Babboe Big günstig elektrifizieren?

Diskutiere Babboe Big günstig elektrifizieren? im Umbau-Pedelecs Forum im Bereich Diskussionen; Tach zusammen, Mein erster Beitrag, deswegen baue ich hier eine Vorstellung mit ein so dass der Beitrag etwas länger wird. Bei Bedarf könnt ihr...
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MrKrok

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Tach zusammen,

Mein erster Beitrag, deswegen baue ich hier eine Vorstellung mit ein so dass der Beitrag etwas länger wird. Bei Bedarf könnt ihr ja einfach Abschnittsweise weiterspringen. Ich versuche das ganze ordentlich zu gliedern.

Zur Person:
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Ich bin Markus, 43, verheiratet und Papa von Linus (6).
Wir leben im östlichen Münsterland, haben aber auch ein paar Hügel in der Gegend.
Ich fahre im Moment verschiedene Fahrräder ohne Motor, das sind zwei "Gurken" vom Trödel bzw von ebay Kleinanzeigen. Früher hatte ich auch "bessere" Fahrräder, aber in der Kleinkind-Zeit war mein Radius eh recht eingeschränkt, deswegen genügt das einfache Hollandrad mit Gangschaltung meinem aktuellen Bedarf. Reparaturen mache ich selbst. Ich bin zwar kein Schrauberkönig, aber mit Anleitung und Mut zur Lücke habe ich bisher noch alles hinbekommen, zuletzt die Trommelbremsen vorne am Babboe, um das es hier gehen soll. Ich habe keinerlei Pedelec Erfahrung, die über Probefahrten (auch mit Lasteseln) hinausgeht

Das Lastenrad:
============
Ich habe hier ein älteres Babboe Big stehen, dem der Junior nun entwachsen ist.
Fahrradtechnisch ist es so weit okay, weit ich die (bei mir) fürchterliche Nexus 7 mit der (noch schlimmeren) Rollenbremse rausgeworfen und durch ein (jetzt auch stabiles, ohne brechende Speichen) Hinterrad mit SRAM P5 ausgetauscht habe.

So wurde ein Bremsgriff frei und ich habe mich entschieden, den Doppelbremsgriff für die beiden Trommelbremsen zu entfernen und sie einzeln links und rechts anzusteuern. Damit entfällt die Einstellerei um einseitiges Bremsen zu vermeiden und ich kann (z.B. um leichter um eine Kurve zu kommen) auch mal eine Bremse einzeln ansprechen.

Heute würde ich wohl kein Babboe mehr kaufen, denn die Dinger zwar günstig, aber im realen Einsatz auch echt anfällig und wartungsbedürftig, aber darüber ist ja hier schon anderswo geschrieben worden. Jetzt ist es jedenfalls da und nach meinen Umbauten bin ich auch ganz glücklich mit meinem Tanker.

Das Vorhaben:
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Da das Rad nun nicht mehr täglich gebraucht wird, kann ich auch mal ein paar Tage Betriebspause einplanen um aufwändigere Arbeiten daran zu machen (und nicht nur das Rad betriebsfähig halten oder einen Groß-Schaden "flicken"). Daher kam die Idee auf, das Ding mit E-Motor nachzurüsten, um die Hügel einzuebnen und auch mit größerer Last nicht auf Schrittgeschwindigkeit zu fallen.

Das Babboe Big gibt es auch in Elektro-Ausführung, allerdings hat es dann auch einen anderen Rahmen mit Scheibenbrems-Aufnahme und Gabel für Kettenschaltung (Einbaubreite, andere Ausfallenden, Schaltauge) hinten für ein angetriebenes Hinterrad. Das alles fehlt bei mir, kommt ein einfacher Umbau mit Herstellerteilen nicht in Frage.

Nun ist die Mühle schon recht alt und ich möchte ungern 1500+ Euro versenken. Ansonsten wäre wohl der Pendix-Umbausatz wie hier
Babboe Lasten3rad mit Pendix Antrieb meine erste Wahl. Etwas anderes als Pendix scheint hier auch nicht zu passen.

---
Bisher sind mir folgende Varianten im Kopf herumgespukt:
1. Ein angetriebenes Hinterrad mit einfachem Ritzel (Singlespeed) unter Verzicht auf Gangschaltung und Bremse hinten.

Es wäre trotzdem StVZO-Konform, denn die beiden Vorderbremsen sind zwei unabhängige Bremsen. Ich kann auch mit einer Bremse sicher anhalten, das habe ich getestet. Mit einer halbwegs passenden festen Übersetzung würde ich wohl klarkommen:

Auf dem Proberfahr-Parcour auf der SPEZI in Germersheim bin ich mal ein Lastendreirad mit Unterstützung im höchsten Gang den Hügel hochgefahren. Das fordert natürlich Akku und Motorleistung, da ich dann kaum Eigenleistung bringe, wäre aber vorstellbar, zumal ich meine feste Übersetzung günstiger wählen würde als bei meinem Test.

Frage: Gibt es eigentlich einen Hinterradmotor, den ich so verwenden kann? bei einer schnellen Durchsicht habe ich nur welche mit Kassettenaufnahme für Kettenschaltung gesehen. Das führt zu

2. Ein angetriebenes Hinterrad mit Kettenschaltung
Auch hier gibt es keine Hinterrad-Bremse (siehe 1) und ich müsste die Hinterradgabel auf eine breitere Aufnahme aufbiegen. Sheldon Brown (RIP) meinte, dass das geht ... Dann noch ein Schaltauge zum Anschrauben für die Kettenschaltung. Bleibt das Problem mit den nach hinten weisenden Ausfallenden für Nabenschaltungen

Frage: Kann ich ein Nachrüst-Schaltauge so montieren? Das würde ich auch einfach ausprobieren, aber vielleicht hat hier ja jemand Erfahrung?

3. Gebrauchten Pendix-Umbausatz suchen, eventuell mit Fahrrad und auf mein Rad "umziehen".
Das wäre zumindest günstiger als einen neuen Pendix-Satz zu kaufen und würde Bremsen und Schaltung nicht tangieren Die Schaltung hält hoffentlich das Drehmoment aus, es soll sich aber zumindest um die Cargo-Variante der P5 handeln.

Frage: Kann ich einen einmal angebauten Pendix umziehen, oder ist das unmöglich bzw sinnlos?

So, das wars erstmal. Ich freue mich auf konstruktive Vorschläge und Ideen, die ich bisher übersehen habe. Die weiteren Varianten "Neues Rad kaufen" und "Das ganze sein lassen", habe ich natürlich selbst schon bedacht, sind aber nicht das Thema dieses Beitrags ;-)

Liebe Grüße in die Runde,

Markus
 
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Omarad

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Ich würde dir zum Hinterrad mit Kettenschaltung raten. Eventuell kannst du ja auch Schaltauge, Scheiben- oder Felgenbremsaufnahme anschweißen (lassen). Zur Not müssten auch anschraubbare Adapter funktionieren (für Schaltauge hast du ja schon gefunden, für die Bremse gibt es bei ebay aus diversen Chinashops habe damit keine eigene Erfahrung, weiß nicht, ob die wirklich praktikabel sind).
Das nach hinten offene Ausfallende entweder komplett ersetzen oder damit leben, zur Not mit einer Kette mit Kettenschloß.
Ein Daumengas als Anfahrhilfe ist bei einem Lastenrad mit Kettenschaltung dringend geboten. Muß halt so konfiguriert sein, dass es legal ist.
 
bjp

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Was spricht gegen TDSZ2 oder Bafang Mittelmotor ?
 
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MrKrok

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Was spricht gegen TDSZ2 oder Bafang Mittelmotor ?
Ich habs nicht selbst nachgeprüft, aber ein Mitschreiber des oben verlinkten Umbau-Themas meinte, dass andere Umbausätze als Pendix wegen des sehr dicken Rahmens bei Babboe Lasten-Dreirädern nicht passen. Ich mache bei Gelegenheit mal ein Foto.

Ansonsten wäre es natürlich klasse, einfach einen günstigen "Standard"-Umbausatz mit beispielsweise Bafang-Motor zu verwenden.
 
Jenss

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Nabenmotor+Lastenrad+Singlespeed ist keine gute Idee! Zumindest im bergischen Land....

Tendenz Mittelmotor! Wenn man den denn da rein bekommt....
 
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didi28

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Ich habs nicht selbst nachgeprüft, aber ein Mitschreiber des oben verlinkten Umbau-Themas meinte, dass andere Umbausätze als Pendix wegen des sehr dicken Rahmens bei Babboe Lasten-Dreirädern nicht passen.
Ja, das Zentralrohr geht am Tretlager zu weit nach unten, deswegen kann der Bafang BBS01 nicht in das Tretlagergehäuse geschoben werden. Man muss also unten aus dem Zentralrohr ein Stück passend wegflexen (und dann eine Stahlplatte einschweißen), damit genug Platz ist. Das kann wohl schon halten, wenn es professionell gemacht ist: Google Translate
 
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MrKrok

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Nabenmotor+Lastenrad+Singlespeed ist keine gute Idee! Zumindest im bergischen Land...
Hmmm.. Das klingt nach drohender Überlastung des Motors? Dann wird das wohl doch keine praktikable Abkürzung :rolleyes:;)
 
Jenss

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Hmmm.. Das klingt nach drohender Überlastung des Motors? Dann wird das wohl doch keine praktikable Abkürzung :rolleyes:;)

Du kannst den Nabenmotor am wenigsten unterstützen wenn er es am meisten braucht (unter 10 km/h)

Das ist das Problem.

Ein "normaler" Nabenmotor kapituliert bei hohem Systemgewicht und starken Steigungen aber auch so früher oder später.

Es gibt nat Nabenmotoren wie den xionga double speed die das ganz gut packen könnten.
 
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Omarad

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Ich denke, für kürzere Anstiege kann das schon gut gehen mit dem Nabenmotor. Habe einen winzigen Q85 im Lastenrad, fahre damit hier im Tal rum und auch mal in die Wohngebiete am Hang, das ist für Alltagsfahrten kein Problem. Auf Berge oder Pässe fahre ich damit einfach nicht, dahin hab ich nix zu transportieren...
 
marci

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Du kannst den Nabenmotor am wenigsten unterstützen wenn er es am meisten braucht (unter 10 km/h)

Das ist das Problem.

Es gibt nat Nabenmotoren wie den xionga double speed die das ganz gut packen könnten.
Oder den Puma 16T Nabenmotor mit 48V Technik und Stromrückgewinnung zum Bremsen ? Denke mit so einem Lastenrad fährt man auch ungern schneller als 25..
Überlege auch gerade, mir ein Lastenrad zuzulegen und es dann umzubauen...
 
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Oder den Puma 16T Nabenmotor mit 48V Technik und Stromrückgewinnung zum Bremsen ? Denke mit so einem Lastenrad fährt man auch ungern schneller als 25..
Überlege auch gerade, mir ein Lastenrad zuzulegen und es dann umzubauen...

Dann nimm ein 2 rad mit Scheibenbremse und Nabenschaltung. Dann hast du es leicht.

;)
 
marci

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Nee, brauch ein behindertengerechtes, das nicht umfallen kann..
 
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Hallo Marci, der TS will ja günstig elektrifizieren, da fällt vermutlich die wohl aktuell teuerste High-End Zusammenstellung am Markt mit Puma / GMAC, Cycle Analyst - WP und Phaserunner mit Rekuparationsoption beim GMAC raus. :)

Davon abgesehen fahre ich genau diese Kombi mit einem 12T GMAC in meinem 27,5" Fully und 14s Akku. Wenn man mal davon absieht, dass ich bergab wegen der Rollreku nicht mehr schneller als ca. 50 km/h rollen lassen darf (womit ich gut leben kann), ist das der geilste Antrieb, den ich je gefahren bin. Stelle ich mir auch klasse in einem Lastenrad vor. In 26" (wie bei den meisten dreirädrigen Lastenrädern am Hinterrad) mit einem 16T GMAC befeuert mit 14s Akku sind dann aber wohl 30 km/h das Maximum beim Bergabrollen, da schlägt dann die Rollreku schnell mit hohen Ladeströmen zu.

Aber nimm besser kein Lastenrad mit Drehschemellenkung wie das Babboe Big es hat, das ist nun mal eine günstige Budget Konstruktion, eine Achsschenkellenkung würde ich immer vorziehen, auch wenn die so konstruierten Lastenräder schon deshalb mehr kosten müssen.
 
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Omarad

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Wenn es 3-Rad sein soll für Fahrer und tote Last würde ich eine Konstruktion mit 1 Vorderrad und 2 Hinterrädern bevorzugen. Eben die klassische Rikscha Konstruktion. Da ist oft ein Mittelmotor und immer ein Frontmotor möglich und vor allen Dingen fährt es sich viel sicherer.
Die Ladung vorne Dreiräder mit 2 Vorderrädern sind für den Transport von Kindern oder Behinderten im Vorteil, weil der Fahrer den/die Passagiere im Blick hat, ist dann natürlich auch viel kommunikativer.
Aber bei Knicklenkern ist das Fahrverhalten sehr gewöhnungsbedürftig und die Kiste wird deshalb immer lahm bleiben.
 
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didi28

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Ja, dem kann ich nur zustimmen. EBS liefert für das Musketier das komplette Steuersystem mit unserem cong Controller und haben deshalb immer ein Musketier zum Testen da. Wenn man mit seiner Ladung nicht kommunizieren muss, ist so ein "Delta"-Lastenrad in meinen Augen die beste Option. Unsere www.e-lastenrad.de Sparte verkauft aber die mit weitem Abstand meisten Lastenräder an Familien mit kleinen Kindern und Eltern bevorzugen Lastenräder, bei denen sie ihre Kleinen während der Fahrt im Auge haben und mit ihnen reden können. Wenn die Kinder dann etwas älter sind, werden auch z.B. Longtails für die Eltern interessant.

Um aber nochmal zum Thema zurückzukommen:

Bisher sind mir folgende Varianten im Kopf herumgespukt:
1. Ein angetriebenes Hinterrad mit einfachem Ritzel (Singlespeed) unter Verzicht auf Gangschaltung und Bremse hinten ..... Frage: Gibt es eigentlich einen Hinterradmotor, den ich so verwenden kann? bei einer schnellen Durchsicht habe ich nur welche mit Kassettenaufnahme für Kettenschaltung gesehen.
Technisch bekommt man das natürlich hin, es gibt für Schraubkranzmotoren passende Single Speed Ritzel aus dem BMX Bereich und bei Motoren mit Steckkassettenaufnahme kann man das mit Spacern machen oder man montiert eine Kassette ohne Schaltwerk und legt die Kette auf das bevorzugte Ritzel. Ich würde aber weder auf eine Gangschaltung noch eine Bremse (auch wenn man noch zwei unabhängige Bremsen vorne hat, also die gesetzlichen Vorgaben erfüllt) bei einem Lastenrad verzichten wollen.

2. Ein angetriebenes Hinterrad mit Kettenschaltung
Auch hier gibt es keine Hinterrad-Bremse (siehe 1) und ich müsste die Hinterradgabel auf eine breitere Aufnahme aufbiegen. Sheldon Brown (RIP) meinte, dass das geht ... Dann noch ein Schaltauge zum Anschrauben für die Kettenschaltung. Bleibt das Problem mit den nach hinten weisenden Ausfallenden für Nabenschaltungen
Frage: Kann ich ein Nachrüst-Schaltauge so montieren? Das würde ich auch einfach ausprobieren, aber vielleicht hat hier ja jemand Erfahrung?
Das bekommt man alles auch hin. Würde auf jeden Fall zumindest eine Drehmomentstütze verbauen, die das Verdrehmoment der Achse aus dem Ausfallende auf den Hinterbau leitet.

3. Gebrauchten Pendix-Umbausatz suchen, eventuell mit Fahrrad und auf mein Rad "umziehen".
Das wäre zumindest günstiger als einen neuen Pendix-Satz zu kaufen und würde Bremsen und Schaltung nicht tangieren Die Schaltung hält hoffentlich das Drehmoment aus, es soll sich aber zumindest um die Cargo-Variante der P5 handeln.
Frage: Kann ich einen einmal angebauten Pendix umziehen, oder ist das unmöglich bzw sinnlos?
Vermutlich geht das zumindest dann, wenn der Pendix vorher in einem Pedelec mit gleichem Laufraddurchmesser am Hinterrad eingebaut war, da würde ich aber vorher bei Pendix direkt anfragen. Pendix ist ein proprietäres System, lässt also z.B. keine anderen Akkus zu. Wenn man für den gebrauchten Pendix dann also mal einen neuen Akku braucht, muss man jeden Preis bezahlen, der aufgerufen wird und einzelne gebrauchte Akkus würde ich eher nicht kaufen. Und das gebrauchte Gesamtsystem würde ich nur nach einer langen Probefahrt kaufen, bei der man die noch vorhandene tatsächliche Akkukapazität möglichst ausreizt, zumindest als Privatkauf keinesfalls im ausgebauten Zustand und online unter Gewährleistungsausschluss.
 
herbergsvadder

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Es ist auch zu klären ob der Pendix ins Tretlager passt ich hatte ein Babboe big mit 83mm tretlager Breite. Das könnte zu breit sein. Eventuell einkürzen? Gebrauchte Systeme sind auch selten.
 
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MrKrok

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Aber nimm besser kein Lastenrad mit Drehschemellenkung wie das Babboe Big es hat, das ist nun mal eine günstige Budget Konstruktion, eine Achsschenkellenkung würde ich immer vorziehen, auch wenn die so konstruierten Lastenräder schon deshalb mehr kosten müssen.
Jepp, das würde ich heute mit meiner Erfahrung auch anders machen, nicht nur wegen der Elektrifizierung. Das Big und ähnliche Modelle sind eher in der Erzfrachter-Klasse. Du kannst ne Menge Zeug reinwerfen (Baumarkt, Bierkisten, oder eben auch ein paar Kinder) ohne groß zu überlegen und es fährt sich praktisch immer gleich (schwerfällig). Dafür geht's auch selten über 20 km/h.

Mit der Erfahrung der letzten 4 Jahre würde ich heute wahrscheinlich ein etwas agileres 2-Rad nehmen, das maximal ein Kind befördert und auf etwas Ladevolumen verzichten. Für meinen Alltag hätte das auch gereicht, und die wirklich sperrigen oder schweren Transporte, wo es nur mit dem Big gegangen wäre, waren auch eher selten.

Elektrifizierung wäre dann jetzt wahrscheinlich auch einfacher nachzurüsten, oder ich würde einfach ohne weiterfahren bei schätzungsweise halbiertem Leergewicht ;)
 
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MrKrok

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... und Eltern bevorzugen Lastenräder, bei denen sie ihre Kleinen während der Fahrt im Auge haben und mit ihnen reden können. Wenn die Kinder dann etwas älter sind, werden auch z.B. Longtails für die Eltern interessant.
So isses. In meinem Fall war mir die Kommunikationsfrage weniger wichtig, weil ich vorher schon mit Linus mit Anhänger gefahren war, aber als ich mich dann in Richtung Lastenrad umgesehen habe, fand ich praktisch nur Angebote mit Kind vorne. Da ich nichts dagegen hatte ist es dann halt mein Schlachtschiff geworden ;-)
Um aber nochmal zum Thema zurückzukommen:


Technisch bekommt man das natürlich hin, es gibt für Schraubkranzmotoren passende Single Speed Ritzel aus dem BMX Bereich und bei Motoren mit Steckkassettenaufnahme kann man das mit Spacern machen oder man montiert eine Kassette ohne Schaltwerk und legt die Kette auf das bevorzugte Ritzel.
Der Grund für die Singlespeed-Variante war eigentlich die Hoffnung damit um das Aufbiegen der Hinterradgabel zu umgehen (irgendwie bin ich immer auf der Flucht ;-) ), das wäre dann also die Lösung mit Schraubkranzmotor

Inzwischen habe ich ja hier und im Wiki eine Menge gelernt und muss wohl davon ausgehen, dass meine Hoffnung, einen Nabenmotor ohne nennenswertes Mittreten einen Berg hochschieben zu lassen eher eine Utopie ist. Das spricht wohl eher für Variante 2, Aufbiegen und Kettenschaltung.

Ich würde aber weder auf eine Gangschaltung noch eine Bremse (auch wenn man noch zwei unabhängige Bremsen vorne hat, also die gesetzlichen Vorgaben erfüllt) bei einem Lastenrad verzichten wollen.

Glücklich bin mit der Idee auf zwei Frontbremsen beschränkt zu sein, auch nicht gerade, aber nach meinen Tests hier scheint es zumindest kein Selbstmordkommando zu sein. Ein Kind würde ich allerdings so auch nicht mehr mitnehmen..

[Nabenmotor mit Kettenschaltung, Rahmen aufbiegen, Schaltauge nachrüsten]

Das bekommt man alles auch hin. Würde auf jeden Fall zumindest eine Drehmomentstütze verbauen, die das Verdrehmoment der Achse aus dem Ausfallende auf den Hinterbau leitet.

Ja, die Stütze ist wohl Pflicht, wenn ich keine unangenehme Überraschung erleben möchte. Vom handwerklichen Einsatz traue ich mir diese Lösung (inzwischen) auch am ehesten zu. Bleibt noch das Bremsen-Problem, denn mit Hinterrad-Bremse würde ich mich wie gesagt auch sicherer fühlen.

Die Idee von weiter oben, für einen Mittelmotor den Rahmen aufzuflexen und wieder zu verstärken, ist zwar auch stark (und hat Nervenkitzel-Faktor ;) ) übersteigt aber leider meine Fähigkeiten und mein Selbstvertrauen :)...
... Pendix ist ein proprietäres System, lässt also z.B. keine anderen Akkus zu. Wenn man für den gebrauchten Pendix dann also mal einen neuen Akku braucht, muss man jeden Preis bezahlen, der aufgerufen wird...
*Stöhn*... Ich hatte es befürchtet. So lange noch kein bastelnder Forist den Pendix-Antrieb zerlegt und an einen Bosch-Akku angeschlossen hat ;) lasse ich das dann lieber. Als "Ersttäter" geht das auch über meine Fähigkeiten hinaus. Da würde ich mich nur als "Nachbastler" rantrauen :)

Vielen Dank für Deine Tipps und Einsichten. Es wird dann wohl auf den Heckmotor mit Schaltung und hoffentlich Scheibenbremse hinauslaufen Ich schaue dann mal nach Systemen (und Adaptern)..
 
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Omarad

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Die Frage ist, wie lang, steil und schwer denn deine Wege sind. Bei uns hier ist der Ort flach, in mein Wohngebiet muss ich ca. 15-20Hm überwinden. Bei meinem Bakfiets bedeutete das früher ohne Motor maximale Anstrengung im ersten Gang oder schieben, was auch anstrengend genug war.
Heute, mit dem kleinsten und schwächsten Nabenmotor fahre ich da auch voll geladen im 4. von 7 Gängen relativ locker hoch.
Wenn ich über 100kg geladen habe, brauche ich auch mal den 3.
Wäre die Steigung jetzt doppelt so lang, würde das System vermutlich versagen aber so erfüllt es meine Bedürfnisse perfekt, halt ohne große Reserven.
 
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MrKrok

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Also das Gelände hier würde ich aus dem Ärmel mal als "wellig" beschreiben. Wir leben im Münsterland und Auffahrrampen von Brücken sind manchmal steiler als die natürlichen Erhebungen in der Umgebung ;-)

Die Beckumer Berge sind die steilsten Anstiege, aber den Höxberg fahre ich nach den Sommerferien nur noch ausnahmsweise hoch, denn dann ist die Kindergartenzeit vorbei 😉 Außerdem gibts dafür ja noch das "leichte" Hollandrad 😄

Die Strecke zur Windmühle oben steckt mir noch in den Knochen, da hab ich auf jeder Fahrt geflucht, dass ich (zu dem Zeitpunkt noch Flachlandpendler zur Tagesmutter) nicht die E-Version gekauft hatte ;-)

Das Rad bleibt schwerfällig und ich werde wohl auch mit Motor nicht schneller als 20 km/h fahren.
Es wäre schön, wenn das "Beschleunigen" auf 15-20 km/h vor allem mit Beladung etwas leichter/zügiger ginge, denn vor Kurven muss ich oft deutlich abbremsen um sicher zu fahren.
 
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