Blick über den Tellerrand, Bosch vs. PUMA, Versuch eines Vergleichs.

Diskutiere Blick über den Tellerrand, Bosch vs. PUMA, Versuch eines Vergleichs. im E-Motoren Forum im Bereich Diskussionen; Dieser Bericht ist nicht für Naben Motoren Profis geschrieben, schildert meine Erfahrungen und völlig subjektive Meinung :cool: Seit ca. 6...
OldMan54

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Dieser Bericht ist nicht für Naben Motoren Profis geschrieben, schildert meine Erfahrungen und völlig subjektive Meinung :cool:

Seit ca. 6 Jahren fahre ich nun Pedelec, Bosch Performance, nach 300 km zweiter Bosch Performance wegen seltsamer Geräusche, dann Levo mit Brose, da auch zwei Motoren, beim ersten war vermutlich nach einiger Zeit der Freilauf zwischen Motor und Tretlagerwelle defekt. Jetzt CX Generation 2, >13.000 km, bislang ohne Probleme.

Das Prinzip ist ja relativ klar, wie beim Motorrad,

vorne ein Ritzel / Riemenscheibe
3560 km 5.jpg


hinten eine Schaltung, ob Kette, Nabe, Kugeln (Enviolo) ist für die grundsätzliche Funktion egal.
Kettenspanner.jpg


Die Geschwindigkeit des Bikes hängt nicht direkt von der Motordrehzahl, ab, sondern auch vom eingelegten Gang.
Das ermöglicht, den Motor überwiegend in einem effizienten Drehzahlbereich zu betreiben, auch wenn mit Gepäck auf steiler Piste mit 8 km/h hochgeklettert wird.
Nachteile sind bekannt, volle Antriebsleistung über Kette / Gates, viele bewegte Teile im Motor.
Die in meinem Bekanntenkreis höchste Kilometerleistung des alten CX liegt bei 28.950 km bis zum Exitus.

Hinterrad Motoren kannte ich nur aus vergangenen Zeiten (≈2005) aus einem Shop in Vaihingen/Enz, BION X in Steppenwolf, die rauchten dort regelmässig ab, Ursache mir nicht bekannt.
Durch den Besuch von Marianne und Andreas (@didi28) kam ich erstmals in Kontakt mit den PUMA Motoren.
MT-19.05. 15.jpg


Im Gegensatz zum BION X ist der PUMA ein Getriebe Nabenmotor, kein Direktläufer.
Beim Direktläufer dreht sich der Motor mit Hinterrad Drehzahl.
Erspart Planetensatz, allerdings steht die Leistung im direkten Zusammenhang mit dem Durchmesser des Motors.
Nun braucht ein E-Motor keine Kupplung wie ein Verbrennungsmotor, da er von null Umdrehungen starten kann.
Allerdings beginnt der effiziente Bereich irgendwo im Bereich 12-14 km/h, je nach Auslegung und Raddurchmesser.
Das spielt in der Ebene keine wesentliche Rolle, im Berg schon. Mit unter 10 km/h in kurzer Übersetzung den Pass hoch fahren bedeutet, ein hoher Teil der aufgenommenen Leistung wird in Wärme umgewandelt, der Motor überhitzt, regelt dann (hoffentlich) in der Leistung runter, um Beschädigungen zu vermeiden.

PUMA als Getriebe Nabenmotor hat eine interne Übersetzung von 5:1.
Bedeutet, 5 Motorumdrehungen ergeben 1 Radumdrehung. Dadurch wird der Motor berggängiger, kleinerer Durchmesser.
Nachteil sind mehr Bauteile und auch etwas lauter als die Direktläufer, allerdings immer noch deutlich leiser wie mein Bosch.
Auf den Bildern ist klar zu erkennen, dass Motorengehäuse läuft immer mit Raddrehzahl.
E-Bike-Solutions 8.jpg


Soweit zur Theorie, was bringen die Motoren in der Praxis?

Mit dem Bosch kann ich bis der Akku platt ist, enge Single Trails mit niedrigster Geschwindigkeit fahren, ich habe da noch keine Leistungsreduktion bemerkt.
Solche Kurse sind für den Puma das falsche Terrain. Da ist es nicht möglich, ein für den Motor sinnvolles Tempo zu fahren.
22.05.-Trial-Stöffel 2.jpg



Im Raum Gondelsheim fuhren wir nun tagelang auf meistens deutlich offeneren Strecken
Sonntag 17.08.  3.jpg


Bedeutet, da wird mit Geschwindigkeiten oberhalb von ≈15 km/h gefahren
Freitag 14.08. 9.jpg


mit dem Bosch kommst du da nur ran, wenn Puma Trinkpause macht
IMG_1129.jpg


sonst wird das ziemlich anstrengend, wenn man nicht Gisela heisst ;)
Samstag 15.08.  4.jpg


Woran liegt das?
Die Motoren haben insgesamt deutlich mehr Kraft (wenn die Geschwindigkeit hoch genug ist).
Bosch regelt sehr konservativ ab, da fehlen dann 3≈4 km/h selbst auf der Ebene.
Den Jeep trete ich in der Ebene nicht dauerhaft über echten 25 km/h
Freitag 14.08. 12.jpg


Der Kraftaufwand, um beim Bosch die volle Leistung abzurufen, scheint deutlich höher zu sein, als bei den PUMA Bikes, dass macht sich dann gerade bei sonnigen Tagen, langen Distanzen und ordentlich Höhenmeter bemerkbar. Bei steilen Asphaltpassagen unterhalb von 25 km/h (oberhalb ≈15 km/h) kann ich dann auch auf Turbo auf Dauer nicht folgen.

Auf der Hohlwegetour hatten wir dann eine wirklich krasse Auffahrt mit zugewachsenen Abschnitten, lehmigem Untergrund. Wir mussten kurz anhalten.
Wegfahren mit Bosch machbar, mit Puma schwierig, kommt man dann nicht auf höheres Tempo, wird die Motortemperatur dann irgendwann zu hoch.


Resümee, nicht ganz ernst gemeint:

Bosch kann alles, aber nichts wirklich gut.
Bewegt man den PUMA innerhalb seiner konstruktiven (thermischen) Grenzen, ist er klar stärker.
Ein anderes Thema ist auch, dass offene System lässt eine deutlich stärkere Individualisierung zu, was auch für schwächere Fahrer oder gesundheitlich beeinträchtige ganz andere Möglichkeiten der Anpassung ermöglicht.

War für mich sehr interessant und informativ.
Klar ist aber auch, will ich mir ein Bike auf dem Level des Jeep zusammenstellen, müsste das Pinion haben.
Mit den festen Akkus und entsprechenden Features wird das nicht billiger ;)
Natürlich kann man das billiger Bauen, aber..... :p
 
christiank

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Klar ist aber auch, will ich mir ein Bike auf dem Level des Jeep zusammenstellen, müsste das Pinion haben.
Bei engen Trails und Wurzelpassagen bringt das mit Nabenmotor auch nichts - das kann er einfach nicht.

Sonst entspricht Deine Zusammenfassung exakt meinen Erfahrungen mit beiden Systemen über nunmehr fast 11 jahre.
 
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Pete3

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Bosch kann alles, aber nichts wirklich gut.
Bewegt man den PUMA innerhalb seiner konstruktiven (thermischen) Grenzen, ist er klar stärker.
Danke für den Bericht.
Habt ihr auch den Verbrauch beider System verglichen?
 
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didi28

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Habt ihr auch den Verbrauch beider System verglichen?
Wenn ich die Reku außen vor lasse (fahre den Puma mit mechanisch gesperrtem Freilauf - heißt dann GMAC - und Baserunner FOC Controller mit stufenlos über den Gasgriff regelbarer Bremsrekuperation und elektrischem Freilauf), hatten Thomas und ich immer sehr ähnliche Verbrauchswerte, so um die 10 Wh pro Kilometer. Mit der Bremsreku habe ich in bergigem Gelände schon bis zu 20% zurückgewonnen, dann also nur noch 8 Wh pro Kilometer. Die mechanische Bremse brauche ich nur noch bei nicht vorhersehbaren Bremsungen.
 
Georg

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Dieser Bericht ist nicht für Naben Motoren Profis geschrieben, schildert meine Erfahrungen und völlig subjektive Meinung :cool:

Seit ca. 6 Jahren fahre ich nun Pedelec, Bosch Performance, nach 300 km zweiter Bosch Performance wegen seltsamer Geräusche, dann Levo mit Brose, da auch zwei Motoren, beim ersten war vermutlich nach einiger Zeit der Freilauf zwischen Motor und Tretlagerwelle defekt. Jetzt CX Generation 2, >13.000 km, bislang ohne Probleme.

Das Prinzip ist ja relativ klar, wie beim Motorrad,

vorne ein Ritzel / Riemenscheibe
Anhang anzeigen 335146

hinten eine Schaltung, ob Kette, Nabe, Kugeln (Enviolo) ist für die grundsätzliche Funktion egal.
Anhang anzeigen 335147

Die Geschwindigkeit des Bikes hängt nicht direkt von der Motordrehzahl, ab, sondern auch vom eingelegten Gang.
Das ermöglicht, den Motor überwiegend in einem effizienten Drehzahlbereich zu betreiben, auch wenn mit Gepäck auf steiler Piste mit 8 km/h hochgeklettert wird.
Nachteile sind bekannt, volle Antriebsleistung über Kette / Gates, viele bewegte Teile im Motor.
Die in meinem Bekanntenkreis höchste Kilometerleistung des alten CX liegt bei 28.950 km bis zum Exitus.

Hinterrad Motoren kannte ich nur aus vergangenen Zeiten (≈2005) aus einem Shop in Vaihingen/Enz, BION X in Steppenwolf, die rauchten dort regelmässig ab, Ursache mir nicht bekannt.
Durch den Besuch von Marianne und Andreas (@didi28) kam ich erstmals in Kontakt mit den PUMA Motoren.
Anhang anzeigen 335148

Im Gegensatz zum BION X ist der PUMA ein Getriebe Nabenmotor, kein Direktläufer.
Beim Direktläufer dreht sich der Motor mit Hinterrad Drehzahl.
Erspart Planetensatz, allerdings steht die Leistung im direkten Zusammenhang mit dem Durchmesser des Motors.
Nun braucht ein E-Motor keine Kupplung wie ein Verbrennungsmotor, da er von null Umdrehungen starten kann.
Allerdings beginnt der effiziente Bereich irgendwo im Bereich 12-14 km/h, je nach Auslegung und Raddurchmesser.
Das spielt in der Ebene keine wesentliche Rolle, im Berg schon. Mit unter 10 km/h in kurzer Übersetzung den Pass hoch fahren bedeutet, ein hoher Teil der aufgenommenen Leistung wird in Wärme umgewandelt, der Motor überhitzt, regelt dann (hoffentlich) in der Leistung runter, um Beschädigungen zu vermeiden.

PUMA als Getriebe Nabenmotor hat eine interne Übersetzung von 5:1.
Bedeutet, 5 Motorumdrehungen ergeben 1 Radumdrehung. Dadurch wird der Motor berggängiger, kleinerer Durchmesser.
Nachteil sind mehr Bauteile und auch etwas lauter als die Direktläufer, allerdings immer noch deutlich leiser wie mein Bosch.
Auf den Bildern ist klar zu erkennen, dass Motorengehäuse läuft immer mit Raddrehzahl.
Anhang anzeigen 335154

Soweit zur Theorie, was bringen die Motoren in der Praxis?

Mit dem Bosch kann ich bis der Akku platt ist, enge Single Trails mit niedrigster Geschwindigkeit fahren, ich habe da noch keine Leistungsreduktion bemerkt.
Solche Kurse sind für den Puma das falsche Terrain. Da ist es nicht möglich, ein für den Motor sinnvolles Tempo zu fahren.
Anhang anzeigen 335153


Im Raum Gondelsheim fuhren wir nun tagelang auf meistens deutlich offeneren Strecken
Anhang anzeigen 335155

Bedeutet, da wird mit Geschwindigkeiten oberhalb von ≈15 km/h gefahren
Anhang anzeigen 335156

mit dem Bosch kommst du da nur ran, wenn Puma Trinkpause macht
Anhang anzeigen 335157

sonst wird das ziemlich anstrengend, wenn man nicht Gisela heisst ;)
Anhang anzeigen 335158

Woran liegt das?
Die Motoren haben insgesamt deutlich mehr Kraft (wenn die Geschwindigkeit hoch genug ist).
Bosch regelt sehr konservativ ab, da fehlen dann 3≈4 km/h selbst auf der Ebene.
Den Jeep trete ich in der Ebene nicht dauerhaft über echten 25 km/h
Anhang anzeigen 335159

Der Kraftaufwand, um beim Bosch die volle Leistung abzurufen, scheint deutlich höher zu sein, als bei den PUMA Bikes, dass macht sich dann gerade bei sonnigen Tagen, langen Distanzen und ordentlich Höhenmeter bemerkbar. Bei steilen Asphaltpassagen unterhalb von 25 km/h (oberhalb ≈15 km/h) kann ich dann auch auf Turbo auf Dauer nicht folgen.

Auf der Hohlwegetour hatten wir dann eine wirklich krasse Auffahrt mit zugewachsenen Abschnitten, lehmigem Untergrund. Wir mussten kurz anhalten.
Wegfahren mit Bosch machbar, mit Puma schwierig, kommt man dann nicht auf höheres Tempo, wird die Motortemperatur dann irgendwann zu hoch.


Resümee, nicht ganz ernst gemeint:

Bosch kann alles, aber nichts wirklich gut.
Bewegt man den PUMA innerhalb seiner konstruktiven (thermischen) Grenzen, ist er klar stärker.
Ein anderes Thema ist auch, dass offene System lässt eine deutlich stärkere Individualisierung zu, was auch für schwächere Fahrer oder gesundheitlich beeinträchtige ganz andere Möglichkeiten der Anpassung ermöglicht.

War für mich sehr interessant und informativ.
Klar ist aber auch, will ich mir ein Bike auf dem Level des Jeep zusammenstellen, müsste das Pinion haben.
Mit den festen Akkus und entsprechenden Features wird das nicht billiger ;)
Natürlich kann man das billiger Bauen, aber..... :p
Ich bedanke mich ganz herzlich für Deinen hervorragenden Bericht.
Vielleicht kannst Du diesen jenen zum Lesen empfehlen, welche immer wieder die gleichen Fragen stellen und die Antworten nicht begreifen.
 
OldMan54

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@christiank

Der Jeep wird sicher noch längere Zeit bei mir bleiben.
Ist in der jetzigen Ausbaustufe bis auf die Gabel und kleine Details meinem Ideal schon sehr nahe.

Aber irgendwann reizt vermutlich was neues, ausserdem könnte ich mir auch was zum nächsten runden Geburtstag schenken :cool:
Spass beiseite, dass nächste Bike wird sicher noch Tourenlastiger.

Es gibt z.B. von Rennstahl Bikes mit einem GoSwiss, meines Wissens ein Direktläufer, im Hinterrad.
Da würde der Puma meiner Meinung nach deutlich mehr Sinn machen.
Die Übersetzung müsste natürlich deutlich in Richtung Speed ausgelegt sein, mach bei dieser Art von Motor vermutlich keinen Sinn, in den kleinen Gängen irgendwo unter 10≈12 km/h rum zu krebsen.
Andererseits, einige "Notgänge" im kurzen Bereich falls der Akku schlapp macht, auch nicht verkehrt ;)

@Georg
Ich bin technisch interessiert und nicht auf ein System festgenagelt.
Sicher ist der Mittelmotor universeller einsetzbar. Dafür hat der Puma Qualitäten und Möglichkeiten in Bereichen, wo Bosch eben nicht mehr mithalten kann.
Ausserdem ist ein Bike nicht nur Nutzkrad, sondern auch Emotionsträger.
 
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Bausatz Xiongda Double Speed. Vorher JMW 25.000km
Interessant wäre es auch, wie Du den Xiongda Double Speed Nabenmotor einschätzen/bewerten würdest.
 
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Interessant wäre es auch, wie Du den Xiongda Double Speed Nabenmotor einschätzen/bewerten würdest.


Die Art der Steuerung, PAS oder Drehmomentsensor bringt schon ein völlig unterschiedliches Fahrgefühl.
Müsste ich so wie früher täglich Pendeln, wäre ein Nabenmotor inzwischen meine erste Wahl.

Ich glaube, es werden, eventuell zuerst im Ausland, einfache Nabenmotoren in Bikes zum Einkaufen, Pendeln eine gewisse Renaissance erleben.
Um in die City zu fahren, brauche ich keine 90 Nm in einem High End Bike. Viele Pendler können (und wollen) sich keine Bikes zum Preis eines Mittelklasse Motorrad leisten.

Und es fasziniert mich schon, wie hier relativ viele mit mir völlig unbekannten Bikes, Motoren regelmässig sehr respektable Touren, Distanzen absolvieren. (y)
Einer der Chefs von EBIKE SOLUTIONS fährt ein Rad, mit dem er schon zu Schule gefahren ist. Pumafiziert, gelebte Nachhaltigkeit. Hat auch was ;)

Kleine Ergänzung noch zum Verbrauch, sowohl mit @didi28 als auch mit @Morsi65 lag ich im fast identischen Wh/km Bereich. @Chrisol natürlich deutlich darunter, wer sich die Bilder anschaut, versteht warum 😜
Dazu muss allerdings gesagt werden, dass die Puma bei ähnlichem Verbrauch schon spürbar schneller unterwegs waren.
Ziemlich spannend finde ich die Rekuperation bei didi28. Natürlich stark vom Streckenprofil abhängig, aber 18% Rückgewinnung bei einer Tour ist schon bemerkenswert.
Spart auch deutlich Bremsbeläge.

Bei meinem Levo damals waren über die verschiedenen Apps eine nahezu perfekte Individualisierung möglich.
Bei Bosch ist inzwischen auch einiges möglich, aber meiner Meinung nach nicht so weitgehend, nicht direkt vergleichbar.

Mit dem CYCLE ANALYST kann sich, wer will, voll austoben, muss aber nicht.
Die Optionen sind da, ist ja ein Unterschied, ob ich mit Gepäck über die Alpen fahre, oder eine Bahntrassen / Flüsse Tour mache.
Wie beim Levo bedingt das, ich muss mich mit der Materie beschäftigen, was ja nicht verkehrt ist.
 
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Pete3

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Viele Pendler können (und wollen) sich keine Bikes zum Preis eines Mittelklasse Motorrad leisten.
Diesen Satz verstehe ich nicht so ganz. Meinst du damit dein eigenes Pedelec?
Es gibt ja aber auch durchaus preisgünstigere Pedelecs mit Mittelmotor.

Zum Thema Bosch vs. Puma:
Man sollte vielleicht auch noch die Anzahl und Dichte der Servicepartner im Auge behalten.
Der Normalnutzer schätzt es durchaus, wenn er das Pedelec in der Nähe oder unterwegs warten oder reparieren lassen kann.
Für Bosch-Antriebe ist das Servicenetz sehr dicht.
Wie sieht es denn da beim Puma aus?
 
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didi28

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Der Normalnutzer schätzt es durchaus, wenn er das Pedelec in der Nähe oder unterwegs warten oder reparieren lassen kann. Für Bosch-Antriebe ist das Servicenetz sehr dicht. Wie sieht es denn da beim Puma aus?

DIY- und Fertig-Pedelecs kann man nicht wirklich vergleichen, sind zwei Welten. Die meisten unserer Kunden bauen selbst um und können dann i.d.R. auch den Service selbst machen. Bei Defekten schicken wir je nach Fehlerbild Controller, Display, Kabelweichen oder Kabel im Vorabtausch zu, der Motor muss i.d.R. gleich zu uns geschickt werden, es kann dann in der Saison leider ein paar Wochen dauern, bis ein Motor repariert ist. Im Einzelfall geben wir deshalb auch im Sachmängelhaftungsfall DIY-Reparaturen frei und schicken die benötigten Ersatzteile zu, wenn die Kunden einen kompetenten Eindruck machen und dies wünschen. Wie gesagt, ist eine ganz andere Welt.
 
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PUMA als Getriebe Nabenmotor hat eine interne Übersetzung von 5:1.
Bedeutet, 5 Motorumdrehungen ergeben 1 Radumdrehung. Dadurch wird der Motor berggängiger...
ist die interne 5:1 übersetzung bei allen wicklungen der Pumas gleich..? die berggängigkeit definiert sich ja vor allem über die windungszahl..
die Pumas die du hier vergleichst waren vermutlich alle die kletterfähigsten mit 16 windungen (16T) .. ?
von der Hohlwegetour 2018 (war mega gut..) weiß ich das Chrisol und auch Andreas, gefahren mit Mariannes Bike, beide den 16er drinn hatten.
jo.. die gingen schon sehr sehr gut.. 😁
nen 16T Puma in nem 20er rad mit mindestens 3 zoll reifenbreite sollte dann aber auch ne trailfähige bergziege sein.. bzw. nen lastenrad als lastbergziege..
die 25km/h erreicht man mit nem 48V - 52 V akku denn auch.. ohne in versuchung zu kommen den speed zu verfallen.. :LOL:

@christiank
Es gibt z.B. von Rennstahl Bikes mit einem GoSwiss, meines Wissens ein Direktläufer, im Hinterrad.
Da würde der Puma meiner Meinung nach deutlich mehr Sinn machen.
hast du mal nen GoSwiss gefahren..?? ist der hammer.. ich bin letztes jahr auf der Spezi ne halbe stunde damit in nem Yumo auf der testsrecke rumgeeiert..
mit mittleren (aber sehr kurzen) steigungen... da fragte ich mich wozu die gangschaltung da überhaupt verbaut wurde..
mit dem Pinion wäre es perfekt.
der GoSwiss hatte das große display und man konnte die leistung bis 800W beobachten.
.. und genau so fühlte sich er auch an.. im höchsten gang konnte man an der steigung anfahren... fantastisch.. wirklich.. 🥰 🥰
auch die unterstüzungsleistung war glaub ich 600% (oder mehr..?)
auch das Yumo um den GoSwiss drumherum war supi..
direkt danach bin ich dann nen R&M charger (CX+E14) gefahren... sehr ernüchternd im vergleich.. :rolleyes:
leider wurde die produktion des GoSwiss eingestellt.. war wohl einfach viel zu gut..
nen Puma bin ich noch nicht gefahren.. aber von der selektiven Hohlwegetour konnte man schon viel mitnehmen über die qualitäten.. (y)
 
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roger24

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Andreas hat meines Wissens den 12 T, ich habe den 10 T. Meiner geht trotzdem bergauf unglaublich gut.
 
christiank

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Meiner geht trotzdem bergauf unglaublich gut
Der Puma ist Berauf wirklich eine Welt für sich.
Ein Freund von mir fährt mir damit am Hausberg (ich mit TSDZ2) hoffnungslos um die Ohren.

Wie @OldMan54 geschrieben hat:
Fürs Berufspendeln/Alltag gibts IMO nicht besseres.
Wenn wirklich lange Strecken (auch mit Asphalt-Passfahrten) gefahren werden sollen ist der Puma schwer zu toppen.

Ich fahre zwar keinen Puma aber im Alltagsrad doch mit einen Nabenmotor mit 14A und 52Volt und denke nicht daran dieses System gegen einen Mittelmotor zu tauschen. Dieses System fährt immer (seit >10 Jahren) und mit Gasgriff auch wenn ich wieder mal einen kaputten Fuß habe.

Ein wenig techn. Verständnis sollte halt schon vorhanden sein.

Für meine MTB und Trecking-Ausfahrten habe ich zwei Räder mit Mittelmotor.
Das ist noch eher mit Fahrradfahren vergleichbar und mir persönlich lieber für die Freizeit.
 
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Diesen Satz verstehe ich nicht so ganz. Meinst du damit dein eigenes Pedelec?

Selbstverständlich kann man sich ein relativ preisgünstiges Bike mit Puma etc. aufbauen.

Mein Jeep ist bis ins Detail auf meine Ansprüche hin optimiert. Dual Akku, Rohloff, 4 Kolben Bremse, Beleuchtung, Carbonbleche, versenkbare Sattelstütze etc., etc.

Will ich was vergleichbares mit Puma brauche ich zuerst ein Bike mit Pinion.
Dann will ich keine mit Akkus gefüllte Tasche, sondern einen Rahmenakku. Controller in der Akkuhalterung integriert. 2 x 645 Wh Akku, Cycle Analist 3.1, Daumengas, Tretsensor etc.
Ein Bike, dass dann im Prinzip aussieht wie ab Werk.
Damit liege ich dann sicher in dem von mir angesprochenen Bereich.

Klar, braucht kein Mensch zum Pendeln, @Meister783 baut da in meinen Augen sehr schöne, puristische Bikes, für die Fahrt zum Job ist sicher auch ein kleiner Frontmotor ausreichend.

Alpencross mit Gepäck, den filigranen alten Mann im Sattel, völlig andere Baustelle. :X3:

Ich habe unzählige Lehrgänge beruflicher Natur in Munster, Bremen gemacht. Dort sind andere Bikes sinnvoll wie im Schwarzwald oder in den Alpen.
Deswegen gibt es nicht "das Bike", sondern immer nur das individuell passende Bike.
70% an meinem Jeep sind Spinnerei, Hobby 😜
 
Hochsitzcola

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Gazelle mit BionX IGH3 + OpenSource Firmware
Für meine MTB und Trecking-Ausfahrten habe ich zwei Räder mit Mittelmotor.
Das ist noch eher mit Fahrradfahren vergleichbar und mir persönlich lieber für die Freizeit
Das Fahrgefühl liegt aber ja nicht an der Motorposition, sondern an der Art der Motoransteuerung über den Drehmomentsensor bzw. der "Übersetzung" der Eigenleistung in Motorleistung...

Gruß
hochsitzcola
 
Glücksrad

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@OldMan54 : Danke für den Beitrag, ich hoffe, dass er nicht wieder von den Ultras zerredet wird.
Für mich gilt auch: Im Gelände mit langen und/oder harten Steigungen ist der Mittelmotor besser dran. Abseits davon setze ich fast ausschließlich den BionX ein. Der ist geräuschlos und kann mit seinem enormen Drehmoment angenehm schaltfaul gefahren werden.
Da Heck-Nabenmotoren in der Regel nicht an ein bestimmtes Fahrrad gebunden sind, kann ich meinen inzwischen 10 Jahre alten BionX recht einfach durch einen anderen Motor ersetzen, wenn er mal irreparabel kaputt gehen sollte. Vor diesem Hintergrund ist der Fahrbericht mit dem Puma recht interessant für mich.
 
OldMan54

OldMan54

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hast du mal nen GoSwiss gefahren..??

Nein, mal kurz einen Alber in einem S-Pedelec bei einem Derby Lehrgang, ist aber schon etwas länger her.

Rennstahl hat entweder noch Motoren oder eine nicht aktuelle Internetseite.

©Rennstahl
Rennstahl_931_go_swiss_Seitenansicht_1-1.jpg


Das Bike ist in der schnellsten Übersetzung 32/26 übersetzt.
Pinion gibt es in allen Variationen, hier als Beispiel die 12 fach Variante:


©Ritzelrechner
Bildschirmfoto 2020-08-20 um 18.30.26.jpg


Die Zahlen oberhalb der Dreiecke sind km/h bei 90 rpm Trittfrequenz.
Da frage ich mich, ob die Gänge 1≈3 in den Bergen längere Zeit funktionieren, der Motor dreht dann, gerade als Direktläufer, doch extrem langsam?
 
Thema:

Blick über den Tellerrand, Bosch vs. PUMA, Versuch eines Vergleichs.

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