Akku prüfen/tauschen?

Diskutiere Akku prüfen/tauschen? im Akkus, Batteriemanagement (BMS) und Ladegeräte Forum im Bereich Diskussionen; Seit kurzem gibt es bei meinem Fiido DS2 ein Problem. Ich vermute, es ist der Akku, würde das aber gern testen bevor ich einen neuen kaufe (...
  • Akku prüfen/tauschen? Beitrag #1
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Funbiker2020

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Seit kurzem gibt es bei meinem Fiido DS2 ein Problem. Ich vermute, es ist der Akku, würde das aber gern testen bevor ich einen neuen kaufe ( 265,-€) Nach etwa 20 km Fahrt, schaltet die Steuerung komplett ab und läßt sich erst wieder anschalten, nachdem ich das Rad aufgeklappt habe und damit ja den Akku vom Netz getrennt habe. Dann erscheinen auf der G20 noch 2 manchmal sogar 3 Anzeige Balken (Leuchtdioden). Nach kurzer Fahrt dann das gleiche....Kennt jemand das Problem? Ist das ein Akkuproblem, wenn evtl. mal die Last etwas höher ist z.B. am Berg? Wie kann ich den Zustand des Akku testen? Danke für Euer feedback.
 
  • Akku prüfen/tauschen? Beitrag #2
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Leonardo75

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Das klingt nach einem Abschalten des BMS. Das BMS stellt fest, dass entweder die Gesamtspannung des Akkus unter die Gesamtabschaltspannung fällt oder dass die Spannung eines Zellenblocks unter die Einzelzellenblockabschaltspannung fällt. Dies kann daran liegen, dass ein Zellenblock Probleme macht und einen höheren Innenwiderstand, so dass die SPannung beim Abrufen von Leistung an diesem Zellenblock stärker als an den anderen Zellenblöcken abfällt. Das BMS versucht den Akku bzw. den Zellenblock vor Tiefentladung zu schützen und schaltet den Spannungsausgang aus. Bei dem meisten BMS muss dann der Akku neu mit dem Rad verbunden werden oder aus und wieder angeschaltet werden, damit es wieder ein wenig weiter geht. Aber sobald man wieder mehr Strom an Steigungen oder beim Beschleunigen abruft, passiert das wieder.

Du kannst den Akku aufschrauben und mit einem Multimeter die Spannungen an allen einzelnen Zellenblöcken im Zustand nachdem der Akku abgeschaltet hat mal aufschreiben. Wenn der Akku noch gut ist, liegen da nur wenige Millivolt dazwischen, wenn aber eine Zelle z.B. 0,2 V (oder noch mehr Spannung) weniger als der Rest hat, dann ist so ein Problem aufgetreten.

Wenn die Zellen nicht so hochwertig waren, ist die Wahrscheinlichkeit recht groß, dass eine Zelle Probleme macht und einen Zellenblock mit runterzieht. Dann steht wahrscheinlich ein Zellentausch, oder ein Gesamtakkutausch bald an. Oftmals macht hier das Austauschen des defekten Zellenblocks wenig Sinn, da dann der nächste Zellenblock in nicht allzu ferner Zukunft folgt.
 
  • Akku prüfen/tauschen? Beitrag #3
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Pöhlmann

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Du kannst den Akku aufschrauben und mit einem Multimeter die Spannungen an allen einzelnen Zellenblöcken im Zustand nachdem der Akku abgeschaltet hat mal aufschreiben. Wenn der Akku noch gut ist, liegen da nur wenige Millivolt dazwischen, wenn aber eine Zelle z.B. 0,2 V (oder noch mehr Spannung) weniger als der Rest hat, dann ist so ein Problem aufgetreten.
Dazu sollte man möglichst ein Multimeter verwenden, welches bei Spannungen bis 5V Messwerte mit Millivolt-Auflösung liefert. Wobei die Auflösung nicht der Genauigkeit entspricht, d.h. letztere ist bei Geräten mit Analog-/Digitalwandler schlechter.

Multimeter sind "eierlegende Wollmilchsäue". Die Auswahl ist weniger einfach.

Im Baumarkt und beim Discounter findet man Geräte, die die Millivolt-Auflösung (0,001V) normalerweise nur bis 2V bieten ("2000 Counts"). Danach wird im Bereich bis 20V nur eine Auflösung von 0,01V geliefert, was für vergleichende Messungen an Lithium-Ionen-Zellen(blöcken) zu wenig ist. Da benötige ich mindestens "6000 Counts".
10mV entsprechen bei Lithium-Ionen-Zellen um 4V herum bereits etwa 1% der Zellenkapazität.

Ich verwende für Messungen von Gleichspannungen im Kleinspannungsbereich ein Aneng 8008, welches bis 9,999V mit 1mV auflöst ("9999 Counts"). Hat mich vor Jahren mal um 20€ ab China gekostet. Die Bauqualität ist weniger überzeugend, aber ich benötigte es nur selten und wische gelegentlich mit Teslanol durch.
Inzwischen komme ich nicht mehr ohne automatische Bereichsumschaltung und Beleuchtung der Anzeige aus. :cool:

Ansonsten greife ich lieber zu einem UT210E, mit integrierter Stromzange und lediglich "2000 Counts". Damit bekomme ich bei Spannungsmessungen an 230V~ keine sofortigen Bauchschmerzen und kann das Gerät in den Strommessbereichen nicht so schnell schlachten, da sie "berührungslos" erfolgt.
 
  • Akku prüfen/tauschen? Beitrag #4
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Latroe

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Dazu sollte man möglichst ein Multimeter verwenden, welches bei Spannungen bis 5V Messwerte mit Millivolt-Auflösung liefert. Wobei die Auflösung nicht der Genauigkeit entspricht, d.h. letztere ist bei Geräten mit Analog-/Digitalwandler schlechter.

Multimeter sind "eierlegende Wollmilchsäue". Die Auswahl ist weniger einfach.

Im Baumarkt und beim Discounter findet man Geräte, die die Millivolt-Auflösung (0,001V) normalerweise nur bis 2V bieten ("2000 Counts"). Danach wird im Bereich bis 20V nur eine Auflösung von 0,01V geliefert, was für vergleichende Messungen an Lithium-Ionen-Zellen(blöcken) zu wenig ist. Da benötige ich mindestens "6000 Counts".
10mV entsprechen bei Lithium-Ionen-Zellen um 4V herum bereits etwa 1% der Zellenkapazität.

Ich verwende für Messungen von Gleichspannungen im Kleinspannungsbereich ein Aneng 8008, welches bis 9,999V mit 1mV auflöst ("9999 Counts"). Hat mich vor Jahren mal um 20€ ab China gekostet. Die Bauqualität ist weniger überzeugend, aber ich benötigte es nur selten und wische gelegentlich mit Teslanol durch.
Inzwischen komme ich nicht mehr ohne automatische Bereichsumschaltung und Beleuchtung der Anzeige aus. :cool:

Ansonsten greife ich lieber zu einem UT210E, mit integrierter Stromzange und lediglich "2000 Counts". Damit bekomme ich bei Spannungsmessungen an 230V~ keine sofortigen Bauchschmerzen und kann das Gerät in den Strommessbereichen nicht so schnell schlachten, da sie "berührungslos" erfolgt.
Das ist aber auch ein wenig übertrieben...


Um zu sehen ob ein Block aus der Reihe tanzt reicht ein Ganz billiger Multimeter.
Hier geht es ja nicht um Millivolt.
Wenn der Multimeter eine Auflösung von 0,05 Volt anzeigen kann reicht es völlig aus.
Und wenn der Multimeter nicht kallibriert ist macht es auch nicht so viel aus bei Spannungen bis 4,2 Volt. Wenn eine Ungenauigkeit da ist wandert sie auch zu den anderen Zellen.
Hier geht es ja nur darum zu sehen ob ein Block aus der Reihe tanzt.


Seit kurzem gibt es bei meinem Fiido DS2 ein Problem. Ich vermute, es ist der Akku, würde das aber gern testen bevor ich einen neuen kaufe ( 265,-€) Nach etwa 20 km Fahrt, schaltet die Steuerung komplett ab und läßt sich erst wieder anschalten, nachdem ich das Rad aufgeklappt habe und damit ja den Akku vom Netz getrennt habe. Dann erscheinen auf der G20 noch 2 manchmal sogar 3 Anzeige Balken (Leuchtdioden). Nach kurzer Fahrt dann das gleiche....Kennt jemand das Problem? Ist das ein Akkuproblem, wenn evtl. mal die Last etwas höher ist z.B. am Berg? Wie kann ich den Zustand des Akku testen? Danke für Euer feedback.
Du kannst Mal schauen was der Akku wenn er vollständig geladen ist für eine Spannung hat.
Diese vergleichst du mit der Spannung die das Ladegerät ausgibt.
Es sollte beide bei ca. 41,8 Volt liegen.
Wenn der Akku mehr als 0,3 Volt unterhalb liegt hast du einen Drift in den Zellen.
 
  • Akku prüfen/tauschen? Beitrag #5
fred0815

fred0815

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Kann auch sein, dass die Spannung ohne Belastung nicht auffällig ist und der Akku trotzdem einen weg hat.
Dann müsste man unter Belastung messen.
 
  • Akku prüfen/tauschen? Beitrag #6
mango

mango

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Ich würde anfragen, ob ein neuer Akku nach kurzem Test evtl umgetauscht werden kann.
 
  • Akku prüfen/tauschen? Beitrag #7
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Funbiker2020

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Ich wollte mich einmal für die vielen Ratschläge bedanken. Werde mir dann bei Fiido einen neuen Akku bestellen. Das Rad fährt ja noch ganz ordentlich und da lohnt sich das dann hoffentlich. Also besten Dank
 
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