Akkus parallel schalten: welche Spannungsdifferenz ist noch ok?

Diskutiere Akkus parallel schalten: welche Spannungsdifferenz ist noch ok? im Akkus, Batteriemanagement (BMS), Ladegeräte Forum im Bereich Diskussionen; Hallo, ich habe einen Akku 14s2p (LG HG2) am Mtb. Für sehr lange Touren schalte ich einen 14s1p (Samsung 35E) als Extender parallel dazu. Die...

Hartmut

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Hallo,

ich habe einen Akku 14s2p (LG HG2) am Mtb. Für sehr lange Touren schalte ich einen 14s1p (Samsung 35E) als Extender parallel dazu.
Die Spannungsdifferenz halte ich natürlich möglichst klein, beide Akkus werden zu Hause einzeln mit dem CycleSatiator auf 58,1 V (4,14V pro Zelle) geladen.

Trotzdem würde mich interessieren, bis zu welcher Spannnngsdifferenz ich die beiden Akkus problemlos zusammenschalten kann. Auf sehr langen oder Mehrtagestouren habe ich ein leichtes Ladegerät dabei, an das ich im Wirtshaus bei der Mittagspause die Akkus dranhänge. Allerdings reicht die Zeit meistens nicht, um beide Akkus wieder voll zu kriegen. Das Ladegerät hat kein Display und ich kann daher nur mit einem Wattmeter, das ich immer dabei habe (ein besseres Schätzeisen) die Spannung kontrollieren. Um die möglichst gleich hinzukriegen, muss ich dann immer wieder abstöpsel, nachmessen, wieder dranstöpseln etc. Sehr lästig! Am Ende wird immer eine gewisse Differenz vorhanden sein und da wäre es natürlich gut zu wissen, wieviel Volt (bzw. mV) bzw. wieviel Prozent Spannungsunterschied problemlos sind.

Grüße, Hartmut
 

MisterFlyy

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Lassen sich die Akkus nicht parallel laden?
 

didi28

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Je höher die Spannungsdifferenz, desto höher die Ausgleichsströme und desto stärker heizen sich dabei die Akkus auf, wenn nicht die Sicherungen fliegen. Ein paar Volt Unterschied wird die Akkus schon nicht gleich töten, aber gut für die Lebensdauer ist das nicht. Meine Akkus lade ich deshalb grundsätzlich parallel geschaltet, da ist man sicher, dass man immer die genau gleiche Spannunglage hat:

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Hartmut

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Davon wird hier im Forum immer abgeraten. Ich habe 2 unterschiedliche BMS, 1 Ladekabel mit Anderson Steckern, das andere mit XLR + Adapter auf Anderson. Vielleicht zu viel Kudddelmudel?
 

didi28

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Schon seid über 10 Jahren lade ich als Vielfahrer meine Akkus mit unterschiedlichen Li-Ion Zellen (sowohl Hersteller als auch Kapazität), verschiedenen BMS und Kapazitäten parallel, nur die Spannung muss gleich sein, alles andere ist meiner Erfahrung nach völlig irrelevant.
 

Rutzki73

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Ich bin einer anderen Meinung wie didi28. Ich weiß, dass es technisch machbar ist, Akkus, die parallel geschaltet werden, auch mit einem Ladegerät aufzuladen. Trotzdem rate ich davon ab!

Lediglich erfahrene Anwender, die ihre Akkus gut kennen, können das tun. Für Unerfahrenen empfiehlt sich, jeden Akku mit einem eigenen Ladegerät aufzuladen und bei voller Ladung parallel zu schalten.
 

Elias2000

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alles andere ist meiner Erfahrung nach völlig irrelevant.
JAP, der eine wird zwar dann schneller voll sein, als der andere, und der mit weniger Innenwiderstand wird weniger Strom ziwehen, usw. aber das ist beim parallel laden völlig wurscht, nur einige (Modellbau)Ladegeräte versuchen die Akkus vor dem Laden zu vermessen, da kann es sein, dass das Ladegerät nicht lädt, da es viele parallel geschaltene Zellen nicht richtig vermessen kriegt.

Generell gilt, beim parallel stecken von 2 Akkus würde ich versuchen bis auf zehntel oder sogar hundertstel Volt die Spannungen anzugleichen, bei zu großen Ausgleichsströmen schaltet dir auch das BMS der Akkus sonst ab.
 

VBG

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Ich vermute das Problem, dass bei Akkus mit getrennten Lade-/Entladeports und Ladung über den Entladeport eine Überladung erfolgen könnte.

M. E. egal bei Akkus mit einem gemeinsamen Lade-/Entladeanschluss und/oder Akkus mit Rekufähigkeit und Ladeströmen in max A der Reku (da wird ja bei Reku sowieso über den Entladeanschluss geladen).

Bin kein Experte - Angaben ohne Gewähr.
 

Elias2000

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Ich vermute das Problem, dass bei Akkus mit getrennten Lade-/Entladeports und Ladung über den Entladeport eine Überladung erfolgen könnte.
Nein kann nicht, das BMS misst die Spannung, und schaltet genauso ab, sonst hätten ja alle Fahrzeuge die Rekuperation können ein riesen Problem...

Bis zur abschaltspannung des BMS sollte man aber eh nicht laden, wenns 41,8V sind ists gut, wenn man mehr Zyklen aus dem Akku kriegen will, wird nur bis 41, oder sogar nur bis 40V geladen.
 

Empathiker

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Als ich noch mein Grace Easy mit Extender fuhr, habe ich eine Spannungsdifferenz von 2 Volt nie überschritten, bin eher unter 1 Volt geblieben und hatte nie Probleme damit gehabt.
 

Elias2000

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Wie groß die Spannungsdifferenz sein darf hängt maßgeblich vom Innenwiderstand der verwendeten Akkus ab, LiPos, haben z.B. fast keinen Innenwiderstand, da kann schon 1 Volt zu viel sein.
 

VBG

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Nein kann nicht, das BMS misst die Spannung, und schaltet genauso ab, sonst hätten ja alle Fahrzeuge die Rekuperation können ein riesen Problem...
Wenn das BMS das kann ja, aber wenn das BMS / der Akku nicht rekufähig ist?

Aber wie gesagt ich habe da nicht wirklich Plan von.
 

MisterFlyy

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Nein kann nicht, das BMS misst die Spannung, und schaltet genauso ab, sonst hätten ja alle Fahrzeuge die Rekuperation können ein riesen Problem...
Die mit Reku haben ein BMS mit gemeinsamen Lade- und Entladeport. Dieser kann beide Richtungen sperren.

Bei getrennten Ports kann jeder Port nur in einer Richtung gesperrt werden. Das soll heißen, der Ladeport kann den Strom zum Laden sperren und der Entladeport den Strom zum entladen.
 

onemintyulep

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Der Problem: wenn das BMS des einen Akkus meint den Ladeeingang abschalten zu müssen (wegen Überspannung einer Zelle) wird er durch den anderen Akku über den Ausgang weiter geladen. Ob das so ist hängt von den BMS ab. Ich denke bei gemeinsamem Lade- und Entladeeingang ist das kein Problem. Das Ganze wird erst im Fehlerfall relevant, deshalb ist "mache ich immer so" kein Argument.
Der Spannungsunterschied beim Zusammenstecken sollte sagichmal 2V nicht überschreiten.
 

didi28

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Bisher hatten die meisten Akkus, mit denen ich gefahren bin, zwei getrennte Anschlüsse für Laden und Entladen. In den letzten Jahren kamen dann auch bessere Akkus mit nur einem Anschluss dazu. Wenn ihr meint, dass ich in den über zehn Jahren einfach nur Glück hatte, dass nichts passiert ist, dann ist das für mich völlig ok. Natürlich muss man aufpassen, habe am Anfang auch ein paar Mal volle und leere Akkus versehentlich zusammengesteckt, da hat dann die Sicherung zum Glück immer gerettet. Wenn ich die Akkus jetzt trenne (was selten vorkommt), messe ich vor dem Zusammenstecken erst nach. Und mit dem Satiator habe ich immer im Blick, wie viel ich in die Akkus reinlade, wenn das nicht plausibel ist, messe ich jeden Akku einzeln nach.
 
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