add-e (Hinterrad-Reibrollenantrieb)

Diskutiere add-e (Hinterrad-Reibrollenantrieb) im E-Motoren Forum im Bereich Diskussionen; Mein Haus, mein Auto, mein Boot ;) Hi, natürlich Blödsinn hier geht es nicht um Häuser, Autos oder Boote. Hier geht es um e-Antrieb, Eigenbauten...
Drehfeld

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Mein Haus, mein Auto, mein Boot ;)

Hi, natürlich Blödsinn hier geht es nicht um Häuser, Autos oder Boote.
Hier geht es um e-Antrieb, Eigenbauten und coole Ideen.

Das hier ist mein Beitrag. Das hier gezeigte System ist eine Eigenentwicklung aus meiner Studienzeit. In Summe bin ich schon seit ca. 5 Jahren damit beschäftigt einspurige Fahrzeuge mit Elektromotoren zu bestücken. Ich habe schon Kleineres und auch Leistungsstärkeres gebaut, aber auf diesen Antrieb bin ich tatsächlich richtig stolz. Nachdem das hier das größte deutschsprachige Forum für Pedelec, e-Bike und Co ist wüsste ich gern was ihr davon haltet und welche Verbesserungen man noch machen kann/sollte.
Ich habe vor demnächst eine Crowdfunding Kampagne zu starten um weiter an diesem Antrieb arbeiten zu können. Ein paar mehr Informationen gibt es derweil auf www.facebook.com/www.adde.at und eine Homepage habe ich auch www.add-e.at. Kritik und Anregungen sind natürlich immer willkommen :)

 
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oxygen36

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Na ist doch einfach der pure Wahnsinn! Erinnert mich an Einsteins Unendlichkeit.Ich würde den Motor erst kaufen wenn er IP66 oder IP 68 ist.Jetzt ist er IP20
 
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Üps

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Na ja, Facebook schaue ich mir garantiert nicht an... Wenn du wissen willst, was wir von dem Konzept halten, dann lass doch hier mal ein paar Daten rüber. Die beiden sehr schönen Bilder sind leider so nichtssagend, dass sie Aprilscherze sein könnten. Irgendein kleiner Modellbau-Elektromotor neben einem Fahrradrahmen, an dem jemand kleine Bleche montiert hat. Mehr sehe ich darauf nicht. Und wenn der Motor wirklich so offen am Tretlager hängt, dann gute Nacht im Matsch. Wie ist der Motor denn gekoppelt? Ans Tretlager oder an die Kette? Und welche Leistungen werden denn so abgegeben? Ist die Regelung legalisiert?
 
Old Grizzly

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http://www.add-e.at/
Reibrollenabtrieb,Weltneuheit!
Edit: Zitat Facebook
Was macht ein "Top-Rad" noch besser?
Na klar, diese Antriebseinheit !!!
800g leicht, 600W Power, 45km/h schnell.
 
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Üps

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Reibrolle? Ok, danke, mein Interesse hat sich erschöpft. :) Ok, jetz wo du es sagst, sehe ich es auch einigermaßen.
 
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trevorreznik

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Nachdem das hier das größte deutschsprachige Forum für Pedelec, e-Bike und Co ist wüsste ich gern was ihr davon haltet und welche Verbesserungen man noch machen kann/sollte.
Zunächst mal etwas Skepsis und Fragen:
  • Wie sieht es mit dem Reifenverschleiß aus? Um 600 Watt zu übertragen, braucht man schon ordentlich Reibung und durch den Anpressdruck könnte der Mantel auch dauerhaft leiden. Da gibt es doch bestimmt Erfahrungswerte von Rollentrainern?
  • Wie wird das ganze gesteuert? Das Ding pustet doch nicht immer 250/600W raus, sondern wird doch irgendwie gesteuert sein. Da kann ich aber nix erkennen.
  • Der offene Motor gefällt mir nicht, denn ich fahre bei Wind und Wetter. Das sieht für mich so aus, als würde das bei Regen/Eis/Schnee nicht lange gut gehen.
 
oxygen36

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Na für den Chinesischen Modellmotor von Hobbyking hat er einen Modellbauregler genommen... was auch sonst.
Ergänzung:
Ans Tretlager oder an die Kette?
Keines von beiden! mit seiner Sandpapieroberfläche auf die untere Laufläche unserer teuren Fahrradreifen.
 
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Üps

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Klar: Außenläufer mit befestigter Innenachse, außen herum irgendwelches rauhes Material. Dazu noch ein für Matsch, Sand und Regen offener Modellbaumotor und ein Modellbauregler, wobei das Ding bei Matsch ohnehin versagt.
Bastelobjekt halt und auf den ersten Blick auch sehr cool, da klein und leicht. Das war es aber auch schon. Nicht praxistauglich, weil nur auf der absolut sauberen, abgesperrten Rennstrecke zu fahren. Geld würde ich in diese Kampagne keines stecken.

Erinnert sich noch jemand an ReibRon, oder wie der hieß? Das Forum findet den Nick nicht.
https://www.pedelecforum.de/forum/index.php?threads/reibradantrieb-an-felge.18090/
Das war wenigstens nicht dieses Steinzeit-Konzept der aller ersten Fahrräder mit Hilfsantrieb am Reifen.

Dem TE würde ich raten, sich einen Keyde zu kaufen und damit legal herum zu fahren.
 
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Drehfeld

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Schade dass euch das Konzept (bisher) nicht gefällt. Ich kann aber sagen dass ich sehr gute Erfahrungen mit Reibrollenantrieben gemacht habe und deswegen hier an einigen Punkten widersprechen muss.
Ich fahre jeden Tag an die 30 km und das egal bei welchem Wetter. Mein Weg von daheim in die Firma hat Feldweg und Asphalt gleichermaßen. Die Reibrolle arbeitet auch bei Waldboden, Schotterwegen und sogar sandigem Untergrund ausgezeichnet. Der Reifenverschleiß ist tatsächlich auch kein Thema. Das System ist so gebaut, dass sich die Reibrolle im ausgekoppelten Zustand vom Reifen löst, dafür aber im eingekoppelten Zustand sauber andrückt. Das schlimmste was beim Reibrollenantrieb passieren kann ist Schlupf.
Hier mal ein paar technische Daten: Gebaut nach den Bestimmungen der Pedelec Norm, dass heißt tretunterstützend (durch einen simplen PAS-Sensor). Leistungsbegrenzung auf 250 Watt in der zulassungsfrei Version und abgeregelt auf 25 km/h. Es wird der Batteriestrom zur Regelung herangezogen. Die Leistungsverstellung erfolgt durch drehen des Trinkflaschenaufsatztes. Außer mir und meiner Freundin fahren auch noch ein paar weitere Testfahrer mit dieser Version durch die Gegend. Die oftmals kritisierte offene Bauform stellt in der Praxis tatsächlich kein Problem dar. Ich reinige den Antrieb von Zeit zu Zeit einfach indem ich mit dem Gartenschlauch drauf halte. Die Lager sind gekapselt und recht unempfindlich. Zum Antrieb: 800g leicht, jederzeit in nur wenigen Sekunden vom Rad abgenommen und dazu so unauffällig das man in tatsächlich erst auf den Dritten Blick sieht.
@Üps: Es ist etwas unfair diesen Antrieb mit den ReibRon zu vergleichen. Praxistauglichkeit hat mein Antrieb mit 100% Sicherheit und mal ehrlich Rennstrecke? ich nehme mal an dass du mit Vorderradmotor glücklich bist, aber das ist für mich rausgeschmissen Geld, sorry.
Ist nicht so das ich keine anderen Systeme kennen bzw. nicht schon selbst genug eingebaut hätte (Radnabenmotore und Mittelmotornachrüstsätze mit Ketteneingriff).
Was bei add-e halt schön ist, dass du dennoch Dein extrem leichtes und agiles Fahrrad behälst.
Ich bin aber dennoch dankbar für die Kritik. Ich sehe schon wo die Skepsis herkommt und werde versuchen dementsprechend hier zu posten.
Reifentausch beim Treckingrad ganz aktuell nach 5340 km und das obwohl ich nicht die 250 Watt Variante fahre ;)
Entscheidend ist eine gute Regelung für das Motordrehmoment und das wage ich zu behaupten hatt add-e. Hier noch ein Bild nach langer Regenfahrt bei einer Tagestour in Slowenien.
Ist schon ein gute Jahr her, daher auch noch der separate ausgeführte Programmierstecker.
 
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trevorreznik

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Die Leistungsverstellung erfolgt durch drehen des Trinkflaschenaufsatztes.
Das finde ich ein sehr schönes Detail. So spart man sich ein Display und hat die (wahrscheinlich) Stromstärkensteuerung im Griff.

Lass dich von den Kommentaren nicht entmutigen; für einen wirklich praxistauglichen Antrieb brauchst du aber noch mehr km. Ich bin aktuell bei 12.000km und habe noch immer die ersten Schwalbe Marathon Plus drauf. Wenn dein Antrieb das schafft, sieht es gut aus.
 
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Üps

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Super, dass du sogar die Legalität hergestellt hast! Das mit der Rennbahn war dann wohl voreilig und wird hiermit zurückgenommen.
Ich sehe in Reibrollen am Rad trotzdem keinen Sinn. So, oft, wie ich mit meinem reinen Cityrad schon durch Matsch gerudert bin, obwohl ich eigentlich nie bei Regen los fahre... Es gibt so leichte Nabenmotoren und kräftige Mittelmotoren. Wozu hat der Mensch nur das Zahnrad erfunden? Warum ist man von der einst eingesetzten Reibrolle fast vollständig abgekommen? Sicher nicht weil die den besseren Wirkungsgrad und super Schmutzbeständigkeit hat.

Was findest du an @ReibRons Konzept so schlecht im Vergleich zur Reifenrolle, dass du den Vergleich sogar unfair findest?

Edit: Den Gedanken, Split (Steinchen) im offenen Elektromotor zu haben, finde ich trotz allem nach wie vor auch nicht so toll. Ein Schlag und die Wicklung ist durch oder ein Magnet ab.
Aber wenn man den einfach komplett abdichtet, leistet er entsprechend weniger. Da gibt es sicher eine Zwischenlösung. Luftdurchströmtes Schutzgehäuse oder so.
 
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zett

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Ich weiß nicht, aber sooo schlecht wie einige es hier sehen, find ichs gar nicht. Klar, für ein MTB schon wegen der Reifen nicht geeignet,
aber es gibt ja Unmengen von Tiefeinsteigern und Trekkingrädern, die man so günstig (?) nachrüsten könnte. Die gesamte Fahrradmechanik kann ja gleich bleiben, inkl Rücktrittbremse etc. (denk ich mal jetzt). Also für´s Flachland könnte es sicher eine nette Sache sein.
Aus meinen Ur-Velosolex Testfahrten weiß ich aber noch, dass die Reibrolle am Berg schnell am Ende ist, wenn man nicht mittritt, was bei der Velo kein Spaß war. Bei einem "richtigen" Fahrrad sollte es einfacher sein.
Coolness: 0
Praktikabilität: 4
Flexibilität: 9 (out of 10)
Preis: Davon hängts m. M. nach ab ob es was werden könnte. Da heute ja schon "komplette" Pedelecs im Range von 700 bis 1000 Euro angeboten werden ist nicht viel Luft übrig.
 
oxygen36

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Dem TE würde ich raten, sich einen Keyde zu kaufen und damit legal herum zu fahren.
Er will ja nicht nur ein E-Pedelec für sich sondern 100te an Leute verkaufen! (Kunden) Und ein bischen Geld einsammeln:"Dieses super coole Pinarello Rennrad wird der Shooting Star für unsere Crowdfunding Kampagne. Bilder und nähere Infos folgen" Crowdfunding: Er braucht die Crowd und deren Geld.
 
Old Grizzly

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@Drehfeld
Bei welchem Systemgewicht ist denn Schluss mit "Kraftschluss"?
 
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Üps

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Oder anders gefragt: Welches Drehmoment kannst du bei Regen übertragen. Oder: Bei 100kg Systemgewicht: Welche Steigung ohne Eigenleistung?
Und mit welchen Verlusten?
 
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