Cowboy, Ampler, Cube o.ä.

Diskutiere Cowboy, Ampler, Cube o.ä. im Kaufberatung Forum im Bereich Fertig-Pedelecs; Guten Morgen zusammen, ich bin ganz neu hier und hoffe auf eure Unterstützung. Ich habe im Forum schon so einiges gelesen aber ein paar Fragen...

nevyen

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Guten Morgen zusammen,

ich bin ganz neu hier und hoffe auf eure Unterstützung. Ich habe im Forum schon so einiges gelesen aber ein paar Fragen sind trotzdem noch offen.

Erst einmal zu mir: Ich habe überhaupt keine Vorerfahrungen mit E-Bikes und bin bisher nur "normale" Fahrräder gefahren. Aktuell fahre ich ein Cube Pure Nature. Mit diesem bin ich auch nicht so richtig glücklich. Nach dem wir nun von Göttingen in das Karlsruher Umland gezogen sind, möchte ich mit dem Rad auch nicht den Weg zur Arbeit zurück legen.
Deswegen möchte ich mir gerne ein E-Bike anschaffen (vielleicht auch ein GravelBike ohne E). Diese Idee reift schon sehr lange in meinem Kopf und ich bin ein wenig an dem Cowboy hängen geblieben.
Gestern waren wir dann im Fachhandel und ich konnte ein Axesss Force probefahren. Hier hat mir die Unterstützung auch schon ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Das macht die Entscheidung jetzt nicht viel einfacher.

Mir ist Bewusst, dass das Axess durchaus eine andere Zielgruppe hat als das Cowboy. Da die Wahl eines Fahrrads ja auch stark von der Strecke abhängig ist, möchte ich euch diese natürlich nicht vorenthalten.

Die Pendelstrecke zur Arbeit sind ca. 20 km pro Strecke. (Bei der Arbeit darf ich meinen Akku auf jeden Fall nicht laden.) Das Höhenprofil habe ich mal als Bild dazu gepackt.
höhe.PNG

Auf einem der drei Wege liegt ein eher schlechter Feldweg. Dieser ist ca. 300 m lang und geht dabei auch noch bergauf/bergab. Ich habe euch hier mal ein Bild raus gesucht, in welche Richtung der Feldweg geht. Ich würde den Zustand als eher schlechter als auf dem Foto beschreiben. Blöderweise liegt dieser halt auf der kürzesten Strecke...

Damit kommen wir auch schon zu meiner ersten offenen Frage: Kann man mit dem Cowboy auch solche Wege fahren oder lasse ich direkt die Finger davon, weil man es eh nur auf geteerten Straßen bewegen kann?

Am Wochenende darf es auch gerne mal Rausgehen und längere Strecken auf dem Plan haben. Vielleicht geht es auch mal in den nahe gelegenen Schwarzwald.
Und da ist schon meine zweite Frage:
Was passiert wenn dem Cowboy der Saft ausgeht? Fahre ich dann ein ganz normales SingleSpeed oder muss ich noch gegen den Motor ankämpfen? Bzw. was passiert wenn ich Bergab schneller als 25 km/h fahre?

Beim Axess konnte mir der Verkäufer zumindest mitteilen, dass dieses einen Freilauf hat.

Meine Freundin liebäugelt mit dem Ampler, für Sie gilt aber ca. die gleiche Strecke. Da die Motoren bei Ampler und Cowboy (meiner Einschätzung nach) doch sehr ähnlich sind, würde ich die Fahrräder einfach mal als gleich betrachten.

Ich hoffe ich habe euch jetzt nicht zu viele Informationen gegeben und ihr könnt mein Dilemma ein wenig verstehen.

Ich freue mich auf eure Erfahrungen und eine angeregte Diskussion :)

Viele Grüße
 
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nevyen

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Wie ich grad in einem anderen Thread gelesen habe, ist das Cowboy nur bis 110 kg zugelassen. Da liege ich mit meinen 115 - 120 kg aktuell leider drüber. Aber deswegen soll es ja ein neues Rad geben um mit dem Pendeln zusätzlich etwas am Gewicht zu arbeiten.
 

Vito

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Hallo nevyen,

Die 110 kg beim Cowboy beziehen sich auf das Gesamtgewicht. Also Fahrrad plus Fahrer plus Gepäck.

Für die beschriebene Strecke würde ich schon eher nach einem Rad mit Federgabel und / oder breiten Reifen sowie Gangschaltung schauen.

Gruß
Stefan
 

mercador

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Wegen der Strecke (schlechte Wege) und vor Allem wegen Deines Eigengewicht würde ich Dir von dem Cowboy auch abraten - ich habe eines und es macht wirklich nur auf relativ guten Wegen richtig Spaß. Es ist meiner Meinung nach eher ein Rennrad als ein MTB/Treckingrad.

Zu den anderen Fragen: Wenn das Cowboy leer ist, hast Du eine Single-Speed mit ziemlicher Übersetzung - einen Berg kommst du damit kaum noch hoch. Zusätzlichen Widerstand hast Du nicht - bin neulich 30km einen Flußauennweg entlanggefahren und das ging super ohne Strom - bis zum ersten kleinen Anstieg....
Das Access hat doch den Performance CX-Motor drin - der entkoppelt meines Wissens nicht vollständig, aber der Widerstand soll wohl gegenüber den früheren Generationen deutlich reduziert sein.
Für Ampler gilt bezüglich der Wege das Selbe wie für's Cowboy - Starrgabel - kann man machen - muss man aber nicht ;-) Außerdem ist auch da die Zuladung begrenzter. Bei Deinem Gewicht solltest Du auf jeden Fall ein robustes Bike holen - ein bisschen Gepäck willst Du ja auch mal noch mitnehmen können.
 

nevyen

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Hallo vielen Dank für eure Ratschläge hier.

wir waren Freitag noch beim Freundlichen und haben uns dort auch noch beraten lassen.

Für meine Freundin ist es jetzt ein Falter E9.9 geworden.
Für mich haben wir ein Morrison E 7.0 Cross (natürlich nicht als Trapez) gekauft.
Beides 30% günstiger als die angegeben UVP.

Wir haben mit den Rädern jetzt schon knapp 200 km gefahren und sind hellauf begeistert. Und auch unsere Wahl hat bis jetzt auf allen Strecken gut funktioniert.

Aber ich danke euch, dass ihr mich bestätigt. Ich glaube auch, dass das Cowboy und das Ampler einfach für die Strecken nichts wären.

Zudem sagt der Bosch bei meiner Freundin, dass sie damit bis zu 180 km (Eco) fahren kann. Dagegen sind die 70 vom Cowboy ja ein Witz. Ich komme leider nicht auf so viele KM :-(.

Ansonsten lassen sich die Räder auch ohne Motor gut bewegen. Sie sind halt einfach schwer.

Ich möchte nochmal allen Danken, die sich die Zeit genommen haben hör zu lesen und zu antworten.

Ich freue mich auf die Zeit mit E-Bike und hier im Forum. (Habe schon viele spannende Threads gefunden).

Viele Grüße
 

Ronny_HB

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Haat auf alle Fälle die richtige Wahl getroffen.

Aber den ECO Modus kannst du nicht mit dem Cowboy vergleichen. Beim Bosch eher den zweithöchsten Unterstützung Modus.
Und dann kommt Deine Freundin eher auch nicht weiter als 70 km, wenn überhaupt.

Ansonsten hätte ich gesagt, 300 Meter Feldweg , währen jetzt nicht das Problem gewesen. Klar, Spaß macht es nicht, aber währe gegangen.

Aber von Deinem Gewicht her und ich denke, bei euch ist doch etwas Bergiger hast du die bessere Wahl getroffen.
Wie mein Vorschreiber schon schrieb, das Cowboy ist eher mit nem Rennrad zu vergleichen.
Absolut starr, gibt jeden Schlag weiter und bei gut 3 bar Reifendruck ist es eher für gut ausgebaute Wege gedacht.

Also, dann ganz viel Spaß mit euren ebike. denn Spaß machen sie eigentlich alle.
Ist halt ne Erweiterung des Radfahrens und ist klasse 👍👍👍
 

nevyen

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@Ronny_HB vielen Dank für dein Feedback,

nach jetzt fast 1000 km sind wir auch mehr oder weniger Glücklich über unsere Entscheidung.

Ich selber hätte mehr wert auf ein besseres Bremssystem legen dürfen. Aber ich komme zum Stehen von daher passt das schon.

Mit dem Rad meiner Freundin sind wir im Prinzip auch zufrieden. Ärgerlich ist nur, dass sie mit dem ActiveLine den deutlich schwächeren Motor hat. Wenn ich dann neben ihr den Berg hoch fahre ist das schon wieder ziemlich unfair.
 

Eloya

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Hallo,

Räder wie das Cowboy, Ampler oder Van Moof sind aus meiner Sichtweise klassische Stadträder mit je nach Hersteller mehr oder weniger großem Fashion Victim Style Anteil (beispielsweise das Licht des Van Moofs beispielsweise).

Für die angepeilten Höhenmeter und einfache Strecke würde ich zu einem Rad mit Federgabel vorne, Sattelstützenfederung, gescheiter Gangschaltung und Bremsen beraten. Gepäckträger ist bestimmt nicht verkehrt. Also klassisches Touren- oder Trekkingad. Gravelbike geht aus sportlicher Sicht natürlich auch, aber das ist ja eine grundlegende Entscheidung: Pedelec vs. Sportrad und das kann ja nur der TE entscheiden.

LG,

Nico
 
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