Akku unterwegs laden - Technik u. prakt. Erfahrungen in Gaststätten, an Ladestationen etc.

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StephanMueller

[Manfred: Hier geht es um das Laden von Akkus unterwegs auf Tour. Die mögliche Technik (Ladegeräte, Ladestationen, mögliche Standards) und Erfahrungen in Gaststätten, Hütten, an Ladestationen etc.

Für das Auffinden von Lademöglichkeiten gibt es dieses Thema:

https://www.pedelecforum.de/forum/in...n-für-pedelec-e-bike-finden-karten-app.28005/ ]

Themen zu "Ladestationen" findet man neben der Suchfunktion auch mit dem Schlagwort
akku unterwegs laden

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Ladestationen

StephanMueller:

Hallo,

ich bin Student und möchte im Rahmen meiner Bachelor-Thesis ein Elektromobilitätskonzept für den Tourismus entwerfen. Dementsprechend bin ich auf der Suche nach passenden Ladestationen für Pedelecs und E-Bikes.

Mir ist dabei aufgefallen, dass es ein großes Problem mit den Ladestationen gibt. Beinhaltet die Ladestation nur eine herkömmliche 230-V-Steckdose, muss der Fahrradfahrer sein Ladegerät ständig mitführen. Möchte man dem Fahrradfahrer den Transport des Ladegeräts ersparen, muss ein Ladegerät in die Ladestation integriert werden. Das Problem dabei ist, dass jeder Akku-Hersteller sein eigenes Ladegerät produziert, das speziell auf seinen Akku abgestimmt ist.

Ich bin unschlüssig, wie ich dieses Problem lösen kann und möchte deshalb eine kleine Umfrage starten. Ich hoffe, Ihr könnt mir mit Eurer Erfahrung helfen.

1) Gibt es ein Universalladegerät?

2) Nehmt Ihr auf Euren Radtouren Euer Ladegerät mit?

3) Wenn ja, empfindet Ihr das als lästig oder stört das Ladegerät gar nicht?

4) Wird die Entwicklung eher Richtung standardisiertes Universalladegerät oder kleines und kompaktes Individual-Schnellladegerät gehen?

Neben der Beantwortung der Fragen bin ich auf für jede weiter Anregung und Information dankbar. Also schießt los!;) Vielen Dank im Voraus.

Gruß
Stephan
 
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haegar

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AW: Ladegeräte in Ladestation integrierbar?

Universell müßte einstellbare Spannung und Stromtärke haben + passenden Adapter von dem Teil auf den Akku, die meisten wären wohl zufrieden wenn sie 220V gestellt bekommen. Da sowas natürlich Vandalismussicher ausgelegt sein muß heutzutage ist das wohl schon schwierig genug.
Wenn die Ladegeräte noch nen Tick effizienter werden würde es wohl dann allen reichen das eigene kleine lüfterlose 100-300W mitzunehmen.
In einer Stunde Mittagspause ist das ding dann voll, als Münzautomat vl für 50cent pro 1/3 Kwh wäre das sicher akzeptabel
 
yardonn

yardonn

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AW: Ladegeräte in Ladestation integrierbar?

1) Gibt es ein Universalladegerät?
eins.... Hunderte. Schon mal den Begriff "Modellbauladegerät" gegooglt?
2) Nehmt Ihr auf Euren Radtouren Euer Ladegerät mit?
klar, am Ziel (Arbeit oder Übernachtung am WE....) will ich natürlich laden.
Sonst müste ich ja Doppelt so viele Akkus mitnehmen.
Kann ich am (zwischen-) Ziel nicht laden (oder verweile ich nicht lang genug...), tausche ich die Ladegeräte gegen mehr Akkus aus...
3) Wenn ja, empfindet Ihr das als lästig oder stört das Ladegerät gar nicht?
*lach* es gibt 2 sorten Ladegeräte: Die "ohne" Ladeleistung ( < 150 Watt...), die stören eigentlich kaum. Bringen aber zum kurzen Zwischenladen auch nichts.
Und die Mit Ladeleistung. Die stören doch meißt. Für mich (trotz riesig Platz im Velomobil) so sehr, das ich sowas eigentlich nur zu Hause benutze.
4) Wird die Entwicklung eher Richtung standardisiertes Universalladegerät oder kleines und kompaktes Individual-Schnellladegerät gehen?
Weder noch, die Entwicklung bleibt da, wo sie ist, beim spott billigen "ich lade über Nacht" Chinaladern.
Der Rest sind (gibt es doch schon...) teuere Alternativen (wegen zu geringen Stückzahlen
Sobald ein Fahrzeug mal mit richtig hohen Stückzahlen kommt, ist es für den Hersteller natürlich ein leichtes, dafür ein massgeschneidertes echtes Schnelladegerät an zu bieten, wenn genug Kunden bereit sind, dafür Geld aus zu geben.
Neben der Beantwortung der Fragen bin ich auf für jede weiter Anregung und Information dankbar. Also schießt los!;) Vielen Dank im Voraus.
Du klingst nicht so, als ob du jemals mehr als ein Elektrofahrzeug "getankt" hättest.
Vielleicht solltest du dein Hintergrundwissen, was Ladetechnik angeht etwas auffrischen (gibt eine Menge Threads dazu hier), damit dir klar wird, was ein "Universallader" leisten muss, und was technisch dazu notwendig ist.
Insbesondere Empfehle ich dir eine Gründliche Einarbeitung in das Thema der Modellbauladegeräte und die Probleme mit deren Bedienung.

Du meinst wahrscheinlich einen automatischen Universallader, und den gibt es noch nicht (zu kaufen).
Aber der ExtraEnergyBus ist ein Weg in diese Richtung. Auch darüber solltest du dich mal schlau machen.
 
didi28

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AW: Ladegeräte in Ladestation integrierbar?

1) Gibt es ein Universalladegerät?
Manche Modellbauladegeräte könnte man so sehen. Sind aber für den Normalo i.d.R. zu kompliziert zu bedienen, zu groß, zu schwer und zu teuer.

2) Nehmt Ihr auf Euren Radtouren Euer Ladegerät mit?
Bei längeren Touren schon. Habe mit den schnellladefähigen Sony Konion Zellen und einem 36V/8A-Ladegerät auch eine Ausrüstung, mit der ein Nachladen in der Mittagspause den Akku weitgehend befüllt und mir so eine praktisch unendliche Reichweite beschert.

3) Wenn ja, empfindet Ihr das als lästig oder stört das Ladegerät gar nicht?
Mein Schnellladegerät wiegt zwar immerhin etwa 1,2kg, mich stört das aber bei der vorhandenen Schnellladeleistung nicht.

4) Wird die Entwicklung eher Richtung standardisiertes Universalladegerät oder kleines und kompaktes Individual-Schnellladegerät gehen?
So wie ich die real existierende Marktwirtschaft einschätze, wird es ohne gesetzliche Vorgaben keinen Standard für Pedelec-Ladegeräte geben. Da kocht jeder Hersteller sein eigenes Süppchen, was Vor- und Nachteile hat. Bosch mit seinem 36V/4A-Lader ist schon auf Anhieb recht gut, was die Schnellladefähigkeit anbelangt. So was haben die schon länger auf dem Pedelecmarkt befindlichen Wettbewerber im Fertig-Pedelecbereich bisher nicht fertig gebracht. Von daher bin ich eigentlich froh, dass es keinen Standard gibt. Die häufig bisher üblichen 36V/2A-Ladegeräte als quasi faktischer "Standard" wären auf Tour völlig ungeeignet: Wer macht schon 4 Stunden Pause um seinen vielleicht 36V/10Ah-Akku auch nur fast voll zu bekommen?

Neben der Beantwortung der Fragen bin ich auf für jede weiter Anregung und Information dankbar.
Ein Elektromobilitätskonzept für den Pedelec-Tourismus sollte man derzeit nicht auf speziellen Ladestationen aufbauen. Normale Steckdosen gibt es hingegen häufig, was allerdings wegen den i.d.R. nicht schnellladefähigen Akkus bei Fertig-Pedelecs zur Zeit auch nicht wirklich hilft, wenn sehr lange Tagestouren mit Gepäck gefahren werden sollen. Das Ausleihen von Akkus halte ich außer bei Miet-Pedelecs auch für keine marktwirtschaftlich tragfähige Lösung, da man zu viele verschiedene Akkus für eine zu kurze Nutzungszeit innerhalb der Saison vorhalten müsste.
 
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Michael-123

Michael-123

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AW: Ladegeräte in Ladestation integrierbar?

Man könnte aber eine Ladestation bauen welche einige verbreitete Akkusysteme laden kann. Die hätte dann also Steckplätze für Panasonic und Bionx.

(Dann aber auch nicht Schnellladefähig da das Ladegerät nicht wissen was für ein Akku gerade eingesteckt wird. Außerdem würde das Schnellladen eines Akkus der für einen so hohen Ladestrom nicht konstruiert wurde dessen Lebensdauer reduzieren.)

Für Chinaerzeugnisse könnte es da nichts geben, denn die machen was sie wollen bezüglich der verwendeten Stecker und der Steckerbelegungen.

Außerdem haben nicht wenige Akkus noch spezielle Ausgänge mit denen man die Akkutemperatur beobachten kann. Diese Ausgänge nicht zu beachten und einfach so drauf los zu laden ohne sicher sagen zu können wie die Steckerbelegung nun ist, ist nicht angesagt.

Man könnte aber ein Ladegerät herstellen/konstruieren welches eine gewisse Eigenintelligenz besitzt und welches dann auch in der Lage ist die Pinbelegung selbst herauszufinden. Nur ist dort dann auch wieder das Problem der Haftung. Was passiert wenn etwas passiert ? Wenn also irgendein E-biker seinen Akku falsch einsteckt weil irgendwo eine Arretierung abgebrochen ist etc. Da können in der Praxis tausende Dinge passieren.

Aber eine "universelle" Ladestation für Panasonic und Bionx (und andere hochpreisige Marken *) ist schon denkbar.

* hochwertig wollte ich wegen Bionx nicht schreiben.
 
didi28

didi28

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AW: Ladegeräte in Ladestation integrierbar?

Was würden wohl die Hersteller von Fertig-Pedelec-Akkus dazu sagen, wenn ihre Akkus in irgendwelchen Ladestationen mit fremden Ladegeräten geladen werden?

Mein Eindruck ist eher, dass inbesondere BionX und Panasonic technisch vieles dafür tun, dass man nicht so einfach mit fremden Ladegeräten laden kann.
 
Michael-123

Michael-123

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AW: Ladegeräte in Ladestation integrierbar?

Was würden wohl die Hersteller von Fertig-Pedelec-Akkus dazu sagen, wenn ihre Akkus in irgendwelchen Ladestationen mit fremden Ladegeräten geladen werden?
Die würden von Garantieverlust (Gewährleistungsverlust) sprechen.
 
Faulpelz

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AW: Ladegeräte in Ladestation integrierbar?

Imo geht es auch wie bein den E-Autos darum ein Monopol zu ergattern - wer das Ladesystem Monopol bekommt verdient sich dann auch nur an Lizenzen eine Goldene Nase.
Für die eBikes denke ich, sind aber solche Touren im Verhältnis zu Standardgebrauch eher selten. Und im vergleich zum Auto oder Moped lässt sich der Akku leicht mit in der Wohnung laden.
Für die Wenigen, welche eine längere Touren planen wird sicher kein extra Ladestatiosnnetz aufgebaut.
Hinzu kommt noch wie der Voprposter schon ansprach die Garantie.
 
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cephalotus

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AW: Ladegeräte in Ladestation integrierbar?

Imo geht es auch wie bein den E-Autos darum ein Monopol zu ergattern - wer das Ladesystem Monopol bekommt verdient sich dann auch nur an Lizenzen eine Goldene Nase...
weltweit sind drei Ladesysteme für E-PKW im Rennen, wobei derzeit nur noch CHAdeMO (Japan) und Mennekes (Deutschland) eine hohe Relevanz haben. Dies sind "offene Systeme", Lizenzgebühren fallen nicht an...

Bei den Pedelecs gibt es Bestrebungen, den "EnergyBus" als Standard einzuführen, siehe: http://extraenergy.org/main.php?language=de&category=extraenergy&subcateg=88

Ich denke, das wird auch so kommen.

mfg
 
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didi28

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AW: Ladegeräte in Ladestation integrierbar?

Also ich glaube bei Pedelecs nicht daran, zumindest nicht in absehbarer Zeit und hoffe es auch nicht. Wenn sich so ein "EnergyBus" komplett durchsetzen würde, wäre ziemlich Ende mit Selbstbau-Akkus. Und ich vermisse auch nichts bei dem I2C-Bus von Vitenso und freier Akkuwahl.
 
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AW: Ladegeräte in Ladestation integrierbar?

Also ich glaube bei Pedelecs nicht daran, zumindest nicht in absehbarer Zeit und hoffe es auch nicht. Wenn sich so ein "EnergyBus" komplett durchsetzen würde, wäre ziemlich Ende mit Selbstbau-Akkus. Und ich vermisse auch nichts bei dem I2C-Bus von Vitenso und freier Akkuwahl.
Ich verstehe die Sorgen bezüglich eines Standards nicht so ganz...

1. Bislang gibt es "Hersteller-Standards", die bereits umgangen werden und niemanden von irgendetwas abhalten
2. Warum sollte man im Nachrüstbereich nicht auch diese Standards einsetzen können?
3. Es wird weiterhin Akku-/Antriebs-/ Regler Hersteller (vornehmlich wohl in China) geben, die es die Bohne interessiert, ob es für den Pedelec/- E-Bike Bereich einen Standard gibt

Akkupacks die für Pedelecs einsetzbar sind, wird es m.M.n immer geben. Gibt ja auch jetzt genügend kleine- bis große Assembler die simple Packs mit +/- Ausgang anbieten.

Ich persönlich sehe sehr viele Chancen in einer Standardisierung:
1. Kostenreduzierung und dadurch eine größere Verbreitung und Akzeptanz von Pedelecs, was wohl uns allen zu gute kommen würde
2. Vereinfachung des Markteintritts für KMU, die auch etwas Wert auf Qualität und Sicherheit Ihrer Produkte legen, und sich lieber auf innovative Mobilitätskonzepte konzentieren wollen, als auf sämtliche Details der Elektrotechnik/Elektronik (letzlich sind Fahrradhersteller/- Händler im Bereich der Mechanik zu Hause, zumindest derzeit noch)
3. Der Kunde braucht sich nicht ständig mehr darüber Gedanken machen, ob der Akku nun zum Antrieb passt. Und vor allem darin seh ich einen enormen Vorteil, weil dann die Hersteller von Fertig-Pedelecs nicht mehr utopisch hohe Preise für Ersatzakkus verlangen können, weil da die Mechanismen der Marktwirtschaft greifen, wenn es einen Standard gibt, den andere kostengünstiger bedienen können

Lange rede, kurzer Sinn: Eine Standardisierung wird den Nachrüster nicht einschränken (können) sondern eher noch flexibler machen.
 
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cephalotus

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AW: Ladegeräte in Ladestation integrierbar?

Also ich glaube bei Pedelecs nicht daran, zumindest nicht in absehbarer Zeit und hoffe es auch nicht. Wenn sich so ein "EnergyBus" komplett durchsetzen würde, wäre ziemlich Ende mit Selbstbau-Akkus. Und ich vermisse auch nichts bei dem I2C-Bus von Vitenso und freier Akkuwahl.
Wieso sollte es ein Ende der Selbstbau Akkus sein, wenn sich Panasonic, BionX, Bosch & Co auf einen Standard einigen. Ganz im Gegeenteil würde das eher den Markt für Drittanbieter öffnen und einzig und alleine in dem Bereich sehe ich noch Hemmnisse. Derzeit können Hersteller (und vermutlich Händler) noch gutes Geld mit Akkus und "Reiseladegeräte", usw... verdienen, diese Marge würde sich deutlich reduzieren, wenn es vergleichbare Akkus von Drittanbietern für die Hälfte des Preises gäbe.

Die Bausätze aus China kann es ja trotzdem weiter geben und es wird sich auch immer einer finden, der 30 Akkuzellen zusammen löten kann.

Als universeller Standard kann ja die 230V Steckdose zusätzlich erhalten bleiben, das ist selbst bei den E-PKW Ladehalten nicht viel anders.

Man stelle sich vor, in der PC Welt hätte sich USB nicht durchgesetzt und man müsste heute an jedem Rechner 10-20 verschiedene Buchsen bereit halten, wie die Entwicklung ja auch hätte verlaufen können. Umgekehrt wäre es auch toll gewesen, wenn man alle Handys von Anfang an über eine Mikro-USB Buchse hätte laden können, statt die Hersteller Jahre lang jeweils ein eigenes Süppchen kochen zu lassen.

Man stelle sich vor, das Internet würde nicht auf einer einheitlichen Websprache basieren und für jede Seite bräuchte es ein eigenes Programm zu anzeigen des Inhalts...

Man stelle sich vor, die Tankstutzen für PKW wären nicht genormt und es gäbe 200 verschiedene Versionen von Tankstutzen und man könnte nur an jeder 10. Tankstelle überhaupt tanken und da dann an exakt einer Zapfsäule...

mfg
 
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StephanMueller

AW: Ladegeräte in Ladestation integrierbar?

Moin Moin an alle,

zunächst erst einmal ein großes Dankeschön für die schnellen Antworten. Ich denke didi28 hat das Problem mit den Universalladegeräten sehr gut erkannt. Wenn ich eine Region touristisch mit Ladeinfrastruktur ausstatten möchte, muss ich die Lademöglichkeiten so leicht und unkompliziert konzipieren, dass jeder Ottonormalverbraucher sein Pedelec problemlos laden kann. Dementsprechend helfen die Hinweise zu Modellbauladegeräten nicht weiter. Das Konzept von ExtraEnergy werde ich mir hingegen noch einmal genauer anschauen.

Ansonsten habe ich bis jetzt aus den Antworten herausgelesen, dass leichte und kompakte Reiseladegeräte eine zu lange Ladedauer aufweisen und die großen Ladegeräte zwar schnell laden aber häufig auch sehr schwer sind, was das Fahren schon belastet.

Ich kann jedoch noch nicht die Aussage von yardonn nachvollziehen, dass das "über-Nacht-laden" weiterhin Standard bleiben soll. Movelo, KTM und einige andere Firmen haben ja bereits viele Pedelec-Regionen inkl. Ladainfrastruktur aufgebaut. Im Rahmen dieser Pedelec-Projekte werden Ladestationen für schnelles Nachladen häufig an gastronomischen Einrichtungen und Sehenswürdigkeiten errichtet. Diese Firmen werden die Ladeinfrastruktur ja nicht ohne Grund errichten. Ich glaube, Touristen benötigen einfach die Sicherheit ihr Rad überall und jederzeit aufladen zu können und tun das, wenn die Möglichkeit besteht, auch dementsprechend. Oder wie seht ihr das?
 
didi28

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AW: Ladegeräte in Ladestation integrierbar?

... Panasonic, BionX, Bosch & Co auf einen Standard einigen.
Da nennst Du schon drei Hersteller mit Akkuspannungen von 26V, 36V und 48V, mit unterschiedlichen Akkuzellen und völlig unterschiedlicher Mechanik der Akkuanschlüsse. Da bin ich mal gespannt, wann sich diese Hersteller auf ein Universal-(Schnell?)Ladegerät einigen werden, "EnergyBus" hin oder her.

Im Rahmen dieser Pedelec-Projekte werden Ladestationen für schnelles Nachladen häufig an gastronomischen Einrichtungen und Sehenswürdigkeiten errichtet.
"Schnelles" Nachladen" ist das aber bisher mit den üblichen Ladegeräten bei Fertig-Pedelecs mit meist maximal 2A Ladestrom (Ausnahme seit kurzem: Bosch mit 36V/4A) nicht. Mit 2A lädt man bei 36V in einer Stunde (übliche Mittagsrast) gerade mal 72Wh nach. Erfahrungswerte im Forum sprechen je nach Geländeprofil und körperlicher Konstitution von etwa 5-10Wh Energiebedarf pro Kilometer. Das Nachladen von 72Wh bringt also nur zwischen 7,2km und 14,4km Reichweitengewinn, was besser als nichts ist aber auch nicht wirklich weiterhilft, wenn man auf großer Tour ist.

Als Reiseradler ist für mich die Rechnung ganz einfach: Das Nachladen muss mindestens so schnell gehen, dass ich in einer üblichen Mittagspause so viel nachladen kann, dass es bis zur Nachmittagspause oder bis ins Ziel am Abend reicht. Mit meinem 36V/8A Ladegerät und Akkuzellen, die diesen Ladestrom abkönnen, kann ich in einer einstündigen Mittagspause etwa 8Ah nachladen, was bei mir mit Camping-Gepäck eine Reichweite von etwa 50km (oder etwa 3,5 Stunden drehende Räder=reine Fahrzeit) bedeutet. Und mehr als 100km fahre ich i.d.R. am Tag nicht.

Solche starken Schnellladegeräte werden aber bisher im Fertig-Pedelecbereich nicht angeboten.
 
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cephalotus

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AW: Ladegeräte in Ladestation integrierbar?

Da nennst Du schon drei Hersteller mit Akkuspannungen von 26V-48V, mit unterschiedlichen Akkuzellen und völlig unterschiedlicher Mechanik der Akkuanschlüsse. Da bin ich mal gespannt, wann sich diese Hersteller auf ein Universal-(Schnell?)Ladegerät einigen werden, &quot;EnergyBus&quot; hin oder her.
Wie wenn es kompliziert wäre, einem Ladegerät unterschiedliche Spannungen oder Ladeströme zu entlocken.
mfg
 
yardonn

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AW: Ladegeräte in Ladestation integrierbar?

Ich kann jedoch noch nicht die Aussage von yardonn nachvollziehen, dass das "über-Nacht-laden" weiterhin Standard bleiben soll. Movelo, KTM und einige andere Firmen haben ja bereits viele Pedelec-Regionen inkl. Ladainfrastruktur aufgebaut. Im Rahmen dieser Pedelec-Projekte werden Ladestationen für schnelles Nachladen häufig an gastronomischen Einrichtungen und Sehenswürdigkeiten errichtet.
n

Schnelle Nachlademöglichkeiten? in der Praxis? Wo? Wie...
Technisch ist das kein Problem, aber z.B. bei einem der häufigst verwendeten Antriebe, dem Panasonic, weiß keiner hier im Forum, was der 10 Ah Akku an Ladestrom verträgt.
Das sind höchsten einzelne Kooperationen mit Herstellern bei einzelnen Produkten.
Ich arbeite nebenbei für einen Hersteller, dessen Akkus "schnelladefähig" ( 1 C wäre ohne dramatische Lebendauereinbusen dauerhaft möglich) sind.
Trotzdem sind alleine aufgrund Von Preis, Volumen und Gewicht der zur Schnelladung notwendigen Ladegeräte die langsamen Ladegeräte der Standard.
Und obwohl stärkere Ladegeräte schon regulär auf der Preisliste stehen (0,5 C) , und auch 1C Lader relativ leicht zu beschaffen wären, ist das zu 95 % verkaufte Produkt der lächerliche 90 Watt Lader ( größter Lader auf der Preisliste hat 300 Watt).
Der Kunde hat die Wahl, und die Entscheidung sieht heute nun mal so aus.
Sollte sich das ändern, keine Problem, ich kann bei den Zulieferern auch problemlos 1,5 kW Ladegeräte bekommen. Interessiert aber niemanden (ähm, also im sub 1% Bereich....).
Der Normalkunde hat sein Akkukapazität für den Tag dabei (natürlich ein Ei und Henne Problem, wegen mangelnder Infrastruktur will sich niemand auf das Nachladen verlassen, und wenn man nur eine Steckdose benötigen würden... natürlich brauchen wir erst die Infrastruktur, und dann wird sich vielleicht das Kaufverhalten ändern!).
Aus meiner Sicht, nur mal ein Beispiel aus der Praxis:
Ich fahre 10.000 km im Jahr elektrisch (und tretend...), meinen gesamten Alltag.
In meinem Fahrzeug gibt es ca. 900 Wh in 2 Akkus.
Ich habe zu Hause ca. 2 kW an Ladeleistung in diversen Ladegeräten (die meist auch parallel zu betreiben sind...).
Und das letzte mal, das ich das Genutzt habe (und tatsächlich 1,5 kW durch die Steckdose ging), ist ca. 1 Jahr her.
Ansonsten lade ich Tagein Tagaus mit 2 * 120 Watt.
Selbst in meinem Fall, wo ich sehr viel fahre, und ein Schnelladegerät relativ günstig zu beziehen wäre, macht es einfach nicht wirklich sinn.
Das Geld investiere ich lieber in etwas mehr Akkukapazität.
Mit eigener Kapazität kann man Rechnen.
Mit fremden Ladestationen oder Akkuwechselstationen kann man halt leider nicht rechnen, selbst wenn vorhanden könnte diese ja belegt (bzw. alle Akkus weg...) sein. Wer würde denn noch Autofahren, wenn es an der Tankstelle glücksache wäre, ob Benzin da wäre (wobei man beim Auto ja meist leicht noch 10 Tankstellen in der Restreichweite hat, wenn man tankt...), oder man öfters mal ne Stunde auf eine Zapfsäule warten müsste...

Da kommen Technische mit Psychologischen und finanziellen Problemen zusammen, und bilden einen Gordischen Knoten, für den ich noch keine "Alexander" in Sicht sehe.

Anderserseits gibt es eigentlich auch schon alles. Ladenetze (Drehstromnetz... eigentlich für Elektrofahrzeuge, aber damit natürlich problemlos zum Schnelladen eines Pedelecs verwendbar....) und Schnellader bis zu mehreren kW.

P.S. Auch Handys wäre nach heutiger Technik in wenigen Minuten zu laden. Interessiert aber auch keinen, und deshalb werden die billigsten Akkus mit den billigsten Ladegeräten zu 2 Stundenladung verkauft. Die Leute äußern immer gerne Wünsche. Wenn es aber ans bezahlen geht, dann sieht die Welt meist ganz anders aus.
 
didi28

didi28

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AW: Ladegeräte in Ladestation integrierbar?

Wie wenn es kompliziert wäre, einem Ladegerät unterschiedliche Spannungen oder Ladeströme zu entlocken.
Ja, das ist technisch nicht kompliziert, die meisten Modellbauladegeräte können das ja heute schon. Es sollte sich natürlich alles automatisch einstellen, was auch nicht wirklich kompliziert wäre (da wäre dann natürlich eine einheitliche Kommunikation der Komponenten hilfreich) und es sollte möglichst leistungsfähig und leicht sein, was wohl auch nicht allzu kompliziert wäre.

Aber bei der real existierenden Marktwirtschaft zählt i.d.R. nicht die technische Realisierbarkeit, sondern der Preis und die Stückzahlen.

Z.B. für Gastwirte an Fahrradrouten wäre die Vorhaltung (Problem: Wie viele?) von solchen Universal-(Schnell?)Ladegeräten vielleicht schon interessant.(Haftungs-/ Gewährleistungsprobleme lassen wir mal außen vor). Allerdings ist in meinen Augen ein Trend zu immer größeren Akkukapazitäten zu erkennen, was eine Schnellladung mit vielleicht stationären Schnellladegeräten wiederum eher uninteressant macht. Wer muss überhaupt tagsüber schnell nachladen, wenn der Akku für vielleicht 100km reicht?
 
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Alter Sack

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AW: Ladegeräte in Ladestation integrierbar?

Neben der Beantwortung der Fragen bin ich auf für jede weiter Anregung und Information dankbar. Also schießt los!;) Vielen Dank im Voraus.
Ein Aspekt ist hier noch nicht wirklich angesprochen worden:
Ich glaube nicht, dass es ausreichend viele E-Radler geben wird, die eine universelle Ladestation brauchen würden (obwohl das ganz nett wäre).
Die wenigsten Leuchte werden bereit sein jeden Tag zur Arbeit mehr als 10km einfache Entfernung per Rad zurück zu legen. Uns Freaks und Idealisten hier mal ausgenommen.
Jeder mögliche Anlaufpunkt - Arbeitsplätze, Hotels / Jugendherbergen, Ausflugsziele.... - müsste über eine oder mehrere Ladestationen verfügen, die dann den Nutzern zur Vefügung gestellt werden könnten. Wer wird sich dazu bereit erklären so etwas bei ungewisser Auslastung zu installieren?.
Hinzu kommt, dass ich als Nutzer gerne Gewissheit haben möchte, dass die Station mir auch wirklich zur Verdügung steht und dass sie auch funktioniert.
Die Klassische Steckdose mit Münzautomat hat da m.E. größere Chancen.
Ich will es nicht tot reden, bin aber von der Realisierbarkeit nicht überzeugt.
 
Faulpelz

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AW: Ladegeräte in Ladestation integrierbar?

Dass die Standardiesierung bei den EAuto Steckdosen so weit ist war mir noch nicht bekannt - hoffentlich bleibt es auch so (ähnlich einer GPL oder OpenSource)
Für eBikes finde ich einen I²CBus oder CAN Bus übertrieben, wenn nicht ein komplettes BMS mit dem stationären Ladegerät kommuniziert und eine Schnelladung ermöglich (von Spannung bis Strom alles automatisch, inklusive Abrechnung )

Hier sehe ich auch das Problem: Es reicht nicht 10A reinzupumpen, sondern die Technik bis zur einzelzelle muss angepasst sein.
Wenn ich mein billiges Bleeding BMS einem Stärkeren Ladegerät aussetze werden wahrscheinlich die Bleedingresistors oder die Transistoren verrauchen... oder schon der LadeFET vorher sich verabschieden.
Sprich: für die Schnelladung bei Hopfenkaltschoarle oder Caffee unterwegs bedarf es den Standard bis zum Akku.

Sollte allerdings wirklich ein Massenansturm auf solche Ladestationen und auch Pedelecs stattfinden, wird sich das Basteln in Zukunft so wie bei den KFZ mehr oder weniger auf Fast-0-Menge reduzieren.
 
Thema:

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