Bafang M800: Mittelmotorsystem mit 4,4kg Gesamtgewicht

Dieses Thema im Forum "E-Motoren" wurde erstellt von cephalotus, 06.05.18.

  1. cephalotus

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  2. Kraeuterbutter

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  3. frosch_peter

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    würde den Akku auf 48V auslegen, dann hab ich die Power von einem Bosch-CX-Motor, die längere Übersetzung muß ich dann mit größerem ritzelpaket abfangen um bergtauglich zu bleiben..
     
  4. Kraeuterbutter

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    und schon sind wir wieder in der "MEHR POWER"-Schiene.... ;)

    ne.. da brauchst nicht mehr Power beim Motor - was über kurz oder lang wieder größeren Akku benötigt, etc...
    99% aller anderen motoren bedienen doch eh diese Schiene
    nur in der Sub200W-Region, vor allem als Tretlagermotor gibts außer Vivax (2800Euro) nix

    200Watt AN DER KURBEL ist doch schon wirklich nicht schlecht !
    zusammen mit den eigenen sagen wir 200Watt ist man damit bereits in einem Bereich, wo auch kein trainierter Hobbyfahrer mehr hinkommen kann..

    der Akku gefällt mir noch nicht... 2kg für 200Wh ?
    warum nicht nur 1kg... aber gut - er ist im Rahmen drinnen, etc... wohl deshalb...

    ich seh halt: Potential für Rennräder oder Crossbikes die mit Mittelmotor (!) in der 10-11kg Region liegen !
    großartig...

    das sind räder die man mit einem Arm locker aufheben kann, die man in die Wohnung nehmen kann und an die Wand hängen kann...
    wo es keine "Schiebehilfe" braucht, um sie ne kellertreppe raufzubekommen weil so schwer..
     
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  5. cephalotus

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    Wenn man den Motor eh mit Rahmen kaufen muss wärs doch mal ne Idee, wenn es gleich ne Zulassung für den Rahmen als s-Pedelec gäbe. Oder ein Discounter bringt mal ein billiges sPed.

    Als 45er maxht sowas doch in nen schnellen ud leichten Rad viel mehr Spaß als als 25er und man hätte aus dem Nachteil (muss Rahmen dazu kaufen) einen Vorteil gemacht.

    MfG
     
    Zuletzt bearbeitet: 14.05.18
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  6. Üps

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    Interessant finde ich ja das mit dem Doppel-Kettenblatt.
    Das mit 48V für mehr Power erschließt sich mir nicht.
     
  7. frosch_peter

    frosch_peter

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    Die Boschmotoren (CX) sind auf ~36 Volt ausgelegt, und ich denke der 500Wh Akku wird ebenso mit 36V laufen. In den meisten Fällen sind so bei einem System so an die 14A-Controller dazwischen geschaltet.
    Der Bosch hat zwar Nennleistung/Dauerleistung 250W, kann aber kurzzeitig 500 Watt leisten.
    36V x 14A = 504W, kommt also hin.

    hänge ich jetzt einen 48V 500Wh Akku dran, hab ich 48 x 14 = 672W
     
  8. RheaM

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    Irrtum korrigiert.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14.05.18
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    Wie kommst du auf diese 14A, zumal beim CX?
    In keiner Weise. Erstens hat der Motor einen Wirkungsgrad deutlich kleiner 1 und zweitens sind es, wenn ich mich recht erinnere, laut Bosch 650 Watt, die der Motor maximal leistet.

    Was ist überhaupt der Sinn dieser Überlegungen? Hier geht es doch um einen kleinen 200W-Mittelmotor, oder nicht?

    Nein, im besten Fall passiert nichts, im weniger guten Fall einen defekten Bosch. Und wenn es ganz dumm kommt, geht alles kaputt. Was soll der Unfug?
     
    Zuletzt bearbeitet: 14.05.18
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  10. Kraeuterbutter

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    für Powerfreaks gibts dutzend Motoren, wie Sand am Meer...

    für die, die lieber was leichtes haben, so gut wie nix (brauchbares oder bezahlbares)

    lasst doch mal den kleienn Motor in frieden mit 48V ;)
    sonst muss er wieder stärker gebaut werden, und schlussendlich ist man erst wieder bei nem Bosch-Derivat :(
     
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  11. Üps

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    Leute, überlegt doch mal: Wenn winzige, leichte Motoren durch Erhöhung der Spannung plötzlich zerstörungsfrei viel mehr leisten könnten, würden die Hersteller dann nicht einfach winzige und leichte Motoren für 1 Volt bauen und die dann mit 100 V betreiben?
    Schon hätten sie den 100 Gramm leichten Mittelmotor mit 5 kW Leistung durch einen simplen Trick erfunden!
     
  12. Kraeuterbutter

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    elektrisch gesehen ist das schon so, dass mit mehr Spannung auch mehr leisten können...

    der Punkt ist, was für Drehzahlen dabei rauskommen, und wie man die dann nutzen will....

    du kannst es dir ja auch umgekehrt überlegen:
    ein klassischer 2,5kg Nabenmotor macht bei 25km/h rum bedenkenlos seine 250Watt

    stellen wir es uns - damit wir die Regler-Geschichte vereinfacht haben - als Gleichstrommotor und einer Spannungsquelle vor...

    an 37V fließen bei 25km/h rum 10Ampere .... 370Watt Eingangsleistung - motor ist glücklich, keine Probleme

    am Berg wird er aufgrund der Steigung auf 10km/h runtergewürgt... der Motor würde nun (Hausnummer) 30Ampere ziehen wollen, also über 1000Watt --> das ist zu viel führ ihn... (nicht die 1000Watt sind zuviel, sondern die 30A)
    DESHALB: muss der Regler hier eingreifen..
    bei unserem vereinfachten Gleichstrommotor wählen wir eine Spannungsquelle die nur 10V liefert...
    die Drehzahl sinkt, der Strom sinkt, und schon kann der Motor auch die Steigung fahren ohne zu überhitzen...

    genau das hab ich vor 10 Jahren bei meinem ersten Pedelecumbau gemacht, als ich den Regler noch nicht hatte:
    ich hab einen Modellbauregler drangehängt... der hatte aber KEINE Strombegrenzung...
    deshalb hab ich statt 10s Akku mit 37V nur einen 3s Akku mit 11,1Volt drangehängt..
    so konnte ich auch Berge mit 8-10km/h hochfahren, ohne dass der schnelle Bafang überhitzt hätte, der Strom blieb noch im grünen Bereich (ohne Strombegrenzung durch Regler)

    bei der Erhöhung der Spannung passiert also genau das Gegenteil:

    deshalb können die Amis mit ihren 72V oder gar 96V Setups aus Bafangs Leistungen rausholen, wo hierzulande mit 36V Setups jeder sagen würde, das geht nicht

    was halt zu bedenken ist:
    die Amis kriegen hier dann z.b. Probleme mit den Kunststoffzahnrädern: die werden durch die hohe Drehzahl warm und weich -> deshalb werden 1 oder gleich alle 3 Zahnräder durch Stahlzahnräder ersetzt (Motor dann sehr laut)

    auch lässt sich so zwar die Leistung deutlich steigern, nicht aber das Drehmoment

    sprich:
    a) man fährt sau-schnell mit den Setups, dann geht das
    oder
    b) man braucht noch ein Zwischengetriebe

    einen Bosch oder Bafang M800 jetzt mit mehr Spannung zu betreiben: erhöht die Drehzahl.. ist die Frage ob man beim Bosch (beispielsweise) mit 200er Kadenz noch soviel anfangen täte...

    Drehzahl ist jedenfalls das Zauberwort...

    deshalb wiegt ein Direktdrive 4kg aufwärts, ein Getriebenabenmotor bei gleicher Leistung aber nicht mehr als 3kg

    mein erstes Schockerlebnis als ich meinen ersten Nabenmotor (Bafang, 3,1kg, damals noch 11cm Achsbreite) in der Hand hielt war:
    "WAS ? so schwer und nur 180Watt Nennleistung ?"


    war ich doch vom Modellbau her gewohnt, dass z.b. ein 200 Gramm leichter Motor 1500Watt (kurz) auf die Welle stemmte... oder im Wettbewerb ein 110g leichter Motor 2000Watt

    allerdings dann eben nicht bei 200U/min sondern bei 70.000U/min


    [​IMG]
    in meinem AcrobatSE z.b. (1,4kg leichter Modellbauheli)
    arbeitet dieser 170g leichte Brushless-Motor...
    im Mittel fließen ca. 200Watt durch, Peaks im Bereich um 1000Watt
    das System ist trotzdem Dauervollgasfest: ich kann 10 Akkus hintereinander durchballern, ohne das die Temperatur über 70°C steigen würde
    die Drehzahl machts... (um die 15.000U/min)

    ursprünglich mit 3s Lipo geflogen - war die Leistung bei 1000Watt beschränkt, mehr ging nicht (weil sonst zu heiß geworden wäre)
    Übersetzung angepasst, von 5s Lipo gegangen.. jetzt sind sogar bis 1700Watt Peaks möglich, und Motor überhitzt nicht



    also ja, man könnte die Leistung aller Pedelec-Motor sicher deutlich erhöhen, mit 72V oder 96V Setups.... die Frage ist wie man mit der hohen Drehzahl dann umgeht (und ob die Kunststoffgetriebe das thermisch überstehen)

    durch ne Rohloff kannst mehrere 1000Watt durchjagen durch entsprechend hohe Drehzahl - oder aber sie mit wenigen 100Watt aber zu hohem Drehmoment kaputttreten
     
    Zuletzt bearbeitet: 17.05.18
  13. Üps

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    Dann gieße ich genau eine Windung in genau jeden Spalt.
    Spalt optimal ausgenutzt, bei z.B. 3Volt bin ich auf der ausgelegten Maximaldrehzahl. Dreht er schneller, tötet ihn die Physik.

    Und jetzt willst du mit erzählen, wenn ich aber einen hauchfeinen Draht nehme und den Motor auf eine Million Volt auslege, dann dreht er schneller und leistet deshalb mehr?
    Ist doch nicht dein Ernst?

    Der Grund, warum man die Motoren auf 36V oder 48V auslegt, hängt mit Verlusten an verschiedenen Stellen zusammen, nicht damit, dass umso mehr Volt, umso schneller darf ein Winzigstmotor drehen. Denn das hängt nicht von der Spannungsauslegung ab, sondern von den mechanischen Kräften.

    Kannst auch gerne mit deiner Rohloff mal versuchen, ein Megawatt durch entsprechende Drehzahl durchzujagen. Die wird es auch zerreißen, wenn nicht vorher die Lager schmelzen.
    Der Grund, warum die möglicherweise nicht mit ihrer optimalen Drehzahl betrieben wird, sind schlicht die vorgegebenen Drehzahlen an Ein- und Ausgang, sowie Überlegungen zu Kosten, Gewicht und Größe. Und auch hier hat unser Fahrradmotor seine Vorgaben. das Getriebe darf nicht zu viele Stufen haben, das Planetengetriebe kann nicht beliebig übersetzen, die Ausgangsdrehzahl ist vorgegeben usw.
    Die 36V sind hier beim besten Willen nicht der Faktor, der die Drehzahl limitiert!
     
    Zuletzt bearbeitet: 17.05.18
  14. wpau

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    Erstaunlich, wie schnell die Chinesen auf diesen neuen Trend der leichten Pedelec Räder reagieren.
    Hoffentlich sieht man auch etwas von den etablierten Platzhirschen wie Bosch, Shimano, Yamaha und Panasonic.

    Fazua hat da wohl einen Trendsetter entwickelt.
     
  15. WolArn

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    Das ist aber auch nur ein Prototyp für die Messe, und ob sowas überhaupt hier auf den Markt kommt, glaube ich eher nicht.
    Oder hat schon jemand den M500 (vom letzten Jahr auf der Eurobike), der im 2. Link zu sehen ist, wenn man runter scrollt, gesehen?
     
  16. Kraeuterbutter

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    üps, was schreibst du da von
    einer Windung mit 3V vs. hauchdünnem Draht und 1 Million Volt,
    von einem Megawatt durch eine Rohloff..

    natürlich kann man mit solchen Beispielen alles ad absurdum führen

    ich hab auch nix von geänderter Wicklung gesagt..
    sondern von ein und dem selben Motor...

    aus einem Bafang - ohne irgendwas zu ändern - kannst du bei 72V mehr Leistung rauskriegen,
    als aus dem selben Bafang bei 12V (oder 36V)

    bei 72V kommt halt das Problem der Kunststoffzahnräder, dass die weich werden dazu....
    und eben die Geschichte mit der Drehzahl...

    die Motoren sind nicht genau auf 36V ausgelegt

    der Motor könnte auch mit 12V für einen andere Anwendung dienen oder eben mit 48V

    man will 25km/h haben, das bei 36V - dann muss Motor so und so gewickelt und übersetzt sein, damit das bei 36V die gewünschte Drehzahl rauskommt..

    heißt aber nicht, dass er Motor nicht mehr oder weniger Spannung kann...
    aber natürlich hat alles dann auch Limits weil andere Faktoren noch dazukommen...

    ist wie mit Fahrradreifen: ein Reifen der für 45km/h E-Bikes verkauft wird, kann auch 60km/h oder du kannst ihn auch am 25km/h Pedelec verwenden... ABER. 1.000km/h wird er halt dann doch nicht aushalten ;)
    --- Beitrag zusammengeführt, 17.05.18 ---
    nein, sowas will ich nicht erzählen, weil sowas hab ich ja auch nirgends auch nur ansatzweise geschrieben...
    --- Beitrag zusammengeführt, 17.05.18 ---
    du kannst es auch beim Pedelec sehen:

    hohe Drehzahl -> die velogical-Motoren leisten bis 500Watt mit gerademal 2x 250Gramm gewicht

    der Add-e wird mit bis zu 600Watt angegeben - und wiegt unter 1kg

    warum geht das ? Drehzahl

    erhöhst du bei einem gegebenen Motor die Drehzahl, (durch mehr Spannung), kannst auch mehr Leistung ziehen...
    natürlich geht das nicht beliebig weil dann andere Effekt dazukommen
     
  17. Üps

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    Das macht , nochmal, wenig Sinn!
    Ein Motor ist ausgelegt auf eine bestimmte Spannung, um da möglichst gute Werte zu erzielen. Er wurde konzipiert und gewickelt, um bei z.B. 36 V optimale Werte in seinem Betriebsbereich zu erzielen!
    Darum kannst du auch Nabenmotoren mit verschiedenen rpm kaufen. Da musst nix manipulieren.
    Es dann besser wissen zu wollen als der Hersteller nach dem Motto: Je mehr Spannung, umso mehr hält der Motor aus, ist nicht sehr clever.
    Der Motor, insbesondere der Mittelmotor hat seine festgelegte Drehzahl, in der er betrieben wird und der Controller wandelt diese Spannung durch Taktung immer bedarfsgerecht um. Wenn du dann dem hier erwähnten Bosch einfach 50 statt 37V gibst, schaltet gar nicht erst ein, oder geht kaputt durch Überspannung, Überstromung oder beides.

    Aber manche meinen halt, immer alles besser zu wissen als die Hersteller. Wenn der den Motor für 200 Watt Nennleistung auslegt ist bei einer bestimmten Tretfrequenz, erhöhen wir die Spannung halt einfach, dann kann er magisch plötzlich das doppelte Drehmoment leisten ohne zu überhitzen, ist klar!
    Oder der Mensch, der den auf z.B. 140 rpm zu tretenden Motor gerade noch kurzzeitig mittreten konnte, der tritt dann halt ganz einfach mal 250 rpm. Und Rotor, Rotorlager, Getriebe halten das auch alles garantiert aus. Ist ja kein Problem!

    Nochmal: Wenn es so einfach wäre, warum baut Bosch dann nicht denn 100g Mittelmotor, der 200 Nm und 1 kW Dauerleistung aushält? Oder irgendein Konkurrent und übernimmt dann den Pedelec-Markt damit sicher erst einmal fast vollständig?
     
    Zuletzt bearbeitet: 17.05.18
  18. Kraeuterbutter

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    nochmal: du liest einfach nicht
    wir schreiben da aneinander vorbei !!

    a) der Motor ist ausgelegt bei 36V eine bestimmte Drehzahl zu fahren... JA !
    das hab ich nirgends bestritten..

    ich bestreite aber, dass grundsätzlich aus dem Motor nicht mehr rauszuholen wäre an Watt...

    aber - was ich ja auch geschrieben habe - geht das dann mit höherer Drehzahl einher - und da ist die Frage, wie man das dann am Fahrrad nutzt..

    tun sie...
    das nennt man dann Getriebemotor...
    ein Getriebemotor wie der keyde mit 1,4kg Gewicht kann ne Zeit lang ~350Watt abgeben
    der Motor selber wiegt deutlich unter 1kg
    man könnte jetzt die Spannung soweit verringern, bis er gleich schnell ohne Getriebe dreht und du ihn direkt im Reifen verbauen könntest -> tja.. dann kriegst aber nie und nimmer mehr die 350Watt raus
    weil das ganze Drehzahlabhängig ist..
    umgekehrt kannst mehr Leistung bei höherer Spannung erreichen
    der Strom darf nicht zu hoch werden !! (und das zu verhindern, wenn man ihn runterwürgt ist halt die krux)

    umgekehrt, kannst du einem Directdrive so und soviel Watt entlocken, ohne dass er überhitzt bei bestimmter Drehzahl und 36V
    die Amis nehmen den Motor her, hängen 72Volt dran oder 96V (siehe Endless-sphere), verwenden ihn als Kettenmotor mit übersetzung - und schwup-di-Wupp kann der Motor "plötzlich" 1500-2000Watt... weil er drehen darf...

    nix anderes hab ich gesagt...
    und - mehrmals geschrieben - die Frage ist was man mit der dann höheren Drehzahl macht !!! (eben z.b. Zwischengetriebe nötig)


    nochmal - lesen..
    so hab ich das nirgends geschrieben...

    und weil du Bosch erwähnst:
    genau das hat Bosch ja gemacht...
    sie haben den Motor deutlich verkleinert (vergleiche mal mit dem 7kg Motor, directdrive im Tretlager der alten Flyer-F-Serie)
    und trotzdem die Leistung erhöhen können..
    warum? weil sie den Motor drehen lassen, und ein Getriebe verwenden...
     
  19. Üps

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    Äpfel und Birnen. Das hat nichts mit der Akkuspannung zu tun, sondern mit der Motor- und Getriebeauslegung. Der konstruktiv nicht geänderte Motor schafft ein bestimmtes Drehmoment, ohne dass die Wicklung durchbrennt, z.B. 15 Nm am Ausgang des Getriebes.
    Das ist bei der 10 V-Wicklung mit 10 V und 50 A so und bei der 50 V-Wicklung mit 50 V und 10 A auch. Wenn man mal davon ab sieht, dass sich vielleicht durch die Drahtdurchmesser die Füllgrade, Wirkungsgrad usw. etwas ändern.
    Wenn du glaubst, ausgerechnet ich hätte geschrieben, durch die Verringerung oder Erhöhung der Spannung würde er nennenswert kräftiger ohne durchzubrennen, hast du mich gründlich missverstanden.
    Und trotzdem verwenden sie noch 36 V und nicht plötzlich 360 V, weil sie das wegen des Getriebes bräuchten, um die jetzt höhere Rotor-Drehzahl zu erreichen. Damit sind sie in der Spannung sogar geringer als manch langsam drehender DD.
     
    Zuletzt bearbeitet: 17.05.18
  20. Kraeuterbutter

    Kraeuterbutter

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    wir reden aneinander vorbei, eben ;)

    ja eben !!!

    ja eben !!
    ABER: ich sprach ja immer vom gleichen Motor, ohne die Wicklung zu ändern...
    beim gleichen Motor, ohne Änderung der Wicklung, wird es möglich, mehr Leistung (Watt) rauszuholen, durch erhöhen der Spannung...
    das geht einher mit höherer Drehzahl - mit der es dann gilt umzugehen

    ich glaub ich weiß wo wir aneinander vorbeireden:
    du sprichst davon, den Motor auf eine bestimmte Drehzahl festzunageln, und das geht dann bei höherer Spannung nur, wenn man ihn auch anders wickelt..
    nur: bei höherer Spannung brauchts mehr Windungen, damit die reinpassen dünner Draht (= mehr Widerstand), der auch noch länger sein muss (= mehr Widerstand) (beides zusammen sogar im Quadrat ;) )
    und schwupdiwup: hat man dann doch nicht mehr Leistung, trotz höherer Spannung
    und das Drehmoment ist gedeckelt.. das kann ma nicht beliebig erhöhen (weil irgendwann brennt er durch)

    ich hab das ganze bei ein und den selben Motor betrachtet:
    ich meinte, dass die 36V nicht "in Stein gemeiselt" sind bei einem Motor...
    ich kann den Motor für 25km/h-30km/h auslegen, und ihn dann so wickeln dass das mit 24V hinkommt (genau so einen Motor hab ich bei meinem ersten Pedelec gekauft)
    ich hab ihn mit 37V bis 44,4V im Einsatz (seit bald 10 Jahren)....
    würde ich ihn weiterhin mit 25-30km/h fahren wollen wäre das natürlich nonsens..

    er hat so ein anderen, größeren Drehzahlbereich.. und wird so für mich zum 42km/h Motor
    aus dem gleichen Motor kann ich so mehr Leistung rausholen (ohne Strom und Drehmoment zu erhöhen, die Dinge die ihn überhitzen lassen)


    wenn ich den Motor auslege (sprich: freie Windungswahl habe) ist die Spannung nicht so tragisch...
    da kann ich auch 12V nehmen, dickere Wicklung, mehr Strom... vielleicht leidet der Wirkungsgrad etwas mehr.. aber im Prinzip kommt das selbe raus...
    vondaher braucht man bei der Auslegung hier nicht auf maximal mögliche voltzahl zu schielen (Auch wenn 48V vielleicht minimal besseren Wirkunggrad in Summe der dinge versprechen könnte)
    wenn ich aber einen Motor vor mir liegen habe: dann kann ich eben bei 10V zb. max. 200Watt aus ihm rauskriegen ohne dass er überhitzt...
    bei 30V und somit höhere Drehzahl dann aber mehr...
    die höhere Drehzahl ist die Frage ob ich damit am Rad was anfangen kann (ob sich z.b. das Getriebe anpassen lässt)

    verbaue ich einen Motor als Kettenzugmotor an der Kurbel, kann ich hier z.b. sehr wohl einen 36V gelabelten Motor nehmen, ihm 48V spendieren, Übersetzung entsprechend an der Kette anpassen und kann so mehr Leistung abschöpfen