48V Bionx Akku mit kaputtem BMS für tsdz2 48V 500W umbauen Bitte um Hilfe!

Dieses Thema im Forum "Akkus, Batteriemanagement (BMS), Ladegeräte" wurde erstellt von stadthund, 11.02.19.

  1. stadthund

    stadthund

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    Hallo! Ich bin neu hier,hab aber schon lange mitgelesen. Seit 2012 fahre ich ein Nihola Lastenrad mit 48V Bionx Motor. Nach langer Reperaturgeschichte (die hier nix zur Sache tut) möchte ich einen Systemwechsel auf den TSDZ22 vornehmen. Ursprünglich wollte ich meine drei Bionx Akkus, deren BMS sämtlich kaputt sind, verkaufen und mir den TSDZ2 36v 350 W mit einem enerpower Softpackakku zulegen. Nachdem ich mich durch fast den ganzen endlosen TSDZ2 Thread gelesen habe, kam mir folgende Idee: Warum nicht einen 48V 500W TSDZ2 kaufen, die vorhandenen Akkus mit einem geigneten BMS und neuen Ladebuchsen sowie Motorsteckern (XT90s?) versehen, geeignetes Ladegerät besorgen und für wenig Geld drei funktionierende Akkus incl Gehäus und Halterung haben? Drei funktionterende Akkus! Ein unerschwinglicher Traum für deine Bionx Besitzer! Nun bin ich im Radlschrauben ganz gut, im Bionx Akku aufmachen auch, aber was Akkutechnologie angeht eine Niete! Ist mein Traum auch ohne grosse Lötorgien zu verwirklichen? Die Bionx 48V Blöcke sind ja wohl 13s4p ,wenn ich das richtig verstehe und das 20polige Kabel hat noch 4 temperatur sensoren dran? Gibts vielleicht ein BMS das man da einfach anstecken kann (träum!) Ich wäre für jegliche Hilfestellung mehr als dankbar!
     
  2. Ewi2435

    Ewi2435

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    Details E-Antrieb:
    TDCM 48V 20A Bh Bikes Nitro 45km/h S-Pedelec
    Du wirst schon den Akku öffnen und neue Balancerleitungen anlöten müssen. ist aber kein Akt nur muss man penibel Arbeiten damit nachher alles passt.

    Ansonsten sind die Zellen vermutlich älteren Baujahres daher wahrscheinlich nur wenig Kapazität.
     
  3. temp

    temp

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    Wenn du Lust am Basteln hast würde ich dir zu einem BMS raten dass dir auch etwas über das System verrät:
    https://www.greenbikekit.com/e-bike...e-lithium-bms-with-software-modification.html

    Gerade bei älteren Zellen sollte man schon wissen wie sich die Dinger verhalten. Die möglichen Balancerströme bei den meisten BMS Platinen sind nicht besonders hoch und haben damit auch Mühe auseinander gelaufene Blöcke wieder auf die Reihe zu kriegen.

    Den Akkupack selbst der Bionx Akkus musst du nicht aufmachen. Die Balancerleitungen sind ja raus geführt. Worauf du aber achten solltest sind die von Hand in die Leitungen gelöteten Polymersicherungen. Ich hatte gerade wieder einen Akku hier bei dem 4 davon defekt waren. Diese Sicherung verhalten sich auch etwas eigenartig. Im Normalzustand hatten die schon 8Ohm Widerstand, auch die die noch in Ordnung waren. Das deutet auf einen ziemlich kleinen Bemessungsstrom hin. Das Bionx BMS kann aber auch nicht viel. Wenn die dann auf Grund eines einzigen! Kurzschlusses mal ausgelöst haben, verschiebt sich die Kennlinie noch weiter. Ich konnte jedenfalls schon mal folgendes Scenarium beobachten: Der Balancer schaltet sich ein und versucht eine Zelle zu balancieren. Das wiederum war der Sicherung zu viel und sie wird hochohmig. Jetzt verschiebt sich auch die Messung der Nachbarzellspannungen. Da steuert das BMS wieder dagegen u.s.w. Es stellte sich eine regelrechte Schwingung ein. Deshalb würde ich dir raten alle Polymersicherungen zu ersetzen und Typen zu wählen die zum Balancerstrom deines neuen BMS passen. So was in der Art:
    https://www.reichelt.de/rueckstelle...-60v-3-0s-pfra-030-p35205.html?&trstct=pos_10
     
  4. stadthund

    stadthund

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    Wow, vielen herzlichen Dank für die superschnellen Antworten!
    Also grundsätzlich wäre meine Idee umsetzbar? Sehr schön! Dass es nicht ganz so einfach wird, hatte ich schon geahnt! Jetzt zum Zustand der einzelnen Blöcke:
    Akku1 8,8 Ah Spannung am Akkuausgang 47,1V
    Akku2 8,8Ah " 44,7V
    Akku3 zellerneuert mit LG DBMI 1865 (wenn ich das richtig entziffere) auf 14,5 Ah Spannung am Akkuausgang 45,6V
    Das ist wohlgemerkt nicht die Ladeendspannung, da die jeweiligen BMS in unterschiedlichen Ladezuständen verreckt sind, sondern die Spannung nach ca. 1-2 Jaren Lagerung ohne BMS. Besteht da noch Hoffnung für die Zellen? Muss ich sie mit irgendeinem Netzteil hochschleppen um die aktuelle Ladeentspannung zu erfahren oder besorge ich mir BMS und Ladegerät und erfahre dann erst, was die Zellen taugen? Nach allem ,was ich hier gelesen habe ,ist es wohl nicht ganz ungefährlich ältere Zellen ohne BMS zu Laden.

    @temp
    Danke, ich als Elektrodepp bin mit dem aus- und einlöten der Polymersicherungen schon gefordert, da reicht mir glaube ich ein einfaches BMS, das dafür sorgt, dass mir nix in die Luft fliegt. Wäre es denn sinnvoll ersteinmal mit einem BMS alle drei Akkublöcke nacheinander zu laden, um ihre jetzige Ladeendspannung zu erfahren und dann erst alle drei (oder die, die noch taugen) mit den Neuen Polymersicherungen zu versehen?
    Danke nocheinmal dass Ihr euch für mich den Kopf zerbtecht!!
     
  5. temp

    temp

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    Ich denke wenn du damit überfordert bist solltest du dir eine andere Spielwiese suchen. Die BionX-Stecker passen eh nicht in die BMS Platinen die der Chinamann so liefert, also wird es ohne Löten schon mal nichts. Selbst die einfachsten haben einen Einzelzellüberwachung und wenn sie das nicht haben, dann haben sie den Namen "BMS" nicht verdient. Egal was du dir jetzt auch auf dem Markt aussuchst, keines von denen rechnet mit einem nennenswerten Widerstand in Reihe zu den Leitungen an die Einzelzellen. Entweder du bist in der Lage deine Arbeiten auch mit einem Messgerät zu überprüfen oder du handelst grob fahrlässig. Meine klare Empfehlung ist: Vertickere deine Akkus als Ersatzteilspender und besorg dir neue von einer Firma die sich damit auskennt.
     
  6. stadthund

    stadthund

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    Ja, dass bionx wieder einen unüblichen Stecker verwendet hat war zu erwarten. Und wenn ich den eh tauschen muss, kann ich die Sicherungen auch erneuern. Was ich meinte war, ich brauch kein BMS mit Bluetoothverbindung. Die Frage ist nach wie vor,was ist der einfachste Weg um die jetzige Ladeendspannung meiner Akkublöcke rauszufinden. Sinn macht das alles nur dann für mich, wenn ich wenigstens zwei verwenden kann. Ansonsten hol ich mir lieber sowas https://www.ebay.de/itm/Softpack-Ak...3x7-BMS-40A-1800-Watt-ENERPOWER-/263291977737https://www.ebay.de/itm/Softpack-Ak...3x7-BMS-40A-1800-Watt-ENERPOWER-/263291977737
    Beim Lastenrad ist das Gewicht ja nicht so wichtig :)
     
  7. temp

    temp

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    Ohne beim Laden (oder überhaupt) die Zellen einzeln zu messen gibt es keinen Weg.
    Wenn das nicht möglich ist, kauf dir den Enerpower-Pack.
     
  8. Akkufritze

    Akkufritze gewerblich

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    Was willst du denn da heraus finden, die Ladeendspannung ist vom Zellenhersteller im Datenblatt vorgegeben und beträgt in der Regel 4,20 V je Zelle.
    Man kann sie willkürlich noch unten oder oben verändern, mit entsprechenden Nachfolgeeffekten.
    Irgendwas hast du da im falschen Hals.....
     
  9. stadthund

    stadthund

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    @Akkufritze
    Ich dachte, bei gealterten Akkus nimmt die Endspannung bis zu der sie sich laden lassen ab?
    Na gut ich seh schon, entwederBMS und neue Polymersicherungen dran, oder ab in die Bucht. Vielen Dank für eure Mühe!:)
     
  10. Akkufritze

    Akkufritze gewerblich

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    Die Ladeendspannung gibt man vor, der Innenwiderstand erhöht sich mit der Zeit, wodurch sich die Belastbarkeit reduziert und die Kapazität nimmt ab.
    Ich denke, die Polymersicherungen kann man bei einem anderen BMS weglassen, sowas haben eh die wenigsten Akkus.
    Hau da ein einfaches BMS rein, gleiche vorher die Einzelzellen an und dann wirst du halt sehen, was der Akku noch leistet.
     
  11. stadthund

    stadthund

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  12. Akkufritze

    Akkufritze gewerblich

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    ich denke das geht auch günstiger, habe aber noch keine 13s gebraucht
     
    Zuletzt bearbeitet: 11.02.19


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