20" Kompaktrad als Pendel- und Lastenrad umbauen, welches Antriebskonzept?

Diskutiere 20" Kompaktrad als Pendel- und Lastenrad umbauen, welches Antriebskonzept? im Umbau-Pedelecs Forum im Bereich Diskussionen; Hallo zusammen, nachdem ich hier schon seit einiger Zeit still mitlese und auch schon sehr viele gute Infos sammeln konnte, habe ich mich nun...
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gustavgygax

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Hallo zusammen,

nachdem ich hier schon seit einiger Zeit still mitlese und auch schon sehr viele gute Infos sammeln konnte, habe ich mich nun entschlossen mich anzumelden. Bisher bin ich nur geliehene Fahrräder mit Bosch Antrieb (Perfomance Line und CX) gefahren und war begeistert.
Jetzt plane ich aber ein eigenes Umbauprojekt, bei dem ich mir beim Antrieb noch unschlüssig bin, wie ich es am besten umsetzen kann. Und möchte euch deshalb um Hilfe bitten.

Ersteinaml zu Fahrrad:
Ich habe ein 20" Kompaktfahrad (nicht zum falten), vermutlich ein Kreidler Papillion, genau kann ich das aber nicht sagen. Es sieht aber ein bisschen nach eien frühen Isy-Klon aus. (Bild hänge ich an).
Das Rad hat einen (meinen Eindruck nach sehr stabilen) Alurahmen mit Starrgabel (100mm EInabubreite), Felgenbremsen und eine SRAM S7 Nabenschaltung mit Rücktrittbremse.
Es sind neben dem Motor auch noch weitere Änderung am Fahrrad geplant. Es soll eine Frontgepäckträger, ein anderer Heckgepäckträger und eine Weber-Kupplung verbaut werden. Außer soll das Rad einen Zweibeinständer, neue Bremsen (entweder Magura HS wegen der Wartungsfrieheit oder eine neue V-Brake mit besserer Bremsleistung). Auch die Schaltung könnte langfristig ersetzt werden (dazu unten mehr)

IMG_3167.jpg


Ich möchte das Rad für zwei aus meiner Sicht sehr unterschiedliche Einsatzgebiet elektrifizieren:
Zum einen möchte ich mit dem Rad zur Arbeit pendeln. Dazu muss ich das Rad im Zug mitnehmen können. Dies ist hier (Bayern) bis 20" Radgröße ohne Zusatzticket möglich.
Der Weg zum Bahnhofe ist kurz (<1km) dafür aber mit ca. 400m moderater Steigung. Vom Bahnhof zur Arbeit sind es dan ca. 8,5km so gut wie eben (30hm hauptsächlch kurze steile Rampen an Brücken um über andere Straßen zu kommen). Der Weg ist bis auf ca. 800m eher grober Schotter sonst komplett asphaltiert. Den gleichen Weg geht es dann natürlich abends zurück.
Mein Ziel ist es hier möglichst schnell, stress- und schweißfrei (besonders im Sommer) in der Arbeit anzukommen. Also ich möchte mit möglichst wenig Eigenleitstung am besten konstant 25km/h (+ vielleicht etwas Toleranz nach oben) fahren können. Bei kaltem Wetter wäre es aber schön, wenn ich die Unterstützung auch zurückfahren könnte und selbst mehr Leistung einbringen könnte, um warm zu bleiben.

Außerdem habe ich vor das Rad als "Mini-Lastenrad" zu nutzen. Es soll, wie schon erwähnt, ein Front-Gepächträcker, ein stabilerer Gepäckträger hinten und eine Anhängekupplung dran, damit ich mit dem Rad zum Einkaufen (Getränkekisten) und zum Baumarkt (Shotter, Mulch, Erde) fahren kann. Dazu muss ich sagen, dass es hier sehr bergig ist. Da das Stadtzentrum im Tal liegt und die Stadt zu beiden Seiten am Hang liegt, muss man bei so gut wie jeder Fahrt längere Anstiege bewältigen. Es kann schon mal 2km konstant Bergauf gehen, bei eher moderaten Steigungen von unter 10% Es gibt aber auch immer wieder kürzere steilere Stücke.
Bei diesen Fahrten ist mir die Geschwindigkeit eher egal, ich möchte aber auch eher entspannt trotz hoher Beladung (85kg Fahrer + max. 50kg Gepäck, verteilt auf Anhänger und Fahrrad) die Steigungen hochkommen.

Zu meiner Erfahrung und meinem technischen Geschick:

Ich schruabe schon länger an Fahrräder, habe auch schone mehrere Räder komplett selbst aufgebaut und mach auch meine Wartungsarbeiten alle selber. An E-Bikes habe ich bsiher aber noch nicht geschraubt, traue mir aber einen Umbau zu.

Zu meinen bisherigen Überlegungen zum Umbau und zur benötigten Beratung:
Da ich für den geplanten Einsatz des Rads eine Nabenschaltung eigentlich ganz passend finde (geringer Wartungsaufwand, geringer Witterungseinfluss) würde ich die S7 ersteinmal im Rad lassen und eventuell später (bei Ausfall) durch etwas robusteres (z.B. Nexus, Alfine) ersetzen. Deswegen habe ich zuerst an einen Frontmotor gedacht. Hier tendiere ich aufgrund der Beiträge hier im Forum und dem geplanten Fahrprofil zum Q100H mit S06P oder S Controller und einem LCD3 oder 5. Wenn ich es richtig verstanden habe kann ich diesen aufgrund der abgeflachten Achsen bei Felgenbremse auch ohne Bearbeiten der Gabel einbauen, ist das richtig?
Was mir noch nicht ganz klar ist, ist welche Nenndrehzahl besser ist. Es gibt ja eine 260 und eine 328 rpm Version. Bei der derzeitigen Bereifung 47-406 (max. 50-406 möglich) komme ich mit der 260rpm Version bei 36V Nennspannung rechnerisch nicht ganz auf 25km/h. Das heißt besonders bei nicht ganz vollem Akku kann es passieren dass ich hiermit die 25km/h im tatsächlichen Betrieb nicht erreiche, oder?
Mit der 328rpm Version wäre das kein Problem, nur habe ich hier Bedenken, dass mir der Motor, wenn ich voll beladen mit Anhänger am Berg hänge nicht mehr richtig unterstützt und eventuell sogar abraucht. Sind meine Bedenken hier berechtigt?

Nach etwas recherche hier bin ich zu dem Schluss gekommen, dass aufgrund der zwei eher gegensätzlich Einsatzgebiete (schnell und flachh vs. bergig beladen und langsam) ein Mittelmotor mit passend übersetzter Schaltung eventuell besser funktionieren würde. Ein Bafang BBS01 würde hier warscheinlich schon reichen. Drehmomentsteurerung brauche ich nicht, es soll aber möglichst robust sein. Ich denke aber die SRAM S7 wird das nicht lange mitmachen. Da ich aber aber eh Sachen gibt, die mich an der S7 stören (Rücktritt, externe Clickbox) plane ich damit diese langfristig zu tauschen. Die Frage ist nur, gibt es Alternativen die mit einem Mittelmotor gut funktionieren?
Nexus- und Alfinenaben (7 oder 8- Gang)
werden ja bei Fertig-Pedelecs öfter verbaut, aber halten die auch? Außerdem gibt es ja noch ein paar Naben, die besser mit einem Mittelmotor funktonieren sollen, wie Nexus 5-Gang, Enviolo, SA RX-RF5 (Rohloff fällt aufgrund des Preises raus). Leider sind diese auch etwas teurer und (gebraucht) schwerer zu bekommen. Aber halten diese Naben den den geplanten Einsatz langfritig mit einenm Mittelmotor aus, oder verliere ich hier die Wartungsfreiheit, die ja der eigentliche Vorteil der Nabenschaltung ist, weil ständig was kaputt geht?
Die günstigste Alternative für die Schaltung mit Mittelmotor ist wahrscheinlich eine Umrüstung auf Kettenschaltung. Allerdings gefällt mir daran nicht, dass diese Lösung etwas empfindlicher ist (Salz und Dreck auf der Straße, im Zug bzw. beim Ein- und Aussteigen stößt schonmal was dagegen oder man bleibt wo hängen) und das man wahrschleinlich häufiger Ketter und Kassette wechseln muss. Das wäre somit für mich eher die Notlösung, oder sehe ich das zu kritisch?

Also zu welchen Antriebskonzept könnt ihr mir raten? Front- oder Mittelmotor? In Kombinaton mit welcher Schaltung? Gibt es vielleicht Motoren, die besser zu meinem Vorhaben passen als die beiden Favouriten (Q100H bzw. BBS01)?


Das war jetzt ein ziemlich langer Text, aber ich habe versucht mein Plan und meine Probleme so genau es geht zu beschreiben, falls ihr doch noch weitere Infos benötigt, bitte nachfragen. Ich hoffe die Experten hier im Forum können mir hier weiterhelfen. Schoneinmal vielen Dank im Vorraus!
 
WeliJohann

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Ich würde den BBS1 nehmen. Wenn du einen Shift Sensor verbaust und beim Schalten wirklich mit dem pedalieren aufhörst, wird die Nabe dass lange überleben.
Auch die Nexus 8 Gang schafft das gut.

Johannes
 
lektro

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wenn der
hast du bei wenig Drehzahl zu viel Gas gegeben. Ist halt so, dass Nabenmotoren bei wenig Dehzahl viel Strom in Wärme wandeln. Gibt man weniger Strom, dann raucht auch nichts, und bei 10km/h liegen meistens schon 200Watt Antriebsleistung drin. Je nach dem, wie steil und wie beladen du fahren möchtest halt. Klar zieht der 260er besser an der Steigung, aber zum Strecke machen ist der 328er schöner. Ist halt ein unauffälliges, leichtes Konzept für Leute die auch selber treten.
 
rio71

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beim frontmotor besteht die gefahr, das bei angehängter last und steigungen das vorerrad einfach durch dreht.. deine bereifung ist auch vergleichsweise schmal um damit nennenswerte kräfte zu übertragen.
von der geometrie des rades hast du auch wenig last vorn drauf, die beim bergauffahren durch schwerpunktverlagerung nochmals reduziert wird..
mittelmotor ist so also die wohl bessere variante..
oder den puma von https://www.ebike-solutions.com/ im heck.. der aber nichtmehr so ganz leicht ist, aber sehr kraftvoll in nem 20iger rad..
 
Fripon

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@gustavgygax

Du musst halt bedenken, dass beim Mittelmotor nicht nur du sondern auch der Motor an Kette und Nabe "ruppt" und der Verschleiß entsprechend hoch geht.
Kette 3000 km ist schon gut und die Nabe hält halt solange wie sie hält.
Falls du mit Kettenschaltung leben kannst nimm einen HR Nabenmotor und zwar den langsameren.
Für den Weg zur Arbeit einfach einen 12 S Akku dann bist du auch ein wenig schneller und gut ist.

Gruß Fripon
 
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Omarad

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Das Rad scheint jetzt nicht die längsten Kettenstreben zu haben, das spricht gegen die Kettenschaltung mit der mäßigen kettenlinie der Nachrüst Mittelmotoren.
Ich mag den Tongsheng tsdz2 lieber als den Bafang, aber Geschmackssache, und dann bei der Nabe bleiben, einfach mal schauen, wie lange sie hält. Gebrauchte Hinterräder oder auch komplette Fahrräder mit sram s7 gibts auf jedem Flohmarkt, bei dem System würde ich erstmal bleiben. Wenn du andere Bremsoptionen hast kannst du die Rücktrittbremse m.W. auch stillegen.
 
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Apropos Bremsen, bei was du vor hast: +50 kg Last, solltest du dir überlegen ein Scheibenbremse zu nehmen, wenn du ne Aufnahme dafür hast. Da wirken ganz schöne Kräfte, ne V-Brake fällt da, meines Erachtens, völlig raus.
 
MultiBen

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So ein Ding habe ich mal als Leihrad von der Werkstatt bekommen. Ich nannte es Clownsrad, denn es fuhr sich so "witzig".
20210709_182027.jpg
 
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gustavgygax

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wenn der

hast du bei wenig Drehzahl zu viel Gas gegeben. Ist halt so, dass Nabenmotoren bei wenig Dehzahl viel Strom in Wärme wandeln. Gibt man weniger Strom, dann raucht auch nichts, und bei 10km/h liegen meistens schon 200Watt Antriebsleistung drin. Je nach dem, wie steil und wie beladen du fahren möchtest halt. Klar zieht der 260er besser an der Steigung, aber zum Strecke machen ist der 328er schöner. Ist halt ein unauffälliges, leichtes Konzept für Leute die auch selber treten.
Meinst du mit 200W Antriebsleistung die mechanische Leistung? Ich kenn mich mit dem elektrischen nicht so aus, aber mein Verständnis ist, dass mit je langsamer der Motor dreht desto höher ist die Verlustleistung (Wärme). Also grob gesagt bei 25km/h bleiben mir von den 250W elektisch vielleicht 80-90% mechanisch, bei 10km/h aber nur noch 20% mechanisch (Die Zahlen hätte ich jetzt mal so geschätzt, entspricht das ungefähr der Realität?) Das heißt ich habe keine große Unterstützung mehr, egal ob ich viel oder wenig Gas (Ampere) gebe, richtig?

beim frontmotor besteht die gefahr, das bei angehängter last und steigungen das vorerrad einfach durch dreht.. deine bereifung ist auch vergleichsweise schmal um damit nennenswerte kräfte zu übertragen.
von der geometrie des rades hast du auch wenig last vorn drauf, die beim bergauffahren durch schwerpunktverlagerung nochmals reduziert wird..
mittelmotor ist so also die wohl bessere variante..
oder den puma von https://www.ebike-solutions.com/ im heck.. der aber nichtmehr so ganz leicht ist, aber sehr kraftvoll in nem 20iger rad..

Daran habe ich noch nicht gedacht. Denkst du dass das auch auf (eventuell nassem) Asphalt passiert?

Du musst halt bedenken, dass beim Mittelmotor nicht nur du sondern auch der Motor an Kette und Nabe "ruppt" und der Verschleiß entsprechend hoch geht.
Kette 3000 km ist schon gut und die Nabe hält halt solange wie sie hält.
Falls du mit Kettenschaltung leben kannst nimm einen HR Nabenmotor und zwar den langsameren.
Für den Weg zur Arbeit einfach einen 12 S Akku dann bist du auch ein wenig schneller und gut ist.

Gruß Fripon
3000km ist halt gar nicht so viel, das würde bei der geplanten Fahrleistung mindestens 2 mal im Jahr eine Kette bedeuten und die Ritzel muss man wahrscheinlich auch öfter tauschen. Kettenschaltung scheidet also eher aus.
Für einen 12S Akku würd ich dann aber auch einen 48V Controller benötien oder?

Das Rad scheint jetzt nicht die längsten Kettenstreben zu haben, das spricht gegen die Kettenschaltung mit der mäßigen kettenlinie der Nachrüst Mittelmotoren.
Ich mag den Tongsheng tsdz2 lieber als den Bafang, aber Geschmackssache, und dann bei der Nabe bleiben, einfach mal schauen, wie lange sie hält. Gebrauchte Hinterräder oder auch komplette Fahrräder mit sram s7 gibts auf jedem Flohmarkt, bei dem System würde ich erstmal bleiben. Wenn du andere Bremsoptionen hast kannst du die Rücktrittbremse m.W. auch stillegen.

Ich hätte den BBS01 bevorzugt, da der von dem was ich gelesen habe robuster und anfängerfreundlicher ist als der TSDZ2. Außerdem habe ich verstanden dass ich den BBS01 dank PAS-Steuerung so einstellen kann, dass der bei kraftlosem "Pseudopedalieren" schon vollgas gibt, während der TSDZ2 mit der Drehmomentsteuerung sich mehr wie ein Bosch fährt. Also je mehr ich selbst leiste desto mehr kommt auch vom Motor. Habe ich das richtig verstanden?
Da ich ja möglichst "faul" vorankommen möchte und weniger wert aufs "Fahrradfeeling" lege, würde ich sagen der Bafang passt besser?
Fürs "echte Fahrradfeeling" habe ich noch genug Räder ohne Antrieb, die auch weiterhin regelmäßig bewegt werden möchten.

Apropos Bremsen, bei was du vor hast: +50 kg Last, solltest du dir überlegen ein Scheibenbremse zu nehmen, wenn du ne Aufnahme dafür hast. Da wirken ganz schöne Kräfte, ne V-Brake fällt da, meines Erachtens, völlig raus.

Das Rad hat keine Scheibenbremsaufnahmen. Sehe ich aber auch nicht so kritisch. Zum einen wohne ich oben am Berg und Bau- und Supermarkt sind im Tal, somit sind die beladenen Fahrten eigentlich immer bergauf.
Zum anderen kann ich auch mit den V-Brakes mit guten Belägen ausreichend stark bremsen (wenn auch mit höhren Handkräften). Der begranzende Faktor sind hier eher blockierende Räder oder dass der Anhänger das Hinterrad wegschiebt.
Klar Scheibenbremsen haben Vorteile, aber bei kurzen Strecken auf Asphalt lässt sich mit Felgenbremse gut zurechtkommen.

So ein Ding habe ich mal als Leihrad von der Werkstatt bekommen. Ich nannte es Clownsrad, denn es fuhr sich so "witzig

Ja es fährt sich nicht so ruhig wie ein 28er Rad, aber gegenüber dem Brompton mit dem ich in der Vergangenheit auch schon gependelt bin, fährt es sich (besonders auf Schotter) doch stabiler.
Hatte dein Leihrad einen Speedlifter oder wozu war der Schnellspanner unten am Vorbau?


Ein anderes Thema ist noch der Akku. Meine Ursprüngliche Idee war es, einen Akku im Hailong Side Release Gehäuse zu kaufen (z.B. von enerprof) und dieses zwischen Sattelrohr und Hinterrad stehend zu montieren. Von der Höhe und Tiefe würde es gerade so reinpassen. Allerdings ist das Gehäuse 92mm breit und ich habe die Info gefunden, dass der BBS01 eine Kettenlinie von 49mm hat. Somit würde wahrscheinlich die Kette am Gehäuse schleifen. Kennt ihr einen Akku bzw. ein Gehäuse, welches schmaler ist, aber auch nicht zu lang (je nach Verjüngung am oberen Ende 300-370mm)? Tiefer als 120mm am unteren Ende sollte es auch nicht sein, oben je nach länge weniger. Vom Energiegehalt würden mir 300-400Wh reichen, schätze ich.
 
WeliJohann

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Da wirken ganz schöne Kräfte, ne V-Brake fällt da, meines Erachtens, völlig raus.
Habe meinen Lastenanhänger schon mit 285kg Zuladung bewegt. Regelmäßig sind es bis zu 100kg Zuladung. Zugfahrrad und ich wiegen ja nach gewählten Fahrrad zwischen 100 und 110kg. Bis jetzt bin ich immer gut zum Stehen gekommen und habe an allen meiner Räder "nur" Felgenbremsen
 

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@WeliJohann Was ist das denn für ein genialer Lastenanhänger? Ist das.ein gebremster Anhänger? Ich kann am Vorderrad ja eine er gebremst sehen. Erfolgt das Bremsen als Auflaufbremse? Was wiegt der den leer?
 
WeliJohann

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Der Anhänger ist ein Nachbau des Carla Cargo nur mit einer Ladefläche in Euro Paletten Maß.
Nein aus Kostengründen ist er nicht gebremst. Der Anhänger ist, von einem Freund auf meinen Wunsch, aus Resten gebaut, die noch da waren. Die Bremse am VR ist einzig dazu da ihn am Wegrollen beim Stehen und Beladen zu sichern.
Noch hat mich die fehlende Auflaufbremse nicht in Schwierigkeiten gebracht. Aber ich fahre auch schon seit 5 stellig Kilometern unterschiedlichste Anhänger.
Für ungeübte wäre da eine Bremse Pflicht.
Für den Anhänger gibt es auch ein gestellt, damit ich bis zu drei Fahrräder oder Pedelecs ohne Stress transportieren kann.

Johannes
 
lektro

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Also grob gesagt bei 25km/h bleiben mir von den 250W elektisch vielleicht 80-90% mechanisch, bei 10km/h aber nur noch 20% mechanisch (Die Zahlen hätte ich jetzt mal so geschätzt, entspricht das ungefähr der Realität?)
nein, weniger schlimm: der Motor Simulator
Motor Simulator - Tools
sagt, du schaffst sogar 30km/h bei 80% Wirkungsgrad und bei 10 km/h hast du immer noch 45%.
Und wenn du einen 250 rpm Motor nimmst, dreht der bei 25km/h aus und bei 10km/h hast noch 74% Wirkungsgrad.
Klar sind Mittelmotoren bei langsam 'besser', haben aber auch Nachteile - wurde ja oft behandelt.
Bild 2021-12-08 at 07.40.09.jpg
 
Tinduck

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Habe meinen Lastenanhänger schon mit 285kg Zuladung bewegt. Regelmäßig sind es bis zu 100kg Zuladung. Zugfahrrad und ich wiegen ja nach gewählten Fahrrad zwischen 100 und 110kg. Bis jetzt bin ich immer gut zum Stehen gekommen und habe an allen meiner Räder "nur" Felgenbremsen
Was'n geiler Anhänger... echt ein Vorteil, dass man ans Fahrrad alles anhängen darf, was den Beleuchtungsvorschriften entspricht. Dicker Daumen hoch!
 
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Daran habe ich noch nicht gedacht. Denkst du dass das auch auf (eventuell nassem) Asphalt passiert?
jo, eben gerade dann und auf nassem und krümeligem wald/feldweg... auch mit laub etc..
@WeliJohann danke für deine hängerbilder.. bin jedesmal am abfeiern.. 😍
 
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Für einen 12S Akku würd ich dann aber auch einen 48V Controller benötien oder?

@gustavgygax

Nein die meisten Controller können 60 V ab da gibt es wohl eine Qualitätsstufe bei den Kondensatoren , die billigen bis 60V und die besseren bis 90V.
Falls du einen Hecknabenmotor mit Kettenschaltung nehmen solltest, kannst du wie bei allen Nabenmotoren, die Kraft des Motors beim Verschleiß von deiner Kraft abziehen.
Der Heckmotor ist nur wegen häufiger Anhänger Nutzung besser (Durchdrehen bei Frontmotor und Hänger an Steigung ).

Gruß Fripon
 
HeinzH.

HeinzH.

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Zu meinen bisherigen Überlegungen zum Umbau und zur benötigten Beratung:
Da ich für den geplanten Einsatz des Rads eine Nabenschaltung eigentlich ganz passend finde (geringer Wartungsaufwand, geringer Witterungseinfluss) würde ich die S7 ersteinmal im Rad lassen und eventuell später (bei Ausfall) durch etwas robusteres (z.B. Nexus, Alfine) ersetzen. Deswegen habe ich zuerst an einen Frontmotor gedacht. Hier tendiere ich aufgrund der Beiträge hier im Forum und dem geplanten Fahrprofil zum Q100H mit S06P oder S Controller und einem LCD3 oder 5. Wenn ich es richtig verstanden habe kann ich diesen aufgrund der abgeflachten Achsen bei Felgenbremse auch ohne Bearbeiten der Gabel einbauen, ist das richtig?
Was mir noch nicht ganz klar ist, ist welche Nenndrehzahl besser ist. Es gibt ja eine 260 und eine 328 rpm Version. Bei der derzeitigen Bereifung 47-406 (max. 50-406 möglich) komme ich mit der 260rpm Version bei 36V Nennspannung rechnerisch nicht ganz auf 25km/h. Das heißt besonders bei nicht ganz vollem Akku kann es passieren dass ich hiermit die 25km/h im tatsächlichen Betrieb nicht erreiche, oder?
Mit der 328rpm Version wäre das kein Problem, nur habe ich hier Bedenken, dass mir der Motor, wenn ich voll beladen mit Anhänger am Berg hänge nicht mehr richtig unterstützt und eventuell sogar abraucht. Sind meine Bedenken hier berechtigt?
Moin moin!
Bei Deinem Fahrprofil rate ich Dir, mit 20km/h zugunsten von etwas mehr Drehmoment zufrieden zu sein und einen Cute Q100 in der Version mit 201rpm zu wählen.

Tannenbaum_1.jpeg

Auch mein Trike ist mit einem Cute Q100 in der 201rpm-Version pedelectrisiert und ja, ich bin mit ihm auch auf längeren Radreisen mit mehr als 20kg-Gepäck unterwegs...
Gruß aus Münster,
HeinzH.
 
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gustavgygax

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Also der 201rpm kommt auf keinen Fall in Frage. Die Pendelstrecke zur Arbeit hat Priorität und dort möchte ich auf jeden Fall die 25km/h erreichen können. Die langsamen Anhängerfahrten kann ich im schlimmsten Fall immernoch wie jetzt auch schon mit den Biobike machen und eben ein paar mal öfter fahren. Also wenn Frontmotor dann die 328rpm Version. Der dreht ja dann auch nicht so schnell durch, auch wenn ich mit Anhänger eh nur auf Asphalt fahre.
Oder ich gebe gleich etwas mehr aus und verbaue den BBS01 mit Schaltsensor, dann sollten die Anhängerfahrten auch kein Problem sein, solange die Nabenschaltung hällt. Muss ich mir nochmal ein paar Gedanken drüber machen.

Unabhängig vom Motor benötige ich aber einen Akku. Die normalen Unterrohr-Akkus werden wohl bei dem Rahmen nicht passen. Hinter dem Sattelroher wäre am meisten Platz. Der Ursprünglich angedachte Side Release Akku passt wohl auch nicht, da er zu breit ist. Bei der derzeitigen Kurbel wäre eine maximale Breite von 80mm möglich. Beim BBS01 ist sogar noch weniger Platz, da dort zwischen Tretlager und Kettenplatt ja noch ein Gehäudeteil ist, welches in den geplanten Akkubreich ragt.
Für Einbau hinterm Sattelrohr würde ich also einen Akku benötigen der entweder max 80mm breit, am besten noch schmaler und zwischen 320 und 365mm hoch (je nach "Winkel" am oberen Ende. Oder wenn der Akku breiter ist, sollte er kürzer als 300mm sein, damit ich ihn oberhalb vom Kettenblatt einbauen kann.
Eine andere Alternative, die mir eingefallen ist. wäre eine eher Würfelförmiger Akku den ich im vorderen Rahmendreieck montieren kann.
Leider hatt ich bei der suche nach solchen Akkus wenig Glück. Es gibt sie entweder nur als leeres Gehäuse (z.B. Tigershark DS-4/DS-5), nur mit "Chinazellen" gefüllt (diverse kleinere Trinkflaschenakkus oder der Yosepower Sitzrohrakku), oder ohne eine Möglichkeit zur Befestigung (enerprof Softpacks).
Ein Gepäckträger Akku würde prinzipiell auch gehen, allerding habe ich keine 20" Gepäckträger für Akkus gefunden. (Außer bei ebike-solution und da sind sowohl Akku als auch Gepäckträger extrem teuer.)

Kennt ihr Akkus, die den oeben genannten Maßen entsprechen und mit brauchbaren Zellen bestückt sind? (Gutes Preis- / Leistungsverhältnis)
Oder habt ihr andere Vorschläge für einen Montagepunt für den Akku am Rahmen und einen passenden Akku?

Von der Kapazität sollten 300-400Wh ausreichen. Mehr ist natürlich keine Problem solange bezahlbar.
 
Thema:

20" Kompaktrad als Pendel- und Lastenrad umbauen, welches Antriebskonzept?

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