9 Euro oder Nulltarif im ÖPNV für 90 Tage?

Diskutiere 9 Euro oder Nulltarif im ÖPNV für 90 Tage? im Plauderecke Forum im Bereich Community; Es heißt ja auch nicht umsonst, Fußvolk 😒
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Elektroflitzer

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Es heißt ja auch nicht umsonst, Fußvolk 😒
 
jm1374

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Da muss wohl die Regierung mal ran.

Das BMVI macht nichts was nicht von den Lobbyisten der Autoindustrie abgesegnet ist. Alles was den Absatz von Pkw gefährdet, ist zu unterlassen.
Mehr als Lippenbekenntnisse und symbolische Akte darfst du nicht erwarten.
Für eine gut funktionierende Bahn müssten wir mindestens 300€/Einwohner pro Jahr investieren. Die letzten 30 Jahre waren es im Schnitt nicht mal 50€/Einwohner pro Jahr.
Wenn jeder Bundesbürger 1€ pro Tag für den ÖPNV bezahlt, hätten wir das Geld übrigens zusammen.
 
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Delphis1982

Delphis1982

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Das BMVI macht nichts was nicht von den Lobbyisten der Autoindustrie abgesegnet ist. Alles was den Absatz von Pkw gefährdet, ist zu unterlassen.
Mehr als Lippenbekenntnisse und symbolische Akte darfst du nicht erwarten.
Für eine gut funktionierende Bahn müssten wir mindestens 300€/Einwohner pro Jahr investieren. Die letzten 30 Jahre waren es im Schnitt nicht mal 50€/Einwohner pro Jahr.
Wenn jeder Bundesbürger 1€ pro Tag für den ÖPNV bezahlt, hätten wir das Geld übrigens zusammen.
Völlig richtig, aber dann darf sowas auf gar keinen Fall als STEUER realisiert werden, sondern als Abgabe oder Gebühr.
Sonst passiert mit diesen Steuereinnahmen genau das gleiche, wie mit KFZ-, Mineralöl- und anderen Steuern:
Sie landen nicht dort, wo sie gebraucht werden sondern dort, wo sie im Grunde keiner haben will.
Diese Orte kann man sich bequem im Schwarzbuch der Steuerverschwendung anschauen.
Und ohne Transparenz-, Rechtfertigungs- und Sanktionspflichten brauchen wir nicht mal anfangen zu diskutieren.
 
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schmadde

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Diese Orte kann man sich bequem im Schwarzbuch der Steuerverschwendung anschauen.
In diesem dämlichen "Schwarzbuch" steht so einiges sehr sinnvolle als Verschwendung drin, was einfach nicht der politischen Vorstellung der Ersteller entspricht. Umgekehrt würde so einiges an echter Verschwendung dort nie auftauchen, weil es den Leuten vom Bund der Steuervermeider eben gefällt.

Es ist nichts anderes als ein politisches Pamphlet, das dem FDP-Wähler zeigt, dass es noch andere gibt, die lieber gar keinen Sozialstaat hätten.

Den ÖPV mit mindestens 1€/Nase und Tag zu finanzieren unterstütze ich, aber jeder als Abgabe - das funktioniert nicht. Zum einen sind für manche 1€/d viel Geld, andere würden 10€ nicht merken. Und ob das Geld dann bei der Bahn für sowas wie Stuttgart 21 rausgehauen wird oder für was sinnvolles ist dann doch wieder eine politische Entscheidung. Steuergelder für Verkehrsinfrastruktur gibts genug, sie werden halt gerne für ein paar Meter A100 ausgegeben als für Elektrifizierung von Bahnstrecke o.ä.

Hier was sinnvolles zu machen ist eine Frage von politischen Mehrheiten, ohne Druck aus der Basis/dem Volk wird da noch lange nix passieren.
 
Delphis1982

Delphis1982

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Dass das ganze Vorhaben ohne Druck von ganz unten nicht funktioniert, habe ich oft genug geschrieben.
Die Sache, dass sowas lieber als Abgabe statt als Steuer realisiert wird, hat den Grund,
dass als Abgabe zwar immer noch die Gefahr besteht, dass es bahnintern für sinnfreies verschwendet wird,
aber dafür ist es nicht mehr möglich, dass sich völlig fremde Ressorts nach Belieben bedienen können, da eben zweckgebunden.
Auf diese Weise muss eben nur die BAHN kontrolliert werden, statt 100 Behörden, die Geld wollen.
Dass im Schwarzbuch Dinge stehen, die sinnvoll sind, habe ich nicht in Abrede gestellt,
aber als Anfang taugt es allemal, soll sich eben jeder selber ein Bild machen.
Ich würde fast wetten, dass 4 von 5 Usern in diesem Forum eine ähnliche Vorstellung dessen haben, was Verschwendung ist und was eher nicht.

Dennoch bin ich aber der Meinung, dass 1€/d nicht viel ist.
Geringverdiener und Transferleistungsempfänger bekämen das sowieso bezahlt, da es ein Fixpreis ist, mit dem die Jobcenter unmissverständlich rechnen müssen.
Schönrechnerei ist damit nicht mehr möglich, denn der Preis ist überall gleich.

Wenn es nach dieser Argumentation ginge, dann ist KEINE fixe Abgabe gerecht.
Sämtliche Abgaben, Gebühren und Steuern müssten im Grunde genommen prozentual zum Einkommen liegen (Brutto, aber verrechenbar).
Selbst der Einkauf müsste konsequenterweise stets mit einem Prozentsatz des jeweiligen Monatseinkommens berechnet werden.
Erst dann ließe sich wohl tatsächlich sagen, jeder bezahlt nach Leistungsfähigkeit.
An der Kasse hieße es dann "macht dann 0,63%. Brauchen sie einen Beleg?".

Man kann ja derzeit schimpfen, bis der Arzt kommt, aber eines hat das 9 Euro Ticket unmissverständlich gezeigt:
Die Leute WOLLEN die Bahn nehmen, und wenn es nur zur Freizeitgestaltung ist. Selbst das ist nämlich eine ganze Menge.
Zumindest gefühlt komme ich nach Feierabend seit diesem Monat recht gut auf dem LiRa Damm vorwärts.
Mag mich ja vielleicht irren, aber ich fahre derzeit öfter auf der Fahrbahn, als auf dem Radweg, war sonst umgekehrt.
Irgendwie ist der Verkehr etwas flüssiger geworden, sonst stehen sich die Autos viel länger die Räder in den Kasten.
 
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0lli

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...

Dennoch bin ich aber der Meinung, dass 1€/d nicht viel ist.
Geringverdiener und Transferleistungsempfänger bekämen das sowieso bezahlt, da es ein Fixpreis ist, mit dem die Jobcenter unmissverständlich rechnen müssen.
Schönrechnerei ist damit nicht mehr möglich, denn der Preis ist überall gleich.

...
1€/Tag hört sich nicht viel an, 30€/Monat schon eher. Für manche ist das viel Geld (die nicht als Geringverdiener gelten... was auch immer für eine Betragsgrenze sein soll, oder keine Leistungen beziehen und ggf. befreit wären o.ä.).
 
RobM

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Zitat:

Weniger Stau durch Neun-Euro-Ticket

Günstigere Fahrkarten sollen den Umstieg vom Auto auf Bus und Bahn erleichtern. Neue Verkehrsdaten zeigen: Es klappt offenbar. In zwei Städten ging der Stau besonders deutlich zurück.
Das Neun-Euro-Ticket bringt offenbar Entlastung auf den Straßen im Berufsverkehr. Eine Analyse des Verkehrsdatenspezialisten Tomtom für die Deutsche Presse-Agentur zeigt für 23 von 26 untersuchten Städten einen Rückgang des Stauniveaus im Vergleich zur Zeit vor der Einführung. Die Daten "lassen vermuten, dass dieser Rückgang in Zusammenhang mit der Einführung des Neun-Euro-Tickets steht", sagte Tomtom-Verkehrsexperte Ralf-Peter Schäfer. "Pendler haben bei der Fahrt mit dem Auto in die Arbeit und nach Hause in fast allen untersuchten Städten im Juni weniger Zeit verloren als noch im Mai."

Konkret haben die Experten die Stauniveaus im Berufsverkehr an Werktagen in den Kalenderwochen 20 und 25 verglichen. Die Zeiträume wurden so gewählt, um Auswirkungen von Ferien und Feiertagen zu umgehen. Das Ergebnis ist deutlich: "In den ersten Tagen nach Einführung des Neun-Euro-Tickets haben die Daten von Tomtom noch kaum Auswirkungen der Maßnahme auf den Autoverkehr gezeigt. Mittlerweile lässt sich jedoch in fast allen untersuchten Städten in Deutschland ein positiver Effekt auf den Verkehrsfluss feststellen", sagte Schäfer.
.........


Zitat Ende

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xerox99

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@RobM

Ich merke das an den Parkplätzen hier bei uns im Wohngebiet.
An normalen Arbeitstagen sind ~30% der Autos weg aber in diesem Monat sind es vieleicht 10% bis 15%

Meine Schwägerin hat das gepostet... Die arme musste Laufen :ROFLMAO:
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RobM

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Zitat:

Im ersten Monat nach Einführung des bundesweiten 9-Euro-Tickets hat sich das Reiseaufkommen auf der Schiene deutlich erhöht. Dies geht aus einer Sonderauswertung von Mobilfunkdaten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hervor. Im Juni lagen die bundesweiten Fahrten im Schienenverkehr im Schnitt 42 Prozent höher als im Juni des Vor-Corona-Jahrs 2019. Im Mai waren sie nur um drei Prozent höher als im Mai 2019 gewesen. Die Daten umfassen hierbei Bahnreisen zwischen 30 und 300 Kilometern zurückgelegter Distanz.

Schon in der ersten Juniwoche stiegen die Menschen besonders häufig in den Zug: Das Reiseaufkommen war in diesem Zeitraum im Schnitt um 56 Prozent höher als im selben Zeitraum 2019. Im Verlauf des Monats Juni ging der Abstand zum Vorkrisenniveau wieder etwas zurück - möglicherweise bedingt durch die Überlastung von Zügen auf bestimmten Strecken und die entsprechende Berichterstattung darüber.

Werden die Distanzen weiter unterteilt, so lagen die Zugreisen auf kurzen Strecken (30 bis 100 Kilometer) in der letzten Maiwoche ungefähr auf dem Vorkrisenniveau, in der ersten Juniwoche jedoch bereits 58 Prozent darüber. Bei mittleren Distanzen (100 bis 300 Kilometer) war ein entsprechender Anstieg von 18 auf 64 Prozent zu beobachten.

Einen besonderen Anstieg der Zugreisen konnten die Statistiker am Wochenende beobachten. Die Bewegungen im Schienenverkehr auf Strecken über 30 Kilometern lagen im April und Mai montags bis freitags noch knapp unter dem Vorkrisenniveau, ab Juni dann im Schnitt 36 Prozent darüber. An den Wochenenden lagen die Zugreisen an einem durchschnittlichen Samstag im Mai um 18 Prozent höher, im Juni stieg dieser Wert dann sprunghaft auf 83 Prozent. An Sonntagen stand im Juni ein Plus von 61 Prozent.

Die Aktivitäten im Straßenverkehr lagen laut Destatis im bisherigen Jahresverlauf meist leicht über dem Vorkrisenniveau von 2019. Seit Einführung des 9-Euro-Tickets war demnach "ein moderater Rückgang" zu verzeichnen.


Zitat Ende
 
RobM

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Zitat nur in Ausschnitten:

Studie der TU München: Was hat das 9-Euro-Ticket gebracht?

Leichter Rückgang im Straßenverkehr

"Wir konzentrieren uns sehr auf München, das ist Bestandteil unseres Studiendesigns, dass wir Leute anschauen möchten, die Wahloptionen haben, wo man tatsächlich im täglichen Rhythmus sein Mobilitätsverhalten ändern kann und wir sehen einen leichten Rückgang im Straßenverkehr."

Der liege bei etwa drei Prozent im Vergleich zu 2019 und sei wohl nicht alleine dem 9-Euro-Ticket geschuldet, gibt Bogenberger zu. Ferien, Feiertage und Corona-Nachholeffekte spielen sicher auch eine Rolle. Dennoch: Vor allem Autobesitzer haben laut Studie in den Pfingstfe
rien die 9-Euro-Option genutzt, besonders für Kurztrips mit der Bahn. 35 Prozent der Befragten wählen nun öfter öffentliche Verkehrsmittel.
22 Prozent sind neu auf die öffentlichen Verkehrsmittel umgestiegen, ein Viertel davon fährt nun mindestens drei Tage die Woche mit Bus, Bahn oder Tram.
2.300 Teilnehmende hat Francke vor und während der 9-Euro-Ticket-Phase befragt, jetzt sollen Daten erhoben werden für die Zeit nach 9-Euro. Besonders geht es dabei um größer gedachte Mobilitätskonzepte: "Wir sehen, dass Menschen die Strecke zum ÖPNV auch mit dem Fahrrad oder Pedelec oder E-Scooter zurücklegen könnten und dass diese Wegeketten sehr wichtig sind."


Zitat Ende
 
Ilsurion

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Von einer Bürgerabgabe für öffentliche Verkehrsmittel halte ich im Moment gar nichts. Wird eh wieder nur in Prestigeprojekte in Ballungsräumen gesteckt ... siehe München, Berlin, Stuttgart etc. Wenn dann muss man Ballungsräume und Land gesondert betrachten. Auf dem Land wird es weiter Autos und ähnliche Lösungen zur Mobilität brauchen. In Ballungsräumen geht natürlich viel mehr per öffentl. Verkehr.

Auf dem Land fährt deswegen kein weiterer Bus oder es legt dir jemand ein Schienennetz (auch nachvollziebar). Und wenn mal eine Bahnstrecke gebaut werden soll, dann passiert das was man seit Jahren im Inntal zwischen Tirol und Bayern sieht. Keiner will eine Bahnstrecke durch seinen Landkreis haben. Es wird geplant, demonstriert, geklagt, verschoben ... und nichts gebaut. Gleichzeitig sind die Straßen durch Schwerlastverkehr immer voller. Und Tirol macht dann alle paar Wochen wieder mal per Blockabfertigung und sendet den Stau zurück nach Bayern.

Gleiches Prinzip übrigens bei Straßen. Eine unserer Bundesstraßen soll seit 15 Jahren saniert werden, aber es finden sich immer wieder Klage-/Verschiebungsgründe (seltener geschützter Lehmboden, Vogelbrut, Hochmoor etc.). Sprich nichts passiert und damit entsteht natürlich auch kein Radweg (bislang nicht vorhanden, aber geplant).

Deutschland halt. Stillstand mit Prinzip und Bürokratie. Gefühlt scheint es da paar Meter weiter in Tirol zügiger voran zu gehen. Es wird gebaut und nicht geschaut.
 
T

thomassiino

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Ich habe dieses Wochenende meinen persönlichen 9-Eur-Ticket-Test gemacht. Leider mit vernichtendem Ergebnis, Versuch zweimal abgebrochen. Katastrophale Verhältnisse. Kurze Erläuterung: Bin Freitag von Stuttgart nach Berlin gefahren und heute wieder zurück. Freitag Abend ist der RE zwischen Erfurt und Magdeburg in Sangerhausen einfach geendet, weil wohl der neue Fahrer kurzfristig krank wurde, habe mich dann nach Halle durchgeschlagen und bin von dort mit dem ICE weitergefahren, um nicht 2 Stunden verspätung zu bekommen, sondern nur 0:30h. Kostenpunkt 56€. Heute mittag zurück, Indische Eisenbahnverhältnisse in Leipzig. Der Zug war nicht nur voll, sondern platzte aus allen Nähten, kein reinkommen. Also wieder ICE-Ticket, Kostenpunkt 150€. Ich bin wirklich pro Bahn eingestellt, aber das 9-EUR-Ticket macht den Bahnverkehr auf halbwegs längeren Strecken praktisch unbenutzbar. Vor allen die vielen Verspätungen machen jeden Umstieg zum Glücksspiel weil man nie weiss ob man den Anschluss noch bekommt. Ich hoffe ab September wird die Bahn wieder benutzbar.
 
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Neffets

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Pfff, eine Bürgerabgabe wäre für mich der reinste Hohn. Wohne hier in Baden Württemberg an der Grenze des Rhein Neckar Kreises zum Neckar Odenwald Kreis. Da fährt kein Bus ins nächste Kaff über die Kreisgrenze. Außer Schulbussen und abends mal ein Ruftaxi fährt bei uns genau garnichts.
Wer hier kein Auto hat, bzw als Familie mindestens zwei Autos ist aufgeschmissen.

Das juckt auch keinen. So kann man auch dafür sorge tragen, dass ländlicher Raum abgehängt wird.

Es geht schon so weit, dass die Gemeinde ein Bürgertaxi (VW Caddy) eingerichtet hat, um älteren Menschen das Einkaufen im nächsten Ort oder Fahrten zum Arzt zu ermöglichen.
Und dann reden diese Cretins in Berlin vom Erfolg des 9 Euro Tickets… Das kann man doch nicht ernst nehmen…
 
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Und ob das Geld dann bei der Bahn für sowas wie Stuttgart 21 rausgehauen wird
Soweit ich weiß, bezahlt die Bahn nicht den Neubau von Bahnhöfen. Sondern die Öffentliche Hand in Form von Stadt, Bund und Land.

Die Bahn muss nur die Instandhaltung der Bahnhöfe zahlen.

Genau deswegen sind viele Bahnhöfe auch vergammelt: Die Bahn steckt wenig Geld in die Instandhaltung und wenn der Bahnhof dann endgültig hinüber ist, zahlts die Öffentlichkeit.

Als Vergleich:
Wenn man bei einem Auto-Totalschaden grundsätzlich ein kostenloses Neufahzeug bekommt, würde kaum noch jemand sein Auto pflegen.
 
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E-Strampler

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Meine Meinung zum 9€-Ticket: Wie soll das jemals den Finanzbedarf für den öffentlichen Verkehr decken. Nehme mal mein Monatsabo für den örtlichen! ÖPNV, 46€. Und das muß noch von der Stadt bezuschußt werden. Jetzt sollen bspw 365€ pro Jahr für das gesamte Bundesgebiet das Problem lösen? Für mich blanke Augenwischerei. Durch die nun höhere Auslastung des rollenden Materials entstehen automatisch höhere Kosten. Für mich ist das 9€- und auch das vlt angedachte 365€-Ticket ökonomisch nicht nachvollziehbar.
Wenn man mehr Personen transportieren will, braucht man bei gleichem Klmfort entsörechend mehr rollendes Material. Kurzfristig überhaupt nicht realisierbar. Von Bestellung bis möglichem Einsatz vergehen nicht nur Monate. Das ist nur ein Faktor von vielen, die eine schnelle Realisierung der Idee bremsen.
Und das Problem der "ländlichen" Regionen ist damit in keiner Weise einbezogen.
Ich bin ein ewiger Pessimist 😒
Habe, toi, toi, toi, bei meinen zwei Nutzungen des 9€-Tickets wochentags mit Rad im Regionalverkehr sehr leere Züge vorgefunden. Einstieg war aber jeweils am Start der Zugvebindung. Lediglich auf der Heimfahrt füllte sich der Zug mehr je näher an Zielbahnhof (Dresden)
 
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e-spaß-biker

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Ich bin die Woche wieder mit unserer kleinen Regionalbahn gefahren, 2 Wagon weil mehr nicht sein dürfen (laut Haupteigentümer DB und wegen des Alters und teils zu kurzen Bahnsteig in den kleinen Dörfern).

Da ich über pünktlich war um mit dem Rad eine Chance zu haben auf einen der 12 Stellplätze, kam ich mit der Schaffnerin ins Gespräch. Was mir die erzählte klang alles andere als toll....
Dauerpendler die berufsmäßig jeden Tag um 4Uhr den ersten Zug nehmen und nach ihrer Schicht wieder in die Heimat fahren möchten, bekommen teilweise keinen Platz mehr und müssen auf einen Zug ausweichen der 1 Std. später fährt oder noch einen späteren. Diese sind teilweise 12-14 Stunden unterwegs!
Das Problem ihre Haltestelle ist eine Station nach dem Hauptbahnhof hier, soll heißen wenn die kleine Bahn dort wegfährt, tummeln sich die Leute dort und 3km weiter ist es dann Ende mit Einsteigen beide Wagon übervoll!!!

Dies ging nun soweit das sich die Berufspendler zusammen taten der Bahn den Rücken kehrten und seit Wochen mit dem Auto fahren. Trauriges Fazit des so "tollen" 9-Euro Ticket, Leute die es benötigen werden verkrault weil andere die Züge durch den Spottpreis vollstopfen!

So sieht es hier am Lande aus, daher bin ich froh wenn das Billigticket endlich Geschichte ist und wieder "normale" Preise herrschen bzw. ein anderes teures Ticket vielleicht kommt wo die "Schnäppchengelegenheitsfahrer" nicht mehr einsteigen!

Meine Meinung lautet deshalb: Gut gemeint das Billigticket aber komplett verplant wie so einiges von der Deutschen Oberheit!
 
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