E-Auto 15 Minuten geladen mit rund 500km Reichweite

Diskutiere E-Auto 15 Minuten geladen mit rund 500km Reichweite im Anderes mit E-Motor Forum im Bereich Diskussionen; Tesla ist immer noch eine normale amerikanische Firma, die gerade versucht, irgendwie die Erwartungen der Investoren zu erfüllen. Natürlich geht...
Electric

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Shortseller als Messiasse der Finanzmärkte. Dass diese sich noch nicht in einem gemeinnützigen Verein organisieren durften, eine Schande ist das. Danke Merkel!
Ich fürchte, du hast das alles nicht verstanden.

Das Management einer jeden Firma versucht, den Kurs ihrer Papiere zu erhöhen. Mit allen Mitteln, die einigermaßen legitim sind oder wo die Bestrafung gering ist. So z.B. der Tesla Chef Musk vor einem Jahr mit diesem Tweet: „Am considering taking Tesla private at $420. Funding secured.“ Daraufhin gewann der Aktienkurs 30 Milliarden $. Heute weiß man: Das war gelogen. Aber er hat nur geringe Bestrafung erfahren.

Auch versuchen die Investoren, den Börsenkurs ihrer investierten Firmen mit allen Mitteln zu erhöhen. Ebenso machen das Interessenverbände und Lobbyisten. Und dann gibt es noch Influencer, Kleinaktionäre, Fans, die mitmachen.Resultat sind oft Aktienkurse, die mit dem realen Unternehmenswert nichts zu tun haben. So ist das bei Tesla und bei Beyond Meat, etc....der Wert besteht nur aus Hoffnungen. Und das ist schlecht. So kann ein schwarzer Freitag jederzeit kommen, da es eine Blase ist.

Der einzige Antipode am Aktienmarkt ist der Shortseller. Nicht, dass er es schafft, ein echtes Korrrektiv zu bilden. Sonst stände Tesla bei 22,7 statt bei 227. Aber er spielt damit eine wichtige Rolle. Er sichert darüber hinaus Investitionen ab. Also macht auch jeder Staatsfond mit beim Shortselling. Ein legales und häufig gebrauchtes Instrument.

Merkel hat damit nichts zu tun. In der EU und Deutschland sind ungedeckelte Leerverkäufe verboten. Und bei gedeckelten benötigt man eine Bescheinigung über Termingeschäftsfähigkeit. Anstrengend.
 
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Rollerfahrer

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Natürlich geht es denen nur um das Geschäft.
Dann sollte man wenigstens ehrlich sein,
und nicht versuchen die großen E Kisten als Wunderwaffe zu verkaufen.
Die Verkehrswende wird sowieso keine ökologische Besserung für die gesammte Welt, sondern eher freie Fahrt für weniger Leute die das noch bezahlen können.
 
mawadre

mawadre

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Entweder es ist wirklich Umwelt technisch 5 vor 12, dann sollten die Margen zweitrangig sein
Eigentlich sollte es so sein (klimatisch spricht man auch schon 5 nach 12) Das winzige Problem dabei ist, dass es leider noch nicht das "wir" aus "die Menschheit" gibt. Im Moment sind wir oft noch eine Herde von 7,5 Milliarden aufrecht gehenden, sprechenden Schimpansen in der die meisten mit dem Kopf nach unten gerichtet tief in ihren eigenen täglichen Problemen stecken. Von lächerlich (welches Outfit trage ich denn heute) bis existenziell (ich mag die möglichen Abgründe nicht näher ausführen). Wenn dann vorgeschlagen wird, "man solle sich freiwillig persönlich einschränken" bekommt man bestenfalls einen Vogel gezeigt. Was wohl helfen wird, ist Einschränkungen für alle vorzuschreiben. Dann sind erstmal die Gefühle von Ungerechtigkeit, Neid und Eifersucht weg.
Und ansonsten haben wir aktuell globalen Wettbewerb der sich nicht so leicht zurückdrehen lässt. Müsste man auch nicht, denn er hat auch Vorteile, sogar für die Umwelt. Dass inzwischen für 60% der Weltbevökerung Strom aus Wind und Solar am billigsten sind ist auch eine Folge von globalem Wettbewerb um Effizienz, Stückzahlen und Kosten. China gewinnt da halt seit einigen Jahren oft langfristig. Die 200 Jahre davor waren es oft die alten Großmächte Deutschland, Frankreich, England und dann die USA. Die große Frage ist, wie wir als Menschheit die Effizienz- und Wertbewerbsvorteile einer globalisierten Wirtschaft erhalten können aber nicht die ganzen Nachteile - auch oder gerade für unsere Umwelt.
Aber die EU ist scheinbar nicht nur ein immens wichtiges Konstrukt für ein friedliches Europa sondern auch für unsere Umwelt. Die Europäische Kommission ist quasi eine Art chinesische Parteileitung, die hoffentlich als guter Diktator unabhängig von lokalen oder nationalstaatlichen Befindlichkeiten das große ganze vorantreiben kann.
Das aktuelle 95g/km CO2 Flottenziel für 2020 in Europa, das die großen Autohersteller endlich ernsthaft auf Elektromobilität umschwenken lässt, hatte die Europäische Kommission schon vor langer Zeit als Ziel ausgegeben.
Emission Standards: Europe: Cars GHG
Die EC setzte die ersten Ziele zur CO2 Reduktion 1998. Das jetzige 95g Angstziel für 2020 ist 11 Jahre alt und stammt noch von vor dem Beginn des Diesel-Skandals:
Passenger cars:
2009-2015 Targets: CO2 emission targets for new passenger cars were adopted in April 2009 [2874]. The regulation established a CO2 emission target of 130 g/km to be reached by 2015. The regulation also defined a long-term target of 95 g CO2/km to be reached from 2020.
Die Zeiträume der EC sind länger als der tägliche Kampf der Bürger in Europa, länger als die Quartalsziele der großen Unternehmen, länger als die Vierjahreszyklen der nationalen gewählten Regierungen und auch länger als die legendären Fünfjahrespläne der Kommunistischen Partei in China.
 
Fraenker

Fraenker

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Die Europäische Kommission ist quasi eine Art chinesische Parteileitung, die hoffentlich als guter Diktator unabhängig von lokalen oder nationalstaatlichen Befindlichkeiten das große ganze vorantreiben kann.
1984
 
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Rollerfahrer

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Lach...
Ach das sind die, denen man täglich im Verkehr begegnet.

Wenn man dem kleinen Mann weiter nix wie einen Twizy ohne Reichweite und ohne Heizung anbietet, muss man sich nicht wundern wenn keiner um steigt.
Und solange die Schimpansen nicht an jeder Palme eine Steckdose haben funktioniert das mit den E Autos so sowieso nicht.
 
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Oliver1

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Habe das schon öfters hier gesagt und sage es immer wieder, das E-Auto wird nichts an dem zu vielen Autos ändern.
Der Verkehrsinfarkt kommt auch mit den E-Autos.
 
mawadre

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Der einzige Antipode am Aktienmarkt ist der Shortseller.
Das ist ja ziemlich beschönigt und vereinfacht. Die Verfechter des freien Markts sind doch davon überzeugt, dass alleine der freie Markt (und Zugang zu allen Informationen für jeden Teilnehmer, und rationale Teilnehmer, und in und) das regelt. Wenn herauskommt, dass eine Firma mit ihren schönen Träumen übertrieben hat, verkaufen alle ihre Aktien und die Sache ist bald zu Ende. Dummerweise ist die Realität anders. Die Börse und die gehandelten "Wertpapiere" sind hauptsächlich ständig neu bewertete Wetten auf die Zukunft: wird Lithium in 10 Jahren massiv teurer sein als heute, weil die aktuelle Fördermenge auf dann viel mehr Käufer verteilt werden muss oder billiger, weil wegen der steigenden Nachfrage mehr globale Player einsteigen, neue Quellen erschließen und die Förderung effizienter machen oder weil Lithium dann wieder genauso uninteressant ist, wie bevor Lithium Batterien erfunden wurden. Wird Elektromobilität in 10 Jahren 10x oder 100x so groß sein wie heute oder kleiner oder ganz anders? Neue Informationen (meist eher Gerüchte) führen zur baldigen Einpreisung dieser Information (oder Gerüchte) in den Preis des Wertpapiers. Jetzt sind wir bei den Gerüchten. Dass eine Firma schlechte Gerüchte über einen Konkurrenten in Umlauf setzt, ist altbekannt. Dann sinkt sie Aktie der Konkurrenz und die eigene Aktie steigt. Jetzt kommen die Hebelgeschäfte ins Spiel. Ich setze 1 ein und kann 10 gewinnen. Shortselling ist heute genau das. Man leiht sich für geringe Gebühren eine Aktie aus, verkauft sie, wartet ganz brav, bis sie an der Börse im Wert gefallen ist, kauft sie günstiger zurück und gibt dann die billiger gekauften Papier zurück. Die Differenz zwischen dem Aktienwert zum Zeitpunkt des Ausleihens und des Rückkaufs und der Rückgabe ist dann der Gewinn für den Shortseller. Solange die Aktie aber gleich bleibt oder gar steigt, riskiert der Shortseller Haus und Hof. Denn für "wenig Leihgebüren" kann man sich zwar viele Aktien ausleihen. Aber man kann 10x, 100x oder auch 1000x soviel verlieren, wenn die geliehenen Aktien steigen.

Nun wird jemand, der alles verlieren kann, meist nicht brav dasitzen und zuschauen. Sondern er wird eher versuchen, über die Firma, deren Aktie er shortet, möglichst schlechte Gerüchte zu verbreiten. Er wird das Produkt schlechtreden, das Management, die Vision, den Markt, die Kunden usw. Alles nur, damit der potentiell eigene Gewinn kein Verlust oder gar eine totale Katastrophe wird. Tesla ist seit Jahren eines der größten, oft das größte Ziel von Shortsellern und deren Schmutz. Jetzt muss man sich nur noch fragen: "wem nützt es" und man ist nicht weit bei Mobilität 1.0 und FossilFuel & Co.
Und die Aktien sind dazu noch von Aktionären, die an die Firma glauben aus deren Bankdepot ohne ihr Wissen ausgeliehen. Wie assozial ist das denn?
In Europa ist das ganze Konstrukt also zu recht verboten.
 
mawadre

mawadre

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Der Verkehrsinfarkt kommt auch mit den E-Autos.
Aaach, Der Verkehrsinfarkt wird doch schon seit 40 Jahren herbeigeredet. Da gab es in D erst 14 Millionen PKW. Heute sind es 47 Millionen plus viiiiel mehr Lastwagen. Und der Verkehrsinfarkt scheint noch in weiter Ferne zu sein, sonst würde sich doch kaum noch jemand bei Verstand
ein eigenes Auto kaufen und damit jeden Tag herumkurven...
/Ironieende :ROFLMAO:
 
Oliver1

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Der Verkehrsinfarkt kommt nicht? Weshalb werden die Staus dann immer länger und mehr in Deutschland.
Der Autofahrer kann ja froh sein das nicht alle gleichzeitig fahren.
 
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Rollerfahrer

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Fahrt mal die CM in Berlin mit,
dann seht Ihr wie schnell die Radfahrer einen Verkehrs Infarkt verursachen können.
:LOL:
 
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Jenss

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Dat war doch ironie ;)

Freitag war hier der ganze Sektor dicht weil Autobahn Vollsperrung.

War das herrlich mit dem 45er am Stau vorbei zu düsen.

:p

Ich kann auch echt kein Mitleid haben....99% sind selbst schuld!
 
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Jenss

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Alles gut. Bin mitten auf der Straße gefahren bei erlaubten 50. :)
 
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jodi2

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Ich verstehe die Tesla Modellpolitik auch nicht so ganz. Ich persönlich wünsche mir zwar auch was Golf-mäßiges und eher schlicht und dafür im günstigeren Preissegment, aber wenn der Hersteller seine Schwerpunkte anders setzt und sich da mehr Erfolg verspricht, schade für mich, aber völlig ok. Nur warum man seine eigenen Topmodelle mit M3 und Model Y kannibalisiert verstehe ich nicht. Model S Verkäufe sind durch das M3 massiv eingebrochen, Model X wohl auch, aber wenn das Model Y da ist, wird das noch viel schlimmer und keiner kauft mehr Model X. Warum man sich da erst die Mühe gemacht hat, für viel Invest ein M3 zu entwickeln, dass kaum Marge hat, anstatt Model S und X weiter zu verbessern/interessanter zu machen? Von mir aus eine günstigere Version, aber wozu aus unternehmersicher/wirtschaftlicher Sicht die so ähnlichen M3 und MY und nicht was völlig anderes, egal ob jetzt a la Golf oder Supersportwagen?

Zu meinem Ladetrauma: Vielleicht war ich etwas zu negativ und Frankfurt ist zum Laden auch besonders mies. Aber an dem Tag war's wirklich frustrierend
Eine einfache Lösung und fast noch mehr in der Pflicht als die Städte sehe ich die Arbeitgeber, das ist nach zu Hause der wichtigste/geeignetste Ladeort, dann könnten auch Leute ohne Eigenheim bzw. Wallbox/Drehstrom zuhause mit BEV gut zurechtkommen, wenn sie jeden Werktag während der Arbeitszeit laden könnten. Da ist es leider auch bei meinem AG noch ein weiter Weg hin... :-(
 
mawadre

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Ich verstehe die Tesla Modellpolitik auch nicht so ganz.
Nur warum man seine eigenen Topmodelle mit M3 und Model Y kannibalisiert verstehe ich nicht
Da gibt's wohl mehrere mögliche Antworten. Ich versuche mal drei: eine gängige, gute Startup-Strategie ist, zuerst mit dem neuen Produkt im Hochpreissegment zu starten, weil: viel größere Margen je Stück, eine Manufaktur-Produktion kostet viel weniger als eine hochoptimierte, automatisierte Großserienproduktion, man kann noch kurzfristig eingreifen, Probleme beheben, Verbesserungen anwenden, ist flexibler. Wohlhabende Kunden als Early Adopter zu haben ist viel einfacher als Leute, die für das eigene Produkt Haus und Hof verpfänden müssen. Mit dem Geld und Gewinn und Erfahrung des Produkts im Luxussegment bekommt man Reputation gerade auch bei den Multiplaktoren und man finanziert damit das nächstgünstigere Segment. Dort startet man aber auch nicht gleich mit dem allerbilligsten Einstiegsmodell sondern verkauft erst mal die Topausstattungen mit der besten Marge. Die absoluten Billigmodelle verzögert man am besten solange und so stark wie es geht (laaange Wartezeiten, nicht lieferbar, merkwürdige Einschränkungen). Denn das billigste Modell ist oft mit wenig bis keinem Gewinn oft sogar als reine Marketingmaßnahme zur Deckung von Kundeninteresse gedacht. Wenn die Käufer erst mal da sitzen, kann man ihnen leicht durch Upselling mehr verkaufen. Aber bei Autos braucht es dazu Finanzierung.

Zweiter Grund: Wettbewerb. Wie Steve Jobs selig schon sagte: "wenn man sich nicht selbst kanibalisiert, tun es andere". Soll heißen, dass es keine langfristig funktionierende Strategie ist, sich auf seinen aktuellen Loorberen auszuruhen. Die Konkurrenz wird früher oder später aufholen und überholen. Siehe Nokia vs Apple.

Dritter Grund: Elon Musk ist ein krasser, abgedrehter Nerd mit extrem hohen IQ, der in seiner Jugend viel Science-Fiction konsumiert hat. Er zitiert regelmäßig auch in seinen Produkten und Unternehmungen populäre Bücher und Filme. Tesla ist "nur ein Hobby" für ihn neben seiner ersten Firma SpaceX, für das er nicht mal mit Gehalt bezahlt wird. Er betont immer wieder öffentlich, dass er den Planeten für die Menschheit retten helfen will aber auch an einem Plan B arbeitet. Der Plan B ist für ihn das Raumschiff zum Mars und die Rettung des Planeten (Klimakollaps) braucht die möglichst baldige Umstellung von der seit 200 Jahren stetig wachsenden fossilen Weltwirtschaft zu einer 100% Erneuerbaren. Mut Tesla will er die Mobilität auf 100% erneuerbar umstellen. Dazu hat er auch SolarCity gekauft und in Tesla integriert und bietet also Solarstromgewinnung, Speicherung von klein bis riesig und Elektromobilität von klein (Model X) bis riesig (Tesla Semi) an. Für ihn muss da ganze nicht massiv Gewinn abwerfen sondern nur stetig seinem Ziel der nachhaltigen Wirtschaft und Mobilität näher kommen. Tesla verschenkt die Nutzung seiner unzähligen Patente sogar an die Konkurrenten.
Aus Sicht der Aktionäre leider sehr blöd.
 
Electric

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Ich verstehe die Tesla Modellpolitik auch nicht so ganz.....warum man seine eigenen Topmodelle mit M3 und Model Y kannibalisiert verstehe ich nicht. Model S Verkäufe sind durch das M3 massiv eingebrochen, Model X wohl auch, aber wenn das Model Y da ist, wird das noch viel schlimmer und keiner kauft mehr Model X. Warum man sich da erst die Mühe gemacht hat, für viel Invest ein M3 zu entwickeln, dass kaum Marge hat, anstatt Model S und X weiter zu verbessern/interessanter zu machen? Von mir aus eine günstigere Version
Also, der Bau des Model X war ein Fehler. Da war das Spielkind im Manne federführend. Affige und superteure Flügeltüren in einem SUV mit unattraktiver Optik. Den hätte man konventioneller bauen müssen, dafür mit mehr Elegance, um die Größe zu kaschieren. Es gab keine Marktforschung...unschlau.

Das Model 3 war eine Wette auf sinkende Preise für Batteriezellen. Die ist verloren worden. Aber nicht von Tesla alleine. Alle Hersteller hatten auf stark sinkende Preise gesetzt. Nur Tesla ist am meisten betroffen. Zumal das Auto rein auf amerikanische Bedürfnisse abzielt, wo 3-4 Autos vorhanden sind. In Europa ist er ohne Durchladeeinrichtung schwer verkäuflich. Der Witz ist: Der Akkupreis wird in 3-4 Jahren tatsächlich stark sinken, wenn alle diese Fabriken gebaut sind. Vorteil für Ankündigungsweltmeister.

Beim Model S stimme ich dir zu. Es wird ja einen Facelift 2 geben. Aber offenbar ist der auch verspätet, denn man wird eine schnelle Nürburgring-Runde mit Nico Rosberg am Steuer jetzt doch im bisherigen Kleid antreten. Außerdem - was soll nur Kosmetik? Da sollte man in der Tat den Käufern neue faktische Gründe bieten, das Auto zu wählen.
 
mawadre

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Noch ein Hinweis wegen nur "kleiner Marge". Die Marge alleine sagt nichts. Wenn ein Hersteller nur ein Auto für eine Million im Jahr verkauft und eine halbe Million Gewinn (50% Marge) damit macht, kann er trotzdem nicht gegen einen Volumenhersteller mithalten, der 10 Millionen Fahrzeuge für 15000 verkauft, die für 13000 hergestellt wurden. Das sind nämlich 10 Milliarden Gewinn obwohl pro Fahrzeug "nur" 2000 oder paar 10% Marge übrig blieben. Die Zahlen sind ausgedacht, sie sollen nur der Illustration des Skaleneffekts dienen. Es gibt allerdings das große Risiko bei Geschäften mit niedrigen Margen, dass falsche Annahmen oder Schwankungen aus 2000 Gewinn je Fahrzeug nur noch 1000 oder gar 100 oder sogar -100 machen. Bei 50% Marge ist man nicht so anfällig.
 
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