2. Bionx-Akku vs. Range Extender - Überlegungen vor dem Kauf - pros & cons & offene Fragen

Diskutiere 2. Bionx-Akku vs. Range Extender - Überlegungen vor dem Kauf - pros & cons & offene Fragen im BionX Forum im Bereich Nabenmotoren; Hallo, ich bin gerade kurz vor der Anschaffung einer "Reichweiten-Erweiterung". Da ich noch nicht ganz schlüssig bin, hier meine Überlegungen...

digait

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Hallo,

ich bin gerade kurz vor der Anschaffung einer "Reichweiten-Erweiterung".
Da ich noch nicht ganz schlüssig bin, hier meine Überlegungen,
gesammelten Infos und offenen Fragen.

Meine Frau und ich haben je ein Wheeler (2014, D-Motor, 48V 8,8 Ah)
und sind viel in den Bergen unterwegs. Da meine Frau aus Kraftgründen
und wegen Knieproblem mit wesentlich mehr Unterstützung fährt, haben
wir einen sehr unterschiedlichen Stromverbrauch. Durch Akkutausch
unterwegs haben wir das meist ausgeglichen. Reichweite dann bei
z.B. 1000 Höhenmetern und Durchschnitt von knapp 20 km/h von
40-50 km. Für größere Strecken oder auch wenn man etwas "zügiger"
fahren wollte, müsste ein weiterer Akku her.

Die erste Überlegung war ein 3. Bionx-Akku, den neuen, großen mit 11,6 Ah.

Vorteil: Den könnten wir beliebig untereinander tauschen.

Nachteil: Preis! Und zur Zeit wohl nicht lieferbar(?)
Mein Händler kommt zumindest kurzfristig nicht dran.

Zweite Überlegung: Range-Extender

Ich habe inzwischen den langen Thread zu diesem Thema gelesen (zumindest
das, was ich als nicht E-Techniker verstehe) und war mit jemanden aus dem Forum
sowie mit einer Firma, die entsprechende Akkupacks baut, in Kontakt.

Erste gemachte Erfahrung: Es gibt wohl keinen Akkubauer, der zugleich auch ein
fertiges Kabel mit anbietet (für mich wichtig, da ich leider keine Kabel
selber basteln kann). Also ein "Komplettpaket" aus einer Hand gibt es nicht.

Das wäre aber inzwischen gelöst. Aus dem Forum würde mir jemand ein Y-Kabel
bauen. Und als Akku z.B. mit 11,6 Ah denke ich an diesen hier (mit empfohlenen Sony-Zellen US18650NC1)
http://www.linergy-shop.de/product_...mn-48v-11-6ah-aus-sony-us18650nc1-zellen.html


Ich möchte direkt vom Extender über einen Y-Adapter, den man ohne Bastelei an- und
auch wieder abstöpseln kann, ans Motorkabel gehen, wegen folgender
Vorteile:
- bei hohen fließenden Strömen würde er sich auf beide Akkus verteilen,
wodurch die geschont würden,
- bei Rekuperation würden beide geladen,
- es gebe keine (Kalibrierungs) Probleme mit der Anzeige an der Konsole

Bei der anderen Lösung über den Bionx-Akku zu gehen, weiß ich nicht,
a) was da ggf. zusätzlich gebastelt werden muss,
b) wie es mit der Rekuperation klappt und
c) wie es im Ernstfall mit der Garantie auf den Akku aussieht.


Nachteile:
- Wenn ich den Extender-Akku anschließe, müsse er immer etwa die gleiche Spannung haben
wie der Bionx-Akku, damit keine (zu) starken Ströme von einem Akku in den anderen fließen.
(Zur Sicherheit würde ins Y-Kabel ein 16A-Sicherung eingebaut.)
Was ich noch nicht klären konnte:
Wie groß darf denn wohl die Spannungsdifferenz sein?
- Ich brauche dann ein zweites Ladegerät für den Extender-Akku.
- Den Extender-Akku dürfe man erst immer nach Einschalten des Bionx-Systems
ans Y-Kabel anklemmen und vor dem Ausschalten abklemmen, damit am
CAN-Bus keine Spannung gemeldet werde.
Das An- und Anstöpseln ist natürlich ziemlich umständlich und sicher wird das mal
vergessen oder falsch gemacht werden.
Was mag da schlimmstenfalls die Folge sein?
- Tja, und in meinem speziellen Fall einer der größten Nachteile:
Den Extender-Akku werden wir nicht zwischen den Rädern tauschen können
wegen der dann vorhandenen (größeren) Spannungsunterschiede.
Das würde dann aber auf zwei Extender-Akkus (mit zwei Y-Kabeln)
rauslaufen und dann wäre man preislich auch wie bei einem einzelnen Bionx-Akku.


Bleibt die (inzwischen fast geklärte) Frage, wo den Extender-Akku unterbringen?

Beim Rad meiner Frau ist es kein Problem. Sie hat einen normalen
Gepäckträger montiert und eine geeignete Tasche wäre auch schon
vorhanden.

Für mich kommt allerdings nur (ein schnell demontierbarer)
Beamrack in Frage. Ich habe lange gesucht, was es da so gibt;
vor allem auch an ("top")-Taschen. Schön groß (da würde
sogar ein Bionx-Akku reinpassen!) ist die Thule Pack'n Pedal
Trunk Bag.

Der Extender-Akku selbst kommt "nur" im Schrumpfschlauch.
Ich denke zum weiteren Schutz, ist es nicht verkehrt, ihn in einer
Box zu verbauen. So was z.B.
http://www.bopla.de/de/gehaeusetechnik/product/euromas-abs-pc.html


Für alle Kommentare / Vorschläge /Korrekturen zu meinen Überlegungen und
Infos - danke im Voraus!
-
 

cephalotus

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Das An- und Anstöpseln ist natürlich ziemlich umständlich und sicher wird das mal
vergessen oder falsch gemacht werden.
Was mag da schlimmstenfalls die Folge sein?
-

Die BAAS Stecker sind NICHT verplungssicher bei einem Y-Kabel.

Im schlimmsten Fall steckst Du +50V mit -50V zusammen und erzeugst Dir einen netten Plasma-Lichtbogen, dafür reichen 100V DC gut aus. Das ist dann kein Spaß mehr...

Ich würde einen dritten BionX Akku kaufen und gut isses.

Ich sehe zwei Hauptvorteile:

1. Die Redundanz, sollte mal ein Akku den Geist aufgeben muss de Tour nicht abgebrochen werden.

2. Keine "worst case" Szenarien.

Wenn der Preis für einen neuen 11,6Ah Akku stört kaufe einen gebrauchten 8,8Ah Akku für 1/3 bis 1/2 des Geldes, je nach Zustand. Wenn einer der Akkupacks irgendwann mal zu schlecht ist lässt Du Dir die Zellen austauschen und zwar gegen was (dann) richtig gutes.

Die Sony US18650NC1 würde ich bei der heutigen Konkurrenz nur als unteres Mittelmaß bezeichnen. Spannend wäre z.B. die neue Zelle von LG mit 3500mAh und 10A Belastbarkeit. (gibt aber noch keine Erfahrungen dazu, würde aber einen 14Ah Akku ergeben). Billig und vermutlich recht langlebig wäre eine Panasonic NCR18650PF mit 2900mAh. Die Panasonic NCR18650BE bietet für deutlich mehr Geld 3200mAh. Sehr ähnliche Zellen verbaut Tesla.

mfG
 

digait

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Die BAAS Stecker sind NICHT verplungssicher bei einem Y-Kabel.

Im schlimmsten Fall steckst Du +50V mit -50V zusammen und erzeugst Dir einen netten Plasma-Lichtbogen, dafür reichen 100V DC gut aus. Das ist dann kein Spaß mehr...

Ich frage (als Laie). Das wäre, wenn man die Stecker "verkehrt rum gedreht" zusammensteckt?
Kann das überhaupt vorkommen? Wird das nicht aufgrund der Form der Stecker verhindert?
 

cephalotus

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Ich frage (als Laie). Das wäre, wenn man die Stecker "verkehrt rum gedreht" zusammensteckt?
Kann das überhaupt vorkommen? Wird das nicht aufgrund der Form der Stecker verhindert?

Nicht bei einem üblicherweise bei BionX-Extendern verwendetem Y-Kabel mit zwei BAAS Steckern und einer Verbindung zum Extenderakku. Wenn man hier das Kabelstück zum Motor mit dem Kabelstück zum Akku vertauscht (haben beide identische Stecker), dann hat man die beiden Akkus leider gegeneinander verpolt.

Ob Dich die vergleichsweise langsame Sicherung im Akku rettet wenn Du einen 100V DC Kurzschluss erzeugst wird sich dann erst zeigen, drauf wetten würde ich nicht.
 
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StefanKellerAC

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Ein Extender akku ist für 2 bikes nicht praktikabel denk ich
 

Spessartradler

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Zweite Überlegung: Range-Extender

Bei der anderen Lösung über den Bionx-Akku zu gehen, weiß ich nicht,
a) was da ggf. zusätzlich gebastelt werden muss,
b) wie es mit der Rekuperation klappt und
c) wie es im Ernstfall mit der Garantie auf den Akku aussieht.


Nachteile:
d)- Wenn ich den Extender-Akku anschließe, müsse er immer etwa die gleiche Spannung haben
wie der Bionx-Akku, damit keine (zu) starken Ströme von einem Akku in den anderen fließen.

e)Wie groß darf denn wohl die Spannungsdifferenz sein?
f)- Ich brauche dann ein zweites Ladegerät für den Extender-Akku.

g)Das An- und Anstöpseln ist natürlich ziemlich umständlich und sicher wird das mal
vergessen oder falsch gemacht werden.
-
zu a) Akku aufschrauben und direkt an den Zellen am dicken schwarzen und dicken roten Kabel ein Kabel dranlöten,
Kabel aus dem Akku herausführen und ans andere Ende Anderson-Power-Poles(oder andere verpolunssichere Stecker) dran machen.
b) das mit der Reku klappt dann bestens
c) Garantie auf das Akku ist nach dem Aufschrauben freilich erloschen, war mit aber bei meinem Akku egal.
d) Der akku-Extender kann über das BionX-Ladegerät gleichzeitig mit dem Originalakku geladen werden - so treten gleich gar keine Spannungsdifferenzen auf.
e) Ich hatte mal 2V Spannungsdifferenz und immer noch deutlich weniger Ausgleichstrom als 6A.
f) siehe d)
g) Nein, einfach einen verpolungssicheren Stecker zusammenstecken
Da kann man im Alltag nichts falsch machen.

Höllisch aufpassen muß man nur beim erstenmal anschließen dieser Stecker an die Kabel.
Wenn du da einen Kurzschluß baust, was bei der kleinsten Unachtsamkeit leider ganz schnell passieren kann,
oder gar plus und minus verwechselst, dann ist die Kacke am dampfen.
 

oskar97

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Wir fahren seit über einem Jahr zwei BionX-Bikes mit Extenderakkus (48V und 36V) an den Motorkabeln ohne irgendwelche Dioden. Nur die serienmäßigen Sicherungen sind verbaut.
Das erste Einschleifen des Extenderkabels an das BAAS-Motorkabel ist "kritisch", da sollte man auf keinen Fall Plus und Minus vertauschen aber danach ist die Sache ziemlich idiotensicher. Die Spannungsunterschiede zw. Originalakku und Extender sollten max. 1-2V betragen. Es berichtete auch schon jemand von versehentlichem Zusammenschließen bei 4V Unterschied, wobei nichts passiert sein soll. Aber das ist sicherlich nicht zur Nachahmung empfohlen.
Wichtig ist, dass das eingeschleifte BAAS-Kabel ausreichend stark dimensioniert ist, sonst kann es zum Stottern in hohen U-Stufen kommen. Die BAAS-Kabel von Conrad (0,8qmm?) haben sich bei mir als zu dünn erwiesen, weshalb ich auf die hier vorgestellten Messingadapter umgestiegen bin:
https://www.pedelecforum.de/forum/index.php?threads/adapter-für-range-extender-akku-in-der-garantiezeit.29380/
Mit denen fließt der Strom ungehindert.(y)
Das Anstöpseln des Extenders sollte immer bei eingeschaltetem System geschehen. Es wurde aber erwähnt, dass das versehentliche Anstöpseln bei ausgeschaltetem System angeblich keine schwerwiegenden Folgen hinterlässt.
Das Abstöpseln kann bei eingeschaltetem oder ausgeschaltetem System erfolgen. Das ist egal. Man kann den Extender auch angeschlossen lassen und ohne Probleme das System an- und Ausschalten.
Damit es zu keinem Vertauschen der Extender untereinander kommt, muss man sie (farblich) gut markieren oder eben mit unterschiedlichen Steckern ausrüsten.
Was ich nicht hundertprozentig weiß ist, ob der mit ca. 53,4V voll geladene Originalakku es "mag" wenn der volle Extenderakku mit 54,6V angeschlossen wird und somit noch weiterer Strom in den Originalakku fließt...
Das "Problem" bei Akkus mit BMS ist ja, dass sie zumindest ab und zu vollgeladen werden müssen, damit das BMS balancieren kann und dann ist die Spannung halt höher als die des Originalakkus.
Ich habe mir meine Extenderakkus aus V3-Zellen ohne BMs bauen lassen und habe die Ladeschlussspannung des Extenderladegerätes auf 53,4V einstellen lassen, so das Original- und Externderakku voll geladen immer ungefähr die gleiche Spannung haben.
 
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Spessartradler

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Was ich nicht hundertprozentig weiß ist, ob der mit ca. 53,4V voll geladene Originalakku es "mag" wenn der volle Extenderakku mit 54,6V angeschlossen wird und somit noch weiterer Strom in den Originalakku fließt...
Ich schließe auch manchmal einen 16s LiFePO4 mit 55V an den Grace Easy - Akku(53,3V).
Bisher ist nichts schlimmes dabei passiert.
 

digait

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Danke an @cephalotus, @Spessartradler, @oskar97

Da ich mich mit den einzelnen Zelltypen (noch) nicht auskenne:

Die Sony US18650NC1 seien "nur als unteres Mittelmaß".
Bzgl. Preis und Langlebigkeit seien die Panasonic NCR18650PF mit 2900mAh ok.
(Da ich kein Optimierer-Freak bin, kämen die teureren NCR18650BE nicht in Betracht.)

'Worin unterscheiden sich denn die Panasonic NCR18650PD von den PF?
http://www.linergy-shop.de/product_...8v-11-6ah-aus-panasonic-ncr18650pd-zellen.htm

Der Preisunterschied zwischen den Sony US1860NC1 und den Panasonic NCR18650PD
macht bei einem 11,6 Ah Akku (nur) ca. 40 EUR aus (ca. 8 %).

Die Sony sind mit einer Energiedichte von ~230Wh/kg, die Panasonic mit ~250Wh/kg angegeben,
also nicht viel Unterschied in Hinblick aufs Gewicht eines Akkupacks mit gleicher Leistung.

Nach der (einfachen) Akku-Vergleichstabelle
http://www.linergy-shop.de/index.ph...ofahrraeder-Akkus-fuer-Elektrofahrraeder.html
sollen die Sony bezgl. Lebensdauer sogar besser sein.


@oskar97 - Was sind denn V3-Zellen? Und was haben die für Vorteile?


*-----------------

Zum Vorschlag: Alten 8.8 Ah Bionx-Akku kaufen und später andere Akkus einbauen lassen.

Welche Zellen kann ich denn dann einbauen lassen?
Der Bionx-Akku hat ja sein eigenes BMS.
Arbeitet das auch mit anderen Zelltypen als den originalen ohne jegliche Probleme?
 

RadlerFranz

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Was sind denn V3-Zellen? Und was haben die für Vorteile?
Die sog. Sony Konion V3 ( http://www.asn-shop.de/Konion-2250V3-Einzelzelle-OHNE-Loetfahne ) sind derzeit ein guter Kompromiss aus Kapazität (2,2 Ah ), Lebensdauer, Kosten und leichtem Handling. Mein Extender aus diesen Zellen läuft seit Jahren problemlos. Der Hauptvorteil ist, daß sie, genau wie die Original CT1 Zellen im 36V Akku, driftfrei sind und daher keinen Balancer benötigen. Im Extender ist also kein BMS nötig. Zum Laden genügt ein einfaches, auf die passende Endspannung eingestelltes LiIon Ladegerät.
 

mague

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Ehespons

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Kauf einen dritten Originalen und wenn der erste platt ist lass ihn fremd befüllen.Das dauert aber noch ein paar Jahre. Nach nun fast vier Jahren und 12 Tkm schätze ich die Leistung auf 70 - 80%.
Gruß Ehespons
 

Spessartradler

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6.3Ah Akkus. Die sollten ausreichen das deine Frau mit dir gleichzieht ?!
Nachdem ich diesen 6,3Ah/303Wh-Akku mit meinem Grace Easy mitgekauft habe muß ich dazu sagen, daß diese Kapazitätsangaben übertrieben sind.
6,3Ah kommen wohl dann aus dem Akku wenn man die Zellen bei einer niedrigen Stromstärke von 4,2V/Zelle auf 2,5V/Zelle entlädt.
Aber die BionX-Elektronik lädt ja sinnvollerweise nur auf 4,1V/Zelle statt 4,2V/Zelle.
So kann man von den 6,3Ah gleich mal 10 - 15% Kapazität abziehen.
Ich hatte so einen neuwerigen Akku mal von 46V(3,53V/Zelle) auf 53,3V(4,1V/Zelle) über Extenderkabel aufgeladen und mit Watts up gemessen:
Es gingen gerade einmal 4,1Ah rein.
4,1Ah und die 20 - 25% Restkapazität, die ich persönlich nie nutze, ergibt ca. 5,5Ah, 260Wh maximal.
 

Glücksrad

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... Da ich kein Optimierer-Freak bin, ...
Da wäre ich mir nicht so sicher, betrachte nur mal Deine Fragen im ersten Beitrag ;) ... . Wenn Du dokumentiert vorgehen willst, probiere mal eine Entscheidungstabelle.

Ich fahre einen Extender (Konion V3 10s5p) mit Y-Kabel vor dem Motor.
  • Mit einer Diode vor dem Extender, die zumindest sicher stellt, dass kein Strom in den Extender gelangt. Dadurch kann der Extender eine beliebige Spannung kleiner als der BionX-Akku haben.
  • Die Verpolungssicherheit habe ich durch den Einsatz von XT60-Steckern sicher gestellt.
  • Die Wahrscheinlichkeit, dass Du vergisst den Extender zuzuschalten, ist exakt 1. Die Frage ist nur, wie hoch die Spannungsdifferenz ist, bis Du es bemerkst.
  • Der Extender ist mit einem Schloss gesichert.
Ich bereue nichts :D.
 

oskar97

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Die Sony V3 haben eine geringere Leistungsdichte (2200 mA) sind aber ohne BMS nutzbar und daher kann man ein Ladegerät verwenden, dessen Ladeschlussspannug auf die des Originalakkus eingestellt ist. So mache ich es zumindest.
Der Nachteil des Neubefüllens eines Originalakkus ist, dass die Akkuanzeige danach nicht mehr korrekt anzeigt.
Ich habe meinen Original 36V-Akku auch gerade befüllen lassen und die Anzeige zeigt nun schon bei ca. 36,2V "leer" an.
Darauf hin habe ich an jedem meiner Bikes ein kleines Voltmeter eingeschleift, dass am Lenker unauffällig platziert, jederzeit die Spannung anzeigt. Wenn ich das System einschalte, zeigt es zunächst die Spannung des Originalakkus an, wenn ich den Extender dann anschließe, beide Spannungen zusammen und wenn ich es ausschalte, wird, bis ich den Extender abstöpsele, nur noch die Spannung des Extenders angezeigt.

Ich schließe auch manchmal einen 16s LiFePO4 mit 55V an den Grace Easy - Akku(53,3V).
Bisher ist nichts schlimmes dabei passiert.

Danke für Die Info! Also kann man auch Akkus mit höherer Leistungsdichte/Ladeschlusspannung und BMS verwenden.
Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich mich evtl. für einen Extender mit höherer Leistungsdichte (z.B. den oben genannten) entschieden.
Man lernt halt nie aus...
 
Ich fahre einen Extender (Konion V3 10s5p) mit Y-Kabel vor dem Motor.
  • Mit einer Diode vor dem Extender, die zumindest sicher stellt, dass kein Strom in den Extender gelangt. Dadurch kann der Extender eine beliebige Spannung kleiner als der BionX-Akku haben.
So kommt allerdings auch kein Rekustrom direkt in den Extender, oder?
 
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unsusi

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Wenn man an die BAAS-Stecker rangeht, bzw. eine Verlängerung baut oder ein Y-Stück, dann sollte man sich immer folgenden Satz mantramässig verinnerlichen:
BAAS ist Schrott! :)

Grund 1: die für Normalsterbliche käuflich zu erwerbende BAAS-Leitungen sind als Verlängerungsleitung konfektioniert. Der "Klingeldraht" zwischen den Steckern verträgt vielleicht noch 10A. Bei 30A dürfte er schon ziemlich warm werden.

Grund 2: Es gibt weder Verpolungsschutz, noch kann man sich sicher sein, wo am eigen Rad bzw. BAAS-Stecker Plus und Minus sitzen. Man muss es vorher immer messen! Beispiel: an meinem BionX war eine BAAS-Verlängerung von Rahmenakku zu Motor eingebaut. D.h. oben am Akku war "Plus" meinetwegen der blanke Kontakt. Dann kam die Verlängerung zum Motor. Am Ende der Verlängerung war der blanke Kontakt dann "Minus".
Und wenn man Pech hat, ist im Rahmen noch eine Verlängerung eingebaut, d.h. es könnte sein, dass sich die Polung am Ende wieder dreht.

Also: immer messen, wo Plus und Minus ist.

Und am besten die BAAS abschneiden, irgendetwas anderes dranlöten oder dranklemmen und die dünnen Strippen gegen mindestens 1,5qmm oder 2,5mm ersetzen.

Ich hatte hier ja auch mal ein Bild von einem von innen verkokelten BAAS-Stecker reingesetzt. Das war der Stecker, der am BionX-Motor eines PL-250 (24V-System) angebaut war. Bei den neueren, kräftigeren HT-Motoren fliesst noch mehr Strom bei einer noch höheren Spannung - da hätte es der Stecker wahrscheinlich nur bis zur ersten Stufe-4-bergauf-Strecke geschafft.
 

mague

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Nachdem ich diesen 6,3Ah/303Wh-Akku mit meinem Grace Easy mitgekauft habe muß ich dazu sagen, daß diese Kapazitätsangaben übertrieben sind.

Das ist richtig und trifft auf jeden Akku und Extender zu. Sowohl bei 48V wie auch bei 37V. 10% ist ein realistischer Wert. Der 6.3Ah Akku wäre trotzdem ein Zugewinn von 70%

Andererseits erhöht ein Extender die Lebensdauer der Zellen gewaltig. Akku und Extender jedes mal auf 48-49V runterzufahren bevor man das Rad über Nacht oder Tage stehen lässt ist aber wieder kompliziert.

Wenn Extender, dann würde ich den intern anschließen.
 
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Strom

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Wenn man an die BAAS-Stecker rangeht, bzw. eine Verlängerung baut oder ein Y-Stück, dann sollte man sich immer folgenden Satz mantramässig verinnerlichen:
BAAS ist Schrott! :)

Grund 1: die für Normalsterbliche käuflich zu erwerbende BAAS-Leitungen sind als Verlängerungsleitung konfektioniert. Der "Klingeldraht" zwischen den Steckern verträgt vielleicht noch 10A. Bei 30A dürfte er schon ziemlich warm werden.

Grund 2: Es gibt weder Verpolungsschutz, noch kann man sich sicher sein, wo am eigen Rad bzw. BAAS-Stecker Plus und Minus sitzen. Man muss es vorher immer messen! Beispiel: an meinem BionX war eine BAAS-Verlängerung von Rahmenakku zu Motor eingebaut. D.h. oben am Akku war "Plus" meinetwegen der blanke Kontakt. Dann kam die Verlängerung zum Motor. Am Ende der Verlängerung war der blanke Kontakt dann "Minus".
Und wenn man Pech hat, ist im Rahmen noch eine Verlängerung eingebaut, d.h. es könnte sein, dass sich die Polung am Ende wieder dreht.

1. Dicke Kabel:
https://www.pedelecforum.de/forum/index.php?threads/baas-verlängerung-mit-dicken-leitungen-endlich-erhältlich.34512/

2. Nur Extender ab / dran:
Wenn du das Y-Kabel richtig dran machst (messen oder gleiche Stecker farbig markieren) und dann immer dran läßt und nur den ExtenderAkku abstöpselst, ist immer nur ein (Verpolungsicherer) Stecker für den ExtenderAkku frei.

Oder meinst du was anderes ?
 

unsusi

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2. Nur Extender ab / dran:
Wenn du das Y-Kabel richtig dran machst (messen oder gleiche Stecker farbig markieren) und dann immer dran läßt und nur den ExtenderAkku abstöpselst, ist immer nur ein (Verpolungsicherer) Stecker für den ExtenderAkku frei.

Oder meinst du was anderes ?

Ja. :)

Ich habe z.B. einen herausnehmbaren Rahmenakku. Aus dem kommt - im Original - ein BAAS-Stecker, wo z.B. in der Buchse (das ummantelte "weibliche" Teil des Steckers) der Pluspol sitzt.
Jetzt hat der Hersteller des Rades eine Verlängerung eingebaut, die keine Verlängerung ist, die man erwartet, d.h. am anderen Ende der Verlängerung "dreht" sich quasi die Polung um. Verhängnisvoll kann es sein, wenn man dann eine Polung erwartet, die aber so am Stecker nicht ankommt. Warum das so gemacht wurde, kann ich nicht sagen. Ist mir auch egal. Hab eh alles rausgepflückt und gegen XT60 oder Powerpoles ersetzt.

Deshalb mein Rat: IMMER BAAS/SAE-Stecker ausmessen, um zu gucken, wo wirklich Plus und Minus ist.
 
Thema:

2. Bionx-Akku vs. Range Extender - Überlegungen vor dem Kauf - pros & cons & offene Fragen

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