Akku im Winter

Diskutiere Akku im Winter im Akkus, Batteriemanagement (BMS), Ladegeräte Forum im Bereich Diskussionen; Hallo, da ich mein Pedelec brauche um auf Arbeit zu kommen wollte ich mal Fragen ob ihr mir sagen könnt ob es eine Kälteisolierung für den Akku...
A

andy270469

Hallo,

da ich mein Pedelec brauche um auf Arbeit zu kommen wollte ich mal Fragen ob ihr mir sagen könnt ob es eine Kälteisolierung für den Akku gibt (oder etwas was man zweckentfremden kann). Ich habe schon gegoogelt aber nichts gefunden. Die Akkuleistung hat jetzt natürlich rapide nachgelassen, bei diesen Temperaturen. Dem wollte ich etwas entgegenwirken. Mein Pedelec ist folgenes:

rad.jpg


Gruss Andy
 
didi28

didi28

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AW: Akku im Winter (Isolierung?)

An der Stelle ist es wohl schwer, noch eine ausreichend dicke Isolierung am Akku anzubringen, ohne dass es stört.

Den Akku vor der Fahrt schön im geheizten Wohnzimmer aufladen und aufwärmen und am Zielort auch immer gleich ins Warme bringen und aufladen, das bringt schon viel bei kürzeren Fahrten. Bei wirklich langen Touren hilft das nur bedingt, aber wer fährt schon wirklich lange bei den derzeitigen niedrigen Außentemperaturen? Für diese ist die derzeit verfügbare Akkutechnik leider nur sehr bedingt geeignet.
 
yardonn

yardonn

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AW: Akku im Winter (Isolierung?)

Da ist basteln angesagt.
Diese Pedelec's sind nun mal als Schönwetterräder gebaut.
Zur Isolierung kannst du alles verwenden, das Problem ist nur, es anständig drum zu kriegen.
Da hab ich es einfacher. Meine (liegen ja um Velomobil...) kommen in eine Aldi-Kühltasche. Zusätzlich werde ich noch ein paar Watt zum Heizen aufwenden (wenn man 1 kWh in der Tasche hat, kann man das schon mal machen...), und über ein paar einfache Heizelemente mit in die Tasche legen...

Als einfachste Lösung bei dir (natürlich Akku über nacht ins Warme...) vielleicht ein paar Neoprenbandagen um den Akku rum, damit er Langsamer Auskühlt.
 
N

nimbus2

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AW: Akku im Winter (Isolierung?)

...Die Akkuleistung hat jetzt natürlich rapide nachgelassen, bei diesen Temperaturen. Dem wollte ich etwas entgegenwirken.
Gruss Andy
Ich würde um den Akku zusätzlich Heizfolien ankleben, die es für 12V und 24V in unterschiedlichen Formaten gibt und bei 36V 3 x 12V seriell veschalten.
Aus dem Akku mitspeisen, natürlich mit Schalter oder Steckverbinder, damit der Akku nicht tiefentladen wird. Eine zusätzliche Temperaturregelung wäre perfekt.
Das Akkugehäuse, wenn möglich zusätzlich isolieren, sonst ist es definitiv Energieveschwendung.
Was auch ginge, wären Peltier-Elemente auf das Alugehäuse anbringen
und so polen , daß diese das Alugehäuse heizen.
Die lassen sich im Sommer auch dann anders herum gepolt zum Kühlen einsetzen.

Ist zwar alles nicht besonders effizient, weil Akkuenergie verbraten wird, für die Zellen ist es aber gut, auch für die Spannungslage unter Last.
Also nur sinnvoll, wenn genügend Akku-Reserve für die eigentliche Fahrstrecke vorhanden ist.

Servus
Karl-Heinz
 
Christopher

Christopher

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AW: Akku im Winter (Isolierung?)

Salü

Ein Kollege hatte Probleme mit seinem Elektroroller, dessen Akkus er nicht an die Wärme bringen konnte.
Er nahm ein Heizelement einer regelbaren Auto-Sitz-Heizauflage, legte dieses um die Akkus und schaltete es so, dass es nur während des Ladevorgangs heizte (und Strom brauchte).
Für ihn war dies eine optimale Lösung - wie weit dies an Deinem Rad zu realisieren ist, kannst Du wohl am Besten beurteilen.
HTH
 
C

cephalotus

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AW: Akku im Winter (Isolierung?)

Wie lange seid Ihr denn im Winter so unterwegs?Wenn die Akkus aus der Wärme kommen (z.B. 20°C), außen eine 3-5mm dicke "Dämmung" drangepappt haben und sich beim Fahren etwas erwärmen sollte man doch 30-45 Minuten bei -10°C überbrücken können, ohne dass die Zelltemperatur unter 5°C fällt? Eine weitere Methode wäre so ein Heizelement, die es als Handwärmer gibt und Wärme durch einen Kristalisationsprozess abgeben und danach im heißen Wasser wieder aktiviert werden können. Für eine Batterieheizung wäre mir der Energiegehalt im Akku zu kostbar. Wer ein Eigenbau-Pedelec verwendet kann als einfachste Lösung schlichtweg Zellen verbauen, die mit kalten Temperaturen gut klar kommen. Spontan fallen mir da aber neben den heute verbotenen NiCd Akkus nur die A123 ein (gibt wahrscheinlich noch andere?). Sowohl die mir bekannten Notebookzellen als auch die Konions haben Probleme (Spannungseinbruch unter Last) unter 0°C. mfg
 
Christopher

Christopher

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AW: Akku im Winter (Isolierung?)

Wie lange seid Ihr denn im Winter so unterwegs?Wenn die Akkus aus der Wärme kommen (z.B. 20°C), außen eine 3-5mm dicke "Dämmung" drangepappt haben und sich beim Fahren etwas erwärmen sollte man doch 30-45 Minuten bei -10°C überbrücken können, ohne dass die Zelltemperatur unter 5°C fällt? ...

Ich war heute Morgen sehr früh nur eine Stunde mit dem Hund im Wald unterwegs (damit er während meiner Arbeitszeit pennt).
Temperatur -15°, dazu Fahrtwind.
Blei-Gel-Akkus in einem Alu-Fotokoffer, Leerplatz mit altem Teppich gepolstert / isoliert, kam aus der warmen Wohnung.
Die Akkus hatten kein Temperaturproblem, nur der Fahrer zu dünne Handschuhe.
Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. ;)
 
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yardonn

yardonn

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AW: Akku im Winter (Isolierung?)

Wer ein Eigenbau-Pedelec verwendet kann als einfachste Lösung schlichtweg Zellen verbauen, die mit kalten Temperaturen gut klar kommen. Spontan fallen mir da aber neben den heute verbotenen NiCd Akkus nur die A123 ein
Mir sind keine Zellen bekannt, bei niedrigen Temperaturen nicht an Leistungsfähigkeit einbüssen.
Besonders bei NiCd (hab ich vor 2,.5 Jahren mit angefangen...) ist der Betrieb zwar keine Problem, die entnehmbaren Wh aber schon.
Meine A123 quäle ich nicht im Winter (sind nur mein Reservertank, und bislang haben meine überdimensionierten Lipos auch bei kaltem Akku (bin zu faul, den mit Rein zu nehmen...) noch immer über 50 % Kapazität gehabt, so das ich nicht an die Reserve musste. Aber auch bei den A123 geht erst bei hohen Temperaturen so richtig die Post ab, das merkt man, wenn man sie richtig Stresst ( > 10 C...). Sobald die Heiss werden, steigt die Spannung wieder. Dementsprechend muss ich schließen, das auch A123-Batterien bei kälte nachlassen.
 
V

velo07

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AW: Akku im Winter (Isolierung?)

Ich habe jetzt einen TranzX Akku (Li-Poly), da steht drauf Temperaturbereich -20 - 60 Grad. Nachts nehme ich ihn mit rein zum laden. Gestern habe ich ihn tagsüber draussen gelassen, bei max -4 Grad. Abends Rückfahrt bei - 5 Grad. Nach 33 Km fehlen zwei (von 5) Balken der Anzeige. Das ist das selbe, wie immer. Also von der Kapazität her kein Unterschied zu wärmerem Wetter. Das Rad fühlt sich - vor Allem am Anfang schlapper an, als sonst. Ich schalte dann einfach eine Stufe höher. Heute mit max. - 9 Grad habe ich den Akku mit rein genommen.
 
didi28

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AW: Akku im Winter (Isolierung?)

TranzX verbaut gute Komponenten, aber das, was Du mit "Das Rad fühlt sich - vor Allem am Anfang schlapper an" beschreibst, deutet auf einen höheren Innenwiderstand des kalten Akkus und somit einen geringeren Stromfluss/Drehmoment hin. Das kann dazu führen, dass die Reichweite zwar ähnlich hoch bleibt, aber nur bei geringerer Unterstützungsleistung, weil ja aufgrund des höheren Innenwiderstands des Akkus nicht mehr so viel Strom fließt.

Nachdem der Akku sich dann etwas durch den Stromfluss aufgewärmt hatte, war dieser Effekt wohl nicht mehr ganz so groß.
 
S

schwaabbel

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AW: Akku im Winter (Isolierung?)

Im Modellflug werden bei niedrigen Temperaturen, die Akkus "warm" geflogen, d.h. die ersten Minuten nur wenig belastet. Da dort aber wesentlich höhere Ströme ( bis zu 150A) geflogen werden....
halte die die 15A im E-Bike für nicht so tragisch, gerade wenn der Akku nicht auskühlen kann. Demzufolge würde ich die halt nur nicht über Nacht drausen lassen.

Nicd , Nihms und auch die A123 Zellen haben am liebsten eh knackig warm. Nur frisch vom Lader gibt es die max. Leistung.
Gruß Frank
 
dann

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AW: Akku im Winter (Isolierung?)

Demzufolge würde ich die halt nur nicht über Nacht drausen lassen.
Wegen der Leistungsfähigkeit oder Lebensdauer? Kälte sollte doch eigentlich zur Lagerung gut sein oder?
 
W

Wolf45

Hallo,
ich bin jetzt fast seit 2 Wochen stolzer Besitzer eine sWinora 3rd Avenue
Pedelecs mit einem Lithium Polymer Akkus 10AH.
Der Akku wurde werkseitig zu 80% aufgeladen

Jetzt leuchten noch zwei LED Leuchten -d.h. lt Beschreibung 30% - 60% geladen-

Das Fahrrad kann und konnte ich wegen des Wetters noch nicht benutzen.
Jetzt weiß ich nicht, ob ich den Akku jetzt voll aufladen soll bzw. darf,
weil ich voraussichtl. auch in absehbarer Zeit (Wetter)das Fahrrad nicht benutzen kann und somit ein Entladung nicht möglich ist oder ob ich mit der Aufladung
einfach warten sollte.


Den Akku lagere ich auf dem unbeheizten Spitzboden bei ca. 12 - 14 Grad.
Für jeden Tipp bin ich dankbar.
 
Alfred

Alfred

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AW: Handhabung eines Lithium Polymer Akku`s im Winter

Hallo Wolf,

ich würde sagen, lass ihn wie er ist!
Lixx - Akkus sollten auf jeden Fall nicht in vollem Zustand gelagert werden!
Lagerung bei 12-14 Grad passt!

Gruß
Alfred
 
W

Wolf45

AW: Handhabung eines Lithium Polymer Akku`s im Winter

Hallo Alfred,
besten Dank für deine Hilfe.
Ich lasse den Akku, wie von dir beschrieben, einfach auf dem Spitzboden liegen.
Und warte auf eine schneefreie/eisfreie Strasse bei ca +10Grad lade den Akku voll und versuche
den Akku wieder auf 60% leer zu fahren
Besten Dank
 
P

PedeLeck

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AW: Handhabung eines Lithium Polymer Akku`s im Winter

Hast du den Akku zum lagern oder fahren gekauft? ;)
Ich würde gar nix machen, ihn kühl lagern, die Selbstentladung liegt bei 5-höchstens 10%/Monat.
Wenn es dann irgendwann mal trocken draussen ist, würde ich den Akku die ersten 2-3 Mal laden, leerfahren und gleich wieder laden.
Zum Kalibrieren, dann 'weiss' der Akku, was man von ihm verlangt :cool:
Ab dann immer erst kurz vor der Fahrt volladen, nie leermachen und liegenlassen.
Steht auch in meiner Anleitung drin und ich mache es auch beim Handy, Laptop immer so.
Nach 3-4 Jahren ist er sowieso hinüber, egal was du machst...
 
Alfred

Alfred

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AW: Handhabung eines Lithium Polymer Akku`s im Winter

...die Selbstentladung liegt bei 5-höchstens 10%/Monat.
???
Ein gesunder Lipo hat bei Lagerspannung (3,7-3,85V) sogut wie überhaupt keine Selbstentladung (max. 5% / Jahr)!

Gruß
Alfred
 
didi28

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Und woher weiß man, wie viel das jeweils im Akku verbaute BMS im Standby verbraucht?
 
Alfred

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AW: Handhabung eines Lithium Polymer Akku`s im Winter

Und woher weiß man, wie viel das jeweils im Akku verbaute BMS im Standby verbraucht?
Das stimmt, den Verbrauch des BMS habe ich nicht mitgerechnet...
Meine Akkus haben nämlich kein BMS, bzw. verwende nur einen Balancer beim Laden und habe eine Unterspannungserkennung / Zelle nur im Betrieb angeschlossen!
Ich habe aber schon mal gelesen, dass sich bei Akkus das BMS nach einiger Zeit Lagerung von selbst wegschaltet und somit keinen Verbrauch mehr darstellt.

Gruß
Alfred
 
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