Dieseldebatte, bin umgestiegen auf Hybrid

Diskutiere Dieseldebatte, bin umgestiegen auf Hybrid im Plauderecke Forum im Bereich Community; Prinzipiell schon. Aber: ist das elektrische Fahrrad ok? Wäre nicht ein Biobike besser? Aber wieso überhaupt ein FAHRrad, unser Bäcker ist 5...
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mawadre

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Brötchenholen mit dem Auto ist grundsätzlich eine Umweltsünde
Prinzipiell schon. Aber: ist das elektrische Fahrrad ok? Wäre nicht ein Biobike besser? Aber wieso überhaupt ein FAHRrad, unser Bäcker ist 5 Minuten Fußweg entfernt. Und wieso überhaupt fertig gebackenes Brot kaufen? Selbst Backen ist viel besser. Und mit Schuhen zum Bäcker? Habe da schon jemand im Winter barfuß laufen sehen. Und und und
Das Problem ist ersichtlich oder? Wo zieht man die Grenze. An sich ist alles, was wir heute tun, und nicht direkt den Grundbedürfnissen Nahrung, Entleerung, Schlaf und Fortplanzung entspricht, überflüssig. Z.B. im Internet rumdiskutieren. Aber auch fast alles andere. Wenn man den Gedanken in der falschen Stimmung im Spätherbst bei Nebel ohne Alkohol etwas zu weit denkt, landet man schnell vor einem Zug (auch so eine neumodische überflüssige Erfindung)
Da bleibt nur wieder meinen Helden Douglas Adams zu zitieren:
"Viele kamen allmählich zu der Überzeugung, einen großen Fehler gemacht zu haben, als sie von den Bäumen heruntergekommen waren. Und einige sagten, schon die Bäume seien ein Holzweg gewesen, die Ozeane hätte man niemals verlassen dürfen." - Per Anhalter durch die Galaxis, Kapitel 1,"
Und mich selbst:
Das typische Problem von uns Linken: fehlender/zu wenig Pragmatismus ("eines nach dem anderen"), und hassen alle Autoritäten sodass quasi jeder Einzelne sein Ein-Mann-Stoßtrupp für die eigene Überzeugung ist. Aber diese Erkenntnis ist nicht neu...
"Judäische Volksfront. Quatsch! Wir sind die Volksfront von Judäa! Judäische Volksfront..."
 
Kraeuterbutter

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EDIT:

Brötchenholen mit dem Auto ist grundsätzlich eine Umweltsünde, auch mit dem elektrisch getriebenen Auto :mad:
mein Posting hat sich gerade überschritten..

ich bin auch kein (E)-Auto Liebhaber, wie du oben lesen kannst..
ich habe nur das Empfinden, dass alles was Richtung Fahrrad passiert nur tropfen sind...
manchmal bin ich begeistert, dass dann doch was passiert... in größeren Städten ja..
aber der Umzug jetzt an den Rand von Wien zeigt mir, dass Großteil der Menschen - von mir gefühlt - immer mit dem Auto fahren wird..

und wenn sie dann schon das so machen müssen, dann hätte ich halt gern, dass sie das mit möglichst wenig Vergeudung von REsourcen bzw. Gift rausschleudern machen

passieren muss beides !
die Autos die rumfahren müssen so effizient und umwelt/Resourcenschonend daherkommen wie es nur geht...

die Gesetze müssen dem immer größer und fetter irgendwie einhalt gebieten (Parkgebühr nach kg gestaffelt, oder nach Länge oder oder.. - kann doch nicht sein dass ein RAM2500 gleich fürs Parken bezahlt wie ein kleiner Smart)

und es muss möglichst viel direkt und indirekt dafür getan werden, dass mehr Leute mit dem Rad fahren bzw. per Rad (oder Pedelec) Autofahrten ersetzen

irgendwas davon auszulassen wäre nicht klug

und ja - dass per e-auto das Gewissen "green-gewashed" wird - die Befürchtung hab ich auch
trotzdem glaub ich das bei der Masse der Menschen so mehr einzusparen ist, (vor allem auf lange sicht wenn Öko-Strom größeren Anteil im Energiemix kriegt) als nur durch Unterschriften sammeln und gut zureden
Ergänzung:
Und wieso überhaupt fertig gebackenes Brot kaufen? Selbst Backen ist viel besser.
hmm.. zumindest da ist es wahrscheinlich besser alle Brote auf einmal in einem sehr großen Ofen zu backen,
als wenn das jeder für sich zuhause alleine macht ;)
 
mawadre

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mir fällt da leider etwas die Hoffnung..
mit Unterschriften sind die Leute schnell - ob sie sich deshalb dann wirklich aufs Radl setzen?

gerade gelesen:
ORF -
Autoverkehr in letzten 30 Jahren verdoppelt -
und nimmt nach wie vor zu


gerade auch am Land kenn ich ein Beispiel, was mich jedesmal traurig macht:
"Fahrradfreundliche Gemeinde" prangert am Ortschild....
keine Zersiedelung, Straßendorf - niemand hat mehr als 2km zu den Supermärkten.. die meisten weniger weit...
und doch bin ich jedes verfluchte mal der einzige mit einem Fahrrad beim Supermarkt - aber 20 Autos...
Sag ich ja - das Land. Nachbarn meiner Eltern haben 4 Autos bei 4 Familienmitgliedern. Wir wohnen am dörflichen oder kleinstädtischen Stadtrand von Zürich und machen hier alles zu Fuß wie alle anderen Nachbarn auch. Im Quartier treffen wir Nachbarn und die Eltern der Mitschüler unserer Kinder täglich mehrmals zu Fuß bei allen möglichen Orten und Besorgungen (diverse Supermärkte, Apotheken, Post, Bibliothek, Ludothek, Krippen, KiTas, Schulen, Restaurants, Aussichtspunkten etc.)
Das ist wirklich eine Frage des vorhandenen guten ÖV oder nicht. Wenn er nicht gut genug ist, braucht man ein Auto und dann muss es sich rentieren - es steht ja da. Die Städte werden das Problem lösen, nicht die abgelegenen Dörfer.

Bei meinen Eltern im Dorf gibt's gar nichts mehr an Infrastruktur. Die Grundschule wurde kürzlich durch eine Feuerwehr ersetzt. Da wöllten wir niemals hin.
 
Kraeuterbutter

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Der Sinn des Austausches von Verbrennerstaus gegen Elektrostaus erschließt sich mir allerdings nicht.
das eine stinkt mehr als das andere... ganz einfach
das eine ist schlechter für die Umwelt als das andere
das eine ist lokal SEHR viel schlechter für die Umwelt als das andere

aber klar: alles was nicht Fahrrad ist (und ÖPNV) ist grundsätzlich böse
 
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aber klar: alles was nicht Fahrrad ist (und ÖPNV) ist grundsätzlich böse
Das nicht, aber Manches ist eben völlig sinnlos.
Lieber gleich die Weichen richtig stellen.
Auch wenn der MIV den meisten Menschen und der Autoindustrie offensichtlich sehr viel Spaß bereitet.
 
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cephalotus

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und doch bin ich jedes verfluchte mal der einzige mit einem Fahrrad beim Supermarkt - aber 20 Autos...

weder Wetter, noch "zu gefährlich", noch "keine Möglichkeit mit Fahrrad zu fahren" kann ich hier gelten lassen..

letztens bei Verwandtenbesuch mit dem Rad aufgekreuzt... "WASS ? du bist mit dem RAd hergefahren..." --> und da gings um 3,9km flaches Terrain...
Das ist halt so. 30 Minuten mit dem Auto fahren ist vollkommen normal. 30 Minuten mit dem rad fahren verursacht Stirn runzeln. Aber erzähl mal jemandem, dass Du 30 Minuten zu Fuß gegangen bist.

Bzgl Radfahrer sehe ich bei mir auf Arbeit schon einen Trend.

Vor 5-10 Jahren waren das an perfekten Tagen vielleicht 200 Fahrräder, im Winter dann 10 und bei Schnee 2.
Jetzt sind es an perfekten Tagen 300, im Winter erstaunlicherweise eher 50 und bei Schnee (sofern es noch welchen gibt) nun 10.

Vor allem die Anzahl der Räder die jetzt im Dezember noch herum steht (ca. 100) finde ich positiv.

Ich denke, sowas kann nur freiwillig entstehen. Ich glaube dass man den Leuten den Verbrennungsmotor im Laufe einer Generation schon weg nehmen kann, aber das Auto sicher nicht.

(die Anzahl der PKW in der Stadt nimmt allerdings immer noch weiter zu, wie auch die Anzahl der Bewohner)
 
Kraeuterbutter

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Das nicht, aber Manches ist eben völlig sinnlos.
Lieber gleich die Weichen richtig stellen.
Auch wenn der MIV den meisten Menschen und der Autoindustrie offensichtlich sehr viel Spaß bereitet.
ok... aber wie realistisch siehst du das ?
das wirklich NENNENSWERT viele Autos abgeschafft oder zumindest wirklich oft stehen gelassen werden..

mir kommt es halt vor wie so manch Konsumgeschädigter, der - obwohl eh schon verschuldet - immer weiter ausgibt und ausgibt, mehr als er einnimmt... weil er auch Lotto spielt und auf einen Lotto-sechser hofft
die Lösung weniger auszugeben wird nicht in betracht gezogen, weil man auf das Wunder hofft

mit Elektroautos besteht die Möglichkeit und das Potential 50% des CO2 einzusparen - und mehr
siehst du eine realistische Chance, dass das mit dem FAhrrad passiert ?
und zwar nicht nur in paar Metropolen die sich das als Prestige-Projekt auf die Fahne schreiben, 2-3 große Straßen Autofrei zu machen...
sondern ich rede davon, dass von 60.000.000 Autos 30.000.000 durch Fahrrad ersetzt werden !

du siehst ja, wie schwer sich die meisten schon tun, ihre 900km Reichweite + schnelles Nachtanken beim Auto gegen nur noch 200-500km Reichweite zu tauschen..
wie groß die angst ist, im Winter wegen Klimaanlage nochmal paar km Reichweite zu verlieren...

und du glaubst, dass die alle nun aufs Fahrrad steigen oder in den Zug ?

und: öffentlicher Nahverkehr.. gut und schön..
aber teilweise ist es auch so, dass nicht der Nahverkehr zu spärlich ist und die Leute deshalb nicht fahren...
bei mir am Land bei den Eltern - ich kann mich erinnern, dass der Postbus bis auf die Fahrten mit den Schülern eigentlich fast immer leer war...
mehr als 3-4 Leute waren da nie drinnen, in dem großen 45 Personen-Bus
das führte dazu dass er nicht mehr jede Stunde fuhr, sondern nur noch alle 2 Stunden..
und mittlerweile fährt er überhaupt nur noch einmal in der Früh, einmal zu mittag wegen der Kinder und dann noch einmal am Abend.. und das oft sogar völlig leer!
wie effizient ist hier der ÖPNV

das gleiche beim Zug: ich bin in meiner Studienzeit teilweise von 4h Fahrt 1h lang völlig alleine im Zug gesessen..
den Bahnhof hat man von 8 Bahnsteigen mittlerweile auf 2 reduziert..
die Schalter sind nicht mehr besetzt...

gut.. in andereren Bereichen in der Nähe der Städte schauts umgekehrt aus
 
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harry-lb

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autonom im Stau rumstehen, können wir alle die Stauzeiten effektiv für was Anderes nutzen. Pennen, Skype Konferenz, Berichte erfassen, etc. etc.
Jetzt, versteh ich endlich, warum meine Firma es nicht mehr Home-Office nennt sondern "mobiles Arbeiten".
 
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Fraenker

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du siehst ja, wie schwer sich die meisten schon tun, ihre 900km Reichweite + schnelles Nachtanken beim Auto gegen nur noch 200-500km Reichweite zu tauschen..
Das hat für die Meisten nichts mit mangelnder Reichweite zu tun. Aber ohne Nachladen über Nacht zu Hause geht es nicht.
(Ich weiß, dass es Vorschläge gibt, einige könnten ja beim Arbeitgeber laden, geschenkt:ROFLMAO:)
und: öffentlicher Nahverkehr.. gut und schön..
aber teilweise ist es auch so, dass nicht der Nahverkehr zu spärlich ist und die Leute deshalb nicht fahren...
Deswegen muß ja der ÖPNV massiv gefördert werden.
Wenn der wirklich attraktiv und gut benutzbar wäre, müsste man den Leuten gar nicht ihre Autos wegnehmen.
Der ÖPNV würde dann recht schnell den MIV verdrängen.
Ich bleibe dabei: Es ist absolut irrsinnig, den aus den Fugen geratenen motorisierten Individualverkehr durch
Elektrifizierung weiter zu fördern.
Das verschiebt die Lösung der Platzprobleme in den Ballungsgebieten um Jahrzehnte.
 
wolfk

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Zwei lesenswerte Artikel:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/klimawandel-die-wahre-diesel-luege-a-1242256.html
Jede Form der Fortbewegung, die über das Gehen hinausgeht, belastet die Umwelt, das ist die Krux an der Mobilität. Wahrscheinlich beginnt die Klimabelastung mit der Indienstnahme des Pferdes als Reittier. Wenn die Kuh als Klimakiller gilt, kann eigentlich auch das Pferd nicht klimaneutral sein. Selbst der allenthalben gepriesene Elektromotor ist nur so lange grün, wie man sich nicht für die Batterien interessiert, die ihn antreiben. Erst nach über 100.000 Kilometern kippt die Ökobilanz zugunsten des Stromaggregats, vorher führt der herkömmliche Verbrennungsmotor.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/klimawandel-das-koennen-sie-persoenlich-dagegen-tun-a-1240539.html
Fazit:
Selbst das eigene E-Auto müsste weg - zumindest ausserhalb des ländlichen Bereichs ohne ausreichenden ÖPNV.
 
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harry-lb

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Also ich glaub ihr seit alle gar nicht soweit voneinander weg. Warum nicht das Eine tun und das Andere nicht lassen.
Ersetzt man 20% der Verbrennerfahrzeuge mit Fahrrad, 30% mit ÖPNV, so kann ich doch durchaus verstehen wenn dann noch 50% anderer Meinung glauben ihren Wohlstandskörper mit einem ePKW herum karren zu müssen. Stelle ich mir eine heute 4 spurige verstaute Straße in der Stadt dann als 2 spurige Straße mit sauberen ePKW vor, so ist das doch schon mal Fortschritt...
 
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mawadre

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Das verschiebt die Lösung der Platzprobleme in den Ballungsgebieten um Jahrzehnte.
Ich finde es zwar traurig aber wir Menschen funktionieren leider oft nur durch Zuckerbrot und Peitsche. Zuckerbrot wären die derzeitigen Vorteile von Elektroautos (Kaufbonus, freie Parkplätze, Benutzung der Busspuren, und natürlich die eingebauten Vorteile wie günstige km Kosten, weniger Werkstattbesuche und Kosten, Stille, Fahrspaß etc.) Die aktuelle Peitsche sind Fahrverbote, Roadprizing, Citymauts, immer strengere Abgasvorschriften, steigende Treibstoffpreise und Steuern, Rückbau von Straßen und Parkplätzen, Verteuerung von Parkplätzen usw.

Aber wie gesagt - ich habe den Eindruck, dass es ein Problem der Landbevölkerung und der Generationen ist. Die vergangenen zwei Generationen sind Kinder der naiven "Wachstum über alles" Weltanschauung und jedem Menschen ob Groß ob Klein sein Auto hat das Wachstum angekurbelt. Aber ein großer Teil der jüngeren Generationen ist mit den Folgen all dieses kurzsichtigen Tuns vor Augen aufgewachsen. Für Jüngere ist ein eigenes Auto deswegen und wegen vieler anderer Gründe auch kein Statussymbol mehr.

Ich stand mal mit unserem hässlich aussehenden Camperbus im Tunnelstau vor einem Porsche. Immer wenn wir wieder paar Meter weiter-schneckten, machte es hinter mir unglaublich laut "WROOOOOOOOM WROOOOOOOOM". Jedes mal, wenn ich daran denke muss ich lachen. Und wenn mir jemand von Reichen Leuten mit teuren Autos erzählen will, erzähle ich von diesem Erlebnis und wir beide müssen herzlich lachen. :ROFLMAO:
 
Philipp2301

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Die aktuelle Peitsche sind Fahrverbote, Roadprizing, Citymauts, immer strengere Abgasvorschriften, steigende Treibstoffpreise und Steuern, Rückbau von Straßen und Parkplätzen, Verteuerung von Parkplätzen usw.
Ja, der Sprit ist viel zu billig. Ich bin dieses Jahr weniger gefahren, weil ich viel (1/3) mit dem Fahrrad gependelt bin. Stehen also "nur" 13.000km auf der Auto-Uhr. Von den 3470€ kosten für dieses Auto (inkl. Abschreibung) waren nur 1000€ Spritkosten. Wenn ich also nicht fahre, dann spare ich die 1000€, vieleicht noch mal 200€ Werkstatt / Reifen und 150€ Versicherung, dazu 500€ Abschreibung, weil das Auto länger hält. Aber 1600€ hab ich auf jeden Fall immer noch. Also ungefähr die Hälfte der Kosten. Der Anreiz zu sparen ist also nicht hoch genug. Von mir aus könnte der Sprit doppelt so teuer sein, das würde mich natürlich auch 1000€ im Jahr kosten. Und meine Frau mit ihrem Auto nochmals. Wahrscheinlich würden wir das über deutlich weniger Fahrten kompensieren...
 
mawadre

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Zwei lesenswerte Artikel:
...
Erst nach über 100.000 Kilometern kippt die Ökobilanz zugunsten des Stromaggregats, vorher führt der herkömmliche Verbrennungsmotor.
...
Das wussten die Autokonzerne schon und haben sich ganz logisch gedacht: "wenn wir einfach Autos bauen, die sowieso nur 100'000 km halten, ist das WIN WIN WIN: jedes Verbrenner-Auto ist dann immer besser in der Umweltbillanz als ein Elektroauto, die Leute müssen sich keine Gedanken um lange Haltbarkeit machen und wir Autohersteller verkaufen doppelt oder dreimal so viele Autos als wenn ein Verbrenner 300'000 km.haltwn würde!1!"
Spaß beiseite - man sieht den Irrsin.
Wenn die Kuh als Klimakiller gilt, kann eigentlich auch das Pferd nicht klimaneutral sein.
Die Idee ist korrekt aber ge au der Vergleich ist falsch und irreführend: Kühe sind aktuell massiv Klimaschädlich, weil sie permanent massiv das 20x mehr Treibhauswirkung verursachende Methan auspupsen (im Vergleich zu CO2). Methan wird übrigens bei der Förderung von Erdöl und Erdgas in riesigen Mengen freigesetzt. Das geht oft beiden Umweltbilkanzen vergessen. Es ist aber eine Lösung des Methanproblems der Kühe absehbar: wenn man ihrem Futter ca. 1 Gewichtsprozent eines bestimmten Seegrases zumischt, reduziert sich das Methan fast 100%. Pferde tun das übrigens nicht. Andererseits stoßen Biobiker, wenn sie den Berg hochhecheln auch viel mehr CO2 aus, als wenn sie gemütlich laufen oder fahren. Da gibt's vielleicht sogar einen Break Eaven mit Pedelecs.
 
raptora

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Hab heute morgen ein Prospekt von unserem Mercedes Händler bekommen wo angekündigt wird das der 2-sitzige Smart ab 2020 nur noch als E-Mobil verkauft wird.
Scheint sich langsam was zu tun (y)
 
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Pferde tun das übrigens nicht.
Beim Biosprit schimpfen wir immer über den Flächenverbrauch, bei den Pferden erstaunlicherweise nicht. Kaum ein Hobby (höchstens noch Golf) hat einen solchen Flächenverbrauch in der Landwirtschaft. Und dass die Pferde dann in LKW oder im Anhänger hinter einem SUV noch rumgekarrt werden...
Immerhin rauchen die Leute viel weniger. Wenn ich früher bei uns durch die Felder gefahren bin, waren extrem viele Tabakfelder dabei. Das ist vorbei, gibt es heute überhaupt nicht mehr. Der wenige restliche Tabak wird jedenfalls nicht mehr in Deutschland angebaut.
 
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Ich finde es zwar traurig aber wir Menschen funktionieren leider oft nur durch Zuckerbrot und Peitsche. Zuckerbrot wären die derzeitigen Vorteile von Elektroautos (Kaufbonus, freie Parkplätze, Benutzung der Busspuren, und natürlich die eingebauten Vorteile wie günstige km Kosten, weniger Werkstattbesuche und Kosten, Stille, Fahrspaß etc.) Die aktuelle Peitsche sind Fahrverbote, Roadprizing, Citymauts, immer strengere Abgasvorschriften, steigende Treibstoffpreise und Steuern, Rückbau von Straßen und Parkplätzen, Verteuerung von Parkplätzen usw.
Da sind wir uns ein klein wenig einig.
Aber dein Zuckerbrot ist mir vieel zu süss und fett und verbraucht viel zu viel Platz im Ofen.
Ich werde nicht müde, da eher auf für alle verfügbaren ÖPNV zu verweisen.
Für alle verfügbar schließt natürlich die finanziellen Aspekte mit ein, siehe Bürgerticket.
Bei der Peitsche sollte eine angemessene (durchaus kräftig am Anfang bis sehr schmerzhaft in 5 Jahren z.B.) gestaffelte Preiserhöhung der Brennstoffe genügen, um den MIV größtenteils komplett unattraktiv zu machen.
 
wolfk

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..Ich werde nicht müde, da eher auf für alle verfügbaren ÖPNV zu verweisen...
Für alle gibt es einen verfügbaren ÖPNV?
Sicher in deiner Ecke, aber bist du z.B. schon mal in den ländlichen Regionen Mecklenburg-Vorpommern (abseits der Küstenbadeorte) gewesen?
Da mit dem ÖPNV zum nächsten Nahversorger, Arzt, usw. ist kaum möglich.
Deine "Peitsche" würde dort bestimmt auf breite Zustimmung stossen!:mad:
 
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