City/Urban Bike als Autoersatz

Diskutiere City/Urban Bike als Autoersatz im Kaufberatung Forum im Bereich Diskussionen; Hallo Zusammen, ich bräuchte mal etwas Kontra und/oder Bestätigung zu meinen aktuellen Überlegungen und nachdem ich hier schon sehr viel Input...
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Neander

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Hallo Zusammen,

ich bräuchte mal etwas Kontra und/oder Bestätigung zu meinen aktuellen Überlegungen und nachdem ich hier schon sehr viel Input bekommen habe dachte ich mir erstelle ich trotzdem mal noch einen eigenen Thread.

Die Grundlage:
Ich wohne in Köln, bin 28 und seit Jahren (sicher 10+) kein Fahrrad mehr gefahren. Meine Grundfitness ist Verbesserungswürdig und eher Kräftig gebaut. Jetzt gebe ich demnächst mein (Firmen)Fahrzeug ab und suche neben ÖPNV zusätzliche Mobilität. Dabei geht es nicht um feste Arbeitswege (theoretisch 11km einfach) da ich normal (außerhalb der Corona Zeit) Auswärts und/oder von zu Hause und selten aus dem Büro arbeite sondern um spontane Fahrten in die Stadt für Einkäufe, Ausgehen etc. was man halt vorher spontan mit dem Auto gemacht hat. Jobrad ist vlt. eine Option wenn die Firma damit mal aus dem Knick kommt, sonst Barkauf.

Was habe ich mir bisher angeschaut:
Zunächst hatte ich mich auf ein R&M Delite eingeschossen, dann ins andere Extrem zu den superleichten Rädern. Ich lande am Ende auch irgendwie immer bei den Luxus Varianten (egal bei was...). Nach viel Einlesen sind da dann das Specialized Vado SL und das Geos in den Fokus gerückt, Räder wie Coboc etc. schrecken wegen dem fehlenden Drehmomentsensor etwas ab. Probefahren konnte ich solche Räder aber noch nicht. Heute war ich nun das erste Mal Probe fahren und konnte das Vado SL 5.0 das Vado 5.0 sowie ein R&M Charger Probe fahren.

R&M Charger ist direkt nach 20 Minuten Fahrt rausgeflogen ist da das Verhalten des Bosch Motors mit massiv Schub und dann harte Wand einfach super unnatürlich war. Der Tour/Eco Modus minderten das zwar ab aber jenseits oder ohne Unterstützung war das halt einfach ein Panzer. Sicher nett für hüglige Ausfahrten und das Gesamtpaket mit Nyon war sehr nett aber irgendwie over the top für die Stadt.

Vado 5 hat dann sehr positiv überrascht und war wesentlich natürlicher in der Unterstützung. Das SL hat mir aber tatsächlich am Besten gefallen da schön agil mit guter Unterstützung und auch ohne Motor sehr gut zu bewegen. Mit einer gefederten Sattelstütze und einem gescheiten Sattel fährt man damit sicher auch nochmal eine ganze Spur komfortabler. Nur das Bremssystem fand ich arg Schwach im Vergleich zu den XT Systemen des R&M oder des normalen Vados.

Die Entscheidung oder Alternative?:
Nun eigentlich wäre es nun das SL aber da ist ja noch das Geos. Erst habe ich es wegen des hohen Preises ausgeschlossen, rechne ich aber so Sachen wie den Brooks und den ShockStop hinzu ist der Preisunterschied auf einmal nur noch bei ca. 300-400€ bei Kette. Die Option mit Pinion (C12) und Riemen sind auch hier noch sehr interessant da noch Wartungsärmer (dann aber auch 1.300€ mehr...). Dafür bekommt man aber mMn auch Teile dem Preis angemessen sind wie zB. eine MT4/5 Bremsanlage. Das Geos lässt sich ja leider außerhalb von Berlin nicht wirklich Probe fahren, ist ein Nischenhersteller und die Erfahrungen sind sehr Dünn. Mit einem vergleichbaren Nabenantrieb und Pinion konnte ich auch noch nichts zum testen finden

Die Vernunft sagt, das Vado SL + Anbauteile ist schon teuer genug. Das Geos reizt aber ob der besseren Technik, schreckt aber wegen beinahe Null Erfahrungswerten ab. Dazu sind 6,5k€ für ein City Bike "sportlich". Wie wäre eure Meinung/Erfahrung hier? Oder vlt Alternativen die ich nicht berücksichtigt habe bisher?
 
Vito

Vito

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Nur eine kleine Berichtigung, alle Coboc-Räder verfügen selbstverständlich auch über einen Drehmomentsensor.
 
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Neander

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Nur eine kleine Berichtigung, alle Coboc-Räder verfügen selbstverständlich auch über einen Drehmomentsensor.

Danke :) Eigentlich wollte ich auch auf Desiknio hinweisen, deren Namen mir spontan nicht eingefallen ist. Natürlich habe ich dann einen der Hersteller spontan genommen die das "Problem" gar nicht haben
 
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hansmeier2018

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etzt gebe ich demnächst mein (Firmen)Fahrzeug ab und suche neben ÖPNV zusätzliche Mobilität. Dabei geht es nicht um feste Arbeitswege (theoretisch 11km einfach) da ich normal (außerhalb der Corona Zeit) Auswärts und/oder von zu Hause und selten aus dem Büro arbeite sondern um spontane Fahrten in die Stadt für Einkäufe, Ausgehen etc. was man halt vorher spontan mit dem Auto gemacht hat.
Habe gerade erst das gleiche durch und schreibe vielleicht darum mal meine damaligen Prioritäten auf.

Mein Ebike ersetzt bei mir das Auto und auch großteils öpnv. Dafür musste es aber auch wirklich Alltagstauglich sein, heißt:

1. Schutzblech
2. Eine robuste Gepäckträgerlösung mit ich einen Wocheneinkauf bequem stemmen kann -> komplett voller Einkaufswagen, wasserdicht Sachen transportieren
3. Ich kann das Rad überall abstellen, also ein gescheites Schloss oder nicht zu teures Rad
4. Licht
5. Ich kann es auch bei Regen vor die Tür stellen und muss es nicht dauernd in die Wohnung tragen
6. Wenn ich einen Helm aussetze muss ich ihn beim Rad lasssen können auch bei Regen.
7. Falls mal was kaputt geht, muss ich oder die Werkstatt es zeitnah reperieren können.

Das ist mir mit meinem Selbstumbau sehr gut gelungen und läuft einwandfrei.
Zusätzlich zum Ebike habe ich noch ein normales Rennrad, was ich immer nutze wenn es nicht regnet oder ich einkaufen gehen muss.

Das ganze kann man aber auch super mit einem Fertigbike erreichen.


Jobrad ist vlt. eine Option wenn die Firma damit mal aus dem Knick kommt, sonst Barkauf.
Ich rate zum Barkauf, die Ersparungen sind minimal (15%) und das Risiko dass es wesentlich teurer wird doch in deinem Alter ziemlich hoch.


Die Vernunft sagt, das Vado SL + Anbauteile ist schon teuer genug. Das Geos reizt aber ob der besseren Technik, schreckt aber wegen beinahe Null Erfahrungswerten ab. Dazu sind 6,5k€ für ein City Bike "sportlich". Wie wäre eure Meinung/Erfahrung hier? Oder vlt Alternativen die ich nicht berücksichtigt habe bisher?
Für mich Viel zu Viel wie willst du 3. lösen.

Denk erstmal an den Alltag und was du braucht?
Wie willst du damit einkaufen fahren? (2.)
Meine Schmerzgrenze wäre mit allen zusätzen bei 3500 oder bis 4500 Euro.
Das ist immernoch ein Fahrrad und kein Auto.
 
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Neander

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Danke bereits für den Input

Zu Punkt 2:
Die Träger der bisher betrachteten Räder schaffen meist 15kg. Dann ist eh auch schnell das Systemgewicht erreicht. Für meine Einkäufe reicht das aber auch völlig aus in Standard Satteltaschen oder gar nur ein Rucksack. Das meiste mache ich auch heute schon zu Fuß. Mit Auto (dann Rad) sind nur die größeren / speziellen Läden interessant wo ich dann aber auch nur ausgewählte Sachen transportieren muss. Sei es mal die Kaffeerösterei, das Weindepot etc.. Getränke lasse ich in Zukunft direkt liefern und sind mit dem Fahrrad ohne Anhänger eh uninteressant. Da ich lieber und viel frisch kaufe habe ich noch nie einen vollen Einkaufswagen irgendwo unterbringen müssen. Die Regel ist maximal ein voller Einkaufskorb ;)

Dein 3. Punkt ist doch mit jedem besseren/neueren Bike ein frommer Wunsch in der Großstadt. Köln ist zumindest schon Mal nicht Berlin aber eben trotzdem Großstadt. Gegen Diebstahl in der Großstadt hilft am Ende doch nur ein uralt Rostbike das niemanden interessiert. Ein gutes Falt- oder besser Bügelschloss möglichst intelligent angebracht hilft zwar aber verhindert es im Zweifel nicht. Wer das Rad will bekommt es, die Akkuflex geht im Zweifel überall in Sekunden durch, ein mit Hebel ansetzbarer Bolzenschneider ebenso. Einem Geos würde ich da wegen der Unscheinbarkeit vlt. sogar weniger Attraktivität für den potenziellen Dieb zuschreiben wie einem R&M oder Specialized mit großen Aufschriften.

Die Lösung ist hier nur die Versicherung, die ich egal bei welchem Wert einrechne. Zu Hause wäre das Bike wahrscheinlich eh in der Wohnung. Dank Aufzug ist Schleppen da auch nicht angesagt.
 
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hansmeier2018

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Mit Auto (dann Rad) sind nur die größeren / speziellen Läden interessant wo ich dann aber auch nur ausgewählte Sachen transportieren muss
Das musst du natürlich für dich wissen.
Nur denke daran, dass man auch beim Auto nciht immer 100% vollbeladen fährt, sondern meistens eher komplett leer. trotzdem ist man froh die Möglichkeit zu haben, wenn es darauf ankommt.
Aber gerade in der Großstadt gibt es ja auch noch Carsharing.

Mein Tipp zu Punkt zwei:
20 KG sollte sowas vertragen. Am besten nimmt man ein System. Zum Beispiel Racktime.
Es sollte eine zweite Ebene mit Querstangen haben um alles mögliche an die Seite dran zu bekommen.
Beispiel : Rack time Add it.
Dein 3. Punkt ist doch mit jedem besseren/neueren Bike ein frommer Wunsch in der Großstadt
München
Meinst kostete halt knapp 1000 Euro und man sieht, dass es ein Eigenbau ist.
Darum kann ich es aber überall gut mit Schloss hinstellen.
Von Versicherungen halte ich persönlich nichts, aber bei dir ist es auf jedenfall sinnvoll und richtig.


Zu Hause wäre das Bike wahrscheinlich eh in der Wohnung.
Das würde ich zum Beispiel niemals machen. Macht die Wohnung zu dreckig und in unseren Aufzug passt es auch niemals rein. Es wäre mir auch viel zu aufwenig meine Sachen und das Rad jedesmal hoch zu tragen.
Ich will ja nicht schlechter darstehen als mit dem auto.
 
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hansmeier2018

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Also ein deiner Stelle würde ich das Vado 4.0 EQ nehmen die Stufen darüber lohnen sich meiner
Ansicht überhaupt nicht.
Und ich bin wirklich kein Sparer ( Werde hier sonst immer als Freak bezeichnet, wenn es um die Ausstattung geht)
Da hast du direkt das Racktime system. Wenn ich noch was an die Seite drantuen willst, würde ich nach Ortlieb schauen
 
Grainger

Grainger

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Mahle Ebikemotion X 35 Fazua
Eine gute Vollausstattung für die City bieten auch einige Fazua-Räder

Das Canyon Commuter:On oder das Centurion Overdrive Z 1000 EQ bzw. Z 4000 EQ sind einigermaßen sportlich, relativ leicht und bieten mit den Gepäckträger(-systeme)n und Schutzblechen auch den Zusatznutzen für Einkauf, Tour und Commuting.

Habe hier in Hilden ein älteres Mädchen für das Canyon begeistert, die fährt seitdem freiwillig ins Bergische die Rampen hoch und zur Arbeit nach Monheim und lässt das Auto jetzt meistens stehen.
👍
Es geschehen Zeichen und Wunder.. 🌈


Exkurs Drehmomentsensor:
Bei den Minimal Assist Systemen wie Mahle/Ebikemotion habe ich das bisher nicht vermisst. Ein gut integrierter PAS Sensor mit vernünftig angepassten Unterstützungsstufen kann vollkommen ausreichen.
Den Fazua mit Drehmomentsensor habe ich z. B. direkt umkonfiguriert, damit der einen im Rocket Modus nicht so stark anschob.
Und als letzter Gedankenanstoss: wenn man mal wieder richtig fertig auf dem Bike nach Hause kriecht, ist es manchmal ganz gut, wenn die Motor- Unterstützung unabhängig vom Druck aufs Pedal gewährt wird....
 
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Neander

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Das mit der Wohnung ist bei mir kein wirkliches Problem. Sollte ich mal bei Regen unterwegs gewesen sein, kommt es eben den einen Tag in den Keller. Sonst sollte sich Dreck usw. in Grenzen halten. Die 20kg (inkl Schloss etc.) des SL ist selbst ohne Fahrstuhl ohne Probleme ins 1. OG zu befördern. Das ist ja eben der große Vorteile des SL und vergleichbarer Räder.

Das 4.0 kommt für mich eher nicht in Frage aus folgenden Gründen:

Vorbau:
FutureShock + CarbonGabel vs starre Alugabel. Das System des 5.0 hat sich sehr gut fahren lassen, die Straßen und Radwege sind meist nicht die besten und das System schafft einiges an Fahrkomfort.

Bremsen:
Ich empfand die Tektro Bremsen des 5.0 schon als maximal Mittelmäßig. Ausreichend und sicher zuverlässig aber das 4.0 hat hier nochmal eine Variante kleiner, was nicht unbedingt sein muss.

Sonstiges:
XT Schaltwerk, 12 statt 10 Gänge, besseres Lichtsystem. Irgendwo möchte ich mir den Luxus dann doch gönnen;)


So das alles habe ich heute Morgen geschrieben aber nicht abgesendet. Vorhin bin ich spontan einfach nochmal zum Händler gefahren und bin das SL nochmal gut 30 Minuten gefahren. Es hat einfach Spaß gemacht weshalb ich es jetzt einfach gekauft habe bevor ich mich damit weiter verrückt mache. Das wird jetzt fertig gemacht und nächste Woche kann ich es abholen.

Dazu gab es noch ein paar Ortlieb Taschen, Schloss und ersten Service und damit passt das Paket für mich auch. Die Redshift plus ordentlichen Sattel muss ich jetzt noch so bestellen. Gerade letzteres wird jetzt wohl nochmal viel Gelese
 
Vito

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Sicher eine gute Wahl.
Statt des future shock hättest Du zwar auch den gefederten Vorbau von redshift nehmen können, aber so sicher auch sehr gut. 😊
 
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Spersi

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Hallo Neander,
ich wohne auch in Köln und habe mir das Geos mit Pinion-Getriebe bestellt. Für mich ist es zur Zeit das beste Gesamtpaket am Markt, das Rad bei dem ich technisch die wenigsten Kompromisse eingehen muss. Ja der Preis ist heftig, allerdings werden die Pinion-Rahmen noch in Deutschland geschweißt, und die Ausstattung ist in meinen Augen sehr gut. Wie sagt man so schön: You get, what you pay for.
Auf der Geos-News-Seite veröffentlicht der Hersteller ab und an Termine an denen er zum Beispiel auch mal in Köln ist. Bei dem letzten Termin Ende November letzten Jahres kam er auch bei mir vorbei, und ich hatte die Chance es Probe zu fahren. Was soll ich sagen... is schon geil! Der Grund weshalb ich es auch bestellt habe :) Anfangs hatte ich auch viele Bedenken wegen der Wartung, was passiert wenn etwas kaputt ist? und so weiter. Ich hatte dazu auch ein gutes und ehrliches Telefonat mit dem Hersteller, wo er meinte, dass wenn es um reine "Fahrrad-Probleme" ginge, man zur Werkstatt seines Vertrauens gehen sollte. Die sehen "Fremd-Hersteller" natürlich nicht so gerne (gerade zu absoluten Hochzeiten wie am Anfang der Saison). Auf der anderen Seite bin ich persönlich noch von keiner Werkstatt abgewiesen worden, auch wenn ich das Rad nicht in deren Laden gekauft habe. Ein anderes Thema ist, wenn es Probleme mit der Elektronik gibt. Da sucht der Hersteller im Rheinland einen Kooperationspartner. Wie da gerade der Stand der Dinge ist, kann ich nicht sagen. Beim Telefonat meinte er "zur Not holen wir das Rad mit der Spedition wieder ab"...
Und so komme ich gerade zum größten Kontrapunkt... die lange Wartezeit :( Ich habe das Rad Ende November bestellt und es ist immer noch nicht da. Damals als ich es bestellt habe, sagte der Hersteller zu mir, dass es "im April, wenn es gut läuft Ende März" geliefert werden soll. Naja, jetzt soll mein Rad "im Juli" bekommen. Gut, es sind einige "Sachen" dazwischen gekommen, weshalb es immer noch nicht da ist, Schweißer erkrankt, Lieferengpässe wegen Corona, fehlender Container... was auch immer :(
Es gibt Phasen, da überlege ich von der Bestellung zurück zu treten und mir ein anderes Pedelc zu bestellen. Meine Freunde raten mir, NICHT von der Bestellung zurück zu treten, weil 1. es prinzipiell kurz vor der Auslieferung ist und 2. (ein durchaus Nachvollziehbarer Grund) der größte Teil der Fahrradindustrie genau so mit Lieferengpässen zu kämpfen hat! Der für mich (und meine Freunde) wichtigste Grund bei der Stange zu bleiben ist, dass das Geos einfach den schlankesten Fuß macht, und technisch absolut Top ist. Der größte Teil der anderen Pedelecs ist in meinen Augen zu schwer und zu Fett (vom Rohrdurchmesser) oder technisch nicht so gut ausgestattet (Schindelhauer, Desiknio)

Also wenn Du mit dem Gedanken spielst Dir auch ein Geos zu bestellen, glaube ich, dass Du nichts falsches machst. Ich persönlich finde, dass es immer noch ein super Rad ist!
Und nein, ich bin vom Hersteller nicht gekauft! Isch schwör!
 
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Neander

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Ich glaube dir sofort, dass das Rad super ist. Es kombiniert High-End Teile mit gut durchdachten Design und man sieht, dass der Entwickler einfach nur an vielen Ecken das Optimum wollte. Das ist eben bei Einzelanfertigungen auch einfacher wie bei den großen Herstellern die irgendwo einen Massenmarkt bedienen wollen und/oder müssen. Die Lieferzeit wäre/ist für mich einer der absoluten NoGo Punkte aktuell. Ich brauche und möchte das Rad Jetzt/Demnächst und nicht kommendes Jahr. Das Vado SL hole ich diese Woche noch vom Händler ab.

Der zweite Punkt, der Preis ist natürlich die andere Sache. Irgendwo muss die Vernunft halt mal siegen und eine Anschaffung eines Stadtrades für 6,5k€ ist schon eine Hausnummer. Wie immer zahlt man eben für die letzten Prozente Mehrleistung einen saftigen Preisaufschlag. Ich werde das Geos aber trotzdem beobachten und mal schauen ob ich es mal irgendwann Probefahren kann. Dann habe ich auch einen besseren Vergleich nach ein paar km mit dem Vado SL. Durch den Barkauf statt Jobrad ist man da ja auch flexibel falls zu irgendeinen Zeitpunkt das verlangen nach einem Upgrade ansteht ;)
 
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joergp

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Hallo Neander,
ich wohne auch in Köln und habe mir das Geos mit Pinion-Getriebe bestellt. Für mich ist es zur Zeit das beste Gesamtpaket am Markt, das Rad bei dem ich technisch die wenigsten Kompromisse eingehen muss. Ja der Preis ist heftig, allerdings werden die Pinion-Rahmen noch in Deutschland geschweißt, und die Ausstattung ist in meinen Augen sehr gut. Wie sagt man so schön: You get, what you pay for.
Auf der Geos-News-Seite veröffentlicht der Hersteller ab und an Termine an denen er zum Beispiel auch mal in Köln ist. Bei dem letzten Termin Ende November letzten Jahres kam er auch bei mir vorbei, und ich hatte die Chance es Probe zu fahren. Was soll ich sagen... is schon geil! Der Grund weshalb ich es auch bestellt habe :) Anfangs hatte ich auch viele Bedenken wegen der Wartung, was passiert wenn etwas kaputt ist? und so weiter. Ich hatte dazu auch ein gutes und ehrliches Telefonat mit dem Hersteller, wo er meinte, dass wenn es um reine "Fahrrad-Probleme" ginge, man zur Werkstatt seines Vertrauens gehen sollte. Die sehen "Fremd-Hersteller" natürlich nicht so gerne (gerade zu absoluten Hochzeiten wie am Anfang der Saison). Auf der anderen Seite bin ich persönlich noch von keiner Werkstatt abgewiesen worden, auch wenn ich das Rad nicht in deren Laden gekauft habe. Ein anderes Thema ist, wenn es Probleme mit der Elektronik gibt. Da sucht der Hersteller im Rheinland einen Kooperationspartner. Wie da gerade der Stand der Dinge ist, kann ich nicht sagen. Beim Telefonat meinte er "zur Not holen wir das Rad mit der Spedition wieder ab"...
Und so komme ich gerade zum größten Kontrapunkt... die lange Wartezeit :( Ich habe das Rad Ende November bestellt und es ist immer noch nicht da. Damals als ich es bestellt habe, sagte der Hersteller zu mir, dass es "im April, wenn es gut läuft Ende März" geliefert werden soll. Naja, jetzt soll mein Rad "im Juli" bekommen. Gut, es sind einige "Sachen" dazwischen gekommen, weshalb es immer noch nicht da ist, Schweißer erkrankt, Lieferengpässe wegen Corona, fehlender Container... was auch immer :(
Es gibt Phasen, da überlege ich von der Bestellung zurück zu treten und mir ein anderes Pedelc zu bestellen. Meine Freunde raten mir, NICHT von der Bestellung zurück zu treten, weil 1. es prinzipiell kurz vor der Auslieferung ist und 2. (ein durchaus Nachvollziehbarer Grund) der größte Teil der Fahrradindustrie genau so mit Lieferengpässen zu kämpfen hat! Der für mich (und meine Freunde) wichtigste Grund bei der Stange zu bleiben ist, dass das Geos einfach den schlankesten Fuß macht, und technisch absolut Top ist. Der größte Teil der anderen Pedelecs ist in meinen Augen zu schwer und zu Fett (vom Rohrdurchmesser) oder technisch nicht so gut ausgestattet (Schindelhauer, Desiknio)

Also wenn Du mit dem Gedanken spielst Dir auch ein Geos zu bestellen, glaube ich, dass Du nichts falsches machst. Ich persönlich finde, dass es immer noch ein super Rad ist!
Und nein, ich bin vom Hersteller nicht gekauft! Isch schwör!

Erst einmal „Hallo” – ich bin neu hier :) – ich habe mein GEOS mit Pinion erhalten und wäre an einem Erfahrungsaustausch interessiert. Hast du dein Bike schon erhalten? PM kann ich als Neuling anscheinend noch nicht verschicken.
 
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hansmeier2018

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