E-Auto 15 Minuten geladen mit rund 500km Reichweite

Dieses Thema im Forum "Plauderecke" wurde erstellt von tib02, 11.02.19.

  1. tib02

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  2. Electric

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    Gut, das ist an sich schon lange bekannt. Es geht ja um die Schnellladestationen und die Fahrzeugtechnik. Von den Ladestationen gibt es bereits so einige, die erste wurde vor 1,5 Jahren in Berlin-Adlershof errichtet. 350 kW ist ein Wort. Das ist das dreifache der Tesla-Schnelllader. 800 V Technik statt 400 V. Das Konzept ist mit dem Porsche Mission E vorgestellt worden.

    Der erste Serienwagen mit 800 V-Technik wird nicht der kommende e-Tron SUV, sondern eben der Porsche und danach erst ein Audi Coupé. Der Porsche hat dann wohl einen 120 kWh-Akku, der in 17 Minuten von ganz leer bis 80% geladen werden kann. Also realistisch in 10-15 Minuten, da man nicht bis zur Abschaltgrenze leer fährt.

    Letztlich will der Kunde aber ein Auto mit 240 kWh Akku, das in 5 Minuten von 10 auf 80% geladen wird. Das wäre Verbrennerniveau. Dafür wird man eher 1600V und einen 1000 kW-Lader brauchen. Wenn aber der Wettbewerb läuft, ist man schnell bei 3200V und 2000kW mit automatischer Koppelung von Stecker und Kühlmittel für den Akku. Damit es nur 3 Minuten dauert. Da sind wir in den nächsten Jahren also schnell mit alter Technik unterwegs...
     
    Zuletzt bearbeitet: 11.02.19
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  3. Der_Sven

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    Vielleicht hilft es, von dem Gedanken abzurücken, dass ein BEV ALLE Bedürfnisse (hier also Langstrecke ohne große Ladeweile) erfüllen können muss. Das von @Electric geschilderte führt ja zu einem nochmal höheren Aufwand zur Massenverbreitung der Elektromobilität. Die Technik, die es jetzt schon gibt, reicht in den allermeisten Fällen vollkommen aus ;)

    Nicht, dass so ein Porsche Taycan ein klasse Auto ist und mir das Superschnellladen auch gefallen würde, Aber mMn verschlingt das zu viel Ressourcen und ist einfach nicht nötig. Selbst mit meinen langsam ladenden Luigi (max. 6,7 kW) komme ich meist sehr gut zurecht. Nen schnellerer Lader oder/und bissi mehr Kapazität wäre gut, bräuchte ich aber nur ein- zweimal im Monat. Da gilt´s dann halt passend Geduld haben und eine Ladeweile mit einzuplanen :sleep:
     
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  4. Fire

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    Ich bin vielleicht nicht die Referenz aber was aktuell erhältlich ist, 300-500km Reichweite und Schnelladung mit 100-150kW würde mir ausreichen.
    Ich kann bzw. will mir ein entsprechende Modell nur noch nicht leisten ;)

    Strecken über 300km fahr ich nur im Urlaub und dann bin ich nicht in Eile und kann auch alle 2-3 Stunden mal 20 Minuten Pause machen.
    Strecken von über 500km an einem Tag versuche ich ganz zu vermeiden.

    Heute fahre ich einen Opel Ampera mit 3.7kW Ladeleistung und 80km Reichweite.
    Da mache ich auch mal 3 Stunden Pause an einem Badesee um meinen Mini Akku wieder vollzuladen und nochmals 80km elektrisch weiterzufahren weil das viel angenehmer ist als mit dem Range Extender.
    Um im Urlaub rein elektrisch unterwegs zu sein ist Akku und Reichweite dann aber doch etwas zu klein.
     
  5. Electric

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    Ich gebe euch beiden Recht, @Der_Sven und @Fire . Nur, ihr seid schon im Elektroauto, habt also schon länger verstanden, wie Theorie und Praxis zusammenfinden können. Mir ist auch klar, dass 80% jetziger Verbrennerfahrer mit dem Leasingangebot für den Zoe oder den Smart Forfour ED bestens hinkommen und sogar massig Geld sparen würden.

    Es geht aber um den Normalkunden, einem „Quartettspieler“, der immer das größte, meiste, beste fürs Geld will. Er kauft sein Auto von der Größe her für den Urlaub oder einen Umzug, er regt sich in Foren über den zu kleinen Tank seines Autos auf (51l für 700km), die Hälfte der Features seines Autos kann er gar nicht bedienen. Musste er aber haben.

    Und man bedenke, psychologisch ist Entzug der stärkste Reiz. Wenn er vorher mehr Reichweite und geringere Standzeit zum Energie aufnehmen hatte, verliert er mit dem Umstieg auf ein Elektroauto etwas.
     
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  6. XPLimited

    XPLimited

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  7. superolli

    superolli

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    Die Frage bleibt:
    Wie kommt diese Leistung zu den Ladesäulen hin, wenn dort mehrere Fahrzeuge in zeitlicher Kürze laden wollen?
    Nochmal eine riesige Pufferbatterie zur Versorgung der Ladesäulen...?
    Was, wenn viele Fahrzeuge unterwegs sind ... ein weiterer Pufferspeicher zur Versorgung der Puffer für die Ladesäulen ...?
    Woher kommt der Strom in diesen Mengen? AKW oder Sonnenenergie, Windkraftwerke,
    Wo werden die seltenen Erden in diesen Massen abgebaut und unter welchen Bedingungen...? ... mal abwarten und Fahrrad fahren ...
     
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  8. DJTornado

    DJTornado

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    Audi, ist das nicht der Verein mit dem geringen Schadstoffausstoß? Mich würde interessieren, wie lange das Laden außerhalb eines Audi-Labors dauert...
     
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  9. andreas s

    andreas s

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    Das ist total einfach!

    Gehen wir mal von dem Eingangsbeispiel aus. Da benötigt man zur Schnelladung etwa 0,4 MVA Ladeleistung. Eine solche Ladeleistung kann aus einem der bekannten grünen Trafohäuschen bereitgestellt werden. Das Trafohäuschen ist damit dann auch zu 100% ausgelastet.
    Sind hier die großen Stahlgittermasten, an denen die Leiterseile mit ca. 1 m langen Isolatoren abgespannt werden, bekannt? Das sind 110 kV Leitungen. Dort wo eine solche Leitung in einem umzäunten Gelände endet, befindet sich eine Umspannanlage. Die Transformatoren in solchen Anlagen haben meist Leistungen zwischen 30 und 40 MVA. Diese Anlagen sind so dimensioniert, dass damit etwa 20.000 Menschen und der dazugehörige Handel, Kleinindustrie und Gewerbe versorgt werden können. Also eine Kleinstadt komplett.
    An einem solchen 40 MVA Trafo können statt einer kompletten Kleinstadt auch genau 100 jener Schnelladesäulen angeschlossen werden, an denen gleichzeitig 100 PKW mit 380 kW Ladeleistung schnell geladen werden können.

    Es ist technisch ganz einfach, nur eben nicht kostenlos.
    Woher der Strom dafür kommen wird, erkläre ich Euch dann, wenn die Vorschläge der sogenannten Kohlekommission in Form von Gesetzestexten vorliegen.
     
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  10. XPLimited

    XPLimited

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    In geeigneten Gebieten vielleicht realisierbar falls unser Stromnetz das demnächst überhaupt noch leisten kann.
    Aber schon mal mit offenen Augen durch die (nicht privilegierten) Wohnviertel unserer Städte, z.B. Düsseldorf oder Köln gefahren?
    Die Anwohner wissen schon jetzt nicht wohin mit ihren Fzgen und haben in der Regel keinen festen Standplatz. Und dann noch mit E-Autos?
    Wie das gehen soll konnte mir noch keiner erklären.
     
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  11. christiank

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    Ganz einfach, die Tankstellen liegen direkt bei den einzelnen Offshore Windrädern,
    die können dann wenigstens IN ECHT in Betrieb genommen werden und drehen nicht nicht nur saftlos für die Photgraphen.
     
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  12. Der_Sven

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    @XPLimited Wie das gehen soll? Ganz einfach: an öffentlichen Ladeplätzen:sneaky:

    Ich habe zwar den "Luxus", dass ich zuhause laden kann, dieses mache ich aber nur mal am WE in Ausnahmefällen. In der Regel lade ich mein Auto in der Nähe meines Arbeitsplatzes an einer öffentlichen Ladesäule. Morgens auf dem Weg zur Arbeit dort parken, Luigi anstöpseln und die 500 m ins Büro gehen. In der Mittagspause ist er aufgeladen und ich hole ihn dort ab, damit auch andere dort laden können. In Summe lade ich dort zu ca. 90%, weitere 5% an anderen öffentlichen Ladesäulen und die restlichen 5% bei mir oder einem Freund, den ich einmal im Monat besuche.

    Ergo, wenn man will, klappt das mit der Elektromobilität. Aber wollen muss man und sich von bekannten Gewohnheiten verabschieden:whistle:
     
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  13. tib02

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    Ich fahre seit 2,5 Jahren ein E-Auto und würde nichtr mehr umsteigen wollen, einige reden viel darüber andere fahren.
     
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  14. andreas s

    andreas s

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    ... und die zu betankenden PKW werden mit dieselbetriebenen Fähren zum Schnellladen befördert. ;)
     
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  15. Sunrise

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    Mein nächstes Auto hat auch nur mehr eine große Batterie an Bord. (y)
    Es wird leider immer wieder die aktuelle Infrastruktur (Ladestationen, Stromnetz etc.) mit dem Ziel nur noch E-Autos in Betrieb verknüpft.
    Das ist aber ein relativ langsamer Prozess über Jahrzehnte. Die Struktur wird mitwachsen und sich anpassen. Welche Lademöglichkeiten in 15-20 Jahren zur Verfügung stehen, weiß heute noch niemand. Benzintankstellen haben auch mal in der Apotheke ihren Anfang genommen und es waren anfangs große Bedenken wie man denn alle Pferdekutschen durch dieses Auto ersetzen kann.
    Ich sehe die momentanen Schnelllader für Autos ein wenig skeptisch in Bezug Lebensdauer der Batterie.
    Meine Erfahrung ist dass alles über 1C Laden oder Entladen ungesund ist. Zwar argument die Industrie das Problem mit ausgeklügeltem Thermomanagement zu beherrschen, Ich bin da aber nicht ganz davon überzeugt.
    Mein Pedelec Akku sagt mir da was ganz anderes.
    Laden ist kein Thema, bei meinem 2A Lader sind das gerade mal 0,12C Ladeleistung und Entladen wird am Stück maximal 10 min am Stück mit 1C.
    Trotzdem hat der Akku zügig an Kapazität verloren, nach 5 Jahren und 200 Zyklen sind die Zellen hinüber. Wie sich das in den Autos mit Schnellladen und 8 Jahren Garantie auf den Akku so ausgeht muss sich erst zeigen.
    Trotzdem ist das E-Auto die Zukunft.
     
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  16. christiank

    christiank

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    Ja, nur gabs damals noch nicht in jeden Dorf einen aus der Siebenmalklug_Kompanie
    die jedes noch so kleine Projekt jahrelang beeinspruchen zur Pflege der eigenen Wichtigkeit.
    = Nur mehr Elektroautos aber keine Kraftwerke und keine Stromnetze
    Letzten Sommer war das europäische Stromnetz schon am Rande der absoluten Katastrophe - schon vergessen?
    So sehr das sogar die Uhren nachliefen weil nicht mal die Frequenz mehr gehalten werden konnte.

    Wie viele km Stromleitungen wurden seitdem gebaut?
     
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  17. Electric

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    Das ist wahr. Zumal es bereits fundierte Planungen gibt, die den Akku parkender Elektrofahrzeuge in die Versorgungsstruktur integrieren. Stichwort: Bidirektionales Laden. Der Nissan Leaf kann es schon.

    Nein, da kann man durchaus auf gewisse Erfahrungen zurückblicken.

    Statistik:
    https://teslamag.de/news/datenerheb...nach-200-000-zurueckgelegten-kilometern-10212
    Taxi mit 400.000 km:
    https://www.elektroauto-news.net/2017/tesla-model-s-400-000-kilometer-93-akkukapazitaet
    Gebrauchtwagen mit 305.000km (@13:22):

     
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  18. Haribo

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    Ich sehe schon in vielen Mehrfamilienhäuser die Verlängerungsleitungen aus dem Fenster hängen.:D

    Solange die Preise nicht auf ein vergleichbares Niveau zum Benziner stehen, sehe ich da noch keine großflächige Verbreitung.
    Mein Kumpel bezahlt monatlich 99€ Batterie Miete bei Max 15.000Km im Jahr+ Strompreis
     
    Zuletzt bearbeitet: 11.02.19
  19. Electric

    Electric

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    Das wär ja dann wie in der Dom.Rep. :D :
    https://goo.gl/images/eiVQ55
     
  20. Haribo

    Haribo

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    Wir brauchen etwas was wir tanken können, egal ob Wasserstoff oder Gas oder .... etwas was in 5 Minuten erledigt ist und man dann weiterfahren kann.
    Bei E-Auto muss man immer vorplanen, nie spontan mal eben fahren.


    Das Auto in 15 Min laden funktioniert ja nicht mit den üblichen Ladestationen und ehe es soweit ist gibt es wieder etwas neues.
     
    Zuletzt bearbeitet: 11.02.19


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