E-Auto 15 Minuten geladen mit rund 500km Reichweite

Dieses Thema im Forum "Plauderecke" wurde erstellt von tib02, 11.02.19.

  1. Boerni556

    Boerni556

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    Danke für Deine informativen Beiträge. Da wird sogar mir als Laien einfach mal alles verständlich.20.000 Einwohner benötigen bereits jetzt schon den Strom und fahren und laden - so sie denn umsteigen würden - eben auch mehr als 100 Autos.

    Elektrisches Fahren scheitert in der Breite vorerst final an der insoweit komplett fehlenden Ladeinfrastruktur. Punkt. Und da reden wir noch nicht über Stromerzeugung.

    Hybrid, und damit nur für Kurzstrecke elektrisch, ist im Hinblick auf eine geringere Stromentnahme die einzige Alternative. Oder gleich einen Diesel...

    Wer sich jetzt ein teures Elektroauto kauft steht in 3 Jahren doof mit dem Stecker in der Hand in der Gegend und kann sich bei „visionären“ Politikern bedanken, die ihm seinen Diesel durch ihr Gequatsche abgewertet und unterverpreist nach Osteuropa vergrault haben. Als Häuslebesitzer muss man vor solchen Szenarien ja schon ernsthaft über Selbstversorgung nachdenken. Ansonsten klauen mir die übermotorisierten Visionäre in der Nachbarschaft demnächst meinen Strom fürs kühlen des Weißbiers.

    Das Ausgangsbeispiel ist ja auch wieder die typische Verarsche. Ein Sportwagen mit 775 PS soll mit nem 95 kwh Akku dann 500 km weit kommen?! Ja genau. Vielleicht mit 90 kmh hinterm LKW. Was soll der Quatsch? Entweder brauch man keine 680/775 PS für 90 kmh Tempo oder Minimum 300-400 kwh Kapa um mit der Kiste artgerecht heizen zu können.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12.02.19
  2. Kraeuterbutter

    Kraeuterbutter

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    nein.. ich hab mir einen TEsla vorgestellt, der bei sparsamer FAhrweise 600km schafft,
    tatsächlich aber 500km wirklich durchaus machbar ist..
    und hab bei den 1300km nach Spanien von 2mal nachladen gesprochen..
    somit ist hier nochmal 100km jeh Ladestation Puffer drinnen

    aber krall dich nicht so auf einzelne Zahlen fest...

    ob 400km Reichweite oder 500 oder 600km Reichweite..

    10min Pause bei 13h Autofahrt und 1300km ist einfach etwas was man nicht machen sollte
    (selbst im Flieger bei einem Langstreckenflug versucht man zwischendurch aufzustehen und etwas rumzugehen um Thrombosen zu vermeiden etc..)

    und weil ein ganz kleiner PRozentsatz der Autofahrer solche Gewaltfahrten am Stück machen, brauchts jetzt diese MOnsterlader überall ?
    erst dann ist das Medium "Elektorauto" tauglich ?

    es scheint wirklich undenkbar zu sein, dass das mit Umweltschutz irgendwas wird...
    wenn Leute selbst die wenigen Extremfahrten die sie machen, dort nicht 30min statt nur 5min mal ne Pause einlegen können - das schon ein Ding der Unmöglichkeit ist

    das sind natürlich Dinge über die man diskutieren kann..

    ich bezog mich nur auf die "Notwendigkeit", dass wir Tanken in 5min haben müssen...

    teilweise schafft es die Gesellschaft auch mit "Rückschritten" zu leben..
    z.b. Handy vs. Smartphones...

    Handys waren schon bei einer Betriebszeit von 1 Woche, 2 Wochen ohne nachzuladen...
    mit den Smartphones zählt ein Gerät das 2 Tage durchhält schon als Dauerläufer

    man nimmt diesen Einschnitt hin, weil das SMartphone dafür andere Sachen bietet..

    beim E-Auto:
    man nimmt die längere Ladepause (die man mit einer Jausenpause halt kombinieren sollte bei der Urlaubsfahrt) hin, dafür, dass ein Teil (oder sogar ein sehr großer Teil) der Energie für die Urlaubsfahrt aus regenerativen Strom besteht und nicht aus
    100% unwiederbringlich verfeuerten Erdöl
     
  3. holsteiner

    holsteiner

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    Ich sehe, es muss für die allgemeine Akzeptanz der Elektromobilität noch ein gewaltiges Umdenken kommen. Ich bin da aber ganz zuversichtlich. Die Elektromobilität wird sehr langsam, aber mit den positiven Erfahrungen der Besitzer (Mund- zu Mundpropaganda ist da sehr erfolgreich) dann doch ihre Verbreitung erreichen.
    Sobald dann Ladesäulen überall im Blickfeld auftauchen wird das sein wie bei jungen Frauen, die mit einem Mal überall Kinderwagen sehen. Dann ist es soweit und der Skeptiker kommt auch dazu.
    Die Verbrenner werden dann langsam weniger werden und die E-Mobile mehr. Wenn dann E-Mobiles Carsharing in der Fläche angeboten werden sollte gibts auch wieder mehr Platz in den Städten.
    Das wird ganz sicher nicht in 5 Jahren soweit sein, aber bis 2030 könnte das was werden. Bis dahin hat man dann auch Zeit, genügend Leistungstrafos und stärkere Netze zu installieren.
    Der Rentner mit dem Einfamilienhäuschen wird dabei die Netze sogar noch entlasten, da er über eine eigene PV-Anlage sein Auto tagsüber lädt und wenn dieses voll ist, er braucht es ja nicht täglich, den überschüssigen Strom in die Nachbarstraße weitergeben, wo die Mietshäuser stehen mit den Ladesäulen an der Straße.
    Abwarten...
     
  4. cephalotus

    cephalotus

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    Deine Schlussfolgerung erscheint mir nicht richtig.

    20.000 EW benötigen mal PiMalDaumen ohne Schwerindustrie so um die 100 Millionen kWh pro Jahr für Haushalt, Gewerbe & Co

    20.000 EW haben grob 10.000 PKW mit denen sie im Schnitt 150 Millionen km pro Jahr fahren. Bei 0,2kWh/km macht das eine Stromnachfrage von 30 Millionen kWh.

    Es ist also schon mal nicht derselbe Verbrauch

    Ob man für 10.000 ePKW 100 Stück 380kW Schnellader braucht bezweifle ich sehr.

    Unter der Annahme, dass 10% der geladenen Energiemenge tatsächlich über (Ultra)schnelllader bereit gestellt wird (es ist die teuerste Lademöglichkeit, daher nutzt man die nur wenn man muss) wäre die Auslastung von 100 Stück 380kW Ladern dann bei 3 Mio kWh / (100*380kW*8.760h) = 0,9%

    Ich denke, dass man mit einer durchschnittlichen Auslastung von 5-10% alle sinnvoll denkbaren Situationen abdeckt wie Massennachfrage zu Urlaubszeiten.

    Das heißt für diese 20.000EW bräuchte man dann 5-10 solcher 380kW Lader, bzw ein paar mehr wenn mans mit 150kW Ladern mischt.

    Das wäre bei 100%iger Marktdurchdringung von ePKW und das soll jetzt so unmöglich sein?

    Mit der Argumentation gäbe es in Deutschland keine 20 Smartphones zusammen, weil es unmöglich ist, ein mobiles Datennetz aufzubauen, das einen solchen Datendurchsatz ermöglichen würde, zusätzlich zu all den Kupfer- und Glasfaserleitungen. Das wäre so teuer, dass das niemals jemand bezahlen könnte und deshalb sind Smartphones in Deutschland schon aus Infrastrukturgründen schlichtweg unmöglich.

    Ich habs nicht ausgerechnet, stelle aber mal die Hypothese auf, dass der Ausbau der Schnellladeinfrastruktur deutlich billiger werden wird als der Ausabu der 3G, 4G und 5G Netze.

    MfG
    --- Beitrag zusammengeführt, 12.02.19 ---
    Da darf man gespannt sein.

    Die Bayern werden ein paar Gas Peaker bauen müssen
    In BY und BW gibt es mittlerweile publizierte Überlegungen ein paar Batterie-Großspeicher in neuer Größenordnung hinzustellen, um die Übertragungsnetze besser auszulasten (um Netzausbau wird man trotzdem nicht herum kommen)
    ENBW projektiert in Brandbeurg gerade ein 175MW PV Kraftwerk ohne EEG Umlage, ein paar weitere 100MW sind in der Pipeline.
    Vattenfall und Baywa haben verkündet in den Braunkohleregionen gerne ein paar Gigawatt Solar- und Windkraftwerke hinzustellen
    Platzeck kann sich scheinbar dafür erwämen aus 3GW Jähnschwalde nach und nach einen 3GW Carnotspeicher zu bauen. Hier würde mich mal die Kalkulation interessieren
    Naja und ansonsten wird man bis 2030 halt einige Gaskraftwerke neu bauen. Gut möglich, dass die sich bis dahin sogar rentabel betreiben lassen.

    Unter der Annahme, dass 2030 jeder 2. verkaufte PKW rein elektrisch ist hat man dann vielleicht einen Bestand von 10-15 Mio ePKW, das wäre so 1/3 des Bestandes.

    MfG
     
    Zuletzt bearbeitet: 12.02.19
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  5. Boerni556

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    Lieber @cephalotus
    Dein Beitrag hat mich nicht überzeugt. Wenn 10.000 Autos abends nach der Arbeit an die Ladestation wollen, dann braucht man doch mehr als 5-10 Ladestationen?! Ansonsten müssten sich die Autofahrer ja bis zu 100x15 Minuten =25 Stunden gedulden.
    Und warum sollen nicht alle die tollen Schnelllader wollen?
    Wenn der durchschnittliche Haushaltsanschluss auf sagen wir 3 kw ausgelegt ist, wie sollen dann dort 380 kw-Lader funktionieren? Das wird auch mit der VW-Ladetonne schwierig. Von den Verlusten ganz zu schweigen.

    Solange das nicht glasklar ist, sollte man die Finger von der Sache lassen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12.02.19
  6. Emboliefree

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    selbst 15 Min zu viel...........:cool:.
     
  7. thomas luckow

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  8. tib02

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    Jedes normale Haus sollte einen 400Volt anschluss haben, somit ist Laden mit 22kW kein Thema, das sollte reichen um das Auto übernacht locker voll zuladen, ich habe auch eine 22kW Wallbox installiert.

    Was willst du mit einen 380kW daheim, aktuell tankst du deinen Sprit auch nicht in der Garage, sondern fährst zu Tankstelle, das machst du dann eben auch, nur mit dem Vorteil das du übernacht auch das Auto mit 22kW schon mal laden kannst.
     
  9. cephalotus

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    Schon die Annahme (aus den Rezensionen entnommen) ist falsch, dass das Ende der fossilen Energieträger unser Problem wäre.

    Schon weitaus vorher, wenn wir ungefähr die Hälfte dessen verbrannt haben, wird die Erde so heiß sein, wie sie das zu Zeiten des Homo sapiens niemals war.

    Ich gebe aber zu, dass das Problem noch so gut wie keiner der Entscheidungsträger begriffen hat. Bei den ganzen Verhandlungen zu den Treibhausgasen geht es immer nur daraum, wer noch wieviel CO2 in die Luft pusten darf. Das wird das Problem aber nicht wirklich lösen. Die alles entscheidende Frage lautet, welche der heute schon bekannten resourcen dürfen niemals verbrannt werden.
    Würde man sich diese Frage tatsächlich stellen hätten wir schon längst aufgehört unsere Braunkohle zu verbrennen. Wenig ist global betrachtet schädlicher und sinnloser, denn die Wertschöpfung pro Tonne CO2 ist bei unseren Braunkohlekraftwerken minimal. Für jede kWh die wir mit Braunkohle erzeugen muss an anderer Stelle soviel Erdgas im Boden bleiben, dass man damit 2kWh erzeugen könnte.

    Da diese Problem unlösbar erscheint ist meiner Ansicht nach die einzige Hoffnung, dass die fossilen Energieträger nicht freiwillig im Boden gelasssen werden, sondern schlichtweg deshalb, weil es etwas besseres gibt. Jedes Auto, das heute kein Erdöl verfeuert (weil es elektrisch beteriben wird oder weil es ganz eingespart wird) spart das letzte Erdöl das gerade noch gefördert wird. das sind derzeit die Teersande in Kanada. Könnte man also die Nachfrage entsprechend reduzieren würde als erstes der Teersandabbau verschwinden, dann die Tiefseeölförderung.

    Gelingt es hingegen nicht, die weltweite Nachfrage nach mehr Autos mit Verbrennungsmotor schnell zu stoppen wird sich die Ölförderung eben mit steigender Nachfrage und steigenden Preisen ausweiten. Das bedeutet mehr Ölsande, Fracking, den Abbau von Kerogenen unter den amerikanischen Urwäldern, Förderung in den arktischen Regionen und wo sonst die Konzerne heute ihre Milliarden in Exploration unventioneller Ressourcen investieren.

    All das ist zusätzliches CO2, das unseren Planeten in Hitzeszenarien treiben wird, die wir garnicht mehr modellieren können. Schon bei +4K werden Städte wie Neu Delhi teilweise unbewohnbar werden. Hamburg wird langfristig versinken.

    Und da erzählen wir die Leute, es wäre zu aufwändig und zu teuer, Ladeinfrastruktur zu bauen. Das ist doch ein schlechter Witz.

    Ressourcen vs. CO2 budget:

    [​IMG]

    Abbau von Ölsanden in Kanada:

    [​IMG]
     
  10. andreas s

    andreas s

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    Nur damit hier keine Missverständnisse entstehen. Mein Beitrag #9 bezog sich explizit auf das "Massentauglich" in Beitrag #1. Versteht den Beitrag als das, was es ist, nämlich eine rein hypothetische Modellrechnung für massentaugliche Schnellladung mit 380 kW Ladeleistung. Diese Rechnung zeigt einfach nur die logische Konsequenz massenhafter Schnellladung auf. Sogenannte Schnellladung ist technisch möglich, wird allein aus Kostengründen aber niemals massentauglich werden. Schnellladung ist ein Thema für Ladepunkte an Fernreisestrecken. Wenn jedoch die Schnellladung die Ausnahme bleibt, lohnt es für die Massenfahrzeughersteller nicht, eine teure und komplexe Schnellladetechnik in allen Fahrzeugen einzubauen. Wer über Elektromobilität im großen Stil nachdenkt, muss die aus dem Netz aufgenommene Ladeleistung zwingend vergleichmäßigen oder dem Stromangebot anpassen. Langsame Ladung an Parkplätzen oder am Wohn-/Arbeitsort ist eine Möglichkeit. Batteriepuffer (auch nicht kostenlos) an den Ladepunkten wären eine andere Möglichkeit. Von sogenanntem bidirektionalem Laden halte ich nichts. Wer von denen, die ihr Elektroauto wirklich zum Fahren benutzen möchten, wird riskieren wollen, seine Karre morgens mit leerer oder auch nur halb voller Batterie von der Steckdose zu trennen?
    Zur Zeit mache ich die Erfahrung, dass selbst Fachplaner, die sich (angeblich) mit der Problematik auskennen, nur wenig Rücksicht auf Leistungsbereitstellung nehmen. Ich habe hier einen Planungsauftrag, 50% der Stellplätze in einer Wohnanlagentiefgarage mit Ladepunkten auszustatten. Der Planer hält sogenannte Wallboxen mit 22 kW Ladeleistung für "üblich". Dabei ist eine Ladeleistung in dieser Größenordnung am eigenen Wohnort auf Grund der tatsächlichen Standzeiten der PKW nur in absoluten Ausnahmefällen notwendig. Eine Ladeinfrastruktur mit beispielsweise einem Drittel der veranschlagten Ladeleistung wäre mehr als ausreichend und um ganze Größenordnungen günstiger zu errichten. Die uralte Erkenntnis von Betriebswirtschaftlern in der Industrie, dass elektrische Leistung teuer ist und es somit als unternehmerisches Ziel gilt, elektrische Leistung zu minimieren, muss in der E-Mobilität erst ankommen.

    Der Vergleich der "Ladezeiten" mit denen einer Diesel-Tankstelle sieht so aus, dass bei einer Durchflussmenge von 35L/min eine Energiemenge von 366 kWh/min geladen werden kann. Selbst unter Berücksichtigung des "unterirdisch" schlechten Wirkungsgrads eines Dieselantriebs mit pauschalierten 30% bleiben netto noch 110 kWh/min. Eine Schnellladestation, die Ladezeiten vergleichbar mit einem Dieselantriebssystem anbietet, müsse 6600 kW leisten.
     
  11. cephalotus

    cephalotus

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    In Deutschland gibt es 14.478 Tankstellen für 42 Millionen PKW. (LKW mal außen vor) Lass das mal (geraten) 80.000 Zapfmöglichkeiten sein.

    Wenn jeder abends 5 Minuten zum Tanken braucht, dann teilen sich 500 Autos eine Zapfmöglichkeit und man müsste jeden Abend bis zu 500x5 Minuten = 41 Stunden warten.

    Du erkennst, dass die Rechnung so nicht funktioniert?

    1. Warum soll ich nach der Arbeit auf die Autobahn zum Nachladen fahren, wenn ich da garnicht vorbei muss?
    2. An den Ultraschnellladern ist die kWh umgerechnet teurer als am Haushaltsanschluss oder auf Arbeit.
    3. Der ein oder andere findet vielleicht Geschmack, seinen ePKW 1 Million km lang zu benutzen. (gerade die, die so auf dem Ressourcenverbrauch herum reiten dürften das alle so anstreben, nehme ich doch an) Ultraschnellladung lässt Zellen schneller altern.

    Es gibt aktuelle Smartphones die schnellladen können. Ich habe das noch niemals vermisst. Ich stecke mein Smartphone 1x am Tag an eine 08/15 USB Schnittstelle mit einem Kabel, das üblicherweise nur die 500mA durchlässt und lade da ganz gemütlich auf. Meine vier Akkus (ich habe in Schnellwechselsystem für die "Langstrecke", hat sich übrigens nicht durchgesetzt, den Leuten ist Design wichtiger :) ) für mein altes Smartphone sind alle noch top. Niemals hab ich Einbußen verspürt, weil ich zuhause keinen Schnelllader für mein Smartphone hätte.

    Bei einem e-Auto mit 50-100kWh Akku werden die wenigsten Pendler mit ihren 20-100km am Tag dafür irgendeine Schnellladung benötigen. Da fährst Du morgens mit 90% vollem Akku los und kommst abends mit 70% vollem Akku an. Dafür würde ich noch nicht mal die Schuko Steckdose voll auslasten, da genügen wir sogar bummelige 10A at 230V um das zuhause nachzuladen.
    Oder eben anders herum für die, die auf Arbeit laden und nicht zuhause.

    Wenn man wartet bis es der letzte kapiert hat wird es in Deutschland keinen Fortschritt mehr geben. Niemals.

    Hast Du Dich vor 10 Jahren auch schon an Diskussionen zu Pedelec beteiligt, wie unsinnig, blöd, gesundheits- und umweltschädlich und teuer das Zeug doch ist?

    Eine Mehrheit war dieser Ansicht in Deutschland. Bedeutet das, dass die Mehrheit schlau ist und man lieber noch warten soll?

    MfG
     
  12. roger24

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    Es gibt immer eine Weg!;)
     
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  13. andreas s

    andreas s

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    Die realen Kosten für eine Ladeinfrastruktur zu ermitteln ist vergleichsweise einfach und für jeden mit technischem Interesse und wachem Verstand nachzuvollziehen.
    Die Prognose, wann Hamburg versinken wird, ist im Vergleich dazu ungleich schwieriger.
     
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  14. Hochsitzcola

    Hochsitzcola

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    Wer meint, mit einem E-Auto tanken fahren zu müssen, hat es einfach noch nicht verstanden. Diese Schnell-Laderei ist ausschließlich bei Langstrecken relevant. Die hier diskutierte Leistung beim Laden macht die Infrastruktur und das Auto selbst unnötig teuer. Das Ladekabel muss zum Beispiel Wassergekühlt werden, da es sonst abraucht. Das ist so schwer, das es eine zart gebaute Person wahrscheinlich nicht Mal heben kann. Wer regelmäßig Langstrecken fährt soll halt erst Mal weiter Verbrenner fahren, wer fünf Mal im Jahr in Urlaub fährt, den sollten die zwei Stunden längere Fahrzeit nicht umbringen.

    Aber all das haben wir jetzt schon zig Mal hier im Forum durchgekaut. Die Reichsbedenkenträger werden sich wohl auch durch gebetsmühlenartige Wiederholungen nicht überzeugen lassen.

    Gruß
    hochsitzcola
     
    Zuletzt bearbeitet: 12.02.19
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  15. cephalotus

    cephalotus

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    War Dir "langfrsitig" als Prognose schon zu konkret?
     
  16. Kraeuterbutter

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    tatsächlich waren sogar oft die Stimmen zu hören:
    "solange nicht mindestens 200km Reichweite ist das E-Bike-Zeugs völlig untauglich - ich warte bis bei der Akkutechnologie der Fortschritt soweit ist, dass ich min. 200km am Stück fahren kann"

    fast niemand dieser Leute die das "forderten" ist jemals im Leben 200km am Stück gefahren


    von heute auf morgen sind auch 22kW ein Thema wenn in einer STraße das jeder haben würde wollen..
    (es wird aber eh Jahr(zehnte) dauern bis jeder ein E-Auto hat)

    nur: 22kW sind ja auch nicht nötig..

    bei durchschnittlich 14.000km im Jahr reden wir von im Schnitt 38km täglich
    was bei einem E-Autostromverbrauch von 12kWh/100km - 22kWh/100km
    also eine nötige Lademenge von ca. 5kWh bzw. 10kWh bedeutet..

    diese 5kWh sind mit 1kW Ladeleistung (die Hälfte von einem Staubsauger) über Nacht locker nachgeladen
    ein schwerer Tesla Model-X kann das in einer langen Nacht (12h) ebenfalls mit gerademal 1kW nachladen

    22kw - braucht es also nicht flächendeckend für JEDES E-Auto ständig

    das brauchts, wenn man tatsächlich das Auto leergefahren hat (wobei dann bei 100kWh-Akku auch 10kW reichen sollte um über Nacht das Auto wieder aufzuladen (und ganz voll braucht mans ja auch nur, wenn man am nächsten Tag schon wieder 500km fahren muss)

    fürs Pendeln das im Schnitt in Deutschland 17km Distanz ausmacht, braucht es eben nicht jeden Tag eine Vollladung, somit auch keine Auslegung der Ladeinfrastruktur auf "jedes Auto in der Stadt, wird jeden Tag mit Schnellladung Vollgeladen"
     
  17. Electric

    Electric

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    Gut, da wir in nur 200.000 Jahre vom Stein in der Hand zur Nutzung der Kernfusion gekommen sind, wird uns in der nächsten halben Milliarde Jahren auch noch etwas einfallen, um die Sonne daran zu hindern, uns verglühen zu lassen. Wenn bis dahin Neu-Delhi und Hamburg bedroht sind, wird es Hamburg zumindest nicht treffen. Mit Geld ist selbst nach heutiger Technik Schutz möglich.

    Also lohnt es sich, auch weiterhin vernünftigen Umgang mit Ressourcen zu treiben. Wenn jetzt das Elektroauto breitflächig kommt, ist das im Sinne eines geringen klimatischen Fingerabdrucks unter aktuellem Wissensstand sicher keine dolle Lösung. Aber es ist angesagt, wird politisch gewollt und also wird es gemacht. Das wird auch nicht mehr schaden als die Verbrennerfahrzeuge vorher. So what?

    Wenn mir die Argumente als Elektroautobesitzer ausgehen, kann ich immer noch auf andere zeigen. Fingerpointing auf Kreuzfahrer mit ihren Dreckspötten, Pauschalreisende in ihren superdreckigen Flugzeugen, Motorradfahrer - sinnloses Versauen der Umwelt, da kein Transportzweck, Motorboote dito.:D
     
    Zuletzt bearbeitet: 12.02.19
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  18. holsteiner

    holsteiner

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    Nochwas: Ca ein Drittel der PKW sind Zweitfahrzeuge und stehen tagsüber zuhause. Diese können natürlich auch tagsüber geladen werden.
    Der Außendienstler wird sicher weiterhin den Verbrenner bevorzugen, es sei denn er wird von der Politik gezwungen (Fahrtenschreiber) längere Pausenzeiten einzuhalten, die er dann ja wiederum zum laden nutzen könnte. Auch ne Steuerungsmöglichkeit.
     
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  19. Pustefix

    Pustefix

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    ???kernfusion? welche kernfusion? von deren kommerziellen nutzung sind wir mindstens noch 30-50 jahre entfernt! (hat man so übrigens auch schon 1970, 1980, 1990 usw. gesagt. immer diese vorschobenen mind. 30 jahre...). einige physiker aus dem kreis der fusionsforschung behaupten sogar - allerdings lieber hinter vorgehaltener hand - dass es wahrscheinlich niemals, oder wenn überhaupt, nur unter einem aberwitzigen aufwand klappen wird.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12.02.19
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  20. Kraeuterbutter

    Kraeuterbutter

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    hmm. auf youtube gibts schon berichte von einigen Aussendienstlern (auch von einer Firma die vor Jahren bereits ihre Flotte auf Tesla umgestellt hat)
    mit recht guten Ergebnissen und der Aussage, dass sie nimma zurückwechseln würden wollen
     
    Zuletzt bearbeitet: 12.02.19
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