Bremsverschleiß

Diskutiere Bremsverschleiß im Fahrradkomponenten Forum im Bereich Diskussionen; Hallo, Früher begeisterter Rennradler und Mountainbiker,mittlerweile etwas in die Jahre gekommen und zumindest zeitweise auf ein E MTB...
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ranos

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Hallo,

Früher begeisterter Rennradler und Mountainbiker,mittlerweile etwas in die Jahre gekommen und zumindest zeitweise auf ein E MTB umgestiegen.
Fahre in erster Linie ausgedehnte Touren im Schwarzwald, mit sehr vielen Höhenmetern.
Und hier liegt auch mein Problem bzw. die Frage nach Abhilfe.
Ich schaffe mit einem Satz Bremsbeläge nur ca. 500km, was im Schnitt ca. 20000 Höhenmeter entspricht.
Mein Radel ist ein Haibike Sduro Fullseven 4.0, die Bremse eine Schimano MT 400, vorne bereits auf 203mm Scheibe umgerüstet.
Mit der Bremsleistung bin ich eigentlich zufrieden, der Verschleiß ist aber heftig. Muß da ja monatlich die Beläge und bald auch die Scheiben wechseln.

Wer weiß eine vernünftige Abhilfe? Bremsen aufrüsten, oder gleich anderes Bike?

PS. An meinem mittlerweile 10 Jahre alten Cube-Stereo mit ner Formula Bremse kenne ich dieses Problem in dem Umfang nicht.

Gruß
 
trifi70

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Dafür sind die Resin Beläge bei Shimano extrem günstig... Abhilfe schafft eine Bremsanlage mit Metall/Sinter-Belägen. Obs für die MT400, ggfs. von Fremdherstellern, sowas gibt, weiß ich nicht.

Metallbeläge dürfen auch nicht mit jeder Scheibe kombiniert werden und neigen gelegentlich zum Quietschen.
 
Der_Sven

Der_Sven

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Am Bike wird's nicht liegen, eher an den Bremsbelägen. Wobei die MT400 auch eher eine Einsteigerbremse ist, da sollte die Formula schon Vorteile haben. Ich würde zuerst andere Beläge testen und dann ggf. auf eine XT aufrüsten...
 
Tuc-tuc

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Hallo Ranos

nun, der erste Gedanke beim Lesen deines Beitrages ist natürlich: Warum montierst du nicht die offenbar verschleissärmere Formula-Bremse deines Stereo-cube an das Ebike?

Unabhängig davon, ich hatte früher das selbe Problem und festgestellt, dass der Belagverschleiss proportional zur Anzahl und Grösse der Bohrungen in der Bremsscheibe anwächst.
Wenn du also Wert auf einen erträglichen Abbau der Beläge legst, solltest du discs mit wenigen und kleinen Durchbrüchen wählen.

Eventuell hilft dir auch dieser Beitrag hier, und zum Thema Quitschen das.
 
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ranos

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Danke für den Link...

Formula Bremse wird am Cube gebraucht, und passt auch nicht am Haibike. Andere Aufnahme.
 
erbse

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Ein Bekannter ist ein bekennender Spät- und Starkbremser. Er hat also Freude daran so lange wie möglich schnell zu sein und immer erst sehr spät und stark zu bremsen. Sein Verbrauch an Bremsbelägen ist um Größenordnungen höher als bei mir, einem Früh- und Schwachbremser. Diesen Aspekt wollte ich nur mal erwähnen, auch er hat massive Auswirkung auf den Verschleiß, völlig unabhängig vom Material oder dem Hersteller der Beläge.
 
camper510

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Formula Bremse wird am Cube gebraucht, und passt auch nicht am Haibike. Andere Aufnahme.
Logisch passt das dran. Brauchst halt nur andere Adapter.
Könntest dir also noch eine Formula-Bremse holen.
Bei meinem, ca 80%em, Geländebetrieb halten organische Beläge oft sogar nur knapp 400 km. Sinterbeläge bis zu dreimal solange, quietschen und rattern aber.
 
christiank

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Ich schaffe mit einem Satz Bremsbeläge nur ca. 500km, was im Schnitt ca. 20000 Höhenmeter entspricht
Hmm, 4000hm auf 100km ist heftig.
Für eine 25€ Bremse ist das OK, die Beläge kosten gerade mal 5€.
Wenn Dir die Bremswirkung reicht, kauf die (billigen) Verschleißteile und passt.

Wobei ich mal raten darf? Du wiegst sicher nicht mehr als 70kg - oder?
... sonst wäre Dir diese Bremse bei dieser hm/km-Rate längst um die Ohren geflogen.
 
stardealer

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Muß da ja monatlich die Beläge und bald auch die Scheiben wechseln.
Dafür sind Scheiben und Beläge recht günstig. Wie meine Vorredner schon schrieben - metallische Sinterbeläge halten länger, musst nur eine Scheibe montieren die bzgl. Reibringbreite passt und für metallische Beläge geeignet ist.
Mich stört das Geräusch metallischer Bremsbeläge, deswegen wechsle ich meine Beläge lieber ca. alle 800km und Scheiben nach 3 Belagswechseln.
 
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mamamia999

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Also 20.000 Höhenmeter ist doch super für einen Bremsbelag.
Cube Stero Race 120 Hybrid mit XT Bremsen und 200 er Dächle Scheiben
Bei mir halten Sinter max. 12.000 hm und Metal zwischen 15.000 und 20.000 hm.
Und ja, ich weis wie man bremst.

Und ja, bei meinem 7 Jahre alten Simplon Razorblade Carbon Hartail mit 11 kg kannte ich so einen Verschleiß auch nicht.

Liegt wohl dran dass ich heute 5 kg mehr wiege, das Radl 15 kg schwerer ist und ich mit dem Ebike viel extremer fahre.

Deshalb sei cool, alles im grünen Bereich bei Dir.
Da lässt sich nicht viel mehr raus holen.
 
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ranos

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Hmm, 4000hm auf 100km ist heftig.
Für eine 25€ Bremse ist das OK, die Beläge kosten gerade mal 5€.
Wenn Dir die Bremswirkung reicht, kauf die (billigen) Verschleißteile und passt.

Wobei ich mal raten darf? Du wiegst sicher nicht mehr als 70kg - oder?
... sonst wäre Dir diese Bremse bei dieser hm/km-Rate längst um die Ohren geflogen.
Noch sind es 75kg...Die 70 strebe ich an. Ich wohne mitten im Schwarzwald, etwa 680müNN. Meist geht es bei einer Tour erst runter ins Tal auf etwa 350müNN und dann wieder hoch auf etwa 1150müNN. Es ist keine Kunst abends auf 20km Strecke 1000Hm zu machen, wenn man mag.
 
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ranos

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Ein Bekannter ist ein bekennender Spät- und Starkbremser. Er hat also Freude daran so lange wie möglich schnell zu sein und immer erst sehr spät und stark zu bremsen. Sein Verbrauch an Bremsbelägen ist um Größenordnungen höher als bei mir, einem Früh- und Schwachbremser. Diesen Aspekt wollte ich nur mal erwähnen, auch er hat massive Auswirkung auf den Verschleiß, völlig unabhängig vom Material oder dem Hersteller der Beläge.
Auf den Gefällstrecken hier gibt es nur zwei Möglichkeiten... entweder spät und heftig, oder Dauerbremsen. Was ist nun besser?
 
Hiasi

Hiasi

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Mein Neffe hat vor Kurzem (mit zum Glück übervorsichtiger Fahrweise) meine Bremsen bei einer einzigen Abfahrt runtergebremst... Ich habe nicht mal gefragt wie, will ja nicht schuld sein, wenn er zum Kamikaze-Fahrer wird.

Also:
Spät und heftig. Lass die Aerodynamik deine Energie verbrennen, statt sie in die Bremsanlage zu pumpen.
 
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ranos

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Spät und heftig. Lass die Aerodynamik deine Energie verbrennen, statt sie in die Bremsanlage zu pumpen.
Bin kein Dauerbremser, bremse allerdings auch nicht auf der letzten Rille, bin schließlich keine 20 mehr.
Für mich nicht nachvollziehbar warum man die Bremse ( Beläge) nicht größer und dicker konstruieren kann.
Ein paar Gramm Gewicht sollte beim Ebike keine Rolle spielen.

Wird wohl auf ne andere Bremse mit Metallbelägen hinaus laufen. ...

PS: Das mit der Aerodynamik hab ich nicht vertanden???
 
1N4001

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Je schneller du fährst, desto mehr Luftwiderstand kommt dir entgegen. Und das kubisch, also Geschwindigkeit x2 = Widerstand x8. Die Energie, die die Luft wegbremst, muss nicht mehr die Bremse übernehmen.

Langsame Fahrt bergab mit Dauerbremse: Luftwiderstand vernachlässigbar, Bremsanlage muss gesamte Höhenenergie schlucken. Schnelle Fahrt mit einziger Bremsung am Ende: Luft vernichtet Höhenenergie, Bremse übernimmt nur den Schluss.

Die Aerodynamik bremst natürlich und kostenlos. Nicht umsonst glühen Raumvehikel beim Widereintritt. Die Energie mitzunehmen, vorher abzubremsen, wäre absurd. Die Luft macht das eh.
 
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Blueser

Blueser

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Da fällt mir doch spontan ein Bremsfallschirm ein, zur Not hilft auch eine halb geöffnete Blouson-Jacke ... 😁
 
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ranos

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Je schneller du fährst, desto mehr Luftwiderstand kommt dir entgegen. Und das kubisch, also Geschwindigkeit x2 = Widerstand x8. Die Energie, die die Luft wegbremst, muss nicht mehr die Bremsanlage übernehmen.

Langsame Fahrt bergab mit Dauerbremse: Luftwiderstand vernachlässigbar, Bremsanlage muss gesamte Höhenenergie schlucken. Schnelle Fahrt herunter mit einziger Bremsung am Ende: Luft vernichtet Höhenenergie fast vollständig, mit, Bremse übernimmt nur den Schluss.

Die Aerodynamik bremst natürlich und kostenlos. Nicht umsonst glühen Raumvehikel beim Widereintritt. Die Energie mitzunehmen, vorher abzubremsen, wäre absurd. Lass die Luft die Energie vernichten.
Ja das leuchtet schon ein, aber auf einer mehreren kilometerlangen Abfahrt mit zum Teil mehr als 20% Gefälle kannst du nicht erst unten bremsen.
Je nach Zustand des Forstweges, ist allerspätestens bei Tempo 50 Schluß, zumindest bei mir.
Und da gibt es ja noch Kurven und Spitzkehren...
 
trifi70

trifi70

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Intervallbremsen, nix anderes. Hätte man früher (TM) mit den üblichen Felgenbremsen dauergebremst... wären einem die Schläuche um die Ohren geflogen (wegen Hitze geplatzt).

Idealerweise nutzt man mit Hilfe eines Direktläufers in der Hinterradnabe die Energie und lädt den Akku. Ein z.B. BionX System reduziert den Bremsenverschleiß ganz erheblich. Ich denke bei vergleichbaren Antrieben anderer Hersteller wird es ähnlich sein.
 
1N4001

1N4001

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Genau dies. Intervallbremsen verringert die Energie, die die Bremsen aufnehmen müssen, durch kurze Intervalle hoher Geschwindigkeit zwischen den Bremsmanövern. Denn 10 Sekunden bei 60 km/h vernichtet die selbe Energie aerodynamisch wie 1½ Minuten bei 30 km/h. Außerdem erwärmen sich so die Scheiben/Felgen kurzzeitig stärker, können daraufhin aber (durch höheren ΔT) mehr Energie an die Umwelt abgeben.
 
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