Bakfiets meets elfkW. Oder: die Zukunft des Kurzstreckenautos :)

Diskutiere Bakfiets meets elfkW. Oder: die Zukunft des Kurzstreckenautos :) im Umbau-Pedelecs Forum im Bereich Diskussionen; AW: Bakfiets meets elfkW. Oder: die Zukunft des Kurzstreckenautos :) So unterschiedlich sehen die aber nicht aus: Quelle...
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didi28

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AW: Bakfiets meets elfkW. Oder: die Zukunft des Kurzstreckenautos :)

So unterschiedlich sehen die aber nicht aus:

2164.png


Quelle: http://www.cnjzdj.com/e_ProductShow.asp?FItemID=185
 
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martinko

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AW: Bakfiets meets elfkW. Oder: die Zukunft des Kurzstreckenautos :)

So unterschiedlich sehen die aber nicht aus:

also gut, abgesehen davon dass ich die bisher noch nicht hier in EU gesehen hab, 1:1 für dich.

was bleibt ist dass unsere nicht von NC sind, auch wenn sie vielleicht so aussehen.

Gruß
Martinko.
 
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didi28

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Das "205" bezieht sich also lediglich auf irgend einen Innendurchmesser im Motor und ist deswegen eine Art von Standardbezeichnung für diese Motorart in China ?
 
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martinko

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AW: Bakfiets meets elfkW. Oder: die Zukunft des Kurzstreckenautos :)

Das "205" bezieht sich also lediglich auf irgend einen Innendurchmesser im Motor und ist deswegen eine Art von Standardbezeichnung für diese Motorart in China ?

so ist es. Beim 154er übrigens auch. Und die Getriebemotoren heissen normalerweise 128er. Und 296er gibts auch, aber eher für Motorräder.

Gruß
Martinko.
 
yardonn

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AW: Bakfiets meets elfkW. Oder: die Zukunft des Kurzstreckenautos :)

- Ist Rekuperation hier wirklich eine mögliche sinnvolle Lösung? Macht das wer, ich meine im extremeren Einsatz wie hier, 10% Gefälle, ~160kg?

Sinnvoll ja, leider nicht billig.
Das schnelle Alleweder6 hat ja eine wirkungsvolle Reku verbaut. In der Praxis braucht man kaum noch die reguläre Bremse, solange der Akku nicht voll ist.
Teuer wird das ganze aber dadurch, das man natürlich einen entsprechend Leistungsfähigen Motor mit passendem Controller und einen leistungsfähigen Akku braucht. Bei einem normalen Pedelec halte ich das zur Zeit nicht für wirtschaftlich.
 
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Dieter Braun

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AW: Bakfiets meets elfkW. Oder: die Zukunft des Kurzstreckenautos :)

aber auch die Scheibenbremsen werden warm! die Lösung: einen Direktläufer Motor verwenden und die Rekuperationsbremsen ausnutzen!;)

Na, ich denke 50% unseres Problems der Überhitzung sind wirklich die kleinen Felgenfläche bei 20", die ja die volle Bremskraft abbekommt. Wenn da ein 28" Radl drin wäre, wäre die Sache wohl schon einfacher - und so dachte ich, daß man halt auch wahrscheinlich eine Scheibenbremse nicht so oft kühlen müßte (alle 400m?) - zumal die durch kleinen Raddurchmesser und mehr Gewicht die gleichen Kräfte wie bei einem normalen Radl spürt und damit wahrscheinlich die Fuhre recht ideal bremsen könnte...

Aber: Arbeit ist Kraft mal weg, könnte also schon sein, daß auch eine Scheibenbremse nicht so einfach die Wärme wegbekommt. Deshalb zögere ich auch noch.

Was die Direktläufer angeht: ich mußte meine Frau (die das Teil ja auch fährt), anfangs noch _sehr_ überzeugen, daß das nur eine kleine Modifikation des Radls ist, die man erst mal gar nicht merkt - und das ist wohl nur bei dem Getriebemotor der Fall.

Und jetzt in der Winterzeit vertun wir uns doch hin und wieder beim Aufladen (der Akku ist zu gut für die Gashebel-Akku-Ampel am Lenker: wenn das grüne Lichterl bei Vollgas in die Knie geht, muß man schon bald übers Laden nachdenken). Da ists ganz gut, wenn man das Teil noch gut heimtreten kann - ob das mit einem Direktmotor so gut geht?

Das passiert grad häufiger (1x pro Monate) als lange Bergabfahrten ... aber der Frühling kommt ja bald und mein neuer Zweitakku sollte 900m zulassen ... :)

Wenn man es gewohnt ist, das Bak zu lenken, schätze ich, daß man da auch die Masse eines Direktäufers vorne gut lenken kann, die Masse des Getriebemotors war/ist beim Lenken nicht zu merken - was mich doch ziemlich erstaunt hat, ist aber halt schon eine recht kompakte Masse. Aber vielleicht kann das ja jemand, der beide Motoren bei einem normalen Radl kennt kommentieren.

Wenn der Motor beim rekuperieren soviel Drehmoment macht wie bei Vollgas, dann wäre das beim Bergabfahren sicher eine gute Lösung - die Bremse muß dann zwar immer noch mithelfen, aber das wäre wohl im normalen Bereich.

Grüße,
Dieter.
 
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Nader

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AW: Bakfiets meets elfkW. Oder: die Zukunft des Kurzstreckenautos :)

Na, ich denke 50% unseres Problems der Überhitzung sind wirklich die kleinen Felgenfläche bei 20",...

dann müssten doch die Bremscheiben noch mehr überhitzt werden, weil die noch kleiner sind! ;) ... die Belege für Scheibenbremsen sind meistens teuerer als für die Felgenbremsen.

Also ich bin keinen Direkläufer gefahren und kann keinen Vergleich mit Getriebemotoren (mit Freilauf) ziehen aber die Meistens, die hier im Forum Direkläufer fahren, meinen der Fahrwiederstand wäre der Gleiche wie bei einem Nabendynamo!

An Gewicht müsste man aber auch achten, denn die meisten Direkläufer sind schwerer (der kleinste ist ja NC154).
 
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martinko

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AW: Bakfiets meets elfkW. Oder: die Zukunft des Kurzstreckenautos :)

die hier im Forum Direkläufer fahren, meinen der Fahrwiederstand wäre der Gleiche wie bei einem Nabendynamo!

ich fahre auch immer wieder mal Direktläufer (154er, 205er, C'lyte 4er) und finde der Widerstand diese Direktläufer ist ein vielfaches des Nabendynamos - am schlimmsten sind die C'lytes.

Kann natürlich sein dass die Nabendynamos die ich kenne so leichtlaufend sind ;-)

Ich kann jedem nur raten, der plant, Directdrives ohne Akku zu fahren, das mal vorher auszuprobieren..

Gruß
Martinko
 
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Am Anfang war der Widerstand bei meinem NC154 auch recht hoch. Habe dann die Distanzringe gegen welche mit kleinerem Außendurchmesser ausgetauscht, so dass der Kontakt zum Gummi der Achsabdichtung nicht mehr da ist. Ein paar Tropfen Öl auf die Achsabdichtungen können auch nicht schaden. Nach einigen hundert Kilometer "einfahren" der Achslager läuft er bei mir gefühlt etwa so wie einer der preisgünstigeren Nabendynamos im Betrieb.

Dieser Schleppwiderstand, auch wenn er mal etwas größer ausfallen sollte, ist aber nicht der Grund für die gegenüber den leichteren und kleineren Getriebemotoren deutlich reduzierte Agilität im Fahrradbetrieb. Das Gewicht an sich, insbesondere dessen relativ achsferne Plazierung um die Nabe, erschweren jeden Beschleunigungsvorgang deutlich. Wenn die Fuhre in der Ebene mal auf Geschwindigkeit ist, merke ich von einem Widerstand nichts mehr. Häufiges Anfahren ohne Motorunterstützung macht mit einem schweren Direktantriebsmotor aber keinen Spaß.
 
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Dieter Braun

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AW: Bakfiets meets elfkW. Oder: die Zukunft des Kurzstreckenautos :)

dann müssten doch die Bremscheiben noch mehr überhitzt werden, weil die noch kleiner sind! ;) ... die Belege für Scheibenbremsen sind meistens teuerer als für die Felgenbremsen.

Ja schon, aber die halten sicher höhere Temperaturen aus (kein Reifen geht dann kaputt), sind aus dem Mountainbereich für hohe Anforderungen gebaut und liegen besser im Luftstrom... . Naja - die Diskussion ist akademisch, bisher machen nur die Pedalpower ein Long John mit Scheibenbremsaufnahme - aber ohne die praktische Kinderkiste.

Achja, das Teil fährt immer noch sehr brav, der elfkw-Motor treibt uns die Berge rauf. Und die Tante hat heftiges Interesse angemeldet.... Da die Feldwege ziemlich holprig sind um Lenggries herum, hats den Rahmen noch an einer anderen Stelle erwischt - zwischen Lenkstange und Kiste. Aber hier gibts einen Schweißprofi (Resultat siehe unten), der weiß, wie man das macht. Merci nochmal!

Das Nachfolgebak von bakfietsweb.nl hat an der Stelle und auch beim Gelenk deutlich mehr Stahl verbaut und sollte das Problem nicht haben. Wir sind auf jeden Fall froh, wieder querfeldeinbakeln zu können.

Grüße,
Dieter.

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Dieter Braun

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AW: Bakfiets meets elfkW. Oder: die Zukunft des Kurzstreckenautos :)

Liebe Bakfietser / Bakler,


es wird mal wieder Zeit, den aktuellen Stand des Radls zu dokumentieren. Neuer Anstrich, 205er Motor statt Getriebemotor und ganz neu: gefederte Vorderradgabel machen das nötig. Aber eines nach dem anderen.


Der Tod eines langen Mitarbeiters. Der elfkw-Getriebemotor hat eigentlich sehr lange mitgemacht (2 Jahre, fast täglich im Einsatz). Sogar, als ich auf 48V wechselte, damit das Radl statt 20km/h dann 25km/h schnell war. Das mit einem 17A Controller – was ich schon recht beachtlich fand. Bis eines Tages.... wir sind einen sehr steilen (12-14%?) Feldweg rauf sind – zu steil zum wirklich hochfahren. Da bin ich abgestiegen, die beiden Kids (4&6 Jahre, ergo 90kg Gesamtgewicht?) noch drin und habe etwas gemacht, was bei 36V und 17A immer klaglos ging: mit Handgas das Bak hochschieben lassen, selbst nur etwas schieben. Naja, diesmal hat der Motor diese Rosskur dann doch nicht mehr mitgemacht: zu schnell heiß geworden, Hall-Sensoren durchgebrannt. D.h. die 48V waren am Ende halt doch zuviel für das Teil. Trotzem beachtlich. Im nachhinein wäre es vielleicht gut gewesen, auf einen "sensorlosen" Controller zu wechseln, weil der 205er Motor eher enttäuscht hat, aber der Reihe nach.


Federgabel. Schon zuvor hatte ich eine Federgabel von Toxy gekauft (Link: http://www.toxy.de/shop/layout/warengruppe.php?lang=DE&gruppe=31#undefined). Sehr stabiles Teil, weil die Liegeradler da ja fast mit dem ganzen Gewicht draufsitzen. Auch die Ausfallenden sahen fett und motortauglich aus. Sollte also gehen. Aber wie die Steueranlenkung machen? In den Bildern seht ihr die Lösung. Zwei Alustangen mit 4 Schrauben an die Federausleger festklemmen (nota bene sind zwischen den beiden Federbeinen von hinten noch zwei Schrauben mit den Muttern im Vierkant verklemmt). Vielleicht mit den Stahlschrauben nicht das leichteste (beim unserem China-Bak eh' belanglos), aber hat sich seit einem Monat hartem Betrieb nicht gelockert oder irgendwelche Zicken gemacht (allerdings ist es schon gut festgeschraubt!). Natürlich geht Federweg verloren, aber trotz weicher Federvorspannung bin ich erst ein einem rabiaten Waldweg auf den Aluwinkeln "aufgesessen" (übrigends mit völlig harmlosem Verhalten). [Das ausgeschlagene China-Lenklager wurde beim Umbau auch gleich noch ausgetauscht. Das scheint durch die Doppelanlennkung etwas härter rangenommen zu werden (beide Stangen auf Spannung, um Spiel zu minimieren), auch das Neue Lager mußte ich schon recht früh wieder nachziehen.] Der Fortschritt der Federung ist gewaltig: die Löcher lassen nicht mehr die Kids hüpfen, grobe Feldwege werden zu Asphaltstraßen. Fazit: sehr empfehlenswert, gerade auch bei größeren Einkäufen!


Black Jack hinten. Eigentlich eine unscheinbare Änderung: hinten ein 24"x2.1 Schwalbe Black Jack. Macht aber einen Riesenunterschied zum recht normalen China-Reifen zuvor. Mit 4bar läuft das Bak damit deutlich ruhiger, gefühlter Unterschied wie ein upgrade von einem Ente zum Mercedes. Eigentlich logisch, Tandemradl tendieren ja auch zu solchen "Motorradreifen" – und unsere Beladung erreicht ähnliche Werte. Wiederum: sehr empfehlenswert.


Scheibenbremse. Die Federgabel hatte einen wichtigen Nebeneffekt: vorne konnte ich so eine Scheibenbremse einbauen (BB7). Bisher riskierten wir beim Bergabfahren immer einen Platten, jetzt habe ich praktischerweise gleich 3 Bremsen am Radl. Damit komme ich rund 250 Höhenmeter vollgebremst runter, mache einen kurzen "Aufguß" mit Wasser über die Bremsschreibe (Zisch!!), Vorderradfelge und Rollenbremse hinten, und bin recht schnell wieder unterwegs. Wie lange die Scheibenbremse das mitmacht, wird sich zeigen.


Direktantrieb. Ich dachte, mit dem 205er vorne werde ich jeden Berg raufkommen. Hat sich leider nicht ganz bewahrheitet. Gefühlt ist der Drehmoment zum elfkw-Getriebemotor gleich geblieben – und das für 2kg mehr?. Auch wird der Motor bei großen Steigungen ähnlich schnell warm (schade!), scheint aber ein bißchen höhere Temperaturen wegzustecken. Bin aber quasi ein gebrandtes Kind. Da sind die Behauptungen von activeshop24.de mit 1500kW für den Motor wahrscheinlich quatsch – elfkw gibt da realistischere 600W für den Motor an. Die Montage der Scheibenbremse ist tricky und Millimeterarbeit (siehe Bilder), ging aber mit Unterlagsscheiben (uff!). Allerdings habe ich zuerst die Schrauben genommen, die beim 205er mitkamen: großer Fehler! Die waren nach einer Bergtour zur hälfte aus den Gewinden geschert. Die Gewinde gehen aber zum glück sehr weit rein (weiter als die längsten Scheibenbremsenschrauben). Jetzt sind die längsten solcher Schrauben (mit Torx-Köpfe: super!) drin und ich habe keine Probleme mehr. Die Drehmomentstützen mit 10er Schraubenschlüssel sind zum einen der Not einer schnellen Lösung geschuldet – ich wollte aber anfangs auch vielleicht den Motor schnell gegen einen schnelleren Läufer tauschen. Der 205er Motor ist ein ganz normaler (230rpm, XinFeng), d.h. bei 36V macht er in 20" ziemlich genau 20km/h, was ihn mit 48V auf 25km/h bringt. Schneller sollte man ein Bak mit Kids nicht machen, finde ich. Die Einspeichung war eine Tour de Force: der Motor kam in 28" eingespeicht (activeshop24, elfkw hatte noch keine Bremsscheibenaufnahme damals). Habe die Speichen, weil niemand diese Länge auf Lager hatte selbst gekürzt und Gewinde draufgeschnitten (auf einer Drehbank und mit Öl geht das ganz ordentlich). Diese Gewinde sind nicht ganz optimal (eigentlich "wälzt" man die wohl drauf) und bei drei Speichen ist das Gewinde inzwischen (halbes Jahr Praxis) auch ausgerissen, was aber durch die Kürze der Speichen in 20" offensichtlich nicht schlimm ist: das hält immer noch sehr sehr gut trotz harter Behandlung auf rauhen Wegen. Da scheint aber die Federung auch die Lastspitzen wegzunehmen. Trotz dem "fetten" Motor läßt sich das Bak noch sehr leicht fahren, der Unterschied beim Lenken ist minimal. Nerven kann schon der Schleppmoment das Motors beim schnelleren Fahren, wehe dem, der die zweiten Batterie im entscheidenen Augenblick dummerweise daheim vergessen hat....


Kelly Controller. Ich wollte den Umbau auf Direktmotor eigentlich auch nutzen, um Rekupertation auszuprobieren. Bei Bergtouren, wo man Feldwege schnell 700 Höhenmeter hoch und runterfährt könnte sich das beim Runterfahren auszahlen. Leider habe ich beim Akkukauf schlecht recherchiert. Statt dem neuen Sanyo 48V/10Ah hätte ich wohl doch die hochstromig ladenden Konions nehmen sollen. SIC. (Mehr Forum lesen!). So ist der Strom, der zurück in den Akku kann halt nicht optimal. Da ich irgendwann auch vielleicht mal Richtung Puma wollte, und aufgeschreckt von der Diskussion um dessen "tricky" Verhalten mit Standardcontrollern (und abgeschreckt von den "komplexen", d.h. einfach chlecht dokumentierten Grafsport-Kontrollern) habe ich einen Testballon steigen lassen: der Grafsport Controller ging wieder zurück und dafür gabs einen Luxus: einen 35A/72V Kelly Controller für Sensorenmotoren mußte her (http://kellycontroller.com/kbs7210135a24-72v-mini-brushless-dc-controller-p-506.html). Auch deshalb, weil der neue 48V Akku schön bei der richtigen Spannung abgeschalten gehört und ich mir das Geld für die "Abschaltschaltung" sparen wollte. Der Kelly war super-schnell (aber auch teuer) in 3 Tagen hier und läßt sich mittels USB-Seriell-Kabel auch gut programmieren (wenn man mal kapiert hat, daß er selbst beim Programmieren vom 48V Akku versorgt werden muß – SIC!). Der Controller harmoniert sehr gut mit den elfkw-Daumengasgriff und wird auch im härtesten Einsatz kaum warm. Mit den untenstehenden Einstellungen (siehe Screen-Shot-Bilder) habe ich ihn auf 25A gedrosselt (real: 24A). Den Strom beim Losfahren kann man mit dem etwas dubiosen"Max Motor Currrent" bei 70%=25A etwas die Spitzen nehmen – sonst rumpelt der mit dem anfangs langsam drehenden 205er Motor am Anfang schon etwas heftig los (erinnert an einen dieser Einzylindertraktoren: tufftufftufftuff). Motorbeschränkung (zusätzlich zu 25A Batteriebeschränkung) scheint für die Leistung am Hang aber keine Auswirkung zu haben. Mit dem "Speed"-Control Mode läßt er sich recht schön ansteuern, die anderen Regelarten (Stromvorgabe) fühlten sich etwas "grob" und nichtlinear an. Regeneration habe ich auf 7.5A eingestellt, auch schon mit einem Taster versehen, aber noch nicht getestet. Habe inzwischen einen Wattsup und werde mich da mal die Tage dranwagen. Aber viel Bremswirkung kann ich mir bei 7.5A wohl nicht erwarten. Alternativ könnte man Hochleistungswiderstände an den Motor hängen, aber das ist zum einen teuer, schwer und irgendwie nicht so ganz das wahre. Denn:


Nahe Zukunft: Getriebemotor auch ins Hinterrad. Damit werde ich auch hinten einen zweite Scheibenbremse gekommen (her mit der zweiten BB7). Ich hoffe, mit diesen gelaserten Stahlblechen eine gute Scheibenbremsaufnahme hinbasteln zu können (drückt mir die Daumen!). Grund ist, daß ich mit Kids die richtigen Steigungen immer noch nicht hochkomme (was ich mir eigentlich mit dem 205er erwartet habe). Das wird ein Normaldreher (elfkW, 24", 230rpm, ist schon im Keller) werden, was in etwa 25km/h bei 36V ergeben sollte. Da ich 1x12V/20Ah, 2x36V/Ah und 1x48V/10Ah mein Eigen nenne ergeben sich damit schöne Möglichkeiten. Im Normalbetrieb werde ich den Getriebemotor überhaupt nicht anschließen. (Motor kam mit einem 14A Standardcontroller, damit er mir nicht abraucht). Aber wenns in die Berge geht, kann ich ihn mit 36V gut einsetzen (gleiche Geschwindigkeit wie Vorderrad mit 48V) und wahrscheinlich nicht überlasten. [Ob ich mit demselben Gashebel beide Controller ansteuern werde, muß ich mir noch durch den Kopf gehen lassen, muß man wohl (Martin Koeck) mit Dioden absichern, hat jemand da genaue Tips?]. Dann kommen wir hier auch die steileren Feldwege hoch (Brauneck, wir kommen!). Andererseits, wenn es im Flachland manchmal zu lahm ist, kriegt auch der hintere 48V ab und wird uns wahrscheinlich so 33-35km/h bescheren (wahrscheinlich lieber ohne Kids). The Future looks bright. Geplant sind hinten 7 Gänge mit Schraubritzel. Die Motivation kommt auch daher, daß meine 7er Nabenschaltung letzten Winter wohl bei niedrigen Temperaturen und zuviel Schaltkraft (ähm...) inzwischen nurmehr 2 Gänge hat (sic). Jetzt bin ich bei 25km/h immer heftig am kurbeln (manchmal auch nur zum Schein, daß hier niemand meint, ich würde da nur mit Motor durch die Gegend gondeln:).


[Achja: Fernere Zukunft: ein Trimobil (www.trimobil.net) mit zwei Pumas hinten und 25km/h für wenn die Kids älter sind oder wenn man Besuch vom Bahnhof abholen will.…naja, vielleicht wird die Rechtsprechung ja endlich mal etwas fortschrittlicher.]


So genug geredet, jetzt kommen die Bilder.


Achja: Bak rulez!


Schöne Grüße,
Dieter.
DSCF4903.jpgDSCF4904.jpgDSCF4905.jpgDSCF4906.jpgDSCF4907.jpg
 
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Dieter Braun

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Und noch mehr Bildschen...
DSCF4953.jpgImage4.jpgImage1.jpgImage2.jpgImage3.jpg
 
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Dieter Braun

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Und das letzte noch.
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Dieter Braun

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PS.: Das schöne am Kelly Controller: man kann den roten Knopf des elfkw-Daumengrasgriffs (der potential-frei ist!) dazu benutzen, den Kelly Controller an&aus zu schalten. Im Auszustand zieht er wohl nur so 2mA (Wattsup zeigt 0A). Ha! Endlich nicht mehr Batterien rumstöpseln zum Ausschalten (oder irgendwelche high-amp Schalter rumfrickeln). Sondern einfach den roten Knopf reindrücken: an, rausdrücken aus. Cool!
 
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hohe-tatra

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Interessant, welchen Daumengasgriff von elfkw hast du genommen?
 
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Direktantrieb. Ich dachte, mit dem 205er vorne werde ich jeden Berg raufkommen. Hat sich leider nicht ganz bewahrheitet. Gefühlt ist der Drehmoment zum elfkw-Getriebemotor gleich geblieben – und das für 2kg mehr?.
Ist doch selbstverständlich....
Direktmotoren sind bei gleichen Leistungsdaten schwerer, sie ja langsamer drehen als die Getriebemotoren....
Und je langsamer ein Motor dreht, desto mehr Material muss man für die gleiche Leistung verbauen....
Du brauchst mehr Leistung am Berg, und willst kein Mittelmotor-Konzept:
Dann such dir einen fetten Getriebemotor...
Aber mit 2 Motoren geht es natürlich auch, da kann man die Last was verteilen, obwohl ein Mittelmotor das ganze zum eien legal und zum anderen technisch deutlich besser lößt, als 2 Radnabenmotoren im schlechten Drehzahlbereich...
Ein LKW-Motor brauch nun mal eine gute Gangschaltung ;)
 
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Dieter Braun

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Ist doch selbstverständlich....Direktmotoren sind bei gleichen Leistungsdaten schwerer, sie ja langsamer drehen als die Getriebemotoren....Und je langsamer ein Motor dreht, desto mehr Material muss man für die gleiche Leistung verbauen....Du brauchst mehr Leistung am Berg, und willst kein Mittelmotor-Konzept:Dann such dir einen fetten Getriebemotor...
Ja und nein. Für das Vorderrad gibts nunmal (noch?) keine fetten Getriebemotoren.... und es wäre schon schön, wenn es ähnlich wartungsarme Mittelmotoren zum gleichen Preis als wie die Nabenmotoren als Nachrüstsatz gäbe.....

Grüße,Dieter

P.S.: eigentlich hatte ich gehofft, der fette Motor wird weniger schnell heiss und da hatte mich der Activeshop mit seinen "1500" Watt gelockt.... naja da müßte man das EpacSim Programm noch mit einem thermischen Modell koppeln - um die Temperatur vorherzusagen....
 
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Dieter Braun

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Interessant, welchen Daumengasgriff von elfkw hast du genommen?
Den kleinen mit dem Roten Knopf (hat elfkw überhaupt unterschiedliche Daumengashebel mit Knopf?)Grüße,Dieter
 
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Dieter Braun

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--- Armlehnen ---- Zwei Kinderradl am Bak --- Skifahr-Bak --- Ständerunterstützung ---

Hi Folks,

ich dachte, ich mache mal wieder ein update, was mit uns und dem Berg-Bak so geworden ist. Nun, die Motoraufhängung mit der gefederten Vorderradgabel und den beiden Aluprofilen hat sich sehr gut bewährt. Mußte nicht einmal da eine Schraube nachziehen. Vor allem ist die schöne Scheibenbremse ein echter Genuß beim Mountain-Bakeln. Die Kids sind natürlich etwas größer geworden, so habe ich kleine Armlehnen mit Löchern für den Regenschutz draufgemacht. Damit kommen sie sich auch bei Regen nicht so sehr in die Quere. Das schöne dran ist, daß man sehr schön rechts und links ans Bak ihre neuen Radl hinmontieren kann - vorne muß man nur eine kleine Holzleiste mit zwei Querleisten in die Radlrahmen einhaken und hinten mit einem Seil fixieren. Ist toll, wenn ihnen auf einer Radltour die Puste ausgeht, so kann man auch größere Touren ohne Herzflattern riskieren. Ich hoffe, auf den Bildern ist das gut zu sehen. Das Skifahren mit dem Bak ist übrigends toll: man zieht alle Skischuhe daheim an (auch der Bak-Fahrer) und kann locker an den Autoschlangen vorbeiziehen und direkt beim Lift aufschlagen :) Dabei haben sich die guten Wintereigenschaften des Daumengas-Frontantriebs mal wieder von der besten Seite gezeigt. Auch wenn das Vorderrad durchdreht ist das Bak noch gut zu handeln. Ich habe einmal die recht schwache Ständeraufnahme des China-Baks mit Hartholzteilen an der Kiste abgestützt - damit ist beim Aufsteigen der Kids eine direkte Kraftübertragung vorhanden und nichts wackelt mehr [inzwischen nach der Schweißung, s. nächster Post, ist das obsolet]

So genug der langen Vorrede, hier die Bilder:
staender_stuetze.jpgdetail_motor.jpgradl_bak.jpgski_bak.jpg

PS.: Also den Hinterradantrieb habe ich mir dann doch abgeschminkt - wäre zu viel Aufwand gewesen.
 
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Michael.HH

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Sparta Hollandrad mit DD
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Ist das überhaupt alles erlaubt..:eek::D
 
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