Akkubrände u.ä. und was man dagegen tun kann

Diskutiere Akkubrände u.ä. und was man dagegen tun kann im Akkus, Batteriemanagement (BMS), Ladegeräte Forum im Bereich Diskussionen; Bisher las man immer was von Akkubränden, nun liest man Berichte über Akkuexplosionen - eine ganz andere Liga. Ob die Hersteller die Rezeptur...

Stift

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Auch hier eine ziemliche Druckwelle, merkwürdig.
Bisher las man immer was von Akkubränden, nun liest man Berichte über Akkuexplosionen - eine ganz andere Liga. Ob die Hersteller die Rezeptur verändert haben? Die Entwicklung sollte man wachsam beobachten. Zumal in einem PKW schnell mal 500 Kilo Akku verbaut sind. Wenn ein 2 Kilo Akku schon die Türe samt Angel aus der Mauer reißt ...
 

perro

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belastbare Infos sind praktisch nie zu erhalten.....
ORF.at >>Enormer Schaden ist am Dienstag bei einem Wohnhausbrand in Weißkirchen im Bezirk Murtal entstanden. Verletzt wurde bei dem Brand niemand, der Sachschaden allerdings beträgt rund 100.000 Euro. Laut Brandursachenermittlung dürfte das Feuer durch einen technischen Defekt bei einem Ladegerät für ein Mobiltelefon entstanden sein.<<
Wir wissen natürlich, dass Ladegeräte sowieso nicht ständig angesteckt sein sollten - dem steht die persönliche Faulheit entgegen, aus- und einstecken ist ziemlich viel Arbeit.... ich erwische mich auch oft dabei, dass Zahnbürste oder Smartwatch usw die ganze Nacht angesteckt sind, obwohl längst vollgeladen. Einen Radakku hab ich auch schon manchmal vergessen. Das gilt auch für Ladegeräte allein, die verbrauchen Strom, werden warm und das ist unnötiges Risiko, mitunter dramatisches Ergebnis.
 

Riedradler

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@perro
Im Grunde hast du ja recht!
Leider ist die mangelnde Kommunikation Ursache für unsere Verunsicherung.
Es wäre mir schon wichtig zu erfahren, ob Selbstbausätze, Manipulationen, Defekte durch Fallenlassen oder sonstige Gründe die Ursache für diese Brände/Explosionen sind. Da könnte ich meine Gefährdung besser einschätzen.
Sollte sich herausstellen, dass Konstruktionsfehler oder Fertigungsfehler die Ursache sind, und das nicht abgestellt wird, wird das Thema Pedelec in Verbindung mit Verkehrswende eine schwere Hypothek haben.
Immerhin sind in meinem Haushalt die drei Pedelec-Akkus die mit Abstand größten.

Und wenn die Versicherungen für Gebäude usw. das zusätzlich kalkulieren müssen, ist jede Kosteneinsparung durch Pedelecs Makulatur.
 

Radlerhai

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Cowboy Willi

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Laut Brandursachenermittlung dürfte das Feuer durch einen technischen Defekt bei einem Ladegerät für ein Mobiltelefon entstanden sein.
Auch da wieder: Welche Marke, welche Herkunft? No-Name-Produkte haben nachweislich ein höheres Risiko, keine Sicherheitsstandards zu erfüllen. Auf YouTube findet man auch Videos, in denen solche Geräte auseinander genommen und detailliert analysiert werden, und es wird erklärt, wodurch sie gefährlich sind.

Vielleicht war es auch ein Markennetzteil von Apple oder Samsung oder Google, wer weiß. Aber ohne detaillierte Informationen kann man daraus gar nichts schließen und ich wäre skeptisch. Meiner Ansicht nach schließt das Fehlen dieser Informationen sogar eher darauf, dass es sich um No-Name-Produkte handelt. Denn Markenware, die in Flammen aufgeht, ist in der Regel ein gefundenes Fressen für die Medien …
 

Singing-Bard

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@perro
Im Grunde hast du ja recht!
Leider ist die mangelnde Kommunikation Ursache für unsere Verunsicherung.
Es wäre mir schon wichtig zu erfahren, ob Selbstbausätze, Manipulationen, Defekte durch Fallenlassen oder sonstige Gründe die Ursache für diese Brände/Explosionen sind. Da könnte ich meine Gefährdung besser einschätzen.
Sollte sich herausstellen, dass Konstruktionsfehler oder Fertigungsfehler die Ursache sind, und das nicht abgestellt wird, wird das

Es gibt ja hier einige Beiträge die sagen es gäbe zu wenige Informationen um das einschätzen zu können.

Mag sein, aber mit jedem Stücken an Info würde der Unfall einfach in eine der Schubladen eingeteilt und wegrationalisiert.
Je mehr Infos bekannt sind desto mehr Schubladen gibt es halt. Anstatt der groben Kategorie Industrie-Akku oder Selbstbau/refurbished gäbe es dann halt noch die Kategorien :

  • Alter Akku
  • Hohe Laufleistung
  • Runtergefallen
  • Im Kalten geladen
  • Immer mit Maximalstrom betrieben
  • Schnellgeladen
  • Hersteller XY
  • Hersteller ZV
  • Boschakku aber hergestellt in Ungarn, China, Polen, ...
  • Unterdimensionierter Akku
  • Akku bestückt mit den Akkuzellen von LG, Sony, NoName, ...
  • Akku mit BMS von Hersteller XY, Bluetooth BMS, Kein BMS,
  • ... (ich könnte noch mindestens 10 weitere Merkmale aufführen)

Und je mehr Kategorien es gibt, umsoweniger ist man selbst betroffen, weil Akkus die ein Problem hatten immer irgendein Merkmal hatten, was auf den eigenen Akku genau in dieser Kombi nicht zutrifft.

Kurz: Ob dein Akku explodieren wird oder nicht kann niemand sagen.

Das Risiko existiert einfach.

Bestimmte Faktoren machen das Risiko größer, aber ganz weg bekommt man es nie. Dessen sollte man sich bewusst sein und einem Lipo immer mit einem gewissen Respekt begegen. Auch wenn man schon mehrere auseinandergeschraubt und wieder zusammengesetzt hat und denkt das man sich mit der Materie auskennt.
 

Üps

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Und je mehr Kategorien es gibt, umsoweniger ist man selbst betroffen weil Akkus die ein Problem hatten immer irgendein Merkmal hatten, was auf den eigenen Akku genau so in der Kombi nicht zutrifft.
Richtig, aber: Wenn man allerdings tatsächlich mal genügend Fälle mit Detail-Informationen hat, könnte man vielleicht tatsächlich gewisse Risikofaktoren heraus arbeiten und ausschließen.

Sind das Problem Kurschlüsse an den Zellverbindern? Oder Zellen ohne Abstand, deren Isolierung duchgescheuert ist?
Brennen bestimmte Zellen nur oder unterbrechen einfach bei äußerem Kurzschluss und andere explodieren dabei häufig?
Hat ein bestimmter Hersteller vielleicht Probleme mit den Separatoren? Siehe LG/Panasonic bei Autos. Hier sind allerdings auch Pedelec-Markenakkus hoch gegangen, ohne dass man den Grund kennt. 18650 also wirklich nicht betroffen?
Sind es vielleicht besonders solche Akkus aus Selbstbauten, bzw. von Semiprofessionellen?
Oder überwiegend solche ohne Einzelzellenüberwachung?
Und welchen Einfluss hat eine eingestanzte Sicherung in den Zellverbindern?

Wenn man genug Daten hat, um Risiken zu minimieren, ist das sicher hilfreich.
Im anderen Fall: Immer mehr Elektrofahrzeuge mit immer mehr Energie an bord, bzw. im Wohnzimmer... da wird sich die Häufung der Meldungen eher fortsetzen.
 

schmadde

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Es gibt ja hier einige Beiträge die sagen es gäbe zu wenige Informationen um das einschätzen zu können.

Mag sein, aber mit jedem Stücken an Info würde der Unfall einfach in eine der Schubladen eingeteilt und wegrationalisiert.
Je mehr Infos bekannt sind desto mehr Schubladen gibt es halt. Anstatt der groben Kategorie Industrie-Akku oder Selbstbau/refurbished gäbe es dann halt noch die Kategorien :
Bist Du Dir da sicher? Mich würde es tatsächlich interessieren ob mehrheitlich Bastelprojekte oder kommerziell hergestellte Akkus von seriösen Unternehmen abbrennen. Ich habe da so ein Gefühl wo das Risiko höher ist.

Du tust ja so als ob es sich um so eine Art höhere Gewalt handelt und jeder Akku mit gleicher Wahrscheinlichkeit hochgeht - da bin ich allerdings bereit zu wetten, dass das nicht der Fall ist. Nur wissen kann man es nur, wenn man belastbare Statistiken hat.
 

perro

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belastbare Statistiken
die gibts vielleicht, und vielleicht unterliegen sie dem Datenschutz? Ich kann mir vorstellen, dass jeder verklagt würde, der einen hochgegangenen Akku beim Namen nennt, wegen Geschäftsschädigung oder sogar Verleumdung - der Grund für einen Brand ist ja schwierig festzustellen und noch viel schwerer gerichtlich nachzuweisen, wir werden weiter auf Vermutungen angewiesen bleiben. Eigentlich wissen wir ja, dass immer ein Risiko besteht, und wie man das minimieren kann....
 

lusi22

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Restrisiko bleibt halt bei jeder Art von Technik. Man schaue sich nur mal auf langen Fahrten die Standspuren von BAB und Landstrassen an. Immer wieder sieht man dort Stellen wo KFZ ausgebrannt sind, nur berichtet darüber kaum mehr Jemand, da vollkommen normal.
 

perro

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06.05.2020 Laut Statistik des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) ereignen sich in Deutschland jedes Jahr rund 40.000 Fahrzeugbrände. Diese Zahl schließt auch kleinere Schmorschäden ein, werden diese ausgeklammert, brennen pro Jahr etwa 15.000 Kfz.

Also über 100 täglich, bzw immer noch ca 41 im Vollbrand. In Autos dürften Akkubasteleien eher selten sein. Auch beim Pedelec werden die meisten Bastler vorsichtig sein und wissen was sie tun - sie sitzen ja selber drauf. Einen Akku im Rucksack mit Kabel sehe ich als Ausnahme!
 

schmadde

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die gibts vielleicht, und vielleicht unterliegen sie dem Datenschutz? Ich kann mir vorstellen, dass jeder verklagt würde, der einen hochgegangenen Akku beim Namen nennt, wegen Geschäftsschädigung oder sogar Verleumdung
Fakten zu nennen ist noch nicht verboten und dagegen kann man auch nicht klagen, solange diese nicht der Geheimhaltung unterliegen. Das kann aber hier nicht der Fall sein.

Insofern ist Deine Vermutung abwegig.
 

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Auch wenn man weiss, dass der Akku von der oder jener Fa. stammt, sagt das ja noch nichts weiter aus. Nehmen wir an, du befährst eine steile Abfahrt, an derem Ende du stürzt, das Rad rutscht ein paar Meter weiter und kommt abrupt an einem Baum zum liegen. Du rollerst auch ein paar Umdrehungen, Klamotten völlig verdreckt und leicht beschädigt- aber alles im grünen Bereich, nix weiter passiert. Drei Wochen später, der Akku wurde schon dreimal geladen,beim vierten Mal laden brennt er plötzlich ab und setzt die ganze Scheune in Brand...
Wo könnte da die Ursache liegen? Würde tatsächlich jemand erklären: Kein Wunder, es ist ja vorher das und das passiert?
In der Statistik würde stehen: Akkubrand, Fa. soundso.
 

perro

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ja, aber welche "Fakten" ? erstmal wird man nur das Ergebnis wissen (da wird berichtet!) aber Auslöser (Ladegerät, Wärmestau, Vorschäden usw) müßte man erstmal eruieren! Zu berichten, ein Bosch oder Yam oder sonsteiner "sei hochgegangen" ohne den Grund zu nennen ist definitv geschäftsschädigend!
Und ob der überhaupt gesucht bzw gefunden wird, irgendwann?
 

Radlerhai

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... Du rollerst auch ein paar Umdrehungen, Klamotten völlig verdreckt und leicht beschädigt- aber alles im grünen Bereich, nix weiter passiert. Drei Wochen später, der Akku wurde schon dreimal geladen,beim vierten Mal laden brennt er plötzlich ab und setzt die ganze Scheune in Brand...

Hallo @Techniker , bei einem Akkupreis von ca. 650-700.- Euro (625 Powertube) würde ich definitiv am nächsten Tag nach dem Sturz zu meinem Händler gehen und den Akku prüfen lassen. Hilft dieser nicht weiter wende ich mich direkt an Bosch. Weißt der Akku dann sichtbare oder meßbare Schäden auf und/oder hat Bosch oder der Händler Zweifel, wird er von mir ersetzt.
EDIT: bzw. von meiner Versicherung.
Ich für meinen Fall würde den Akku ausserhalb der Wohnung noch ein paar Wochen lagern und wenn nichts passiert ihn evtl. als Ersatzakku noch aufheben oder auf längere Touren mitnehmen. Aber ins Haus würde er mir nicht mehr kommen ;)
 
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Singing-Bard

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Bist Du Dir da sicher? Mich würde es tatsächlich interessieren ob mehrheitlich Bastelprojekte oder kommerziell hergestellte Akkus von seriösen Unternehmen abbrennen. Ich habe da so ein Gefühl wo das Risiko höher ist.

Du tust ja so als ob es sich um so eine Art höhere Gewalt handelt und jeder Akku mit gleicher Wahrscheinlichkeit hochgeht - da bin ich allerdings bereit zu wetten, dass das nicht der Fall ist. Nur wissen kann man es nur, wenn man belastbare Statistiken hat.

Nein dann hast Du mich missverstanden. Ich habe nicht geschrieben das jeder Akku die gleiche Wahrscheinlichkeit hat einen Brand zu verursachen.
Ich habe deutlich machen wollen, dass der verständliche Wunsch nach mehr detailierten Informationen über die einzelnen Brandursachen und die Akkudetails nicht wirklich helfen das Risiko des eigenen Akkus einzuschätzen.

Wenn die Statistik besagen würde von Pedelecs die einen Brand verursachen waren
80% Industrie - 20% Refurbished oder Eigenbau

Dann würde sofort angemerkt das das nicht die richtige Info ist die man braucht, weil man X-weitere Merkmale nicht einschätzen kann die aber zwingend in der Statistik auftauchen müssten / sollten.

Kurz: eine eindeutige Fehlerursache nach einem katastrophalen Akkubrand wird es in 90% der Fälle nicht geben weil der Brand eine eindeutige Rekunstruktion nicht zulässt da der Akku zerstört ist. Die Vielzahl der möglichen Auslösenden Faktoren ist aber nicht realistisch eindeutig statistisch erfassbar und wird es somit nie geben.
 
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