E-Bike Selbstbau Projektstart

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h4mpel

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Hallo Freunde des Rads,

Ich habe folgende Frage:

Ich überlege ein E-Bike anzuschaffen.
Alltagsrad/Stadtrad. Z.b das Heavy Duty von Gazelle.
Nun meine Überlegung: ich komme aus Münster und muss hier höchstens Mal ne Brücke hoch. Also Mittelmotor ist eigentlich Quatsch, da:
-hoher Preis, -hoher Verschleiß, -wartungen, -spezieller Rahmen(kommt also eig nur Neukauf in Frage), -und etwaige Ersatzteilproblematik nach einigen Jahren.
Frontnabenmotor finde ich schrecklich, deshalb schließe ich den aus.
Bleibt Hecknabenmotor, aber dabei stört mich die Schaltproblematik sehr! Ich möchte am Alltagsrad keinen Umwerfer und auch eigentlich einen geschlossenen Kettenkasten aufgrund von Verschmutzung und Fett an der Hose.
Singlespeed ist eigentlich keine Option.
Nun habe ich gefunden. Tretlager Getriebe 2 und 3 Gang, mit standartmäßiger Tretlager Aufnahme. Teurer Spaß aber die Überlegung ist nun:
-neurad kaufen (z.b. Cortina ca. 600€)
-Tretlager Getriebe(ca. 500€), Hecknabenmotor, Gepäckträgerakku, stabile Felgen und z.b. eine Magura HS33.

Anschaffungskosten lägen also so ziemlich auf dem Preis eines neuen Gazelle Bikes, Arbeitszeit und Nerven rausgerechnet.

Die großen Preisfragen: auf 5 Jahre gerechnet incl. Anschaffungskosten. Womit fahre ich billiger?

Ich bin mir nicht sicher ob ich bereit bin einmal pro Jahr 250€ auf den Tisch zu legen für eine Motorwartung+Softwareupdate+Kette und Ritzel.

Sind die Nabenmotoren soviel günster im Bezug auf Wartungsintervalle und Lebensdauer?
Und wie sieht's mit der Alltagstauglichkeit bei DIY Bikes aus? Ich will auch nicht alle 2 Wochen das Multimeter zücken müssen...


Vorab vielen Dank für eure Antworten!! :)
LG der Jens
 
RUBLIH

RUBLIH

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Sind die Nabenmotoren soviel günster im Bezug auf Wartungsintervalle und Lebensdauer?
Für mein empfinden: Ja - insbesonders der Vr Nabenmotor

Alltagstauglichkeit
Hervorragend, insbesonders beim VR Nabenmotor in Kombination mit Nabenschaltung

Der VR Nabenmotor entkoppelt den Antrieb vollständig von der Schaltung - hat keinen Freilauf für eine Ritzelaufnahme, der im Fehelrfall "kompliziert" ersetzt werden will - ....
 
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cephalotus

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Du kannst Dein Rad um den Anforderung herum konstrukieren, dass es aus o.g. Gründne keine Kettenschaltung sein darf.

Ich weiß, Du bist nicht alleine, noch nicht mal eine Minderheit.

Ich kaufe viele gebrauchte Räder und deren ketten siind in Öl, Fett und Straßendreck ertränkt eine einzige elendige Pampe, die Kleidung und Fahrradantrieb zerstört.

Irendwo muss es menschen geben, die anderen leuten erzählen, dass man das so machen muss anders lässt sich das nicht erklären.

man könnte aber auch seine Kette einfach nicht fetten und Ölen und stattdessen die Kette "trocken fahren", außen leicht gewachst und Öl nur tropfenweise bei bedarf in die Gelenke und sonst nirgens hin. Solche Ketten sind weitgehend sauber, die kann ich auch in die Hand nehemn, sie fahren sich gut und lange.

Und Kettenschaltungen funktionieren sehr gut, damit fahren profis Rennrad- und MTB Rennen, wäre es nicht so, wprden die was anderes fahren.

Für eine Kettenschaltung muss man lernen, an vier Schrauben zu drehen. Wenn es einem jmd erklärt dauert das 5 Minuten.Vielleicht 10.
Danach fährt man den Rest seines Lebens Kettenschaltungen sorgenfrei.

Oder halt so wie Du willst, ich wollt nur einen alternative Ansatz päsentieren.

PS. Die Qulaität eines Vorderradantreibs häängt stark von der Ansteuerung ab. Außerdem sollten es unterstützende Antriebe sein, keine Antreibe, die 3x mehr Leistung bringen als der Mensch. In dem Fall besser aufs Hinterrrad.
 
RUBLIH

RUBLIH

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Ein HR Motor mit Kettenschaltung...

Freilauf kaputt, und nun ?
Gerne genommen, der Deckel bricht
Zum Anfahren vorher runterschalten, damit der Antrieb nichtvunterstützt, Bremskontsktschalter, also Bremse betatigen und treten, schalten usw.

Kettenpflege bei Ketten ist gut, eine Kette die immer gerade zieht ist besser ;)

Belastbarkeit, im Vergleich schneidet die Nabe mit Kettenschaltung immer schlechter ab, konstruktiv bedingt.

Mag sein, daß es Alkoholiker und Drogensüchtige gibt, Ullrich und Armstrong nur mittels Doping leistungsfähig sind, aber deswegen muß das ja nicht jeder als Vorbild erkennen.

Ich hab ne Schaltung, zum Schalten. Kettenschalter fahren eher selten im leichten Gang an, so viele Gänge, aber benutzen ?

Fahr mal ne gute Nabe ;)

Ich bin vom Kettenquatsch genesen und kuriert. Nie wieder werde ich mir das antun.
 
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Delphis1982

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Hmmm... bin mir nicht sicher, aber ich fahre mein Leben lang Kettenschaltung.
Hatte lange Zeit eine Rohloff, bin aber wieder auf Kette zurück.
Klar, durch einen minimalen Schräglauf in bestimmten Gang-Konstellationen verschleißt die Kette schneller
als bei einer Nabenschaltung. Aber das hält sich so dermaßen in Grenzen... alle 2 Jahre eine Kette und alle 2 Ketten ein Ritzeltausch.

Probleme hatte ich bis jetzt nie. Einmal vernünftig eingestellt, allet schick.
Mit Naben hatte ich immer Probleme, wenn es um rohe Gewalt ging,
sprich: im Wald steil bergauf mit ordentlich NM an der Kette zerren um hochzukommen und unter Last schalten.
Selbst, wenn das mit Naben gehen würde, so fein, wie die gebaut sind,
kann ich mir nicht vorstellen, dass die das lange mitmachen, Stichwort Materialermüdung.
Lasse mich aber grundsätzlich eines besseren belehren.
Ich denke nämlich, es kommt gehörig darauf an, was man mit dem Radl überhaupt vorhat.
Reine Asphaltgurke oder ab und an mal ein guter Feldweg und nur moderate Bergauffahrten, dann ist Nabe absolut top.
Wenn es aber je nach Strecke von enormer Steigfähigkeit bis hohe Geschwindigkeit
alles abzudecken gilt, dann kann die Nabe derzeit leider einpacken.
 
RUBLIH

RUBLIH

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Bin auch sehr viel Kette gefahren und habe genau NIE und werde es auch genau so bis Lebensende beibehalten, unter Last zu schalten. Warum sollte ich das tun - ich meide solch Extremsituationen, wo das benötigt werden könnte - das überlasse sich denen, die das Extreme benötigen......

Die Zeit ohne HG mit Rahmenschaltern lehrte mir einen gefühlvollen Umgang mit Kettenschaltungen. Ich sehe keinen Bedarf, das zu ändern.

Abgerissen Schaltaugen, zerstörte Umwerfer und weitere Kettenprobleme - existieren nicht bei Nabenschaltungen. Wie sagte neulich ein Arbeitskollege - verdammt, das Öl lauft aus der Rohloff - so ein Mist. Nach 150tkm solche Probleme, wie ärgerlich, ......
 
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Delphis1982

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Dann ist der Rahmen ja abgesteckt und da würde ich dann auch auf Nabe umstellen,
weil artgerecht gefahren definitiv wartungsärmer.
Derzeit brauche ich aber den Dreck und Schmodder. :cool:
Und wenn es steil bergauf geht, ist es schon ein geiles Gefühl,
wenn man im kleinsten Gang ist und man hört den sonst kaum vernehmbaren Bafang lauthals brummen.
Man bekommt so richtig ein Gefühl für die Gewalt, die da entfesselt wird.
Ja, ist Spielerei, aber meist fahre ich dennoch gesittet.
 
Singing-Bard

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@h4mpel

Ist dein Vorbehalt gegenüber einem Vorderradnabenmotor rein ästhetischer Natur?

Weil, Vorderradnabenmotoren sind:
* einfacher einzubauen
* beeonträchtigen die vorhandene Schaltung nicht
* können stärker / hitzeverträglicher sein da mehr Platz für den Motor (Schaltung kostet Motorbauraum) verfügbar
* Kann sehr unauffällig verbaut wetden (grösserer Nabendynamo)
* praktisch unkaputtbar und super Freilaufeigenschaft
 
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