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bimoz - Neuer Pedelec-Antrieb aus der Schweiz kommt auf Indigogo

Dieses Thema im Forum "E-Motoren" wurde erstellt von 3Rad, 01.03.16.

  1. Sonic-Blue

    Sonic-Blue

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    Bimoz x4 - hoffentlich noch vor 2018
    Hatte ich mich auch schon gefragt - mögliche Erklärung:
    [​IMG]
    Im aktuellen Update sind 16 Stück zu sehen (zuvor waren es ja nur ein Duzend) - daher könnte es sich bei der "Ware aus Übersee" auch um eben diese Statoren gehandelt haben.

    Mit Elektromotoren kenne ich mich nicht so gut aus, für mich sieht das mit der Büroklammer etwas komisch aus - kann mir jemand sagen, was das soll? Wenn das direkt bei der Durchführung der Sensorleitung wäre, würde es mir noch schlüssig erscheinen, aber auf den Bildern ist es ein Magnet daneben.
    [​IMG]
     
  2. dilledopp

    dilledopp

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    Das ist eine Präzisionsmesslehre.:LOL:
     
  3. labella-baron

    labella-baron

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    Ich hab's mir nicht zu schreiben getraut :coffee:
     
  4. ch.lucas

    ch.lucas

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    Hi,
    ich habe mal ganz grob aus den hier gezeigten Bildern etwas zum Motor gerechnet. Wenn der Pedalkurbelkreisdurchmesser etwa wie üblich 170-175 mm beträgt so würde ich auf einen Statordurchmesser von etwa 150 mm kommen. Die Höhe des Stators kann ich nur Schätzen aus dem zweiten Bild könnten das so um die 30 mm sein. Daraus ergibt sich eine Statormantelfläche von 141,4 cm^2 . Wenn ich für den Motor einen Drehschub von 2,5 Newton pro cm^2 annehme ,das geht einfach Luftgekühlt , kommt man auf 353,4 Newton Drehschub der Mantefläche . Der Drehschub mal dem Radius 0,075 Meter des Statordurchmessers ergeben somit ein Drehmoment von 26 Nm . Wenn man mit höheren Leistungen in die Wicklung geht wären kurzzeitig auch 4 Newton pro cm^2 machbar durch dass das Drehmoment auf 42,4 Nm steigen würde. Das geht aber mit reiner Luftkühlung nicht mehr als Dauerleistung.
    Der Stator hat 36 Nuten ,damit läst sich mit einem 34 oder 38 Poligen Rotormagnetsystem ein recht rastarmes Motorchen bauen das auch eine hohe Wicklungsausnutzung von 0,9525 ereicht. Bischen Stuzig macht mich das Bild mit den Magnetstreifen . Die Streifen sind so lang dass sie bis zum Glockenboden reichen . Der Stator kann aber nicht so hoch sein das er auch bis dort hin geht ,wo sollte den sonst noch die Wicklung platz haben. Mit NeodymMagneten macht man üblicherweise keine Magnete die länger wie der Stator sind ,da der Magnetische Fluß der durch die überlänge auch seitlich in den Statorzahn gelangt schon zu viel sein wird und das Statoreisen schon in die Sättigung gelangt. Bei alten Ferritemagnetmotoren war so etwas üblich und mangels Magnetkraft auch nötig. Also bitte diese Angaben nicht überbewerten ,sind reine Spekulation bezüglich der Abmessungen des Stators . Da die Magnetstreifen in einem Stück sind und nicht aus vielen kleinen Isolierten Teilstücken in Axialer richtung sind die Wirbelstromverluste in den Magnetstreifen etwas höher aber da es eh keinen anderen Hersteller gibt der dort quasi geblechte Magnete serienmässig im E-Bike Motor einsetzt werden die Verluste hier im üblichen Rahmen sein. Die Kosten sind so natürlich geringer, das Blechen kostet eben Extra. Aus der Trettkurbelfrequenz und dem Drehmoment läst sich die Leistung des Antriebs weiter berechnen .

    So habe mal eben noch die Leistung errechnet. Bei 110 Umdrehungen der Pedale kommt man bei 26 Nm Motordrehmoment auf 299 Watt zusätzlicher Leistung und bei 42 Nm auf 484 Watt.
    Somit sollte der Antrieb bei einer Trittfrequenz von 110 U/min gut Funktionieren da er ja nicht einmal die 26 Nm dafür benötigt sondern nur 21,68 Nm dazu stemmen muss.Das sollte ein Motor in der Baugröße ohne besondere Kühlung abgeben können.

    Happy Amps Christian
     

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    Zuletzt bearbeitet: 13.08.17
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  5. robat1

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    ;-))))

    Die Büroklammer ersetzt in dem Bild garantiert den Hinweispfeil einer PowerPoint Präsi.
    Als Precog wette ich dass das Bild eigentlich nicht für das Update bestimmt war. Wohl eher für ein eMail an einen Werker oder Lieferanten was zeigen sollte wo geschlammt wurde oder wo auf Ungenaugkeit zu achten ist.

    Robert
     
  6. ch.lucas

    ch.lucas

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    Hi,
    na ja , für mich ist es ein stück Kupferlackdraht und der wird hier einfach als Abstandslehre zwischen Magnetstreifen verwendet. Das geht recht gut den die Kupferlackdrähte gibt es fein gestuft im Durchmesser. Da braucht es für die erste Serie kein extra Werkzeug um die Magnet äquidistant unterzubringen.

    Happy Amps Christian
     
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  7. robat1

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    zukünftig Bimoz
    Hallo Lukas

    Mal ne andere Frage an dich Profi.
    Wäre in unserem Fall beim Bimoz das verpressen der Aluwiklungen bei fertiger sternförmiger Anordnung technisch möglich?

    Wie darf man sich als Ahnungsloser, wie ich einer bin, das in der Praxis vorstellen?
    Bringt das schon was, wenn nur axial 2 Seiten aller Wicklungen gleichzeitig verpresst werden?

    Oder muss man zwingend die Wicklungen im Vorfeld 4seitig verpressen und erst anschließend sternförmig anordnen?
    Im verlinkten Flugzeugmotor sieht man ja das die Wiklungen ausserhalb erzeugt wurden und erst anschließen sternförmig eingesetzt werden.

    Wie groß ist das Risiko/Ausschussquote dass beim Verpressen in der Wicklung ein Kurzschluss entsteht?

    Und sind die 48V des Bimoz ein Hinweis dass man den Vorteil des Verpressens noch nicht nutzt?
    Wäre das noch Steigerungspotential um z.B. Am Akku noch was einsparen zu können?

    Danke schon mal.

    Robert
     
  8. hna

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    Die Berechnungen von @ch.lucas sind recht interessant, wenn man allerdings die Zeichnung anschaut hat der ganze Motor nur 30 mm Tiefe, der Stator also eher 20 bis 25 mm.

    [​IMG]

    Die Trittfrequenz von 110 ist ebefalls recht otimistisch, bei den meisten wird's woh eher knapp über die Hälfte sein.
     
  9. robat1

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    Das kann sein, aber wie sinnvoll jemand tritt und schaltet ist Jedermanns eigene Entscheidung.

    Ernsthafte Rennradfahrer tun sich da sicher leicht, für mich war das aber auch eine Umstellung weil ich gerne mit viel Kraft trete.

    Ich fahre aber nun schon seit vielen Monaten, seit ich eben einen Pedelcumbau entschieden habe, auch an meinen Biobikes eine sehr viel höhere Trittfrequenz als früher und hab mich inzwischen längst daran gewöhnt.
    Kein Problem, man muss nur Anfangs bewusst dran denken.

    Und wer weiter gern mit viel Kraft und niedriger Drehzahl tritt den stört es wohl auch weniger wenn er die maximale Motorkraft dadurch nicht optimal ausnutzt.

    Robert
     
  10. labella-baron

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    Spielen denn die Wirbelstromverluste nicht ohnehin kaum eine Rolle, da die Drehzahl im Vergleich zu allen anderen Pedelec-Antriebssystemen hier am geringsten ist?
     
  11. robat1

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    Am geringsten ist sie bei Nabenmotoren ohne Getriebe und zwar genau dort wo man Drehzahl zur Motorkraftentfaltung am nötigsten bräuchte, beim Bergauffahren und um so steiler und langdamer um so ungünstiger wird es hier.

    Beim Bimoz und Pendix mit der Tretkurbel gekoppelt ist das Gegenteil der Fall, je steiler und Langsamer um so schneller dreht der Motor im passenden Gang.

    Robert
     
  12. ch.lucas

    ch.lucas

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    Hi,
    ja die Sache mit dem Drehmoment . OK wenn der Stator noch schmaler ist wird auch die Magnetische Schubfläche kleiner . Man kann schon über die Ampere x Windungen noch größere Magnetische Felder erreichen ,wir haben da bis zu 8 Newton pro cm^2 im Dauerbetrieb und bis zu 16 Newton in der Spitze. Das sind aber direkt flüssig Gekühlte Spulen .Und für solche Flüsse braucht es bei genuteten Statoren mehr Eisen in den Statorzähnen , da wird dann der Wickelraum kleiner . Wie gesagt ich kenne die Berechnung des Motors nicht und muss in vielen Punkten abschätzen. Für gefühlt viel zusätzlichen Schub ist das Drehmoment verantwortlich . Beim Anfahren oder langsamen Bergklettern fehlt die Drehzahl um die 250 Watt zu haben , bzw. weis ich auch nicht ob da die Elektronik in diesen Fällen einfach mehr Strom zulassen darf . Bei 36 Volt wäre mit 6,9 Ampere für 250 Watt Schluß .
    Die Trittfrequenz habe ich aus Berichten zur Optimalen Trittfrequenz genommen . Klar wer langsamer Tritt hat X Drehmoment die kleinere Zusatzleistung.
    Die Wirbelstromverluste hängen von einmal der Polwechselfrequenz und zum zweiten von den durch die Elektronik getakteten Strömen ab die in die Spulen geschickt werden. Heist ein großer sehr Hochpoliger Motor hat leider auch durch die Hochpoligkeit höhere Polwechselfrequenzen und damit mindestens oft auch die selben Polchwechselabhängigen Verluste und da die Elektronik den Strom heutzutage durch schnelles Pulsen in die Wicklungen schiebt können je nachnFrequenz auch diese Verluste ganz ordentlich zuschlagen,die hängen aber sehr von denFrequenzen ab ,da die Spulen ja immer etwas Zeit benötigen bis der Strom ansteigt und dann wieder abfällt. Da wird normalerweise versucht das möglichst gering zu halten. Die Verluste tretten aber immer im Statoreisen und leider auch zum Teil in den Magneten und im Rückschlußeisen auf . Alles was nicht geblecht ist hat und elektrisch Leitfähig ist hat hier höhere Verluste.

    Happy Amps Christian
     
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  13. labella-baron

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    Das wohl eher nicht:
    Steil bergauf hat man unter Last normalerweise nicht die Trittfrequenz die man in der Ebene hat.
    Die Übersetzung eines Straßenrades ist normalerweise weniger als 1:1 und somit dreht die Kurbel nicht schneller als das Hinterrad.
    Dass der Antrieb für höchste Drehmomente, wie sie beim MTB im wirklichen Gelände vorkommen geeignet ist, bezweifle ich - auch auf Grund der letzten Beiträge.
     
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  14. labella-baron

    labella-baron

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    Du schreibst ja:
    Damit sind das dann doch 17 bzw. 19 Polpaare.
    Bei einer Trittfrequenz von 60 - mehr würde ich unter Last dem Hauptkäuferkreis nicht zu Grunde legen - ist das dann eine Polwechselfrequenz von 60*17/60 lediglich 17 bzw. 19 Hz.
    Spielen da Wirbelströme tatsächlich eine Rolle ?
     
    Zuletzt bearbeitet: 13.08.17
  15. Sonic-Blue

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    Warum aber nur zwischen Magnet 1 und 2, nicht aber zwischen 2 und 3 und folgende?

    "Carcangiu told EBR ‘By optimising electronics and the number of poles and coils the Bimoz is efficient from 45-120rpm’." Quelle
    Effizient ist natürlich auch relativ, zumal es noch aus April 14, 2016 stammt - bin mir nicht ganz sicher, denke aber da war man auch noch von 12V ausgegangen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13.08.17
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  16. bubu22

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    Nein, die Eisenverluste sind in dieser Anwendung nicht relevant. Die Kupferverluste machen bei Nennbetrieb ca. 95% aus. Bei bimoz natürlich "Aluverluste", darum fallen die Eisenverluste sowieso nicht mehr ins Gewicht.

    Jeder Magnet wird mit dieser "Lehre" auf Abstand geklebt. Dann wartet man bis der Kleber etwas hält, und nimmt den Draht wieder für den Abstand des nächsten Magneten. usw...

    Die Magnete sind tatsächlich viel zu lang. Ausser mehr Gewicht und mehr Kosten hat das aber keine Nachteile
     
  17. hna

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    Das ist aber eine mühsame und zeitaufwendige Angelegenheit, werden alle Motoren so gebaut?
     
  18. desmo16

    desmo16

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    Wenn man die Magnete mit Breitentoleranz X , n mal mit der "Kupferlehre" am Umfang verteilt,
    ist eine Endtoleranz von X mal n doch sehr sehr kritisch. - Da würde jeder Lehrling die 2. Klasse
    nicht erreichen. -------- Oder setzen die am Ende einen halben Magnet ein??????
     
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  19. bubu22

    bubu22

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    Nein, natürlich nicht. Das habe ich bei bimoz zum ersten mal so gesehen.
     
  20. Sonic-Blue

    Sonic-Blue

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    Hast du dir das Bild in meinem Beitrag mal angeschaut? Man sieht hier keine Abstände ab dem zweiten Magneten. (Es ist das zweite Bild) Hier