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Kickstarter Kwiggle Faltrad als E-Bike aufrüsten

Dieses Thema im Forum "Plauderecke" wurde erstellt von Soeltiger, 25.11.16.

  1. Soeltiger

    Soeltiger

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    Jetzt erst habe ich über meine eigene Idee, das Kwiggle mit add-e zum E- bike aufzurüsten, entdeckt, dass diese Ideen beim Brompton Bike bereits umgesetzt wurden. Da hat mich der Administrator durch das Verschieben meines Beitrags in die Plauderecke ja richtig kreativ gemacht.;)
    Das Kwiggle als auch add-e für Brompton wurden durch Kickstarter Kampagnen gestartet.
    Wie in meinen Beiträgen berichtet, wurden auch beim Brompton zwei Varianten für den Umbau zum Pedelec umgesetzt.

    Variante Motor im Vorderrad:


    Vorteil: - Echtes Pedelec – sehr leise
    Nachteil: - Faltrad ist durch Umbau deutlich schwerer und kann ohne elektrische Unterstützung nicht mehr wie ursprünglich genutzt werden.

    Variante mit Add-e:




    Vorteil: -Um- und Abrüstung von Pedelec zum original Kwiggle dauert nur Sekunden. Daher ist das Kwiggle auch weiter als Handgepäck im Flugzeug oder für super leichten Transport mit 8 KG nutzbar.
    Nachteil: -deutliches Motorgeräusch erfordert mehr Selbstbewusstsein, macht aber auch Platz auf beengten Radwegen.

    Das Kwiggle ist jetzt bei Kickstarter auf der Zielgeraden. Noch sind es 14 Tage bis zum Ende der Kampagne. Wird das Ziel nicht erreicht, bleiben die Konten der Unterstützter unbelastet und der Erfinder muss eine alternative Finanzierung wählen. In Foren – z.B. bei Tesla Auto- wird das geringe Gewicht und Faltmass bereits diskutiert, da das Kwiggle damit problemlos ins Auto passt. Bei Tesla gibt es eine kleine zusätzliche Mulde unter der Frontabdeckung (Frunk). Damit ist dann das Kwiggle dann auch das schnellste je gebaute E-Bike :ROFLMAO:

    https://tff-forum.de/viewtopic.php?...c574843eeeb1931fce3abe48e9fd&p=334351#p334351
    Jetzt wo VW kein Geld mehr für eigene Entwicklungen hat, kann vielleicht das Kwiggle auf die Zubehörliste genommen werden. Das Kwiggle passt sicher auch in die Mulde für das Reserverad.
    Ich bleibe weiter Unterstützter des Kwiggle und hoffe auf den unverbindlichen VIP Status bei der alternativen Finanzierung.
     
  2. Soeltiger

    Soeltiger

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    Im Kwiggle sind viele Patente des Entwicklers verwirklicht. Ein Problem sind hohe Geschwindigkeiten bei kleinen Rädern zu erreichen. Mit 12“ Zoll Rad und einen Umfang von ca. 1 m benötigt man ca. 6 Umdrehungen pro Sekunde um ca. 25km/h zu erreichen. Da eine Pedalumdrehung pro Sekunde eine noch angenehme Fahrweise darstellt, ist dann eine Übersetzung von 1:6 erforderlich. Ich zähle 7 Zähne auf dem hinteren Ritzel und 44 Zähne auf dem Antriebsritzel der Pedalen, sodass die Übersetzung von 1:6 vorhanden ist.
    Das Patent des Erfinders des Kwiggle http://www.google.nl/patents/DE102011051850B3?cl=de&hl=de
    löst das Problem eine Kette über nur 7 Zähne eines Ritzels zu führen, ohne dass eine mechanische Überbeanspruchung mit Bruch auftritt. Wegen des geforderten Umfangs mit nur 7 Zähnen bleibt nur ein begrenzter Durchmesser für die eigentliche Radachse. Das Patent ermöglicht durch optimierte Anordnungen alle Hebel so zu minimieren, dass die Beanspruchungen der Achse aus dem Ritzel klein bleiben und dennoch die geforderten Torsionsmomente übertragen werden.
    Der Sportler im Kickstarter Video tritt deutlich schneller als einmal pro Sekunde in die Pedale. Auf dem Video von der Teststrecke der Eurobike http://www.imgrum.net/media/1329898949129148750_2076483386
    ist die Trittfrequenz ca. 1/Sekunde, also 25 km/h. Die im Kickstartervideo angezeigte Geschwindigkeit von über 35 km/h entspricht der gezeigten Trittfrequenz. Damit kann man mit dem Kwiggle dann auch Usian Bolt im nächsten 100 m Finale schlagen.(y) kwiggle-fold-high.jpg patent-00200001.png patent-zahnrad.png image-1084669-galleryV9-lenq-1084669.jpg
     
    Zuletzt bearbeitet: 08.01.17
  3. Soeltiger

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    In den Blogs von Lesern zu den Kwiggle Berichten kann man lesen, wie gering das Vertrauen zu Fahrrädern mit kleinen Raddurchmesser ist. :sleep:
    Das liegt natürlich an den Erfahrungen, die Leute auf schlecht durchdachten kleinen Fahrrädern gemacht haben. Es genügt eben nicht das normale Fahrrad einfach nur zu verkleinern. Die bisherigen kleinen Fahrraeder sind dann instabil, weil diese physikalisch nicht im Gleichgewicht sind. Wenn man die Fahrdynamik aber kennt, ist auch die Konstruktion kleiner Fahrräder mit stabilen Fahrverhalten möglich. Wegen des kleineren Drehimpuls muss der Schwerpunkt des Fahrers anders als beim größeren Fahrrad aufgebracht werden. Wie gut dies beim Kwiggle funktioniert, sieht man auf dem Testparkour der Eurobike.:)

    http://www.imgrum.net/media/1329898949129148750_2076483386

    Wieviel Arbeit auch in der Entwicklung eines kleinen Faltrades steckt, ist beim Lesen des Patents des Erfinders des Kwiggle erkennbar.
    https://www.google.ch/patents/DE102011055748A1?cl=de
    Das ebenfalls patentierte Getriebe ist meines Wissens für das Kwiggle bislang nicht vorgesehen.
    http://www.google.bj/patents/DE102011050447A1?cl=de&hl=de

    Deutschland ist ein Land der Erfinder. Hier im Forum wurde vor Kurzem auch berichtet, dass das Pedelec ca. 1980 zuerst in Deutschland patentiert wurde. Aber wegen Einstufung als Leichtkraftrad mit Helmpflicht und Kennzeichen sich nicht durchsetzte, und dann in Japan weiter entwickelt wurde. Die dortigen Rechtsvorschriften zur Leistungsbegrenzung wurden dann unverändert in Deutschland uebernommen, sodass heute Pedelec als Fahrräder auch bei uns gelten, aber eben überwiegend importiert werden müssen.
    Welches Schicksal wohl dem Kwiggle droht? Ich hoffe der deutsche Erfinder stabiler Kleinstfahrraeder verdient dann wenigstens gut an den Lizenzgebühren.
     

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  4. PillePalle

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    Solche Initiativen finde ich immer faszinierend. Diese ist mir völlig entgangen. Danke für den Hinweis.
    Viel mehr als der Preis oder die kleinen Räder schüchtert mich allerdings der immens steile Winkel zwischen Körperschwerpunkt und Aufstandsfläche des Vorderrades ein.
    Man sitzt in immenser Höhe fast über dem Vorderrad.
    Bremsen ist so -by design- quasi unmöglich.
    Mögliche ABS-Funktion hin oder her. Das ändert nichts mehr.
    Damit in einer Fußgängerzone zu fahren ist grob fahrlässig bis hirnrissig.

    Eigentlich nur konsequent, dass bei der light edition die Vorderradbremse gleich weggelassen wird. Entschärft die verm. katastrophale Fahrdynamik zwar nicht, spart aber immerhin Gewicht. Eigentlich könnte man die Hinterradbremse auch noch wegoptimieren.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10.01.17 um 13:12 Uhr
  5. Soeltiger

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    Hallo, ich freue mich dass jemand mal wieder in der Plauderecke antwortet. Es war ja eine etwas einseitige Unterhaltung geworden. Aber da das Thema gelesen wurde, hatte ich einfach weiter gemacht. Diese Idee mit Crowdfunding finde ich auch faszinierend, da eine grundsaetzliche gute Idee so ohne eigenes Geld verwirklicht werden kann.
    Die Meinung von PillePalle wird ueberwiegend in den Blogs zum Kwiggle geteilt. Ich bin aber anderer Meinung, da im Patent auf die Bedenken bereits eingegangen wird. Der Erfinder hat sich mit der Fahrdynamik auseinandergesetzt, und hat in 7 Jahren der Entwicklung an Prototypen die pendelnde Bewegung des Sattels als fahrdynamisch stabile Lage bei kleinen Drehimpuls der Räder gefunden. Es stimmt auch nicht, dass der Schwerpunkt ueber dem Vorderrad liegt, sondern er liegt kurz vor der Achse des Hinterrades. Daher ist beim Bremsen die Hinterradbremse am effektivsten und sicherer. Um einen Überschlag zu vermeiden, muss die Vorderradbremse mit ABS vor dem Blockieren gesichert sein. Eine Vollbremsung aus 30 km/h ist als Video vom Erfinder bei Kickstarter zu sehen. Das Kwiggle bremst absolut sicher und kontrolliert ab. Wie bereits erklärt haben die Leute nur deshalb Bedenken, weil die bislang nur verkleinerten Fahrräder instabil sind. Das Kwiggle ist aber grundsätzlich anders. Es ist mit den viel grösseren Rädern auch sicherer als jeder Scooter, die ja auch viel gekauft werden.
    Wer Unterstützer auf Kickstarter wird, soll gemäß Update 6 bei Erfolg von Kwiggle ein zusätzliches Kwiggle später erhalten. Dies ist ein weiterer Bonus zum reduzierten Preis des ersten bezahlten Kwiggle.
     
  6. PillePalle

    PillePalle

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    Hast du einen Link auf das erwähnte Video?
    Nah. Grundsätzlich ist immer die Vorderradbremse am effektivsten. Wobei in dieser Konstruktion viel Mut gefordert ist. >weglassen macht Sinn

    P.s. ich habe das Video gefunden.
    Geschätzte >20m. aus 32kmh auf trockener Straße bestätigen diese These. Leider.
    Mit einem MTB stehe ich nach spätestens 5m... Der Kompromiss ist schon heftig.
    Ich hätte Schiss auf dem Teil.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10.01.17 um 16:03 Uhr
  7. Habberdash

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    Ich verstehe die Bedenken vollauf. Andererseits war ein Händler aus meiner Nachbarschaft von einer längeren Probefahrt begeistert. Er berichtete von einem sehr guten und dynamischen Fahrgefühl nach kurzer Eingewöhnungszeit. Der Mann ist über 1m90 gross und betreibt einen Faltradladen. Ich unternehme auf jeden Fall mal eine Probefahrt wenn sich eine Gelegenheit ergibt.
     
  8. Soeltiger

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    Das tolle an der Erfindung des Kwiggle ist, dass ein durchschnittlich trainierter 50 Jahre alter Mensch fast die Sprint Geschwindigkeit im 100m Finallauf einer Weltmeisterschaft erreichen kann, und das Kwiggle im Gegensatz zum großen Fahrrad immer mitgeführt werden kann. Das Risiko beim Abbremsen muss man sich dabei aber bewusst sein. Ein großes Fahrrad belastet beim Bremsen günstig zusaetzlich das Vorderrad, sodass hier die Bremskraft am höchsten ist, und wegen des langen Radstands kommt es schwerer zum Überschlag. Beim Kwiggle muss die Umlagerung der Kraft auf das Vorderrad wegen des kurzen Radabstandes begrenzt werden. Daher bleibt die Gewichtskraft auch beim Bremsen des Kwiggle mehr auf dem Hinterrad als beim grossen Fahrrad. Hier gebe ich PillePalle recht, dass der Bremsweg beim Kwiggle bei vergleichbarer Geschwindigkeit wahrscheinlich länger ist, weil die zusaetzliche Massentraegheit auf dem Vorderrad nicht genutzt wird.
    Mit der Bremsenergie m x v x v / 2= F brems x l brems< G x 0,5 x l brems = m x g x l brems gilt:
    Bremsweg l brems = v x v /20 = 8 x 8 x 2 / 20 = 6 m für 8 m/s (30 km/h)
    Bremsweg l brems = v x v /20 = 5 x 5 x 2 / 20 = 2,5 m für 5 m/s (18 km/h)
    Ich denke mit dem Kwiggle ist man im Stadtverkehr selten mit 30 km/h unterwegs. Wegen des quadratischen Zusammenhangs von Bremsweg zur Geschwindigkeit sollte man mit dem Kwiggle in der Stadt dann sicher bremsen können. Aber PillePalle hat schon recht, dass ein normales Fahrrad sicherer ist und das das Kwiggle ein Kompromiss ist. Dafür ist es aber auch immer am Mann, im Auto, auf dem Segelboot sogar auf der Flugreise.
     
  9. Habberdash

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    Sonst gibt es noch dieses Rad von Sinclair, bereits mit Elektromotor.
     
  10. Soeltiger

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    Hallo Habberdash, das A-bike wird im Patent vom Kwiggle auch als instabiles Fahrrad zitiert. Es gleicht etwas meinem Handybike - siehe vor- , dass ich auch selbst zum Pedelec umgebaut hatte. Nach Umbau zum Pedelec mit Handgas ist der Drehimpuls ausreichend für stabile Fahrten. Allerdings nur bis zum nächsten Bordstein, da mit diesen kleinen Rädern jede Stufe bedeutet vor eine Wand zu fahren. Spätestens bei Dunkelheit muss man dieses Fahrrad schieben. Das A- Bike ist eine Fachwerkkonstruktion mit geringer Materialauslastung und deutlich günstiger herzustellen als das Kwiggle. Dessen Rahmen ist hoch belastet, aber dient auch als Federung ohne weitere schwere Federelemente.
     
  11. Habberdash

    Habberdash

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    Es ist mir schon klar, das A-bike ist ein instabieles Spielzeug und ich möchte dies nicht empfehlen. Das Kwiggle hat vielleicht auch ein wenig kleine Räder, ich weiss nicht wie gut man damit Tramschienen quert. Auch die bescheuerten 2-3 cm Bordsteine bei jedem Übergang von Radwegen könnte unangenehm sein.