E-Auto 15 Minuten geladen mit rund 500km Reichweite

Diskutiere E-Auto 15 Minuten geladen mit rund 500km Reichweite im S-Pedelecs und anderes mit E-Motor Forum im Bereich Diskussionen; Vermutlich hast Du leider recht. Denn die funktionierend demonstrierte Idee, mit jedem Tag Laternenparken bis über 30 km Reichweite aus der Sonne...
mawadre

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Mit einem Marktstart in 2021 ist das ohne die geringste Aussicht auf Erfolg.
Vermutlich hast Du leider recht. Denn die funktionierend demonstrierte Idee, mit jedem Tag Laternenparken bis über 30 km Reichweite aus der Sonne aufzuladen, ist bestechend. Unser Auto steht wie viele andere immer mehrere Tage am Stück ohne Fahrt. Nach einer Woche 150 km, nach einem Jahr 12000 km extra Reichweite aus der Sonne. Genial!
Elektroauto Sion – Sono Motors
Ergänzung:

Nach dem Ausstieg von Bosch aus dem eRoller Sharing nun bald doppelt so viele Elektro-Schwalben in Berlin:
Emmy will Anzahl der E-Roller in Berlin verdoppeln - electrive.net
 
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KIT - ITAS - TATuP -Archiv - 2006, Heft 1 - Wasserstoff löst keine Energieprobleme

"Wasserstoff löst keine Energieprobleme

von Ulf Bossel, European Fuel Cell Forum

Befürworter einer Wasserstoffwirtschaft sprechen von nachhaltiger Energie, die aus vielen Quellen abgeleitet werden kann. Diese Versprechungen sind kaum haltbar. Wasserstoff ist lediglich ein Energieträger, dessen Herstellung, Verteilung und Nutzung enorm viel Energie verschlingt. Selbst mit effizienten Brennstoffzellen kann man nur ein Viertel des ursprünglichen Energieinputs zurückgewinnen. Langfristig wird man Wasserstoff elektrolytisch mit Strom aus erneuerbaren Quellen erzeugen. Da sich Strom über Leitungen sehr effizient verteilen lässt, kann Wasserstoff den Wettstreit mit seiner Ursprungsenergie nie gewinnen. Aus physikalischen Gründen hat eine Wasserstoffwirtschaft keine Chance. Man sollte sich auf eine "Elektronenwirtschaft" einstellen."
 
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cephalotus

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Vermutlich hast Du leider recht. Denn die funktionierend demonstrierte Idee, mit jedem Tag Laternenparken bis über 30 km Reichweite aus der Sonne aufzuladen, ist bestechend. Unser Auto steht wie viele andere immer mehrere Tage am Stück ohne Fahrt. Nach einer Woche 150 km, nach einem Jahr 12000 km extra Reichweite aus der Sonne. Genial!
Elektroauto Sion – Sono Motors
Im Dach sind 248 Zellen zu vielleicht 3,5Wp verbaut, was 870Wp macht (optimistisch!). Wenn man das Auto überwiegend unverschattet parkt, was in der Stadt unmöglich ist und auch ansonsten im Sommer eher nicht so ideal, gerade bei einem schwarzen Wagen *), kann man mit vielleicht 500kWh im Jahr rechnen. Angeblich braucht das Fahrzeug 14kWh/100km nach WLTP, also eher 3500km im Jahr unter Idealbedingungen.

Aber klar, es wäre nett wenn VW & Co so ein Solardach für z.B. 500 Euro Aufpreis anbieten würden.

*) Dem Islandmoos zur Luftfilterung gefällt es sicherlich auch sehr gut bei 60°C im Innenraum, wenn man den Wagen im Sommer in der Sonne parkt.
 
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mawadre

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Im Dach sind 248 Zellen
Sono Motors sagt aber nicht Dach sondern Karosserie:
"Wir haben 248 Solarzellen nahtlos in die gesamte Karosserie eingearbeitet".
Beim Prototypen sieht man das noch gut:
 
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cephalotus

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Wenn die Zellen teilweise an den Seiten sind wird der Ertrag sogar noch deutlich schlechter ausfallen als bei einer reinen Dachmontage. :-(
 
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Der Sion ist wieder so eine Totgeburt. Da muss man gar nicht rechnen, um zu ahnen, dass ein Auto nicht mit Solarenergie fahren kann. Auch nicht in einer Wüste am Äquator, denn niemand parkt da sein Auto draußen und du hast Klimatisierungsaufwand. Tatsächlich steht so ein Wagen hierzulande meist in Carport oder Garage und parkt in der Stadt im Parkhaus. Aber selbst wenn er stets draußen stünde, und zwar stets unverschattet: Diesen Monat sind im langjährigen Mittel 38 Sonnenstunden zu erwarten. Absoluter Unsinn also.

Auch frage ich mich, wie die bei einem Mittelklasseauto mit dem Package den Preis von 25.500€ schaffen wollen. Das ist doch ein Kleinserienhersteller. Und in Großserie müsste man dafür 30.000€ nehmen.

Jetzt ist der Start erst einmal verschoben worden, weil die Finanzierung auf Crowdfunding umgestellt wird. What? Also haben sie keine Finanzierung. Meine Prognose: Traumtänzer, die gehen ein wie ne Priemel im Pisspott.
 
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Wie gesagt, sicher liegt ihr beide mit Eurer "Einschätzung" im Ergebnis bei Sono Motors nicht so weit daneben. Es ist halt keine große Kunst auf eine Pleite zu wetten, wenn 90-95% aller Startups es nicht schaffen.

Ansonsten ist es aber schon gewagt, das Konzept nicht zu kennen, nicht die Information zu haben, dass das komplette Auto mit Solarzellen beklebt ist, aber in 10 Sekunden eine "Expertenmeinung" zu haben, dass das gelogen sein muss weil ja Xyz.

Kurzes Googeln zeigt folgendes über die solare Reichweite des Sion beim Standort München. Wenn man 365 Tage worst case annehmen würde, käme man auf die 3000 km solare Reichweite. Average liegt bei 6000 km pro Jahr.
Screenshot_20191202-222541_Google PDF Viewer.jpg


Auch sehr witzig ist die Aussagen
Tatsächlich steht so ein Wagen hierzulande meist in Carport oder Garage und parkt in der Stadt im Parkhaus.
dass Autos in D eigentlich nie draußen stehen und deswegen gar keine Sonne sehen. Witzig deswegen, weil normalerweise Elektroautos in D als untauglich dargestellt werden, "weil quasi jeder Laternenparker wäre und es da draußen unter freiem Himmel keine Lademöglichkeit gäbe".

Und auch witzig, dass in heißen Ländern, besonders am Äquator niemand draußen parken würde.
in einer Wüste am Äquator, denn niemand parkt da sein Auto draußen
Soso, dann müssen die ganzen draußen herumstehenden Autos alle eine große Fata Morgana sein?
 
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Der Sion ist wieder so eine Totgeburt. Da muss man gar nicht rechnen, um zu ahnen, dass ein Auto nicht mit Solarenergie fahren kann. Auch nicht in einer Wüste am Äquator, denn niemand parkt da sein Auto draußen und du hast Klimatisierungsaufwand. Tatsächlich steht so ein Wagen hierzulande meist in Carport oder Garage und parkt in der Stadt im Parkhaus.
War nicht das Mega-Argument gegen eAutos das nahe zu 100% im freien, sozusagen unter der Laterne parken müssen (@Fraenker) , jetzt parken aufeinmal wieder alle wieder in der Garage oder Carport, ihr müsst euch vorher etwas mehr absprechen sonst wird das dagegensein peinlich.
 
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Die Gattung der Plug-In Hybridfahrzeuge könnte bald alle seine Privilegien (Kaufprämie, halbierte steuerliche Abschreibung) als "extrem sparsames und sauberes Fahrzeug" verlieren:

"Das wiederum könnte Konsequenzen für Autos mit Plug-in-Hybridantrieb (PHEV) haben. Die EU geht davon aus, dass die elektrische Nutzung eines PHEVs mit steigender Batteriekapazität automatisch größer wird („Utility Factor“, UF). Sollte sich herausstellen, dass, wie es Skeptiker vermuten, tatsächlich die meisten Ladekabel im Kofferraum der Plug-in-Hybride ungenutzt verrotten, könnte das das Ende sämtlicher Privilegien für diese Bauart bedeuten. Für die Hersteller wäre das dramatisch, schmücken sie doch gerade großflächig mit genau diesen Antrieben ihren Flottenverbrauch."
Plug-in-Hybride in Gefahr | heise Autos
 
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War nicht das Mega-Argument gegen eAutos das nahe zu 100% im freien, sozusagen unter der Laterne parken müssen (@Fraenker) , jetzt parken aufeinmal wieder alle wieder in der Garage oder Carport, ihr müsst euch vorher etwas mehr absprechen sonst wird das dagegensein peinlich.
Woher weißt du denn, dass ich gegen Elektroautos bin? Außerdem war gar nie „alle“ oder „keiner“ die Frage beim draußen stehen. Sondern es ist ein Fakt, dass wenn das Fahrtziel die Stadt ist, dort höchstwahrscheinlich der Abstellort keine unbeschattete Freifläche ist.

Auch gibt es in Deutschland 52% Haushalte, die in Eigentum leben. Davon hat die überwiegende Mehrheit Garage oder Carport. Es lebt eine Minderheit in Miete, aber auch von denen dürften 20-25% einen Garagenplatz haben. Wenn wir jetzt noch davon ausgehen, dass Neuwagenkäufer Geld haben müssen, dürfte der Match zwischen geschätzten 65% der Menschen mit Garage und Käufer eines Elektroautos statistisch recht hoch sein.

Aber, gut, lass alle auf Freiflächen wohnen und zu Freiflächen fahren. Lass uns eine Konzeptbewertung des Sono machen. Wer glaubt wirklich, dass die paar Solarzellen, die kaum je in optimalem Winkel angestrahlt werden und, prinzipbedingt, jeweils nur eine Wagenseite einigermaßen gut nutzen können, der Reichweite helfen können? Die Tabelle von Sion kannte ich gar nicht. Völlig unseriös.

Ich kenne die erzielbare Ausbeute von stationären Solaranlagen in Deutschland in guter Lage - 100 kWh/Jahr/qm. Das ist wenn alles optimal ist. Winkel, Himmelsrichtung. Das wären 700 km/qm/Jahr. Bei knapp über 2 qm wären das 1500 km. Mehr als 2 qm Solarfläche wird das Auto in keiner Position der Sonne entgegenstrecken können. Und Bestbedingungen bezüglich Beschattung, Himmelsrichtung und, vor allem, Ausrichtung der Zellen zur Sonne, kann ein Auto gar nicht bieten.
Ansonsten ist es aber schon gewagt, das Konzept nicht zu kennen, nicht die Information zu haben, dass das komplette Auto mit Solarzellen beklebt ist, aber in 10 Sekunden eine "Expertenmeinung" zu haben, dass das gelogen sein muss weil ja Xyz.

Kurzes Googeln zeigt folgendes über die solare Reichweite des Sion beim Standort München. Wenn man 365 Tage worst case annehmen würde, käme man auf die 3000 km solare Reichweite. Average liegt bei 6000 km pro Jahr.
Mein lieber Marcel, woher weißt du, dass andere in 10 Sekunden eine Expertenmeinung haben? Und wenn es so wäre, was ist daran falsch? Das ist doch eine Frage der Vorbildung. Und es ist ein Skill, den man heute braucht: Wer Mails bekommt, bei eBay oder überhaupt im Netz kauft, muss heutzutage immer sehr schnell plausibilisieren: Fake oder nicht? Dem einen gelingt es, dem anderen nicht.

Dir gelingt es z.B. hier nicht, wobei ich nicht weiß, wie lange du gegrübelt hast. Gut, 6.000 km Jahresfahrleistung für ein Mittelklasse-Auto, das zum Einsatz als Carsharer gedacht ist...Quatsch... :rolleyes: Und gerechnet hast du auch wieder unseriös: 2646 km ist der Wert auf Basis der Sono-„Daten“. Ich glaube nicht einmal an ein Viertel davon.

Jetzt kommen wir zur Sinnhaftigkeit: Selbst wenn es für 2646 km reichen würde. Die Amortisationszeit einer stationären Solaranlage wird zwischen 10 und 14 Jahren angenommen. Dann müssten diese weniger effiziente Anlage, wo alle Winkel nicht stimmen und ein Drittel immer im Schatten liegt, eher 20 bis 28 Jahre Amortisationszeit haben. Das ist also Dummenfang.

Aber klar, es wäre nett wenn VW & Co so ein Solardach für z.B. 500 Euro Aufpreis anbieten würden
Das ist allerdings wahr. Damit könnte man einige Komfortfunktionen wie die Klimatisierung speisen. Die Sinnhaftigkeit ist natürlich auch nicht sehr viel höher, aber das gute Gefühl könnte manchem 500€ wert sein.
 
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Auch gibt es in Deutschland 52% Haushalte, die in Eigentum leben. Davon hat die überwiegende Mehrheit Garage oder Carport. Es lebt eine Minderheit in Miete, aber auch von denen dürften 20-25% einen Garagenplatz haben. Wenn wir jetzt noch davon ausgehen, dass Neuwagenkäufer Geld haben müssen, dürfte der Match zwischen geschätzten 65% der Menschen mit Garage und Käufer eines Elektroautos statistisch recht hoch sein.
Uiui wenn das der @Fraenker liest .... dann bricht sein Weltbild völlig zusammen.
 
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Auch gibt es in Deutschland 52% Haushalte, die in Eigentum leben.
Es lebt eine Minderheit in Miete, aber auch von denen dürften 20-25% einen Garagenplatz haben.
Bei den üblichen Diskussionen zur Tauglichkeit von eAutos auch hier im Forum kommt quasi immer als erstes neben "Reichweite" (keine 500 km, keine 1000 km...) das Argument "Laternenparker".
Woher weißt du denn, dass ich gegen Elektroautos bin?
Man könnte den Eindruck gewinnen ;)

Aber, gut, lass alle auf Freiflächen wohnen und zu Freiflächen fahren.
Warum so unrealistisch extrem. Die Leute wohnen unter einem Dach und viele Autos vor allem Kleinwagen stehen unter freiem Himmel. Ganz einfach. Wer Lust hat, kann beliebige Deutsche Städte bei Google Streetview nachschauen (z.b. irgendwo in Berlin)
Die Tabelle von Sion kannte ich gar nicht. Völlig unseriös.
Warum?
Jetzt kommen wir zur Sinnhaftigkeit: Selbst wenn es für 2646 km reichen würde. Die Amortisationszeit einer stationären Solaranlage wird zwischen 10 und 14 Jahren angenommen. Dann müssten diese weniger effiziente Anlage, wo alle Winkel nicht stimmen und ein Drittel immer im Schatten liegt, eher 20 bis 28 Jahre Amortisationszeit haben. Das ist also Dummenfang.
Sie die meisten Dinge auf der Welt und im Leben kann man auch dieses Solarautokonzept aus verschiedenen Perspektiven betrachten. Wenn man es als Investition in Solar anschaut, lohnt es sich scheinbar nicht. Für die damalige Zielgruppe schien es sehr interessant zu sein:
"A Solarcar for everyone.
Integrated solar cells for up to 30km a day. 250km range. Family friendly car. For under 16.000€."
Sion. A Solarcar for everyone.
denn laut Wikipedia "In den Jahren 2016, 2017 und 2018 wurden im Rahmen dreier Crowdfunding-Kampagnen rund 10 Millionen Euro für die Umsetzung eingesammelt.[3][4][5][6]"

Seit die Massenhersteller allerdings endlich spürbar in Richtung EV marschieren, hat sich die Situation total geändert. Die erste Generation eGolf oder eUP wird offensichtlich gerade rausgeschleudert (100,- Leasing im Monat ohne Anzahlung)
Gut, 6.000 km Jahresfahrleistung für ein Mittelklasse-Auto
Du beziehst Dich wahrscheinlich auf den neuen Preis von über 24000 Euro statt der damals versprochenen 16000 Euro. Das Auto sieht klein aus, soll aber original auf einem BMW i3 basiert haben. Ist der Klein oder Mittelklasse?

Wie auch immer. Dass sie es nicht machen werden ist leicht "vorherzusagen" bei all den Widrigkeiten. Es geben gerade ganz andere mit 1000mal größeren Taschen auf (z.B. Dyson)
 
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Gut, das wusste ich gar nicht, dass das immer noch derselbe Sion ist, wie er damals für 16.000€ angeboten wurde und eindeutig ein Kleinwagen war. Ich muss zugeben, ich habe das nicht verfolgt. Dann haben sie das Konzept komplett geändert, jetzt ist das von den Abmessungen her sehr ähnlich einem Touran 1. Der Radstand ist 277,5 cm, deutlich mehr als ein i3.

Seit die Massenhersteller allerdings endlich spürbar in Richtung EV marschieren, hat sich die Situation total geändert. Die erste Generation eGolf oder eUP wird offensichtlich gerade rausgeschleudert (100,- Leasing im Monat ohne Anzahlung)
Das erstere stimmt. Erste Generation verschleudert stimmt allerdings nur bedingt. Denn beide Wagen sind jetzt deutlich verbessert - haben einen doppelt so großen Akku verpasst bekommen, was übrigens die Vorgängermodelle deutlich entwertet.

Das „Update“ erscheint beim e-Golf verrückt, weil er nur wenige Monate (3 oder 4) gebaut wird bis der ID.3 kommt. Ich begreife dort auch die Strategie gar nicht. Was bezweckt man damit? Will man Zahlen für 2019 schönen? Das ist jedenfalls „rausgeschleudert“, keine Frage.

Beim e-up und seinen Brüdern ist das Konzept schlüssig und bis 2023 Ende angelegt. Also noch für vier Jahre. Er hat ja auch schon ein Chassis, was -bis auf den Kardantunnel- eine moderne Auslegung mit den Akkus flach im Wagenboden aufweist. Da wundert man sich schon über die Preisoffensive, die nicht nur im Leasing, sondern auch im Kaufpreis voll durchschlägt: 20.650€ als Seat minus Prämie von demnächst 6.000€. Das ist ein Wort!

Vor allem ist das ein bisschen viel Abstand zum ID.3, der zuerst 40.000€ kosten soll und erst spät in 2021 auf 30.000€ herunterfinden soll. Zumal VW-Boss Diess trotz salbungsvoller Reden als Messias der Elektromobilität für kleine Leute völlig unglaubwürdig ist...
 
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Erste Generation verschleudert stimmt allerdings nur bedingt. Denn beide Wagen sind jetzt deutlich verbessert - haben einen doppelt so großen Akku verpasst bekommen, was übrigens die Vorgängermodelle deutlich entwertet.
Erste Generation im Sinne der VW Denkweise: ID.3 ist das erste wirkliche reine Elektroauto, eUP und eGolf sind Verbrenner-Designs mit reingefummelten Batterien. Diess wettet ja richtig groß auf Elektro und setzt auch hinter den Kulissen alles in Bewegung, damit es wirklich ein Massenmarkt Erfolg werden kann:
  • 40+30 Milliarden Investitionen
  • Batteriefabrik
  • Dedizierte Plattform
  • Partnerschaften inner- und außerhalb (Ford, Ionity, LG, Northvolt)
  • Thema 100% erneuerbarer Strom
  • Aufbau eines virtuellen Stromanbieters für bessere Stromtarife und Pooling der Akkus zu virtuellen Kraftwerken, eigene Wallbox mit zentraler Ladesteuerung
  • Lobbyismus für hohe Förderung von kleinen Fahrzeugen (6000 Euro) und Ladeinfrastruktur (50000 Ladepunkte)
  • Was vergessen?
Das „Update“ erscheint beim e-Golf verrückt, weil er nur wenige Monate (3 oder 4) gebaut wird bis der ID.3 kommt. Ich begreife dort auch die Strategie gar nicht. Was bezweckt man damit? Will man Zahlen für 2019 schönen? Das ist jedenfalls „rausgeschleudert“, keine Frage.
Vielleicht die Batteriezellen für 40 Milliarden bei LG abnehmen, Economy of Scale aufbauen, Lieferkette testen und hochfahren, die Theorie testen, dass die "hohen" Preise der EV das Problem sind und nicht Reichweite, Ladeinfrastruktur etc.
Da wundert man sich schon über die Preisoffensive, die nicht nur im Leasing, sondern auch im Kaufpreis voll durchschlägt: 20.650€ als Seat minus Prämie von demnächst 6.000€. Das ist ein Wort!
Siehe oben - den Markt testen oder bereiten. Im anderen Thread zu E-Scootern hat auch gerade ein ehemaliger erklärter Gegner seine Liebe zu den Scootern entdeckt nachdem er übers Wochenende vom Kumpel einen hatte. Dito bei mir mir dem eBike. Was habe ich vorher auf die Rentner-Schaukeln geschimpft...
Vor allem ist das ein bisschen viel Abstand zum ID.3, der zuerst 40.000€ kosten soll und erst spät in 2021 auf 30.000€ herunterfinden soll.
Ich versuche ja seit 25 Jahren Großkonzerne zu meiden aber habe trotzdem die eine oder andere Sache gesehen oder gehört. Das kennst Du besser als ich was da hinter dem Vorhang abgeht. Der Diess wird sich sicher auch beweisen müssen, es gibt Budgets, die Eigentümer, Umlegung von Kosten, abgeschriebene Modelle etc.pp. Denkbar ist viel. Von außen muss nicht immer alles Sinn ergeben.
Zumal VW-Boss Diess trotz salbungsvoller Reden als Messias der Elektromobilität für kleine Leute völlig unglaubwürdig ist...
Er muss sicher liefern und wettet groß auf Elektro - Gott sei dank. Dann wird der baldige Umstieg von Öl auf erneuerbaren Strom bald eine selbsterfüllende Prophezeiung wenn die größte Autofirma der Welt so einen massiven Schwenk macht. Der andere Größte Nissan/Renault/Mitsubishi ist schon länger in die Richtung unterwegs und der Dritte Größte Toyota hat endlich auch seinen Wasserstoffirrweg erkannt und geht Richtung Elektro.

Spannende Zeiten. Ich hoffe, ich kann mal im gemütlichen Lebensabend meinen Enkeln aus der abenteuerlichen "Gründerzeit der 100% erneuerbaren Lebensgrundlage" berichten und mit einem Happy End abschließen...
 
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Smart ist bis jetzt der einzigste der ab sofort keine Verbrenner mehr baut.
Alle anderen bauen noch...
 
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Rollerfahrer

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Ich meinte Hersteller die vorher richtige Autos gebaut haben.
Mercedes, BMW, VW, Audi, Opel, Ford, Renault, Fiat, usw...
Von denen ist Smart der einzigste der umgestellt hat.
:p
 
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Ich meinte Hersteller die vorher richtige Autos gebaut haben.
Mercedes, BMW, VW, Audi, Opel, Ford, Renault, Fiat, usw...
Von denen ist Smart der einzigste der umgestellt hat.
:p
Noch vor einem Jahr fand ich den Weg von Smart richtig. Sie hatten teilweise richtig gute Leasingangebote. Damit war er der erste Elektrowagen, der für Pendler mit Distanzen bis 40 km eine echte Alternative zum Verbrenner sein konnte. Leider war er zu deutsch entwickelt- alles Overkill: Gedrosselter, viel zu großer Bosch-Motor, ein Verwandter des Motors im Porsche 918. Komplett in Deutschland gefertigter, klimatisierter Akku mit Keramikseparatoren. In der ersten Version sogar ein wassergekühltes Ladegerät aus der Schweiz. Braucht alles kein Mensch.

Jetzt ist der Wagen einfach nicht mehr konkurrenzfähig, weil man, erstens, keine gescheiten Angebote macht und, zweitens, der Akku mit der Modellpflege gleichklein geblieben ist. Das hatten sogar gute Beobachter nicht geglaubt, dass man den von 17,6 kWh nicht aufstockt. Platz wäre da. Der Forfour ist damit unter Berücksichtigung der Konkurrenzangebote völlig sinnlos geworden.

Auch hat die Marke Smart die Eigenständigkeit verloren. Seit diesem Monat gibt es keine Smart-Händler mehr, sondern nur noch Mercedes-Händler. Somit ist es keine echte Marke mehr, eher eine Subbrand wie Cupra von Seat. Und nicht zu vergleichen mit dem Mini, dem BMW behutsam ein eigenes Nest lässt. Auch nicht zu vergleichen mit Seat, wo der Mii auch ausschließlich elektrisch angeboten wird und die Elektropalette unterhalb des Mii weitergeht: In einigen Monaten kommt der Elektroscooter, auch ein Kick Scooter (von Ninebot) ist fertig und man könnte mit dem Minimó ein Elektroauto im Twizy-Format liefern. Das ist serienreif entwickelt und wartet im Prinzip nur auf den richtigen Zeitpunkt.

Da kann man also von Smart gar nichts erwarten bis der China-Smart kommt. Und der wird technisch Hausmannskost sein und wird dem Image von Mini und den Preisen vom VW Konzern hinterherlaufen. Der muss also vom Design her richtig aufräumen, vielleicht holen sie die alten Entwürfe vom Smartbus wieder hervor:

D0C1543B-46E0-46B4-B791-16322C5B78D1.jpeg

Smart Bus Concept - Car Body Design
 
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Das kam alles mit langer Ankündigung. Smart war scheinbar ganz lange ein defizitäres Sorgenkind bei Daimler. Und seit die langjährige Chefin und Schutzpatronin von Marke und Werk Anfang 2019 gegangen ist, gibt's endlich wieder den "Normalzustand" also "Kostenwahrheit". Und um beim Buzzword-Bingo zu bleiben: beim "Make or Buy" Quizz wird meistens "Buy" gezogen. Um gute Produkte zu produzieren, braucht man teure Entwickler, teure Fabriken, teure Arbeiter, teure Lager, teure Kredite etc. Um günstig ein- und teuer zu verkaufen, braucht man nur einen teuren Einkäufer und einen "Bedge-Engineer" 🥳
Die Käufer sind eh zu blöd und merken nicht den Unterschied zwischen "Mehd im Ländle" und "Mehd in Tscheina" So macht man locker Quartalsgewinn auf Quartalsgewinn und die Chinesischen Aktionäre reiben sich die Hände. Wenn das mit Smart gut klappt, kann man das mit der Marke Mercedes später wiederholen. Denn fähige Ingenieure und Arbeiter gibt es ja dann nicht mehr - nur noch eine "Vertriebsmannschaft"... Make or Buy...
 
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Mir ist es völlig unverständlich warum Smart seit 2012 mantra artig an seinen 17kWh Akku festhält,angeblich will der Kunde will nicht mehr, diesen einen Kunden kennt nur leider kein Mensch, sonst könnten wir mal mit im reden.
Ein 30-35kWh Akku mit CSS 50kW und das Auto wäre für seinen Anwenungsbereich nahezu perfekt.
 
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