Binova flow (ehemals AEG) Seitenläufer-Mittelmotor ohne Getriebe

Diskutiere Binova flow (ehemals AEG) Seitenläufer-Mittelmotor ohne Getriebe im E-Motoren Forum im Bereich Diskussionen; AW: Erfahrungsbericht AEG Antrieb Wie man's macht, macht man's verkehrt! Vor wenigen Stunden wurde hier im Parallelthread noch gemutmaßt, es...
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Üps

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AW: Erfahrungsbericht AEG Antrieb

Was war denn der Sinn dieses "Testens" eines Prototypen, dem alle relevanten Feinheiten fehlen, die ein entspanntes Fahren überhaupt erst ermöglichen?
Wie man's macht, macht man's verkehrt! Vor wenigen Stunden wurde hier im Parallelthread noch gemutmaßt, es würde nie einen Prototypen geben. Jetzt ist er da, man darf ihn sogar anfassen, um sich zu überzeugen, dass der Motor wirklich existent und kein Placebo ist und jetzt ist es erst nicht recht!

https://www.pedelecforum.de/forum/showthread.php?16876-Nach-Bosch-jetzt-auch-AEG&p=238260#post238260
 
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faulerdrebbler

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AW: Erfahrungsbericht AEG Antrieb

Man sollte jetzt diesen "Test " nicht überbewerten, eigentlich gar nicht bewerten, sondern in Ruhe abwarten, bis dieser Antrieb seinen Serienstand erreicht hat ...... und erst dann testen, aber dann richtig.


Grüße
Udo
Und wie viele "Vorserieneinheiten" sind bis dahin wohl verkauft?
 
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zlusch

AW: Erfahrungsbericht AEG Antrieb

Hallo,

ihr wisst schon, dass der jetzige Hersteller AEG mit den damligen Hersteller AEG (Haushaltgeräte,...) nix mehr zu tun hat! Der Name AEG wurde von irgendwann mal aufgekauft, und deswegen sollten wir auch nicht zuviel erwarten.

zlusch
 
torpedo

torpedo

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AW: Erfahrungsbericht AEG Antrieb

Wie man's macht, macht man's verkehrt! Vor wenigen Stunden wurde hier im Parallelthread noch gemutmaßt, es würde nie einen Prototypen geben. Jetzt ist er da, man darf ihn sogar anfassen, um sich zu überzeugen, dass der Motor wirklich existent und kein Placebo ist und jetzt ist es erst nicht recht!

https://www.pedelecforum.de/forum/showthread.php?16876-Nach-Bosch-jetzt-auch-AEG&p=238260#post238260
Also ich bin weiter optimistisch, dass die das schaffen, dem Motor bis Mitte 2013 fertigzukriegen.

Das Problem liegt jetzt bei der Optimierung der Software.
 
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oskar97

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AW: Erfahrungsbericht AEG Antrieb

...und im Ausmerzen der Kinderkrankheiten. Vor 2014 würde ich´s mir nicht zulegen.
 
Colnago

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AW: Erfahrungsbericht AEG Antrieb

Ich halte Mitte 2013 für relativ optimistisch - die Massenfertigung soll im März losgehen. Bis dahin muss die Sensorik und die Software aufgebaut werden (Der Thun Kraft-Sensor scheint nicht sonderlich zu funktionieren. Das kann auch länger als 6 Monate dauern. Dann muss das Ganze an Hersteller geliefert werden, die müssen zusammen schrauben und dann an die Händler - also das absolut Schnellste wäre da doch Juni/Juli. Aber eher später, oder was meint ihr? Kenn mich mit den Fristen nicht aus.
Zudem frage ich mich, welcher Hersteller geht das Risiko ein die Antriebe so zu bestellen? Vielleicht gibt es eher ein paar Kleinserien?
Ich finde das ganze ist ein ganz schön früh gelaunchter Hype...
Ungeachtet dessen, nach meiner Einschätzung auf der kurzen Teststrecke der Eurobike ist das Potential für einen sehr schönen neuen Antrieb vorhanden...ich fand ihn also nicht so schlecht wie einige andere. Und dass er an jeden Rahmen pass ist und leise ist, sind zwei fette Pluspunkte... bin weiter gespannt.
p.s.: das mit den Awards finde ich auch komisch - das Protanium ist auch nicht fahrbereit und KTM kriegt für den e-Shopper einen Award - ich finde das ist das Flyer Cargo in grün und würde daher nicht wieder einen Preis geben. Aber naja, ist nicht so wichtig, gibt halt viele Awards :)
 
didi28

didi28

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AW: Erfahrungsbericht AEG Antrieb

Die sind mit diesem getriebelosen Tretlager-Direktmotor (könnte also theoretisch beim Pedalieren, nicht beim Rollen oder Bremsen, rekuperieren, nur wer will das?) viel zu früh an die Öffentlichkeit gegangen.

Mit Software alleine lässt sich das grundsätzliche Problem dieser Bauweise nicht lösen, nämlich der Nachlauf des Direktmotors, der mir insbesondere bei Pedalierstopp nach hoher Kadenz das Gefühl gab, es schlägt mir die Pedale unter den Füßen weg. So ein Direktmotor hat ja kein Getriebe und somit auch keinen Freilauf und so sind Motor und Pedale fest über die Tretlagerachse miteinander verbunden. Den Schwung des Motors spürt man dann um so deutlicher die Pedale weiterdrehen, je höher die Kadenz ist, bevor man aufhört zu treten.
 
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AW: Erfahrungsbericht AEG Antrieb

Fahre ja sowas ähnliches, den Flyer F6 mit starrem Kurbeldirektantrieb.
Den von dir beschrieben Effekt kenne ich, kann ich aber mit leben.
Es kommt auch nur sehr selten vor dass ich aus höchster Kadenz heraus plötzlich stoppe.
Der Drehmomentsensor könnte in diesem Fall den Motor über den Kontroller aktiv bremsen.
 
Ü

Üps

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AW: Erfahrungsbericht AEG Antrieb

Freilauf und so sind Motor und Pedale fest über die Tretlagerachse miteinander verbunden. Den Schwung des Motors spürt man dann um so deutlicher die Pedale weiterdrehen, je höher die Kadenz ist, bevor man aufhört zu treten.
Nun, wenn das wirklich so ist, dann ist es IMHO am ehesten durch einen Kraftsensor am Pedal (oder Tretkurbel) lösbar. Wenn man aufhört zu treten, muss der Motor eben sofort stoppen. Da er keine Getriebe und somit auch keine hohe Drehzahl hat, dürfe sein Schwung bei der flachen Bauweise eher gering ausfallen. Falls der mechanische Schwung selbst immer noch stören sollte, lässt er sich durch elektrische Last sicher relativ einfach zusätzlich bremsen.
 
Ü

Üps

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AW: Erfahrungsbericht AEG Antrieb

Es wird schwierig sein sensorisch zu erfassen, wann der Pedaleur nur fast ohne Druck pedalieren oder schon ganz aufhören will zu treten.
Man müsste vermutlich beide Seiten erfassen, um zu unterscheiden, ob er sich auf die Pedale stellt, oder wirklich vorwärts tritt. Mikroprozessoren sollte es aber wirklich möglich sein, das (die Druckdifferenz) schnell genug auszuwerten. Der Rest ist nur noch die Wahl des gewünschten Unterstützungsfaktors.
 
e-Rad Hafen

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AW: Erfahrungsbericht AEG Antrieb

Das mit beiden Seiten überzeugt mich nicht: Wenn das eine Pedal oben ist und das andere unten, müsste der Motor jedesmal aufhören, richtig?
Man bräuchte also einen dritten Sensor der bspw. die Pedalstellung kontrolliert - stehen sie gerade snkrecht übereinander stoppt der Motor bei null Kraft nicht sofort.
 
udogigahertz

udogigahertz

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AW: Erfahrungsbericht AEG Antrieb

Das mit beiden Seiten überzeugt mich nicht: Wenn das eine Pedal oben ist und das andere unten, müsste der Motor jedesmal aufhören, richtig?
Man bräuchte also einen dritten Sensor der bspw. die Pedalstellung kontrolliert - stehen sie gerade snkrecht übereinander stoppt der Motor bei null Kraft nicht sofort.
Ja man sieht schon, dass das alles nicht wirklich einfach ist ...... anhand der Lösung dieser Probleme zeigt sich dann später, ob und wie die Entwickler das hingekriegt haben, trivial ist das nicht, aber mit der richtigen Sensorik und dem richtigen Programm lösbar.


Ich sehe da kein Problem drin, den Motor augenblicklich stromlos zu machen, falls die Sensorik erkennt, dass kein Vortrieb mehr gewünscht wird.


Grüße
Udo
 
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Üps

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AW: Erfahrungsbericht AEG Antrieb

Ok, im Prinzip auch kein Problem - vielleicht hat der Motor ohnehin Hall-Sensoren und weiß, wo er genau steht, aber 2 Druck- oder Biege, bzw. Dehnungssensoren sind vielleicht auch etwas viel Aufwand. Wie ist es denn beim Flyer F6 gelöst? Oder beim Gruber Assist?
 
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didi28

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AW: Erfahrungsbericht AEG Antrieb

Ich sehe da kein Problem drin, den Motor augenblicklich stromlos zu machen, falls die Sensorik erkennt, dass kein Vortrieb mehr gewünscht wird.
Der Motor ist schon bei den Prototypen stromlos, nur hat der Motor dann aber immer noch ordentlich Schwung, vor allem je höher die Kadenz vorher war und zieht die Pedale weiter. Wenn man den Motor schnell aktiv durch den Controller abbremsen würde, um das Nachschlagen der Pedale zu vermeiden, wird es regelungstechnisch kritischer, da sollten jedenfalls keine abrupten Fehlbremsungen passieren.

Fährt man übrigens ohne angeschalteten Motor, hat man den gegenteiligen Effekt, da muss man den Motor mangels Freilauf durch das Pedalieren immer mit in Drehbewegung versetzen, das spürt man deutlich, wenn man beschleunigt und dabei die Kadenz beim Durchschalten der Gänge immer kurz hoch und kurz runterfährt.
 
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Wenn man den Motor schnell aktiv durch den Controller abbremsen würde, um das Nachschlagen der Pedale zu vermeiden, wird es regelungstechnisch kritischer, da sollten jedenfalls keine abrupten Fehlbremsungen passieren.
Ein bisschen elektrisch belasten sollte kein allzu großes Regelungsproblem darstellen.
Fährt man übrigens ohne angeschalteten Motor, hat man den gegenteiligen Effekt, da muss man den Motor mangels Freilauf durch das Pedalieren immer mit in Drehbewegung versetzen, das spürt man deutlich, wenn man beschleunigt und dabei die Kadenz beim Durchschalten der Gänge immer kurz hoch und kurz runterfährt.
Da der Motor sicher keine Tonne wiegt, kann die Schwungmasse nicht so extrem sein, dass man sich an den Effekt nicht gewöhnen könnte.
 
didi28

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AW: Erfahrungsbericht AEG Antrieb

Mag sein, nur warum an so ein gewöhnungsbedürftiges Tretgefühl gewöhnen, wenn es viel besseres gibt, an das man sich nicht erst gewöhnen muss?
 
E-Kagu

E-Kagu

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AW: Erfahrungsbericht AEG Antrieb

War gestern Vormittag am AEG-Stand auf der Eurobike. Ich hatte den Eindruck, dass es ggf. noch einen weiteren kritischen Punkt bei diesem Motor geben könnte: Der scheibenförmige Motor besteht im Prinzip aus drei Scheiben, in der mittleren sollen die Wicklungen sitzen, in den beiden äußeren Scheiben die Magnete. Zwischen den Scheiben gibt es minimale Spalte. Laut Auskunft am Stand soll es hier später Labyrintdichtungen und irgendwelche Gummidichtlippen geben. Die Motorkomponenten wären zwar vergossen, so dass in die Spalte eindringendes Wasser keinen Schaden anrichtet, aber was passiert, wenn Schmutz wie z. B. Sandkörnchen in die Spalte eindringen?

Auch die Frage, was die Entwicklung mit AEG zu tun haben soll, konnte nicht beantwortet werden, zu AEG konnte der Herr am Stand gar nichts sagen. Mein Eindruck: Man versucht einen gut bekannten Namen zu nutzen, um die Entwicklung einer eher unbekannten Firma (die vermutlich zu Elektrolux gehört ?) mit einer "Historie" zu untermauern.
Ich schüttle immer wieder den Kopf, wenn man in der Presse liest, dass AEG, "eine der führenden Elektromarken", jetzt einen Pedelecmotor entwickelt hat. Wie kann eine Marke, die vermutlich nur noch als Namen besteht und unter deren Namen Produkte verschiedenster Herkunft vermarktet werden, eine der führenden Elektromarken sein. Das klingt für mich nicht wirklich seriös. Da wäre es mir lieber, wenn mit offenen Karten gespielt werden würde. Es ist keine Schande, dass eine kleine Firma einen neuen innovativen Motor entwickelt.
So wird z. B. bei einem ähnlichen Motor , dem Acron Scheibenmotor von Elecragil, der am Gobax-Stand an Lastenrädern zu sehen war, kein Geheimnis daraus gemacht, wer den Motor entwicklelt hat. Der Elektrogil-Motor sitzt auch am Tretlager, allerdings auf der anderen Seite wie der AEG und er hat ein Planetengetriebe.

Gruß
E-Kagu
 
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Üps

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Mag sein, nur warum an so ein gewöhnungsbedürftiges Tretgefühl gewöhnen, wenn es viel besseres gibt, an das man sich nicht erst gewöhnen muss?
Was ist denn heute so furchtbar viel besser als der AEG je werden könnte?
Die schwergewichtige BionX-Riesenfrisbee mit sehr vielen Motordefekten und Problemen mit dem Sensor?
Bosch mit furchtbarer Optik, viel Kettenverschleiß, Knacken, Getriebeschäden, Motorschäden und laut Lästerei im Forum mehr Vibrationen als man mit sechseckigen Rädern hätte, außerdem ohne Rekuperation?
Oder die Chinakracher mit Lärm, kaum Kraft am Berg, Getriebeschäden, Überhitzungsschäden und Wasserschäden, ebenfalls keine Rekuperation?
 
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