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Anschaffung des ersten E-Bikes steht an - was sollte ich meiden?

Dieses Thema im Forum "Kaufberatung" wurde erstellt von Gabe, 09.06.16.

  1. Gabe

    Gabe

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    Hallo,

    ich habe schon länger über den Kauf eines E-Bikes nachgedacht, allerdings fehlte mir das nötige Kleingeld. Nun erhalte ich aber die Möglichkeit, über meinen Arbeitgeber ein Fahrrad zu leasen.

    Erst mal ist es unheimlich schwierig, sich im Produktangebot zurechtzufinden. Meine Anforderungen: Werde es vor allem zum Pendeln zur Arbeit nutzen, also insgesamt knapp 40 km täglich durch die Großstadt (Berlin). Somit vor allem Asphalt und Radwege, mit vielen Stops wegen Ampeln. Ich lege Wert auf eine komfortable Sitzhaltung, niedrigen Wartungsaufwand, möglichst konstant hohe Durchschnittsgeschwindigkeit bei geringem eigenen Krafteinsatz (Stichwort Anfahrhilfe, um schnell von der Ampel wegzukommen). Preis sollte nicht deutlich über 2500 Euro liegen. In Frage kommen übrigens nur normale Pedelecs, da ich keinen Führerschein habe.

    Ich möchte ein Herrenrad, ich wiege um die 90 kg.

    Nach etwas Herumlesen, auch hier im Forum, scheint mir das Bulls Greenmover Lacuba Plus ein für mich sehr attraktives Modell zu sein. Oder allgemein ein Trekking-E-Bike. Verkehrssicherheit, Gepäckträger etc sind auch wichtig.

    Nun ist es aber so, dass ich nicht unbedingt die freie Auswahl beim Modell haben werde, da nur bestimmte Händler an dem Leasingprogramm meines Arbeitgebers teilnehmen. Das Bulls Lacuba wird offenbar nur von einem überhaupt angeboten, und der hat nur noch eine für mich viel zu kleine Rahmengröße lieferbar. Also muss ich mich wohl nach Alternativen umsehen bzw werde letztlich eines der Modelle nehmen müssen, die der Händler mir anbieten kann.

    Als Neuling daher meine Frage: Gibt es Marken, Modelle oder Komponenten, die ich auf jeden Fall meiden sollte? Also zB Motorentypen, die als allgemein schlecht gelten, oder Marken, wo Preis/Leistung schlecht sind, und ähnliches. Der Händler wird mir sowas ja nicht ehrlich sagen, die verkaufen einem ja immer bevorzugt, was sie eben gerade loswerden wollen.
     
  2. Gabe

    Gabe

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    Hier als Denkhilfe einige Modelle, aus denen ich voraussichtlich wählen könnte:

    CANNONDALE KINNETO MENS EQUIPPED
    KTM ITERO POWER STREET 10
    DYNAMICS CITYDRIVE F-7
    Sinus BT50
    Cube Touring Hybrid 400
    Ghost Andasol Trekking 4
     
  3. Michael.HH

    Michael.HH

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    möglichst konstant hohe Durchschnittsgeschwindigkeit ??

    Ich will dir das nicht vermiesen, aber das einzige Verkehrsmittel was eine konstant hohe Durchschnittsgeschwindigkeit in Hamburg garantiert ist die U-Bahn. Berlin schätze ich ähnlich ein. Hier stehe ich nur vor roten Fussgängerampeln. Nerv hoch 2. Und das täglich 2 x 20 km ?
     
  4. Reiner

    Reiner

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    Für ein S-Pedelec braucht man keinen Führerschein,es reicht eine Mofa-Prüfbescheinigung.Kosten hierfür 50-150€.Von wo nach wo in Berlin solls denn sein?
     
  5. oskar97

    oskar97

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    Vielleicht solltest Du erst mal mitteilen/eingrenzen, welche Modelle überhaupt im Rahmen des Leasingprogramms zur Auswahl stehen. Generell würde ich für schnelle Ampelstarts einen guten Nabenmotor vorziehen, in sofern wäre das Lacuba Plus wohl keine so gute Wahl. Zudem ist der Brose-Motor eher für seine leise, aber nicht extrem starke/bullige Unterstützung bekannt. Wenn es eher in Richtung "Mofa" gehen soll, würde ich z.B. ein Lacuba mit Heckantrieb nehmen.
    Es gibt bei den 25er-Pedelecs Modelle, die bei exakt 25 km/h abregeln, mit anderen (z.B. meinen BionX) kann man konstant 27 km/h fahren. Bei häufigen Stopp and Gos wird das aber keinen signifikanten Unterschied machen.
     
  6. Gabe

    Gabe

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    Hohenschönhausen <> Charlottenburg. Hm, aber S-Pedelecs sind auch deutlich teurer, oder? Und ich müsste Helm tragen etc. Ich glaube das ist nichts für mich. 27 km/h reichen schon aus. Darf man mit S-Pedelecs mit 45 km/h überhaupt auf Radwegen fahren?

    Der öffentliche Nahverkehr in Berlin ist in den 13 Jahren seit ich hier wohne konstant immer schlechter geworden. Bahnen und besonders Busse sind unpünktlich, fallen auch gerne mal komplett aus oder sind stark gestört, häufig auch ohne Schuld der BVG (Vandalismus, randalierende Besoffene etc.). Auch wenn alles püntklich ist, sind die Bahnen immer überfüllt und voll stinkender und oft aggressiver Penner, die einen belästigen.

    Seit meinem letzten Umzug sind es zudem eben 18-19 km Arbeitsweg statt von meinen Wohnungen zuvor maximal 12, und die Öffis fahren auf der Route sehr große Umwege. Dazu kommt, dass ich noch zwei nicht ganz kurze Fußwege von der Wohnung bis zur Tram und von der Zielhaltestelle bis zum Büro habe. Da hat ein Fahrrad, mit dem man direkt von Tür zur Tür fahren kann, also einen großen Vorteil. Sogar mit einem normalen Bike wäre ich vermutlich in etwa genauso schnell wie mit den Öffis, aber 38-40 km täglich sind mir einfach zu viel, ich fahre nicht zum Spaß mit dem Rad sondern möchte möglichst zügig und nicht verschwitzt zur Arbeit und zurück kommen.

    Somit denke ich, dass ich mit dem E-Bike schneller sein werde als mit der Bahn, und selbst wenn ich am Ende nur gleichschnell bin, sähe ich es als Vorteil, da ich flexibler bin und mich nicht in überfüllte Bahnen zwängen muss. In meinem Wohnbezirk fahren die Bahnen abends auch nur noch alle 20 Minuten, da muss man immer planen wann man losgeht. Da ist man mit dem Fahrrad sehr viel freier.
    --- Beitrag zusammengeführt, 09.06.16 ---
    Ich habe ja in meinem zweiten Beitrag einige Modelle genannt, die zur Auswahl stünden.

    Das mit dem Nabenmotor klingt schon mal sinnvoll, danke.

    Welcher Motor ist dafür dann besser? Bosch?
     
  7. oskar97

    oskar97

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    Bosch ist ein Mittelmotor.
    --- Beitrag zusammengeführt, 09.06.16 ---
    Dass Beitrag von Dir war, habe ich übersehen, sorry...
     
  8. Gabe

    Gabe

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    Es ist jetzt auch nicht so, dass da alle 50 Meter eine Ampel kommt. Auf den 18 km sind etwa 15 Ampeln, und die sind ja auch nicht immer alle rot ;) Mit dem E-Bike kann man vermutlich nach etwas Erfahrung auf der Strecke auch exakt so fahren, dass man zumindest teilweise Grüne Welle hat.

    Wie gesagt würde mich vor allem interessieren, ob es Modelle/Marken/Komponenten gibt, die bekannte Schwächen und Mängel haben, die einem im Laden oder bei einer Testfahrt aber nicht sofort auffallen würden. Wenn ich irgendwas bei Amazon kaufe, orientiere ich mich stark an Kundenbewertungen. Damit vermeidet man in der Regel zumindest totale Gurkenprodukte. E-Bikes haben bei den Händlern aber meistens überhaupt keine Kundenbewertungen, oder nur sehr wenige. Der Markt scheint noch zu klein zu sein.
     
  9. Michael.HH

    Michael.HH

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    Du hast die Musikanten vergessen. Ich habe es zuletzt in Hamburg so gemacht: wenn ein Tourtreffpunkt in der Stadt war, bin ich die 2 km mit dem Rad bis zur U-Bahn, habe dort ein Tagesticket gelöst und bin dann am Zielort die letzten Meter zum Treffpunkt wieder geradelt. Was die Arbeit betrifft, geht das natürlich nur bei Gleitzeit, weil man das Rad hier erst ab 9 Uhr mit in die Bahn nehmen darf. Fahr die Tour doch erstmal mit einem gewöhnlichen Rad ab und entscheide danach, was geht.
     
  10. Reiner

    Reiner

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    Nein,brauchst du nicht.Aber ein normales Pedelec reicht bei der Strecke,die Vorteile eines S-Pedelec würdest du nur erfahren wenn du dich todesmutig ala Fahrradkurier auf die Strasse wagen würdest.

    Mittelmotor brauchst du nicht,ein großer Akku ist wichtig.Zu deinen angegebenen Pedelec können andere vielleicht etwas sagen.
     
  11. Gabe

    Gabe

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    S-Pedelec erscheint mir für die Stadt sowieso viel zu gefährlich, die Autofahrer denken man ist ein normaler Radfahrer da man es dem Bike nicht ansieht, aber man fährt fast doppelt so schnell. Und bei nem Sturz oder Kollision mit 45 km/h ist man ganz schnell Krüppel oder tot.

    Ich finde gar keine Pedelecs, die keinen Mittelmotor haben. Sehe überall nur Brose oder Bosch.

    @Michael.HH: Rad in der Bahn mitnehmen ist keine Option. Auch nach 9 Uhr ist es immer so voll, dass man da den Hass der Leute auf sich zieht, sofern man überhaupt in die Bahn reinkommt. Außerdem bräuchte ich eine Fahrradkarte, was ganz schön teuer ist. Macht also gar keinen Sinn.
     
  12. Michael.HH

    Michael.HH

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    Na dann viel Glück. Meine Durchschnittsgeschwindigkeit in Hamburg mit dem Pedelec betrug weniger als 10 kmh die Stunde. Was nicht verwundert, für Autos liegt die auch unter 30 kmh. Eigentlich kannst Du jedes Pedelec nehmen, das dir gefällt und auf dem Du gut sitzen kannst. Die Fahrstrecke ist ja nicht besonders anspruchsvoll. Probefahrten wären sinnvoll.
     
  13. Miraculix70

    Miraculix70

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    Hallo @Gabe

    1. Als absoluter Hinterrad-Nabenmotor-Enthusiast wäre das KTM E-Street mit Abstand wohl meine 1. Wahl... - leider habe ich keine Ahnung, ob dieses Modell irgendwo per Leasing zu erstehen ist...

    2. Helm tragen sollte man sich - meiner Meinung nach - selbst zur Pflicht machen... - Welcher Vater / welche Mutter würde seine Kinder ohne Fahrradhelm strampeln lassen??
    Und ja - bei S-Pedelecs - ist das Helmtragen sehr wohl verpflichtend.

    3. Bei vielen Vorteilen eines SPed als Pendelmobil (ab gewisser Strecke/ Terrain) sehe ich den größten praktischen Nachteil bei den S-Peds tatsächlich darin, dass Radwege weder inner- noch ausserorts (was für Dich ja nicht relevant ist) befahren werden dürfen... - ob dies nur eine Ordnungswidrigkeit darstellt würde mich nicht mal so sehr jucken... - aber im Schadensfall... - da wird das Ganze dann nicht mehr so lustig!

    Viel Erfolg beim Tipps-Sammeln und dann bei der hoffentlich guten Wahl... - Kompliment aber auch für Deinen Arbeitgeber, dass er dies anbietet...!

    Beste Grüsse aus dem Taunus
    Oliver
     
  14. Reiner

    Reiner

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    Bitte nicht solche falschen Infos verbreiten.Es wurde hier schon ausreichend behandelt das es keine Helmpflicht gibt bei S-Pedelec.
     
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  15. Reinhard

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    Meist nur aus Gruppen-Zwang ... ähnlich wie Helikopter-Eltern.
     
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  16. Gabe

    Gabe

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    Hm, das KTM E-Street finde ich leider bei keinem in Frage kommenden Händler. Dabei sieht es wirklich gut aus.

    So schlimm wird das hier mit Sicherheit nicht. Teil meiner Route sind einige Bundesstraßen und der Weg durch den Tiergarten, da sind lange Geraden ohne Ampeln dabei, oder nur kleine Nebenstraßen, wo man die Ampel meist gefahrlos auch bei Rot überfahren kann. Die Route ist zu ca. 65% identisch mit der von einer früheren Wohnung in Friedrichshain, die ich damals regelmäßig mit dem Rad gefahren bin, und da kam ich immer gut durch.
     
  17. Michael.HH

    Michael.HH

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    Einen Mittelmotor wie Bosch, Panasonic u.a.brauchst Du eigentlich nicht, aber die meisten Radhändler haben sich auf die eingeschossen und bieten wenig anderes an. Vorteil: Du kannst mit denen im Urlaub auch bergige Regionen abfahren.
     
  18. Reiner

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    Ooops,grade erst gesehen,das fett markierte ist auch falsch.
     
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  19. Gabe

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    Wenn ich google, sehe ich auch überall, dass S-Pedelcs keine Radwege benutzen dürfen und Helmpflicht herrscht. Naja, mir ist es wurscht da es mich nicht betrifft.

    Bei einem Händler habe ich einige andere KTM-Modelle gefunden. Aber nach wie vor kein einziges mit Heckantrieb.

    Wie ist das eigentlich, wenn man die 25 km/h erreicht? Wird man danach aktiv gebremst, oder ist der Übergang fließend und man muss halt nur die über die 25 hinaus erforderliche Kraft allein aufbringen?
     
  20. Michael.HH

    Michael.HH

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    Da Pedelecs recht schwer sind ( ca.23 kg) wirst Du es wahrscheinlich bei den 25 kmh belassen. Zum Vergleich: mein Stevens Cross wog ohne e-Anbauteile 12 kg. Das fährt sich stromlos schon lockerer.