1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Abgasskandal in der Autoindustrie, was folgt daraus?

Dieses Thema im Forum "Plauderecke" wurde erstellt von geoscho, 10.10.15.

Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. flavor82

    flavor82

    Beiträge:
    1.148
    Ort:
    momentan 65195
    Details E-Antrieb:
    Bafang VR 36V, 18A
    Das gehört aber zum Marketing und wie ein Unternehmer von außen wahrgenommen wird. Stell dir mal vor der Vorstand fährt mit einem Dacia vor. Das ist genau so ein No-Go wie ein Bankberater in Jogginghose. Deshalb meinte ich das oben nicht ironisch. Ein 1000€ Smartphone kann dadurch ein ROI generieren nur es ist sehr schwer diesen genau zu berechnen und es ist nicht bei vielen Berufen der Fall.
    Das schließt natürlich nicht aus das man sich teure Geräte auch ohne ROI gönnen kann, sondern soll bloß die Möglichkeit aufzeigen dass es auch in manchen Fällen sogar wirtschaftlich sein kann, genau wie ein Pedelec.

    Ontopic:
    Bei dem Bericht auf Heise sollte man bedenken dass es sich bloß um die Meinung eines Umweltmediziners handelt. Die WHO und andere Forschergruppen kommen auf andere Ergebnisse. Wem soll man jetzt glauben? Ich denke wenn es technisch zu vertretbaren Kosten möglich ist den Individualverkehr sauber zu bekommen dann sollte man das Risiko nicht eingehen mit den hohen Emissionen. Weder beim Feinstaub noch beim NOx. Panik ist fehl am Platz, aber Abgasmanipulation auf Kosten der Allgemeinheit ebenso. In meinen Augen haben alle Hersteller geschummelt. Das Argument Thermofenster ist nur eine faule Ausrede, um die Verwendung von SCR-Kat aufzuschieben.
    Man sollte sich die Frage stellen wie man mit dem Thema umgehen würde, wenn es Asthmapatienten im Freundes oder Familienkreis gäbe.

    Gruß
     
    cubernaut gefällt das.
  2. Electric

    Electric

    Beiträge:
    264
    Alben:
    1
    Ort:
    Berlin
    Details E-Antrieb:
    BionX G2 S-Pedelec und Bosch Performance CX eMTB
    Bin völlig bei dir.

    Ich habe ja nur aufgezeigt, wie tief man in der Verbrennungsmotor-Welt steckt - nämlich mit 750 Milliarden/Jahr. Da braucht ein Umbau Zeit. Ein Austiegsziel 2030 oder 35 würde Orientierung geben. Andere Länder können da schneller vorgehen - sie haben keine relevante Automobilindustrie. Unsere Konzerne bauen 22% der Weltproduktion.

    Ich kann diese simple Dialektik schlichter Gemüter nicht leiden: Gut - böse, Scheiße oder geil, alles rein oder sofort raus, die da oben - wir hier unten. So einfach ist die Welt nicht.

    Wenn wir von fossilen Energien wegkommen wollen, brauchen wir neben einem Ausstiegsziel einen begleitenden Stufenplan, der sich um Stromerzeugung, Stromversorgung, Ladeinfrastruktur und Verkehrssteuerung kümmert und das mit Zeitschienen eintaktet. Wenn man weiß, es gibt keine Einfahrt mehr in Großstädte ab 2025, in Kleinstädte ab 2030 und ein Zulassungsverbot ab 2035 inkl. Verbot bestehender Fahrzeuge für gewerblichen Einsatz und das H-Kennzeichen sowie ab 2045 Fahrverbot für alle Verbrenner, wäre das für viele Entscheidungen eine Leitplanke. Auch wenn es noch 27 Jahre dauert.
     
  3. Wer "vergiftet" denn hier wen exakt und mit was eigentlich?

    Du vergiftest höchstens die Atmosphäre mit deiner seltsamen Einstellung, du willst allen anderen Menschen, die nur das "Verbrechen" begehen, ein Auto zu fahren, das sie zum Lebensunterhalt dringend benötigen, ein schlechtes Gewissen einreden und selbst gut dastehen als Weltenretter, als weißer Ritter, das ist deine Motivation, weiter nichts.

    Da ich in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts geboren wurde und dazu noch in einer Großstadt einen wesentlichen Teil meiner Kindheit verbracht habe, kenne ich leider die Auswirkungen eines damals Hinsichtlich der Abgase völlig unregelmentierten Straßenverkehrs, es gab auch noch zahlreiche DKW-Zweitakter mit ihren stinkenden Ölfahnen aus dem Auspuff, es gab LKW, wenn die anfuhren, konnte man nichts mehr sehen, so dicht war deren Dieselwolke, dazu gab es auch noch in den Haushalten und Wohnungen vielfach Kohleöfen primitivster Machart, die praktisch bei bestimmten Wetterlagen eine stinkende, schwarze Rauchwolke um alle Häuser legten.

    Und trotzdem gab es keine Toten, die von all den Abgasen auf einmal mitten in der Stadt umgekippt wären. Allein im nochmals durch Industrieabgase und Schadstoffe sehr belasteten Ruhrgebiet gab es auch damals schon Krankheiten, die auf Vergiftungen durch die damals extrem belastete Atemluft zurückzuführen waren, allerdings nur bei Kindern, diese Krankheit bekam damals den Namen "Pseudo-Krupp".

    Wenn du deinen Hasstext gegen jede Form von Verbrennungsmotoren damals publiziert hättest, wärest du total im Recht gewesen, obwohl man auch damals schon keinen einzigen Toten identifizieren konnte, der NACHWEISLICH durch eben diese Luftschadstoffe zu Tode gekommen wäre.

    Heute ist die Situation doch vollkommen anders, wir streiten uns hier um Schadstoffbelastungen, die man damals mangels geeigneter Messgeräte gar nicht hätte nachweisen können, aber genau die sollen nun für etliche Tote verantwortlich sein? Ich behaupte mal, jeder Raucher inhaliert das Tausendfache an Schadstoffen als man heute bei bei bestimmten "Feinstaubalarmen" messen kann.

    Dennoch will ich die Schadstoffbelastungen durch den Verkehr keinesfalls verharmlosen oder als Nichtigkeit abtun, jede Schadstoffbelastung sollte vermieden werden, wenn es nur irgendwie geht und wirtschaftlich sinnvolle erscheint. Ein allgemeiner Straßenverkehr, der nur mittels E-Motor angetrieben wird, also auch Busse, LKWs, Behördenfahrzeuge usw., wäre tatsächlich ein Schritt in die richtige Richtung.

    Aber nur dann, wenn der dafür benötigte Strom vollständig durch regenerative Quellen erzeugt würde, also Laden am Tag oder bei Wind, keinesfalls des Nachts bei Windstille, dann wird dafür nur Kohlestrom oder zur Zeit noch Atomstrom genommen.

    Und wie soll das kostenneutral vonstatten gehen? Der kleine Mann KANN sich kein neues Batterieauto für mindestens 40.000 Euro leisten, der hat ja nicht mal eine konstante Ladequelle zu Hause, da er in einer Mietwohnung wohnt und natürlich keine Garage hat und wenn er eine hat, hat die keinen Stromanschluss oder die übrigen Mieter/Wohnungseigentümer verhindern erfolgreich die Installation einer solchen. Und unsere famose Rechtsprechung unterstützt das auch noch.

    Jetzt kommen wieder die tollen Gegenargumente, dass man ja auch schon für viel weniger Geld ein neues E-Auto kaufen könnte, ja klar, man kann, aber doch nur Kleinstwagen mit minimaler Reichweite, im Alltag und als Ersatz für einen herkömmlichen Verbrenner nicht zu gebrauchen.

    Da hätte ich mal gerne eine vernünftige Antwort von dir, wie das alles finanziell ablaufen soll, damit auch der Arbeiter morgen noch Auto fahren kann, um zu seiner Arbeitsstelle zu gelangen.

    Aber da wird wieder mal nichts kommen, kennt man ja, nur heiße Luft.


    Grüße
    Udo
    --- Beitrag zusammengeführt, 13.02.18 ---
    Das mit dem Plan finde ich gut, den bräuchten wir, alle, auch die übrigen Länder in Europa.

    Allerdings halte ich nichts von Verboten, das ist wieder mal typisch Deutsch: Ein Verbot muss her! Sofort! Haben wir denn nicht schon genug Verbote? Zum Teil recht unsinnige? Wie das Verbot, mit einem S-Pedelec Waldwege zu befahren? Oder Führerschein für eigentlich führerscheinfreie Mofas?

    Aber anscheinend gibt es bei uns noch längst nicht genug Verbote, ihr schreit ja danach. Die Politiker hören das gerne, machen doch solche Verbote, wenn man sie verabschiedet, großen Wirbel, bringen große Popularität und kosten nix.

    Nein, zuerst muss mal eine vernünftige Elektro-Ladeinfrastruktur, europäisch vereinheitlicht, verabschiedet werden, auch deren Bezahlmodalitäten und die Preise müssen einheitlich sein, damit man wie bisher einfach quer durch Europa fahren kann.

    Bei steigenden Absatzzahlen der E-Mobile werden deren Preise dann auch sinken und im Zuge der turnusmäßigen Neuanschaffungen nach und nach ganz ohne Zwang und Verbote die herkömmlichen Autos ersetzen. Das Ganze muss evolutionär, nicht revolutionär vollzogen werden.


    Grüße
    Udo
     
    Flatliner, holsteiner und Fraenker gefällt das.
  4. Scooterboy

    Scooterboy

    Beiträge:
    185
    Alben:
    1
    Details E-Antrieb:
    R&M Delite Mountain, Bosch CX, Shimano Deore XT
    Eben, für E-Mobilität brauchst Du zum einen bezahlbare Fahrzeuge mit entsprechender Reichweite, wobei anscheinend 3/4 der Fahrten uner 5 Km sein sollen.
    Aber als Ersatz sollte es meiner Meinung nach schon so 400 Km Reele Reichweite haben.
    Und dann müssen zum einen noch ausreichende Ladestationen zur Verfügung stehen, die dann alle mit einen Karte kompatibel sind !
     
  5. Georg

    Georg

    Beiträge:
    4.354
    Ort:
    Marburg/Lahn
    Details E-Antrieb:
    Raleigh Dover Lite (Panasonic) 26V, 25 Ah - Akku
    Wer hat denn schon zu viel Geld?
    Ich habe noch keinen getroffen!
    Dafür kenne ich aber viele, die viel Geld haben, aber denen es nicht reicht, immer mehr wollen, sich über jede Art von Steuer furchtbar aufregen!
    Sie können niemals genug bekommen!
     
  6. GazelleCX

    GazelleCX

    Beiträge:
    105
    Alben:
    1
    Details E-Antrieb:
    Bosch mit NuVinci360 Harmony oder ION mit 30 Gang
    @Georg liegt vielleicht an Deinem Bekanntenkreis. Tut mir Leid für Dich.
     
    Georg, Flatliner und tib02 gefällt das.
  7. tib02

    tib02

    Beiträge:
    4.695
    Ort:
    Oberfranken / Mittelfranken
    Details E-Antrieb:
    Green Mover 500 Watt und zwei Haibike Allmtn RX/..
    400km Reichweite ist kein Hexenwerk mehr, sogar Kleinwagen haben heute schon einen reele Reichweite von rund 250-300km, die Frage ist braucht es wirklich für die im Schnitt wenigen Fahrten (viel Fahrer sind natürlich was anders) diese Reichweite? Fetter Akku höhere Kosten usw, oder könnte man mal entschleunigen und mit einigen Stops mehr leben, das muss jeder für sich entscheiden.
     
  8. harry-lb

    harry-lb

    Beiträge:
    55
    Ort:
    Ludwigsburg
    Details E-Antrieb:
    Yamaha PW Haibike Trekking SDURO 5.0 2017
    Wirklich unterste Schublade:
    Aber dass du das mit der Arroganz toppen kannst beweist du unmittelbar:
     
    Georg gefällt das.
  9. Reinhard

    Reinhard Team

    Beiträge:
    8.254
    Alben:
    1
    Ort:
    48599 Gronau-Epe
    EOT.
     
    Pete3 und Mikamaxi gefällt das.


Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.