Das Risiko fährt beim E-Bike mit (Rahmenbruch, Bremsversagen, Funkstörungen)

Diskutiere Das Risiko fährt beim E-Bike mit (Rahmenbruch, Bremsversagen, Funkstörungen) im Kaufberatung Forum im Bereich Fertig-Pedelecs; AW: Das Risiko fährt beim E-Bike mit (Rahmenbruch, Bremsversagen, Funkstörungen) Geh mal in den Aldi. Da wird immer der selbe Waverahmen-Mist...
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Üps

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AW: Das Risiko fährt beim E-Bike mit (Rahmenbruch, Bremsversagen, Funkstörungen)

. Es ist ein Teufelskreis: die Verbraucher kaufen es, weil kaum anderes angeboten wird und die Industrie behauptet, die Kunden wollten genau diese Bauart. Vergleicht einmal die Bilder von den getesteten Rädern: die Rahmen unterscheiden sich nur durch Lackierung und Dekor, man gewinnt den Eindruck, sie stammen alle aus demselben Werk. Was vermutlich auch zutrifft.
Geh mal in den Aldi. Da wird immer der selbe Waverahmen-Mist verkauft. Aktion war irgendwann Ende März, Anfang April?
Jetzt steht immer noch eines von 2 herum. Das andere ging letzte Woche zum Kampfpreis von 499 an der Kasse vorbei. Beliebte angebote sind bei Aldi und Lidl normalerweise in 1-2 Tagen weg, wenn nicht gar sofort. Vor allem bei solch geringen Stückzahlen.

Kontrast dazu: Letztes Jahr bei Real: Da wurde der Mifa-Volksschrott (ähnliches Rad, 24V-Motor, beschissener Akku) verkauft. Um die in etwa gleichwertige Variante mit billiger 21Gang-Kettenschaltung und Trapezrahmen hätten die Kunden sich fast geschlagen. Die Variante mit Waverahmen, Nabenschaltung, Rücktritt hat man schon lange vor Ende der Veranstaltung versucht, verbilligt noch irgendwie los zu bekommen, weil man merkte, dass das offensichtlich schwierig wird.
 
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Pöhlmann

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AW: Das Risiko fährt beim E-Bike mit (Rahmenbruch, Bremsversagen, Funkstörungen)

Wenn Warentest und der ADAC in einem Boot sind, ist diese Kombination schon etwas ernster zu nehmen.

Nicht dass ich dem Test in allen Disziplinen Recht gebe, aber auch Fahrrad - Sachverständige halten das, was dort zu Tage gefördert wurde, teils für bedenkenswert.

SWR Marktcheck schrieb:
Der Gutachter Dirk Zedler vom Zedler-Institut für Fahrradtechnik erklärt dazu: "Die Fahrstabilität kann anhand von Prüfungen eingeordnet werden, diese Prüfungen gibt es seit 20 Jahren am Markt, im sportlichen Fahrradbereich, sprich Rennräder, Mountainbikes, sind diese Prüfungen etabliert, da wird weltweit danach gefertigt, geprüft, und Fahrräder die diese Prüfungen nicht gut abschneiden, kommen gar nicht mehr auf den Markt."

Auch ein gerade veröffentlichter ADAC-Test gibt dem Gutachter Recht: Der Lenker schaukelt bergab.
Der Warentest hat auch zu Tage gefördert, dass die Branche die Pflicht zur EG-Konformitätserklärung teils über etliche Jahre ignoriert hat. In NRW und Niedersachsen haben schon einige Fahrradläden Besuch bekommen (vermutlich von der Gewerbeaufsicht).

Die Branche sieht sich durchaus unter Druck. Ich hoffe, dass die "Arbeitsgruppe 5" möglichst bald und praxisgerecht zu Potte kommt.
 
Trebbler

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AW: Das Risiko fährt beim E-Bike mit (Rahmenbruch, Bremsversagen, Funkstörungen)

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Die Branche sieht sich durchaus unter Druck. Ich hoffe, dass die "Arbeitsgruppe 5" möglichst bald und praxisgerecht zu Potte kommt.
Warum? Solange z.B. E-radzeitschriften gekauft werden die Pressetexte leicht abändern und dies dann als redaktionellen Beitrag ausgeben funktioniert das System doch.
Die von Dirk Zeidler angesprochenen Räder werden üblicherweise von Leuten gekauft die sich auskennen und sich nicht über bestimmte Radzeitungen informieren. Die Rahmen vieler Sporträder werden professionell in Rennen gefahren. Da wären Teile die auch nur den Verdacht haben nicht dauerhaltbar zu sein nicht lange auf dem Markt. Selbst superleichte Radsätze sind auch bei 90kg Fahrern dauerstabil. Die dicke, schwere Felge meines BionX Hinterrades musste dagegen schon ausgetauscht werden. Übrigens: Vorderrad am Kalkhoff mit Reifen: 3,6 kg. Vorderrad am Renner, ebenfalls mit Reifen: 1,2 kg. Und ich trau dem superleichten Radsatz mit 16 Speichen vorne mehr zu als den schweren Laufrädern mit 32 Speichen am Pedelec.
Wie der Markt in dem Segment funktioniert kann man z.B. sehr schön bei der Ankündigung des 2014 Impulse Antriebs an Kalkhoffrädern sehen. Oder warum lese ich immer wieder die selben Formulierungen in redaktionellen Beiträgen.
Ja...Nö ...Klar, die Formulierungen sind alternativlos oder auch zufällig von vielen so gewählt.
DAss NRW anfängt bei Pedelechändlern mal Kontrollen durchzuführen hilft vieleicht weiter die Qualität vieler Pedelecs zu steigern. Auch wenn die wohl nur nach nem CE Zeichen suchen.
 
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Düserin

AW: Das Risiko fährt beim E-Bike mit (Rahmenbruch, Bremsversagen, Funkstörungen)

Der Warentest hat auch zu Tage gefördert, dass die Branche die Pflicht zur EG-Konformitätserklärung teils über etliche Jahre ignoriert hat. In NRW und Niedersachsen haben schon einige Fahrradläden Besuch bekommen (vermutlich von der Gewerbeaufsicht).
Woow, sowas ist aber auch echt unangenehm, wenns rauskommt. Es sei denn du bist schon so etabliert, dass dir das nicht mehr allzu doll schaden kann...
 
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Pöhlmann

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AW: Das Risiko fährt beim E-Bike mit (Rahmenbruch, Bremsversagen, Funkstörungen)

Die Kontrolle der Konformitätserklärung ist das dünne Brett, was die Gewerbeaufsicht mit wenig Aufwand bohren kann. Es bleibt die Frage, ob die Technik nachgeprüft wird.
 
Trebbler

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AW: Das Risiko fährt beim E-Bike mit (Rahmenbruch, Bremsversagen, Funkstörungen)

Nö, die Technik wird ja nur auf Normgerechtigkeit überprüft.
Die CE Prüfung ist wirklich nur ein "Hilfskonstrukt" für die Controlleure.
Vor allem weil dieses CE Zeichen nun wirklich einfach aufzukleben ist.
Problematischer ist´s dann für den Händler derz.B. mal eben einen passenden Vorbau für den Kunden montiert. Damit ist die CE schon nicht mehr gültig, außer der Hersteller hat genau diesen Vorbau freigegeben.
Oder: An den Lenker kommen die so beliebten Hörnchen dran...oder oder oder
Es geht dann wieder die Diskussion los: Ist der neue Anbau eine wesentliche Änderung und wird der Radhändler damit zum Hersteller?
Insofern versteh ich die Händler, wenn sie´s nicht mehr blicken. Für den Hersteller wärs aber kaum ein Problem einen "Katalog" mitzugeben mit den zugelassenen Teilen. Vor allem da es keine Norm verlangt, das Zusammenspiel der Teile intensiv zu prüfen.
Gleichzeitig wäre es aber auch ein Schutz der Fachhändler vor Kistenschiebern wenn hier etwas genauer hingeschaut würde.
 
Fahrradfreund

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AW: Das Risiko fährt beim E-Bike mit (Rahmenbruch, Bremsversagen, Funkstörungen)

. Vor allem da es keine Norm verlangt, das Zusammenspiel der Teile intensiv zu prüfen.
Gleichzeitig wäre es aber auch ein Schutz der Fachhändler vor Kistenschiebern wenn hier etwas genauer hingeschaut würde.
Das Zusammenspiel von Teilen unterliegt schon einer Pflicht. Die Hersteller sind verpflichtet den Markt zu beobachten indem Ihre Produkte angebaut werden. Sie können sich nicht aus der Verantwortung ziehen wenn etwas passiert, was mit der nicht ordnungsgemässen Wirkweise Ihres Produktes zusammenhängt. Hierbei geht es um das Zusammenspiel verschiedener miteinander verbundener Produkte. Die Geschädigten können Ansprüche gegen den Hersteller (Produkthaftung) einklagen.
 
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dietzekall

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AW: Das Risiko fährt beim E-Bike mit (Rahmenbruch, Bremsversagen, Funkstörungen)

Die Bikes werden von Stiftung Warentest "kaputtgeprüft"...

log.zeit.de/fahrrad/2013/09/05/stiwa-fahrradbranche-testverfahren/
 
Trebbler

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Das Zusammenspiel von Teilen unterliegt schon einer Pflicht. Die Hersteller sind verpflichtet den Markt zu beobachten indem Ihre Produkte angebaut werden. Sie können sich nicht aus der Verantwortung ziehen wenn etwas passiert, was mit der nicht ordnungsgemässen Wirkweise Ihres Produktes zusammenhängt. Hierbei geht es um das Zusammenspiel verschiedener miteinander verbundener Produkte. Die Geschädigten können Ansprüche gegen den Hersteller (Produkthaftung) einklagen.
Schon richtig, darum auch immer de selben Aussagen:
Hatten wir noch nie,..... ist ein Einzellfall,.... Sie sind der Erste......Da wurde manipuliert......

Dann ist die Produkthaftung eine "lame duck". Du als Kunde musst beweisen, dass hier ein Konstruktionsfehler vorliegt....GEHT NICHT. Der beste Beweis für meine Aussage: Die Diskussion um den Test der Stiftung Warentest. Nimm einfach mal an, der Lenker bricht weil der Vorbau zu fest angeschraubt ist....nun Beweis das mal nach 2 Jahren, dass dies nicht irgendwer war sondern der Schrauber im Werk falsch eingestellt war.
Oder war schon mal jemand mit einem Rahmenbruch nach 7 Monaten beim Fachhändler? Auf solche Ideen kommst du gar nicht, was dir hier alles vorgeworfen wird neben dem: Sie sind der erste...hatten wir noch nie...seit 10 Jahren ist noch nie was passiert.....
Bin ja seit jahrzehnten beruflich recht dicht dran an dem Thema. Kenne keinen einzigen-für den Kunden-erfolgreichen Fall zur Produkthaftung...(nicht Produkteigenschaften)
Auch an der Diskussion hier und an der erfolgreichen Lobbyarbeit in der Presse ( oder schaltet STW auch Anzeigen? ) sieht man, dass wieder nichts dazugelernt wird.
 
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Jacksonx

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AW: Das Risiko fährt beim E-Bike mit (Rahmenbruch, Bremsversagen, Funkstörungen)

Schon richtig, darum auch immer de selben Aussagen:
Hatten wir noch nie,..... ist ein Einzellfall,.... Sie sind der Erste......Da wurde manipuliert......

Dann ist die Produkthaftung eine "lame duck". Du als Kunde musst beweisen, dass hier ein Konstruktionsfehler vorliegt....GEHT NICHT. Der beste Beweis für meine Aussage: Die Diskussion um den Test der Stiftung Warentest. Nimm einfach mal an, der Lenker bricht weil der Vorbau zu fest angeschraubt ist....nun Beweis das mal nach 2 Jahren, dass dies nicht irgendwer war sondern der Schrauber im Werk falsch eingestellt war.
Oder war schon mal jemand mit einem Rahmenbruch nach 7 Monaten beim Fachhändler? Auf solche Ideen kommst du gar nicht, was dir hier alles vorgeworfen wird neben dem: Sie sind der erste...hatten wir noch nie...seit 10 Jahren ist noch nie was passiert.....
Bin ja seit jahrzehnten beruflich recht dicht dran an dem Thema. Kenne keinen einzigen-für den Kunden-erfolgreichen Fall zur Produkthaftung...(nicht Produkteigenschaften)
Auch an der Diskussion hier und an der erfolgreichen Lobbyarbeit in der Presse ( oder schaltet STW auch Anzeigen? ) sieht man, dass wieder nichts dazugelernt wird.
Kann ich so gar nicht bestätigen. Hatte nach 3 Jahren einen Rahmenbruch an meinem Downhill Bike. Mein ZEG Händler hat das so hingebogen bekommen das ich sogar nach diese Zeit auf Kulanz einen neuen bekommen habe...
 
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Pöhlmann

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Kann ich so gar nicht bestätigen. Hatte nach 3 Jahren einen Rahmenbruch an meinem Downhill Bike. Mein ZEG Händler hat das so hingebogen bekommen das ich sogar nach diese Zeit auf Kulanz einen neuen bekommen habe...
Die Produkthaftung betrifft nicht den Austausch fehlerhafter Teile am Kaufgegenstand, sondern die Folgeschäden beim Gebrauch. (wikipedia: Produkthaftung)

Siehe den in SWR Marktcheck und WDR geschilderten Fall mit dem Tiefeinsteiger-Pedelec, welches wegen instabilen Fahrverhaltens seinen Reiter abgeworfen hat. Der Mann ist inzwischen ein Schwerstpflegefall und muss aufwändig gegen den Hersteller prozessieren, auch wenn das instabile Fahrverhalten auch bei Warentest + ADAC aufgefallen ist, wenn auch unter "ferner liefen" nach subjektivem Eindruck der Testfahrer. Das kann man zwar auch messen, was z.B. das Tour-Magazin seit etlichen Jahren bei Rennrädern durchführt. Aber Warentest + ADAC sind bei den Testkriterien ja nicht sonderlich innovativ gewesen.

Der schwarze Peter für unzureichende Testkriterien liegt für mich nicht zuletzt bei den Herstellern, wie das auch im Fahrrad - Blog der Zeit erwähnt wird (Link in #589 war kaputt). Bin mal gespannt, was bei den dort erwähnten Anstrengungen der ZEG herauskommt.
 
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Jacksonx

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AW: Das Risiko fährt beim E-Bike mit (Rahmenbruch, Bremsversagen, Funkstörungen)

Nicht richtig gelesen. Sorry, Thema verfehlt xD
 
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Das Risiko fährt beim E-Bike mit (Rahmenbruch, Bremsversagen, Funkstörungen)

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