Das Risiko fährt beim E-Bike mit (Rahmenbruch, Bremsversagen, Funkstörungen)

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winido

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AW: Das Risiko fährt beim E-Bike mit (Rahmenbruch, Bremsversagen, Funkstörungen)

Vor einigen Jahren wurde berichtet, dass Alulenker alle 2 Jahre ausgetauscht werden sollten, sogar bei Lenkern von Markenherstellern:

...

Bei seriösen Herstellern steht das ggf. auch heute noch in der Bedienungsanleitung, z.B. bei Riese & Müller.

Ganz böse Zungen behaupten sogar: Alu ist aus Dreck gemacht und dort strebt es auch wieder hin.


Was ich bei dem Pedlectest jetzt nicht gefunden habe, mit welcher Belastung die Räder getestet wurden.
Bei einem simulierten Testzyklus von 20.000 km wundert es mich nicht, wenn die Ergebnisse schlechter ausfallen, als das Meinungsbild es in diesem Forum wiederspiegelt: Wieviele Pedelecs haben die 20.000 km schon ohne Schäden hinter sich?

Mit meinem Birdy (ohne E-motor) komme ich jetzt langsam in diese Region. Bis jetzt schlugen 2 Risse im Rahmen (an verschiedenen Stellen) zu Buche. Passt so in etwa zu den Ergebnissen des Tests.
Lenker etc. wurden nach Herstellervorgabe gewechselt, keine Rissbildung festgestellt.

Ansonsten finde ich Forderungen, wie z.B. mindestens 50 Km Reichweite, maximal 3,5 Ladezeit, kein Nachlaufen des Motors, geringeres Gewicht der Akkus, etc. so schlecht nicht.

Zur Ladezeit der Akkus: ein Akku z.B. aus Sony 2250V3 mit 37 V, 11 AH kann ich mit 10A laden, d.h. in einer Stunde habe ich den fast wieder voll; Winora bzw. Hercules brauchen für einen gleich großen, bzw. geringfügig größeren (13 Ah) Akku über 11 Stunden.
 
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winido

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AW: Das Risiko fährt beim E-Bike mit (Rahmenbruch, Bremsversagen, Funkstörungen)

Ein Pedelec mit V - Brakes ein mangelhaft zu geben, halte ich für überzogen. Das kommt auch sehr stark auf die Bremsbeläge an.

Meiner Meinung noch sind für Pedelecs (bis 25 km/h) V Breaks völlig ausreichend. Die sind auch leicht zu reparieren und preiswert.

Ich verstehe auch nicht die Bewertung des Kreidler Vitality. Das war doch beim letzten Test von Stiftung Warentest Testsieger mit gut. Was soll sich denn jetzt großartig an dem Rad geändert haben, dass es jetzt mangelhaft ist. Die haben wohl die Testkriterien verschärft. ...

Bei den Bremsen stimme ich Dir zu. Eine gute V-Brake ist für Räder bis 25 Km, nach meiner Erfahrung ausreichend. Eine Hydraulik-Bremse lässt sich halt feinfühliger dosieren, aber übers Vorderrad absteigen, kann ich notfalls mit beiden, wenn das Heck nict weit genug hinten ist.

Das Kreidler wurde wegen Lenkerbruch abgewertet. Finde ich auch in Ordnung. Es gibt Lenker die nicht brechen und ein solches Sicherheitsrisiko bzw. der regelmäßige Lenkertausch, z.B. bei Alu, das muss nicht sein, da stimmt die Kosten-Nutzen-Relation in keinster Weise. "Gewichtsfetischisten" mögen das gerne anders gewichten.
 
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westerwaelder

AW: Das Risiko fährt beim E-Bike mit (Rahmenbruch, Bremsversagen, Funkstörungen)

Eine gute V-Brake ist für Räder bis 25 Km, nach meiner Erfahrung ausreichend.


Na toll. Mein Victoria-Oma-Rad läuft bergab ohne Treten bis (bisher) 50km/h und ich würde gerne die V-Brake hernehmen, um es auf 25 km/h zu bringen.
Es hat nur Rücktrittbremse (SRAM S7) und vorne die billigste Tektro V-Brake. No Way. Die Rücktrittsbremse ist im 1. Gang schon Müll und bis zum 7. Gang wird sie nicht nur unwirksam, sondern unmerkbar. Und die V-Brake ist, wie mein Vorschreiber richtig ausgeführt hat, gerade gut genug, um die Mühle aus 25km/h in angemessener Zeit zum Stehen zu bringen, wenn man am Ziel angekommen ist.

Wenn die Kerle uns so'n Sch**** andrehen, auf dem sie selber ihre Kinder oder Partner nie rumfahren lassen würden, ist es nur hilfreich, sie im Test mal alle hintenrunter fallen zu lassen.
 
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Sumpfmolch

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AW: Das Risiko fährt beim E-Bike mit (Rahmenbruch, Bremsversagen, Funkstörungen)

Extra Energy macht vor, wie man es besser macht und testet darüberhinaus auch einen repräsentativen Querschnitt aus allen Anforderungsbereichen und nicht nur Oma-Räder.

Bezüglich der Auswahl stimme ich zu...da verzweifelt man regelmäßig über deren "Geschick".

Bei Extra Energy kann ich aber nicht zustimmen. Zumindest in der Ausgabe von März, die ich neulich durchblättert habe, stellt sich der Extra Energy Test als reiner Ergonomie-Test dar. Ein Sicherheitstest erfolgt nicht. Ein Belastungstest der Komponenten erfolgt nicht. Etwas über elektromagnetische Grenzwerte wird man dort auch nicht finden.

Ist aber auch garnicht schlimm. Die Tests haben schlichtweg unterschiedliche Schwerpunkte. Die einen legen der Schwerpunkt auf Technik und Sicherheit, die anderen auf Fahreigenschaften/-komfort und Kaufberatung.

Liegt natürlich auch etwas daran, dass bei Extra Energy der Expertenkreis zu einem guten Stück aus der Fahrradindustrie selbst stammt und die Hersteller ihre eigenen Fahrräder testen.
 
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Jootchy

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AW: Das Risiko fährt beim E-Bike mit (Rahmenbruch, Bremsversagen, Funkstörungen)

Die Aussage des ADAC zum Thema Bremsen ist echt daneben.
Eine Felgenbremse bleibt eine Felgenbremse. Egal wie sie angesteuert wird.
Mit ordentlichen Bremsgummis drauf bremst fast jede Bremse gut.

Im Normalfall verbaue ich AVID SD5 oder SD7.
Die bremsen wie Hölle! Und das ist auch gut so!
An meiner 20/20-Liege sind Bremsen vom Kaufland verbaut...
Richtig eingestellt bremsen die auch... allerdings lange nicht so fest wie die AVIDs.
Bei einer langen und steilen Abfahrt habe ich damit schon die Reifen zum stinken gebracht.
Die Felge muss die Bremsenergie ja aufnehmen... und bei 20" fehlt da etwas Material...
 
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Pöhlmann

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AW: Das Risiko fährt beim E-Bike mit (Rahmenbruch, Bremsversagen, Funkstörungen)

Der Normalverbraucher muss normalerweise mit dem leben, was er vom Händler in die Hand gedrückt bekommt. Für meinen Geschmack wird das "Prinzip Hoffnung" dabei gelegentlich stark strapaziert.

Auch aus Aluminium kann man wunderschöne und haltbare Fahrräder bauen. Nur stellt dieses Material deutlich höhere Ansprüche an Konstruktion, Fertigung und Montage als Stahl. Die Dauerfestigkeit von dem, was sich in Deutschland an Fahrrädern finden lässt, ist traditionell genügend häufig am Rande des für sicheren Gebrauch Zuträglichen. Und ich habe den Verdacht, dass immer noch nicht bis zum letzten Schrauber durchgedrungen ist, wozu die Angabe von Anzugsmomenten in Produktunterlagen gut ist.

Wären wir noch beim Werkstoff Stahl, dann würden Regeln wie "alle X Jahre den Vorbau und alle Y Jahre den Lenker wechseln" außerhalb des Profi-Sports nicht existieren. Da sich das Bauteile-Versagen bei Alu während der Fahrt nicht so deutlich ankündigt, dass man es zuverlässig bemerken könnte, können die Hersteller nur dann auf der sicheren Seite bleiben, wenn sie unter anderem die Bauteile vorsorglich in Prüfstandsversuchen mit Lasten quälen, die mit einigem Abstand über dem liegen, was im Fahrprogramm von Normalverbrauchern vorkommt. Es muss mehr Spielraum für die Fertigungsstreuungen bis hin zur Endmontage enthalten sein als bei Stahl.

Wie soll ein normaler Endkunde sich sicher sein, dass er konstruktiv bei dem Markenpedelec mit Alu-Rahmen, Alu-Lenker, Alu-Vorbau, Trekking-Gabel und gefederter Sattelstütze keine Niete gezogen hat? Das kann derzeit wohl nur mit ziemlich brutalen Testprozeduren einigermaßen sicher gestellt werden. Insofern bin ich Warentest+ADAC für die Testanforderungen, über die man im Einzelnen sicher streiten kann, deutlich weniger böse als jetzt mal wieder diverse deutsche Marken-Anbieter und Händler. Der Ärger ist zu einem Gutteil selbst verschuldet.

Mit meinem derzeitigen Pedelec würde ich jedenfalls nicht die Strecken nachfahren, die ich in den 80ern .. 90ern meinem Fahrrad im Harz zugemutet habe. Insbesondere nicht die etlichen 'zig Kilometer, die ich auf den Betonplattenwegen entlang der innerdeutschen Grenze zurückgelegt habe. Die in den Betonplatten. vorhandenen Längsschlitze sorgen für den ultimativen Rütteltest und würden vermutlich nicht nur die typische Standard-Trekkinggabel in kürzester Zeit an ihre konstruktiven Grenzen bringen.
Mein Händler hat damals um "das" Alurad einen weiten Bogen gemacht, schon weil er über seine Kollegen von einigen schweren Unfällen aus der Region wusste.

Ärger hat es selbst mit so trivialen Komponenten wie Kurbeln gegeben. Auch da kann der Konsument völlig legitim praktisch absolute Bruchsicherheit über die Lebensdauer des Fahrzeugs fordern. Und Warentest auf dem Prüfstand Beanspruchungen aufbringen, die mit dem vergleichbar sind, was athletische Erwachsene im angehenden Amateursport-Bereich in die Pedale stemmen, bis hin zum Wiegetritt. Man könnte allenfalls nach Nutzergewicht differenzieren, aber gerade in der Werbung wird dieses Thema allzu gerne ins Kleingedruckte verlagert.

Den Ratschlag von ADAC + Warentest, Räder mit hydraulischen Felgenbremsen zu bevorzugen, halte ich für eine praxisgerechte Einkaufs - Faustregel für den Normalverbraucher. Eine solche Faustregel sollte möglichst auch bei denjenigen funktionieren, die noch nie eine wirksame Vollbremsung mit dem Fahrrad hingelegt haben und weder in der Lage noch Willens sind, sich im Alltag um die Bremsanlage zu kümmern.
Bremsungen aus ab 50km/h aufwärts waren für mich im Harz schon innerorts im Sommer Alltag. Die touristischen Angebote fürs Leih-Pedelec führen aber auch in einigen Kilometern Entfernung von meinem derzeitigen vergleichsweise flach gelegenen Wohnort bei Bedarf über Strecken, auf denen man es gelegentlich mit um 50km/h abwärts rollen lassen kann. Untrainierte Zeitgenossen mit jenseits der 80kg Lebendgewicht werden von den Veranstaltern nicht ausgeschlossen. Und einige der Leih-Fahrzeuge haben einen offenen Rahmen ...

Dass da nicht wesentlich mehr Unfälle passieren, liegt nur daran, dass der untrainierte und/oder unerfahrene Zeitgenosse, der nicht weiß, an welchem Bremshebel er für leidlich kurzen Bremsweg ziehen muss bzw. der den Rücktritt für eine Vorrichtung zum sicheren Bremsen hält, es normalerweise langsam angehen lässt.
 
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cephalotus

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AW: Das Risiko fährt beim E-Bike mit (Rahmenbruch, Bremsversagen, Funkstörungen)

Bei Extra Energy kann ich aber nicht zustimmen. Zumindest in der Ausgabe von März, die ich neulich durchblättert habe, stellt sich der Extra Energy Test als reiner Ergonomie-Test dar. Ein Sicherheitstest erfolgt nicht. Ein Belastungstest der Komponenten erfolgt nicht. Etwas über elektromagnetische Grenzwerte wird man dort auch nicht finden.

Extra Energy macht keine Tests. Der Verein ist meiner Einschätzung nach auf die Spenden der wohlwollenden Industrie angewiesen und die (kostenlosen) Hefte dienen dazu, möglichst jedem Hersteller mindestens eins, bessere mehrere Siegel "Testsieger" zu verpassen. Deswegen gibt es auch soviele Kategorien. Zum Alibi nimmt man dann noch ein billiges Produkt und wertet dieses entsprechend ab...

Stiftung Warentest testet halt "irgendwas". Das ist bei Pedelecs nicht anders als bei Digitalkameras, Solarmodulen oder Flachbildfernsehern. Grundsätzlich herrscht nach jedem Test grandiose Verblüffung in den entsprechenden Fachforen, was die beauftragten Testlabore sich dabei wohl gedacht haben. Ich erinnere mich an einem Test von Systemkameras, wo man einfach die Objektive weggelassen hat.

Man mag es gut heißen, dass SWT einen anderen Blick auf die Dinge hat (wer testet sonst schon Fernseher auf den Bromgehalt oder Pedelecs nach den Emissionswerten von EM Strahlung), aber meistens kommen sie schon zu außerordentlich seltsamen Ergebnissen, zumindest in den Bereichen, wo eine aktive community existiert und man daher Vergleichswerte hat.

Im übrigen halte ich das Testen solcher Produkte mit kurzer Verfügbarekeit, schnellen Entwicklungszeiträumen und einem sehr breiten Angebot für ungeeignete Testobjkete einer vom Steuerzahler finanzierten Zeitschrift, die dem Allgemeinwohl verpflichtet ist. Weder bei Digitalkameras, noch bei Handys, noch bei Pedelecs ist die Stiftung Warentest auch nur annähernd in der Lage, den Markt abzubilden, sondern nimmt bestensfalls eine winzige Stichprobe.
Außerdem streite ich ihr und den beauftragten Testinstituten die Kernkompetenz ab.

Wenn die Test der Ansicht ist, dass Seilzugbremsen heute pauschal veraltet sind und man nur noch Fahrräder mit Hydraulikbremse kaufen soll, dann mag man das "erfrischend neu" nennen oder einfach nur eine vollkommen blödsinnige und falsche Vereinfachung.

Und wenn ein Testsieger beim nächsten Test plötzlich mangelhaft bekommt, dann muss man sich auch die Frage stellen, warum das so ist. Hat sich das produkt dramtisch verschelchtert oder sind die Testanforderung so unsinnig, dass man das Ergebnis genausogut auch auswürfeln könnte?

Woher die Anforderung kommt, dass man ein Pedelec in 3,5h aufladen können soll erschließt sich mir übrigens auch nicht.

Lade ich über Nacht sind 8h ausreichend. Lade ich auf Arbeit sind 8h ausreichend. Möchte ich unterwegs mittags zwischenladen, dann brauche ich 1 bis 1,5h Ladezeit, da sind auch 3,5h viel zu lang.
Mir erschließt sich die Empfehlung nicht. Kapiert das jemand?

Und wie man bei einem Pedelec heute nur 25km auf einer üblichen Strecke weit kommen kann kapiere ich auch nicht. Das sind mehr als 10Wh/km, wie soll man das als normaler Fahrer mit einem 25km/h Pedelec zustande bringen?
Und wenn der Normverbrauch wirklich größer 10Wh/km wäre, wieso kommen dann manche Räder 75km weit?

Schlussendlich noch die Empfehlung, sich doch "beraten" zu lassen.

Jaja, da wird dann der "Fachhändler" im Laden stehen und dem Käufer sagen: Nö dieses Modell erfüllt nicht die EM Verträglichkeit und dieses Modell fährt sich zwar prima, aber hatte neulich bei unserem privaten Belastungstest aller Pedelecs bei 37.000km einen Lenkerbruch, das nehmen Sie auch nicht und bei dem fehlen die hydraulischen Bremsen. Kaufen Sie sich doch lieber ein Auto nebenban, das ist sicherer.

Wie bitte soll man sich so eine "Beratung" denn vor stellen?

Dass selbst die "mangelhaften Pedelecs" sich prima fahren leugnet die Stiftung Warentest ja nicht. Gleichzeitig rät sie zur Probefahrt.

Also ich kapiere das nicht.

mfg

Naja, wenigstens hat der Autofahrerlobbyverein ADAC jetzt in allen Medien die gewünschten Schlagzeilen: "Viele Elektrofahrräder sind lebensgefährlich".

Gut gemacht.
 
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cephalotus

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AW: Das Risiko fährt beim E-Bike mit (Rahmenbruch, Bremsversagen, Funkstörungen)

Zur Ladezeit der Akkus: ein Akku z.B. aus Sony 2250V3 mit 37 V, 11 AH kann ich mit 10A laden, d.h. in einer Stunde habe ich den fast wieder voll; Winora bzw. Hercules brauchen für einen gleich großen, bzw. geringfügig größeren (13 Ah) Akku über 11 Stunden.

Dazu brauchst Du ein BMS, das 10A verträgt (bei Fertigprodukten wird man auch die Konion überwachen), ein Thermomanagement im Akku und ein entsprechend teures und schweres Ladegerät, das die 10A auch liefert. Das ist dann allerdings auch über einen Lüfter hörbar aktiv zu kühlen.

Ob es das ist, was der typische Pedeleckäufer nutzen, bezahlen, schleppen und ertragen möchte?

Zu allem Überfluss verkürzt es auch noch die Lebensdauer vieler Akkutypen signifikant.
 
blackjoe

blackjoe

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AW: Das Risiko fährt beim E-Bike mit (Rahmenbruch, Bremsversagen, Funkstörungen)

Extra Energy macht vor, wie man es besser macht und testet darüberhinaus auch einen repräsentativen Querschnitt aus allen Anforderungsbereichen und nicht nur Oma-Räder. Hier läßt der Schenkelhalsbruch allerdings grüßen.

Natürlich kann man auch einiges gegen Extra-Energy sagen; im Großen und Ganzen halte ich die Test von denen aber noch mit am brauchbarsten. Auch wenn es dort fast nur gute Ergebnisse gibt, mit insgesamt zwölf Testsiegern, man kann doch recht gut zwischen den Modellen und deren Stärken und Schwächen vergleichen. Die Anzahl der getesteten Modelle ist wesentlich größer. Auch beschränkt man sich nicht ausschließlich auf Damen-Fahrräder (die heute aus einsichtigen Gründen "Komfort-Räder" genannt werden). Von der Stabilität her ist diese Rahmenform nicht optimal; schade, dass die von mir gewählte Konfiguration von Test/ADAC nicht getestet wurde (Diamant-Rahmen und die kaum teurere XXL-Version). Und das, obwohl das Pflichtenheft Schwerst-Einsatz vorsah, vielleicht nicht unbedingt typisch für diese Art Rad aus dem ADAC-Test. Und warum unterscheiden sich bei der EMV die beiden Impulse-Motoren von Derby derart (Kalkhoff nur knapp über dem Grenzwert, und Raleigh granatenmäßig drüber?) Da liegt eigentlich bei dem Raleigh der Verdacht nahe, dass da ein Fehler vorlag. Bei mechanischen Defekten hat man dann ein Zweitexemplar getestet, nicht aber bei kritischem EMV-Test. Und das, obwohl man das als KO-Kriterium ansieht.

Derartige Unklarheiten und der Umstand, dass Test/ADAC nur einen sehr kleinen Teil des Angebots abdecken machen die Tests von ExtraEnergy für mich viel interessanter. Vielleicht liegt es ja auch an der Art des ADAC-Test, dass der Sieger von 2011 jetzt mit mangelhaft auf dem vorletzen Platz landete. Welchen Schluss, bitteschön, soll der potentielle Kunde daraus ziehen? Würfeln?

Vielleicht ist ein erfahrener Händler besser als derartige Tests. Denn der Händler will ja auch keinen Ärger mit Reklamationen und unzufriedenen Kunden, das kostet ihn Zeit und Geld. Und keiner ist näher dran an der Praxis als er. Wohlgemerkt, es sollte ein erfahrener Händler sein; ich habe mein Rad daher in der Nachbarstadt gekauft, obwohl das Rad auch bei uns direkt zu haben gewesen wäre.

Viele Grüße,

blackjoe
 
Kraeuterbutter

Kraeuterbutter

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AW: Das Risiko fährt beim E-Bike mit (Rahmenbruch, Bremsversagen, Funkstörungen)

(bei Fertigprodukten wird man auch die Konion überwachen), .

nicht unbedingt
Bosch überwacht ihre Konions in den Rotak-Akkus doch auch nicht (keine Einzelzellenüberwachung, kein BMS)
und
BionX hat - zumindest als sie früher noch die Konions einsetzten - auch kein BMS verwendet
 
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AW: Das Risiko fährt beim E-Bike mit (Rahmenbruch, Bremsversagen, Funkstörungen)

Und wie man bei einem Pedelec heute nur 25km auf einer üblichen Strecke weit kommen kann kapiere ich auch nicht. Das sind mehr als 10Wh/km, wie soll man das als normaler Fahrer mit einem 25km/h Pedelec zustande bringen?.

Bei meiner neuen Geschwindigkeitsregelung, die im Discountbereich weit verbreitet ist, werde ich die 10 Wh/km schaffen. Einfach den 1.Gang einlegen, Kadenz nach Wunsch treten und bis 25 kmh den Motor machen lassen.
 
AlfonsS

AlfonsS

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AW: Das Risiko fährt beim E-Bike mit (Rahmenbruch, Bremsversagen, Funkstörungen)

Man kann ja aus diesem test auch etwas lernen :ironie:

Also Tiefeinsteiger Fahrräder mit und ohne Motor sind nicht als Crossräder zu gebrauchen.

Durch den Test habe ich noch mal meim ADAC nachgesehen was zu den
3 S-Pedelecs +/- beim Bulls geschrieben wurde!
Negativ:
- keine Nabendynamo vorhanden
(wozu auch, 500 Watt Generator im Hinterrad)
- Ständer klappt schnell selbständig ein
(ist das nicht Vorschrift bei E-Bikes)
- Verschlussklappe zum laden des Akkus nur schwer entfernbar
(War die früher anders konstruiert als Heute?)
 
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Spessartradler

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vorne die billigste Tektro V-Brake. No Way. Und die V-Brake ist, wie mein Vorschreiber richtig ausgeführt hat, gerade gut genug, um die Mühle aus 25km/h in angemessener Zeit zum Stehen zu bringen, wenn man am Ziel angekommen ist.

Wenn die Kerle uns so'n Scheiss andrehen, auf dem sie selber ihre Kinder oder Partner nie rumfahren lassen würden, ist es nur hilfreich, sie im Test mal alle hintenrunter fallen zu lassen.

Kleiner Tipp:
Wenn die billige Tektro no way ist, dann schmeiss sie einfach in die Mülltonne.
Beim Rose gibt es für 12€ die Shimano Deore V-Brake, und die bremst wirklich gut.
 
S

sea u in denmark

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AW: Das Risiko fährt beim E-Bike mit (Rahmenbruch, Bremsversagen, Funkstörungen)

Mir hat der ganze Test nicht gefallen.
Schon die Voraussetzung, dass Pedelcs schneller sind als Fahrräder und deshalb bessere Bremsen brauchen, trifft einfach nicht zu.
Mit dem Billig-Pedelec (drei gute Bremsen) fahre ich mit 25 km/h. Mit dem Fahrrad (nur Rücktrittbremse) bin ich normalerweise 30 bis 40 gefahren. Natürlich habe ich deshalb schon als Kind gelernt, vorausschauend fast ohne Bremsen auszukommen. Wer anders fahren möchte (als Hochleistungssportler oder einfach gedankenlos), kann sich ja bessere Bremsen kaufen, aber ein Pedelec ist m.E. nicht schlecht, wenn es in seiner Eignung der von früher gewohnten Fahrweise entspricht - nur eben mit Rückenwind.

Abgesehen davon - Alu als Lenkermaterial ist m.E. ein Konstruktionsfehler, und auch für den Rahmen nur in Sonderfällen geeignet. Wenn diese unselige Mode bald vorbei ginge, wäre es mir recht. Auch die beliebten Einrohr-Rahmen widersprechen meinem Statik-Gefühl. Wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich mein Pedelec (mit dem ich aber durchaus zufrieden bin) gegen die Motorisierung eines alten Stahlrades tauschen. Das müsste dann aber neue Bremsen bekommen, weil ich durch die unvergleichlich besseren Billig-Bremsen des Billig-Pedelecs verwöhnt worden bin.

sea u in denmark
 
HeinzH.

HeinzH.

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Extra Energy macht keine Tests. Der Verein ist meiner Einschätzung nach auf die Spenden der wohlwollenden Industrie angewiesen und die (kostenlosen) Hefte dienen dazu, möglichst jedem Hersteller mindestens eins, bessere mehrere Siegel "Testsieger" zu verpassen. Deswegen gibt es auch soviele Kategorien. Zum Alibi nimmt man dann noch ein billiges Produkt und wertet dieses entsprechend ab...

Also die Siegel gefallen mir auch sehr gut, wertige Anmutung, klasse Arbeit der Designer. Besonders schön finde ich die neue Gold-Ausführung 2013 (z.B. hier: http://m.elektrobike-online.com/s-pedelecs/e-bike-test-bulls-green-mover-e45.753525.410636.htm).

Wobei die blaue-graue Siegel-Ausführung 2012 durch den noch detaillierteren Hintergrund auch sehr wertig erscheint, erinnert mich irgendwie an Geldscheine (z.B. hier: http://www.kalkhoff-bikes.com/de/de...iew/extraenergy-pedelec-awards-verliehen.html).

Stiftung Warentest testet halt "irgendwas". Das ist bei Pedelecs nicht anders als bei Digitalkameras, Solarmodulen oder Flachbildfernsehern. Grundsätzlich herrscht nach jedem Test grandiose Verblüffung in den entsprechenden Fachforen, was die beauftragten Testlabore sich dabei wohl gedacht haben. Ich erinnere mich an einem Test von Systemkameras, wo man einfach die Objektive weggelassen hat.

Man mag es gut heißen, dass SWT einen anderen Blick auf die Dinge hat (wer testet sonst schon Fernseher auf den Bromgehalt oder Pedelecs nach den Emissionswerten von EM Strahlung), aber meistens kommen sie schon zu außerordentlich seltsamen Ergebnissen, zumindest in den Bereichen, wo eine aktive community existiert und man daher Vergleichswerte hat.

Im übrigen halte ich das Testen solcher Produkte mit kurzer Verfügbarekeit, schnellen Entwicklungszeiträumen und einem sehr breiten Angebot für ungeeignete Testobjkete einer vom Steuerzahler finanzierten Zeitschrift, die dem Allgemeinwohl verpflichtet ist. Weder bei Digitalkameras, noch bei Handys, noch bei Pedelecs ist die Stiftung Warentest auch nur annähernd in der Lage, den Markt abzubilden, sondern nimmt bestensfalls eine winzige Stichprobe.
Außerdem streite ich ihr und den beauftragten Testinstituten die Kernkompetenz ab.

Wenn die Test der Ansicht ist, dass Seilzugbremsen heute pauschal veraltet sind und man nur noch Fahrräder mit Hydraulikbremse kaufen soll, dann mag man das "erfrischend neu" nennen oder einfach nur eine vollkommen blödsinnige und falsche Vereinfachung.

Und wenn ein Testsieger beim nächsten Test plötzlich mangelhaft bekommt, dann muss man sich auch die Frage stellen, warum das so ist. Hat sich das produkt dramtisch verschelchtert oder sind die Testanforderung so unsinnig, dass man das Ergebnis genausogut auch auswürfeln könnte?

Woher die Anforderung kommt, dass man ein Pedelec in 3,5h aufladen können soll erschließt sich mir übrigens auch nicht.

Lade ich über Nacht sind 8h ausreichend. Lade ich auf Arbeit sind 8h ausreichend. Möchte ich unterwegs mittags zwischenladen, dann brauche ich 1 bis 1,5h Ladezeit, da sind auch 3,5h viel zu lang.
Mir erschließt sich die Empfehlung nicht. Kapiert das jemand?

Also ich nicht, aber darum geht es gar nicht. Stiftung Warentest testet nun mal nach ihren Vorstellungen, die ja nicht unwissenschaftlich sind. Man kann durchaus Waverahmen so testen, wie man ein MTB oder ein viel gefahrenes Reiserad testen würde. Man könnte auch Pedelecs nach rein ökologischen Gesichtspunkten testen, da wäre das beste Pedelec vielleicht rein wissenschaftlich betrachtet das mit dem kleinsten Akku, wer weiß. Oder sozialökonomische Dinge in den Vordergrund stellen, z.B. wie gut die Arbeiter bezahlt werden, die die Einzelteile irgendwo in Asien fertigen und ob die Firmengebäude dort einsturzsicher sind, ist für die Leute dort ja auch möglicherweise eine sehr risikobehaftete Sache und derzeit durchaus aktuell.

9 von 16 getesteten Pedelec-Modellen sind durchgefallen, das scheint auf dem Fahrradgebiet bei SWT in etwa die übliche Quote zu sein, jedenfalls sind bei einem Test von Trekkingrädern im Jahre 2009 9 von sogar nur 15 Trekkingräder durchgefallen:

http://www.test.de/Trekkingraeder-Nur-drei-sind-gut-1772656-0/

Bezüglich der durchgefallenen Fahrräder hat man in der Vergangenheit von keinem Massensterben ihrer Pedaleure gehört, weshalb ich auch bei den durchgefallenen Pedelecs guten Mutes bin.
 
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HeinzH.

HeinzH.

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Moin,
eine parallele Diskussion wird z.Z. auch im Nachbarforum geführt: Klick!
Gruß aus Münster,
HeinzH.

Tut mir leid, aber ich habe nicht daran gedacht, daß seit kurzem die Rubrik "Dies&Das" vom www.rad-forum.de nur noch für Registrierte lesbar ist. O.k. nicht wenige sind, wie ich sehe, eh in beiden Foren registriert....
Bis später,
HeinzH.
 
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AHJansen

AW: Das Risiko fährt beim E-Bike mit (Rahmenbruch, Bremsversagen, Funkstörungen)

Das ist ja wieder typisch Deutsch. An einer guten Idee wird erst einmal alles Schlechte gesucht. An sich ist das Leben selbst ja das größte Risiko :) Spaß beiseite. Die Räder sind nicht günstig und dafür muss man schon mal Sicherheit verlangen können, auch wenn aus den Berichten nicht hervorgeht, wie es zu den einzelnen Problemen gekommen ist. In den Bedienungsanleitungen wird z.B. oftmals darauf hingewiesen, dass die Räder nicht auf dem Kopf stehend transportiert werden sollen. Wer da auf die Idee gekommen ist den Funk von Polizei und Krankenwagen in der Nähe eines EBikes zu testen, Hut ab - der hat Phantasie.
 
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