BionX 48V Akku- Laden und Balancieren im Fokus

Diskutiere BionX 48V Akku- Laden und Balancieren im Fokus im BionX Forum im Bereich Nabenmotoren; Aufgrund dieses Beitrags, habe ich mich jetzt einmal genauer mit dem Laden und Balancieren eines 48V-Akkus beschäftigt. Die Daten wurden mit Bike...

eichensven

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Aufgrund dieses Beitrags, habe ich mich jetzt einmal genauer mit dem Laden und Balancieren eines 48V-Akkus beschäftigt. Die Daten wurden mit Bike Info ausgelesen.
Nach angestecktem Netzteil wechselt die LED von Rot auf Orange und ein doppelter Signalton zeigt an, dass geladen wird.
Diese Anzeige im PC:
001.jpg

wechselt zu dieser Anzeige:

002.jpg

Wenn eine Spannung von 53,65 V bis 54,1 V erreicht ist, wird der Ladestrom langsam zurückgeregelt:
003.jpg

bis die grüne LED signalisiert, dass der Akku voll ist. Danach dauert es noch einen Augenblick und der Akku signalisiert mit einen kurzen doppelten Ton (HW 6.3; SW112), dass er in den Balancermodus gegangen ist. Dabei leuchtet die grüne LED durchgehend weiter.


Bleibt das Netzteil angesteckt und ist die Spannung des Akkus nach mehreren Stunden bis zu einem bestimmten Wert gefallen , geht der Akku wieder in den Lademodus, die orange LED leuchtet und es wird wieder bis zur Ladeschlussspannung geladen.
Ein „Final Voltage“ von 54,21V konnte ich dabei nicht beobachten. Strom floss teilweise mehr als 1,5A. Am meisten hat mich interessiert, ob der Akku balanciert.
Hier mal mehrere Versuche mit kontinuierlich angestecktem Netzteil .
Als erstes ein Platine HW 6.3 und SW 112
Der Akku pack war gleichmäßig balanciert außer die erste Zelle. Die wurde mit ca. 0,1 Volt mehr geladen. Das Netzteil blieb kontinuierlich angesteckt.

005.jpg



Erstaunlich, dass die Ladeschlussspannung bei der ersten Zelle bis 2,25 Volt geht. Und selbst hier weiß ich nicht, ob der Akku wegen der 2,25V der ersten Zelle oder der erreichten Ladeschlussspannung von etwas über 53,7V abgeschalten hat. Das müsste man noch mal testen.
Ein Balancieren konnte ich nicht feststellen
Als nächster Versuch wieder HW6.3 und SW 112.
Diesmal Zelle 3,4,5 und 6 ca. 0,1 Volt weniger

006.jpg


Ein balancieren war auch hier nicht zu erkennen.
Nächster Versuch: HW6.2 und SW 111.
Die Zelle 3, 4, 5, 6 ca. 0,1 Volt weniger

007.jpg


Auffällig war, dass Balancer immer aktiv anzeigt.
Weiterer Versuch: HW6.2 und SW 105
Die Zelle 3, 4, 5, 6 ca. 0,1 Volt weniger

008.jpg


Auch hier war der Balancer laut Anzeige immer aktiv.
Die Ladeschlussspannung war hier am höchsten.
Ein Balancieren konnte ich bei allen Versuchen nicht erkennen.
Eigentlich ganz gut so, da bei defekten Platinen mit falsch gemessenen Spannungswerten der einzelnen Zellenbänke so auch der Akku nicht auseinander balanciert wird.
 

cephalotus

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Hast Du die Spannungen der Zellbänke selber gemessen oder die Anzeigen von BikeInfo genommen?

Bei mir sind diese Anzeigen nämlich falsch, genauso wie die vom BBI.

Den Grund, warum ssich bei BikeInfo beim ändern einzeler Kalibrierwerte gleich mehrere mitändern kenne ich nicht. Ich vermute einen Fehler in der BikeInfo Software, mag mich aber irren...
 

eichensven

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Hast Du die Spannungen der Zellbänke selber gemessen oder die Anzeigen von BikeInfo genommen?
Wo "Meßwert" steht, habe ich mit dem Multimeter gemessen.
Alle anderen Werte mit BikeInfo.
Nach meinigen bisherigen Erfahrungen sind die 37 Volt Akku's am stabilsten in Bezug aufs Zelldriften. Da gibt es mit den 48 Volt Akkus mit der Einzelzellbanküberwachung doch mehr Probleme.
 

cephalotus

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Ah, das ist gut dass Du gemssen hats und Glückwunsch, dass die Werte zumindest halbwegs passen. Ist leider keine Selbstverständlichkeit.

Was das BionX 48V BMS macht (und was bikeinfo macht) ist mir nach wie vor ein ungelöstes Rätsel. Könnte ich heute nochmal neu anfangen würde ich außer fürs s-Pedelec bei BionX nur die 36V Akkus kaufen.

Wenn man auseinenader driftende Zellen hat (die spannende Frage ist, weiso die bei BionX überhaupt um mehr als 0,1V abweichen, das ist ja kein unbedeutender Wert sondern bereits ein signifikanter Kapazitätsverlust) und man das Glück hat, dass die BionX Platine die Spannungen noch halbwegs gut misst, dann ist man wohl am besten mit einem externe Balnacer dran, denn man alle heilige Zeiten mal einsetzt...

Einer von denen, die mit der Reperatur von BionX Akkus ihr Geld verdienen hat kein gutes Haar an den "Softwaretools" gelassen, mit denen wir uns so beschäftigen. Ich kann das nicht prüfen noch hab ich Ahnung davon, aber gewisse Zweifel hat das bei mir schon gesät. Vor allem das herum hüpfen der Balibrierspannungen bei Bikeinfo ohne jede Methode und ohne jedes System wirkt für mich nicht so, als sollte das tatsächlich so sein. Angeblich kann man mit den "richtigen Werkzeugen" (keine Ahnung welche das sind) die Platinen auch vernüftig kalibrieren.

Schade, dass BionX heute so wneig Bedeutung hat, dass es niemanden gibt, der da was entwicklen kann. Ich wäre mittlerweile bereit, 200 Euro für ein gut funktionierendes, frei einstellbares und langlebiges BMS für meine 48V BionX Akkus zu bezahlen und ich würde perspektivisch mehr als nur eins kaufen.

MfG
 

eichensven

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Nach meinen bisherigen Erkenntnissen-nochmal zum Thema "Nachkalibrieren" mit entsprechender SW:
Kalibrierwerte sind von Platine zu Platine unterschiedlich. Damit werden Toleranzen der Bauteile der Platine ausgeglichen.
Dieses geschieht einmalig bei der Herstellung und wird normalerweise nicht mehr geändert.
Wenn die von der Platine gemessenen Werte nicht mehr mit den Orginalwerten übereinstimmen, dann sind entweder Bauteile defekt oder es gibt schlechte Lötstellen auf der Platine. Bei einem großen Teil der defekten Platinen werden die Werte nach einigen Wochen Abstinenz vom Akku wieder stimmig .
Bei defekter HW werden diese Werte sich also auch nach einem kalibrieren wieder ändern.
Um zu testen was dabei passieren kann, habe ich folgenden Versuch gemacht:
Bei einem Akku mit 3,95V pro Bank habe ich die erste Bank auf 4,15V geladen und danach den Wert dieser Bank mit der SW auf 4,0V gestellt.
Danach steckte ich das Netzteil an den Akku um zu laden.
Nachdem die erste Zelle bei 4,305 V lag brach ich den Versuch ab.
Ich will damit nur aufzeigen, was passieren kann, wenn die Zellwerte zwar im Augenblick richtig eingestellt sind, sie sich aber danach wieder verändern.
Eine Platine mit defekter HW würde ich auch nach dem kalibrieren nicht mehr in der Praxis einsetzen.
MfG
 

sundance

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Schade, dass BionX heute so wneig Bedeutung hat, dass es niemanden gibt, der da was entwicklen kann. Ich wäre mittlerweile bereit, 200 Euro für ein gut funktionierendes, frei einstellbares und langlebiges BMS für meine 48V BionX Akkus zu bezahlen und ich würde perspektivisch mehr als nur eins kaufen.
Dieser Anbieter hat inzwischen ein eigenes BMS für Bionx entwickelt, es wird aber nur zusammen mit dem Akku verkauft, der Text auf der Seite ist nicht mehr ganz aktuell.
https://www.akkudiagnose.de/e-bike-akku-diagnose-reparatur/bionx-akku-reparatur-fuer-e-bike/
 

onemintyulep

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Nach meiner Erfahrung macht es keinen Sinn volle Zellen (auch schon bei 4,1V) zu balancen. Alte Zellen weichen im entladenen Zustand voneinander ab (Kapazitätsunterschiede), aber wenn sie im geladenen Zustand sehr unterschiedlich sind, sind sie kaputt. Ein BMS das die Unterspannung (=normal) bzw. Überspannung (=ist was kaputt) überwacht wäre mir gut genug. Wünschenswert wäre ein Ausgleich beim Entladen (so das das BMS später abschalten kann) aber das ist in der Preiskategorie nicht drin.
Wenn also dem original Bionx BMS vorgeworfen wird dass es nicht balanced, das wäre mir grad recht.
 

cephalotus

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Was das BionX 48V BMS macht (und was bikeinfo macht) ist mir nach wie vor ein ungelöstes Rätsel.
Da ich kein Balancer-Equipment habe, war mein Plan bei Bedarf meinen Extender 1 bis 2 mal pro Jahr an eine funktionierende BionX-Platine anzuschließen und so zu balancieren. Da die Balancerfunktion des BionX-Akkus anscheinend nach hiesigen Erfahrungen sehr zweifelhaft erscheint, frage ich mich, ob es nicht deutlich besser wäre, eine anderweitige Balancierung vorzunehmen bzw. vornehmen zu lassen. Gibt es eigentlich ein einfaches Gerät für 13S-Akkus bei dem der BionX-Balancerkabelstecker eingesteckt wird und die Einzelspannungen ausgegeben werden?
 
G

Gizmo74

Nach meinen bisherigen Erkenntnissen-nochmal zum Thema "Nachkalibrieren" mit entsprechender SW:
Kalibrierwerte sind von Platine zu Platine unterschiedlich. Damit werden Toleranzen der Bauteile der Platine ausgeglichen.
Dieses geschieht einmalig bei der Herstellung und wird normalerweise nicht mehr geändert.
Wenn die von der Platine gemessenen Werte nicht mehr mit den Orginalwerten übereinstimmen, dann sind entweder Bauteile defekt oder es gibt schlechte Lötstellen auf der Platine. Bei einem großen Teil der defekten Platinen werden die Werte nach einigen Wochen Abstinenz vom Akku wieder stimmig .
Bei defekter HW werden diese Werte sich also auch nach einem kalibrieren wieder ändern.
MfG

Das mit dem "einige Wochen Abstinenz vom Akku" kann ich nachvollziehbar bestätigen: Sicherung raus und Balancer-Kabel abziehen, zwei oder drei Wochen warten, anstecken, lädt problemlos bis voll. Kürze Zeiten von nur ein paar Tagen bringen nichts. Nur verstehen tu ich das nicht: was passiert in dieser Zeit? Wärme oder irgendwelche Restspannungen in Kondensatoren könnens wohl kaum sein, dann müssten doch ein paar Tage auch reichen.
 

onemintyulep

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irgendwelche Restspannungen in Kondensatoren könnens wohl kaum sein
Technisch kann das schon sein. Der OP-Amp den ich immer verwende hat Eingangsströme von 1pA, da kann ein Elko lange aushelfen. Gelichzeitig haben OP-Amps durchaus das Potential für einen "Deadlock". In dem Fall würde es ja helfen alle Elkos mal kurzzuschliessen.
Ich weiss nicht wie häufig bzw. reproduzierbar euer Bionx-BMS-Problem da auftritt ?
 
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