Dieseldebatte, bin umgestiegen auf Hybrid

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mawadre

mawadre

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Todesstatistik gehen nur diejenigen ein, die innerhalb der ersten 30 Tage nach einem Unfall sterben. Geschätzt liegt die Opferzahl etwa doppelt so hoch ...

Das werden wir auch in einer Diskussion mit der Überschrift "Dieseldebatte ..." nicht gelöst bekommen.
Dann sollten wir jetzt aber schnell einen neuen Thread mit der richtigen Überschrift ("eigentlich gibt es in Wirklichkeit doppelt so viele Verkehrstote, was halten Sie davon?1?") starten, damit wir das Problem aber dann so richtig schnell gelöst kriegen... :LOL:
Ergänzung:
Die Frage ist dann aber, wie häufig sich diese schwersten Unfälle ereignen.
Der NCAP testet schwere Unfälle? Die Crashtests testen versetzte Kollisionen bis max. 50 km/h der beiden zusammenstoßenden Fahrzeuge sprich die mit bis zu 100 kmh in Summe aufeinanderknallen. Das ist nur Innerorts. Ich möchte mir nicht vorstellen wie es aussieht, wenn zwei Fahrzeuge auf einer Schweizer Landstraße mit jeweils 80 kmh (160 kmh Summe) oder gar einer Deutschen Landstraße mit Limit 100 kmh (200 kmh Summe) aufeinanderknallen.

Auch spannend zum NCAP Test:
"Zu beachten ist, dass die Bewertungen auf die jeweilige zugrundegelegte Fahrzeugklasse bezogen sind, weil der Crashtest die Kollision mit einem Fahrzeug ähnlicher Größe simuliert. In der Regel schneiden größere Fahrzeuge bei realen Unfällen besser ab als kleine. Statistischen Untersuchungen zufolge ist das Risiko, bei einem Autounfall zu sterben, für die Insassen eines leichteren Fahrzeugs höher. Eine Ausnahme sind Geländewagen, die sich durch ihren hohen Schwerpunkt häufiger überschlagen und dadurch eine ähnlich hohe Todesrate wie Kleinwagen haben."

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Euro_NCAP
 
P

Pöhlmann

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Der NCAP testet schwere Unfälle? Die Crashtests testen versetzte Kollisionen bis max. 50 km/h der beiden zusammenstoßenden Fahrzeuge sprich die mit bis zu 100 kmh in Summe aufeinanderknallen. Das ist nur Innerorts.
Das ist unbestritten. Die Frage bleibt, wie häufig bzw. repräsentativ sich diese Unfälle in der Praxis ereignen. Z.B. sind Unfälle der Marke "mit 200km/h gegen den Brückenpfeiler" oder "w Wagen auf der Landstraße im Gegenverkehr bei jeweils 100km/h" hinreichend selten, um in der Unfallstatistk praktisch zu verschwinden. Obendrein hilft da - wenn überhaupt - nur noch Technik aus der Formel I.

Natürlich ist das Risiko in einem leichteren Fahrzeug größer. Die Frage ist nur, um wieviel das Risiko in einem vergleichsweise leichten Fahrzeug aus den 80ern gegenüber z.B. einem aktuellen Fahrzeug größer ist . Anhand der Kurve aller Verkehrsopfer lässt sich das IMHO nicht korrekt aufzeigen. Meine Schätzung, frei nach Schnauze: Mindestens die Hälfte des Rückganges der Opferzahlen ist den Fortschritten rund um die Unfallmedizin zu verdanken, wenn nicht sogar mehr.
Und in einem leichten Fahrzeug aus den 80ern ist man gelegentlich von vornherein leicht vorsichtiger unterwegs gewesen. Bei den Unfallfolgen wirkt sich eher das Quadrat der Geschwindigkeit aus ...
 
mawadre

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Mindestens die Hälfte des Rückganges der Opferzahlen ist den Fortschritten rund um die Unfallmedizin zu verdanken, wenn nicht sogar mehr.
Ich sag nochmal: wenn ich mir das Video des Vergleichs alt gegen neu ansehe, kann die Unfallmedizin Fortschritte gemacht haben wie sie will. Einem Haufen Hackfleisch (altes Auto) kann man bis heute auch mit modernster Unfallmedizin immer noch kein Leben einhauchen...

Der Dummy in aktuellen Fahrzeug dagegen hat sich sicher wehgetan aber alles sieht nach "sich dolle stoßen" statt "in den High-Speed Fleischwolf gekommen" aus.

Und in einem leichten Fahrzeug aus den 80ern ist man gelegentlich von vornherein leicht vorsichtiger unterwegs gewesen.
Achso, das sind die, die auf jeder deutschen Landstraße zwischen jeden x-beliebigen Kaff nur 50 statt der erlaubten 100 Fahren? Und um die der mit 100 in der Kurve entgegenkommende 18jährige im weiten Abstand vorbei fliegt, weil die mit ihrem 80er Auto ja schutzbedürftig sind?
:whistle:

Aber weil oben die Experten zitiert wurden: Man hört, dass der Erfinder des Dreipunktgurts als der größte Held der Lebenrettung unter Experten gilt:
"1959 ließ sich der schwedische Volvo-Ingenieur Nils Ivar Bohlin den Dreipunkt-Sicherheitsgurt patentieren.[6] Diese Erfindung wählte 1985 das Deutsche Patentamt als eine der acht Erfindungen, die der Menschheit in den letzten 100 Jahren den größten Nutzen brachten.[7][8] Damalige Beobachtungen ergaben, dass sich bei angelegten Sicherheitsgurten die Zahl der Verletzten um 60 %, die Zahl der Getöteten um 70 % reduzierte.[9]"
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Sicherheitsgurt
 
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