Reise Black Mamba (Solarmobil)

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Das hängt davon ab, wieviel Zeit ich mir nehme. Das Lager aufzubauen, inkl. Hängemattenständer bis zum schlaffertigen Bett mit allem drin, vielleicht 10 Minuten. Wenn überhaupt. Vielleicht auch nur 5. Das geht wirklich zackig, alles liegt direkt in der Reihenfolge Griffbereit, wie ich es brauche. Ich mach das halt ganz entspannt und schon steht es. Abbau dito, wobei da oftmals hinzu kommt, dass ich die Sachen gerne trocken einpacke. Das verzögert das Ganze etwas, aber zwischendrin ist ja noch Kaffee, Frühstück und Morgentoilette. Beim Abbau wandert ja dann auch quasi automatisch alles wieder in der richtigen Reihenfolge für den nächsten Aufbau in den Hänger. Zeitersparnis bringt auch, dass ich die Sachen nicht komprimieren muss sondern einfach in den Hänger legen kann und am nächsten Abend dann eben wieder einfach rausnehme. Das ist wirklich sehr angenehm.

Das mobile Büro da reinzudöngeln dann noch mal ähnlich lang.

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Ich hatte schon überlegt, eine kleine Fototreihe vom Lageraufbau zu machen, aber dafür war es dann schon zu dunkel. Ein andermal.

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Morgen ist ja wieder arbeiten angesagt. Gleichzeitig braut sich wettertechnisch was zusammen. Der Herbst soll nun doch kommen, wahrscheinlich mit Schmackes. Ich beobachte das seit ein paar Tagen bereits etwas besorgt, hoffe aber einfach, dass es nicht so schlimm wird bzw. ich einigermaßen ausweichen kann. Vor allem wegen der Arbeit. In Sturm und Regen draußen mit Laptop & Co ... das würde ich gerne erst mal langsam angehen lassen.

Dafür bin ich hier unten im Südwesten eigentlich genau falsch. Hat man auch heute morgen schon gesehen. Von Frankreich her kommt das Nass. Entsprechen war gestern bis heute für meinen jeweiligen Standort bereits für morgen Gewitter und Regen, aber keine Sonne angesagt. Auch an der Donauquelle, die ich nicht unerledigt lassen wollte.

Ausweichrichtungen sind derzeit Norden und Westen. Entsprechend bin ich die Brigach hochgefahren, ein Zufluss zur Donau direkt an deren Quelle. Das ging halt nach Norden und ein wenig westlich. Dort habe ich mir ein Plätzchen nahe der Quelle gesucht, das ich für einigermaßen geschützt halte.

Die lokale Wettervorhersage gibt dann auch tatsächlich Sonne bis um 11:00 an, danach soll es sich zuziehen, mit stetig steigender Regenwahrscheinlichkeit, besonders dann ab 14:00. Da wäre ich dann mit Arbeit schon fast fertig. Mal schauen, was wirklich passiert. Ich hab' ja auch noch Gleitzeit.

Nach aktueller Lage wäre dann die weitere Stoßrichtung westlich, also erst mal Freiburg im Breisgau und dann weiter westlich. Mal sehen, dazu steht dann aber noch eine weitere Entscheidung an. Derzeit tendiere ich dazu, weiter westlich bis Dijon genau südlich liegt und dann Dijon, Lyon - Rhone. Aber das hängt vom Wetter ab und davon, wie der Blödsinn mit der Sozialversicherung sich gestaltet. Daran arbeite ich.

Jedenfalls bin ich von daher heute nicht groß zum fotografieren gekommen. Und jetzt gibt's erst mal essen.
 
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So sieht das dann von innen mit Mückennetz aus. Es bleibt angenehm viel Platz. Ich kann sitzen und die Arme ausstrecken, es stört oder beengt kein bisschen. Lediglich ein- und aussteigen wird dadurch verkompliziert.

Das Mückennetz hat neben seiner eigentlichen Funktion noch andere Effekte. Binnen der Hängematte bleibt alles vom Tau verschont, ist also morgens trocken. Nass stört mich sonst zwar nicht und auch mein Quilt (Schlafsack) kann das ab. Aber morgen früh um 6:00 will ich ja arbeiten, daher ist das diese Nacht aufgezogen. Im Weiteren bleibt es damit etwas wärmer. In sehr warmen Nächten ein Nachteil, sonst ein Vorteil. Und es schafft ggf. etwas mehr Privatsphäre, da es leicht Blickdicht ist. Kann zum Beispiel auf überfüllten Campingplätzen angenehm sein oder unter Umständen für meine Arbeit, da besonders hohe Datenschutzrichtlinien greifen.
 

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Mittagspause :D

Die Wetterentwicklung ist hervorragend. Der Regenradar meldet, dass der Regen erst gegen 17:00 hier eintrifft. Derzeit strahlender Sonnenschein und ab und zu ein Wölkchen. Ich kann also ganz entspannt arbeiten. Das Panel beliefert derweil nicht nur das Arbeitsgerät sondern lädt auch den Akku, vermutlich ist der bei Schichtende wieder voll. Mithin kann ich in Ruhe zuende arbeiten. Laut Regenradar entkomme ich für heute mit der angedachten Richtung auch weiterhin.

Das Tarp spendet insoweit auch Schatten, aber es kommen dennoch kurzwellige Energiestrahlen durch. Ist also durchaus etwas warm.

Abhilfe könnte ein kleiner Ventilator bringen, da bei Sonne ja genug Strom da ist. Eine andere oder zusätzliche Möglichkeit böte ein zweites Tarp, dass mit wenigen Zentimetern Luft zwischen den Tarps montiert sein müsste. Noch besser funktionierte das, hätte dieses zweite Tarp eine feflektierende Oberfläche. Es gibt zum Beispiel von Zpacks einen sehr leichten Regenschirm aus einem solchen Material, damit der auch als Sonnenschirm taugt. Das könnte vielleicht ein geeignetes Material sein. Ein Plätzchen, welches neben allen anderen Anforderungen für das Büro Schatten bietet, ist hingegen nur gelegentlich eine Lösung und dürfte noch schwieriger in den heißen und daher kargeren Regionen zu finden sein.

Das schwirrt mir im Hinterkopf. Für dieses Jahr aber eher wegen fortgeschrittener Jahreszeit nicht mehr nötig. Da dürfte Sonne als Wärmequelle im weiteren Verlauf hilfreich sein.

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Heute nach der Arbeit irgendwas nach 15 Uhr losgefahren. Wie den Tag zuvor ging es steil bergan, teils auf richtig heftigen Schotterwegen. Bis dann ein Weg, den Komoot vorschlug, nicht mehr fahrbar war. Laut Komoot befand ich mich auf 1100 Meter - und jetzt wäre es wieder runter gegangen. Aber den Weg wäre ich noch nicht mal mit Mountainbike runtergefahren - selbst zu Fuß wäre das mehr klettern als gehen gewesen. Alle anderen Wege sahen auch nicht besser aus, endeten irgendwo in Wegen, die ich nicht riskieren wollte.

Lost in Schwarzwald. Aber wunderschön. Ich kann das gar nicht in Fotos einfangen - und war sowieso zu beschäftigt. Besonders Gefälle und Steigungen bekomme ich nicht ins Bild. Was an der Haftgrenze der Reifen ist sieht auf den Fotos gerade aus. Und die wirklich hartsträubenden Fahrsituationen kann ich natürlich auch nicht einfrieren.

Jedenfalls wieder zurück bis zu einer Straße und einen anderen Weg gesucht.

Dann war ich natürlich auch recht kaputt und kam hier vorbei. Ich meide ja die Nähe von Häusern sonst, aber um ein Ende zu finden dachte ich mir, frag doch mal. War aber niemand anzutreffen. Also einfach mal Anfangen, wird schon schief gehen. Dann kam auch eine ältere Dame und segnete alles ab.

Jetzt gerade also erst mal Kaffeepause und dann Lager aufbauen. Donnergrollen ist zu hören.

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Lagerplatz und Büro. Willkommen bei "schöner Arbeiten", dem Magazin für digitale Nomaden ;-)

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Und genau: Regen. Dürfte aber nicht viel sein. Schön ist, dass ich gerade rechtzeitig fertig geworden bin. Und dass mein Stühlchen auch noch unters Tarp passt, um die Kaffeepause zuende zu genießen.
 

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Heute dann von 6:00 bis knapp 15:00 gearbeitet und dann los Richtung Freiburg im Breisgau. Erst ging es noch mal auf ca. 1000 Meter hoch und dann richtig runter. Eine schmale gut asphaltierte Straße durch eine unglaublich schöne Landschaft, Felswände, Wald, steile Felder, vereinzelte schöne Häuser oder Häusergruppen, unfassbar schön, eine der, wenn nicht die schönste Strecke die ich je gefahren bin. Schön die Bremse auf irgendwo um die 30 km/h gezogen und das Schauspiel genossen. Völlig irre. Entsprechend habe ich nicht ans Fotografieren gedacht.

Dann ging es das Ganze wieder rauf, wieder bis auf irgendwas mit 1000 Meter. Nicht mehr ganz so schön, da wieder mehr Zivilisation, die Straße auch schon viel breiter, aber dennoch natürlich schön.

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Oben angekommen erst mal ein kleines Päuschen.

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Dabei ist mir dann erst eingefallen, dass ich bei der ersten Abfahrt am besten die Videokamera hätte laufen lassen sollen. Und obwohl ich mir sicher war, dass die nächste Abfahrt da nicht mithalten kann, hab' ich das dann vorsichtshalber gemacht. Daher nur ein Foto vom Start.

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Wie erwartet, nicht so schön wie die erste Abfahrt aber immer noch wundervoll. Das Video wurde eine halbe Stunde lang. Das war dann die interessantere Hälfte der Abfahrt, dann habe ich abgeschaltet. Und weiter ging es.

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So langsam dann nach Freiburg rein ...

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Und erst mal einkaufen. Der Weg, den das Navi vorschlug, entpuppte sich als fürchterliche Baustellenstaufalle, also abgebogen und andere Wege gesucht ...

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... und dabei das Glück gehabt, dass dies mich mitten durch die sehr schöne Altstadt führte. Dabei kam ich noch an einem Trinkwasserbrunnen vorbei und konnte direkt die Wasserreserven auffüllen.

Da der Akku auf 30% runter war, wollte ich noch eine von zwei eBike-Tankstellen aufsuchen. Ja Pustekuchen, Baustelle, nix mehr Strom. Also zur nächsten. Auch Pustekuchen. Geschlossenes Werksgelände. OK. Also weiter nach Breisach am Rhein. Außer an Steigungen ohne Trittkraftunterstützung, sprich langam. Gaanz langsam :D

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Und weiter in die Dunkelheit. Jetzt lieg' ich hier bei Breisach direkt am Rhein, noch 22% Akku im Tank, 8 € auf Tasche und freue mich auf morgen, wo es keine Sonne geben soll und es Blitzt die ganze Zeit. Es bleibt also spannend :D
 
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Gast30710

Ab "Langsam nach Freiburg rein . . ." ist entlang am Dreisamuferweg und dann bist du durch´s Schwabentor in die Altstadt reingefahren und hast wahrscheinlich kurz hinter dem Schwabentor, am Oberlindenbrunnen deine Wasserreserven aufgefüllt. Hätte ich es gewusst, wo du langfährst, hätte ich mir das Gefährt auch gern mal angeschaut. Weiterhin gute Fahrt und freundliches Wetter für deine schöne Tour.

Gruß Steppenwolf65
 

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Guten Morgen ...

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Erst mal eine Steckdose gesucht und gefunden, einen Kaffee gab es gleich dazu, Toilette und Frühstückstisch in idyllischem Garten mit Wasserplätschern auch. Das ältere Ehepaar gerade mit Umbauen beschäftigt, um sich zu verkleinern und den Rest zu vermieten - um dann selber den Rest des Lebens auf Radtour zu gehen. Entsprechend gute Tipps für den weiteren Streckenverlauf bekommen.

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Und weiter ging es, erst mal noch ein Stück den Rhein hoch ...

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... Päuschen ...

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... und dann rüber nach Frankreich. Eigentlich hätte ich noch etwas den Rhein entlang fahren können und das wäre auch schöner gewesen, aber ich wollte endlich französische Luft atmen. Also eine Brücke früher ab ...

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... und nach dem Grenzschild ausschau gehalten, da ich davon bei jedem Grenzübertritt ein Foto machen wollte. War aber keines da. Mithin musste ersatzweise das erste französische Schild herhalten, das mir begegnete.

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Weiter rüber ...

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Dann ging es erst mal unattraktive Landstraße, bis endlich der Rhein-Rhone-Kanal erreicht war. Päuschen. Letzte wirksame Sonne optimal nutzen.

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Weiter, immer den Kanal lang ...

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... bis zum Nachtlager.

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Den Kanal dann wohl erst mal weiter bis Lyon. Wetter mal abwarten. Hier in der Gegend scheint es die ganzen Tage chaotisch unvorhersehbar, während es anderswo in Europa stabil berechenbar ist. Daher ändert sich oft die lokale Vorhersage und passieren tut dann doch was anderes. Heute zum Beispiel viel Sonne. Morgen soll es wieder gar keine geben. Das lässt hoffen ;-)
 

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Danke :)

Kleine Anekdote dazu:

Bei der letzten Stromtankstelle erzählte mir der Gastgeber von einem jungen Mann aus der Gegend, der mit 21 eine kleine Radtour nach Amsterdam gemacht hatte, einen Freund besuchen. Plötzlich war er verschwunden, man hat nichts mehr von ihm gehört. Erst 51 Jahre später kehrte er als alter Mann zurück. Mit dem Fahrrad, mit dem er losgefahren ist. Er hat die ganze Welt bereist. Und meinte, jetzt hätte er alles gesehen, was er hätte sehen wollen.
 

Wete

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Details E-Antrieb
Bosch CX Gen. 4, Kiox
Eine schmale gut asphaltierte Straße durch eine unglaublich schöne Landschaft, Felswände, Wald, steile Felder, vereinzelte schöne Häuser oder Häusergruppen, unfassbar schön, eine der, wenn nicht die schönste Strecke die ich je gefahren bin. Schön die Bremse auf irgendwo um die 30 km/h gezogen und das Schauspiel genossen. Völlig irre. Entsprechend habe ich nicht ans Fotografieren gedacht.

Wäre es möglich, den Verlauf dieser schönsten Strecke zu erfahren?
Und wie kann man nur durch Freiburg durchfahren, ohne sich dort mindestens einen Tag aufzuhalten? ;)

Wenn Du den Rhein wieder aufwärts gefahren wärest, hätte ich Dir bei der Staustufe Iffezheim zugewinkt.
 

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Wäre es möglich, den Verlauf dieser schönsten Strecke zu erfahren?

Hm. Ich habe die mal in Komoot freigegeben. Heißt: "Nach Freiburg im Breisgau". Ich weiß jetzt nicht, was sonst noch an Infos nötig wäre, die zu finden. Startet Winterhalderhof, dann Hausebenhof, Schweizersgrund, scharf links auf Hauptstraße, scharf rechts Hexenloch, geht auf Glashütte, Holzschlagsträßchen ...

Und wie kann man nur durch Freiburg durchfahren, ohne sich dort mindestens einen Tag aufzuhalten? ;)

Das ist richtig. Aber ich muss wettertechnisch auch schauen, dass ich nach Süden komme. Aber so wird klar, warum man 51 Jahre für eine Weltreise braucht, wenn man nicht alles verpassen möchte. Aber ich hab' glücklicherweise doch was davon gesehen. Schön entspannt die Danim und dann durch die Altstadt gecruised.
 
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