Bulls E 45 in der Großstadt - was tun ?

Diskutiere Bulls E 45 in der Großstadt - was tun ? im S-Pedelecs und anderes mit E-Motor Forum im Bereich Diskussionen; Servus beisammen, besitze seit Mai 2015 einen Bullen E 45 (GoSwiss) und habe auf ihm im ersten Jahr viele glückliche Stunden und gut 2.500 Km...
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geokoch

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Servus beisammen,

besitze seit Mai 2015 einen Bullen E 45 (GoSwiss) und habe auf ihm im ersten Jahr viele glückliche Stunden und gut 2.500 Km beim täglichen Pendeln im ländlichen Oberrheingraben verbracht. Ich wollte ihn NIE mehr hergeben. Aber nach einem Jahr hat es mich - überraschend - beruflich und in der Folge auch wohnlich in die Münchner Innenstadt verschlagen. Und ich meine wirklich Innenstadt.
Und daher darbt der Bulle nun seit gut 3 Jahren. Denn hier ist er für die Straße einen Tick zu langsam (40-45 km/h versus Autofahrer mit 50 - 65 km/h) oder man steht - in München nicht unüblich - zusammen mit den Autos im Stau. Fährt man trotzdem, wird man angehupt, geschnitten oder ausgebremst -> man soll auf den Radweg. Also auf den Radweg -> leider verboten und daher auch keine Lösung. Der Lösungsansatz nur in 30er-Zonen ohne Radweg zu fahren, funktioniert auch nicht wirklich. Echt schade !

Ich will dieses Bullensichtum beenden, daher hätte ich drei Lösungsansätze:

1. Verkauf. Kann mir jemand einen realistischen Preistipp für einen gut gepflegten Bullen ohne Funktionseinschränkung mit insgesamt 3.700 km und einer Batterie mit noch etwa 580 von ehemals etwa 735 Einheiten laut CO2-Display nennen. Die Angebote auf den üblichen Platformen sind so wenige, dass es schwierig ist, einen erzielbaren Preis abzuschätzen.

2. Downgrade. Gibt es eine Möglichkeit den Bullen auf 25 km/h "downzugraden", so dass das Fahrradwegeverbot (und die Versicherungspflicht) entfällt und ich den dann quasi kastrierten Bullen als E-Bike nutzen kann. Nicht schön, aber vielleicht akzeptabel, um meine 2 km täglichen Weg in der Stadt zu fahren.

3. Zerlegen. Gar nicht schön, aber ich hatte den Gedanken, den Motor, die Batterie und die Elektrik auszubauen, zu verkaufen und das übrig gebliebene Fahrrad mit seinen hochwertigen Komponenten zu nutzen. Erscheint mir derzeit als am wenigsten zielführend, aber vielleicht sind die Antriebsteile gut zu verkaufen ? Hat hier jemand Erfahrungen ?

Vielleicht kann mir jemand dankenswerterweise zu obigen Fragen Tipps geben. Besten Dank !
 
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schmadde

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Warum fährst du nicht einfach damit und machst dir nicht zuviele Gedanken über das was die anderen Leute denken?

Fahre Nebenstraßen und/oder Radwege und es gibt kein Problem. Mache ich seit 5 Jahren mit meinem S-Pedelec ohne Probleme
 
trifi70

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Ich würde den einfach so nutzen, auch auf Radwegen etc. Natürlich mit angepasster Geschwindigkeit. Wenn Dir das wegen ev. Anpöbeln mit dem Kennzeichen nix ist, dann steck das halt in den Rucksack oder die Gepäckträgertasche. Keinesfalls ohne Versicherung fahren! Falls Du selbst dazu neigst, die Geschwindigkeit ausreizen zu wollen, dann lass Dir eine Sperre bei 25-30 km/h einbauen. Trotzdem immer mit Versicherung!

Den Antrieb ausbauen würde ich nicht. Da es ein S-Pedelec ist, wäre es schade um den zugelassenen Rahmen. Im Verkauf würdest Du sicher über 1000 Eur erzielen, wovon ein brauchbares leichtes Stadtrad leicht zu erwerben ist und jemand anders hat dann Freude am S. Die mit Heckmotor sind leider rar bzw. sehr teuer in der Neuanschaffung.
 
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Ethera

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Wie wäre es mit ganz legalen Tipps. Vielleicht einfach etwas mutiger sein, Deine Spur mittig besetzen, Du musst meines Wissens nicht rechts am Fahrbanrand fahren und somit Einladungskarten zum knapp überholt werden verteilen. Das ist ein Kraftfahrzeug und so kannst Du das auch bewegen. Die 50er Roller fahren auch nicht schneller als das E45 bei Top speed. Die haben das gleiche Problem wie Du und überleben auch. So mache ich das im Stuttgarter Großraum. Oder halt einfach verkaufen, das E45 findet seinen neuen Besitzer. Eventuell braucht es Zeit bis Du einen Interessenten findest der einen fairen Preis bezahlt und nicht nur auf Schnapper aus ist. Da das E45 ja eh schon Jahre stillsteht kommt es jetzt auf ein paar Monate auch nicht mehr an. Es gibt hier sogar welche die die sammeln. Zerlegen auf keinen Fall, das komplette Rad erziehlt den höheren Preis und Du sparst Lebenszeit. Wie ist der Zustand, Gebrauchsspuren u.s.w.? Wenn das Rad in gepflegtem Zustand ist würde ich bei der geringen Laufleistung wenn ich auf der Suche wäre nach Bauchgefühl mindestens 1500€, und in sehr gepflegtem Zustand sogar deutlich mehr zu zahlen bereit sein bis über 2000€.

Ethera
 
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jm1374

jm1374

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Deine Spur mittig besetzen, Du musst meines Wissens nicht rechts am Fahrbanrand fahren und somit Einladungskarten zum knapp überholt werden verteilen.
Als ich wegen der Fahrweise im Februar in einen Unfall verwickelt wurde, war der erste Satz des Polizisten bei der Unfallaufnahme die Frage warum ich nicht rechts gefahren bin. Es gäbe ein Rechtsfahrgebot. 50cm Seitenabstand hielt er übrigens für ausreichend. Anfang Januar ist die Verhandlung zu dem Unfall und dann werde ich mal berichten was der Richter so meint.

@geokoch:
Wenn du deinen Bullen verkaufen willst, wirst du sicherlich schnell einen Käufer finden. Ich persönlich würde mit 2500€ in der Preisgestaltung starten. 1500-2000€ sind ein realistischer Verkaufspreis. Mit etwas Ausdauer und Geschick auf jeden Fall mehr.
Ich werde meinen Bullen nie verkaufen. Selbst wenn es mich nach München verschlagen würde. Mit ein bisschen Übung findet man sicherlich einige gut fahrbare Routen und hat mit angepasster Geschwindigkeit auf dem Radweg kein Problem. Ich habe schon ein bisschen Erfahrung mit dem S-Pedelec, auch in Großstädten wie Dresden und Zürich. Dort kann man prima damit fahren. Jedenfalls sehr viel besser als mit allen anderen Fahrzeugen.
 
Morsi65

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Negative Erfahrungen gibt es da kaum.
Mein Hausarzt, mit dem ich sehr gut bekannt bin, berichtete mir jüngst von einem Patienten (natürlich ohne Namen und genauen Ort etc. zu nennen) der bei ihm in Behandlung ist wegen eines Radunfalls. Er ist mit seinem S-Pedelec auf dem Radweg (Bahntrasse, soviel ist bekannt und durfte verraten werden), bei etwa 20 km/h, mit einem anderen Radfahrer kollidiert. Seine KFZ Haftpflichtversicherung verlangt nun 5.000 Euro Regress von ihm, da er unerlaubter Weise auf dem Radweg fuhr. Was und wie genau passiert ist kann ich leider nicht sagen. Und ob die Versicherung am Ende damit durch kommt wird die Gerichtsverhandlung zeigen denn er, also der Patient, will sich mit allen rechtlichen Mitteln dagegen zur Wehr setzen. Ich würde es also nicht immer ganz so auf die leichte Schulter nehmen denn 5.000 Euro sind verdammt viel Geld. Zumindest für mich.
 
jm1374

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Seine KFZ Haftpflichtversicherung verlangt nun 5.000 Euro Regress von ihm,...
Die 5000€ sind kein fester Wert sondern die absolute Höchstgrenze. Da muss schon mehr passieren als mit 20km/h den Radweg zu befahren. Von solchen Geschichten die auf Hörensagen beruhen, halte ich gar nichts. Der Wahrheitsgehalt geht meistens gegen Null.
 
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schmadde

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Wie wäre es mit ganz legalen Tipps.
Das "ganz legale" fahren mit S-Pedelec (nicht nur) in München ist ein Tipp, der den Fragesteller ziemlich sicher sehr bald ins Krankenhaus bringt, wenn nicht schlimmeres. Die weltfremde Gesetzgebung in Deutschland ist nicht praxistauglich.

Mit Rollern lässt sich das nicht vergleichen - nicht so sehr weil die real eine höherer vmax haben als alle S-Pedelecs die ich jemals gesehen habe und auch nicht weil S-Pedelecs im Gegensatz zu rollern die selten auch tatsächlich fahren, sondern weil 99% der Bevölkerung ein S-Pedelec nicht von einem Fahrrad bzw. Pedelec unterscheiden kann und Deutsche Autofahrer durch jahrzehntelange Gehirnwäsche darauf konditioniert sind, dass Fahrräder sich immer weit weg von allen anderen Fahrzeugen befinden müssen und falls man ihnen begegnet, kann man ungestraft jeden Gewaltaktion durchführen auf die man grade Lust hat.

Mein Hausarzt, mit dem ich sehr gut bekannt bin, berichtete mir jüngst von einem Patienten (natürlich ohne Namen und genauen Ort etc. zu nennen) der bei ihm in Behandlung ist wegen eines Radunfalls. Er ist mit seinem S-Pedelec auf dem Radweg (Bahntrasse, soviel ist bekannt und durfte verraten werden), bei etwa 20 km/h, mit einem anderen Radfahrer kollidiert. Seine KFZ Haftpflichtversicherung verlangt nun 5.000 Euro Regress von ihm, da er unerlaubter Weise auf dem Radweg fuhr.
Mich würden da Details interessieren und auch ob die Versicherung mit diesem Ansinnen durchgekommen ist, wenn er sich das nicht gefallen lässt. Das erscheint mir doch ein eher wenig erfolgversprechender Versuch seitens der Versicherung, aber probieren tun die es ja immer.
 
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Ethera

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...Mit Rollern lässt sich das nicht vergleichen - nicht so sehr weil die real eine höherer vmax haben als alle S-Pedelecs die ich jemals gesehen habe... sondern weil 99% der Bevölkerung ein S-Pedelec nicht von einem Fahrrad bzw. Pedelec unterscheiden kann.
Das ist einfach nicht wahr,
1. Fährt mir ein 50er auf meinem E45 in der Ebene nicht davon, eher umgekehrt.
2. Fahre ich im Großraum Stuttgart auf sehr stark frequenzierten Straßen, z.T. auch 4 spurigen Bundesstraßen und es ist genau umgekehrt wie Du behauptest. Mehr als 99% der Kraftfahrzeuge überholen ohne Nötigung. Weil die haben auch einen Tacho und sehen dass ich mit knapp 50 Km/h auf der Ebene unterwegs bin. Außerdem wird das kleine Nummernschild in der Regel erkannt und richtig interpretiert.

Ab und an werde ich angehupt, je nach Lage bin ich mir dann nicht zu Schade mitten auf der Straße langsam zu verzögern ohne übeholt werden zu können, Fahrer gegebenenfalls sehr agressiv anzusprechen und auch die Polizei dazu zu rufen, mit der Ankündigung dass er / sie jetzt bald die nächste Zeit zu Fuß unterwegs ist. Das funktioniert bisher zufriedenstellend.
 
BikeX

BikeX

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Ich stelle mir gerade bildlich vor wie es sein mag, mit nem Stock im Arsch mittig auf der Straße zu fahren.
Brauch ich aber eigentlich nicht, da ich mit gesundem Menschenverstand und mit dem S-Ped wo es geht auf dem Radweg unterwegs bin. Macht durchaus Sinn...
 
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Üps

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2. Fahre ich im Großraum Stuttgart
Das ist mit München City nicht vergleichbar.
Fahrer gegebenenfalls sehr agressiv anzusprechen
Hilft wenig, wenn dann auf dem Grabstein steht: Ich hatte Recht und der andere ist doof!
Mal abgesehen davon, dass wenig entspannend ist für jemanden, der nicht auf Krawall gebürstet ist und noch weniger schön, wenn man auf den falschen Autofahrer trifft. Wäre nicht der erste Streit, der im Krankenhaus endet.
Bis die Polizei kommt, dauert es nach meiner Erfahrung übrigens 30 Minuten, Tendenz steigend. Bis dahin ist normalerweise alles passiert. Und wie gut viele Polizisten und Richter auf Radfahrer zu sprechen sind, haben wir schon oft diskutieren dürfen.

Autofahrerin nach Angriff auf Polizistin verurteilt
 
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Axel_K.

Axel_K.

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...gegebenenfalls sehr agressiv anzusprechen und auch die Polizei dazu zu rufen, mit der Ankündigung dass...
Letztere wird sich sicher darüber freuen, hat ja sonst nix besseres zu tun... :rolleyes:😗.
 
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Boerni556

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Also ich fahre seit 2012 in der Münchner Innenstadt mit einem S-Pedelec und kann das was der TO schreibt nur bedingt nachvollziehen. Zwar stimmt es, dass es hier zT ziemlich ruppig zugeht. Allerdings kann man gerade in München sehr gute Schleichwege und so seinen S-Pedelec-Frieden finden. Dann ist man eher der König, parkt lässig am Marienplatz, radelt durch Schwabing oder geht mal eben im Sommer in der Mittagspause im Eisbach baden usw.. Wer für sich natürlich die 1000%ige Verkehrsregeltreue in Anspruch nimmt und die Messlatte so viel zu hoch legt, der ist als Eigentormeister hier sowieso falsch.
 
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cephalotus

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Ab und an werde ich angehupt, je nach Lage bin ich mir dann nicht zu Schade mitten auf der Straße langsam zu verzögern ohne übeholt werden zu können, Fahrer gegebenenfalls sehr agressiv anzusprechen und auch die Polizei dazu zu rufen,...
Klar. So erzeugt man halt Aggression und Stress. Mein Weg ist das nicht.
 
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Üps

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Klar. So erzeugt man halt Aggression und Stress. Mein Weg ist das nicht.
Wenn ein Autofahrer eine Dashcam rechtzeitig einschaltet, oder es bezeugt werden kann, kanns ne Anzeige wegen Nötigung geben. Straftat mit max. 3 Jahren Knast.

Ausbremsen zu „erzieherischen Zwecken“: Ist das Ausbremsen eines anderen Verkehrsteilnehmers auf der Autobahn als Nötigung strafbar? | refrago
1. Ein Fahrzeug wird als Hindernis genutzt. 2. Es wird unzumutbar abgebremst, um den anderen zu zwingen, bzw zu erziehen. 3. Es wird verhindert, das der andere ausweichen kann. Laut Schilderung im Forum also alles vorhanden.
 
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AMM

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Klar. So erzeugt man halt Aggression und Stress. Mein Weg ist das nicht.
Die Aggression und der Stress gehen ursprünglich von dem hupenden, beleidigenden, nötigenden oder gefährdenden Autofahrer aus. Natürlich bleibt die Frage, ob man dann weiter eskalieren möchte oder nicht. Wenn ich brülle, dann habe ich schon die unterschiedlichsten Reaktionen erlebt. Von panisch (fahrer-)flüchtend, über stehen bleiben und gesittet unterhalten bis hin zu beleidigend oder bedrohend. Nach unzähligen Vorfällen und zwei Beinaheunfällen versuche ich nun solche Situationen von vornherein gar nicht entstehen zu lassen, sprich Radwege benutzen, ganz nach dem Motto:
Hilft wenig, wenn dann auf dem Grabstein steht: Ich hatte Recht und der andere ist doof!
Falls es an unvermeidbaren Stellen doch zu einem Vorfall kommt, so habe ich die besten Erfahrungen mit einer empathischen Umgangsart gemacht: "Sie ärgern sich bestimmt, dass ich den Radweg nicht benutze. Ich ärgere mich auch, dass ich ihn nicht benutzen darf."
Ich habe bisher nicht vom Festnahmerecht Gebrauch gemacht, das empfände ich zu riskant. Zum einen weiß man nicht, wie das Gegenüber auf diese Eskalation reagiert, zum anderen könnte man selbst noch in juristische Schwierigkeiten kommen.

Autofahrerin nach Angriff auf Polizistin verurteilt
Danke für den Link, habe den ursprünglichen Fall bis zur Einstellung verfolgt, aber von dem Urteil bis gerade nichts mitbekommen.

Wenn ein Autofahrer eine Dashcam rechtzeitig einschaltet, oder es bezeugt werden kann, kanns ne Anzeige wegen Nötigung geben. Straftat mit max. 3 Jahren Knast.
Nötigung ist nicht mal mehr Offizialdelikt, sprich die Staatsanwaltschaft wird mit ziemlicher Sicherheit auf den Privatklageweg verweisen. Eine Privatklage ist für den Kläger ziemlich aussichtslos. Ich spreche aus Erfahrung, die ich trotz mir vorher bekannter Statistik selber machen wollte. Meine Helmkameraaufnahme hat da auch nichts gebracht.
Falls es entgegen aller Statistik und Erfahrung doch vor Gericht landen sollte, dann gibt es jede Menge guter (nicht nötigender) Gründe langsam zu fahren:
  • Wenn man sich nach hinten umdreht, um zu kommunizieren, sieht man nicht mehr, wo man hinfährt, muss also langsamer werden
  • Man war aus der Puste / hat für mehr Reichweite die Unterstützung runtergeregelt
  • Motor hat Aussetzer (passiert gerne mal bei Schlaglöchern), dann muss ich mit dem Bullen unter 15 km/h kommen, bis die Unterstützung wieder einsetzt, mit dem Speed muss ich einfach ein paar Sekunden abwarten.
  • Meine zwei S haben ja bbH 20 km/h, sprich wenn ich das Daumengas anmache, statt zu treten, dann fahre ich zwar nur 20 in der Ebene oder je nach Steigung eben weniger, aber es ist völlig legal und legitim mich so auf der Straße fortzubewegen und kann insofern auch keine Nötigung darstellen, zumal ich ja mit der Maximalgeschwindigkeit fahre, die ohne Treten möglich ist


Also auf den Radweg -> leider verboten und daher auch keine Lösung.
Versuche doch mal bei der Stadt München etwas zu bewirken. Rege an, wie in Tübingen bestimmte Radwege freizugeben oder beantrage ersatzweise eine Ausnahmegenehmigung, die du mit der erlebten Aggression begründest.
Die Stadt Würzburg hat meinen Antrag zwar abgelehnt, aber mit meiner Meinung nach schlechter Begründung bzw. genauer gesagt liegt ein Ermessensausfall vor, sie lehnen es gleich allgemein ab, ohne sich mit meinem Einzelfall zu beschäftigen, weswegen die Anwälte von Bikeright gerade die nächsten rechtlichen Schritte prüfen.
 
J

jodi2

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29.07.2010
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Details E-Antrieb
i3s,CruiserHS,ST1X,DailEGrinder,CreoCompEvo
Wir waren nach 20 Jahren über Ostern mal wieder in München für 5 Tage. Zufällig standen am ersten Morgen zwei per Smartphone buchbare Leihräder der Stadtwerke vor der, die wir versucht haben und die ganzen Tagen nicht mehr hergegeben haben, so toll fanden wir das Radfahren im München! Ich war zwar noch im Leben nie in Münster, aber ansonsten habe ich noch keine deutsche Stadt mit solchen Bedingungen für Radfahrer, so vielen Radfahrer und auch so viel Respekt für Radfahrer erlebt.
Soll heißen, das ist was anderes als viele andere deutsche Großstädte.

Ich hab mir da beim Fahren mit den lahmen Leihrädern auch vorgestellt, wie das mit meinem S hier wäre. Wäre auf den Radwegen mit der Dichte an Radfahrern sehr zäh bzw. wenig lohnend, dann lieber ein leichtes Biobike, oder gar Rennrad/Gravelbike. Vermissen würde ich das S aber bei so traumhaften Radbedingungen nur wenig bzw. würde sofort tauschen, Frankfurt mit S gegen München ohne S... ;-)
Generell lohnt ein S finde ich aber eh erst bei etwas längere Strecken, nicht für kürzere nur im Stadtverkehr. Aber auch in München sind nicht überall Radwege und wird es genügend Nebenstraßen geben, wo man mit S gut aufgehoben ist und keinen "ausbremst", keiner meint noch überholen zu müssen.
Wenn Du das S für andere/längere Strecke nicht mehr ausreichend nutzen kannst/willst, würde es einfach im ganzen verkaufen, Downgrade geht nicht und zerlegen lohnt nicht
 
B

Boerni556

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E45 seit 04/2012, Stromer St3 AE seit 07/19
Mit einem s kann ich wunderbar aus dem Umland in die Münchner Innenstadt pendeln. Auch für Fahrten in der Innenstadt ist das für mich jedenfalls super.
 
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S

schmadde

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Mit einem s kann ich wunderbar aus dem Umland in die Münchner Innenstadt pendeln.
Stimmt, mache ich fast täglich. Wäre ich überwiegend innerhalb der Stadt unterwegs hätte ich aber keins, denn die Stadt ist so klein, dass man dort wenig Vorteile vom S hat
 
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