Akku - Haltbarkeit - Umgang

Diskutiere Akku - Haltbarkeit - Umgang im Akkus, Batteriemanagement (BMS), Ladegeräte Forum im Bereich Diskussionen; Hi, da Li-Ionen Akkus nun seit Jahren auf dem Markt sind, möchte ich ein kleine Umfrage starten. Thema : Alter, Handhabung, Volladezyklen. Es...

prophete

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Hi,
da Li-Ionen Akkus nun seit Jahren auf dem Markt sind, möchte ich ein kleine Umfrage starten.
Thema : Alter, Handhabung, Volladezyklen.

Es geht hier nicht um:

a) gefahrene km (mit meinem Akku fahre ich x km)
b) richtige Handhabung eines Akkus (z.B. Ladung)
c) Belehrung eines users (könnte man in einem anderen Tread )
sondern lediglich um Erfahrungen/Umgang mit einem Akku.

hier ein Beispiel von meinen zwei Akkus.

Nr.1
Typ: 24Volt x 10ah Li-ionen
Inbetriebnahme: 5/2009
Zustand: Defekt seit 5/2011 (Zellenbruch)
Volladezyklen: ca. 60
Lagerung: bei ca 15 Grad
Handhabung:. Akku fast immer bis Abschaltung gefahren
Akku nach jeder Fahrt über Nacht vollgeladen
4 Monate Winterpause ( 1 mal nachgeladen)
Preis: 200,00 €

Nr.2
Typ: 37,5V x 10,5ah Li-ionen
Inbetriebnahme: 5/2011
Zustand: 11/2013 ca 95% Leistung
Volladezyklen: ca 60
Lagerung: bei ca 15 Grad
Handhabung:. Akku nie bis Abschaltung gefahren
Akku nach jeder Fahrt über Nacht vollgeladen
4 Monate Winterpause ( 1 mal nachgeladen)
Preis: 230,00 €


ich würde mich freuen, wenn einige User hier ihre Erfahrung posten
Vielen Dank
Gruss prophete
 

Linkshänder

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Nr.3
Typ: 36V x 6,65 ah Li-ionen (10s3p)
Inbetriebnahme: 6/2013
Zustand: 11/2013 keine Einbußen bemerkbar
Volladezyklen: ca. 40 Vollzyklen
Lagerung: bei ca 20 Grad
Handhabung:. Akku nie bis Abschaltung gefahren
Akku nach jeder Fahrt über Nacht vollgeladen

Preis: unter 200€
 

Georg

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Warum ladet Ihr immer voll? Das soll doch auch nicht so gut sein, oder irre ich mich da?
 

cephalotus

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AW: Akku - Haltbarkeit - Umgang

Mein ältester Akku ist ein 10s2p aus Konion 1600 Zellen. Hat jetzt 4 Jahre auf dem Buckel und hatte ich damals schon gebraucht gekauft.

Hatte von Anfang an so 2,7-2,8Ah Nutzkapazität, das ist heute wohl etwas geringer. Der Innenwiderstand ist etwas höher. Ich benutze den Akku nicht mehr und werde die Zellen in Akkuscharubern weiter verwenden (15 Stück NiCd raus, 5 Stück Konion rein)

Mein zweiter Akku aus 10s3p Sanyo UR18650E Zellen stammt vom Frühjahr 2011 und dürfte so 300 Teilzyklen hinter sich haben. Sinnvoll Nutzbare Kapazität war anfangs ca. 5Ah herum mit Reserve und ist heute 5Ah herum mit Reserve.

Sowohl die Konion als auch die Sanyo Zellen wurden nie balanciert, beide sind aber immer noch perfekt ausbalanciert. Beide Akkus habe ich ein paar mal versehentlich bis 4,23V pro Zelle geladen, bis ich mal dazu gekommen bin, noch eine Si-Diode hinters Ladegerät zu löten.

Den Rest meiner Akkus habe ich noch nicht lange benutzt um viel sagen zu können.

Ich hab so einen Portapower 36V 11,6Ah Akku. Der ist halt reich weich und daher für hohe Belastungen eher untauglich. Die Kapazität hat aber trotz 2 Jahre mehr oder weniger nur herum liegen (hatte ich schon gebraucht gekauft) nicht nennenswert gelitten. Leider habe ichs versäumt einen Kapazitätstest gleich nach dem kauf zu machen, der erste stammt erst aus diesem Jahr.

mfg
 

prophete

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Warum ladet Ihr immer voll? Das soll doch auch nicht so gut sein, oder irre ich mich da?

Meine Betriebsanleitung.

"Vermeiden Sie unbedingt eine Lagerung im leeren Zustand, da die Zellen des Akkus beschädigt bzw. zerstört (Tiefentladung ) werden können.( Keine Gewährleistung)
Um die Lebensdauer zu verlängern empfehlen wir, den Akku nach jedem Gebrauch zu laden. Ein Memory-Effekt kann aufgrund des verwendeten Lithium-Ionen-Materials nicht auftreten."
 

Eheli

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AW: Akku - Haltbarkeit - Umgang

Um die Lebensdauer zu verlängern empfehlen wir, den Akku nach jedem Gebrauch zu laden
Damit ist aber nicht gemeint, den Akku 4(!!) Monate voll im Keller liegen zu lassen.

Hier ist mein Bosch-Akku:
Typ: Bosch 2011
Inbetriebnahme: 2011
Zustand: keine Einbußen bemerkbar
Ladezyklen: 78 (jeweils im Schnitt ca. 70%)
Lagerung: bei ca. 14 Grad
Handhabung: Nie länger als 4 Wochen unbenutzt liegen lassen, mit 30% Kapazität lagern
 

Georg

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Meine Betriebsanleitung.

"Vermeiden Sie unbedingt eine Lagerung im leeren Zustand, da die Zellen des Akkus beschädigt bzw. zerstört (Tiefentladung ) werden können.( Keine Gewährleistung)
Um die Lebensdauer zu verlängern empfehlen wir, den Akku nach jedem Gebrauch zu laden. Ein Memory-Effekt kann aufgrund des verwendeten Lithium-Ionen-Materials nicht auftreten."

Die Frage ist "Soll der Akku immer sofort voll geladen werden, oder nur etwa 80%?" Ich meine gelesen zu haben, dass man ihn erst unmittelbar, bevor man los fährt ganz voll laden sollte.
 

torcman

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AW: Akku - Haltbarkeit - Umgang

Meine Betriebsanleitung.

Um die Lebensdauer zu verlängern empfehlen wir, den Akku nach jedem Gebrauch zu laden. "

die Leute des Herstellers haben noch nichts verstanden,

die zaehlen wohl auf die Kunden die "nix hoeren, nix wissen, nix verstehen" in 1-2 Jahren wieder ein Akku bei dennen kaufen werden muessen. Gutes Geschaeftsmodell!


Was ich nicht verstehe, dass sogar Leute hier im Forum (muesste man annehmen, informiert?) sowas verbreiten, als ob es nicht mindestens 100 Beitraege hier in Forum zu dem Thema "Umgang mit Akkus" gebe. Vor jedem Winter gibts, mit fast gleichen Tetxten, wieder 10-20.

Hier ein von 2011.

Nichtzuletzt vor 2 Tagen:

Umgang mit dem Akku.

https://www.pedelecforum.de/forum/showthread.php?24901-Umgang-mit-dem-Akku

-----

Warum wohl Business Laptops ein Mechanism haben, um den Akku nicht zu laden, in der Mitte zu halten, auch wenn das Lapy am Netzt haengt? Aus Jucks und Laune sicherlich.

Warum wohl gute Akku-Lader spezielle Programe haben, um den Akku auf Lagerspannung um 3.75V/z bei LiMn zu laden?

etc

etc

nicht zu letzt wenn man sich die elektro-chemische Prozesse im Akku anschaut, braucht man ueber voll gelagerte Akkus gar nicht reden.

Ja,

die Auflistung ist schon interessant, um zu sehen was jeder so faehrt, aber nicht, um zu beurteilen welcher Umgang was bringt, da kaum jemand ernsthaft und versiert die Akkus ueber die Lebenszeit vermisst:

1. Akku am pedelec Lader voll laden und kontrolliert mit einer Stromsenke bis zu der Abschaltspannung mit einem kalibrierten Geraet entladen.

2. Wenn moeglich bei 100% SOC und 50% SOC das DC-Ri des Akku messen.


Irgendwelche Fahr-Gefuehle, noch dazu bei unterschiedlicher Fitness und Aussentemperatur, oder Akku-Strichl, kann man wohl in die Glaubensecke stellen, aber nicht als Fakten bezeichnen.


Wie man es machen konnte, zeigt zB epower

https://www.pedelecforum.de/forum/s...-Akku-Kapazit%E4tsprüfung&p=346979#post346979

ab Zeile
"Um Dich zu beruhigen, dass

geht's um Kapa-Abnahme mit den Jahren
 
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cephalotus

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AW: Akku - Haltbarkeit - Umgang

die Leute des Herstellers haben noch nichts verstanden,..

Die Hersteller geben die richtige Empfehlung aus ihrer Sicht. Wenn der Kunde den Akku immer voll lädt, dann ist das für ihn einfach, verständlich und bequem, es wird also keine Beschwerden geben. Außerdem ist so sicher gestellt, dass der Akku während der Garantiezeit nicht an Tiefentladung stirbt. Dass der Akku schneller altert ist nicht das Problem des Herstellers, die Garantiezeit übersteht er schon, so gut sind die Li-Ionen-Akkus mittlerweile (außerdem spielt auch die Temperatur eine Rolle).

Für den Besitzer des Akkus wäre es natürlich besser, ein Akkumanagemnet zu betreiben, so wie Du das tust und den Akku bevorzugt bei niedrigen Spannungen zu halten. Nur kannst Du das den typischen Leuten nicht zumuten, die sind damit nun mal völlig überfordert und wollen einen vollen Akku im Regal stehen haben, wenn sie losfahren. Bei bestimmten Anbietern kommt noch eine relevante Selbstentlaudng durchs BMS dazu, so dass zu allem Überfluss die Gefahr besteht, dass die Akkus sich dann tiefentladen. Dazu müsste der Kunde die Selbstentalderate mit gewissem Aufwand ermitteln, auch das überfordert 90% aller Käufer.

Wer sich mit Akkus auskennt soll es so machen wie Du es gesagt hast, das erhöht die Lebensdauer. Wer sich nicht mit Akkus auskennt und sich nicht um ein Akkumanagement kümmern möchte soll den Akku voll laden. (aber dann wenigstens nicht auch noch in der Hitze rum liegen lassen). Über das Vermeiden der maximalen Entlade- und Ladezsutände der Zellen muss man sich bei Fertigpedelecs heute nicht mehr kümmern, das übernimmt dort schon das BMS.

mfg
 

torcman

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prophete

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Die Frage ist "Soll der Akku immer sofort voll geladen werden, oder nur etwa 80%?" Ich meine gelesen zu haben, dass man ihn erst unmittelbar, bevor man los fährt ganz voll laden sollte.

torcman hat recht,
erst teilladen und kurz bevor man los fährt ganz voll laden ist besser.

Da ich aber oft spontan (z.B. schönes Wetter) lange Strecken fahre lade ich meinen Akku nach jeder Fahrt wieder voll auf.
Ich will dadurch vermeiden den Akku bis zur Abschaltung fahren zu müssen. (Da er nicht vollgeladen war)
Bei meinem ersten Akku sind nach einer Fahrt bis zur Abschaltung die Zellen gebrochen. (Fast immer bis zur Abschaltung gefahren, da Akku zu klein)
Wenn man nur ca 50% eines Akkus für eine Fahrt benötigt reicht es wenn der Akku zu 80% geladen wird.
Der Akku muß dann auch nicht vor jeder Fahrt vollgeladen werden.

Guss
 
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Wenn man nur ca 50% eines Akkus für eine Fahrt benötigt reicht es wenn der Akku zu 80% geladen wird. Der Akku muß dann auch nicht vor jeder Fahrt vollgeladen werden.

Die üblichen balancierenden BMS balancieren wohl alle erst, wenn der Akku voll geladen wird. Von daher sollte man wohl bei Akkus, die ein balancierendes BMS verwenden, nicht zu oft hintereinander nicht voll laden.
 

torcman

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Die Hersteller geben die richtige Empfehlung aus ihrer Sicht.

....


Nur kannst Du das den typischen Leuten nicht zumuten, die sind damit nun mal völlig überfordert


mfg

das brauchts Du mir es nicht zu sagen, oder? :)

obwohl???

waere es wirklich so schwierig den Leuten zu sagen, lade bis die Haelfte der Striche leuchten?

--------

ich sehe schon hier sind manche ueberfordert, in einem pedelec Forum!, obwohl das so einfach geht. Wundert's mich, dass sie mit der Tanknadel im Auto noch nicht ueberfordert sind. Ist doch daselbe.

==============

Das es sehr schaedlich ist, voll gehalten zu lagern, sehe ich an dem BionX-Akku meiner Frau.

Fast ein Schrott und da ich es wuste, dass sogar die Haendler da nicht durchblicken (hat mir vorher am Telefon stolz auf die Akkufrage berichtet: der Akku wurde staendig geladen!!), hatte ich bestanden und eine extra Eintragung im Kaufvertrag reingeschrieben bekommen: 2 Jahre Garantie auf den Akku. Schau mal.

Wir haben das Rad in 11/2012 gekauft. Ein Modell von 2011, Ausverkauf.

So wollten wir es haben, guenstig und trotzdem BionX-SL, kleiner super leichter Stadt-Akku und fuer die Urlaubstage habe ich sowieso Extender meiner Frau gebaut. Der Extender ist 2x groesser, somit hat sie 3x so viel wie orig.

Nun zu dem 2 J alten orig. Akku: kein "Druck" dahinter. Das Ri ist messbar hoch. Die Kapa auch weit von nominal.

Der Akku wurde 40 mal geladen und 2 Jahre in dem Vollzustand gehalten!!!

40x, sah ich in dem Ausdruck, den ich auch extra einfordern musste (man muss in die Werkstatt, bla bla bla) also im Schnitt jede 2 Wochen. Totaller Unsinn.

Der Akku haelt jetzt seit mitte September bis jetzt, quasi Dez. die gleiche mittlere Spannung. Hoechstwahrscheinlich werde ich ihm erst in Fruehling aufladen, obwohl er nicht voll geladen ist, sondern in der Mitte.

Und der Akku ist schwach, meine Frau sagt immer: gib mir den Extender, der zieht gut.

Soviel zu den Maerchen .... Akku Entladung und zu "voll geladen - macht's nix"

Auch mathematisch laesst sich das klar beantworten, auch ein halbe Akku mit einem BMS-sleep-mode-Strom von 100uA (das ist schon 2x mehr als normal) wurde die 5Ah des halben Akku erst in Schwierigkeien bringen nach:

5Ah/(24h*100uA)= 2.083 Tage das sind 5.7 Jahre.

und ich will nur 3-6 Monate ueberbruecken (Winter)


Die Zellen alleine, die ich habe (die ersten Lithium aus Japan fuer 500$ geholt im Jahre 1998 haben immer noch Spannung, nach 15 Jahren) liegen Jahre und werden nicht tiefentladen.

Ich habe Konions von 2006 die ich immer noch benutze (168 Zellen als 4s42p in meinem Solar-Puffer im Wohnmobil) und die sind perfekt.

Mein 12Ah Pana-Block 10s6p wird immer wieder vermessen und nach 2 Jahren, messe ich nicht mal 1% Nachlass, das waere 0.1Ah bei 12Ah der Kapa und das sehe ich nicht. Aber eben immer bei 3.7V/z und im Winter kalt trocken gehalten.

Der 10s6p Konion 1600, den ich aus den 2006 Zellen ganz am Anfang kostenfrei gebaut hatte, benuzte ich immer noch.

Der 288Wh Bosch-Akku den ich als Extender fuer BionX-Rad meiner Frau benutze (was fuer eine Deprimation, Bosch arbeitet f. BionX :) ist immer noch super, na ja meine Frau faehrt auch nicht soviel.

Will heissen, bei mir degradieren die Akkus nur vom echten Fahren, nicht vom voll geladen halten.

just my 5ct
 

Linkshänder

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AW: Akku - Haltbarkeit - Umgang

auch bei einfachen Ladegeräten ohne BMS ist es nicht möglich einfach auf 80% oder 4,1 oder 4,15V/z zu laden. Man kann ja nicht bei jedem Ladevorgang das Poti entsprechend verdrehen. Man kann sich natürlich das Poti nach außen legen mit entsprechenden Markierungen versehen und dann nach Wunsch auf 4,1V/z oder 4,15V/z oder 4,2V/z stellen. ... aber ganz ehrlich:
Neue Zellen für meinen 10S3P - Akku kosten selbst beim konfektionierer im Internet nicht viel mehr als 200 Euro.
Ob ich nun nach 4 Jahren und dann wohl 500 Vollzyklen oder erst nach 5 Jahren nen neuen brauche, macht den Kohl auch nicht fett.
Wenn ich mir nen BionX akku für 800 Euro kaufen müsste würde ich da vielleicht anders denken, aber so stöpsel ich das Teil abends ein und fahr morgens mit nem vollen Akku los.
 

torcman

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Zitat von prophete


Wenn man nur ca 50% eines Akkus für eine Fahrt benötigt reicht es wenn der Akku zu 80% geladen wird. Der Akku muß dann auch nicht vor jeder Fahrt vollgeladen werden.


Zitatende von prophete





Die üblichen balancierenden BMS balancieren wohl alle erst, wenn der Akku voll geladen wird. Von daher sollte man wohl bei Akkus, die ein balancierendes BMS verwenden, nicht zu oft hintereinander nicht voll laden.

ja das ist richtig, habe die falsche Aussage von prophete glatt uebersehen.

mM:

Entweder einfach weiter fahren (ohne zu laden) oder

Akku vor der Fahrt voll laden, damit die Balancierung der Zellen auch passiert. (wenn BMS dabei)

-----

klar, wenn die Zeit nicht reicht, dann halt soviel laden wie moeglich. Ist kein Beinbruch mit 80% losszufahren, aber soll nicht staendig so sein, klar


zB ich komme oft im Urlaub zu Mittagessen ins Womo, in 45' kann ich den Akku (um die 20Ah) nicht voll laden, obwohl ich mit fast 7A lade, also weiter fahren mit nich ganz vollen. Erst ueber Nacht wird dann wieder voll geladen mit Balacierung.
 

unsusi

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AW: Akku - Haltbarkeit - Umgang

Also im Modellbaubereich sagen fast alle Akkuhersteller und -vertreiber, dass man einen Akku zum LAGERN NICHT voll laden soll, sondern bis ca. 80%, was in etwa der Nennspannung entspricht. Viele Ladegeräte aus dem Bereich haben deshalb auch ein extra "Akkueinlagerungsprogramm", welches die Akkus bis zur Lagerspannung lädt (oder sogar entlädt).

Wenn ich regelmäßig fahre, dann lade ich immer voll. Das BionX-Ladegerät hat eh keine genaue Anzeige und die "Eieruhr", sprich: Balkenanzeige auf dem Display kann man getrost vergessen. Also: Ladegerät dran, aufladen, bis das Ladegerät abschalten und gut ist. Wenn ich dann am nächsten Tag fahre oder in einer Woche, dann (so hoffe ich doch ;-)) wird das dem Akku nix machen.

Wenn ich vorhabe, nicht mehr zu fahren, dann würde ich den Akku ein wenig beanspruchen (5km Stufe 4 bei 22 km/h fahren) und dann so das Rad einlagern. Ist keine genaue Methode, aber da ich meinen "Stromverbrauch" einigermaßen kenne, passt das schon irgendwie.

Bei BionX gibt's zu beachten, dass die Balken auf dem Display vom System nach"kalibriert" werden, wenn der Akku von "leer" nach "voll" geladen wird. Wenn man also niemals richtig "voll" lädt, dann wird die Balkenanzeige nicht kalibriert.

Ich hatte übrigens bei vielen meiner Geräte, wo größere LiPos eingebaut sind, KEINE Probleme mit "Akkuverschleiß". Davon etliche Notebooks. Die Geräte, deren Akku versagten, waren fast alle Handys. Die wurden meist per USB-Billiglader geladen, wo es keine Akkuschonung gibt.
 

torcman

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sondern bis ca. 80%, was in etwa der Nennspannung entspricht.

das ist falsch mMn

und ich mach auch Modellbau, sowas wie Nennspannung und 80% hoerrte ich nie,

wuede auch niemals Nennspannung heissen, weil schon nach kurzester Zeit die Akkuspannung unterhalb der Nennspannung fallen wuerde.

Nennspannung nennt man meistens eine Spannung die der Akku auch bei leichter Belastung haelt.

zB 12V Bleiakku, obwohl der Akku 12.6V hat und bei 12V eingentlich schon leer ist.

-----

zurueck zu LiMn

wenn Nennspannung 3.7V ist, dann ist der Akku zu 71% entladen, oder

30% voll und keine 80%.





mehr darueber:

https://www.pedelecforum.de/forum/s...t-die-Ladetabelle-richtig&p=351836#post351836
 
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didi28

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auch bei einfachen Ladegeräten ohne BMS ist es nicht möglich einfach auf 80% oder 4,1 oder 4,15V/z zu laden.

Und im Fertig-Pedelecbereich hat man da ohne Basteln sowieso wenig Möglichkeiten, außer vielleicht über Zeitschaltuhren was zu machen. Die technisch interessierten Pedelecfahrer werden optimierte Lösungen finden, die anderen sollten ihren Akku i.d.R. voll machen und möglichst viel fahren. :)

Z.B. als Berufspendler (also mit festen Fahrzeiten) könnte man mit einer Zeitschaltuhr den Akku immer erst kurz vor dem Abfahren (voll) aufladen. Aber wenn der Akku nach der vorherigen Fahrt vielleicht weniger als 30% Restladung hat, sollte man ihn auf vielleicht etwa 50% besser gleich aufladen. Jedenfalls sollte man einen bis zur Unterspannungsabschaltung entleerten Akku nicht über Nacht so leer stehen lassen.

Als reiner Wochenendfahrer könnte man z.B. versuchen, den Akku über die Woche nur etwa halb voll zu lagern und ihn dann vielleicht auch über eine geeignete Wochen-Zeitschaltuhr erst am Samstag oder Sonntag Morgen aufladen zu lassen, wenn man es nicht besser dann händisch macht, ohne das rechtzeitige Laden dabei öfter zu vergessen. Einen halb vollen Akku deswegen öfter bis zur Unterspannungsabschaltung zu fahren macht jedenfalls bei LiXX-Akkus keinen Sinn, dann lieber eher zu oft voll als zu oft leer. Auch sollte man bei einem so länger an den Akku stromlos angesteckten Ladegerät sicherheitshalber ermitteln, ob und wenn ja wie viel das am Akku angesteckte Ladegerät Strom aus dem Akku zieht, wenn es nicht am Netzstrom hängt, solche Ladegeräte gibts nämlich auch.
 

torcman

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auch bei einfachen Ladegeräten ohne BMS ist es nicht möglich einfach auf 80% oder 4,1 oder 4,15V/z zu laden.

schon richtig,

aber ich verstehe nicht, dass jemand 2.000 und mehr Euro ausgibt - ich rede von Fertigpedelecs - der Akku kostet jenachdem 400-900 Euro und 25 Euro spart :(

Fuer dieses Geld naemlich kann er in jedem Laderkabel (so mache ich es) den Wattmeter einschleifen und den Ladeprozess, wie auch Lagerungspannung der Akkus komfortabel gestallten.

Die entfallenen Kosten fuer den neuen 500-900 Euro Akku sind doch viel groesser, als die investierten 25 (oder 30) f. den Wattmeter.

Sparen am falschen Ende - heisst das doch, oder?

Genau mit der Zeitschaltuhr, die wir seit Jahren regaelmaessig diskutieren. was kostet sie, 10 Euronen?
 

cephalotus

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Bei BionX gibt's zu beachten, dass die Balken auf dem Display vom System nach"kalibriert" werden, wenn der Akku von "leer" nach "voll" geladen wird. Wenn man also niemals richtig "voll" lädt, dann wird die Balkenanzeige nicht kalibriert...

Du kannst Dir über Code 3772 die Akkuspannung anziegen lassen, genauer gehts eh nicht. Wenn Du ein BBI hast könnest Du sogar die Spannungen der einzelnen Zellen am 48V Akku auslesen, siehst also, ob irgendwas debalanciert wäre.
Das ist für normale Nutzer halt nicht praktikabel. Ich halte die Vollladung während der Nutzungszeit nicht für sooo schädlich wie torcman, BionX lädt eh "nur" bis ca. 4,08V/Zelle auf. Wenn man den Akku dann nicht in der größten Hitze rumliegen lässt ist das zwar nicht ideal, aber ich behaupte mal, dass der Akku das schon länger als 2 Jahre durchmacht.

Zumindest ist das meine Erfahrung aus einigen jahren Konion 1600, sanyo UR18650E und den 2900mAh aus dem Portpowerakku.
Dass der Innenwiderstand dabei evtl schneller leidet als die Kapazität ist gut möglich, aber auf den Innenwiderstand gibts ja auch keine Garantie :)

Wenn man also den Akku so behandelt wie die Hersteller das wollen, dann übersteht er die garantiezeit und man hat wneig Aufwand, wenn man allerdings möchte, dass er richtig lange lebt, dann muss man sich eben mit der Akkuchemie befassen und den Li-Ionen Akku die meisten Zeit kühl und maximal halbvoll halten. Das erfordet ein entsprechendes Management.

Und nicht vergessen: Es gibt sehr große Unterschiede zwischen den Zellen! Eine Panasonic NCR18650 ist beispielsweise für 300 Zyklen ausgelegt, eine Panasonic NCR18650B ist für 2000 Zyklen ausgelegt, beide verwenden dieselbe Zellchemie.

mfg
 
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