E-Auto 15 Minuten geladen mit rund 500km Reichweite

Diskutiere E-Auto 15 Minuten geladen mit rund 500km Reichweite im Anderes mit E-Motor Forum im Bereich Diskussionen; Ja, Tesla hat Elektroautos wirklich aus der Filzpullover-Ökospinner-Behindertenfahrzeug-Ecke herausgeholt und zu einer ernstzunehmenden und bald...
mawadre

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Die Elektroautos verkaufen sich dank des Game-Changers Tesla.
Ja, Tesla hat Elektroautos wirklich aus der Filzpullover-Ökospinner-Behindertenfahrzeug-Ecke herausgeholt und zu einer ernstzunehmenden und bald der besseren Alternative für Verbrenner-Autos gemacht.
Der nächste Schub und Verkaufsanreiz kommt in Europa und den USA allerdings über immens hohe absehbare Strafen für die großen Autohersteller wegen zu hoher CO2 Ausstöße aller verkauften Fahrzeuge eines Jahres. Die Grenze liegt ab 2022 bei 95g CO2/km Flottenausstoß. Mit den modernsten neuesten reinen Verbrennern heutiger Größe und Schwere nicht zu schaffen. Sparsame, kleine Hybride oder ein Audi A2 schaffen das. Aber dann könnte man keine großen Autos mehr verkaufen.
Jedes Gramm CO2 über dem Grenzwert kostet 95 Euro und muss mit der Anzahl der im Vorjahr in der EU zugelassenen Autos multipliziert werden. So droht alleine VW, die laut der Studie den Wert um vier Gramm überschreiten werden, eine Strafe von 1,4 Milliarden Euro. Für PSA und FCA könnte die Zielverfehlung 600 bzw. 700 Millionen Euro kosten. Daimler und BMW kommen mit 190 bzw. 200 Millionen Euro noch relativ glimpflich davon.
Und die Rettung sind die Elektroautos, weil sie erstens mit 0 CO2g/km gerechnet werden und zweitens noch mit einem Faktor stärker als Verbrenner gewichtet werden (Supercredits). Ein Elektroauto kompensiert so rechnerisch mehrere der Verbrenner. Die Autobauer sind gezwungen, größere Mengen der ungeliebten Elektroautos abzusetzen um Milliarden an Strafen zu entkommen.
Super-Credits – Elektroauto
 
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Was soll da passieren, wenn offenbar sogar Daimler als verkaufsstärkster Premiumanbieter glimpflich davon kommt? Ihr Auto mit größter Marge und größter Lieferzeit ist das G-Modell. Die verkaufsstärkste Motorisierung ist der G500, ein 2,5t mit sechsstelligem Grundpreis und 422 PS bei 276g/km. Da sind die 181g über dem Limit a 95€ vermutlich schon eingepreist. Das sind 17.195€ „Strafe“. Lächerlich! Alleine ein Sonderlack wie „electricbeam glänzend“ kostet 20.706€. Wobei ich für 17.500€ „aliengreen uni“ bevorzugen würde. :D
 
flavor82

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Tatsächlich verkaufen sie sich gar nicht in Deutschland. In Deutschland war 2018 nichts.
Also das Wachstum von E-Autos in Deutschland ist auch exponentiell. Natürlich auf sehr sehr niedrigen Niveau.
Die neuen Modelle werden im Moment rasand besser. Das ist allerdings auch ein Problem. Ich zögere den E-Auto kauf auch noch hinaus, da ich denke dass wir in einem Jahr wesentlich mehr für unser Geld kriegen werden. Ein Autokauf bei uns ist nicht dringend, die alten laufen noch ganz gut.
Umsatz-ohne-Gewinn
macht-wirklich-keinen-Sinn
Es kommt drauf an. Wenn sie ihren Gewinn investieren in neue Anlagen, neue Produkte etc. dann macht das perspektivisch sehr viel Sinn.
Ich habe Tesla Aktien gekauft, weil ich der Meinung dass sie erfolgreich sein werden. Wie viel Marge sie wirklich haben, können die Analysten nur raten. Die Marge hängt nämlich auch stark mit dem Output der Fabrik zusammen und der steigt. Im Gegensatz zu den Akkupreisen, die fallen nämlich.
 
Electric

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Wie ich mir hier ja schon vorwerfen lassen musste, spekuliere ich meist gegen Tesla. Bin aber daher gut informiert...;)
 
mawadre

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Was soll da passieren, wenn offenbar sogar Daimler als verkaufsstärkster Premiumanbieter glimpflich davon kommt?
Ja, Daimler "nur 190 Millionen", BMW "nur 200 Millionen" Strafe, beide mit im Schnitt sehr großen, schweren Autos. Nur wie kann das sein?
Weder Merkel noch die deutsche Politik haben irgendetwas dazu beigetragen. Im Gegenteil so wurde durch die Lobbypolitik noch versucht jede Änderung herauszuzögern.
So zum Beispiel:
Die „Super-Credits“ für Elektroautos wurden am 27.6.2013 von der EU beschlossen, siehe unten. Das war aber nicht der erste Bonus für die deutsche Autoindustrie. Die deutsche Autoindustrie bekam schon 2008 einen Bonus: Weil sie so viele schwere und PS-starke Fahrzeuge baut, erreichte sie über die „Klimakanzlerin“ Merkel bei der EU, dass die deutschen Autokonzerne ihre Emissionen weniger absenken mussten als die italienischen oder französischen Autohersteller. 2009 bekamen die deutschen Autokonzerne, quasi als Belohnung für die Produktion ihrer schweren fossilen Boliden ein Bonbon: Die „Verordnung (EG) Nr. 443/2009 des Europäischen Parlaments Super-Credits – Elektroauto
Die anderen Hersteller mit im Schnitt weniger schweren Kisten zahlen mehr:
VW 1400 Millionen Strafe, FiatChrysler 700 Millionen, Peugeot Citroen 700 Millionen, Ford 400 Millionen Strafe - pro Jahr!!!

Also wer eins und eins zusammenrechnen kann, kann vorhersagen, wieviele Autobosse inzwischen sehr sehr große Elektrofanboys sind :unsure: ;)

PS: Tesla verdient da auch gut dran - Fiat Chrysler kauft nämlich CO2 Gutschriften im Wert von Hunderten Millionen von Tesla und lässt sich diese anrechnen als wären es eigene Elektroautos.

PPS: eine ähnliche Gesetzgebung hat Kalifornien. Der Bundesstaat, der mit seinen traditionell sehr hohen Anforderungen Vorreiter für Kat, Abgasnorm usw. war.
 
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Der Autor des zitierten "Artikels" Jim Collins betreibt eine Anlagefirma und wettet professionell und mit dem Geld seiner Anleger auf eine fallende Tesla-Aktie - wie es electric auch tut.
Wie ich mir hier ja schon vorwerfen lassen musste, spekuliere ich meist gegen Tesla. Bin aber daher gut informiert...;)
Also, with my new trading venture, Excelsior Capital Partners, I can actively bet against Musk and Tesla.
I did just that Wednesday ... I can say that that has been a very lucrative trade for Excelsior. I look forward to covering those puts and betting against Tesla again.
Tesla and the Great Second-Quarter 'Swindle'

Gegen eine Aktie wetten wird Leerverkauf oder "Shorten" genannt. Leute die das tun heißen Shortseller. Tesla ist oft die am meisten geshortete Aktie der Welt. Es geht dabei um unvorstellbar viel Geld für die Leute und Institutionen, die gegen Tesla wetten.
zur Zukunft von Tesla war am 15.02.. Da stand die Aktie bei 307,88$. Jetzt steht sie bei 226$. Hättest du mir vorbehaltlos geglaubt und mit Hebelzertifikaten gearbeitet, wärst du jetzt reich. :ROFLMAO:
Falls die Aktie nicht sinkt oder gar steigt, kann das schnell den Ruin der Shortseller bedeuten. Jetzt kann sich jeder selbst fragen, wie man Äußerungen über eine Firma von jedem, der finanziell ruiniert sein kann, falls deren Aktie nicht sinkt oder gar steigt, zu bewerten sind.

Und ansonsten hielt ich schon vor der globalen Finanzkrise 2008 nicht viel von Leuten aus dem Finanz-Sektor. Gerade hier im ehemaligen Banking-Eldorado Zürich hatten die bei der Normalbevölkerung völlig zu Recht einen schwer erarbeiteten ganz üblen Ruf (permanentes unmoralisches Handeln, keinerlei Interesse, welche Kosten und Probleme der eigene Profit anderen verursacht etc.) . Und genau wie bei vielen anderen "Finanzvehikeln" sehe ich keinen gesellschaftlichen Nutzen darim, dass jemand durch öffentliches mit Dreck werfen auch noch massiv Geld absahnen kann. Im Gegenteil ist es massiv schädlich für unsere Gesellschaften.

Wenn ich das als Laie richtig verstehe ist Shortselling oder Leerverkauf EU weit verboten.
Leerverkauf – Wikipedia
die am 1. November 2012 in allen EU-Mitgliedstaaten in Kraft getretene Verordnung (EU) 236/2012[10] ein europaweites Verbot für Leerverkäufe aussprach. In § 53 Abs. 1 WpHG n. F. wird die Geltung dieser Verordnung für Deutschland bestätigt.
 
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Electric

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Der Autor des zitierten "Artikels" Jim Collins betreibt eine Anlagefirma und wettet professionell und mit dem Geld seiner Anleger auf eine fallende Tesla-Aktie - wie es electric auch tut.
Nein, mein Lieber, ich betreibe keine Anlagefirma und ich spekuliere nicht mit dem Geld meiner Anleger. Sondern ich bin Privatmann und mache das in dem Sinne, wie eine Oma an der Ecke Lotto spielt. Kleines Hobby, etwas Thrill, aber nur mit kleinen Summen. Also mal nicht immer das große Besteck herausholen....

Mich fragen oft Leute, ob Tesla pleite geht, ob man die Autos jetzt noch kaufen kann. Ja, kann man. Die Marke wird sicher gekauft, wenn da Probleme kommen. Und wenn jemand mit Produktions-Know-how und Vertriebs- und Servicenetz zuschlägt, kann das dem Endkunden nur helfen.

Aber die Million Elektroautos kriegen wir mit 454 Tesla 3 im Juli in Deutschland nicht zusammen. Und darum ging’s ja eigentlich.

P.S.: Auch Deutsche können shorten, halt nicht an europäischen Börsen. Aber das würde ich ja eh nicht machen...
 
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Ilsurion

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Im Moment hat die Elektromobilität noch viel zu viele Probleme, um wirklich im großen Stil und Flächendeckend genutzt zu werden. Werde es NIE verstehen, wie eine Regierung gleichzeitig Millionen E-Autos auf die Straße bringen will, aber bei der Ladeinfrastruktur völlig planlos vorgeht. Meiner Meinung nach hätte es z. B. nie passieren dürfen, das eine Firma wie Tesla ein eigenes exklusives Ladenetz nur für eigene Fahrzeuge aufbaut. Auch müsste die Ladeinfrastruktur europaweit direkt eine Norm haben. Auch das Bezahl-System mit x-verschiedenen Stromanbietern und Mehrkosten bei Fremdkunden etc. ist nicht wirklich durchdacht.

Bin auch der Meinung das Tesla die E-Mobilität wirklich ins Rollen gebracht hat, gerade weil ihre Fahrzeuge direkt mit einer wirklich nutzbaren Reichweite gepunktet haben. Wo sie aber scheinbar im Moment riesen Probleme haben, ist die Auslieferungsqualität (Mängel) und das extrem schwache Servicenetz.
Gibt auf Youtube im Moment viele Beiträge unter dem Thema: Tesla - Service Hölle:

Die Beiträge sind durchaus konstruktiv und die Teslafahrer schätzen weiterhin E-Mobilität, aber der wohl nur über eine APP erreichbare Service muss wohl arg überfordert sein. Was aber auch irgendwo verständlich ist, wenn man mal das "dünne Servicenetz" sieht. Hier hat Tesla noch einiges an Arbeit vor sich.
Im zweiten Link wird vom Tesla-Nutzer (wohl ein Vertreter) auch noch angesprochen, wie oft er in den letzten Tagen an defekten Ladestationen (nicht Tesla-Stationen) an deutschen Autobahnen vorbeigefahren ist. Auch dies ist bedenklich, da man gerade für lange Reisen ja auf die Säulen mit hoher Ladeleistung angewiesen ist.
 
mawadre

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ich betreibe keine Anlagefirma und ich spekuliere nicht mit dem Geld meiner Anleger.
Das habe ich auch nicht behauptet, muss also auch nicht bestritten werden - mutatio controversiae um hier mal mein Wikiwissen zum Besten zu geben :ROFLMAO:

Aber zurück zum Thema: egal ob jemand nur als
Privatmann ... wie eine Oma an der Ecke Lotto spielt. Kleines Hobby, etwas Thrill, aber nur mit kleinen Summen
gegen eine Firma an der Börse wettet oder um reich zu werden
Tesla war am 15.02.. Da stand die Aktie bei 307,88$. Jetzt steht sie bei 226$. Hättest du mir vorbehaltlos geglaubt und mit Hebelzertifikaten gearbeitet, wärst du jetzt reich. :ROFLMAO:
oder ob er das sogar mit dem massiven Verstärker einer Anlagefirma und massiven Kundengeldern tut
Der Autor des zitierten "Artikels" Jim Collins betreibt eine Anlagefirma und wettet professionell und mit dem Geld seiner Anleger auf eine fallende Tesla-Aktie
in jedem Fall sind öffentliche Äußerungen von Leerverkäufern oder Shortsellern über ihr Spekulationsobjekt, gleich ob privat oder institutionell, dreiste Versuche, mit ihrer Wette gegen die jeweilige Firma Geld zu machen oder wenigstens keines zu verlieren.

Wenn man als Shortseller also mit Dreck auf die jeweilige Firma wirft, Fakten verdreht, unterlässt oder verstärkt, sodass der öffentliche Eindruck einer abstürzenden Firma entsteht oder verstärkt wird, resultiert das in einem finanziellen Vorteil für den Shortseller. Zur Erinnerung: das ganze unmoralische Konstrukt ist in der EU verboten.

Aber die Million Elektroautos kriegen wir mit 454 Tesla 3 im Juli in Deutschland nicht zusammen. Und darum ging’s ja eigentlich.
Nein, darum ging's nicht. Ausgangspunkt war, dass Frau Merkel das Ziel der Bundesregierung, in 2020 in D 1 Million Elektroautos auf den Straßen zu haben, auf 2022 verschoben hat. Das war's schon.
 
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Ja, und was ist jetzt deine Aussage? Dass die Million deshalb verschoben werden musste, weil andere und ich gegen Tesla spekulieren?

Vielleicht sollte man mal erklären, warum es die Möglichkeit des Leerverkaufs gibt: Damit es ein Regulativ gegen Blasen gibt. Wenn man Finanzfakten und Kurs bei Tesla, Uber, Beyond Meat in ein Verhältnis stellt , fällt es nicht schwer, sie völlig überbewertet zu sehen. Da tut jedes Korrektiv gut. Daher ist diese Möglichkeit kein Auswuchs, sondern bewährtes Instrument an vielen Märkten, um der Vernunft Raum zu geben.

Für Tesla ist jedenfalls der deutsche Markt zusammengebrochen. Und es ist kein neues Modell mit hoher Attraktivität zu sehen, das das 2020 und 2021 ändern könnte.

Ich denke, die Ladeinfrastruktur ist nicht einmal das Hauptthema, um 1 Million Kunden zu gewinnen. Denn der solvente Kunde, der vom Eigenheim aus zumeist nur Kurzstrecken bewältigt, wird bei 10 Millionen Fahrzeugen geschätzt. Ich muss also nicht die Laternenparker in der Vorstadt erreichen. Die haben eh kein Geld. Und für Eigenheimbesitzer ist es geil - sie müssen nie tanken, weil der Wagen über Nacht zuhause auflädt.

Die kaufen nur nicht. Was auch an einem Mangel an attraktiven Fahrzeugen liegt, aber vor allem am Preis. Ich denke, die Kauflaune ist weg. Man ist nicht mehr gewillt, viel Geld für ein Auto auszugeben.
 
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Die Analysten lässt man in einem Wettbewerb gegen Affen antreten. Bis jetzt haben die Affen noch immer mit ihren Aktien Werteinschätzungen gewonnen. :ROFLMAO:
Es gibt zu Tesla nämlich auch ganz andere Einschätzungen von anderen Analysten. Ob Tesla in Zukunft erfolgreich sein wird kann niemand vorhersagen, dazu gibt es einfach zu viele Variablen.
Ich denke sie werden Erfolg habe, kann damit aber auch daneben liegen. Mit 300$ war die Aktie allerdings überbewertet. Ich bin bei 165€ vor kurzem eingestiegen. Ich finde das war ein fairer Preis bezogen auf das Zukunfspotential.
 
mawadre

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Ja, und was ist jetzt deine Aussage? Dass die Million deshalb verschoben werden musste, weil andere und ich gegen Tesla spekulieren?
Nein, ich habe keine Aussage mit dem Einstellen des Artikels gemacht außer die, die dort steht und voll ins Thema des Threads passt: Die deutsche Bundesregierung hat ihr Ziel der 1 Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen von 2020 auf 2022 verschoben. Nicht mehr und nicht weniger.

Inzwischen sind ja auch ein paar mehr Elektroautos aus einheimischer Produktion in der Pipeline. Die großen, schweren, stromhungrigen SUVs von Audi oder Mercedes werden Deiner Einschätzung nach wohl wegen der hohen Preise nicht in Massen verkauft werden.
Man ist nicht mehr gewillt, viel Geld für ein Auto auszugeben.
Also könnte man auf VW und seine geplanten 300000 EV aus dem Werk Mosel hoffen aber vielleicht warten die Käufer ja auch nur auf die bisher üblichen Must-Haves Spaltmaße, bretthartes Fahrwerk, Händler vor Ort und vor allem Zur-Verfügung-Stellung als Firmenwagen (0,5% Regel) oder Finanzierung durch die herstellereigene Autobank. Wer es im Zuge der Finanzkrise nicht mitbekommen hat: Banken erfinden oder schöpfen Geld für Kredite aus dem Nichts, die lange gepflegte Vorstellung, eine Bank würde nur ihre Spareinlagen als Kredite ausleihen, ist falsch. Defakto dürfen die das gar nicht.
So schöpfen die Banken Geld aus dem Nichts

Ein Autohersteller kann also seine Autos viel leichter unters Volk bekommen, wenn er denen "erfundenenes Geld" leihen kann, damit die dann damit ein Auto kaufen können. Die erste Autobank wurde von Henry Ford gegründet. Ein Autohersteller ohne eigene Bank für seine Kunden und der sich sogar noch selbst Investoren gehörendes Geld ausleihen muss, hat ein großes Problem denn:
Im Jahre 2016 wurden ... rund 75 % aller Pkw-Neuzulassungen in Deutschland über Leasing- und Finanzierungsmodelle finanziert, was einem Kreditvolumen von jährlich rund 60 Milliarden Euro entspricht.
Autobank – Wikipedia
 
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mawadre

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Plug-in-Hybride: Doppelt genäht fährt besser | Edison
Von BMW über Mercedes bis Porsche: Deutsche Hersteller - und nicht nur die - bringen jetzt reichlich neue Modelle mit Verbrenner, Elektromotor und Steckdose auf den Markt, um die scharfen CO2-Flottengrenzwerte der EU für 2020 zu erfüllen.
Deutschland ... Plug-in bisher ... 19.795 ... zwischen Januar und Juli 2019 neu zu ... reinen Stromern waren es mit 37.022 Fahrzeugen fast doppelt so viele.
Hintergrund sind die strengen CO2-Flottengrenzwerte der EU, die ab 2020 gelten: Für sparsame Plug-in-Hybride (PHEVs) gibt es Supercredits, sie belasten also die Bilanz eines Autoherstellers weniger.
 
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Teelöffel

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Von BMW über Mercedes bis Porsche: Deutsche Hersteller - und nicht nur die - bringen jetzt reichlich neue Modelle mit Verbrenner, Elektromotor und Steckdose auf den Markt, um die scharfen CO2-Flottengrenzwerte der EU für 2020 zu erfüllen.
Genau DAS ist der neue Abseitstrick: Man baut etwas E-Motor, etwas Batterie und Steckdose in den tonnenschweren und PS-strotzenden SUV, erfindet einen Spritverbrauch von 1.9L/100km/h - und alles läuft weiter wie gehabt. Klimaschonend natürlich. Einfach nur GENIAL !
 
mawadre

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twas E-Motor, etwas Batterie und Steckdose in den tonnenschweren und PS-strotzenden SUV, erfindet einen Spritverbrauch von 1.9L/100km/h - und alles läuft weiter wie gehabt. Klimaschonend natürlich. Einfach nur GENIAL !
Das ist leider tatsächlich so und wird auch von vielen Seiten kritisiert. Meine optimistische Interpretation ist, dass die EU-Kommission einen langfristigen Masterplan hin zu 100% erneuerbar hat und Hybride für die Hersteller ein einfach erreichbarer Zwischenschritt dahin sein soll. Der immer noch tägliche EU-weite Wahnsinn der 10% Beimischung von Palmöl zu Diesel in riesigen Mengen und der damit verbundenen Urwaldabholzung lässt einen doch an einem Masterplan zum Umweltschutz zweifeln.
 
Philipp2301

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Bulls E45 Crystalyte HS4080; Bafang "TRIO" 25er
Ich glaube nicht, das da irgendetwas langfristig geplant ist. Dafür wirkt das ganze Thema einfach viel zu planlos.

Aber der Spritpreis wird ansteigen (wegen Rohölknappheit oder höheren Förderkosten und / oder Steuern). Dann werden immer mehr Leute ihren Plug-In-Hybrid auch ans Stromnetz hängen, weil es sich für sie finanziell lohnt. Blöd nur, dass die meisten Plug-In-SUV-Brocken für die ersten 100.000 km als Firmenwagen laufen und die Besitzer kein finanzielles Interesse am Strom laden haben.
 
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Meine optimistische Interpretation ist, dass die EU-Kommission einen langfristigen Masterplan hin zu 100% erneuerbar hat
Ich glaube nicht, das da irgendetwas langfristig geplant ist. Dafür wirkt das ganze Thema einfach viel zu planlos.
Huch, so schnell kanns gehen:
EU-Kommission will eine Million neue Ladestationen - electrive.net
"Die (neue) EU-Kommission strebt eine fast vollständige Klimaneutralität bis 2050 an und will schon in den ersten 100 Tagen zahlreiche Maßnahmen auf den Weg bringen. Laut einem Medienbericht soll es auch eine eMobility-Offensive geben.

Wie der „Tagesspiegel“ unter Berufung auf den Entwurf einer Prioritätenliste der Kommission berichtet, soll im Zuge der Offensive die Zahl der Ladestationen bis 2025 um eine Million steigen. Damit soll den Bürgern ihre „Reichweitenangst“ genommen werden. Wie die Zeitung schreibt, seien „die dafür nötigen Milliarden teils schon eingeplant und könnten teils innerhalb des EU-Kohäsionsfonds umgeschichtet werden“.

In dem Schreiben heißt es: „Ein (quasi) komplett klimaneutrales Europa bis 2050 ist möglich.Der Kampf gegen den Klimawandel sei „eines der wichtigsten Ziele“. Die neben dem Ladesäulen-Ausbau aufgelisteten Maßnahmen umfassen unter anderem eine „Roadmap“ für den Ausbau der Offshore-Windenergie, Großverbraucher wie die europäischen Stahlkocher sollen ihre Prozesse klimaschonender machen, zudem soll das Fliegen verteuert werden."
 
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