Akkubrände u.ä. und was man dagegen tun kann

Diskutiere Akkubrände u.ä. und was man dagegen tun kann im Akkus, Batteriemanagement (BMS), Ladegeräte Forum im Bereich Diskussionen; Na den Hersteller z.B. Die tatsächliche Ursache wird im nachhinein in den meisten Fällen nicht zu finden zu sein, aber wenn z.B. der Besitzer...

schmadde

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ja, aber welche "Fakten" ?
Na den Hersteller z.B. Die tatsächliche Ursache wird im nachhinein in den meisten Fällen nicht zu finden zu sein, aber wenn z.B. der Besitzer sagt, dass ihm der Akku mal runtergefallen ist, kann man ja das auch mit aufnehmen. Oder falls der Akku manipuliert wurde (z.B. zweiter Ausgang gelegt, Gehäuse aufgeschnitten, Voltmeter reingepfriemelt - da sieht man auch hier im Forum die dollsten Sachen).

Zu sagen, dass z.B. ein Bosch Akku gebrannt hat ist eine Tatsache, wenn es denn tatsächlich passiert ist. Ob das nun Geschäftsschädigend ist oder nicht, ist dann irrelevant. Wenn auf der Autobahn ein BMW abbrennt, wird das auch so geschrieben und nicht der Hersteller verheimlicht.
 

Üps

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Kurz: eine eindeutige Fehlerursache nach einem katastrophalen Akkubrand wird es in 90% der Fälle nicht geben weil der Brand eine eindeutige Rekunstruktion nicht zulässt da der Akku zerstört ist. Die Vielzahl der möglichen Auslösenden Faktoren ist aber nicht realistisch eindeutig statistisch erfassbar und wird es somit nie geben.
Ich weiß nicht, wie du auf 90% und auf "nie" kommst, aber wenn man weiß, was das für ein Akku ist, dann weiß man auch, woraus der besteht und wie der aufgebaut ist. Und mit diesen Daten kann man Statistiken erstellen und Rückschlüsse ziehen.

Das funktioniert selbst bei der Impfstoffforschung: Da hast du keine Ahnung, ob sich ein geimpfter nur deshalb nicht infiziert, weil er geimpft wurde, oder weil er auch ohne immun ist oder nicht ausreichend mit dem Virus in Kontakt kam. Mindestens 99% hätten sich auch ohne Impfstoff im Testzeitraum nicht infiziert.
Und dennoch kann man jetzt eine 95%ige Wirksamkeit des Impfstoffs gegenüber der Placebo-Gruppe berechnen.

Davon abgesehen: So ewas wie ein Schweißpunkt vom Kurzschluss an einer Stelle im Akkupack verschwindet nicht bei einem Brand. Wahrscheinlch wird man häufig auch bestimmen können, welche Zelle zuerst hoch ging usw.
 

Rutzki73

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Eigentlich streitet ihr nicht wirklich, sondern wie ich das verstehe, argumentiert ihr aus verschiedenen Blickwinkeln.

Aus unserer Erfahrung sollte ein Akku, der fachmännisch gefertigt wurde (auch mit den entsprechenden Komponenten) bei normalem Betrieb kaum ein Risiko darstellen.

Die Risiken summieren sich als Ergebnis von Eventualitäten. Akku wird extern beschädigt, Akku wird mit minderwertigen Akkuzellen gefertigt, nicht ausreichende Isolierungen bei der Fertigung, minderwertige Baumaterialien etc. pp

Es heißt noch nicht lange, dass etwas passieren sollte...

Wir hatten in diesem Jahr nach 10 Jahren Fertigung den ersten Fall mit einem Brand. Dabei ging es um ein Softpack-Akku, der tatsächlich irgendwann hingefallen ist. da der Verwender der Meinung war, dass ein paar Kratzer an dem PVC-Schlauch kein Problem ist, verwendete er den Akku weiter. Nach ca. 6-7 Wochen haben ein paar geboliten Akkuzellen den Druck nicht ausgehalten und verursachten ein Thermal Runaway. Wir haben davon erst 2 Wochen später erfahren.

Wenn ich im Winter mit Sommerreifen fahre, heißt es nicht automatisch, dass ich ein Unfall im Winter bauen würde...heißt lediglich, dass ich mein Risiko für einen Unfall dennoch erhöhe...

Aber...wenn eine private Person selber außerhalb der EU etwas bestellt (Ali und Co.), so gilt diese Person als Importeur und trage selber die Haftung. Und dasselbe ist, wenn irgendjemand etwas von Amazon, eBay kauft, wo die Ware bereits in der EU sich befindet, aber der Händler ist in Europa nicht als eine Firma registriert.
 
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tw463

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Hallo @Techniker , bei einem Akkupreis von ca. 650-700.- Euro (625 Powertube) würde ich definitiv am nächsten Tag nach dem Sturz zu meinem Händler gehen und den Akku prüfen lassen. Hilft dieser nicht weiter wende ich mich direkt an Bosch. Weißt der Akku dann sichtbare oder meßbare Schäden auf und/oder hat Bosch oder der Händler Zweifel, wird er von mir ersetzt.
EDIT: bzw. von meiner Versicherung.
Ich für meinen Fall würde den Akku ausserhalb der Wohnung noch ein paar Wochen lagern und wenn nichts passiert ihn evtl. als Ersatzakku noch aufheben oder auf längere Touren mitnehmen. Aber ins Haus würde er mir nicht mehr kommen
Das halte ich dann doch für deutlich übertrieben! Da wäre ich vermutlich schon mehrere Male ohne Akku dagestanden.
Um das minimale Restrisiko auszuschliessen, habe ich meine Ladebox mit selbstlöschung gebaut.
 

schmadde

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wenn irgendjemand etwas von Amazon, eBay kauft, wo die Ware bereits in der EU sich befindet, aber der Händler ist in Europa nicht als eine Firma registriert.
Ich habe bis heute nicht verstanden, wie dieses Konstrukt funktioniert. Da ist der Kram schon in der EU, hat aber angeblich noch nie eine Grenze überschritten sodass es keinen Händler/Importeur in der EU gibt und kein Zoll kontrolliert. Das dürfte es doch gar nicht geben. Über welche Gesetzeslücke ist das denn möglich?
 

Rutzki73

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Ich habe bis heute nicht verstanden, wie dieses Konstrukt funktioniert. Da ist der Kram schon in der EU, hat aber angeblich noch nie eine Grenze überschritten sodass es keinen Händler/Importeur in der EU gibt und kein Zoll kontrolliert. Das dürfte es doch gar nicht geben. Über welche Gesetzeslücke ist das denn möglich?
das ist eigentlich ziemlich einfach :LOL:

Die Ware wird an einem Logistikunternehmen versendet. Dieses Logistikunternehmen hat ein Lager aber ist nicht der Eigentümer der Ware. In der Regel wird die Abwicklung in europäischen Ländern gemacht, wo das Zoll nicht so stark ist. So kann man Die Einkaufpreise (als Bemessungsgrundlage für die Verzollung) sehr niedrig halten, oder die günstigsten Tarife für die Verzollung aussuchen.
Nun ist die Ware legal in Europa und der Verkäufer kann, wie bei Fulfilment bei Amazon, dem Logistikunternehmen Versandaufträge erteilen.
Der Verkäufer selber bleibt in seinem Heimatland registriert und der Käufer bleibt trotzdem der Importeur
 

Stift

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Aus unserer Erfahrung sollte ein Akku, der fachmännisch gefertigt wurde (auch mit den entsprechenden Komponenten) bei normalem Betrieb kaum ein Risiko darstellen.
"Kaum" bei 1 Mio. verkaufte Akkus ergibt ein Risiko von 1 Mio. mal "Kaum". Das reicht, um jeden Tag die Zeitungen mit Akkubränden zu füllen. Wobei ich mich an den neuerlichen Explosionen störe. Bei einem Brand kann ich noch die Beine in die Hand nehmen und laufen, bei einer Explosion klappt das nicht mehr. Da macht es Bumm und Aus.
 

Üps

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bei einer Explosion klappt das nicht mehr. Da macht es Bumm und Aus.
Kommt auf die Zellengröße an. Bei 18650 ist das ja meist so, dass erst mal eine Zelle hoch geht, dann noch eine usw. Und meist fliegt dann seitlich was raus. Da solltest dann halt nicht in der Schusslinie sein.
Die Post rüstet auf Raketenantrieb um :)

Dass dann ganze Türen raus gesprengt werden, erklärt die Explosion der einzelnen Zellen natürlich nicht. Möglicherweise hat sich ausgetretenes Gas auf einmal entzündet.
Ist aber so neu auch nicht. Siehe uralter ELMOTO-Fall, wo einer am BMS rum gepfuscht hatte.
 
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Rutzki73

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Bei einem Brand kann ich noch die Beine in die Hand nehmen und laufen, bei einer Explosion klappt das nicht mehr. Da macht es Bumm und Aus.
Uns fehlen diesbezüglich eine Menge Informationen, wie das zu der Explosion überhaupt gekommen ist...Badezimmer = mögliche Putzmittel, die unter Feuer explodieren können, vielleicht auch Disinfektionsmittel? Who knows?
Ich habe schon von mehreren Fällen mit Akkus gehört (und auch gesehen), wo der Akku allmählich Feuer fängt wie hier:

Aber kann auch so aussehen:

oder so:

Ich kann nur vermuten, dass die Heftigkeit des Ausbruches von der Qualität der Akkuzellen abhängt. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass Akkuzellen von SDI, Panasonic, Murata, oder LG Chem länger brauchen, um Feuer zu fangen, oder zu explodieren. Meines Erachten spielt dabei die Qualität der Zertifizierung (UL, IEC etc.) der Akkuzellen.
 

Stift

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Uns fehlen diesbezüglich eine Menge Informationen, wie das zu der Explosion überhaupt gekommen ist
Wenn Li-Akkus wirklich explodieren würden, würden Li-Akkus in Fahrzeugen bei uns nie eine Zulassung bekommen. Dann wäre nämlich ein Li-Akku einem Sprengstoff gleichzusetzen. Und Sprengstoff hat bei uns in privater Hand nichts verloren. Bin mal gespannt, wann hier mal jemand genauer hinschaut, was es mit explodierenden (also nicht abbrennenden) Akkus auf sich hat. Möglicherweise will man den Li-Akku nicht diskredietieren, denn das ist doch der Energiespeicher der Zukunft.
 

tutnix2

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Machmal frage ich mich was ist wirklich die Ursache? Ich kenne bisher nie die wirkliche Ursache nach einem Brand.

Habe ich jetzt eine Zeitbombe in der Garage?
 

Fritti

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Das habe ich auch schon ein paar Male gefragt, nach der Ursache. Die Antworten sind unbefriedigend, weil man bei vielen Bränden eben keine Untersuchungsergebnisse bekommen hat.
Früher dachte ich, so einen Brand gibt es ausschließlich bei kaputten Akkus, durch Unfall oder Herunterfallen usw. Dann dachte ich, ok, es kann auch einen augenscheinlich intakten Akku beim Laden erwischen, muss ich in dieser Zeit eben aufpassen. Jetzt liest man mehr und mehr Meldungen (immer noch prozentual natürlich wenige), dass die Dinger einfach so brennen oder gar explodieren - und das nicht beim Laden oder Fallenlassen. Das ist schon blöd.
 

tutnix2

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Sehr blöd. Man kann das Rad doch nicht rund um die Uhr bewachen.

Da fällt mir ein Brandmelder. Muss ich noch einen in der Garage anbringen.
 

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.. Man kann das Rad doch nicht rund um die Uhr bewachen. ..
Doch, natürlich! du lebst für deinen Akku. :whistle:
Du sollst den Akku nicht im Haus laden.
Du sollst den Akku nicht unter 10°C laden.
....
da bleibt für die meisten nichts übrig, als sich zum Laden das Schätzchen im Winterhalbjahr vor den Bauch zu schnallen und mit der Daunenjacke drüber ein Päuschen bei der Ladestation einzulegen.
 

Rutzki73

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Wenn Li-Akkus wirklich explodieren würden, würden Li-Akkus in Fahrzeugen bei uns nie eine Zulassung bekommen.
Wie kommst du darauf? Reifen platzen nicht während der Fahrt?

Tesla-Brandursache in China geklärt: Einzelnes Batteriemodul entzündete sich

Und von Tesla gibt es 2020 ca. 20000 Fahrzeuge in Deutschland: Tesla - Pkw-Bestand in Deutschland bis 2020 | Statista

Und wenn wir so ängstlich sind, dass lieber auch auf Handy verzichten: Debakel mit dem Samsung das Galaxy Note 7: Auch andere Handys können Feuer fangen

Ich fand diesen Artikel, der das Thema ziemlich gut erklärt: Wie entsteht ein Akku-Brand? | SWR Wissen

Mit einer statistischen Wahrscheinlichkeit von 1 zu 1000000 (1 Mio.) ist das Risiko ziemlich gering...
 

10tausender

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Mit einer statistischen Wahrscheinlichkeit von 1 zu 1000000 (1 Mio.) ist das Risiko ziemlich gering...
Diese Aussage aus dem SWR Beitrag ist ungenau/unbrauchbar, da die Bezugsbasis fehlt. Bezieht sich die Wahrscheinlichkeit auf einen Akku oder eine einzelne Zelle (wenn letzteres, dann wäre bei Autos das Risiko schon deutlich erhöht)? Bezieht sie sich auf die Lebensdauers des Akkus/der Zelle oder pro Jahr oder Anzahl gefertigter Akkus - egal wie alt? Falls ersteres, wie lange ist die Lebendauer?
 

Rutzki73

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Wir reden hier nicht über einen wissenschaftlichen Beitrag und dazu noch 2 Jahre alt...ich wollte lediglich die Relationen zwischen der Häufigkeit von Li-Ion Akkus in unserem Leben und der Häufigkeit von Brandfällen mit Li-Ion Akkus darstellen.
Wir hören nach wie vor von Gas-Explosionen, oder Kohlenmonoxidvergiftungen...die gehören zu unseren alltäglichen Risiken, genau so wie ein Blitzschlag, Schlangenbiss, oder ein Li-Ion Akku...
 
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