Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bionx-Codierung: Unterstützung am Berg
Eusebius
29.04.2008, 18:06
Hallo zusammen
Da unsere Leitra jetzt fährt, können wir auch das Bionx PL-250 ausprobieren. Was mir auffällt, ist, dass beim Anfahren das System wunderbar mitarbeitet und gut Schub gibt. Wenn ich aber eine Steigung hochfahre, ist der Unterstützungsgrad (gemessen an den Balken auf der Konsole) eher gering. Das kann natürlich daran liegen, dass man beim Anfahren sehr gut Kraft hat und der Motor diese dann ja auch proportional verstärkt, während ich aber den Berg hochfahre, verliere ich ja diese Spritzigkeit nach 100, 200 Metern oder auch erst nach 2km, je nach Trainingszustand, so dass der Motor nicht mehr so viel Grundleistung verstärken kann. Wahrscheinlich bin ich einfach ein untrainierte Pfeife (ich meine nicht das Forumsmitglied), weil ich auf den Thunderstorm warte und immer vor dem PC im Forum sitze. Aber auch wenn dem so sei, ist es nicht möglich, das Gerät so zu programmieren, dass vor allem die Unterstützung in der Steigung optimal wird?
Natürlich habe ich schon diverse Codes aufs Maximum gesetzt, trotzdem ist für mich der Unterstützungsgrad in der Steigung nur suboptimal. In der Ebene fahre ich sehr schnell 30km/h und der Motor beschleunigt mich relativ wuchtig bis auf 25km/h, wenn ich aber bei 5% Steigung fahre, werden die 250W nie ausgekostet.
Gibts hierzu eine Codierungslösung?
Ich habe heute mein Bionx-Kit Pl-250ht, das bis zu 300% (das Pl-250 nur bis 200%) unterstützt (aber auch nur 250W Maximalleistung bietet). Ich erwarte natürlich vor allem am Berg durch dieses High-Torque-System mehr Unterstützung.
velomobilix
29.04.2008, 18:17
Was hast du denn nun alles verändert? Ich habe auch den PL 250 und an leichten Steigungen funzt der gut. Tendenziell eher mit gleicher Trittfrequenz einen Gang hochschalten - dann geht es schneller. Zu hohe Trittfrequenzen mag der BionX nicht - ist zumindest meine Erfahrung. Besse TF 80 und hoher Gang. Ganz ohne treten geht natürlich nicht. Vielleicht solltest du das Modell mit Daumengas bestellen ;-)
Eusebius
29.04.2008, 18:23
Meine Codes (nur die Abweichungen von der Standardeinstellung):
2002: Bremsstärke auf Maximum (62)
3776: Startgeschwindigkeit auf 1km/h (aber ich fahr am Berg schon schneller als 1km/h :D)
1234: Reaktion auf den Drehmomentsensor: Maximum (5)
0007: Verstärkung des Signals des Drehmomentsensors: Maximum 4.0
0008: zusätzliche Unterstützungsverstärkung: Maximim (4)
Eusebius
29.04.2008, 18:24
Rückfrage:
Wie sind deine Erfahrungen mit dem System unterdessen?
velomobilix
30.04.2008, 07:28
Hallo,
ich bin sehr zufrieden damit. Ich komme schnell in die Firma und auch wieder heim - aber nur mit viel Muskeleinsatz, da der BionX eben proportional unterstützt. Nix treten -> nix schieben - Alles klaro ? :p
Ich mache zur Zeit noch 1 Tag Pause zwischen den Fahrten. Probier einfach mal bewusst einen Gang hochschalten und langsamer treten. Gleichmässiges Treten ist auch sehr wichtig.
Leier.Leo
30.04.2008, 09:26
Hallo Eusebius und Liste
Ich habe genau die gleichen Probleme wie Du auf ebener Strecke ist der Bionx einfach spitze Bergab finde ich die Bremswirkung auch toll. Aber Bergauf habe ich meiner meinung nach zu wenig Unterstuetzung. Er bringt mir max. 2km mehr als ohne. Ausserdem wird er trotzdem am Berg sehr schnell leergesaugt:mad:
Sehr gut finde ich den Bionx beim beschleunigen an einer Ampel oder im Stqadtverkehr.Die Gesichter der Blechdosenfahrer( Autos) sind einfach uunbezahlbar:D
Vieleicht weiss ja jemand eine Loesung fuer unser Problem
Viele Gruesse
Leo
velomobilix
30.04.2008, 10:40
Aber Bergauf habe ich meiner meinung nach zu wenig Unterstuetzung. Er bringt mir max. 2km mehr als ohne.
Wie steil sind denn die Berge ??
Gruß
Hans-Dieter
Eusebius
30.04.2008, 17:38
Aber Bergauf habe ich meiner meinung nach zu wenig Unterstuetzung.
Hallo Leo
Es freut mich zumindest einmal, dass ich nicht der einzige mit diesem Problem bin!
Hoffentlich findet sich eine Lösung oder Erklärung.
Aber was Velomobilix schreibt stimmt natürlich: wenig Leistung heisst wenig Untersützung. Wenn ich dann nämlich so richtig in die Pedale trete, gibts wieder mehr Schub. Ist das bei dir auch so, oder? Ob das aber als Erklärung schon reicht?
Hallo Leo
Es freut mich zumindest einmal, dass ich nicht der einzige mit diesem Problem bin!
Hoffentlich findet sich eine Lösung oder Erklärung.
Aber was Velomobilix schreibt stimmt natürlich: wenig Leistung heisst wenig Untersützung. Wenn ich dann nämlich so richtig in die Pedale trete, gibts wieder mehr Schub. Ist das bei dir auch so, oder? Ob das aber als Erklärung schon reicht?
Das ganze Problem ist systemimmanent: Da es sich um einen getriebelosen Radnabenmotor handelt, dreht sich selbiger immer mit der Raddrehzahl. Es kommt nun darauf an, für welche Nenndrehzahl der Motor ausgelegt ist. Liegt diese sehr niedrig, liefert das Motörchen bereits bei langsamer Fahrweise ordentlich Schub, bringt aber obenraus nixmehr. Liegt die Nenndrehzahl hoch ist die UNterstützung bei geringer Radumdrehungszahl gering, weil das maximale Drehmoment bei ca. 80 % der Nenndrehzahl erreicht wird. Darunter heizt das Ding mehr als es Schub liefert: daher auch das blitzschnelle Leersaugen des Akkus. Der Drehmomentsensor liefert nämlich den gewählten Prozentsatz Unterstützung bis zur Maximalleistung des Motors. Im unteren Drehzahlbereich wird davon aber zunehmend mehr in Wärme statt in Drehmoment verwandelt. Daher auch der plötzliche Hitzetod.
Da für ein Velomobil beide Bereiche, sehr niedrige Geschwindigkeiten am Berg wegen Gewicht und hohe Geschwindigkeiten in der Ebene wegen guter Aerodynamik erforderlich sind, würde ich in ein Velomobil nur einen Motor mit Getriebe = Tretkurbelantrieb, welcher das Fahrradgetriebe mitnutzt, einbauen.
So, aber im Detail natürlich exakter, hats mir der Dipl. Ing. von HP erklärt und habe ichs mir aus verschiedenen Publikationen zusammengereimt.
Falls was nicht stimmt, bitte ich um Korrektur.
Gruß
Theodor
Eusebius
30.04.2008, 19:12
Hi Theodor
Vielen Dank für die erhellenden Ausführungen. Ist sehr plausibel, was du erklärst. Da ich nicht Techiker oder Ingenieur bin, sondern Philosoph, frage ich einfach mal weiter:
- Kann ich mit der Codierung den Motor auf eine niedrigere Nenndrehzahl einstellen? Oder ist dies bei Bion-x fix eingestellt bzw. vom Motor vorgegeben?
kapege.de
30.04.2008, 19:24
Ich kenne das vom Heinzmann-Motor. Man kann prinzipiell zwei Varianten kaufen: entweder lahm, aber zugstark oder für hohe Geschwindigkeiten. Die Unterschiede sind m.W. in der Art der Wicklung und der Magnete bedingt. Sollte das beim Bionix auch so sein, dann hast Du ein Problem am Berg.
Ich bin auf der Spezi das A6 mit Crystalyte-Motor (800 Watt :eek:) gefahren. Von dem Ding merkt man beim Losfahren gar nichts! :rolleyes:
Da lobe ich mir doch meinen Lohmeyer-Motor, der macht zwar Krach, ist aber am Berg genauso zugstark wie bei hohen Geschwindigkeiten - einfach weil er meine Beine direkt unterstützt.
Ganz genau weiß ich das nicht. Aber alle Informationen die ich bisher zu den verwendeten Motoren erhalten habe, deuten auf nein. Allerdings sagte selbst der Dipl. Ing von HP, daß sich Bionx mit genauen Daten zum Motor, wohlwollend gesagt, sehr zurückhält.
Ein Hinweis ist aber, daß Bionx selbst einen "high torque" Motor separat anbietet, welcher ausdrücklich für mehr Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen ausgelegt sei.
Für ein leichtes Rad und einen einigermaßen trainierten Fahrer, denke ich mal, ist bionx durchaus brauchbar. Ich weiß auch über den Ingenieur von Bobtec, daß ein ehemaliger Schweizer Radrennfahrer, sich den Bionx hat einbauen lassen, um wieder wie zu seinen Glanzzeiten die Pässe hochzufliegen.
Gruß
Theodor
Eusebius
30.04.2008, 19:51
Ein Hinweis ist aber, daß Bionx selbst einen "high torque" Motor separat anbietet, welcher ausdrücklich für mehr Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen ausgelegt sei.
Es sind wirlich nur sehr spärlich Informationen über das System vorhanden. Was heisst schon bei der Angabe zum High-torque-System "extra hohe Zugleistung" - ich meine, die Aussage verweist vor allem auf die 300%-Verstärkung der Fahrerleistung. Die Information "Drehmoment bei niedriger Drehzahl" habe ich in den Unterlagen zu meinen PL-250ht vergeblich gesucht, so auch im Internet beim Recherchieren in den letzten 20 Minuten nicht gefunden.
Danke, noch einmal Theodor.
Woher hast du diese Aussage?
Es sind wirlich nur sehr spärlich Informationen über das System vorhanden. Was heisst schon bei der Angabe zum High-torque-System "extra hohe Zugleistung" - ich meine, die Aussage verweist vor allem auf die 300%-Verstärkung der Fahrerleistung. Die Information "Drehmoment bei niedriger Drehzahl" habe ich in den Unterlagen zu meinen PL-250ht vergeblich gesucht, so auch im Internet beim Recherchieren in den letzten 20 Minuten nicht gefunden.
Danke, noch einmal Theodor.
Woher hast du diese Aussage?
Welche Aussage genau?
Ich zitiere mal aus einer e-mail von Herrn Jürgensmeyer ( www.bobtec.de)an mich:
Wo läge hier zum Beispiel beim Bionx System die Grenze in der unterstützten Geschwindigkeit? Nach unten gibt es keine Unterstützungsgrenze. Der Systemwirkungsgrad sinkt nur stark ab bei zu niedrigen Drehzahlen. Bei unseren Magnetmotoren steigt das Drehmoment ( ="Drehkraft" ) mit sinkender Drehzahl linear sogar an - aber der Wirkungsgrad der umgesetzten Leistung ab Batterie sinkt. Der Anteil des in Wärme umgesetzten Produktes Volt mal Batteriestrom steigt. Irgendwann macht dann der Motor auch nicht mehr mit.Immer gesteuert durch meine eigene Muskelkraft! Den Sensor hat nur BionX bei den nachrüstbaren Antrieben ( Momentenmessung an der Motorwelle unter dem Ritzelsatz ).
Dann braucht ja ein getriebeloser Radnabenmotor prinzipiell ein sehr breites Drehzahlband, in welchem er Leistung abgeben muß. Ja, deswegen macht es keinen Sinn, nur für den Spaß bei 45 km/h - die man selten fährt - so eine hohe Max.-Drehzahl zu wählen.Wäre es da nicht sinnvoller, den Lohmeyer Tretkurbelantrieb einzusetzen, bei welchem, geregelt über die fahrradeigene Gangschaltung, nur ein schmales Drehzahlband nötig ist ? Ja, wie beim Auto wählt man beim Lohmeyer den richtigen Ketten-Gang um den Motor im optimalen Wirkungsgrad zu betreiben ( auch ca. 80% der Leerlaufdrehzahl, der Lohmeyer-Motor ist auch ein Magnetmotor - allerdings mit vorgeschaltetem Planetengetriebe ).
fett sind die Antworten von Herrn Jürgensmeyer.
Ich selbst kann das als Laie natürlich nur im Sinne allgemeiner Logik betrachten. Das genaue technische Wissen eines Ingenieurs habe ich selbstverständlich mangels Studium nicht.
Gruß
Theodor
Eusebius
01.05.2008, 08:23
Ich meinte die oben von mir zitierte Aussage über das System "PL-250 High Torque". Ich kann Bob Jürgensmeyers Ausführungen gut nachvollziehen (ich war auch schon einmal bei ihm und seinen Crystalite-Motoren). Gemäss deiner Aussage, müsste hier das PL-250 High Torque von Bionx aber etwas besser abschneiden als das normale PL-250.
Ja, warum keinen Motor von Lohmeyer. Mich hat der Anbau immer etwa abgeschreckt, da ist der eingespeichte Motor weniger auffällig und einfacher einzubauen. Ich fand die Bilder, auf denen der Lohmeyer-Motor bspsw. am Tretlagermast eines Trikes eingebaut war einfach optisch grauselig. Ist natürlich nicht ein sehr schlagkräftiges Argument. Nun, ich habe jetzt den Bionx High Torque, meine Frau den normalen 250er. Ich werde dann über den High Torque berichten, ich habe im Netz leider noch überhaupt keine Erfahrungsberichte über dieses System gefunden. Seltsam.
Solche Konstruktionen meinte ich:
http://www.leichtfahrzeuge.de/elektroantriebe/Leitra.JPG
Hallo Eusebius,
optische Unfälle würden mich weniger abschrecken, als zwei andere gravierende Nachteile des Lohmeyer Systems: Man muß eine andere Tretkurbel mit nur einem oder zwei( wenn der Platz dafür da ist , den Motor in den Kettenstrang einzubauen)nutzbaren Kettenblättern einbauen und man hat keine Drehmomentsteuerung des Motors, sondern nur einen "Gas"hebel.
Das führt natürlich zur Versuchung immer "Vollgas". Zwar läuft dann der Motor optimal, aber das Fahrrad wird mehr und mehr zum Elektromoped.
Am besten gelöst scheint mir das Flyer System: Ein drehmomentgesteuerter Antrieb, der mit einem Ritzel in die Fahrradkette eingreift. Man kann dabei zwischen zwei Motoren, optimiert für einen Kadenz von 85 U/min oder 70 U/min wählen. Alle übrigen Teile des Flyer sind ganz gewöhnliches Fahrrad mit einem Rahmen der die zusätzlichen Motorkräfte verdaut. Letzteres ist nämlich so ein Problem.Dem recht filigranen Rahmen meines Aufrechttourers wollte ich z.B. keinen Radnabenmotor mit 500 Watt zumuten.Dessen Drehmoment muß ja an den Ausfallenden abgestützt werden.
Und das Reifenwechselproblem kommt ja beim Radnabenmotor auch noch dazu. 40 Nm sind mit den üblichen Bordwerkzeugen kaum aufzukriegen, eine Reifenpanne unterwegs also fatal, wenn man keine großen und schweren Schlüssel mitschleppt.
Es gibt einfach einen Menge recht schwierige Probleme bei dem Thema Elektrounterstützung. Bike Tec Flyer hat diese meiner Meinung nach am besten gelöst.
Gruß
Theodor
Eusebius
01.05.2008, 10:47
Hi Theodor
Flyer ist ja auch Schweizer Produkt :D!
Soweit ich weiss, ist kann System von Flyer aber nicht auf HPV-Fahrzeuge verwendet werden, die bauen ja nur ihre eigenen Räder. Daher fällt für mich diese Option aus.
Hoi Eusebius,
was man sich überlegen könnte... es gibt hie und da einen Flyer günstig im Ricardo oder e-bay zu kaufen mit defektem Akku. Den Umbau selber machen und einfach einen anderen Akku dazukaufen (es müsste ja dann nicht der Original - Akku sein, es gibt günstigere Varianten, weil er ja dann nicht mehr in den Rahmen des Flyers passen müsste)
Ein Beispiel wäre dieses Angebot: http://www.ricardo.ch/accdb/viewItem.asp?IDI=536439772&ListingType=0&ListingSort=1&PageNr=1&Catg=43880&LanguageNR=0
Gruss Mänu
kapege.de
01.05.2008, 21:22
optische Unfälle würden mich weniger abschrecken, als zwei andere gravierende Nachteile des Lohmeyer Systems: Man muß eine andere Tretkurbel mit nur einem oder zwei( wenn der Platz dafür da ist , den Motor in den Kettenstrang einzubauen)nutzbaren Kettenblättern einbauen und man hat keine Drehmomentsteuerung des Motors, sondern nur einen "Gas"hebel.
Das führt natürlich zur Versuchung immer "Vollgas". Zwar läuft dann der Motor optimal, aber das Fahrrad wird mehr und mehr zum Elektromoped.
Das ist es beim BioniX doch sowieso, der dreht ja immer mit. :D
Beim Lohmeyer-Motor dreht sich nur was, wenn man die Kraft auch braucht. Ich schalte ihn z.B. kurz zu um auf Touren zu kommen, dann strample ich ohne Motor weiter. Geht's einen Berg rauf, hilft mir der Motor mit. Nur mit Motorkraft einen Berg hochfahren ist kaum möglich, da er nicht so rasend kräftig ist; man muss schon mittreten und ihn unterstützen.
Man kann den Motor übrigens auch direkt in den Kettenstrang einhängen. Üblicherweise wird er dann im Leertrumm in der Nähe des Kettenblattes eingehängt. Eine Freilauftretkurbel brauch es ebenfalls nicht unbedingt. Dann muss man aber die ganze Zeit mittreten. Wird man müde, muss dann der Motor auch noch die Beine mitbewegen. Oberhalb der höchsten Geschwindigkeit, die man noch strampeln kann, kann man den Motor dann auch nicht mehr einsetzen - der dreht, wenn er nicht gebremst wird, bis ca. 100 U/min.
Ich habe den Crystalyte-Motor auf der Spezi gefahren und empfand ihn gerade beim Losfahren als einen schlechten Scherz. 800 Watt und er zieht kein bisschen. Das liegt halt an der Unterstützungs/Drehmoment-Geschichte. Beim Lohmeyer-Motor kann ich im Zweifelsfall über ca. drei Gänge hinweg Gummistreifen auf die Fahrbahn malen. :eek: :rolleyes:
velomobilix
01.05.2008, 21:32
Hallöchen Maenu!
Zwar Off-Topic - aber ich glaube du fährst mein altes blauese D3M - wenn ich den gelben Novosport-Koffer und den Streamer so sehe. Wie geht es dem guten Stück denn?
Hallo Velomobilix,
klar doch, bin immer noch sehr zufrieden damit! Ausser der "Federung" vorne funktioniert alles einwandfrei, die hat konstruktionsbedingt nur eine sehr eingeschränkte Funktion, stört mich aber nicht mehr. Sehr gut finde ich die Lenkung! Alles mit einer Hand, da kann man mit der Anderen gut Fotografieren oder Filmen, es war ein guter Kauf! :)
Gruss Mänu
Eusebius
02.05.2008, 10:39
@Maenu: Danke für die Idee.
Unser normales Bionx pl-250 spinnt definitiv. Es beschleunigt phasenweise, wenn ich nicht trete. Es beschleunigt auch noch bei über 25km/h, obwohl die Höchstgeschwindigkeit eindeutig auf 25km vorprogrammiert ist. Immerhin gibts ganz doll Schub.
Ehrlich gesagt bin ich ganz schön genervt. Wir hatten soviel zu basteln, und jetzt spinnt auch noch der Bionx :mad:.
Hallo,zusammen!
Hallo, Eusebius!
Habe mir auch im Februar den Bionx PL250HT-Antrieb (für mein Fahrrad)bestellt und warte noch sehnsüchtig auf die Lieferung.
Du hast ja Deinen schon. Haste ihn schon ausprobiert?
Wenn ja, dann berichte doch mal von Deinen Eindrücken!!!
Eusebius
03.05.2008, 11:21
Hallo Oskar
Den Motor habe ich bereits. Mir fehlt aber noch das Ritzelpacket und die Bereifung, zudem das Fahrzeug, der Thunderstorm, der in circa 2 Wochen geliefert wird. Auf jeden Fall werde ich berichten, wenn das System fahrfertig eingebaut und getest wird.
velomobilix
03.05.2008, 12:33
Hallo,
hast du es mal mit zurücksetzen auf Werkseinstellungen probiert und dann nur die Parameter für Raddurchmesser und Sensor-Gain angepasst? Vielleicht hast du zuviel rumgespielt ;-) Ich habe gestern meinen Bionx von 9-fach auf 7-fach Megarange umgebaut. Der Shimano Megarange bietet 11-34 und der 9-fach hatte nur 13 als kleinstes Ritzel. Ausserdem bin ich unwissentlich die ersten 600km mit verschlissener Kette (selbst Schuld wenn man die vorhandenen Verschleisslehre nie benutzt...) gefahren und jetzt ist wohl das 9-fach Ritzelpaket schon im Eimer. Die 9-fach Komponenten funktionieren übrigens gut mit der 7-fach Kassette. Ich habe nur den Schalthebel getauscht.
Eusebius
03.05.2008, 12:56
Danke für den Hinweis, das werde ich einmal versuchen.
Übrigens habe ich fälschlicherweise ein 9er-Ritzelpacket (aber mit 13er-Ritzel) bestellt, es trifft in circa 3 Wochen bei mir ein. Wenn du willst...
Leier.Leo
05.05.2008, 10:14
Wie steil sind denn die Berge ??
Hallo Hans Dieter
Bin aus dem Urlaub zurück. Deshalb hab ich nicht geantwortet. "Meine " Berge haben 6 - 10% Steigung wobei der 10er Gott sei dank auch der Kürzeste ist. Wenn möglich umfahre ich ihn:D
Ferner habe ich festgestellt das ich einen Accu wohl laut Anzeige nie leerfahren kann habe immer 3 Striche auf der Anzeige obwohl es keine Unterstützung mehr gibt. Die anderen Accus haben das nicht:confused:
Wenn der Bionx am Berg noch etwas besser währe fänd ich dieses System einmalig.
Bis bald
Leo
Hallo Eusebius
Ich kenne den BionX zwar nicht aus der Praxis (nur die Infos aus dem Internet), aber ein Rat als Techniker:
Das Maximum ist nur selten mit dem Optimum gleich zu setzen, besonders auch wenn es um elektrische Signale geht.
Meine Codes (nur die Abweichungen von der Standardeinstellung):
1234: Reaktion auf den Drehmomentsensor: Maximum (5)
0007: Verstärkung des Signals des Drehmomentsensors: Maximum 4.0
0008: zusätzliche Unterstützungsverstärkung: Maximim (4)
Unser normales Bionx pl-250 spinnt definitiv. Es beschleunigt phasenweise, wenn ich nicht trete. Es beschleunigt auch noch bei über 25km/h, obwohl die Höchstgeschwindigkeit eindeutig auf 25km vorprogrammiert ist. Immerhin gibts ganz doll Schub.
Da verwundert es mich eigentlich nicht, wenn der BionX spinnt. IMHO dürfte das System hypersensitiv werden, wenn Du alle Signalparameter aufs Maximum stellst. So als Gedanke dazu: wenn Du ein Optimum einstellen willst, musst Du die Möglichkeit haben einen Parameter zu klein, aber auch zu gross einstellen zu können. Aus dieser Sicht wird das Maximum wahrscheinlich nicht das Optimum darstellen.
Viel Erfolg beim Probieren
mo
Hallo zusammen
Wenn ich aber eine Steigung hochfahre, ist der Unterstützungsgrad (gemessen an den Balken auf der Konsole) eher gering. Das kann natürlich daran liegen, dass man beim Anfahren sehr gut Kraft hat und der Motor diese dann ja auch proportional verstärkt, während ich aber den Berg hochfahre, verliere ich ja diese Spritzigkeit nach 100, 200 Metern oder auch erst nach 2km, je nach Trainingszustand, so dass der Motor nicht mehr so viel Grundleistung verstärken kann.
Natürlich habe ich schon diverse Codes aufs Maximum gesetzt, trotzdem ist für mich der Unterstützungsgrad in der Steigung nur suboptimal. wenn ich aber bei 5% Steigung fahre, werden die 250W nie ausgekostet.
Gibts hierzu eine Codierungslösung?
Hallo,
Ich habe mich auch schon länger über das Verhalten des BionX gewundert.
Inzwischen habe ich herausgefunden (was der Mann von HP Velotechnik auch bestätigt hat) daß der Antrieb nicht das vom Fahrer ins Ritzelpaket eingeleitete Drehmoment mißt, sondern seltdamerweise den Kettenzug.
Wenn du hinten zurück schaltest, läßt du den Kettenzug wahrscheinlich etwas abfallen und darauf reagiert der Antrieb natürlich auch mit Abfall.
Wenn du stattdessen vorn auf ein kleineres Blatt gehst, erhöhst du den kettenzug und der Motor geht richtig zur Sache.
Eusebius
05.05.2008, 13:46
Wenn du hinten zurück schaltest, läßt du den Kettenzug wahrscheinlich etwas abfallen und darauf reagiert der Antrieb natürlich auch mit Abfall.
Wenn du stattdessen vorn auf ein kleineres Blatt gehst, erhöhst du den kettenzug und der Motor geht richtig zur Sache.
Sehr interessant. Das erklärt für mich sehr viel. Vielen Danke für den Hinweis!
Schon von Anfang an (vor 3 Monaten) habe ich mich über das seltsame Verhalten meines BionX , vor allem an Steigungen, gewundert. Ich fahre praktisch nur in Schwarzwaldbergen mit 2 – 300 Höhenmetern und Steigungen von 5 – 8%, etwa zur Hälfte auf Waldwegen.
Allmählich kam mir die Vermutung, dass der Antrieb nicht das vom Fahrer ins Ritzelpaket eingeleitete Drehmoment, sondern seltsamerweise den KETTENZUG misst. Dies wurde mir auf der Spezi von einem HP Velotechnik – Mann dann auch bestätigt.
Dies bedeutet:
Wenn ich an eine Steigung komme und hinten runterschalte, erhöhe ich die Tretfrequenz und gebe wahrscheinlich ein Bisschen weniger Druck auf die Pedale. Das heißt der Kettenzug lässt nach und der Motor reduziert seine Unterstützung.
Wenn ich statt dessen aber vorn auf ein kleineres Blatt gehe, steigt der Kettenzug und der Motor geht richtig zur Sache. Dies scheint weitgehend unbekannt zu sein.
Seitdem ich das erkannt habe, bin ich auch am Berg mit der Unterstützung des BionX zufrieden.
Übrigens: ich habe eine 250 Watt Maschine in der Originaleinstellung
Gruß0 Werner
Eusebius
06.05.2008, 13:41
Probleme haben aber dann die, die nur hinten eine Schaltung haben, so wie bei unserer Leitra, allerdings haben wir eine Schlumpf-Mountain-Drive, aber die braucht man bei den üblichen Steigungen nicht, weil sie zu extrem kleinen Gängen führt. Aber selbst da: Setzt man den Schlumpf ein, gibt der Bionx hinten Gas.
Eusebius
06.05.2008, 13:41
Hallo Werner
Mir scheint diese Information auch nicht besonders verbreitet zu sein. Um so bedeutsamer ist sie aber. Ich habe sie von dir zum ersten Mal gehört. Solche Dinge würden eigentlich in eine seriöse Gebrauchsanleitung gehören.
velomobilix
06.05.2008, 17:58
Allmählich kam mir die Vermutung, dass der Antrieb nicht das vom Fahrer ins Ritzelpaket eingeleitete Drehmoment, sondern seltsamerweise den KETTENZUG misst. Dies wurde mir auf der Spezi von einem HP Velotechnik – Mann dann auch bestätigt.
Hallo Werner,
danke für die Info. Ich habe gerade mal bei youtube gesucht und dort gibt es auch das passende Erklärungsvideo (http://www.youtube.com/watch?v=33uCs_awBJk). Hier ist von "strain gauge" die Rede, was ins Deutsche übersetzt Dehnmessstreifen bedeutet. Es wird also die Durchbiegung der Achse gemessen. An der Achse wirkt aber vereinfacht gesehen nur die Kettenzugkraft (wir vernachlässigen das Gegenmoment des Motors unter Last). Die evtl. geringere Kraft wegen eines grösseren Kettenblattes könnte man über den Verstärkunsparameter abfangen. Andererseits brauche ich am Berg eine gewisse Kettenkraft bei gegebenem Hinterradritzel - egal was ich vorne drauf habe.
@Eusebius: Hast du auch wirklich einen 20" BionX? Bei 20" wirken bei gleicher Steigung ung gleichem Ritzel hinten generell auch geringere Kettenkräfte als bei 26", da das Rad kleiner ist. Nur so ein Gedanke...
Ich bin mit meinem BionX übrigens auch zufrieden - man braucht eben etwas Eingewöhnung (bei mir jetzt 700km)
Hoi Eusebius
Wenn man's sich so überlegt ist es eigentlich logisch, Bionx ist ja ein "geschlossenes" System, es müssen ja keine Geber oder Dedektoren verbaut werden. Also kann der Bionx die eingeleitete Kraft eigentlich nur an der Achse messen wo das Ritzelpacket befestigt ist. Folglich kann das System ja nicht wissen, dass Du vorne eine Übersetzung hast und stellt nur fest, dass da jetzt deutlich mehr Kraft am Ritzel ankommt. Ob Du am Berg fährst oder in der Ebene kann die Steuerung ja wahrscheinlich auch nicht "wissen", (sonst müsste man ja noch einen Neigungs-Dedektor oder einen Barometer einbauen). Grundsätzlich sollte es ja kein Problem sein, wenn Du zurückschaltest (oder Schlumpfst :)) dann heisst das ja, dass Du jetzt am Berg stehst und mehr Kraft brauchst.... was das System ja dann auch so deutet und zur Verfügung stellt weil die Kette mehr zieht. Also auf den zweiten Blick eigentlich nicht so verkehrt.
Gruss Mänu, der sich über elektrisches Fortkommen auch schon Gedanken gemacht hat, aber das Geld nicht hat und deshalb immer noch selber treten muss:(
Eusebius
06.05.2008, 19:46
@Eusebius: Hast du auch wirklich einen 20" BionX? Bei 20" wirken bei gleicher Steigung ung gleichem Ritzel hinten generell auch geringere Kettenkräfte als bei 26", da das Rad kleiner ist. Nur so ein Gedanke...
Wusste nicht, dass in die Leitra 26Zoll Räder passen. :D Nee, ich verstehe deine Frage wohl nicht ganz. Den Motor hat mir Carl Georg eingebaut geliefert.
velomobilix
06.05.2008, 21:52
Wusste nicht, dass in die Leitra 26Zoll Räder passen. :D Nee, ich verstehe deine Frage wohl nicht ganz. Den Motor hat mir Carl Georg eingebaut geliefert.
Angenomme, das Ritzel hat 2 Zoll Durchmesser und die Kraft. die das rad auf die Strasse bringen soll sind 100N dann brauchst du bei 26 Zoll 100*26/2= 1300N Kettenkraft und bei 20 Zoll 100*20/2=1000N Kettenkraft. Das meinte ich damit.
Den Raddurchmesser kann man in der Konsole 2x einstellen (siehe Doku).
Gruß
Hansi
einen 20" BionX? Bei 20" wirken bei gleicher Steigung ung gleichem Ritzel hinten generell auch geringere Kettenkräfte als bei 26", da das Rad kleiner ist.
Hallo Hansi,
der Ex-BionX-Importeur für D hat mir erklärt daß die BionX'e identisch sind, egal in welchem Rad(Durchmesser) eingespeicht.
Ach ja, noch was. Der BionX hat eine definierte Einbauposition was die Achse betrifft.
:cool:Gerüchte in die Welt setzen...
Der BionX erkennt wahrscheinlich schon bergauf/bergab/eben
...Gerüchteküche verlassen :cool:
Gruß,
Elmi
Hallo Leute
Ich habe gerade mal bei youtube gesucht und dort gibt es auch das passende Erklärungsvideo (http://www.youtube.com/watch?v=33uCs_awBJk). Hier ist von "strain gauge" die Rede, was ins Deutsche übersetzt Dehnmessstreifen bedeutet.
Das youtube-Video ist ja sehr interessant und aufschlussreich, damit wird einiges klarer.
Ach ja, noch was. Der BionX hat eine definierte Einbauposition was die Achse betrifft.
:cool:Gerüchte in die Welt setzen...
Der BionX erkennt wahrscheinlich schon bergauf/bergab/eben
...Gerüchteküche verlassen :cool:
Die definierte Einbaulage scheint kein Gerücht zu sein sondern notwendig. Da der Sensor (Dehnmessstreifen, DMS) die Durchbiegung der Achse auf Grund des Kettenzuges misst (so habe ich das jedenfalls verstanden), muss die Achse so orientiert sein, dass der Kettenzug die Achse auch in die richtige Richtung verbiegt, nähmlich in Kettenrichtung. Dies ist bei Rädern meisst horizontal. Würde der BionX so eingebaut, dass der Kettenzug die Achse senkrecht dazu verbiegt, kann der DMS den Kettenzug nicht messen und daher auch keine Unterstützung geben. Allerdings, wenn die Achse 90 Grad verdreht eingebaut würde, würde der DMS auf das Gewicht des Fahrers reagieren. Das müsste man eigentlich mal ausprobieren, es reichte dann, sich einfach aufs Rad zu setzten und ab geht die Post!! :D
Zudem ist das System ja so aufgebaut, dass das ein grosser Teil des Motors fix mit der Achse Verbunden ist. So dreht nur der äussere Ring mit den Magneten mit, die Kupferspulen bleiben "stehen". So muss also nicht das gesamte Gewicht des Motors mitgedreht werden, sondern schätzungsweise nur etwa die Hälfte (das ist jetzt eine sehr grobe Abschätzung). Das schwächt das Argument ab, dass der Motor stark behindern würde wenn man schneller als 25 km/h fährt, weil dann viel Energie in die Rotation des Motors versenkt werden muss.
Gruss, mo
Hallo Eusebius
Ich habe heute mein Bionx-Kit Pl-250ht, das bis zu 300% (das Pl-250 nur bis 200%) unterstützt (aber auch nur 250W Maximalleistung bietet). Ich erwarte natürlich vor allem am Berg durch dieses High-Torque-System mehr Unterstützung.
Hast Du dir als alternative zum 250HT auch mal den 500HS angeschaut? Und wenn ja, was hat dann den Ausschlag zum 250HT gegeben? Beide sind ja gleich teuer und nach meinen Informationen sollte eine Zulassung für die Schweiz kein grosses Problem sein.
Gruss, mo
Eusebius
15.05.2008, 12:44
Ich habe keine Mofaprüfung und vor allem will ich richtig treten. ;)
Meine Codes (nur die Abweichungen von der Standardeinstellung):
2002: Bremsstärke auf Maximum (62)
3776: Startgeschwindigkeit auf 1km/h (aber ich fahr am Berg schon schneller als 1km/h :D)
1234: Reaktion auf den Drehmomentsensor: Maximum (5)
0007: Verstärkung des Signals des Drehmomentsensors: Maximum 4.0
0008: zusätzliche Unterstützungsverstärkung: Maximim (4)
Hallo
Eusebius,
Kennst Du Dich mit den neuen Akkus aus ? Die haben an der Stirnseite eine 2,5mm Klinkenbuchse und nichts steht im Handbuch.
Vermutlich ist es ein Spannungsausgang für Licht . Aber die Spannung muss sicherlich mit irgendeinem Menüpunkt eingestellt werden. Also Wer kennt diese Einstellung
Danke Armin
Reinhard
23.08.2008, 20:03
Hallo Armin,
ich kann Dir nichts zu der Buchse bzw. einer Programmierung sagen, aber mess doch einfach mal die anliegende Spannung. Vermutung: 6 Volt.
Das BionX-System eine Geheimwissenschaft?
Moin, moin verehrte BionX-Kundige. Dem Forum entnehme ich, dass es offenbar möglich ist, mit einem bestimmten Programmier-Code den Drehmomentsensor neu einzustellen. Mein PL-250HT-Nachrüstkit unterstützt nur am Berg kontinuierlich. Auf ebener Strecke stellt er seinen Dienst kurz nach dem Anfahren wieder ein. Irgendwann setzt der Motor wieder ein, um gleich wieder abzuschalten und so stottert er weiter bis an eine Bergstrecke, die er mich in jeder der 4 Fahrstufen entsprechend stark unterstützt. Es hat den Anschein, als verlange der Sensor übermäßig viel Kettenzug, um zu reagieren. Der Lieferant wusste keinen Rat. Die Bedienungsanleitung nennt nur 4 simple Programm-Codices; im Forum lese ich von weiteren, z.B. 1234 (Reaktion auf den Drehmomentsensor). Aber gelten alle Kodierungsmöglichkeiten für alle BionX-Ausführungen, also auch für PL-250HT? Warum macht die Bedienungsanleitung dann ein Geheimnis daraus?
Ich gehe auch mit dem Gedanken schwanger - falls eine Neukodierung nicht möglich ist oder misslingt - einfach die Kontroll-Konsole auszutauschen (fragt sich nur, woher nehmen, im BionX-Entwicklungsland D.). Es gebricht mir an Weisheit und Durchblick, daher wäre ich für Erhellendes sehr dankbar.
In guter Hoffnung (auf Erleuchtung) grüßt conRad(los).
Christian
03.09.2008, 20:13
Hallo Conrad,
eine Stufe auf dem Weg zur Erleuchtung: http://www.endless-sphere.com/forums/viewtopic.php?f=2&t=896
Gruß,
Christian
Reinhard
03.09.2008, 21:30
Es hat den Anschein, als verlange der Sensor übermäßig viel Kettenzug, um zu reagieren.
Ich zitiere mal aus den Infos auf www.leichter-fahren.de (http://www.leichter-fahren.de/index.php/BionX-die-Technik.html):
Im Motor integriert ist eine Dehnungsmessung an der Achse zur Trittkraftmessung. Über den Kettenzug wird die Torsion - und damit die Trittkraft - gemessen und an die Steuerung übermittelt. Abhängig von der gemessenen Trittkraft und der eingestellten Unterstützungsstufe wird die Motorleistung dosiert.
Für die ordnungsgemäße Funktion der Dehnungsmessung ist es wichtig, dass die Achse richtig ausgerichtet wird. Dazu ist die Achse am linken Ende mit einem Schlitz versehen, dieser ist genau senkrecht nach unten auszurichten. Damit ist sichergestellt, dass Erschütterungen beim Fahren über Unebenheiten von der Dehnungsmessung nicht als Trittkraft-Stöße interpretiert werden.
Ich tippe darauf, das bei Dir der im zweiten Absatz beschriebene Schlitz nicht senkrecht ausgerichtet ist. Andreas kann sicherlich auch noch etwas dazu schreiben ...?
Hallo Christian, servus Reinhard,
seid herzlich bedankt für Eure Hilfsbereitschaft und schnelle Antwort. Die übermittelte Internet-Seite kannte ich noch nicht; sie liegt jetzt ausgedruckt vor mir. Der Code 1234 (sensor speed signal) scheint tatsächlich das Mittel der Wahl zu sein, um meinem BionX-Kit das rätselhafte An- und Abschalten auf gerader Strecke abzugewöhnen. Ich werde das ausprobieren, ggf. auch den Code 0007 (sensor signal gain). Ich gehe davon aus, dass der "NEW BIONX SYSTEM CONFIGURATION GUIDE" gilt. Etwas irritierend ist, das hier der Code "Wheel size" zweimal aufgeführt ist, und zwar unter 2005 (wie in meiner Bedienungsanleitung) und unter 3771. Nun, das hat wohl dennoch seine Richtigkeit, so wie auch die kryptischen Zeichen des Error Code.
Der Hinweis auf den Schlitz in der Achse ist natürlich berechtigt, weil Grundvoraussetzung für ein Funktionieren. Um das sicherzustellen, musste ich extra den Spezial-Abzieher nachordern, da bei Auslieferung der Schlitz etwa 30 bis 35 Grad schräg zur Drehmomentabstützung montiert war, das Ausfallende meines Mountainbikes aber nur 15 Grad von der Senkrechten abweicht und mein Fully, das ich ursprünglich nachrüsten wollte, sogar senkrechte Ausfallenden (aber leider viel zu kurze) hat. Der Link war trozdem sehr interessant. Man erfährt so langsam immer mehr von dem, was die Bedienungsanleitung einem vorenthält.
Also nochmal danke.
Alles Fröhliche wünscht conRad
Hallo conRad,
nun bei meinem Scorpion läuft die Kette am Ritzel nicht parallel zur Straße, also waagrecht, weg, sondern leicht geneigt (ca. 15°-20°) Und um diesen Winkel ist auch der Schlitz von der Senkrechten weg verdeht, so dass der Winkel zwischen Kettenabgang und Schlitz (Mess-Bezugspunkt?) 90° ergibt. Dann wird die Messung wohl einwandfrei mit den Dehnungsmesstreifen auf der Achse funktionieren. Jedenfalls leuchtet mir das so ein.
Für Dein Problem müsstest Du eher die 0007 etwas erhöhen, damit wird der Motoreinsatz füher stattfinden (d.h. Du brauchst weniger Kraft vorgeben)
Die 1234 beschreibt das zeitliche Ansprechverhalten des Motors. Hier nicht zu groß einstellen, sonst wirds nervös.
Warum der Radumfang zweimal drinsteht, keine Ahnung. das System reagiert auf Änderungen von 2005. 3771 muss da nicht verändert werden.
Gruß
Michael
wenn ich das hier zu lesende in relation zum preis des systems bringe, ist das ein einziges armutszeugnis für diese firma und die von ihr betreuten händler bzw. für die schulung der händler.
Motor schaltet vorzeitig ab
Moin, moin , mika,
danke für die Hinweise zu den beiden Programm-Codices 1234 und ooo7. Klingt plausibel, deutet aber auch darauf hin, dass außer den Code-Ziffern und einer dürren Code-Bezeichnung bisher keine ausführlichen Erläuterungen der Allgemeinheit zur Verfügung stehen und man daher vorerst nur durch eigene Schlussfolgerungen bzw. durch Versuch und Irrtum zu mehr Systemverständnis gelangen kann.
Nach Eingabe des Codes 1234 erschien auf dem Display "off" sowie eine Null. Ich habe zunächst 1 (slow) und danach 3 eingestellt, aber damit keinen Effekt erzielt. Deshalb habe ich wieder zurück auf "off" gestellt und - wie von Dir empfohlen - mich dem Code 0007 zugewandt. Dieser stand werkseitig auf 1.1. Mit der Einstellung 2.1 scheint das vorzeitige Abschalten nun etwas später als bisher zu erfolgen. Das muss aber noch auf längerer Strecke und bei weniger Gegenwind sowie mit noch höherer Einstellung (die ja bis 4.0 reicht) genauer geprüft werden. Der starke Wind führt wie eine Bergstrecke automatisch zu einem höheren Pedaldruck und unter solchen Bedingungen lief der Motor vorher auch, ohne von selbst gleich wieder abzuschalten.
Das Herumprobieren ( ohne genau zu wissen, was man da eigentlich macht) bleibt jedoch unbefriedigend. Der Kunde darf alles kaufen, aber nicht alles wissen! Trotzdem mag ich das System nicht in toto verdammen; bei anderen Herstellern findet man auch so manches Haar in der Suppe. Schließlich habe ich mich wegen der Vorzüge des Systems bewusst für BionX entschieden. Bekanntlich muss man bei allen technischen Systemen jeden Vorteil mit einem Nachteil erkaufen. Inzwischen etabliert sich BionX endlich auch in unserem Lande mit einem Händler-Netz. Bald werden die Händler über den Hersteller - vielleicht mit einem umfassenden Handbuch - zu höheren Weihen gelangen und uns an ihrem Wissen teilhaben lassen. Dann hat alle Not mit den kleinen Macken ein Ende.
Adios.
conRad
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