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Federgabeln für Rollenbremsen oder Trommelbremsen?

Dieses Thema im Forum "Fahrradkomponenten" wurde erstellt von rad-IO, 06.01.17.

  1. rad-IO

    rad-IO

    Beiträge:
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    Hallo,

    Geführt von Google komme ich zu dieser alten Diskussion dazu. Für mich ist sie immer noch aktuell, weil ich ein bestehendes Rad mit Trommelbremse und Nabdyn vorn verbessern möchte, weil die Gabel nicht so berauschend ist. An sich will ich nur eine echt bessere Gabel...

    Das Rad wird als Trekking-Rad benutzt, und der Rahmen ist auch eher ein Trekking-Rad-Rahmen, 28", nicht für MTB-Gabel vorgesehen. Die aktuelle Ausstattung mit Trommelbremse und Nabdyn finde ich klasse: Man wird tagsüber mehr gesehen, weil man immer Licht an hat. Die Trommelbremse verlangt kaum Wartung und wirkt auch bei Niederschlägen und Dreck. Sand, ein häufiger Belag bei Radwegen, macht ihr fast nichts aus. Trommelbremsen sind auch im Tandembau seit Hundert Jahren geschätzt und sichern dabei nicht nur 2 Menschen sondern manchmal den Nachwuchs. Das ist meine Meinung! Meine erste Trommelbremse, eine Wippermann-Bremse Baujahr 194x-195x, schrieb mir Fa Wippermann damals, als ich neue Beläge kaufen wollte, um sicherzustellen, dass sie "frisch" genug sind, die Bremse war neuwertig, aber mehrere Jahrzehnte lang beim Händler gelegen, habe ich selbst 1970 im Schauf-Tandem verbaut. Auch die Beläge entsprachen normalem Bremsbelegmaterial wie in der Kraftfahrtechnik, war 1970 als Meterware bei der großen Niederlassung von TipTop-Vulkanisierprodukte erhältlich, und ließen sich anstandslos anstelle der alten auf die Backen drauf nieten. Das Tandem von Schauf, das mit Duomatic zur Auslieferung gekommen war, bekam damit eine 5-Gang-Schaltung (die Wippermann-Trommelbremse hatte das Gewinde für Zahnradsätze), die erst das Tandem wirklich benutzbar machte (Neckar-Tal und Anhöhen). 100 Jahre kam auch Autos mit aus...

    Mit der Scheibenbremse bin ich nicht wirklich zufrieden: oft musikalisch oder gar laut, und überraschend was Schmutz und (zum Teil sehr weit reichende) Folgen davon anbelangt, oder gar Äste, die von den Speichen hochgenommen werden, so ist es bei Trekking-Rädern... Ok, am Berg oder Downhill sind Scheibenbremsen unumgänglich, aber am Niederrhein, wo die Landschaft wie in Holland aussieht? Holländer bremsen nicht umsonst heute noch vorzugsweise mit Trommel- oder Rollenbremsen!

    Es ist nur so, dass luftgefederte Gabel für Trekking-Räder nur von Rockshox (SRAM) mit nur 50 mm Federweg und 28" angeboten werden, und das SRAM nur 2 Bremssysteme vorgesehen hat, diejenigen, die bei u.a. MTB's geläufig sind: Felgen- oder Scheibenbremsen.

    Felgenbremsengabel von SRAM mit Luftfederung sind noch "erschwinglich"; diejenigen für Scheibenbremse sofort viel teurer.

    Meine Frage dazu: Sind Anpassungsvorschläge für Trommelbremse an solchen Gabeln, auch im Bereich Pedelec hochinteressant, bekannt?

    LG
     
  2. bastl-axel

    bastl-axel

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    Ehrlich? Ich dachte, so was wird von Rock Shox gar nicht mehr hergestellt und nur noch Lagerbestände werden verkauft.
    Wenn mit Cantisockel für V-Brake, dann nur von anderen Herstelllern und mit Stahlfederung.
    Sram gehört zwar die Fa.Rock Shox, aber Sram verkauft die Gabeln trotzdem nicht unter dem Namen Sram, sondern behielt den alten, gut bekannten, Namen Rock Shox.
     
  3. Ehespons

    Ehespons

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    Muss es denn dann am Niederrhein unbedingt eine Federgabel sein? Meine Federgabel hat nach ca. 17 TKM aufgegeben und ich bin jetzt mit Starrgabel (Alu von Kinesis) unterwegs - + Parallelogrammsattelstütze. Auf Kopfsteinpflaster fährt es sich so wesentlich angenehmer. Lediglich bei Löchern auf dem Weg, die man eigentlich umfährt, oder stehend ausfährt, war die Federgabel angenehmer. Kurzum ich empfehle eher eine gute Starrgabel und würde mir bei einem neuen Rad keine Federgabel mehr kaufen. Grob ein Kilo spart das dann auch noch ein. Die Kinesis gab es in verschiedenen Varianten mit lowriderösen, nur Scheibe, nur FelgenBr. und auch beides.
    Ehespons
     
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  4. dorftrottel

    dorftrottel

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    Hallöchen,
    Klasse finde ich
    ellenlanger Beitrag aber kein Tipp
    was für eine Trommelbremse oder vielleicht doch eine Rollenbremse ?

    Bei der Rollenbremse gibt es 2 Ausführungen eine davon wäre für eine Scheibenbremstaugliche Federgabel.
    Bekannt ist mir nur noch die SA-Kombi , die hat eine andere Haltearm-Länge, geht glaube nur an Starrgabel
    Sram i-Break wird's ja nicht sein.

    Also Dynamo-Hersteller und Brems-Typ wäre hilfreich, dann kann vielleicht geholfen werden
     
  5. rad-IO

    rad-IO

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    ja gut, ich bin kein Gewerblicher sondern tue das für den Eigenbedarf! Wenn ich (noch) eine Gabel kriege, bin ich zufrieden.

    Wenn ich keine kriege, erheben sich die Fragen, a/ ob Gabeln mit 63 mm Federweg von RST oder Suntour wirklich gefährlicher für den (für Stahlfeder-/Elastomer-Gabel ausgelegten) Rahmen (Original Federweg habe ich nicht greifbar, ist glaube ich in den Service-Unterlagen nicht genannt, oder hab es übersehen) ist, als eine Gabel mit 50 mm Federweg und b/ ob man den Federweg nicht beschränken kann, c/ ob eine Federgabel mit Elastomer-/Stahlfeder wirklich besser federt, als eine etwas harter (um den Federweg möglichst kurz zu halten) eingestellte gute Air-Federgabel eines dieser namhaften Hersteller.

    Das hängt von vielen Faktoren ab: wie viel du fährst (wir je 1100 km monatlich wirklich jeden Monat, also Sommer wie Winter, seit fast 10 Jahre). wo Du fährst (wir in einer der feindlichsten Fahrradstädte der Republik=Radwege total kaputt aber Pflicht auf den allermeisten Strecken. Nullborde wirklich "null" sind die Ausnahme (Versehen / Planungsfehler sogar der radfahrerfeindlichen Verkehrsplaner / Trainee, der nicht wusste, dass man sich radfahrerfeindlich verhalten muss?), die Radrouten des ADFC sind oft extrem alt und das spürt man im Lenker und im Gesäß... Wie Du fährst (unser Schnitt ist 19 km/h bei obiger km-Leistung) und wie alt Du bist / was Dein Gerippe/Nerven alles noch verträgt... Sagen wir so: Sohn, 33, benutzt eine Federgabel an einem Rad (Trekkingrad und Rad zur Arbeit) und beim Anderen nicht (Rennrad). Tochter (29) benutzte für einen 2000 km Urlaub von D nach Italien "steife" Steppenwolfs, aber fährt in Hamburg zur Arbeit gern mit einem vollgefedertem Utopia Vektor. Ich bin über 70 und die Wege sind hier schlechter als in Hamburg an der Alster...

    Also mir steht auch eine Sattelstütze mit Parallelogramm von Cane Creek aus einem Rad, das ich nicht mehr habe, zur Verfügung. Aber eine Vollfederung ist etwas anderes.

    Mein Schwager, obwohl 10 Jahre jünger, ist enorm glücklich an ihren vollgefederten E-MTB's (von Rose). Er wohnt sozusagen "auf" dem Donau-Ufer-Weg auf dem Land, und sobald man den Uferweg verlässt, dann braucht man eine Gelände-Fahrrad mit guter Anstiegfähigkeit, daher Elektro, so schlecht sind da die Seitenwege an den Donauanhöhen... Ein MTB braucht er an sich nicht, sondern nur ein zweifelsohne stabiles Trekkingrad, nur das E-MTB tut's auch perfekt, natürlich...

    Ich hatte mir dieses Rad gemerkt:
    * Größe: ETRTO 622 x 22
    * Nabe: Alu-Nabe mit Vollachse und Hutmuttern, silber
    * Felge: Westwood ST32 Felge aus Nirosta-Stahl, silber
    * Speiche: Niro 2,34 mm, 36 Loch fen,
    * mit Strurmey Archer Trommelbremse und Nabendynamo, inkl. Überspannungsschutz! (A-SM-DH10A)

    Würde ich als "ideal" betrachten.

    Hinten die gleiche Felge, aber da Rollenbremse.

    Danke für den Hinweis! Ich würde der Einfachheit halber aber vorn eine Trommelbremse vorziehen: Ich habe damit Erfahrung auch am Tandem, und bin damit immer sehr zufrieden gewesen.

    Allen danke!

    LG
     
  6. Stuggi Buggi

    Stuggi Buggi

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    Xofo CST 250W, KT36ZWS, Samsung 25R
    Da gibt es vermutlich auch unterschiedliche Ausführungen.

    Zwecks Montage an einer IS - Aufnahme benötigt man wohl nur einen abgewinkelten Flachstahl: http://www.headroomx.de/index.php/fahrrad-de/fahrradtechnik/63-trommelbremse-an-is2000

    Bei einem PM - Sockel halt noch einen Adapater für einen IS - Bremssattel verwenden.