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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Umbau auf Mofabetrieb



Heinzie
05.01.2009, 18:36
Kann uns jemand sagen, wie man ein (in Deutschland gekauftes) Elektrofahrrad mit Tretunterstützung (und vorhandenem Gasgegriff) auf Mofabetrieb umbauen kann? Im Grunde müßte man irgendwie den Tretsensor austricksen.

Kraeuterbutter
05.01.2009, 18:45
solltest vielleicht angeben, um was für ein Radl es sich handelt..

aber mal so ins blaue geschossen würd ich sagen:
das einfachste: einen neuen Regler verbauen der das kann (30-50 Euro)

maxandig
05.01.2009, 19:12
Im Grunde müßte man irgendwie den Tretsensor austricksen.

Ja, es wäre doch nicht allzu schwer, die vom Pedelec-Sensor gelieferten Impulse durch eine einfache Elektronik zu simulieren... wenn es nur darum geht, dem Controller zu sagen, daß getreten wird. Aber da wäre es schon gut zu wissen, um welches Pedelec bzw. welche Steuerung es in deinem Fall geht.

Max

Reinhard
05.01.2009, 19:44
Dir ist klar, das Du dann eine Betriebserlaubnis bzw. Einzelabnahme haben musst, um damit legal unterwegs zu sein?

Heinzie
05.01.2009, 22:13
Z.Z. habe ich ein Bike von specialbikes.at mit 24V/8.5Ah (das hat den Mofabetrieb sogar standardmäßig, per Schalter kann dieser anstelle der Tretunterstützung gewählt werden). Da der Akku bald erneuert werden muß, habe ich vor, auf ein anderes Rad umzusteigen. Vielleicht auf Alu-Rex mit 36V/12Ah - das hat ein Kumpel von mir und ist zufrieden. Kann im Werksverkauf günstig erstanden werden. Was für ein Controller da drin ist, weiß ich (noch) nicht.

didi28
05.01.2009, 22:36
... Da der Akku bald erneuert werden muß, habe ich vor, auf ein anderes Rad umzusteigen. Vielleicht auf Alu-Rex mit 36V/12Ah

Das Erste von denen ?:

http://www.prophete.net/produkte_gruppen.php?GRUPPE=Fahrr%E4der&UNTER_GRUPPE=Elektrofahrrad%20mit%20Fahrunterst%FC tzung

Heinzie
05.01.2009, 22:50
Ja, genau.

didi28
05.01.2009, 22:55
3 Gänge sind etwas wenig. Blei-Gel-Akkus ?

maxandig
06.01.2009, 14:30
3 Gänge sind etwas wenig.

Warum eigentlich? Das vordere Kettenblatt von dem Rex (26"-Räder) hat 36 Zähne und das hintere Ritzel 16. Wem die Kadenz bei 25 km/h zu hoch ist, kann problemlos hinten ein 13er Ritzel einbauen.
Die 3-Gang-Nabenschaltung mit 1:0,73 bzw. 1:1,36, also 186%, reicht m. E. für so ein Gefährt vollkommen aus.


Blei-Gel-Akkus ?

Ja, 3 x 12V Blei-Gel-Akkus (36 V)

Max

Kraeuterbutter
06.01.2009, 17:35
erkundige dich mal bei Special-Bikes
ich denke, es wird kein PRoblem sein, einen 36V-Akku bei deinem Rad zu verwenden

also wenn nur dein Akku müde ist, musst nicht unbedingt auch gleich das ganze Rad tauschen

Troubleshooter
06.01.2009, 17:36
3 Gänge gehen mit dem Pedelec schon, allerdings sind 7 schöner (und für ein Stadtfahrrad und nicht 100% Performance völlig ausreichend). Die Tretkraft effizient genutzt bedeutet gleichzeitig Energie im Akku gespart!

peline
06.01.2009, 17:51
Z.Z. habe ich ein Bike von specialbikes.at mit 24V/8.5Ah (das hat den Mofabetrieb sogar standardmäßig, per Schalter kann dieser anstelle der Tretunterstützung gewählt werden).

So eins hab ich u.a. auch. Kannst du ohne Probleme einen 36 Volt Akku anschließen. Fährt dann über 30 km/h.

DIDI könnte das bestimmt beantworten, aber wahrscheinlich ist es eh egal, ob du nun einen Drehgriff bei 25 ode bei 30 km/h dran hast. Versicherungsschutz ist wahrscheinlich eh futsch.
Aber einen Drehgriff kann man natürlich schneller nachweisen als die zu hohe Geschwindigkeit, insbesondere wenn das Rad nach einem Unfall Schrott ist.

Gruß Peter

Heinzie
06.01.2009, 18:30
Bei dem Rad von specialbikes habe ich schon zahlreiche Stunden mit Umbauarbeiten und Reparaturen verbracht. Insbesondere habe ich mir auch zwei Akkus draufgebaut (was bei meinem Gewicht von ca. 100kg dann dazu führt, daß bisweilen Speichen des Hinterrades brechen bzw. reißen). Der eine wird langsam müde, der andere geht noch.

Die Kosten für den Austausch der Akkus sind höher, als wenn ich mir gleich das Rad von Rex (z.B. im Werksverkauf) neu kaufe - und dieses ist in der Qualität m.E. nach besser und hat mit einem Akku eine höhere Energiemenge (nämlich 432 WAh) als das Rad von specialbikes mit zwei Akkus. Der Vorteil dieses Rades jedoch ist - aus meiner Sicht - der durch Umschalten mögliche Mofabetrieb, auf den ich jetzt nicht mehr verzichten möchte.

Auch wäre eine nicht nachlassende Motorunterstützung über 25km/h hinaus (vielleicht bis ca. 30km/h) für mich durchaus von Interesse. Ich fahre viel auf Privatwegen, so daß die gesetzlichen Regelungen für mich nicht so wichtig sind.

didi28
06.01.2009, 19:20
DIDI könnte das bestimmt beantworten, aber wahrscheinlich ist es eh egal, ob du nun einen Drehgriff bei 25 ode bei 30 km/h dran hast. Versicherungsschutz ist wahrscheinlich eh futsch.
Aber einen Drehgriff kann man natürlich schneller nachweisen als die zu hohe Geschwindigkeit, insbesondere wenn das Rad nach einem Unfall Schrott ist.

Bei einem Elektorfahrrad mit einem Gasgriff, der auch ohne Pedalieren funktioniert, handelt es sich um ein Elektromofa, dessen Betrieb ohne Betriebserlaubnis und Versicherung illegal ist. Somit zahlt bei einem Unfall auch keine Privathaftpflichtversicherung.

Da bei einem Benzin-Mofa nach der Rechtsprechung 20 % Geschwindigkeitsüberschreitung, also 30 km/h, toleriert wird, wird der Unterschied zwischen 25 km/h und 30 km/h wohl auch hier keine Rolle spielen.


...als das Rad von specialbikes mit zwei Akkus. Der Vorteil dieses Rades jedoch ist - aus meiner Sicht - der durch Umschalten mögliche Mofabetrieb, auf den ich jetzt nicht mehr verzichten möchte.

In Österreich, dem Sitz von Specialbikes, ist der Mofabetrieb bis 20 km/h legal ohne Betriebserlaubnis und Versicherungssschutz möglich (http://www.pedelecforum.de/forum/showpost.php?p=10462&postcount=11), in Deutschland jedoch nicht ! Deswegen gibt es ja auch keinen deutschen Händler, der die Fahrräder fertig so verkauft wie der hkranawetter.


Auch wäre eine nicht nachlassende Motorunterstützung über 25km/h hinaus (vielleicht bis ca. 30km/h) für mich durchaus von Interesse. Ich fahre viel auf Privatwegen, so daß die gesetzlichen Regelungen für mich nicht so wichtig sind.

Eine Motorunterstützung im Pedelecbetrieb bis maximal 30 km/h wird in entsprechender Anwendung der Mofarechtsprechung als Toleranzgrenze bei Pedelecs wohl auch geduldet werden. Spezielle Rechtsprechung gibt es da noch nicht.

Privatwege im verkehrsrechtlichen Sinne gibt es in Deutschland übrigens fast keine. Sie müssen sich nämlich nicht nur im Privatbesitz befinden, sondern auch dem öffentlichen Straßenverkehrs durch Einzäunung und Absperrung faktisch nicht zugänglich sein. Ein Supermarktparkplatz oder nicht abgesperrte private Wald- und Feldwege gehören da jedenfalls nicht dazu.