Beratung: Umbau als schnelles Pendlerrad inkl Bergstrecke

Diskutiere Beratung: Umbau als schnelles Pendlerrad inkl Bergstrecke im Umbau-Pedelecs Forum im Bereich Diskussionen; Hallo, 1. In unserem Wiki schmökern getan, aber nich 100%ig schlau geworden. Aus den Threads im Forum bilde ich mir glaube ich nicht die richtige...
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grazertourer

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Hallo,

1. In unserem Wiki schmökern
getan, aber nich 100%ig schlau geworden. Aus den Threads im Forum bilde ich mir glaube ich nicht die richtige Meinung - es gibt zu viele Varianten und mir ist meistens nicht ganz klar, was die Leute mit den Rädern so anstellen.

3. Körperliche Konstitution, bisheriges und zukünftiges Streckenprofil, Erwartungen an den Antrieb?
16-18km pro Richtung (je nach Strecke)
der problematische Teil ist der Rückweg mit +500 bis 600 Höhenmeter bergauf (je nach Strecke 100 mehr oder weniger).
Körperliche Verfassung: Sehr sportlicher Mountainbiker (Salzkammergut Trophy MTB Marathon 211km/7050hm in 13:30h. so fit bin ich heute aber nicht mehr ganz). Gewicht ~75kg mit Kleidung.

In die Arbeit bin ich heute mit mäßigem Schwitzen genau 34min gefahren (Trekkingbike). Das war ziemlich genau ein 30er Schnitt. Ziel ist es, diese Geschwindigkeit auch nach Hause zu schaffen. das heißt: in der Ebene etwas schneller(35km/h plus mit der Anstrengung von sonst 25-30km/h) und vor allem bergauf mit ordentlich Zug fahren um Zeit zu sparen. Heim schwitze ich auch gerne mehr - kein Problem, da trete ich gerne im hohen GA2 Bereich... Meine Wohlfühlkadenz liegt eigentlich recht schön um 80U/min. Etwas weniger stört mich nicht. Schneller auch nicht... ;)

Rechtliches:
ich will ein Pedelec (also kein Gasgriff). Ich lebe in AT und weiß, dass alles über 25km/h nicht legal ist. Bitte diskutieren wir das nicht hier... Ich fahre ohne Motor einen 30er Schnitt und bin in der Ebene mit 30-35km/h unterwegs. Mein E-Bike sollte bis mindestens 35km/h unterstützen. Eher eine Spur mehr und vor allem bergauf ordentlich mit helfen, damit ich die lange Steigung schnell fahren kann und nicht zu viel Zeit verliere. Wichtig ist mir ein großer Akku, damit ich ihn nicht schon von Anfang an leer sauge und er nach einem Jahr pendeln (ich würde das täglich fahren) defekt ist.

4. Technisches Geschick vorhanden?
Ich schraube an meinen Rädern nur selbst und baue alle Bikes indivituell zusammen, bin aber kein Elektroniker. Schrauben ja. Löten ja. Ein bisserl Grundverständnis ja. Ahnug von Akkus, Ladeelektroniken usw. definitiv nein.

5. Scheibenbremsen oder Felgenbremsen oder Rollenbremsen oder Rücktrittbremse?
Ich hätte zwei Rahmen zur Auswahl:

Giant CRS Port Trekking Bike:
- 28"
- Kotbleche, Gepäckträger.
- Vorne Scheibenbremse möglich. Hinten leider nur Felgenbremse montierbar.

oder
Cube Reaction Hardtail Rahmen mit Slicks
- 26"
- Kotbleche und Gepäcksträge leider nur sehr blöd zu montieren (Bastelei)
- Scheibenbremsen vorne und hinten

Ich würde einen Hinterrad Antrieb bevorzugen, nachdem was ich so gelesen habe (liege ich da richtig?). Ist da 26" oder 28" besser für den Berg? Beide haben einen normalen Hinterbau mit Schnellspanner.
Oft wird davon gesprochen einen 28er Motor in ein 26er Laufrad zu montieren usw usf. Wieso?
Mein Fokus liegt auf: Unterstützung in der Ebene bis >35km/h. Bergauf so schnell wie möglich über ca 500hm.

7. Können/sollen Bremshebel mit Motorabschaltern verbaut werden?
Ich denke es geht auch ohne Schalter im Hebel! So arg nachschieben wird eine moderene Steuerung doch nicht mehr, oder?

8. Übersicht zu nachrüstbaren Nabenmotoren in unserem Wiki
Ich habe viele Threads durchgelesen und bin bspw. auf das hier gekommen https://www.pedelecforum.de/forum/index.php?threads/die-gemse.25972/
Da der Thread abe schon über 2 Jahre alt ist, glaube ich, dass es heute schon bessere/stärkee Motoren gibt...? Vor allem scheint es mir, liegt hier der Fokus eher bei "ich will möglichst gar nicht treten". Das ist bei mir anders. Gerne fahre ich "am Anschlag". Der Motor soll das aber auch tun und so solltne wir uns bergauf ergänzen und zum Nach-Hause-auf-den-Berg-Sprinter werden.

9. Übersicht zu nachrüstbaren Ketten-/Tretkurbel-/Tretlagerantrieben in unserem Wiki
Wäre so etwas überhaupt eine lösung? Irgendwie lande ich immer bei Nabenmotoren...

Budget: um 1000 EUR...

Danke euch!
Martin
 
Slingchiller

Slingchiller

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Da du sportlich bist reicht da ein Nabenmotor.
Und wenn du den Berg nicht hochschleichst,leistet der Nabenmotor auch gute Dienste.
Das ist bei mir anders. Gerne fahre ich "am Anschlag". Der Motor soll das aber auch tun und so sollten wir uns bergauf ergänzen und zum Nach-Hause-auf-den-Berg-Sprinter werden.
Nabenmotor...(y)

Mfg
 
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grazertourer

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Da du sportlich bist reicht da ein Nabenmotor.
Und wenn du den Berg nicht hochschleichst,leistet der Nabenmotor auch gute Dienste.

Nabenmotor...(y)

Passt :)

Was sollte ich denn da ins Auge fassen?

könnte mir jemand so etwas posten wie "kauf dir einfach hier den Motor, hier das Ding, hier das Ding und fertig"? Ich kenne mich einfach nicht aus, um selbst dinge zusammen zu suchen. :(

Ich würde euch da voll vertrauen, wenn ihr mir eine Linkliste mit Teilen nennt...ich habe keine Ahnung von den Steuergeräten usw. :(

Wenn ich auf der Kreuzotter Seite bereche wie schnell ich bin, so komme ich auf etwa 10km/h, die ich die Steigung nach Hause selber treten kann (das kommt mir ehrlich gesagt zu wenig vor. ich denke ich bin da etwas schneller). Wenn der Motor hier noch einmal 300 Watt oder sogar mehr dazu gibt, dann sind 25km/h die Steigung hinauf nicht unrealtistisch. das wäre für mich dann absolut ok! Spielt's das mit einem ordentlichen Nabenmotor und großem Akku? Wenn ja, was für Material sollte ich ins Auge fassen?
 
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grazertourer

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Was wäre denn zB von so einem Bausatz zu halten?

http://www.ebike-bausatz.eu/495070/...ilber-bremskontakte-ohne-gasgriffoption-ohne-

Wie unterschiedlich wirken sich denn die Wicklungen aus? Sollte ich das 28er oder 26er Bike umbauen?

3 Motorvarianten:
Bergmotor (Wicklung 9x7)

Variante: 48V 295U/min (max.Leerlaufgeschwindigkeit 28Zoll = 45 km/H)
Variante: 60V 400U/min (max. Leerlaufgeschwindigkeit 28Zoll = 51km/H)

Standard (Wicklung 10x6)
Variante: 48V 440U/min (max.Leerlaufgeschwindigkeit 28Zoll = 59km/H)
Variante: 60V 550U/min (max.Leerlaufgeschwindigkeit 28Zoll = 70km/H)

Speedmotor (Wicklung 12x5)
Variante: 48V 495U/min (max.Leerlaufgeschwindigkeit 28Zoll = 66km/H)
Variante: 60V 600U/min (max.Leerlaufgeschwindigkeit 28Zoll = 79km/H)

Wie groß sollte die Kapazität vom Akku für mein Vorhaben sein? Reicht so einer?
http://www.ebike-bausatz.eu/494907/...pedelec-samsung-lithium-ionen-akku-fuer-ebike

Oder ist so ein Set blödsinnig und man bekommt das anderwertig günstiger? Oder brauche ich diese Leistung gar nicht? Ich kann's echt schwer abschätzen.

kreuzotter sagt, dass ich um meinen Berg mit ~25km/h zu fahren 600 Watt brauche. Also sollte der Motor irgendwo zwischen 350 und 400 Watt liefern. Ist das realistisch, dass ich das hin bekomme?
 
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Stromer

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Falls du aus Graz bist könnte ich das PP Radlshop in der Kärntnerstraße 390 empfehlen, die stellen dir genau das zusammen was du brauchst.
 
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cephalotus

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Der von Dir verlinkte Umbausatz mit "48V Bergwicklung" schaut für mich ok aus.

Eine Steckkassette am Motor ist bei Deiner Tretleistung sicher wichtig, die Schraubkränze halten an 9fach & Co nicht lange durch, wenn man kräftig tritt. (außer man konstruiert eine Abstützung an der Achse)

Der 48V 12Ah Akku schaut gut aus und ist sehr preiswert, mMn. Er sollte für Deine Strecke genügen. Den Motor vielleicht nicht mit Vollgas betreiben...

Die rechtlichen Konsequezen so eines nicht versicherten KfZ sind natürlich sehr übel. Ich würde empfehlen es auch ohne Zulassung als L1E Moped zu versichern (und auf harte 45km/h zu drosseln), sofern möglich, damit sind im Unfall zumindest nicht Exitenzen unnötig zerstört.

---

In meinen Augen wäre eine Alternative ein Rennrad ähnliches Gefährt (notfalls optimiertes Trekkingrad mit Tria-Aufsatz) mit kleinen Getriebemotor und das eben motorlos zu fahren und den Motor nur bergauf für 25km/h zu benutzen. Dann brauchst Du 3 Minuten länger pro Tag, dafür kannst Du noch ruhig schlafen und musst Dein Haus nicht vorsichtshalber auf die Frau umschreiben lassen.

MfG
 
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Zuffi

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Also ich hab mir den kompletten Umbausatz von Keyde.com direkt bestellt und bin super zufrieden damit. Denke der würde auch für dich sehr gut passen. Einzig 3 Monate Lieferzeit ist ganz schön lange.
lg.
 
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Galileo

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Hi Martin,


Mein neues ebike ist genau mit dem Motor in der Bergversion ausgerüstet, habe es hier gekauft:

E-Rad Manufaktur Power-S-Pedelec StVZO 45km/h, Rh.52

Die website ist deiner sehr ähnlich (die eine betreibt Marco Gehre, die andere Jörg Gehre als E-Rad Manufaktur), die Produkte sind weitgehend identisch.

Ich bin mit dem Bike, dem Motor und der ganzen Technik sehr zufrieden, hält was es verspricht. Der Bergmotor bringt (mit mir als Schwergewicht) in der Ebene ca. 41 km/h, Leerlauf ist 51 km/h an 60 Volt.

Es ist ein Direct Drive, also ohne Getriebe, keine Zahnräder die Karies kriegen können. Und man kann an langen Abfahrten Energie rückgewinnen.


Wie unterschiedlich wirken sich denn die Wicklungen aus? Sollte ich das 28er oder 26er Bike umbauen?

Bergmotor (Wicklung 9x7)
Variante: 48V 295U/min (max.Leerlaufgeschwindigkeit 28Zoll = 45 km/H)
Variante: 60V 400U/min (max. Leerlaufgeschwindigkeit 28Zoll = 51km/H)

Der Bergmotor (zumindest meiner) ist in Wahrheit ein 7x9 (9x7 muss ein Druckfehler sein) und sieht auf 28" etwa so aus:

vkl936oh.png

Ich muss hier 21,5" eingeben, um die abweichende Wicklung zu simulieren.


Standard (Wicklung 10x6)
Variante: 48V 440U/min (max.Leerlaufgeschwindigkeit 28Zoll = 59km/H)
Variante: 60V 550U/min (max.Leerlaufgeschwindigkeit 28Zoll = 70km/H)

Der 10x6 sieht etwa so aus:
q3fjhq8q.png


An deiner Stelle würde ich jedenfalls den Bergmotor nehmen.

Die Kurven beziehen sich jetzt auf die Ebene. Unter http://www.ebikes.ca/tools/simulator.html kannst du die Daten mal so eingeben und rumspielen, was an verschiedenen Steigungen passiert.

kreuzotter sagt, dass ich um meinen Berg mit ~25km/h zu fahren 600 Watt brauche. Also sollte der Motor irgendwo zwischen 350 und 400 Watt liefern. Ist das realistisch, dass ich das hin bekomme?
Ich nehme an, du gehst von 6% aus. Da bist du mit dem Motor jedenfalls auf der sicheren Seite.
 
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grazertourer

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Danke euch für die vielen Tipps! :)

Rechtlich ist das natülich so eine Sache. Hätte von euch vielleicht jemand eine Variante im Auge, die bei 25km/h abriegelt (ich trete ohne Motor selbst eh auch einen 30er auf der Strecke), mir aber bergauf genug Power bietet (in AT ist alles bis 600W und max 25km/h erlaubt) und ähnlich gut bergauf ginge wie der von mir verlinkte Motor? Das wäre evtl. die vernünftigere Wahl... Schade, dass man bei uns keine Pedelecs anmelden kann, wie in DE. Die Variante mit dem einen Händler, der Moped-Pedelecs (angemeldet) anbietet, kommt nicht wirklich in Frage. Das ist auch alles nur so halb legal.
 
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grazertourer

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Also ich hab mir den kompletten Umbausatz von Keyde.com direkt bestellt und bin super zufrieden damit. Denke der würde auch für dich sehr gut passen. Einzig 3 Monate Lieferzeit ist ganz schön lange.
lg.

Meinst du wirklich? Reicht das kleine Motörchen denn aus, um bergauf auch wirklich sinnvoll zu unterstützen? Selbst wenn ich die hässliche Strecke fahre, komme ich noch auf 300hm am Stück auf 4,5km Länge. Mir scheint der Motor hier irgendwie zu schwachbrüstig, bzw. der Akku zu klein, wenn Zeit der entscheidende Faktor ist.

Ich tu mir aber ehrlich gesagt schwer die Unterschiede zu verstehen. Ich habe ja leider noch keine Erfahrung mit E-Bikes. Eventuell reicht mir ein gutes 25er aus (weil es leichter ist und ich in der Ebene quasi ohne Unterstützung ohnehin rund einen 30er fahre), und die Teile sind am Berg auch super und ausreichend. Oder muss es so etwas Brachiales sein, wie ich oben verlinkt habe? Ich denke ich muss testen! :)
 
lahomau

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Abschaltung bei 25 km/h wäre tatsächlich die bessere Wahl, denn die Zeit sparst du nicht auf dem Hinweg (35 statt 30 km/h), sondern auf dem Rückweg bergauf (25 statt 10 km/h).

Wenn du die 600W bergauf ausreizen willst, würde ich einen der größeren Getriebe-Nabenmotoren empfehlen: Z.B. den Bafang CST oder den Q128 (das ist die 3-4kg-Klasse). Akkugröße, wenn der Motor nur bergauf laufen soll: Für 600 Hm Auffahrt und 100kg Gesamtgewicht bräuchtest du nominell für die potentielle Energie 170 Wh (bei 100% Wirkungsgrad), in echt also vielleicht das Doppelte, abzüglich der Eigenleistung. Akkugröße würde ich dann ca. 400Wh wählen, mit guten Zellen wegen dem höheren Strom.

Weil auch eine Verdopplung deiner Eigenleistung schon sehr viel bringt, käme auch ein kleinerer Motor in Betracht (in der 2-3kg-Klasse), der dann mit ca. 300W Eingangsleistung betrieben wird. Z.B. den Q100 CST. Der Akku dürfte bei dieser Variante auch ein bißchen kleiner sein als bei der obigen Variante.

Ich würde versuchen, das Rad möglichst leicht zu lassen, weil du ja auch noch agil ohne Motor fahren willst. D.h. du musst dich zwischen dem großen Motor (600W) und einem mittleren Motor (300W) entscheiden (meine Wahl wäre der kleinere Motor).

Da du in Österreich auch mit Gasgriff fahren kannst und kein PAS brauchst, könntest du das System sehr einfach lassen: kein Display, kein PAS, kein Geschwindigkeitssensor. Nur Motor, Controller, Akku, Daumengas. Und der Motor sollte halt bei ca. 25 km/h seine elektrische Max-Drehzahl haben.
 
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cephalotus

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In Deutschland ist führen eines KfZ ohne Versicherung eine Straftat, fahren mit Versicherung aber ohne Betriebserlaubnus hingegen eine Owi. Also als hinkender Vergleich Körperverletzung vs. Falsch parken.

Probiere doch mal ein Rad mit einem schwachen Getriebenabenmotor aus. Grau ist alle Theorie und 300W aud die Straße sind 300W. Das muss man erstmal selber treten.

Wie schnell fährst Du denn die Steigung ohne Motor?
 
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Galileo

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Danke euch für die vielen Tipps! :)

Rechtlich ist das natülich so eine Sache. Hätte von euch vielleicht jemand eine Variante im Auge, die bei 25km/h abriegelt (ich trete ohne Motor selbst eh auch einen 30er auf der Strecke), mir aber bergauf genug Power bietet (in AT ist alles bis 600W und max 25km/h erlaubt) und ähnlich gut bergauf ginge wie der von mir verlinkte Motor?
Abregelung auf 25 ist mit dem verlinkten Motor kein Problem, das Limit wo er abregelt sowie sämtliche anderen Parameter kannst du über das LCD3-Display selbst unterwegs in 2 Minuten umprogrammieren.

Du kannst auch ein Passwort vergeben, so dass selbst jemand der die Bedienungsanleitung kennt deine Parameter nicht einsehen kann.

Als Akku kannst du dazu alles nehmen, gibt keine Datenschnittstelle zur Steuerung, nur Plus und Minus-Leitung.

Ich würde den Akku für 600 HM nicht zu klein wählen, er hält ja auch länger wenn man ihn nicht zu tief entlädt, und wenn du mal körperlich nicht so gut drauf bist willst du ja auch noch ankommen. Ich würde den mit 48V 12,8 Ah nehmen.

Allerdings bringt der Anbieter in ein paar Wochen neue Akkus raus mit mehr Kapazität pro Gewicht.

Nur nochmal als Denkanstoß:

Ich habe für mich halt abgewägt:
Bausatz mit Gasgriff und Bremsgriffen: 559,-
Akku nit Ladegerät und Halter (der billigste): 315,-
Zusammen: 874,-
Komplettes Fertigrad mit TÜV-Gutachten: ab 1987,-

Also für 1100 Euro mehr
- muss ich nicht umbauen
- bleibt mir mein Fahrrad zum reinen Fahrrad fahren erhalten
- habe ich ein 100% legales ebike mit Papieren

Hier gäbe es 200 Euro billiger ein Vorführ-Bike, ich weiß nur nicht ob er das mit Bergmotor verkaufen würde:
 
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Mein neues ebike ist genau mit dem Motor in der Bergversion ausgerüstet, habe es hier gekauft:

E-Rad Manufaktur Power-S-Pedelec StVZO 45km/h, Rh.52

Hallo Galileo,
interessant, über diese "S-Pedelecs" wurde hier schon einiges spekuliert. Ob sie denn überhaupt eine Zulassung haben. Irgendwo hab ich gelesen, dass sie wohl eine Zulassung als L1e haben, aber nicht als Leichtmofa mit v_max<20km/h. Damit wären sie normale 45-Mopeds mit Motorradhelmpflicht und ohne Radwegbenutzungsrecht außerorts.
Als was ist dein Rad eingestuft?
 
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grazertourer

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Abregelung auf 25 ist mit dem verlinkten Motor kein Problem, das Limit wo er abregelt sowie sämtliche anderen Parameter kannst du über das LCD3-Display selbst unterwegs in 2 Minuten umprogrammieren.

Du kannst auch ein Passwort vergeben, so dass selbst jemand der die Bedienungsanleitung kennt deine Parameter nicht einsehen kann.

Als Akku kannst du dazu alles nehmen, gibt keine Datenschnittstelle zur Steuerung, nur Plus und Minus-Leitung.

Ich würde den Akku für 600 HM nicht zu klein wählen, er hält ja auch länger wenn man ihn nicht zu tief entlädt, und wenn du mal körperlich nicht so gut drauf bist willst du ja auch noch ankommen. Ich würde den mit 48V 12,8 Ah nehmen.

Allerdings bringt der Anbieter in ein paar Wochen neue Akkus raus mit mehr Kapazität pro Gewicht.

Ja, ich habe mir jetzt allerdings dennoch vorgenommen, es vorerest einmal mit einem normalen Pedelec zu testen. Das wäre, wenn es auch ausreichend ist, besser als die illegale Lösung.

Nur nochmal als Denkanstoß:

Ich habe für mich halt abgewägt:
Bausatz mit Gasgriff und Bremsgriffen: 559,-
Akku nit Ladegerät und Halter (der billigste): 315,-
Zusammen: 874,-
Komplettes Fertigrad mit TÜV-Gutachten: ab 1987,-

Das Rad wäre in AT gleich illegal wie die aufgemachte Selbstbaulösung.
 
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Galileo

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interessant, über diese "S-Pedelecs" wurde hier schon einiges spekuliert. Ob sie denn überhaupt eine Zulassung haben. Irgendwo hab ich gelesen, dass sie wohl eine Zulassung als L1e haben, aber nicht als Leichtmofa mit v_max<20km/h. Damit wären sie normale 45-Mopeds mit Motorradhelmpflicht und ohne Radwegbenutzungsrecht außerorts.
Als was ist dein Rad eingestuft?
In den Papieren steht:

Fahrzeugklasse (J): L1e
Bezeichnung Fahrzeugklasse/Aufbau (5): 2rädr.KKR b. 45 km/h
Höchstgeschwindigkeit in km/h (T): 25
Bemerkungen und Ausnahmen (22): Feld T:gem 95/1/EG o.mittreten
Nennleistung in kW (P.2): 0,5
Leermasse in kg (G): 30

Ein Leichtmofa ist es auf jeden Fall nicht, wegen der 25 km/h.

Anmerkung: Das sind aber alle anderen S-Pedelecs in Wahrheit auch nicht, wenn man sich die
Leichtmofa-Ausnahmeverordnung anschaut:
StVRAusnV Leichtmofa-Ausnahmeverordnung schrieb:
2.3 Durch die Bauart bestimmte Höchstgeschwindigkeit: nicht mehr als 20 km/h

2.6 Leistungscharakteristik: derart ausgelegt, daß oberhalb einer Geschwindigkeit, die nicht mehr als 24 km/h betragen darf, keine Überschußleistung zum Antrieb des Fahrzeugs abgegeben werden kann
Also: Ohne Mittreten: 20 km/h, Unterstützung beim Treten nur bis 24 km/h, alles andere ist kein Leichtmofa mehr.


Nun ist die Frage: Ist mein S-Pedelec von ERM ein Mofa oder ein L1e Kleinkraftrad bis 25 km/h oder beides?

Dazu siehe laut Kraftfahrtbundesamt:
L-Fahrzeug

EG-Fahrzeugklasse
: Zwei- und dreirädrige Kraftfahrzeuge sowie leichte vierrädrige Kraftfahrzeuge gemäß Rahmenrichtlinie 2002/24/EG (siehe auch Kraftrad).

Im Einzelnen sind das:
Zulassungsfreie Krafträder mit Versicherungskennzeichen
L1e, L2e (Kleinkraftrad)
- Klasse L1e (2-rädrig, bis 50 cm³ und bis 45 km/h)
  • Klasse L1e (Mofa, bis 25 km/h)
  • Klasse L1e (Leichtmofa, bis 30 cm³, bis 0,5 kW und bis 20 km/h)
Dem entsprechend ist laut Zulassungsrecht ein Mofa ein Sonderfall von L1e, das Mofa wird auch im Zulassungsrecht garnicht separat definiert.

Das Mofa wird lediglich definiert im Fahrerlaubnisrecht FEV §4 (1)
FEV §4 schrieb:
(1) Wer auf öffentlichen Straßen ein Kraftfahrzeug führt, bedarf der Fahrerlaubnis. Ausgenommen sind
1.
einspurige, einsitzige Fahrräder mit Hilfsmotor – auch ohne Tretkurbeln –, wenn ihre Bauart Gewähr dafür bietet, dass die Höchstgeschwindigkeit auf ebener Bahn nicht mehr als 25 km/h beträgt (Mofas); besondere Sitze für die Mitnahme von Kindern unter sieben Jahren dürfen jedoch angebracht sein,
1a.
Mobilitätshilfen im Sinne des § 1 Absatz 1 der Mobilitätshilfenverordnung,
1b.
Kleinkrafträder bis 45 km/h der Klasse L1e nach Artikel 1 Absatz 2 Buchstabe a der Richtlinie 2002/24/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18. März 2002 über die Typgenehmigung für zweirädrige oder dreirädrige Kraftfahrzeuge und zur Aufhebung der Richtlinie 92/61/EWG des Rates (ABl. L 124 vom 9.5.2002, S. 1), wenn ihre Bauart Gewähr dafür bietet, dass die Höchstgeschwindigkeit auf ebener Bahn auf höchstens 25 km/h beschränkt ist,
Nun darf man rästeln ob es ein Mofa ist oder ein KKR L1e bis 25 km/h oder beides gleichzeitig, ich plädiere für Letzteres, also es handelt sich sowohl um ein Mofa als auch um ein KKR L1e bis 25 km/h.

Welchen Unterschied macht das?
- beide haben Helmpflicht
- beide brauchen keinen Führerschein aber eine Mofa-Erlaubnis
- aber nur das Mofa darf laut StVO §2 wahlweise außerorts Radwege benutzen
- im Übrigen gibt es ein paar Differenzen bei den Ausrüstungsvorschriften, insbesondere Licht

Ich habe mein Licht noch nicht so genau unter die Lupe genommen, gehe aber davon aus dass es maximal Mofa-Licht ist.

Nun bin ich kein Fan von Radwegen, aber außerorts sind sie hin und wieder doch ganz praktisch, und ich sehe auch kein Problem sie ggf. mal zu benutzen. Allgemein bin ich aber sowieso eingefleischter Fahrbahn-Fahrer.

Nachtrag: siehe auch beim ADFC.

Dem entprechend meint das Bundesverkehrsministerium, die bbH von S-Pedelcs sei 45 km/h, auch wenn diese nur durch Pedalieren erreicht wird.

Konsequenz wäre: Helmpflicht, keine Radwege, und sogar Klasse M-Führerschein.

Allerdings widerspricht dieser Ansicht die Regel 95/1/EG, nach der die bbH mit unbewegtem Fahrer gemessen wird, also ohne Pedalieren, und da wir in Deutschland Gewaltenteilung haben gilt das was die Gesetze und die Justiz sagen und nicht was der Minister sagt.
 
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Galileo

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Ja, ich habe mir jetzt allerdings dennoch vorgenommen, es vorerest einmal mit einem normalen Pedelec zu testen. Das wäre, wenn es auch ausreichend ist, besser als die illegale Lösung.



Das Rad wäre in AT gleich illegal wie die aufgemachte Selbstbaulösung.
Auch wenn du es mit Papieren und Versicherungskennzeichen fährst?

Österreich gehört doch auch zur EU, was ist da anders?
 
lahomau

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wieder meistens motorlos unterwegs
Man könnte ja fast meinen, daß man das erste Staatsexamen braucht, um sich von A nach B bewegen zu dürfen ;-)
 
RUBLIH

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In Ö ist Daumengas doch angeblich legal ?
 
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