1000 Ladezyklen?

Diskutiere 1000 Ladezyklen? im Akkus, Batteriemanagement (BMS), Ladegeräte Forum im Bereich Diskussionen; Bei Bosch war es wohl eine Fehlproduktion die zum plötzlichen Ausfall des BMS geführt hat. Ebenso bei Derby Cycle. Da kommen immer wieder defekte...
Ewi2435

Ewi2435

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wie zeigen sich Probleme mit der Funktionstücktigkeit des BMS?
Gibt es hier nur „komplett nicht mehr Nutzbar“ oder gibt es auch Graubeeich bei dem man weiter fahren kann?

Kann man so ein BMS an einem verdongelten System wie zB Bosch oder Go SwissDrive reparieren oder ersetzen, wenn Garantie vorbei ist?
Kann das nur der Hersteller oder auch freie Werkstätten?
In welcher Preislage liegt man beim Ersatz des BMZ so?

Wie schont man das BMZ oder was fördert das Kaputtgehen besonders, mal abgesehen vom stümperhaften am Akku/Ladegerät rum basteln und Blitzeinschlag?
Bei Bosch war es wohl eine Fehlproduktion die zum plötzlichen Ausfall des BMS geführt hat.
Ebenso bei Derby Cycle. Da kommen immer wieder defekte Akkus zum Vorschein bei denen das BMS einfach nichts mehr macht. Reparatur nicht möglich da man die DInger nicht einzeln kaufen kann.

Bei anderen kommt es zwischendurch mal zu disbalance, oder ebenfalls plötzlichem Totalausfall. Aber das ist zum Glück eher selten.
 
jm1374

jm1374

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Klingt IMHO irgendwie logisch: meine Reifen fülle ich ja auch net an einem 1000 Bar Kompressor 💥 in 0,02 Sekunden auf 3 Bar auf und mein Steak 🥩 schneide und kaue ich in Ruhe, anstatt es am Stück hinunterzuwürgen...
Deine Berechnung war richtig, nur die Vergleiche passen nicht. Einmal hast du ein physikalisches Problem( Luftdruck), das zweite ist biologisch( Schlundverstopfung) und beim Akku laden ist es ein chemisches. Google mal nach Dendritenbildung im Lithiumakku.


@Velo66
Die Reparatur von BMZ Akkus gestaltet sich meist schwierig da das BMS nicht stromlos werden darf. Wenn das BMS kaputt ist, besteht das Problem darin Ersatz zu beschaffen. BMZ ist da nicht sehr kooperativ.
In Eigenarbeit wird man da nicht weit kommen. Entweder bei professionellen Akkubauern nachfragen oder gleich zu BMZ gehen. Funktioniert aber nur über den Umweg eines ZEG Händlers. Mit Endkunden kommuniziert BMZ nämlich nicht.
 
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K

kfs

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@Kraeuterbutter, #75
Es geht um einen Automatismus, dass man nicht wie du (und ich), den Akku pflegen muss. Das Standard BMS balanciert nicht, sondern macht ein Bleeding. Sind die Zellen ungleich, dann braucht es mehrere Bleedings bis diese balanciert sind. Beim ersten Bleeding nach «20» ausgelassenen wird eine Zelle bis 4,25V geladen und anschliessend auf 4,2V entladen, wenn man nicht sofort nach dem Laden losfährt. Wenn man jedesmal ganz auflädt (=mit Bleeding), dann bleiben die Zellen balanciert ohne dass eine Zelle über 4,2V geladen wird. So jedenfalls die Theorie, die auch für nicht verschlissene Zellen stimmt.

Die Balanciertheit kann am «LED-Voltmeter» einfach geprüft werden. Ich lade meinen total «verschlissenen» Akku nach jeder Fahrt auf. Wenn ein LED zuwenig leuchtet, dann warte ich noch bis zum nächsten Mal. Geht immer noch eine LED zuwenig an, dann werden die Einzelspannungen kontrolliert ( 11-polige Steckbuchse + Drehschalter ). Diejenigen Zellen, die zuwenig Spannung haben, werden getaktet nachgeladen mit 1A (CC 1A, kein CV).

Bei den Wenig-Fahrern passiert folgendes: Der Akku wird viel zuwenig gebleedet und kommt aus dem Gleichgewicht. Die Zellen werden für verschlissen erklärt und im besten Fall ersetzt, im schlechtesten Fall muss auch noch das BMS und das Gehäuse daran glauben. Wenig-Fahrer müssten zwingend einen Wartungsanschluss haben.

Vorstellbar wäre auch ein BMS ohne Bleeding (=Protecion Board), das eine Meldung im Klartext herausgibt, dass extern balanciert werden muss. Das ginge auch und genau das hast du gemäss #75 jahrelang gemacht. Die Zellen müssen nicht exakt die gleiche Spannung haben, es ist technisch nur die einfachste Art der Automatisierung.
 
Ewi2435

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Das mit dem Bleeding wird viel zu stark überbewertet. Wenn das BMS defekt ist gibts eine disbalance. Diese kalibriert sich aber nicht weg.

Wenn man sonst mal einen Akku bekommt zum neu machen oder weil er Probleme macht ist dieser meist 5 Jahre oder älter und die Zellen sind einfach durch und haben keine Kapazität mehr. Mir ist auch noch kein defekter Akku mit 3500mAh Zellen unter gekommen.
Letztens war ein LG MJ1 Akku da. Der hatte von Original 14Ah noch echt nutzbare 12,3Ah. Dieser Akku war aber bei den widrigsten Umständen unterwegs. Wurde dabei aber nur mit geringen Strömen genutzt. Zellen sind nun 2-3 Jahre alt meine ich.

Ich bin der festen überzeugung. Mit dem heutigen Stand der Zellen ist debalancierung kein Thema mehr. Selbstentladung praktisch nicht vorhanden und die Lebensdauer so lang das man sich keine Gedanken mehr machen muss. (Es sei denn man pendelt täglich oder nutzt den Akku anderweiltig wirklich bis aufs äußerste).
Klar sollte sein das der Akku den Strom den er bringen soll auch gut bringen kann. In 2P 20A zu ziehen und zu denken das der Akku dabei lange lebt ist natürlich quatsch.
 
MisterFlyy

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50°C sind aber sehr schnell erreicht wenn das Rad in der Sonne steht und es 35 Grad sind. Dann kommen 20A*0,1Ohm= 2V * 20A = 40W Wärme im Block dazu. Da waren die Zellen definitiv weit über 50Grad warm.
Nochmals zurück zur Temperatur, ab wann wird es kritisch?
Beim Klever kann man sich die Temperatur anzeigen lassen.
 
V

Velo66

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Go Swiss Drive CAN-Bus 45kmH
Appel gibt für die Akku Temperatur bis 35c im Betrieb an und maximal 45c und ich denke, das kann man auch auf Bike Akkus anwenden.
Ich denke meine schwarzen Akku im Sommer mit einem weissen Tuch ab und hab auf der Oberfläche so ein Thermometer angebracht.
Auf mehr als 36c ist es diesen Sommer nicht geklettert...
Ich vermute, dass es ab 45/50c langsam kritisch wird.
Die Temperatur der Zellen würde ich mir auch gerne anzeigen lassen, bei GSD aber nicht möglich.

Verwenden Sie iOS-Geräte nur in einem Temperaturbereich zwischen 0 ºC und 35 ºC. Niedrigere oder höhere Temperaturen können dazu führen, dass das Gerät sein Verhalten ändert, um seine Temperatur zu regulieren. Die Verwendung eines iOS-Geräts unter sehr kalten Bedingungen außerhalb des Betriebsbereichs kann die Batterielaufzeit vorübergehend verkürzen und ein Abschalten des Geräts verursachen. In einer wärmeren Umgebung normalisiert sich die Batterielaufzeit wieder. Die Verwendung eines iOS-Geräts unter sehr warmen Bedingungen kann die Batterielaufzeit dauerhaft verkürzen.

Bewahren Sie das Gerät in einem Temperaturbereich zwischen –20 °C und 45 °C auf. Lassen Sie das Gerät nicht im Auto liegen, da die Temperatur in geparkten Autos den zulässigen Temperaturbereich überschreiten kann.
 
S

Stift

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Das Standard BMS balanciert nicht, sondern macht ein Bleeding.
Staune immer wieder über solche Aussagen: Von den Herstellern wird nichts veröffentlicht, kein Wort von Balancing oder Bleeding, kein Wort zur Höhe der Ausgleichsströme, keine Informationen zu der im Akku verbauten Elektronik, keine Schaltungen oder Schaltbilder, keine Informationen zu den verbauten Zellen usw.

Dafür liest man dann haufenweise:

- Ich glaube
- Ich meine
- Ich habe gehört
- Ich habe gelesen
- Ich bin der Ansicht
- Ich bin der Überzeugung
- ...

Leider auch hier nach nun 86 Beiträgen nicht ein einziges Foto von einer solchen Balancing oder Bleeding-Schaltung in einem Akku von Bosch & Co :(
 
Ewi2435

Ewi2435

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Vor allen dingen ist bleeding nur ein begriff um energie zu verheizen. Dies ist beim Balancen inbegriffen. Zumindest bei den passiven Balancern. Die aktiven nutzt man im pedelec segment ja nicht.
 
K

kfs

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Ich bin der festen überzeugung. Mit dem heutigen Stand der Zellen ist debalancierung kein Thema mehr. Selbstentladung praktisch nicht vorhanden
Das freut mich ausserordentlich. Es ist glaubwürdig und ich bin gerne bereit, es zu glauben.

@Stift: Mit Akkus von Bosch&Co meinst du wahrscheinlich verdongelte Akkus. Dieses Geschäftsmodell läuft darauf hinaus, dass die Stromversorgung des Pedelecs proprietär erfolgt. Das bedeutet wiederum, dass die verdongelten Akkus keine Konkurrenz fürchten müssen und somit hohe Preise erzielt werden können. Das wiederum bedeutet, dass der Preis für das Pedelec künstlich tiefgehalten werden kann, weil das fehlende Geld durch überhöhte Akku-Preise wieder hereingeholt werden kann. Es ist doch klar, dass der Kunde keine technischen Informationen bekommt, die es ermöglichen würden, aus dem Gefängnis auszubrechen.
nach nun 86 Beiträgen nicht ein einziges Foto von einer solchen Balancing oder Bleeding-Schaltung in einem Akku von Bosch & Co
Wer interessiert sich schon für das, was Geheimniskrämer tun?
 
S

Stift

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Mit Akkus von Bosch&Co meinst du wahrscheinlich verdongelte Akkus.
Ja, alles was irgendeinen Markennamen trägt, oder unter einem solchen vertrieben wird und was man beim Fahrradhändler kaufen kann. Also kein dubioses NoName-China-Zeugs.

Wer interessiert sich schon für das, was Geheimniskrämer tun?
Wir beide. Wollten wir nicht aus dem Gefängnis ausbrechen?
 
T

Teelöffel

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Staune immer wieder über solche Aussagen: Von den Herstellern wird nichts veröffentlicht, kein Wort von Balancing oder Bleeding, kein Wort zur Höhe der Ausgleichsströme, keine Informationen zu der im Akku verbauten Elektronik, keine Schaltungen oder Schaltbilder, keine Informationen zu den verbauten Zellen usw.
Im Notebook-Forum ähnlich, viel Tamtam um Balancing und voll laden, was genaues weiß niemand.

Hatte mal einen Notebook-Akku (Lenovo) mit noch ca. 80% Kapazität, den hatte ich auf Empfehlung aus diesem Forum mal rekalibriert (eine Funktion des Energiemangers). Danach stand auf dem Bildschirm zu lesen: Ihr Akku ist defekt, kaufen Sie einen neuen. Diese Schweinerei hat mich so maßlos geärgert, dass ich den Akku geöffnet und überprüft habe. Die Zellen waren debalanciert, ein Balancer nicht vorhanden. Nur eine Akku-Zerstörungs-Elektronik. Die Zellen habe ich ausgebaut, manuell angeglichen und nutze sie bis heute in einer anderen Anwendung.

Und ja, die Zellen laufen innerhalb eines Jahres etwas auseinander. Ein Balancer könnte dies locker ausgleichen, wenn denn einer verbaut wäre. Aber man diskutiert dort heute noch über Balancer in den Notebook-Akkus, die mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht vorhanden sind.

Bei meinem neuen 48V "AEG"-Akku würde ich gerne mal nachschauen (was wegen Garantie nicht möglich ist), was da verbaut ist. Denn es wird dringend empfohlen, den Akku jedes Mal randvoll zu laden (bis der Lader automatisch abschaltet) und bei längerer Nichtbenutzung den Akku ebenfalls randvoll zu laden und den Akku auch randvoll geladen weg zu legen.

Das Falsche wird also richtig, oder das Richtige war falsch?
Was meinen die Akku-Experten?
 
Ewi2435

Ewi2435

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Emstek
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TDCM 48V 20A Bh Bikes Nitro 45km/h S-Pedelec
Wenn du 1000 Zellen kaufst, unbenutzt einlagerst und nach 5 Jahren wieder rauskramst. Was denkst du was mit der ehemals gleichen Spannung aller Zellen passiert sein wird.
Richtig gar nichts. Die Zellen sind auch nach Jahren bei exakt der gleichen Spannung wie bei Auslieferung. Die Selbstentladung somit praktisch nicht vorhanden.
Somit ist auch bei einem Akku der in Benutzung ist nicht großartig damit zu rechnen das er driftet. Es sei denn die Zellen sind defekt. Wenn sie das sind ist da aber sowieso nicht mehr viel mit Lebensdauer.

Viele beispiele aktueller Zellen zeigen keinerlei drift auch nicht nach Jahren der Nutzung. 29E zb. sowie auch bestimmt andere. Alle konnte ich nicht testen/nachweisen.
 
T

Teelöffel

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Viele beispiele aktueller Zellen zeigen keinerlei drift auch nicht nach Jahren der Nutzung.
Also werde ich den Akku nicht voll knallen und nach einem Jahr mal die einzelnen Spannungen messen.
10 Zyklen hat der Akku nun schon hinter sich, bisher alles im grünen Bereich.
 
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