45km/h-Pedelec-Velomobile, Erfahrungen

Diskutiere 45km/h-Pedelec-Velomobile, Erfahrungen im sonstige Forum im Bereich Fertig-Pedelecs; Hallo zusammen! Mich interessieren vor allem Velomobile mit 45km/h-Zulassung. Soweit ich weiß, gibt es nur diese hier: Alleweder A4 T45, ab...
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Heiko

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Hallo zusammen!
Mich interessieren vor allem Velomobile mit 45km/h-Zulassung.
Soweit ich weiß, gibt es nur diese hier:

Alleweder A4 T45, ab 7014€, 500W, Tretkurbelantrieb
Alleweder A6 T45, ab 8125€, 600W Radnabenantrieb
Aerorider Sport, ab 7600€, 750W Radnabenmotor

Gibt es noch weitere?
Welche Vor- und Nachteile haben die unterschiedlichen Antriebskonzepte? Wie macht sich der Leistungsunterschied bemerkbar?
Wer kann Erfahrungen aus der Praxis beitragen?
Vom Gefühl her würde ich sagen, dass das A6 am weitesten entwickelt ist. Da dürfte schon eine Menge Erfahrung drin stecken.
Welche Geschwindigkeiten erreicht man in der Ebene, wenn man mittritt? Ist dann bei 45km/h schluß? Schaltet der Antrieb direkt bei 45km/h ab, so dass man dann komplett mit Muskelkraft fährt?
Mit welchen Durchschnittsgeschwindigkeiten kann ich bei 50-100 Höhenmetern auf 36km rechnen?
Ich fahre derzeit einen Milan (reines Velomobil) mit einem 32-34er Schnitt auf dem Hinweg (in der Summe leicht bergab) und 28-32er Schnitt auf dem Rückweg (entsprechend leicht bergauf).

Ich bin mit der Pedelec-Thematik nicht wirklich vertraut, habe aber durch Modellflug ausreichend Erfahrung mit Akku- und Ladetechnik. Strom erzeugen wir mit einer Photovoltaikanlage selbst. Somit dürften die Voraussetzungen einigermaßen gut sein :)
Aus Zeit- und konditionellen Gründen kann ich die Strecke derzeit nicht täglich mit dem Milan fahren. Ziel wäre, ein Fahrzeug zu finden, in dass ich mich gerne jeden Tag hineinsetze, um den Weg zur Arbeit und zurück zu fahren.

Gruß und schonmal Danke!
Heiko
 
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AW: 45km/h-Pedelec-Velomobile, Erfahrungen

Zu den Allewedern dürfte Yardonn wohl am meisten sagen können. Ich bin ein A6 mit dem 500W Tretkurbelmotor (Umbau) gefahren. Besitze selber ein Go One Evolution mit 250W Tretkurbelmotor (Umbau).

Das mit dem Schnitt hängt natürlich stark von der Strecke ab. Mit meinem 250W Motörchen fahre ich in der Ebene, Überland 45-65Km/h. Meist knapp über 50Km/h. Ich komme dabei aber nur auf einen Schnitt von etwa 35Km/h, weil nur wenige Streckenabschnitte ohne Ortschaft, Kreisverkehr, Abzweigung, etc. fahrbar sind.

Daher kann ich dir nichts Verlässliches sagen, glaube aber, dass da beim Hinweg nicht viel mehr geht - dein Schnitt ist ja jetzt schon ordentlich! Beim Rückweg wirst du sicherlich einen Unterschied merken.

Radnabenmotoren haben den Vorteil, dass du deine Kette, Ritzel usw. entlastest. Wartungsaufwand geringer.

Aber der Tretkurbelmotor bietet die höhere Effizienz, meist weniger Gewicht und die volle Leistung über den gesamten Schaltungs-Umfang. Der Nabenmotor hat nur an einer Geschwindigkeit seine maximale Leistung. Darunter und darüber wird's weniger. An extremen Steigungen merkt man das leider sehr stark. Wenn man viel Stop&Go fährt, kann der Nabenmotor aber komfortabler sein. Der bringt die Leistung von 0-Endgeschwindigeit ohne Unterbrechung (Schalten).
 
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Heiko

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AW: 45km/h-Pedelec-Velomobile, Erfahrungen

Besitze selber ein Go One Evolution mit 250W Tretkurbelmotor (Umbau).
[...]
Mit meinem 250W Motörchen fahre ich in der Ebene, Überland 45-65Km/h. Meist knapp über 50Km/h.
Käuflich und zugelassen ist das aber nicht, richtig?

Daher kann ich dir nichts Verlässliches sagen, glaube aber, dass da beim Hinweg nicht viel mehr geht - dein Schnitt ist ja jetzt schon ordentlich! Beim Rückweg wirst du sicherlich einen Unterschied merken.
Es wäre schon gut, wenn ich die Strecke täglich fahren könnte. Auf dem Rückweg habe ich zwei kleinere Steigungen (~3%), die ich meist mit ~10km/h hochfahre. Da wechsel ich oft auf den Radweg. Wenn ich die Stücke mit 20-25km/h hochfahren könnte, wäre das toll.

Radnabenmotoren haben den Vorteil, dass du deine Kette, Ritzel usw. entlastest. Wartungsaufwand geringer.

Aber der Tretkurbelmotor bietet die höhere Effizienz, meist weniger Gewicht und die volle Leistung über den gesamten Schaltungs-Umfang. Der Nabenmotor hat nur an einer Geschwindigkeit seine maximale Leistung. Darunter und darüber wird's weniger. An extremen Steigungen merkt man das leider sehr stark. Wenn man viel Stop&Go fährt, kann der Nabenmotor aber komfortabler sein. Der bringt die Leistung von 0-Endgeschwindigeit ohne Unterbrechung (Schalten).
Danke! So habe ich mir das in etwa gedacht.
Wir kann ich mir die Unterstützung bis 45km/h vorstellen?
Nehmen wir mal an, ich kann das VM ohne Motor mit reiner Muskelkraft gerade mal auf 46km/h bringen. Der Motor hilft nun bis 45km/h ordentlich mit. Komme ich jetzt auf 46km/h, schaltet der Motor komplett ab? Das würde für den Körper einen richtigen Leistungssprung bedeuten (von sagen wir 150W+150W Motor auf 300W alleine aus Muskelkraft). Folglich würde man sicher nie über 45km/h fahren, oder?
Oder reduziert sich die Unterstützung, je schneller man fährt?
Anbei mal meine "nervigste" Steigung auf dem Heimweg. Für die meisten sicher lachhaft. Für mich nach ~30km und einem langen Arbeitstag äußerst lästig :D
Im Schnitt fahre ich diese kleine Strecke von 3.57km mit 22.7km/h bei sehr hohem Puls. Es geht mit fast 30km/h noch flott los und reduziert sich dann auf unter 10km/h. Steigung im Mittel 3%. Mit einem 45km/h-Pedelec würde ich hier einen deutlich glatteren Verlauf erwarten.

Die für mich perfekte Lösung, von der ich träume, wäre ein kleiner Tretkurbelantrieb in meinem Milan. Akku so klein, dass er zum Anfahren an Ampeln und für die drei bis vier kleinen Steigungen reicht. Das Systemgewicht wäre sicher sehr niedrig. Gibt es Tretkurbellösungen für 25km/h-Pedelecs? Vielleicht wäre das was zum Ausprobieren?!

Gruß
Heiko
 

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AW: 45km/h-Pedelec-Velomobile, Erfahrungen

Aha, Milan, dachte ich mir doch, das der Name Heiko mir was sagt, bist ja im VM-Forum relativ aktiv.
Nun zu denn Fragen:
Unterstützung bis 45 km/h:
Da dürfte dir das AW6 nicht gefallen. Der Motor ist bei knapp unter 45 km/h technisch am Ende, und liefert keine Leistung mehr. Da würde nur mehr Spannung helfen, aber die Serienmässige Maximalspannung von 58 V ist eigentlich schon das Maximum, was man so einbauen sollte...
Die Beschleunigung ist Bärenstark, aber die Entgeschwindigkeit nicht der Traum einen Milanfahrers....

Da kommt der Vorteil des Trettkurbelantriebes zum Tragen: Das AW4 hat keine technische Beschränkung der Unterstützunggeschwindigkeit. Man hat seine 500 Watt (abhängig von der frei wählbaren Übersetzung...) bei 10 oder aber auch bei 100 km/h. Der Tüv sah beim Alleweder (welches ja kein Hochgeschwindigkeits VM ist...) keine Grund für eine Abregelung, da das Alleweder in der Praxis selten deutlich über 50 fährt. Mit einem starken Fahrer allerdings wird es doch relativ schnell. Bei einem starken Fahrer kann es aber trotzdem sein, das z.B, ein Evo-R schneller ist, über 40 km/h merkt man deultich die etwas veraltete Aerodynamik eines Alleweder...
Dazu ist zu sagen, das es ausser dem AW4 wohl in zukunft kein Zugelassenes VM geben wird, das nicht bei 45 km/h den Motor abregeln muss. Das aktuelle Geschwindigkeitsniveau der moderenen VM's ist dem Tüv bekannt und neue Zulassungen müssen deshalb eine nicht manipulierbare Abregelung (oder einen in der technisch beschränkten Direktmotor...) vorweisen.
hab ich schon erwähnt, das ich mein AW4 Liebe? Da einzige Legale VM, das auch noch bei 50 km/h volle Motorunterstüzung liefert... Ein Relikt aus "alter Zeit", aber ein schnelles... (wird natürlich heute noch genau zu gebaut...)

Wenn du oft unter 25 km/h unterwegs bist, und es dich nicht stört, das dein Milan ein Fahrrad ist (ich bin so was von Froh, das mein AW4 kein Fahrrad ist, und die Straße mein unbestritten Legales zuhause ist...), dann ist der Trettkurbelantrieb des AW4 dein Freund (bzw der kleiner Bruder mit im Motor integerietem Controller). Eine kleine Box macht das ganze Pedelec-Konform, das System nimmt dann nur Gas an, wenn du tritts und die Geschwindigkeit kleiner 25 km/h (Werksseitig justierbar... ganz wie du die Gesetzteslage interpretierst....) ist.
Legal, durchzugsstark und ähm ja, hörbar...
Wenn du mit dem Sound (nur wenn er unter Last läuft...) leben kannst (Geräsuchlevel ist natürlich auch von der Akkustik des VM abhängig, im AW4 mit "Alu-Klangkörper" relativ übel...), ist es die stärkste Legale Lösung, die so fertig kaufen kannst.
Wenn es Leise sein muss, dann fängt die Bastelei an, da hat sich aber noch kein System am VM durchgesetzt.

Meines Wissens gibt es nur sehr wenige verbaute legale 25 km/h Pedelec-Systeme am VM. Die meisten sparen sich einfach die Geschwindigkeitsabschaltung und/oder den Trettsensor...
 
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Heiko

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AW: 45km/h-Pedelec-Velomobile, Erfahrungen

Moin!
Freut mich, dass Du Dich hier meldest :)
Unterstützung bis 45 km/h:
Da dürfte dir das AW6 nicht gefallen. Der Motor ist bei knapp unter 45 km/h technisch am Ende, und liefert keine Leistung mehr. Da würde nur mehr Spannung helfen, aber die Serienmässige Maximalspannung von 58 V ist eigentlich schon das Maximum, was man so einbauen sollte...
Die Beschleunigung ist Bärenstark, aber die Endgeschwindigkeit nicht der Traum einen Milanfahrers....
Naja. So oft fahre ich die 45km/h auch nicht. Eigentlich nur, wenn es mal leicht oder mehr bergab geht. Siehe dazu auch meinen Log von gestern morgen, dem schnellen Hinweg. Dort sind drei Peaks mit über 45km/h, mehr nicht.

Da kommt der Vorteil des Trettkurbelantriebes zum Tragen: Das AW4 hat keine technische Beschränkung der Unterstützunggeschwindigkeit. Man hat seine 500 Watt (abhängig von der frei wählbaren Übersetzung...) bei 10 oder aber auch bei 100 km/h. Der Tüv sah beim Alleweder (welches ja kein Hochgeschwindigkeits VM ist...) keine Grund für eine Abregelung, da das Alleweder in der Praxis selten deutlich über 50 fährt. Mit einem starken Fahrer allerdings wird es doch relativ schnell. Bei einem starken Fahrer kann es aber trotzdem sein, das z.B, ein Evo-R schneller ist, über 40 km/h merkt man deultich die etwas veraltete Aerodynamik eines Alleweder...
Wie cool ist das denn :eek:
Darf man bei einem so zugelassenen VM noch was ändern? Also z.B. Radkappen. Oder ist das alles in der Betriebserlaubnis festgeschrieben? Die Lösung ist sonst sicher die idealste, die es gibt.

Dazu ist zu sagen, das es ausser dem AW4 wohl in zukunft kein Zugelassenes VM geben wird, das nicht bei 45 km/h den Motor abregeln muss.[...]
hab ich schon erwähnt, das ich mein AW4 Liebe? Da einzige Legale VM, das auch noch bei 50 km/h volle Motorunterstüzung liefert... Ein Relikt aus "alter Zeit", aber ein schnelles... (wird natürlich heute noch genau zu gebaut...)
Ich dachte, Du würdest bereits ein AW6 fahren. Ja, das klingt wirklich vielversprechend mit dem AW4.

Wenn du oft unter 25 km/h unterwegs bist, und es dich nicht stört, das dein Milan ein Fahrrad ist (ich bin so was von Froh, das mein AW4 kein Fahrrad ist, und die Straße mein unbestritten Legales zuhause ist...), dann ist der Trettkurbelantrieb des AW4 dein Freund (bzw der kleiner Bruder mit im Motor integerietem Controller). Eine kleine Box macht das ganze Pedelec-Konform, das System nimmt dann nur Gas an, wenn du tritts und die Geschwindigkeit kleiner 25 km/h (Werksseitig justierbar... ganz wie du die Gesetzteslage interpretierst....) ist.
Legal, durchzugsstark und ähm ja, hörbar...
Siehe auch dazu mein Log. Kommt selten vor, eben nur an Steigungen und bei Ampelstopps. Aber da nervt es eben auch deutlich, dass mein Körper nicht die Leistung bringen kann, das Gefährt zügig nach vorn zu bringen.

Wenn du mit dem Sound (nur wenn er unter Last läuft...) leben kannst (Geräsuchlevel ist natürlich auch von der Akkustik des VM abhängig, im AW4 mit "Alu-Klangkörper" relativ übel...), ist es die stärkste Legale Lösung, die so fertig kaufen kannst.
Ich schau mir das mal an. Vielleicht ist das erstmal einen Versuch wert. Allerdings denke ich auch schon oft daran, dass man mit dem kleinen Kennzeichen wirklich legal und ohne Grauzone auf der Fahrbahn unterwegs sein kann. Meine letzten 15km sind Bundesstraßenähnlich mit recht viel Schwerlastverkehr. Das ist nicht gerade VM-Gebiet... ohne Kennzeichen.

Danke für Deine Ausführungen!
Heiko
 

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AW: 45km/h-Pedelec-Velomobile, Erfahrungen

Mit welchen Durchschnittsgeschwindigkeiten kann ich bei 50-100 Höhenmetern auf 36km rechnen?
Ich fahre derzeit einen Milan (reines Velomobil) mit einem 32-34er Schnitt auf dem Hinweg (in der Summe leicht bergab) und 28-32er Schnitt auf dem Rückweg (entsprechend leicht bergauf).
Aus Zeit- und konditionellen Gründen kann ich die Strecke derzeit nicht täglich mit dem Milan fahren. Ziel wäre, ein Fahrzeug zu finden, in dass ich mich gerne jeden Tag hineinsetze, um den Weg zur Arbeit und zurück zu fahren.
Dir kommt es doch eigentlich auf die höhere Durchschnittsgeschwindigkeit an, welche an den (wenn auch bei dir relativ kurzen) Steigungsstrecken in die Knie geht. Nur dort und zum Beschleunigen an Ampeln etc. benötigst du einen Zusatzantrieb - auf der restlichen Strecke bist du ja ohnehin schnell unterwegs.

Hast du schon diesen Beitrag und die damit im Zusammenhang stehenden bzw. angrenzenden Beiträge gelesen?

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Naja. So oft fahre ich die 45km/h auch nicht.
Ja, aber... Klartext: 43 km/h mit Randvollem Akku (58 V).
Akku leer heißt 45 V. Und die Endgeschwindigkeit ändert sich Linear mit der Spannung...
Und die Serienmässige 7 Gang Schaltung ist natürlich nicht gerade der Traum eines Velomobilfahrers...
Ich, ein AW6 fahren? Nicht Geschenkt.
Es ist leiser, es sieht besser aus, es beschleunigt besser, es ist an steilen Bergen schneller, die Reku ist geil... aber:
Bei 10.000 km im Jahr zählt für mich die Geschwindigkeit, und ich verliere in einem AW6 auf meinen Strecken im Schnitt 5-10 km/h.
Allerdings ist mein Alleweder 4 auch nicht mehr ganz Serienstandart...
Beim AW6 gibt es auch noch einen schnelleren Motor, aber dann bräuchte man bei vollem Akku eine Abregelung, und da gibt es noch nichts TÜV-Konformes...
Darf man bei einem so zugelassenen VM noch was ändern? Also z.B. Radkappen. Oder ist das alles in der Betriebserlaubnis festgeschrieben? Die Lösung ist sonst sicher die idealste, die es gibt.
Mal ganz davon abgesehen, das es idealste nicht gibt;), zaubert genau diese Erkenntnis jeden Tag ein Lächeln auf mein Gesicht.
In der Betriebserlaubnis steht nicht viel. Relevant ist eigenltich nur Motor und Leistung.
Welcher Controller und welche Spannung steht da nicht drin. Da hat man erst mal im Rahmen der zugelassenen 500 Watt mechanischer Leistung aus dem Headlinemotor freie Hand. Natürlich ist in der erstmaligen Einzelzulassung sicherlich ne Menge Geschrieben (was genau weiß noch nicht mal ich, reine Spekulation...), aber solange man tatsächlich die zugelassene Leistung nicht überschreitet, sehe ich da keine Probleme...


Meine letzten 15km sind Bundesstraßenähnlich mit recht viel Schwerlastverkehr. Das ist nicht gerade VM-Gebiet... ohne Kennzeichen.
Was soll ich sagen, du hat mit deinem Milan jedes Recht diese Straße zu benutzen, oder?
Aber wie war das mit dem Recht haben und Recht bekommen? Auch ich werde alle 1000 km mal unfreundlich angehupt, offensichtlich um mich von der Straße zu vertreiben. Aber dann teste ich mal, ob meine Hupe auch noch geht, und das wäre dann geklärt...
Kennzeichen ist auch kein Allheilmittel (manche Autofahrer verstehen es nicht, und schon Twikes wurden als "Fahrräder auf der Autobahn" von anderen Autofahrern gemeldet, und die haben sogar ein richtiges Kennzeichen...), aber es verbessert die Situation. Außerdem hilft natürlich ein dauerhafte Reisegeschwindigkeit jenseits der 40 km/h (auf der Ebene bei mir Momentan 50 km/h, mit viel Eigenleistung und ca. 700 Watt ab Akku.) .
 
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AW: 45km/h-Pedelec-Velomobile, Erfahrungen

Dir kommt es doch eigentlich auf die höhere Durchschnittsgeschwindigkeit an,
Also mit etwas über einer Stunde, wie auf dem Hinweg, ist das schon in Ordnung. Der Rückweg dauert eher 1:15h. Den in ähnlicher Zeit zu schaffen, wäre klasse. Aber worum es mir in erster Linie geht: Es kostet mich immer noch Überwindung, diese Strecke anzugehen. In der Firma angekommen bin ich dann meist relativ platt. Das ist schon besser geworden, aber eben nicht optimal. Wenn ich abends zu Hause ankomme, bin ich vorerst bedient :D
Die Strecke am nächsten Tag gleich wieder zu fahren, habe ich zum ersten Mal in dieser Woche geschafft/gemacht. Ich bin DI mit dem Mungo gefahren (je 1:30h pro Strecke) und MI mit dem Milan. Da habe ich abends dann doch die Beine ordentlich gemerkt und die letzten Milan-Km haben nicht mehr soviel Freude bereitet (sehr warm, müde vom Tag, nachlassende Leistung, ...).
Ich versuche jetzt seit ca. einem Jahr, regelmäßig mit dem Milan zu fahren. Fazit: Ich komme im Training nicht weiter. Ich kann die Zeiten mit dem Vorjahr vergleichen. Ich bin kein km/h schneller geworden. Klar hatte ich 5 Monate Zwangspause (Milan-Unfall/Reparatur) und der Winter hat auch nicht geholfen. Aber es geht trotzdem nicht so richtig voran und von bis zu 3x in der Woche Milan-Pendeln bin ich doch noch etwas entfernt.
Ich habe aber Zeit und dieses Jahr gebe ich mir noch. Aber nach Alternativen umschauen, kostet erstmal nichts. Und ausprobieren muß man sowieso...

Gruß
Heiko
 
H

Heiko

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AW: 45km/h-Pedelec-Velomobile, Erfahrungen

Was soll ich sagen, du hat mit deinem Milan jedes Recht diese Straße zu benutzen, oder?
Ja,klar! Aber das ist Kopfsache. Für die PKW-Fahrer gehöre ich da eben nicht hin und genauso fahren die auch. Noch schlimmer sind LKW. Hupen ist da noch freundlich. Ich komme, ehrlich gesagt, mit dem Druck nicht wirklich gut zurecht.

Kennzeichen ist auch kein Allheilmittel
Naja, mich befreit es, wenn ich weiß, dass es für mich und mein Fahzeug nur die Möglichkeit gibt, auf der Fahrbahn zu fahren (zumindest hoffe ich das).

Außerdem hilft natürlich ein dauerhafte Reisegeschwindigkeit jenseits der 40 km/h (auf der Ebene bei mir Momentan 50 km/h, mit viel Eigenleistung und ca. 700 Watt ab Akku.) .
Klingt gut. Ich lese mir erstmal Deinen Bericht zu Deinem AW durch. Aber die Richtung dürfte hinhauen, denke ich :)

Gruß
Heiko
 
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AW: 45km/h-Pedelec-Velomobile, Erfahrungen

Ja,klar! Noch schlimmer sind LKW. Hupen ist da noch freundlich. Ich komme, ehrlich gesagt, mit dem Druck nicht wirklich gut zurecht.
Ich bin da vielleicht nicht ganz richtig Rüber gekommen.
Natürlich meinte ich, das ich es Nachvollziehen kann, das man dir dein Recht sehr aggresiv streitig macht.
Und an dem Satz "Ein Kennzeichen ist kein Allheilmittel" fehlte noch "aber es hilft verdammt viel weiter...."
Ich habe das selbe Problem, wenn mein Motor mal wieder wegen überhitzung streikt (um die Grenze eines Systemes aus zu testen muss man sie nun mal überschreiten...:rolleyes: ) und ich (leichte Steigung...) für ein paar km (bis der Controller wieder runter gekühlt ist...) "per pedes" nur mit 20-25 km/h auf einer Hauptverkehrsstraße unterwegs bin.
Nein, kein Gutes Gefühl. Das fühlt sich mit 40 km/h deutlich besser an.

Selbst mit meinen 50 km/h bin ich hier schon eine Berühmtheit "ach der, der immer im Bröltal den Verkehr aufhält....", aber es ist wohl bei der Geschwindigkeit (80% der Strecke sind eh auf 70 beschränkt...) nicht so schlimm das es da nicht immer noch Sympathie mit klingt.
Wenn ich mal Vollgas das Bröltal hinunter fahre (57 km/h laut Tacho, nicht 100% tig Justiert, könnten auch etwas über 60 sein...) gibt es schon einige LKW'S die gar nicht mehr versuchen zu überholen, sonder mit respektvollem Abstand hinter mir her fahren. Oder Umgekehrt kann ich bei Vollgas den Linienbus erfolgreich jagen, der auf der kurvenreichen Strecke nur kurzzeitig über die 60 km/h kommt.
Aber sowas geht aufs Material und ist trotz Kreuzungsfreier Strecke nicht ganz ungefährlich. Und ausser ein bischen Spass bringt es Zeitmässig so gut wie nichts, im Vergleich zu "gemütlichen" 50 km/h, bzw dann 45 km/h das Tal rauf...
 
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da'flow

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Alleweder A6 T45, ab 8125€, 600W Radnabenantrieb
Aerorider Sport, ab 7600€, 750W Radnabenmotor
Gibt es hier im Forum jemanden, der einen Aerorider Sport fährt?
Mich würde interessieren, wie das Fahrzeug an sich ausgestattet ist.
Wie groß muss man - nein - darf man maximal sein, damit darin komfortabel Platz hat. Ich bin 1,91m und bin auf der Suche =)

Mir gefällt insbesondere der hochwertige Ersteindruck des Aeroriders. Auch der Einstieg ist toll realisiert. Das A6 ist hier mit dieser Riesenöffnung doch eher plump :D

Vielen Dank im Voraus für Eure Infos.
Flo
 
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Bzgl. der Geschwindigkeit muß man sagen, dass Mofas (leider) völlig aus dem Straßenbild verschwunden sind. Mit 25km/h fährt keiner mehr durch die Gegend. Und somit stellen wir mit unseren Velomobilen die Fahrzeugklasse mit der geringsten Geschwindigkeit dar.
Welche Schaltung hat das AW in Serie eingebaut? Über die Serienausstattung des AW habe ich nicht mehr viel gefunden. Früher hatte Lohmeyer eine richtig schöne AW-Seite im Netz.

Grüße
Heiko
 
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da'flow

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Die für mich perfekte Lösung, von der ich träume, wäre ein kleiner Tretkurbelantrieb in meinem Milan.
Das wäre wohl ideal. Selbst mit einem Pedelec konformen Antrieb dürfte sich der Schnitt auf Deiner Strecke (oder eben mehr Tage in der Woche fahren) verbessern, weil Anfahren und Hügel hoch durch die Unterstützung deutlich erleichtert werden.

Auf/unter dem Tretlagerholm sollte sich ein kleiner Nabenmotor einfach befestigen lassen. Antrieb dann aufs kleine Kettenblatt oder evtl. die Montage eines vierten KB.
 
yardonn

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Bzgl. der Geschwindigkeit muß man sagen, dass Mofas (leider) völlig aus dem Straßenbild verschwunden sind. Mit 25km/h fährt keiner mehr durch die Gegend.
Stimmt, fast. Aber es gibt noch die Drosselung von Rollern auf 25 km/h. Ist zwar selten, sind aber die Teile, die dann sogar ich überhohlen muss, passiert so alle 200 km mal...
Und die meisten Roller fahren ja defakto 60 km/h, die Kriege auch ich nicht. Ab und zu schaff ich zwar mal einen, der nur 45 km/h fährt, das ist aber die Ausnahme...

Welche Schaltung hat das AW in Serie eingebaut?
Dualdrive (auf Wunsch mit Megarange-Kranz).
Mit Motor mehr als ausreichend (ich kommen Momentan sogar mit 350% Spreizung zurecht, und die DD hat mit Megarange deutlich über 500%....)
Das einzige Problem ist, das der Kettenspanner beim 20" Rad natürlich relativ dicht über dem Boden hängt. Sorgt für etwas mehr Dreck auf der Kette, und im Winter auch mal für ein eingefrorenes Schaltwerk...
Für Ganzjährig ist da eine reine Schaltnabe besser (am besten natürlich Roloff, aber ich kann auch kein Geld drucken...), dann kann man den Kettenstrang mit wenig Aufwand sogar am Hinterrad vollständig kapseln.
Mehrere Kettenblätter vorne sind nicht vorgesehen (und auch schwierig, wie meine Versuche zeigen...), und so ist die Dualdrive die günstigste Variante, um auf eine gute Spreizung zu kommen.
 
H

Heiko

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AW: 45km/h-Pedelec-Velomobile, Erfahrungen

Moin!
So, ich habe mal meinen Hin- und Rückweg unter die Lupe genommen.
Auf dem Hinweg fahre ich ca. 3km mit weniger als 25km/h.
Auf dem Rückweg fahre ich ca. 5km mit weniger als 25km/h.
Demnach bin ich 86%-92% meiner gesamten Strecke mit mehr als 25km/h unterwegs und damit ohne Motorunterstützung, wenn ich denn eine 25er-Pedelec-Version einbauen würde.
Die Frage ist immer, was will man erreichen?
Ziel für mich ist, möglichst oft fahren zu können. Das bedeutet, dass der Körper in der Summe geringer belastet werden muß, damit die Regenerationszeit kurz ausfällt.
Mit der 25er-Version würde ich aus eigener Kraft gute 90% der Strecke zurücklegen. Für die Belastung macht das m.E. keinen großen Unterschied.
Mit einer 45km/h-Variante könnte ich vermutlich die Belastung über die gesamte Strecke niedriger halten, da der Motor in einer niedrigen Stufe immer unterstützen könnte.
Ich werde in diesem Jahr versuchen, eine Probefahrt mit dem AW4-T45 zu machen.
Weiß jemand zufällig, weiviele Lohmeyer davon schon verkauft hat? Im Internet findet man sehr wenig über die 45km/h-Version. Vielleicht ist sogar jemand in meiner Nähe damit unterwegs?!

Grüße
Heiko
 
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labella-baron

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Auf dem Rückweg fahre ich ca. 5km mit weniger als 25km/h.
Mit der 25er-Version würde ich aus eigener Kraft gute 90% der Strecke zurücklegen. Für die Belastung macht das m.E. keinen großen Unterschied.
Aber diese 5km für die du eine halbe Stunde benötigst, schlauchen dich am meisten - typischer Weise bringt man ja in der Ebene und vorallem bei Gefälle nicht die Leistung auf, welche man bergauf erzwungener Maßen benötigt.

Wenn du jene 5km mit 25km/h statt 10km/h fahren kannst so sparst du in erster Näherung 10 Minuten. Bei deinem Rückweg von 36km sind das dann statt 1:15 1:05 mit einem Schnitt von 33,2 km/h. Und du kannst dich dabei theoretisch 20 Minuten pseudopedalierend ausruhen.

Zusätzlich sparst du beim Beschleunigen noch einen Teil der Eigen-Energie.
 
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Heiko

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Ja, ich überlege noch, ob es nicht vielleicht doch einen Versuch wert ist.
Der Aufwand wäre in jederlei Hinsicht erstmal deutlich geringer, als der Kauf einer 45km/h-Version. Noch ein VM kann ich mir jedenfalls nicht hinstellen und den Milan möchte ich ungern abgeben. Ich werde mir das Lohmeyer-25km/h-Tretkurbelantriebsset mal genauer anschauen. Mal sehen, ob der Einbau ohne großen Aufwand machbar ist.

Gruß
Heiko
 
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