines besseren belehren wenn man mir die entsprechende gesetzliche Regelung nennen würde. Überhaupt bezweifele ich die Aussage gänzlich. Möglich ist es natürlich mit dem S-Ped auf dem Radweg zu fahren. Nur erlaubt ist es nicht.
 
Wuselbike

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R&M Superdelite GT Touring HS, 2020
...Möglich ist es natürlich mit dem S-Ped auf dem Radweg zu fahren. Nur erlaubt ist es nicht.
Das sind natürlich Fakten und immer wieder gerade hier heiß diskutiert. Manchmal geht es da auch in erster Linie ums Prinzip.
Das ist wohl ähnlich wie die Radwegebenutzungspflicht beim Rennrad - wenn auch genau umgekehrt. Hier ist manchmal der Radweg zu gefährlich. Ich fahre ja viel als „Begleitung“ zum Rennrad. Und da fahre ich dort, wo der Rennradfahrer fährt - mal Strasse und mal Radweg. Gefühlt fahre ich so am vernünftigsten. Und oft schnell, aber immer angepasst.
 
cubernaut

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Also s-ped kommt allein von der Verkegrsführung nicht in Frage - wunderschöner Rad/Feldweg am Main entlang mit toller Strecke werde ich nicht gegen eine Straße tauschen wollen 🙂
Musst du de facto auch mit S-Pedelec nicht bei entsprechend angepasster Fahrweise. Was das Gesetz angeht, hat @Morsi65 freilich Recht. Hanebüchen ist dagegen die Aussage des von dir zitierten "Fachmannes".
 
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