9 Euro oder Nulltarif im ÖPNV für 90 Tage?

Diskutiere 9 Euro oder Nulltarif im ÖPNV für 90 Tage? im Plauderecke Forum im Bereich Community; Quelle: Frankfurter Allgemeine Zitat: 90 Tage lang für 9 Euro im Monat öffentliche Busse und Bahnen nutzen, also für insgesamt 27 Euro - der...
RobM

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Quelle: Frankfurter Allgemeine

Zitat:

90 Tage lang für 9 Euro im Monat öffentliche Busse und Bahnen nutzen, also für insgesamt 27 Euro - der überraschende Vorstoß der Regierungskoalition dürfte sich vor allem für Fahrgäste toll anhören. Doch bei den Ländern, Verkehrsverbünden und -unternehmen sorgte die Idee zunächst für Irritationen: Wie soll das bundesweit einheitliche Angebot auf die Schnelle in dem komplexen ÖPNV-Geflecht aus Tarifregelungen, Verbundgrenzen, finanziellen und regionalen Zuständigkeiten umgesetzt werden? Und wer soll das bezahlen?

Zitat Ende


Quelle: tagesschau.de

Zitat:

Die Länder fürchten einen hohen Verwaltungsaufwand bei den vom Bund geplanten 9-Euro-Monatsticket für den öffentlichen Nahverkehr. Die Verkehrsminister schlagen stattdessen ein Nulltarif-Ticket vor.
Die Verkehrsminister der Bundesländer sehen beim 9-Euro-Nahverkehrsticket zur Entlastung der Bürger von den steigenden Mobilitätskosten noch erhebliche Umsetzungsprobleme. Die Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz, die Bremer Bürgermeisterin und Umweltsenatorin Maike Schaefer von den Grünen, sagte nach einer Videokonferenz der Verkehrsminister, man wolle das Ticket gern schnell einführen, am liebsten bereits zum 1. Mai. Die Verkehrsministerkonferenz empfehle aber mehrheitlich, statt eines 9-Euro-Tickets ein Ticket für drei Monate zum Nulltarif anzubieten, um den Verwaltungsaufwand zu minimieren.
Schaefer sagte weiter, die Länder wollten ein bundeseinheitliches Angebot machen. Details würden nun in einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe beraten. Sie forderte, die Kosten für das Billig-Ticket müssten vollständig vom Bund übernommen werden und dürften nicht die Länder oder die Verkehrsunternehmen belasten.
Die Ampel-Koalition hatte gestern wegen der hohen Energiepreise ein Entlastungspaket vereinbart, das unter anderem eine befristete Einführung von Fahrscheinen für neun Euro pro Monat im ÖPNV vorsieht. Der Bund will für das "9 für 90"-Ticket die Regionalisierungsmittel, mit denen er die Länder beim ÖPNV-Angebot unterstützt, erhöhen.


Zitat Ende

Wenn das 9 Euro für 90 oder sogar 0 Euro für 90 kommt, werdet Ihr dann den ÖPNV (nur Eurer lokaler Verkehrsverbund ist gemeint) mehr nutzen?
Fahrt Ihr dann weniger mit Eurem Pedelec/S-Pedelec/ Auto/ Motorrad usw.?
Würde das die ÖPNV Fahrer hier finanziell sehr entlasten, oder sind hier Forumsmitglieder weniger mit den Öffis unterwegs?
Plant Ihr dann für die 3 Monate mehr die Öffis zu nutzen, evt sogar mehr Touren und die Pedelecs mit dabei (dort wo es erlaubt ist)?
 
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Scheeter

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Wir benutzen den ÖPNV genau so viel oder wenig wie bisher. Die nächste, vernünftig gelegene Haltestelle ist 1,1 km weit weg. Das macht keinen Sinn.
Deshalb werden die Großeinkäufe weiterhin mit dem PKW erledigt und alles mögliche andere mit dem Pedelec.
 
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rgrewe

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Ich bin im öffentlichen Dienst angestellt und habe seit 3 Jahren ein gratis Ticket. Benutze ich äußerst selten, da ich sogar mit dem Fahrrad ohne Hilfsantrieb schneller als der ÖPNV die 30 km zur Arbeit zurück lege.
 
Fraenker

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Eigentlich ist es vollkommen sinnfrei, die 9€ eintreiben zu wollen.
Wahrscheinlich will man damit den Andrang etwas ausbremsen. Also werden ältere Menschen mit wenig I-Net Ambitionen sich wohl dieses Onlineticket nicht besorgen.
 
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MSK

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Unser ÖPNV-Abo kostet schon knapp 100€ im Monat und dazu noch 3 Scoolabos für die Kids mit je knapp 40€.
Wo sollen wir da entlastet werden? Die Abos für 4 Monate kündigen und dann? Welch Verwaltungs- und Kostenaufwand!

Hier in S macht das Rad mitnehmen keinen Spaß. In den U-Bahnen zu Stoßzeiten verboten und in der S-Bahn sollten die mal ein Extraabteil für die Radler anhängen, da jetzt alle wieder (zum Glück) raus drücken wie die Fliegen.

Stuttgart 21 kostet nun mind. 10Mrd. anstatt der geplanten 2,6Mrd.
2,5Mrd soll die geplante 9€ Aktion den Bund kosten + Kosten der Länder usw.

Ich sehe nicht so recht wie da wirklich ein Umdenken mit erreicht werden soll?

Konkret muss jeder selbst was tun. Wir haben schon vor 3 Jahren unseren Van verkauft und nutzen seitdem die Öffentlichen oder Carsharing. Klappt alles gut hier in der Großstadt. Dazu fahre ich seit knapp 2 Jahren täglich mind. 10Km mit dem Pedelec.

Raus aus der Wohlfühlzone heißt das konkret. Was meint ihr, wie mir die Blechlawinen Stuttgarts auf den Zeiger gehen, wenn ich dazwischen mit dem Rad fahre. Aber ich sage mir immer: Nein, so möchte ich nicht mehr leben auf Kosten aller.
Die Zeiten der PKWs sind vorbei, alles zubetoniert und gefährlich dazu.

Aber das muss wie immer jeder selbst entscheiden!
 
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horst1

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Ich fahre ja hier in Berlin nur noch Pedelec und die BVG benutze ich nur, wenn ich mit dem Pedelec raus aufs Land will. Dann fahre ich mit der S-Bahn bis zur Endstation.
Das Angebot mit den 9€ für 3 Monate würde mir auch gefallen.
Einmal raus und reingefahren kosten ja schon 7,60€ plus 5,60€ für das Fahrrad 24Std gültig für das Fahrrad.
Wenn das jetzt im Sommer kommt werde ich das öfter nutzen. Da spart man ja doch einiges. Schön wäre ja wenn das Fahrrad in den 9€ dabei wäre.
 
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Dennyxo

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Der mit dem Auto fährt wird belohnt, Benzin 30 cent günstiger.
Der LKW Fahrer der unser Essen liefer hat Pech, Diesel teurer als Benzin nur 14 Cent günstiger.

Einige werden mit dem öpnv belohnt auf Kosten die keiner tragen will.

Der gesunde Mensch, der sich denkt seine 2 Beine zu nehmen und das Auto stehen zu lassen oder in die pedale zu treten, auf escooter umzusteigen hat ebenso Pech.

Also ich sehe da kein umdenken. Das was wohl die beste Alternative wäre zu Fuß / fahrrad. Will man nicht haben.
Stattdessen wird der suv Fahrer am meisten belohnt.
Naja, mir soll es wurscht sein. Muss jeder selber wissen. Witzig ist das ganze schon.
 
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90 Tage lang für 9 Euro im Monat öffentliche Busse und Bahnen nutzen, also für insgesamt 27 Euro - der überraschende Vorstoß der Regierungskoalition dürfte sich vor allem für Fahrgäste toll anhören. Doch bei den Ländern, Verkehrsverbünden und -unternehmen sorgte die Idee zunächst für Irritationen: Wie soll das bundesweit einheitliche Angebot auf die Schnelle in dem komplexen ÖPNV-Geflecht aus Tarifregelungen, Verbundgrenzen, finanziellen und regionalen Zuständigkeiten umgesetzt werden? Und wer soll das bezahlen?

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Quelle: tagesschau.de

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Die Länder fürchten einen hohen Verwaltungsaufwand bei den vom Bund geplanten 9-Euro-Monatsticket für den öffentlichen Nahverkehr. Die Verkehrsminister schlagen stattdessen ein Nulltarif-Ticket vor.
Die Verkehrsminister der Bundesländer sehen beim 9-Euro-Nahverkehrsticket zur Entlastung der Bürger von den steigenden Mobilitätskosten noch erhebliche Umsetzungsprobleme. Die Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz, die Bremer Bürgermeisterin und Umweltsenatorin Maike Schaefer von den Grünen, sagte nach einer Videokonferenz der Verkehrsminister, man wolle das Ticket gern schnell einführen, am liebsten bereits zum 1. Mai. Die Verkehrsministerkonferenz empfehle aber mehrheitlich, statt eines 9-Euro-Tickets ein Ticket für drei Monate zum Nulltarif anzubieten, um den Verwaltungsaufwand zu minimieren.
Schaefer sagte weiter, die Länder wollten ein bundeseinheitliches Angebot machen. Details würden nun in einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe beraten. Sie forderte, die Kosten für das Billig-Ticket müssten vollständig vom Bund übernommen werden und dürften nicht die Länder oder die Verkehrsunternehmen belasten.
Die Ampel-Koalition hatte gestern wegen der hohen Energiepreise ein Entlastungspaket vereinbart, das unter anderem eine befristete Einführung von Fahrscheinen für neun Euro pro Monat im ÖPNV vorsieht. Der Bund will für das "9 für 90"-Ticket die Regionalisierungsmittel, mit denen er die Länder beim ÖPNV-Angebot unterstützt, erhöhen.


Zitat Ende

Wenn das 9 Euro für 90 oder sogar 0 Euro für 90 kommt, werdet Ihr dann den ÖPNV (nur Eurer lokaler Verkehrsverbund ist gemeint) mehr nutzen?
Fahrt Ihr dann weniger mit Eurem Pedelec/S-Pedelec/ Auto/ Motorrad usw.?
Würde das die ÖPNV Fahrer hier finanziell sehr entlasten, oder sind hier Forumsmitglieder weniger mit den Öffis unterwegs?
Plant Ihr dann für die 3 Monate mehr die Öffis zu nutzen, evt sogar mehr Touren und die Pedelecs mit dabei (dort wo es erlaubt ist)?
Ich fahre keinen ÖPNV weil die Verbindungen bescheiden sind, das Geld spielt für mich keine Rolle.
 
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Der mit dem Auto fährt wird belohnt, Benzin 30 cent günstiger.
Der LKW Fahrer der unser Essen liefer hat Pech, Diesel teurer als Benzin nur 14 Cent günstiger.

Einige werden mit dem öpnv belohnt auf Kosten die keiner tragen will.

Der gesunde Mensch, der sich denkt seine 2 Beine zu nehmen und das Auto stehen zu lassen oder in die pedale zu treten, auf escooter umzusteigen hat ebenso Pech.

Also ich sehe da kein umdenken. Das was wohl die beste Alternative wäre zu Fuß / fahrrad. Will man nicht haben.
Stattdessen wird der suv Fahrer am meisten belohnt.
Naja, mir soll es wurscht sein. Muss jeder selber wissen. Witzig ist das ganze schon.
Ich fahre eAuto, ich habe schon umgedacgt, vielleicht weniger Pauschalurteile in die Welt setzen.
 
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Wenn ich mir den Verkehr in Berlin so anschaue, kann der Sprit nicht so teuer sein.
Weniger ist er nicht geworden. Ich habe eigentlich gedacht, das wird dann so wie am Anfang bei Corona, da hatten wir Radfahrer die Straßen fast für uns alleine.:)
So gesehen ist das doch eigentlich der falsche Weg, und der Spritpreis muss noch weiter rauf.
Wobei ich denke das die 30 und 14 Cent von den Ölkonzernen wieder darauf geschlagen werden.
Wie das halt so ist, bei einem Krieg, es gibt viele Verlierer und ein paar wenige Gewinner, die das für sich ausnutzen.;)
 
BH2210

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Da ich mit der Bahn zur Arbeit gehe habe ich ein Jahresabo...ich bekomme immer halbjährlich meine Fahrkarten zugeschickt.

Und wenn das die Leute wirklich in Anspruch nehmen werden die Züge die eh schon proppevoll sind noch voller.
 
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horst1

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ÖPNV hier auf dem Land kann man vergessen. Die schnellste Verbindung in die 9 Km entfernte Verbandsgemeinde braucht fast 2 Stunden, man muß umsteigen und legt gut 40 Km Strecke zurück. Mit dem Fahrrad lasse ich mich einfach den Berg runterrollen, die Straße geht direkt dorthin. Ok, zurück geht es dann halt bergauf...
 
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horst1

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Auf dem Land hat mal leider sehr viele Strecken stillgelegt. Nur von Haustür zur Haustür geht auch nicht. Das sollte jedem klar sein.
 
BH2210

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Tja Horst, ich lebe weder in Indien noch in Japan.


Und das hat mit Komfortzone wenig zu tun. Mal ein anderes Bsp. Wenn ich von der Nachtschicht nach Hause fahre muss ich für mein Rad eine Karte kaufen ( bei uns in BW zwischen 6 u. 9 Uhr ) Kommt jemand mit einem Faltrad, der muss nicht zahlen weil das Rad als Gepäckstück zählt....aber die Gepäckstücke nehmen den zahlenden Kunden die Plätze weg.
 
RheaM

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Wie soll das in Tarifverbünden funktionieren ? Brauche ich dann für jede Zone ein Ticket ? wären dann bei mir 4 Zonen. Ich glaube auch das der Verwaltungsaufwand höher ist als die 9 Euro
 
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radlwadl

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homeoffice entlastet den ueberlasteten Stadtverkehr und opnv. Muenchen im Berufsverkehr muss man erstmal selber erlebt haben. das is glaub ich tausendmal krasser als in den meisten anderen Staedten.
600tausend Pendler taeglich hab ich mal gelesen in muenchen, also vor corona.
 
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RheaM

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Das ganze Entlastungspaket ist ein Witz, erst zieht man den Leuten immer mehr Geld über zusätzliche Steuern aus der Tasche, dann gibt man Brosamen zurück die z.T. wieder versteuert werden müssen. Von den 300€ wird bei mir kaum was übrig bleiben weil die kalte Progression voll zuschlägt
 
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