Bionx 48V Akku über Nacht tiefentladen

Diskutiere Bionx 48V Akku über Nacht tiefentladen im Akkus, Batteriemanagement (BMS), Ladegeräte Forum im Bereich Diskussionen; Hallo zusammen. Habe mir vor ca. 1 Monat ein gebrauchtes KTM eFun BionX HE mit einem 48V 317 Wh/6,6Ah Akku gekauft. Der Akku hatte natürlich...

David

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Hallo zusammen.

Habe mir vor ca. 1 Monat ein gebrauchtes KTM eFun BionX HE mit einem 48V 317 Wh/6,6Ah Akku gekauft.
Der Akku hatte natürlich aufgrund seines Alters schon ziemliche Kapazitätsverluste.
Aber ich kam damit noch ca. 5-7km und verlor nur die Hälfte der Kapazität lt. Anzeige.
Mit dem Rad bin ich selbst insgesamt ca. 15km gefahren und habe nach den kleinen Fahrten immer vollgeladen.
Nun wollte ich eines Tages ausprobieren wie weit ich wirklich komme, bis die Unterstützung zu ende ist.
Hab den Akku am Tag davor voll geladen, am Morgen den Akku aufs Rad und.....nichts geht mehr.
Beim Versuch den Akku zu laden passierte auch nichts.
Also Akkugehäuse geöffnet und Spannungen gemessen.
Einige Stränge hatten 0V und andere nur ca. 5V.
Sieht eindeutig nach einem tiefentladenen Akku aus nicht?
Aber warum?
Warum so plötzlich?
Kann es sein, dass das BMS defekt ist?

Da es schwierig ist an einen neuen Akku des Typs heranzukommen, würde ich mir gerne neue Zellen kaufen und diese selbst verbauen. Günstiger ist das obendrein. Nur will ich mir den neuen Akkupack mit einem vermutlich defekten BMS nicht wieder tiefentladen.

Kann ich das BMS auf Funktion testen?
BMS Typ: SMC Rev6.2b BionX.ca

Oder gibt es sonstige BMS die ich stattdessen einbauen könnte?

Ich bitte um eure Hilfe und entschuldigt den langen Roman.

Grüße
David
 

Rutzki73

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Hi David.
Eigentlich sollte man nicht von Kapazität, sondern von Gesamt Energiemenge sprechen, also Kapazität x Spannung = Wh.
Die Erklärung kann sein, dass die Spannung im Akku einbricht. also in den Akkuzellen. Und wenn die Spannung unter Last einbricht, so sinkt auch die Gesamt Energiemenge Wh.
Theoretisch kann die Kapazität in den Akkuzellen immer noch hoch sein, aber in der Regel sind Kapazitätsverlust und Spannungsverlust begleitende Ereignisse.
 

Ewi2435

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Wenn einzelne Zellen auf 0V und andere auf 5V sind hat das mit der Energie nichts zu tun sondern der Akku ist einfach nur noch Schrott.

Diese Akkureihe von Bionx war bekannt dafür defekte bzw. dekalibrierte BMS zu haben. Wenn aber einzelne Zellen auf 0V sind hat es seinen Zweck vollkommen verfehlt!

Die Zellen sind auf jedenfall Schrott und die mit 5V solltest du schleunigst entladen und entsorgen.

Einfach so passiert das auch nicht, da ist das BMS diesmal schuld. Kannst mal die üblichen verdächtigen anfragen ob du ein neues BMS bekommen kannst.
 

Rutzki73

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Wenn einzelne Zellen auf 0V und andere auf 5V sind hat das mit der Energie nichts zu tun sondern der Akku ist einfach nur noch Schrott.

Diese Akkureihe von Bionx war bekannt dafür defekte bzw. dekalibrierte BMS zu haben. Wenn aber einzelne Zellen auf 0V sind hat es seinen Zweck vollkommen verfehlt!

Die Zellen sind auf jedenfall Schrott und die mit 5V solltest du schleunigst entladen und entsorgen.

Einfach so passiert das auch nicht, da ist das BMS diesmal schuld. Kannst mal die üblichen verdächtigen anfragen ob du ein neues BMS bekommen kannst.

Ja lieber EWI2435 :D aber auch dann ist in der Summe die Wh sehr niedrig.
Dennoch glaube ich, dass wenn ein Akku ziemlich alt ist und bisher einigermaßen funktioniert, muss das nicht unbedingt an einem defekten BMS liegen.
Aber da schreibe ich nichts neues...(y) es ist tatsächlich in der Regel, oder besser gesagt, mit großer wahrscheinlichkeit entweder, oder Sache...also entweder sind die Akkuzellen ausgelutscht, weil sie zu viel hinter sich haben, oder ein problematisches BMS.
Sind wir einverstanden? :D
 

David

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Vielen Dank für eure Antworten und Belehrungen.
Jedoch weiß ich noch immer nicht was ich tun soll.

Ok, Akku ist hinüber.

BMS ist vielleicht hinüber...
- Wo bekomme ich ein neues BMS?
- Gibt es BMS die ich anstatt des BionX verwenden könnte?
- Könnte man den Controller am Rad austricksen damit er ein anderes BMS akzeptiert?
- Was wird da eigentlich vom BMS an den Controller übergeben?
- Oder gibt es noch originale Akkus neu zu kaufen? (habe nichts gefunden...)
 

Electric

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Hier kann nur liofit.de helfen. Er kennt sich da aus. Das kostet aber viereckig Geld. Ist es allerdings auch wert.
 

temp

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Vielen Dank für eure Antworten und Belehrungen.
Jedoch weiß ich noch immer nicht was ich tun soll.

Ok, Akku ist hinüber.

BMS ist vielleicht hinüber...
- Wo bekomme ich ein neues BMS?
- Gibt es BMS die ich anstatt des BionX verwenden könnte?
- Könnte man den Controller am Rad austricksen damit er ein anderes BMS akzeptiert?
- Was wird da eigentlich vom BMS an den Controller übergeben?
- Oder gibt es noch originale Akkus neu zu kaufen? (habe nichts gefunden...)

Wenn du das nicht weißt, solltest du auch nicht versuchen etwas zu tun. Schick den Akku zu jemanden der das kann. Ein neues BMS gibt es nicht zu kaufen. Alles was im Netz angeboten wird, kann die gleichen Fehler haben wie deins. Auch wenn scheinbar alles geht, wenn der Eingangsmultiplexer für die Zellspannungsmessung nicht in Ordnung ist, machst du dir auch einen neuen Akkupack in kurzer Zeit kaputt. Die einzigen die meines Wissens nach hier Reparaturen machen ist die o.g. Firma liofit. Da gibt es dann auch Garantie auf das was sie gemacht haben.
Hoff auch nicht auf ein alternatives BMS. Das scheitert schon daran dass es unmöglich ist die von BIONX auf den BMS-Platinen verbauten Steckverbinder irgendwo zu beschaffen oder einen Hersteller raus zu kriegen. Wenn Wunder geschehen und die ehemaligen Entwickler machen in dieser Richtung etwas besteht vielleicht eine Resthoffnung.
 

David

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Das hilft mir weiter.
Dankeschön Electric und temp.

Dann werde ich wohl einen neuen kaufen müssen...
 

Radfahrer_R

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Ich würde den Akku reparieren lassen. Das erforderlich Equipment zu beschaffen ist für einen Akku nicht lohnenswert. Gibt Liofit wirklich Garantie- ohne wenn und aber, auch bei einem Akkudefekt nach der Reparatur? Eine seriöse deutsche Firma sollte das tun, aber gibt es tatsächlich Erfahrungen?
 
G

Gast001

Man soll ja nicht "Let me google it for you"-Links posten, aber eine Suche "bionx akku zelllentausch" in einer Suchmaschine deiner Wahl spuckt mehr als einen Treffer aus. Darunter auch Liofit.

Vom Kauf eines neuen Austausch Akkus würde ich bei kommerziellen Pedelec / Umrüstkits im Gebrauchtfall immer absehen. Dürfte sich nie lohnen und BioniX Akkus (falls überhaupt noch verfügbar) dürften ja bestimmt ähnliche Mondpreise aufweisen wie Bosch, Yamaha und Konsorten. :cautious:
 

Radfahrer_R

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Zellentauscher gibt es wie Sand am Meer. Das Problem kommt, wenn der BionX Akku, welcher nicht mehr neu zu haben ist, "kaputtrepariert" wurde. Was dann- hier scheidet sich die Spreu vom Weizen.
(Entschuldige, dass ich nicht mit einem neudeutschen Begriff um mich werfen kann). Kommt dann ein Rumgeeiere oder steht der Reparateur zu seinen Werbeaussagen. Ohne Wenn und Aber?
 

Radfahrer_R

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"Kaputtrepariert", weil das BionX System irgend eine Schikane- Software enthält, die den Akku deaktivieren kann. Der Reparateur wird das nicht vorsätzlich machen. Aber wenn das passiert ist, sollte er sich nicht aus seiner Verantwortung stehlen. Schließlich beauftrage ich ja mit der Reparatur einen Geschäftsmann und nicht einen Laienkünstler. Habe meinen Akku jetzt erfolgreich instand setzen lassen. Nach Garantie- Zusicherung.
 
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Akkufritze

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"Kaputtrepariert", weil das BionX System irgend eine Schikane- Software enthält, die den Akku deaktivieren kann.
Also ich habe schon zig Bionx gemacht, aber bisher hat mir da keine Schikane in die Suppe gespuckt.
Der Reparateur wird das nicht vorsätzlich machen. Aber wenn das passiert ist, sollte er sich nicht aus seiner Verantwortung stehlen. Schließlich beauftrage ich ja mit der Reparatur einen Geschäftsmann und nicht einen Laienkünstler.
Das macht auch keiner, aber letztendlich werden die Zellen getauscht und nur darauf kann es eine Garantie geben. Wenn du dein Auto zur Reparatur bringst und man dir die Stoßdämpfer wechselt, kannst dich auch nicht anschließend beschweren, wenn die Kupplung spinnt.
Habe meinen Akku jetzt erfolgreich instand setzen lassen. Nach Garantie- Zusicherung.
Ich gebe auch eine Garantiezusicherung unter der Prämisse, das der Rest des Akkus intakt ist. Bisher hatte ich auch noch keinen Fall, wo etwas passiert ist.
Ich hatte allerdings schon einige Fälle, wo das BMS bereits eine Macke hatte und getauscht werden mußte, glücklicherweise ohne ein Bussystem.
 

Radfahrer_R

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Ein Auto ist auch wesentlich komplexer als ein Akku, der für mich ein kleiner kompakter Kasten ist. Wenn ich einen Akku zu einem Fachmann zu Reparatur gebe, erwarte ich, das ich den in einem besseren Zustand zurückbekomme, als ich ihn hingegeben habe. Niemand zwingt jemanden, Akkus zu reparieren. Wenn es aber ein Geschäftsmodell ist, sollte der Fachmann auch eine Versicherung für solche Fälle haben, wo etwas schief geht. Oder es aus dem Gewinn der anderen Reparaturen begleichen, wenn die Versicherung zu teuer ist. Sicher arbeiten die meisten Firmen so. Aber kleine Kleckerbetriebe haben da teilweise haarsträubende Ansichten...
Leider bin ich etwas "Fachmanngeschädigt". Ein Fliesenleger z.B. versicherte mir, dass Wasser auf der Terrasse auch bergauf fließt. Und dass frisch aufgebrachter Kleber in der prallen Sonne nicht verbrennt."Da können Sie mir vertrauen", das machen wir schon immer so.
 
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Ein Auto ist auch wesentlich komplexer als ein Akku, der für mich ein kleiner kompakter Kasten ist.
Und das rechtfertigt andere Vorgehensweisen? Ein Auto ist halt ein größerer kompakter Kasten.
Wenn ich einen Akku zu einem Fachmann zu Reparatur gebe, erwarte ich, das ich den in einem besseren Zustand zurückbekomme, als ich ihn hingegeben habe.
Ja ok, sind doch neue Zellen drinnen und normalerweise funktioniert er ja auch.
Niemand zwingt jemanden, Akkus zu reparieren. Wenn es aber ein Geschäftsmodell ist, sollte der Fachmann auch eine Versicherung für solche Fälle haben, wo etwas schief geht. Oder es aus dem Gewinn der anderen Reparaturen begleichen, wenn die Versicherung zu teuer ist. Sicher arbeiten die meisten Firmen so.
Versicherung hin oder her, es gibt dabei ein leidiges Problem.
Bei einem Auto bekommt man in der Regel neue Teile, auch wenn mitunter sinnlos ganze Baugruppen gewechselt werden. Es ist allgemein bekannt, dass originale BMS nicht zu bekommen sind. Mitunter gibt es selbst die Pedelechersteller nicht mehr, so dass es noch nicht einmal mehr möglich ist, neue Akkus nachzubestellen. Wie die Reaktion von so großen Betrieben wie BMZ ausfällt, ist ja in diesem Forum auch hoch und runter zu lesen und die sind nun wirklich nicht klein.
Aber kleine Kleckerbetriebe haben da teilweise haarsträubende Ansichten...
Ja, ich habe so einen Kleckerbetrieb oder auch Klitsche genannt.
Zu mir kommen viele Leute, die von den großen, professionellen, gut versicherten und was sonst noch so Betrieben einfach abgewiesen werden.
Ich stelle mich in meiner Klitsche hin und versuche in mühsamer Kleinarbeit (und nicht gewinnbringende Serienfertigung) den Leuten zu helfen und sie sind dankbar, das es mich gibt. Das bei der Vielzahl an unübersichtlichen Akkuauswüchsen nicht jedem zu helfen ist, versteht sich wohl von selbst. Was hören die Leute denn in großen Häusern, die Merke führen wir nicht, die Marke gibt es nicht mehr, da kann man nichts mehr machen..........aber versichert sind die bestimmt!

Fakt ist, die Leute kommen mit einem kaputten Akku zu mir, sonst wären sie nicht da.
Fakt ist, ich sage jedem Kunden, bei dem ich nicht sicher sein kann, ob der Akku hinterher funktioniert, dass ein Restrisiko besteht.
Fakt ist, das der Kunde im Fehlerfall nichts bezahlen muss, aber dieses Risiko der vertanen Arbeit trage ich auch gern, aber wenn dann noch jemand kommt und meint ich habe seinen kaputten Akku kaputt gemacht, dann hört der Spaß auf.

Leider bin ich etwas "Fachmanngeschädigt". Ein Fliesenleger z.B. versicherte mir, dass Wasser auf der Terrasse auch bergauf fließt. Und dass frisch aufgebrachter Kleber in der prallen Sonne nicht verbrennt."Da können Sie mir vertrauen", das machen wir schon immer so.
Ich denke das sind Mängel, die man nun mal auch als Laie unschwer erkennt. Da sollte man dann auch kein Geld bezahlen und auf Schadenersatz klagen, wenn man den Mist wieder raus reißen muss.
 

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Ich bin sicher Großbetrieb- geschädigt. Da gab es eben nur Qualitätsarbeit. Ohne Wenn und Aber. Und wenn wirklich einmal ein Schaden durch Materialversagen in großer Höhe entstand, dann wurde auch der beglichen. Auch ohne Wenn und Aber. Sicher gibt es den Kleinbetrieb, der mit allen Mitteln versucht, zu helfen. "Ich bemühe mich" - dieser Spruch kommt in meinem Wortschatz nicht mehr vor. Ich werde das tun- mit Garantie! So heißt das! Sicher gibt es auch große Betriebe, die durch markige Sprüche glänzen, und nur dadurch- ob BMZ dazu gehört- das kann ich jetzt nicht aus eigener Erfahrung sagen- zum Glück?
Und Kleinbetriebe, die Kunden helfen und Kunden, die dann zufrieden sind, weil Ihnen sonst niemand geholfen hätte.
 
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Ich werde das tun- mit Garantie! So heißt das!
Wow, endlich mal einer mit Stehvermögen, der ohne wenn und aber alles richtig macht, der in allen Belangen ohne Fehl und Tadel ist und das natürlich auch von jedem Anderen verlangen kann. Ich verneige mich mit Respekt und werde versuchen dem nachzueifern.

Den Anderen erzähle ich dann von vornherein, sie sollen da hin gehen, wo sie den Mist gekauft haben, da werden sie geholfen.
 PS. es gibt Leute, da möchte ich echt mal hinter die Kulissen gucken.....
 

Radfahrer_R

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Nee, ohne Fehl und Tadel bin ich natürlich nicht. Aber bei Kunden der Großindustrie geht es um sehr hohe Beträge, da wird einfach nicht gebastelt und probiert, oder "ich mache das so gut wie ich es eben kann"! Da wird Einem aber ruck zuck der Strick draus gedreht. Die Hemmschwelle beim Fahrrad reparieren liegt da sicher sehr viel niedriger...
 

temp

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Nee, ohne Fehl und Tadel bin ich natürlich nicht. Aber bei Kunden der Großindustrie geht es um sehr hohe Beträge, da wird einfach nicht gebastelt und probiert, oder "ich mache das so gut wie ich es eben kann"! Da wird Einem aber ruck zuck der Strick draus gedreht. Die Hemmschwelle beim Fahrrad reparieren liegt da sicher sehr viel niedriger...
Das ist ein völlig anders Szenario wie die Reparatur eines Fahradakkus. Deine Kunden aus der Großindustrie würden in dem Fall ein neues Rad kaufen und gut. Die Dienstleister die unsere Akkus reparieren kannst du damit nicht vergleichen. Einen Anspruch auf eine 100% Reparatur kannst man nur dann haben, wenn der Reparaturanbieter vom Hersteller authorisiert ist und entsprechend mit Dokumentation und Ersatzteilen versorgt wird. Das ist aber wohl bei keinem der Anbieter der Fall. Für die Hersteller gibt es keine Reparatur am Akku sondern nur Tausch oder Neukauf. Dein Großindustrieller greift also in die Tasche und hat seine 100% Garantie. Alle anderen müssen mit dem Restrisiko leben. Wenn man heute ein Auto in eine freie Werkstatt bringt, garantiert dir auch niemand dass sie erstens den Fehler finden und zweitens auch beheben können. Trotzdem leisten die eine vergütungspflichtige Arbeit, schließlich ist Fehlersuche auch Arbeit. Natürlich kann man auch gleich zur Vertragswerkstatt gehen. Aber am Ende ist es da auch nicht anders nur teurer.
Um beim Fahrrad zu bleiben mal ein Beispiel was ich hier selbst erlebt habe. Das Rad meines Kollegen hat vor einem halben Jahr angefangen immer wieder mal nicht mehr zu Unterstützen. Bei der darauffolgenden Fehlersuche wurde nichts außer Acht gelassen, von der Verkabelung über Akku Motor bis zur Konsole. Vieles konnte als Fehlerursache ausgeschlossen werden. Einen passenden Wheeler Ersatzakku gab es aber nicht. Danach hat er selbst versucht am Akku zu schrauben und zu messen. Ob dabei oder unabhängig davon hat sich das BMS verabschiedet. Ein neues gebrauchtes von eBay-Kleinanzeigen stellte nur den ursprünglichen Zustand wieder her. Nach ca. 2 Monaten Winterpause hat sich der Akku wieder verabschiedet mit kompletten Auseinanderdriften der Zellen. Irgendwas an dieser BMS Platine war aber noch faul, der CANH hing beständig sehr nahe an 5V fest, was so nicht normal ist. Also wurde nochmal ein neues BMS besorgt. Und dabei gleich die Polymersicherungen entfernt. Die waren hin und gleichzeitig für das Auseinanderdriften der Zellen verantwortlich. Nachdem der Akku repariert war ging das Rad wieder. Jedenfalls auf Asphalt. Sobald ein Schlagloch oder ein Bordstein kam setzte die Unterstützung wieder für eine Weile aus. Als nächstens haben wir dann einen CAN-Logger während der Fahrt laufen lassen und dann ausgewertet. Das Ergebnis war: Die CAN Kommunikation zum Motor kam nach einem Schlagloch komplett zum Erliegen, die mit dem Akku ging noch. Bemerkenswert war, dass die vom Motor an die Konsole übermittelten Messwerte für die 12V Versorgung Peaks von über 30V hatten. Kurz bevor wir die komplette Verkabelung des Rades rausgezerrt haben kam ihm die rettende Idee mal die D-Sub Buchse im Akku genauer zu untersuchen. Und genau hier lag das Problem. Die Buchse für de 12V war so weit aufgeweitet, dass der Kontakt darin förmlich geklappert hat. Damit hat der Motor auf Grund von zu wenig Spannung auf der 12V Seite einen Reset ausgelöst. Die Peaks im CAN-Log sind auch auf den Reset zurückzuführen und nicht real.
Ich will damit nur sagen, wo bringt man sein Rad hin wenn man solche Probleme hat? Und wer soll solche Reparaturen als Auftrag mit 100% Garantie annehmen? Kunden die das erwarten sollten sich ein aktuelles Rad kaufen. Das Anspruchsdenken vom Radfahrer_R geht bei so was nie und nimmer.
 

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