Deutsche Bahn: Fernverkehr mit dem Pedelec.

Diskutiere Deutsche Bahn: Fernverkehr mit dem Pedelec. im Plauderecke Forum im Bereich Community; Hilft aber auch nur wenn die Bahnmitarbeiter beide Augen zudrücken. Weil für Traglasten gilt. Muß über oder unter dem Sitz verstaut werden. Oder...
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Jaap

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Noch eine Möglichkeit: das Fahrrad auf dem Bahnsteig in eine große Tasche packen. Es handelt sich dann um ein Gepäckstück und nicht um ein Fahrrad. Das Gepäckstück kann ich dann (am besten ebenerdig) abstellen. Hilft vor allem da, wo gar kein Fahrradabteil vorhanden ist.
Hilft aber auch nur wenn die Bahnmitarbeiter beide Augen zudrücken.
Weil für Traglasten gilt. Muß über oder unter dem Sitz verstaut werden.
Oder in der Gepäckablage..
Dies funktioniert schon bei meinem gefalteten Bike friday nicht.

Beförderung von Traglasten - welche Maße sind zulässig? | DB Service-Community

Sonst bleibt wohl nur Krafttraining.
Wer nachdenkt kommt auch ohne aus.
Wer Probleme mit den Abstellanlagen hat, behilft sich am besten mit Zurrgurten.
Funktioniert beim
Hochziehen
Befestigung von überbreiten Reifen und kleinen Laufrädern mit Scheibenbremsen.
Befestigung von Liegerädern.

Und zur Befestigung im Nahverkehr an den Stangen.

Als Alternative kann man oft die Tragegurte der Radtaschen verwenden.
 
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Matthies

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Mein Anliegen bezüglich des Reisekomforts mit E-Bikes werde ich der DB mitteilen.
Eine schnelle Lösung erwarte ich nicht und bis dahin suche ich nach Lösungen, die mir das Reisen mit dem E-Bike ermöglicht.

Ich bin in den letzten Tagen nun 6 mal ICE und 2 mal EC gefahren. Mittlerweile habe ich eine Technik entwickelt, die mir das Einhängen erleichtert. Wenn jemand das Rad hinten anschiebt, während ich das Rad vorne an der Gabel anhebe gelingt das senkrecht aufstellen recht einfach. Das Einhängen ist dann kein Problem mehr. Im EC befinden sich in mittlerer Höhe Bügel mit einem Gurt, die man nach unten klappen kann um die Schwingung des Rahmens zu dämpfen und das auskippen zu vermeiden.

Nun weiche ich vom eigentlichen Thema ab:

Seit ich mich mit dem Thema beschäftige, frage ich mich, was das Gewicht und die punktuell wirkenden Kräfte mit der Felge machen?

Ich bin mit dem Rad im Fernverkehr ausschließlich mit senkrechtem Aufhängen gefahren. 2 mal eine 6 stündige Fahrt und den Rest 1,5 Stunden.

Ich fahre ein Haibike, Trekking 9.0 mit Rodi, Tryp30 Alu Hohlkammerfelge.
Der Felgentyp hat eine sichtbare Schweißnaht. Ich achte beim Einhängen darauf, dass die Naht wenn möglich entgegengesetzt der Aufhängung liegt um die Kräfte darauf so gering wie möglich zu halten.

Bislang ist mir optisch noch kein Verzug der Felge aufgefallen. Ich bin kein Fachmann und weiß nicht, was eine Felge bei Zugkraft von nahezu 30kg Systemgewicht und den wirkenden Fliehkräften von Innen aushält. Ich denke, dagegen wirkt noch der Reifendruck von 3 bar. Ein 8er im Rad kann ich verkraften, das ist meine geringste Sorge. Mein Szenario im Kopf ist ein Bruch in der Schweißnaht und während ich das Rad fahre die Schweißnaht aufbricht, die Felge reißt und ich bei 25kmh kopfüber stürze. Ist diese Sorge berechtigt?

Japp, Deine Idee mit den Zurrgurten werde ich bei der nächsten Reise testen. Zwischen Einhängung und Rahmen anbringen und so weit anziehen, dass die Felge deutlich entlastet wird.

Zu den ZugbegleiterInnen. Ich habe mittlerweile deutlich positivere Erfahrungen gemacht, als bei meiner ersten Reise. Das machte es mir viel einfacher, mein Rad zu verstauen.
 
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IceIce

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@Matthies
Meine Rechnung: das Rad wiegt ca 30kg und belastet die eine befestigte Felge. Wenn Du 70 kg hast und draufsitzt sind es schon 50kg die eine Felge belasten. Ohne über eine Kante/Bordstein gefahren zu sein

Aber kannst ja auch mal ein Bild einstellen für Nichtzugfahrer
 
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Delphis1982

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@Matthies
Meine Rechnung: das Rad wiegt ca 30kg und belastet die eine befestigte Felge. Wenn Du 70 kg hast und draufsitzt sind es schon 50kg die eine Felge belasten. Ohne über eine Kante/Bordstein gefahren zu sein

Aber kannst ja auch mal ein Bild einstellen für Nichtzugfahrer
Die Belastung ist aber in dem Fall anders verteilt.
Wenn ich drauf sitze, drückt mein Gewicht über die Speichen von innen an die Felge,
aber die Straße wiederum mit der gleichen Kraft von außen auf den Mantel und damit ebenfalls auf die Felge.
Diese Drücke gleichen sich weitgehend aus.
Mantel und Speichen verteilen das Gewicht zudem gleichmäßig auf eine größere Fläche der Felge.
Beim Hängen wird sie dagegen tatsächlich nur PUNKTUELL belastet, noch dazu NUR von innen. Es gibt keinen ausgleichenden Gegendruck.
 
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Jaap

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Wenn ich drauf sitze, drückt mein Gewicht über die Speichen von innen an die Felge,
Speichen arbeiten nur auf Zug und nicht auf Druck.
Diese Drücke gleichen sich weitgehend aus.
Definitiv nicht.

Das 1x1 des Laufradbaus: Grundlagen für Deinen individuellen Laufradsatz

Deshalb würde ich mir auch keine Gedanken machen über Belastung beim Aufhängen.
Die dynamischen Belastungen beim Fahren sind weit höher wie beim Aufhängen.
 
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Delphis1982

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Mag sein, dennoch HATTE ich schon eine 8 an meinem Vorderrad (VOR Pedeleczeiten) und eine 8 bedeutet ja, dass sich Metall schon etwas VERBOGEN hat.
Es scheint auf alle Fälle ein Unterschied zu sein, ob ich mit dem Ding FAHRE oder an der Felge punktuell aufhänge.
Wie oft kann man Metall hin und herbiegen, biss es bricht?

Das mit den Speichen habe ich genau falsch rum betrachtet, sorry. Das Problem der ZU ungleichmäßigen Gewichtsverteilung ist dennoch vorhanden.
 
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@Matthies bez Deiner Kontaktaufnahme zur DB, vermeide möglichst den Begriff Pedelec oder E-Bike, sonst fällt da einem ein, daß da Lion-Akkus dabei sind. Da kommen die womöglich auf die geniale Idee, deren Transport generell zu verbieten. Da ist uns dann bestens geholfen.
 
Nemo1966

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Ein Fahrrad mit Tretunterstützung durch Elektromotor bis 25 km/h (Pedelec bis 250 Watt) darf mitgenommen werden.
Ein Pedelec mit Tretunterstützung durch Elektromotor über 25 km/h (sog. S-Pedelec bis 250 Watt) darf nicht mitgenommen werden. Dieses ist zulassungspflichtig für den Straßenverkehr und fällt in die Kategorie ‚Kleinkraftrad‘.
Zitat aus den Beförderungs Regeln im Fernverkehr man muss also keine Angst haben sein pedelec nicht mitnehmen zu können. 😉
 
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Matthies

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@Matthies bez Deiner Kontaktaufnahme zur DB, vermeide möglichst den Begriff Pedelec oder E-Bike, sonst fällt da einem ein, daß da Lion-Akkus dabei sind. Da kommen die womöglich auf die geniale Idee, deren Transport generell zu verbieten. Da ist uns dann bestens geholfen.
Die Mitnahme von Akkus in Pedelecs ist in den Beförderungsbedingungen der DB geregelt. Die Mitnahme ist gestattet, solange der Akku im Fahrzeug verbleibt. Er darf nicht separat transportiert werden.

Und wie Nemo1966 beschreibt, sind nur Pedelecs erlaubt. Alles was darüber liegt nicht.
 
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Matthies

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IceIce: Hier ein paar Bilder der Aufhängung:

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horst1

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Wenn ich mir das so ansehe muss ich sagen viel übrig hat die Bahn nicht für Fahrradfahrer. Ich finde das ist keine gute Lösung, aber das muss jeder selber wissen ob er sein Rad daran hängt.
 
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IceIce

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@Matthies
jetzt sind mir Deine Bedenken verständlicher. Bei den Bildern mit Haltern der Bahn die ich sah war die Belastung auf dem Reifenmantel, nicht auf der Felge direkt.
Meine Carbonfelge würde ich da auch sehr ungern reinhängen und hätte Bedenken
 
salearborist

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Also solche Haken kenne ich hier im Süden der Republik nicht - da werden die Räder seitlich an Sitze/hochklappbar abgestellt. IRE und RE - IC hat in der Regel ein eigenes Radlabteil.

Für mich ist verreisen mit dem Rad im Zug eh nicht so praktisch - Cargoradl wird grundsätzlich nicht mehr mitgenommen - mit Pedelec und Anhänger BoB Ibex gehts halt auch nicht.
Und da ich im Biosphärengebiet Schwäbische Alb unterwegs bin - sind die Stellplätze meistens eh schon mit Pedelecs, schön umständlich mit Heckträgertaschen beladen und viel zu schwer für den betagten Besitzer handhabbar vollgestellt.
Fragen nach der Abnahme der Taschen zur Schaffung weiterer Stellplätze werden strikt und empört abgelehnt - man will ja nur zwei Stationen mitfahren.... 🙄
Es ist und bleibt ein ständiges Ärgernis mit dem Radl in der Bahn mitfahren zu wollen.

Einzige Ausnahme: die Schwäbische Alb Bahn da werden Fahrräder grundsätzlich kostenfrei mitgenommen - auch früh morgens kurz nach Sechs in die Richtung Ulm. Und die meisten Zugbegleiter, Zugführer sind überaus freundlich und helfen beim Einladen vom Radl.
Da geht auch am Wochenende mal das Cargoradl mit...
 
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Bisher bin ich mit Fernverkehr noch nicht gefahren, nur mit Regio. Bei Regio hab ich noch nirgends "Aufhänge"-Lösungen gesehen.
Wenn diese Aufhängungen so ein großer Kritikpunkt sind, welche Vorschläge hättet ihr denn für a) platzsparende b) reifenbreiten-, carbonfelgentaugliche ( aber eben auch nicht nur einfach hinstellen!) Lösungen. Da wirds schon schwierig.
Ich sehe im Moment nur folgende Lösung bei bestehenden Aufhängungen, eigenes "Tool". Bspw ein stabiler Blechstreifen abgepolstert mit sowas wie Reinigungsschwamm ( mal ganz primitiv gesagt).
Denn, selbst wenn bei der DB was in die Wege geleitet würde!, dauerts Jahre bis eine andere Lösung umgesetzt würde. Denn zunächst käme das sicher nur bei Neubauten zur Anwendung.
Aber schauen wir uns mal in den Nachbarstaaten um. Da gibt es auch keine besseren Lösungen. Die DB wäre dann auch nur ne Insellösung.
Ich weiß, ich bin ein Pessimist (aus Erfahrung), aber vlt gibts einen Hoffnungsschimmer
 
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IceIce

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Naja, als Lösung könnte es ja auch was geben worauf das Vorderrad aufliegt, und nicht etwas woran es hängt.
Und da die Öffentlichen mehr ins Verkehrskonzept eingebunden werden müssen wirds in Zukunft doch eh ne Lösung für viel mehr Räder zu Transportieren geben müssen. Wieviele gehen derzeit in einen Zug? 10? wenn überhaupt?
 
salearborist

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In der Schweiz sind die Lösungen für den Radl Transport recht gut - SBB Velo Mitnahme in Deutschland sind manche Verkehrsverbünde gar nicht begeistert von der Radl Mitnahme - da gelten strikte Ausschlusszeiten, Radlkarte ist obligatorisch und der verfügbare Stauraum/Platz für Velos recht beschränkt.
 
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Delphis1982

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Müsste erstmal ausgeschrieben werden, dann muss der Mist vom TÜV geprüft werden, ist ja möglicherweise eine bauliche Veränderung,
fühlt sich eventuell jemand belästigt, ändert sich die Fahreigenschaft des Zuges oder sogar die Erdumlaufbahn...
Solche Änderungen, auch im Kleinen, ziehen sich wie Kaugummi, weil in Schland gerne alles zerredet wird.
Ich sehe da jedenfalls KEINEN Hoffnungsschimmer.
Aber ich denke auch, ein Gummiüberzug verkleinert die ohnehin schon schmale Öse des Hakens.
Größere Reifen haben ja jetzt schon Probleme, da eingehangen zu werden.
 
Nemo1966

Nemo1966

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Das Problem ist das die Bahn in der Hauptsache Personen befördern möchte und wenn es sein muss noch deren Gepäck.
Fahrräder befördern ist noch eine altlast und wird dementsprechend stiefmütterlich behandelt im Fernverkehr. Wo ich im Prinzip 6 zahlende Personen unterbringen kann stell ich kein Fahrrad für den halben Preis hin.
Im Nahverkehr sieht das etwas anders aus da hat man erkannt das die Kombination aus Zug und Fahrrad auf dem Weg zur Arbeit durchaus beliebt ist.
In Sachsen Anhalt ist man sogar soweit gegangen das Fahrrad gänzlich kostenlos im Zug zu transportieren was allerdings regelmäßig die Züge der Bauart Talent platzmäßig zum kollabieren bringt.
Mein Fahrrad im Berufsverkehr zwischen die ganzen rostlauben zu quetschen klemm ich mir deshalb im allgemeinen.
Eine schnell eingeführte Beschränkung durch das zugbegleitpersonal ist leider schwer durchzusetzen.
Deshalb wird wohl auf fernreisen weiterhin der Fahrrad Träger das bevorzugte Beförderungs Mittel sein wenn wir unsere (teuren) Schätzchen schonend transportieren wollen.
 
Thema:

Deutsche Bahn: Fernverkehr mit dem Pedelec.

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