Tour Deutsche Märchenstraße (?) mit Schnellweißchen und Hosenrot

Diskutiere Deutsche Märchenstraße (?) mit Schnellweißchen und Hosenrot im Treffen, Touren und Reiseberichte Forum im Bereich Community; Guten Tag, ich bin neu hier und seit ca. 4 Wochen freudiger Besitzer eines i:sy-Pedelecs mit Enviolo Trekking-Nabenschaltung. Mein uraltes...
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Guten Tag, ich bin neu hier und seit ca. 4 Wochen freudiger Besitzer eines i:sy-Pedelecs mit Enviolo Trekking-Nabenschaltung.

Mein uraltes, völlig abgerocktes Hollandrad, das ich seit über 30 Jahren fahre (werde im Herbst 60), ist für längere Touren nicht mehr wirklich
schön:
IMG_0872.jpg


Im 20´´-Thread steht, was ich (oder vielmehr wir) dann gemacht haben, nämlich schöne i:sy-Bikes gekauft.

Ich bin zwar jetzt auch einer von den "faulen" E-Bike Oppas, aber es ist doch schon ein Unterschied, ob man nur so zum Vergnügen radelt, oder mit dem Rad schnell irgendwo hin muss, z.B. zur Arbeit. Da ist ein Pedelec schon eine schöne Erleichterung. Ich fahre zweigleisig, das Hollandrad bleibt als Stadt-Hauruck-Gurke, die so schnell niemad klaut und das i:sy wird für den Weg zur Arbeit (abschleßbare Garage dort) und auch für Touren verwendet.
Ich hatte die Tage schon etwas geübt und meinen Aktionsradius immer weiter ausgedehnt, bin vom Rad begeistert. Hier in Münster ist ja sowieso alles sehr fahrradfreundlich gestaltet und Berge gibt es auch keine.

Nun denn, die erste Prüfung stand an. Ich wollte meine Eltern "zum Kaffee" besuchen. Nur, die wohnen in Bielefeld, ca. 80km von Münster entfernt, oder, wie man in Bielefeld sagen würde: "80km von Münster wech". Komm mir jetzt keiner mit dem "Bielefeld gibts gar nicht"-Quatsch, ein uralter Hut...
Weiterhin trennen MS und BI der Teutoburger Wald, über den muss man drüber und eine Konfessionsgrenze, Münster ist überwiegnd katholisch, Bielefeld evangelisch. Spielt heutzutage eine eher untergeordnete Rolle, aber früher haben sich die Kinder zweier Nachbarorte, zwischen denen die Konfessionsgrenze verlief, gegenseitig verkloppt. Beim gemütlichen Radeln sieht man plötzlich Kreuze und Marienbilder am Wegesrand, dann hat man die Grenze passiert. Auch sieht man die Grenze zwischen dem Münsterland und dem ostwestfälischen Raum am Erscheinungsbild alter Fachwerkbauernhäuser, im Münsterland sind die Fachwerke meist mit roten Ziegeln versehen, im Ostwestfälischen weiß getüncht.Also , eine durchaus abwechslungsreiche Tour. Wenn man mit dem Auto über die Bahn knallt, sieht man davon...nichts.
Ich wollte direkt hin, Kaffee und Kuchen, Akku aufladen und wieder zurück. Mit kleinen Umwegen der Landschaft und des Lärms der Hauptstraßen wegen ca. 180 km, nicht gerade wenig. Und sooo jung bin ich ja nun auch nicht mehr. Aber nicht untrainiert, mache im Sportstudio öfters Cycling-Kurse mit und fahre fast täglich Rad, auch gerne "rasch". Voller Zuversicht ging es gestern Morgen um 8 Uhr los. Da die Eltern schon im Vorfeld fragten: "Wann bist du denn ungefähr da?" war mir klar, dass ich auf dem Hinweg nicht klüngeln durfte, weil die Mittachtziger-Eltern schon auf mich lauerten, so sind sie halt. Also den schnellsten, nicht unbedingt den besten Weg nehmen (das mache ich beim nächsten Mal garantiert nicht).

Los gehts, das das Rad aber vorher getauft werden sollte, erhielt es aufgrund seiner Farbe und der Fahreigenschaften folgenden Namen:

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Damit haben wir auch schon der ersten Teil des Titels.
Alles schön eingepackt (es gibt bessere Packtaschen, hole ich mir noch), Butterbrote, Cola, 2. Akku, vom i:sy meiner Frau gemopst, durfte ich, Werkzeug, Regensachen.
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Abfahrt, Winkewinke!

Clipboard01.jpg


Aus Münster raus dauert und war nervig, erstmal Strecke machen bis Telgte, an der sche*** B54 entlang, ein Höllenlärm. Dann aber etwas abseits, Kreisstraße nach Sassenberg, schön mit extra Radweg.

Die olle Sextanerblase:

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Komme gut voran, durch Sassenberg durch, auf Nebenwegen Richtung Versmold. Da! Die Kreis-Regionen- und Konfessionsgrenze:

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Weißes Fachwerk:


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Weiter, weiter. Leider war es kein schönes Wetter, Regen dräute. Zum Fahren selbst ganz ok, habe weder gefroren, noch geschwitzt. Durch Versmold durch, Richtung Borgolzhausen. Wie der Name schon sagt, das liegt am Berg und Wald, am Teutoburger Wald, der an dieser Stelle so eine Art Pass-Straße hat.Dort befindet sich auch die Ruine der Ravensburg, für die ich allerdings keine Zeit hatte.
Da kommt der "Teuto" in Sicht, ganz hinten der Schatten zwischen den Bäumen:
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Schnell über die A33 drüberweg, üm deren Bau jahrhundertelang gerungen wurde:

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IMG_20230524_110649.jpg


Jetzt kommen Besonderheiten, die mich an eine Märchenstraße erinnern, an Rotkäppchen. Es soll angeblich nur noch drei Fliegenpilz-Imbissbuden geben, eine haben wir hier:
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Sehr nett, aber 500 Meter weiter:

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Noch eine! Und zwar das Original, die Mutter aller Fliegenpilz-Imbissbuden. Voll in Betrieb, gut frequentiert.

Weiter, man quert die B68 (zum Glück quert, genau so schrecklich wie die B54), dann kommt fürs i:sy der erste echte Berganstieg, hoch nach Borgholzhausen.
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"Berg" ist natürlich relativ, aber für die Norddeutsche-Tiefebene-Verhältnisse ist das schon einer. Mit dem Hollandrad gäbe das kräftige Schenkel, mit dem i:sy ein Lächeln, locker zieht es hoch, schwuppdiwupp! Super!

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Der Burgturm der Ravensburg grüßt...aber auch Neptun, der Regengott. Es fängt an zu regnen. Im Bielefeld heiß das, es "gallert", in Münster "es meimelt".
So geht es mir, zerrissen zwischen zwei Kulturen, meiner Geburtsheimat Bielefeld und meiner Wahlheimat Münster. Schnell die Regenbuxe an!

Nördlich des Teutoburger Waldes ist die Landschaft völlig anders, leicht hügelig. Auch ist der Teuto oft eine Wetterscheide, auf beiden Seiten total verschiedenes Wetter, schon oft beobachtet.
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Es geht dem Ziel entgegen, erst nach Werther (hier wohnte wohl damals dieser Jugendliche, der mangels Freizeitangebotes und Frauen unglücklich war, daher die Leiden des jungen Werthers). Oder die echten Bonbons kommen dorther, wer weiß. Auch meinen die es an der Haltestelle nett, dass auch Anhalter mitgenommen werden, aber mit der Rechtschreibung haben sie es wohl nicht so:

IMG_20230524_115821.jpg


Das i:sy zieht gut durch, aber jetzt bekomme ich die Quittung für meine anfängliche Faulheit, hätte ich nur öfters den "ECO"-Modus genommen. Nur noch ein Akku-Balken (von 5), und drei Steigungen liegen noch vor mir! Zack, Ende, aus. Mitten am Berg. Na ja, ich hatte mir eigentlich vorgenommen, es mit einem Akku zu schaffen, mit mehr Mittreten am Anfang hätte das auch geklappt. Aber ich hatte ja den 2. Akku mit. Husch, die Steigungen genommen und Einfahrt nach Bielefeld.
Die Eltern wohnen ganz im Westen an der Stadtgrenze, so brauche ich nicht durch die Stadt durch sondern bin sofort da.
Noch kurz am schnuckeligen "Dornberger Freibad" vorbei, Mensch, das gibts noch und es ist topfit gepflegt! Vor 50 Jahren sind wir da als Kinder immer hin. Schöne Erinnerung.
IMG_20230524_122250.jpg


Natürlich hatte Muttern schon auf mich gelauert, gegen 12:30 war ich dann da:
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Pause! Erst einmal 1 Liter Bohnenkaffee und 5 Stück Torte. Sehr lecker.
 
  • Deutsche Märchenstraße (?) mit Schnellweißchen und Hosenrot Beitrag #2
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Das ist doch mal ein Ausflug! (y)(y)(y)😁
 
  • Deutsche Märchenstraße (?) mit Schnellweißchen und Hosenrot Beitrag #3
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Jetzt kommt die Rückfahrt:

Die Eltern fanden das i:sy klasse, trauen sich aber nicht mehr auf sowas drauf.

Beine und Hintern waren aber schon ganz gut am Ziehen, dann wolln wir mal, gegen 17:30 die Rückreise.
Anderer Weg, direkt Richtung Bielefelder Fernsehturm und bei der Traditionsgaststätte "Peter auf'm Berge" über den Berg:
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Die Abfahrt ist rasant auf der anderen Seite, kurz hatte ich 60 auf dem Tacho. Das i:sy fuhr dabei aber ganz souverän, kein Flattern oder Eiern, man fühlt sich sicher. Unten dann dank der Scheibenbremsen sicherer Stopp. Flashback: 1986 hatte ich kurzzeitig einen 1959er Käfer, schwarz, 30PS, 1. Gang noch unsynchronisiert, Reservehahn, beschi**** Bremsen!

Wir genau diesen Berg runter, wollten bremsen....,nichts! Verdammt! Gepumpt wie irre und die Handbremse bis zum Dach hochgerissen. Ist gerade so gutgegangen, unten quert ja wieder die vielbefahrene B68. Das hätte böse enden können. Nie wieder Einkreis-Trommelbremsen! Der Käfer ist dann später auf andere Weise den Lauf alles Irdischen gegangen.

Nach der Abfahrt kommt Steinhagen, das wo der Schluck aus der Steingutflasche herkommt, mein Opa mochte den gerne.

Auffällig ist, dass der Kreis Gütersloh in punkto Radwege noch Entwicklungsland ist. Der angrenzende münsterländische Kreis Warendorf ist dem weit voraus. Stadtväter des Kreises GT, strengt Euch mal an! Die Landstraße von Steinhagen/Brockhagen nach Harsewinkel z.B. (einige Kilometer) ist komplett ohne Radweg, sehr gefährlich! Für die kack Autobahn war aber genug Geld da. Nun denn, rein nach Harsewinkel, hier befindet sich eine große Mähdrescherfabrik, wie das Ortsschild auch verrät:

IMG_20230524_185311.jpg


Weiter, weiter. Beine und Popo: Aua, so langsam merke ich doch was.

Wieder Regionenwechsel, zurück abermals durch Sassenberg:

IMG_20230524_191143.jpg
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Weil ich keine Lust mehr zurück auf die B54 hatte, habe ich einen Umweg genommen, etwas nördlicher Richtung Füchtorf (Spargelhauptstadt), dann Überqueren der niedersächsischen Landesgrenze und nach Glandorf. Glandorf liegt in einem rechteckigen Zipfel niedersächischen Gebietes, das in NRW-Gebiet hineinragt, äußerlich sieht man aber nicht den geringsten Unterschied zum Münsterland, obwohl diese Grenzziehung schon uralt ist.
Nur noch 2 Balken auf dem Akku...

Richtung Ostbevern dann ein Päuschen, wieder in NRW:

IMG_20230524_202928.jpg


3 Kilometer vor Telgte dann nur noch ein Balken, komm her, anderen Akku rein, will nach Hause, der Hintern auch.
IMG_20230524_205807.jpg
IMG_20230524_210155.jpg
IMG_20230524_211311.jpg
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Wird auch langsam spät.

Zwischen Telgte und Münster findet sich noch ein historisches, leider dem baldigen Untergang geweihtes Gebäude, eine 50er Jahre-Tankstelle. Ein Wunder, dass die gebogene, nunmehr bemalte große Scheibe noch nicht eingewemmst wurde. Zuletzt getankt habe ich hier 1987 oder 1988, das war damals schon schrullig, das Ding.

IMG_8112.jpg

IMG_8113.jpg


Die Bilder wirken hell, es war aber schon 21:30 Uhr.
21:50 Uhr wieder am Ausgangsort. Auauauau, der Popo. Jetzt gehe ich doch wie auf Eiern.

IMG_8114.GIF


Hoffentlich kein Hosenrot, wie im 2. Teil des Titels aufgeführt.
Ob der Allerwerteste jetzt aussieht wie eine Schinkenpizza verrate ich aber nicht.

IMG_7912.jpg

Hat Spaß gemacht, Schnellweißchen ist super gefahren, war bequem und sicher. Das war bestimmt nicht der letzte große Ausflug.

Gruß
PSMS
 
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  • Deutsche Märchenstraße (?) mit Schnellweißchen und Hosenrot Beitrag #4
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Toll erzählt. Wie viele KM hielt denn der erste Akku?
 
  • Deutsche Märchenstraße (?) mit Schnellweißchen und Hosenrot Beitrag #5
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Dankesehr. Im Mischbetrieb außer "Turbo"-Stufe ca. 75 Kilometer.
 
  • Deutsche Märchenstraße (?) mit Schnellweißchen und Hosenrot Beitrag #6
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Schöne Tour und schön geschrieben!

Ich habe auch ein i:SY, der Akku sollte für 80 km eigentlich reichen, wenn da nicht viele Steigungen sind und man in der Ebene auch mal Eco nimmt.Ich habe allerdings einen Active Line Plus und eine Nabenschaltung. Die Enviolo ist nicht sehr effizient, da wird der Verbrauch bei gleicher Eigenleistung etwas höher sein.

Mit leerem Akku, also ganz ohne Unterstützung fährt sich das Ding wie eine tote Kuh, das will man wirklich nicht für längere Strecken.
 
  • Deutsche Märchenstraße (?) mit Schnellweißchen und Hosenrot Beitrag #7
Bernhard-SH

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Schöner Bericht👍

Ich hatte den Eindruck dass Du sehr tief sitzt, Spruch die Beine nicht durchstecken kannst beim Radeln? Wenn dem so ist wäre mir das sehr anstrengend, bzw. ich müsste mit mehr Unterstützung fahren.
 
  • Deutsche Märchenstraße (?) mit Schnellweißchen und Hosenrot Beitrag #8
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Scheint mir auch so, wenn ich die Bilder sehe. Mal schauen, möchte mich aber auch im Stand gut abstützen können. Ich probier' mal rum. Dass die Enviolo ordentlich zehrt, glaube ich auch, dafür ist sie schön bequem. Mit der Akkuleistung kann ich aber leben. Bei der Arbeit steht als Dienstrad ein etwas älteres i:sy mit normaler Nabenschaltung, das fährt ohne Akku leichter. In die Verlegenheit werde ich aber wohl kaum kommen, es sei denn, mir klaut jemand irgendwo den Akku raus.
 
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  • Deutsche Märchenstraße (?) mit Schnellweißchen und Hosenrot Beitrag #9
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Scheint mir auch so, wenn ich die Bilder sehe. Mal schauen, möchte mich aber auch im Stand gut abstützen können. Ich probier' mal rum. Dass die Enviolo ordentlich zehrt, glaube ich auch, dafür ist sie schön bequem. Mit der Akkuleistung kann ich aber leben. Bei der Arbeit steht als Dienstrad ein etwas älteres i:sy mit normaler Nabenschaltung, das fährt ohne Akku leichter. In die Verlegenheit werde ich aber wohl kaum kommen, es sei denn, mir klaut jemand irgendwo den Akku raus.

Ja, ich fahre das Ding auch nur mit Unterstützung und die Akkuleistung hat bisher immer gereicht. Auf Eco fahre ich nur, wenn ich Reichweitenangst habe, sonst auf Tour (Turbo nur bei fiesen Steigungen). Ich liebe das Ding, fährt sich ein wenig wie ein Renntrecker, ist einfach superkompakt und solide und vor allem mit Frontträger passt einfach richtig viel drauf, ohne dass das Fahrverhalten leiden würde, weil die Beladung und damit der Schwerpunkt dank der kleinen Felgen so schön niedrig sitzt.

Wenn du dich im Stand noch gut am Boden abstützen kannst, ist der Sattel zu niedrig... ist einfach immer so.

Ich drücke mich beim Anhalten einfach gegen die gezogene Bremse auf einem halb obenstehenden Pedal etwas nach oben, rutsche dabei praktisch von allein nach vorne aus dem Sattel und lasse mich mit dem anderen Fuß auf den Boden sinken, während der erste Fuß auf dem halb oben stehenden Pedal stehen bleibt. Beim Anfahren drücke ich mich wieder auf diesem Pedal nach oben und setze mich hin, während ich dadurch anfahre. Funktioniert total flüssig und ohne mit den Füßen oder Pedalen rumhampeln zu müssen. Vor allem kann man so auch übergangslos mitten im Anhalten wieder anfahren, wenn die Ampel gerade umspringen sollte oder so. Einfach Bremse loslassen und durchtreten.

Mach mal einen Selbstversuch: Stell dich aufrecht hin, winkle die Knie ein wenig an und laufe so ein wenig herum. Wie fühlt sich das in den Oberschenkeln und Knien an? Scheiße fühlt es sich an... ;-)
 
  • Deutsche Märchenstraße (?) mit Schnellweißchen und Hosenrot Beitrag #10
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Besten Dank für den Tipp. Ich probiere das mal aus und nehme dann die angenehmste Position für mich.
 
  • Deutsche Märchenstraße (?) mit Schnellweißchen und Hosenrot Beitrag #12
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Coole Tour. War letzten Samstag von OS nach MS unterwegs.
 
  • Deutsche Märchenstraße (?) mit Schnellweißchen und Hosenrot Beitrag #13
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Alles ok. Beim Dienstrad habe ich oft das Pech, dass vorher eine der Damen damit gefahren ist und der Sattel noch tiefer ist. Muss oft schnell gehen und der Inbus ist schon wieder weg, also drauf und los wie ein Affe auf dem Schleifstein. Ich nehme das dann trotzdem lieber als die 28er Dienstbikes, weil es viel wendiger ist. Hopp, übern Bordstein, zack irgendwo vorgefahren und abgesprungen, wieder drauf. Super Nutzwert. Soll man eigentlich nicht, aber das UmGehen roter Ampeln wenn man rechts will ist auch sehr schnell gemacht. Radfahrer-zack, Fußgänger mit Unschuldsmiene, zack, wieder Radfahrer.

>Die Osna-Tour steht bei mir auch schon auf der Agenda.
 
  • Deutsche Märchenstraße (?) mit Schnellweißchen und Hosenrot Beitrag #14
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Alles ok. Beim Dienstrad habe ich oft das Pech, dass vorher eine der Damen damit gefahren ist und der Sattel noch tiefer ist. Muss oft schnell gehen und der Inbus ist schon wieder weg, also drauf und los wie ein Affe auf dem Schleifstein. Ich nehme das dann trotzdem lieber als die 28er Dienstbikes, weil es viel wendiger ist. Hopp, übern Bordstein, zack irgendwo vorgefahren und abgesprungen, wieder drauf. Super Nutzwert. Soll man eigentlich nicht, aber das UmGehen roter Ampeln wenn man rechts will ist auch sehr schnell gemacht. Radfahrer-zack, Fußgänger mit Unschuldsmiene, zack, wieder Radfahrer.

Ja, ein oft unterschätzter Vorteil des i:SY in der Außenwirkung ist, dass man mit dem putzigen Ding eine Art Welpenschutz hat, den E-MTB-Fahrer oder so ausdrücklich nicht haben... ich bin damit auch in Fußgängerzonen oder so noch nie angeschnauzt worden, zumal man ja wirklich sehr schnell ab- und aufgestiegen ist und das Ding einfach so klein und niedlich rüberkommt und so wendig ist. Ungefähr wie mit einem Brompton, das stört irgendwie auch nirgendwo irgendwen.
 
  • Deutsche Märchenstraße (?) mit Schnellweißchen und Hosenrot Beitrag #15
Bernhard-SH

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Wenn du dich im Stand noch gut am Boden abstützen kannst, ist der Sattel zu niedrig...
Jepp - und heißt, dass die Beine viel arbeiten ohne viel Leistung zu bringen - als Ausgleich muss der Motor mit mehr als Eco ran - der Akku ist schneller leer.

Oder andersrum: Sattel auf die richtige Höhe einstellen - Beine bringen mehr Watt in den Antrieb - Akku hält länger, evtl. kann man sich's sparen nen zweiten mitzunehmen.
Nebeneffekte:
der Gang am Ende der Tour ist wahrscheinlich geschmeidiger, und
der Hintern tut nicht so schnell weh und wird nicht so schnell rot, da man ihn beim pedalieren mit geraden Beinen stärker vom Körpergewicht entlastet..
 
  • Deutsche Märchenstraße (?) mit Schnellweißchen und Hosenrot Beitrag #16
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So ist es in der Tat. Die Außenwirkung. Ich sehe aber immer zu, dass ich niemandem auf die Pelle rücke und halte mich an die Regeln. Manchmal bin ich der einzig Wartende an der roten Ampel und andere Radler fahren drüber, als ob gar keine Ampel da wäre.
Das dann auch noch freihändig, mit Kopfhören und Handy vor der Nase, keine Seltenheit.
Mit dem Hollandrad wird man zunächst überhaupt nicht ernst genommen, als Angegrauter schon gar nicht. Man wartet an der Ampel und ein Schnösel kommt an und stellt sich "cool" direkt vor einen, verperrt den Weg und klickt an der Schaltung rum. Rate mal, welches Rad dann schneller ist, auch E-Bikes, die zunächst abziehen, "kriege" ich kurze Zeit später, Vordrängler kann ich nicht ausstehen. Aber ich gewöhne mir solche Sachen ab, nachher passiert dann noch was, so schnell das olle Hollandrad auch ist, so schlecht sind auch seine Bremsen. Mit dem Schnellweißchen fahre ich trotz seines Namens ganz gemütlich und freue mich am soliden Fahrgefühl.
 
  • Deutsche Märchenstraße (?) mit Schnellweißchen und Hosenrot Beitrag #17
Tomfred

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Manchmal bin ich der einzig Wartende an der roten Ampel und andere Radler fahren drüber, als ob gar keine Ampel da wäre.
Das dann auch noch freihändig, mit Kopfhören und Handy vor der Nase, keine Seltenheit.
Ich dachte, die gibt's nur hier bei uns !?😉😂
 
  • Deutsche Märchenstraße (?) mit Schnellweißchen und Hosenrot Beitrag #18
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Ich möchte hier ja über Touren schreiben und nicht herummeckern, aber der gefährlichste Moment der Tour war, als mir kurz vor dem Ziel ein Lümmel, ohne Licht und kurvenschneidend mit einem Affenzahn um die Ecke kommend, die Vorfahrt genommen hat. Immer schön aufpassen hier in MS! An manchen Abenden kommen einem z.B. auf dem Schlossplatz-Weg Räder ohne Licht entgegen, die man nur kurz vorher am fahlen Schein der vom Handylicht angeleuchteten Teeniegesichter erkennen kann. Völlig bekloppt.

> Die Sattelvideos sind interessant und Ihr habt völlig recht, im Sportstudio stelle ich mir das Trainingsbike auch so ein. Beim i:SY werde ich für längere Touren den Sattel höher einstellen, in der Stadt brauche ich beim Anhalten Bodenkontakt, ich fühle mich dabei einfach sicherer. Größere Fahren kommen ja nicht jeden Tag vor. Darf bloß nicht vergessen, die Antisattelstützenklau-Spezialstecknuss mitzunehmen, mache sie evtl. mit an den Schlüsselbund.
Einen Tag später muss ich sagen, dass die Folgen der 170 Kilometer-Tour überraschenderweise milde sind. Sitzgegend beschwerdefrei, Oberschenkel etwas Muskelkaterchen, aber auszuhalten, heute um 18:00 Uhr wieder im Studio volle Pulle Indoor-Cycling bei Mrs. Durchtrainiert, da wird man sehen und fühlen.
Meine beiden I:SY-Gang-Mitgliederinnen haben jetzt durch meine Reiseerfahrung auf jeden Fall vor längeren Touren weniger Manschetten als vorher, das ist schon mal gut. Meine Frau hat ja den CX-Motor, da hält der Akku wohl nicht so lange, aber das bleibt auszuprobieren. Außerdem gibt es immer mehr Ladestationen unterwegs, das ist mir schon aufgefallen, z.B. am Dortmund-Ems-Kanal, neu ausgebaute Kanalpromenade, in Senden am Anleger: E-Bike
Ladestation, in Sassenberg, wo ich das Foto an der Kirche gemacht hatte, Hinweisschild: E-Bike Ladestation.
Das wird immer mehr werden, supergut!
 
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  • Deutsche Märchenstraße (?) mit Schnellweißchen und Hosenrot Beitrag #19
Bernhard-SH

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Wenn ich das Recht sehe hast Du eine parallelogrammgefederte Sattelstütze, deshalb zu Deiner Idee
für längere Touren den Sattel höher einstellen, in der Stadt brauche ich beim Anhalten Bodenkontakt
der Hinweis auf die D.2 ST-Ro – Absenkbare Parallelogramm Sattelstütze - by.Schulz GmbH, soweit ich weiß die einzige dieser Art, dadurch sparst Du Dir auch die
Antisattelstützenklau-Spezialstecknuss mitzunehmen
 
  • Deutsche Märchenstraße (?) mit Schnellweißchen und Hosenrot Beitrag #20
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Huch! Ja, ich habe die Stütze, gutes Teil, aber der Preis der absenkbaren ist heißer als mein Hintern nach 170 Km. Ich bin erst mal zufrieden so wie es ist, war ohnehin alles schon teuer genug. Vorhin wieder, wollte "nur eben kurz" zum Baumarkt, Regalbödenstützen holen. Och, wie schön das Wetter ist, fahren wir mal ein wenig, gab mir das i:SY zu verstehen. 35 Km um Münster rum, durch Wald und Feld sind es geworden, herrlich. Die Ernüchterung wieder am Ring in der Stadt mit rüpelhaften Lastenradfahrern und Vordränglern. Die Autofahrer sind dagegen mittlerweile diszipliniert, machen immer schön Schulterblick und passen sehr auf, keine Radfahrer umzunieten. Das tun die Radler unter sich. Ruuuuhig, Brauner, nicht ärgern.

Ach, übrigens, so schließe ich das Ding ab. Der Fahrradmann im Laden gab mir den Tipp, den Akku, wenn ich ihn schon nicht mitnehme, herauszukippen und mit der Kette abzuschließen. Sollte ein Dieb den Akku rausbrechen, macht er wenigstens das Schloss und die Kontakte nicht auch noch kaputt. Mit einer 2. Kette das Rad dann am Ständer festmachen. Was haltet Ihr davon?

Abschließen.jpg
 
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