Die Zahl der Unfälle mit Fahrrädern und Elektro-Fahrrädern / Pedelecs nimmt zu

Diskutiere Die Zahl der Unfälle mit Fahrrädern und Elektro-Fahrrädern / Pedelecs nimmt zu im Plauderecke Forum im Bereich Community; Sorry, das habe ich jetzt überlesen. Meine Frau ist immer mit zwei Kindern auf dem Rad unterwegs gewesen.
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rio71

rio71

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Ein Kollege von mir fällt da ins genau andere Extrem. Der hat auch gerade 2 km ins Büro, rüstet aber auf als ginge es auf große Tour: Helm (eh klar), Schutzbrille, Reflektorweste, Reflektorbänder an den Hosenbeinen, Reflektoren an den Satteltaschen (gut, das hab ich auch), und dann blinkt und leuchtet er wie ein Christbaum. Das ist so uncool, dass es fast schon wieder gut war. 😁😉
Ich mach da den Mittelweg, man kann sich auch sichtbar machen, ohne gleich zum Clown zu werden.
für zwei km den aufwand..?? bis er sich eingewickelt hat, fahrrad abgeschlossen.. etc.. wäre ich zu fuß schon lange da.. 😁
Hier hat’s wieder einen erwischt, ob ein Helm geholfen hätte?
Kempen: Rennradfahrer rammt parkenden Lastwagen und stirbt
"Rennradfahrer".. liest sich wie unangepasste geschwindigkeit.. zumindest fallen sie mir immer so auf..
 
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Wacom

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Wie kann man einen LKW übersehen egal wo er steht?
es wird von schweren Kopfverletzungen gesprochen. Vielleicht hätte ein Helm geholfen.
Wo war der mit seinen Gedanken mit seinen Augen auf dem Handy etwa wer weiß das schon.
 
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mawadre

mawadre

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Rennradfahrer haben ihre Augen oft direkt beim Vorderrad auf der Straße. Die extrem geduckte Haltung ist sehr windschnittig. So kann man besonders schnell mit einem zu spät erkannten Hinderniss kollidieren... 🤦‍♂️
 
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rio

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Mir ist ein junger vielleicht 15 jähriger Biobiker Nachts um 22 Uhr im stock dunklen Waldweg entgegen gekommen OHNE Licht und hat mich nach dem Weg gefragt. Wahrscheinlich Liebeskummer oder so aber er wollte noch ca. 25 km fahren ohne Licht. Er hat mir Leid getan und an mein Junior erinnert im gleichen Alter so das ich ihm ein Licht von meinen zwei geschenkt habe.
 
jm1374

jm1374

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Mit solchen Klamotten wird man im Straßenverkehr selbst am Tag nicht ernst genommen. Da braucht Ihr euch nicht wundern.
Wenn ich Auto fahre, ist es mir egal wie sich der Radfahrer anzieht. Er wird von mir respektiert und nur mit Abstand überholt. Wie muss man drauf sein wenn man sein Fahrverhalten an der Kleidung des schwächeren Verkehrsteilnehmers festmacht?
 
W

Wacom

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Ich war ja auch mal Autofahrer und weiß daher das ein dunkel gekleideter Fahrradfahrer oder Fußgänger doch schlechter zusehen ist als einer mit hellen Farben. Da muss man schon dreimal hinschauen um die zusehen.

Habe es aber geschafft in den ca. 38 Jahren keinen umzufahren. :)
 
prophete

prophete

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Und mit Helm nicht?
Wenn ich mit Rennmontur auf eine Kreuzung zu fahre, gehn die Autofahrer auf die Bremse, manche machen sogar eine Vollbremsung.
Bin ich ohne Helm mit nackten Oberkörper und Sandalen unterwegs, fahren die Autos raus. Die LKW warten erst recht nicht, denken der ist so langsam soll warten.
Wie muss man drauf sein wenn man sein Fahrverhalten an der Kleidung des schwächeren Verkehrsteilnehmers festmacht?
Denk nicht das dies Absicht ist. Unterschätzen eben dann die Geschwindigkeit, inbesondere wenn es etwas bergauf geht und ein S betrieben wird.
 
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Strombremse

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Jeder sollte selber wissen, wie er mit seinem Bike unterwegs ist. Ob mit Helm oder ohne, ob ständig aufs Handy starrend oder eben nicht. Nur eines sollte jedem bewusst sein, wenn er seine Lampe im Kopf nicht eingeschaltet hat, oder diese nur leicht glimmt. Bei einem Unfall/Sturz ist der Mensch die Knautschzone.
Und was ich hier Kopfschüttelnd in den ganzen Jahren als Biker schon alles gesehen habe, das können Heerschaaren von Schutzengeln gar nicht bewältigen.
 
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Zitat: 'Auffällig ist dabei vor allem, wie stark die Zahl der Kollisionen von Radfahrern untereinander zugenommen hat.'

Kann ich nachvollziehen. Stöpsel im Ohr, Permatalk, auf der falschen Seite ohne Licht über die rote Ampel. Wen wundert's wirklich? :rolleyes:
Scheint aber heutzutage cool zu sein, ich erlebe das jeden Tag auf 7km Stadtverkehr in der Kölner Innenstadt.
 
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Pöhlmann

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Zitat: 'Auffällig ist dabei vor allem, wie stark die Zahl der Kollisionen von Radfahrern untereinander zugenommen hat.'
Das wundert mich nicht. Ein Teil der Miete sind die in Deutschland innerstädtisch betont schmalen Radwege, teils mit Gegenverkehr und/oder unzureichenden Sicherheitsabständen zu Fußgängern nebst stehendem und fahrendem Kfz-Verkehr. Ein gutes Indiz für die unzureichende Breite ist, dass seit den Reformen der StVO von 1997 in manchen Städten bis über 50% der Radwege aus der Benutzungspflicht genommen wurden bzw. genommen werden mussten. Was aber häufig genug in "Gehweg, Fahrrad frei" endete. Beim zunehmenden Radverkehr hat die Zahl der Anfänger besonders stark zugenommen - die kennen die bösen Fallen (noch) nicht. Selbst viele Führerscheinbesitzer wissen nicht wirklich, was "Gehweg, Fahrrad frei" bedeutet.
So hat mich diese Tage hat ein selbsternannter Hilfssherriff hinter dem Steuer an einem Buskap dezent ausgebremst und auf Ansprache auf den linksseits geführten "Gehweg, Fahrrad frei" verweisen wollen, auf den ich seiner Meinung nach stehenden Fußes hätte beamen müssen. Die Aktion wurde vor einer Schule bei angeordnetem Tempo 30 gestartet, gut 25m vor dem Einparken am rechten Straßenrand. Um das Vorurteil zu bestätigen: Es wurde ein BMW von einem forschen Mann in den 30ern gesteuert ...

Das Fahren auf der falschen Seite und auf Bürgersteigen wurde und wird Radfahrern nicht zuletzt durch einseitig geführte gemeinsame Rad- und Gehwege auf Bordstein-Niveau nahegelegt. Den Geisterfahrer auf dem Fahrrad kann man als "mündiger Bürger" gelegentlich auch geben, ohne dass ein Schreibtischtäter die Benutzungspflicht in beide Richtungen angeordnet hat. Auch über eine Fußgängerfurt an der Ampel hinweg. Die Regelungen für Radfahrer an Kreuzungen sind ohnehin komplizierter als für Autofahrer.

Und ja - die Smombies sind ein Problem, auf dem Fahrrad wie in Auto und Lkw.

Das Fahren ohne Licht ist bei Radfahrern als Unfallursache traditionell untergeordnet, weil die Delinquenten überwiegend nicht sonderlich zügig unterwegs sind und obendrein meist einen Großflächenreflektor montiert haben. Den Rest richtet meist die Straßenbeleuchtung und die Aufmerksamkeit der anderen Verkehrsteilnehmer. :(
Erschreckend war es für mich aber bereits im beginnenden MTB - Boom der 80er, im Auto nachts auf einer dunklen, kurvigen Landstraße im Oberharz überraschend einen unbeleuchteten MTB - Fahrer in meiner Fahrtrichtung zu sichten, natürlich ohne jeglichen Reflektor. Auch wenn mein Fahrer angemessen langsam fuhr und nicht mal kräftig auf die Bremse treten musste, werde ich mich an die Situation wohl bis an mein Lebensende erinnern.
 
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Georg

Georg

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Strombremse

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Sind wir doch mal ehrlich. In den Ballungsgebieten Rad zu fahren gleicht einem Spießrutenlauf und ist eigentlich Lebensgefährlich. Dort herrscht Krieg zwischen Autos, Straßenbahn, Bussen, LKWs, Fußgängern und eben den Radfahrern. Dieser Kriegsschauplatz nimmt von Jahr zu Jahr immer mehr zu. Dann kommt noch die Massive Ablenkung von modernen Kommunikationsmöglichkeiten hinzu ( Schnell mal eine WU Nachricht geschaut und schwups ist der Radfahrer auf der Kühlerhaube. Finde ich fast schlimmer, als im Vollsuff zu fahren) . Ich werde mich jedenfalls komplett aus diesen Gebieten fernhalten und fahre nur noch in der Natur.
 
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Pöhlmann

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Sind wir doch mal ehrlich. In den Ballungsgebieten Rad zu fahren gleicht einem Spießrutenlauf und ist eigentlich Lebensgefährlich.
Eigentlich nicht. Z.B. Motorradfahren ist deutlich gefährlicher als Radfahren, wird aber dennoch praktiziert. Und Radfahren im Alltag ist erst mal lebensverlängernd, weil nebenbei ein gutes Training für Herz und Kreislauf.

Etwas Angst im Pedelec-Sattel ist zwar ebenfalls lebensverlängernd, zu viel ist aber kontraproduktiv. Siehe Radfahrer, die auch die miesesten Radwege ohne Benutzungspflicht nutzen und gelegentlich im Aufklappbereich von Autotüren unterwegs sind, im Namen des Rechtsfahrgebotes. Was gar nicht so heilig ist, wie es von manchen Betonköpfen in der Politik gehängt wird. Im Gegenteil - macht man wegen zu geringen Abstandes den Abflug über eine Autotür, wird die gegnerische Versicherung versuchen, vor Gericht den Schadensersatz zu kürzen. Also immer schön mindestens 1m Abstand von Autotüren halten. Da ein Fahrrad ständig um seine Fahrtrichtung pendelt, geht das besser Richtung 1,3m ± 30cm.
Das sollte man auch auf Schutzstreifen beherzigen, d.h. sie ggf. konsequent nicht benutzen. Auch nicht jeden ohne Sicherheitsabstände angelegten Radweg. Die sind inzwischen zwar oft aus der Benutzungspflicht genommen worden, aber manchmal hilft erst eine Klage.

Ein selbstbewusster und berechenbarer, aber dennoch vorsichtiger Fahrstil ist Anfängern leider nicht in die Wiege gelegt.

Das Pedelec ist für mich im Alltag das Verkehrsmittel der Wahl. Ohne mehr Fahrrad und Pedelec werden wir kaum zu einer nachhaltigen Mobilität in den Städten kommen. Inzwischen fordern viele Bürger eine wesentliche Förderung des Radverkehrs. Siehe Initiativen wie Aufbruch Fahrrad. Ansonsten gilt seit jeher, dass die Kfz - Lenker um so mehr mit Radfahrern auf der Straße rechnen, je mehr sich dort sehen lassen.
 
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Strombremse

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Eigentlich nicht. Z.B. Motorradfahren ist deutlich gefährlicher als Radfahren, wird aber dennoch praktiziert. Und Radfahren im Alltag ist erst mal lebensverlängernd, weil nebenbei ein gutes Training für Herz und Kreislauf.
Ich bin auch Motorradfahrer und finde dies doch sicherer in einer Großstadt als mit dem Fahrrad/E-Bike. Alleine das Sicherheitsgefühl in der Mitte einer Fahrbahn zu fahren, als immer am rechten Rand, wo man teilweise noch dicht von Autos überholt wird, da eben viel zu langsam um im Verkehr mit zu schwimmen langt mir die Schweißperlen auf die Stirn zu bekommen. Nö nö, lieber ab in die Natur und da wird das Herz Kreislauf System und die bessere Luft sicherlich für die Gesundheit erträglicher sein.
 
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