Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : (Un)Sicherheit für Pedelecs im Strassenverkehr
Broadcasttechniker
09.12.2008, 23:12
Ich glaube, dass Pedelecfahren doch ganz schön gefährlich ist.
Rad fahren ist zwar auch schon nicht ohne, aber bei der Pedelec-Fahrerei kommt zum "Hab' ich nicht gesehen" noch die Fehleinschätzung bei der Geschwindigkeit dazu.
Gestern war die Krönung. Heimfahrt von der Arbeit.
Zuerst parkt ne Mutter direkt vor mir auf dem Radweg. Früh genug gesehen und auf den freien Gehweg ausgewichen.
Da reißt der Sohn die Beifahrertür auf und hat mich um ein Haar doch noch fast gekriegt.
Das ist normaler Radleralltag.
Später an anderer Stelle.
Fahre auf einer großen Ringstrasse auf dem Radweg.
Lieferwagenfahrer biegt rechts ab und erwischt mich noch ganz leicht hinten.
Nichts weiter passiert. Aussage des Fahrers:
Ich habe sie vor dem Abbiegen schon gesehen, aber beim Abbiegen waren sie "auf einmal" direkt vor mir. Sie müssen aber auch sehr schnell gefahren sein.
Sowas ist fürs Pedelecfahren scheinbar typisch.
Ich finde es nervig, in Zukunft nicht nur darauf achten zu müssen, ob ich gesehen wurde, sondern auch noch einschätzen zu müssen, ob dem Autofahrer auch bewusst ist, wann ich an welcher Stelle sein werde.
Wenn einer ne Idee hat, wie man diese Problematik entschärfen kann, bitte posten.
In dem Zusammenhang noch ne Frage:
Gibt es eigentlich Schutzhelme für Radfahrer, die mehr einem Jet-Helm ähneln?
Ich fahre im Moment ohne Helm, glaube aber auch, dass diese Eierschalen nicht wirklich was bringen.
Wegen der Kälte bin ich auch kurz davor, mit meinem Motorrad-Integralhelm zu fahren.
Habe ich früher schon bei extremen Minusgraden gemacht. Wie das aussieht ist mir recht egal, ist vielleicht sogar gut für die Aufmerksankeit der anderen Verkehrsteilnehmer.
Kraeuterbutter
09.12.2008, 23:24
passiv Fahren..
ich fahr - auch wenn ich Vorrang am Radweg habe - bremsbereit wenn ich seh, dass ein Auto kommt und abbiegen will
ich nehme mein Recht der Vorfahrt nur dann in Anspruch wenn ich
a.) sehe, dass der Autofahrer mich auch wirklich gesehen hat (Blickkontakt)
b.) sehe, dass er verzögert
also ich verzichte hier teilweise auch auf mein Vorfahrtrecht
auf der anderen Seite kümmere ich mich wiederum nicht um rote Ampeln oder Einbahnen
solange ich niemanden behindere/gefährde
schuhmax
09.12.2008, 23:25
Das ist ja das prinzipielle problem beim sagen wir mal schnellen pedelec in form eines fahrrades,
keiner kennt so etwas, und mit der geschwindigkeit rechnet kaum einer.
Kommt mir alles sehr bekannt vor, bei motorrädern in den 70er,
motorräder waren in den 50er lahme dinger, in den 60er wollte jeder auto fahren.
Dann kam die neuentdeckung des motorrades in form einer honda cb 700 fast 200 km/h schnell und eine beschleunigung von der jeder porschefahrer geträumt hätte.
Fehlentscheidung der geschwindigkeit, gerade innerorts war die folge!
Du als pedelecfahrer musst für die anderen mitdenken, mit dir und deiner geschwindigkeit rechnet keiner!
Ich würde mich mit einem pedelec innerorts auf radwegen eher im normalen fahrradtempo 15-20 km/h bewegen und wenn die strecke frei ist, ausserhalb der ortschaft auch einmal aufdrehen.
Schuhmax
schuhmax
09.12.2008, 23:29
Deine fahrweise ist sehr weise!!!
Aussage des Fahrers:
Ich habe sie vor dem Abbiegen schon gesehen, aber beim Abbiegen waren sie "auf einmal" direkt vor mir. Sie müssen aber auch sehr schnell gefahren sein.
Ich fahre immer nur so, dass völlig egal, ob mich der Autofahrer sieht oder nicht, es (nach bestem Ermessen) nicht krachen kann. D.h. konkret, nie im toten Winkel fahren, nie einen Rechtsabbieger rechts überholen, parkende Autos durch die Scheiben vergewissern, ob Personen drin sind, die ggf. aussteigen, im Zweifel den Autofahrer immer vorlassen, und immer bremsbereit sein. Entscheidend sind da auch gute Bremsen. Jetzt im Winter auch gutes Licht. Wirklich schnell kann man leider nicht auf dem Fahrradweg sondern nur im fließenden Verkehr sicher fahren.
Meiner Ansicht nach bringt ein Helm hier garnichts. Ich bin sogar davon überzeugt, dass er die Situation tendenziell eher gefährlicher macht, da er die Sinne und die Wendigkeit beeinträchtigt. Das ist aber auch individuell unterschiedlich, ich z.B. springe im Zweifelsfall auch schon mal über ein Auto drüber (insbesondere mit Skates), da stört ein Helm halt. Und bei "Kontaktgefahr" gehe ich immer in eine gute Ausgangsposition (also in den Wiegetritt, Vorderfuß fest auf die Pedalen und Knie anwinkeln). Klar, das sind alles nur kleine Maßnahmen in einem leider nicht für Radfahrer ausgelegten Verkehr. Wenns wirklich kracht, sieht es für die schlecht aus.
Diese "nicht gesehen" oder "Geschwindigkeit falsch eingeschätzt" Argumentation gilt doch seit langem für alle 2-Räder.
Wie viele Rollerfahrer werden den "Plattgefahren" (zu viele...), und da weiss man, das die mindesten 45 km/h fahren dürfen...
Fazit: Licht an (bauen...), und mit den Fehlern der Autofahrer rechnen. Wer keine Passive Sicherheit hat, und nicht die Siluette eines LKW, der muss dies mit aktiver Sicherheit ausgleichen.
Dazu gehört es stellenweise auch, nicht ganz rechts auf der Strasse zu fahren (auch wenn es ganz nett ist...), etwas mittiger wird man in vielen Situationen besser gesehen und mehr respektiert.
labella-baron
10.12.2008, 12:29
(...) Zuerst parkt ne Mutter direkt vor mir auf dem Radweg. (...) Wenn einer ne Idee hat, wie man diese Problematik entschärfen kann, bitte posten.Seit wann fährt ein Radfahr-Profi auf dem Radweg? Ein Radweg ist 4-mal so gefährlich wie die Fahrbahn und ein Gegenrichtungsradweg 10-mal so gefährlich!
Am ungefährlichsten ist es auf der Fahrbahn und zwar dort, wo der rechte Reifen eines PKW rollt. Und komme mir jetzt keiner mit dem Rechtsfahrgebot: Es ist dazu da, den Gegenverkehr nicht zu gefährden. So breit wirst du ja wohl nicht sein.
Kraeuterbutter
10.12.2008, 14:38
Wie viele Rollerfahrer werden den "Plattgefahren" (zu viele...), und da weiss man, das die mindesten 45 km/h fahren dürfen...
hmm.. ich kenn keine Statistik, ob jetzt wirklich soviele Rollerfahrer plattgefahren werden..
ich würds eher so sehen oder vermuten:
wenn zwei Autos in der Stadt auf Tuchfühlung gehen, ists ein Blechschaden den die Versicherung übernimmt
ist einer der beiden aber ein Moped, kanns unter umständen sogar tödlich für den Mopedfahrer ausgehen
und das wirkt sich dann in der Statistik natürlich blöder aus
dass jetzt Mopedfahrer "öfter" überrollt werden als Autounfälle passieren?
zumindest wenns passiert, gehts SEHR VIEL unguter für den Rollerfahrer aus
nen Auto-Blechschaden hast 2 tage später schon wieder vergessen
martinko
10.12.2008, 14:50
Seit wann fährt ein Radfahr-Profi auf dem Radweg? Ein Radweg ist 4-mal so gefährlich wie die Fahrbahn und ein Gegenrichtungsradweg 10-mal so gefährlich!
wie wahr...
Am ungefährlichsten ist es auf der Fahrbahn und zwar dort, wo der rechte Reifen eines PKW rollt. Und komme mir jetzt keiner mit dem Rechtsfahrgebot: Es ist dazu da, den Gegenverkehr nicht zu gefährden. So breit wirst du ja wohl nicht sein. Der "rechte Reifen des PKW" geht mir fast noch nicht weit genug. Je nach Situation finde ich, ist es weiter links noch sicherer. Jeder Zentimeter erhöht im Konfliktfall den Überlebensraum in den man noch ausweichen kann.
Broadcasttechniker
10.12.2008, 17:13
So, jetzt melde ich mich nochmal und konkretisiere.
Im ersten Fall wäre tatsächlich besser auf der Strasse gefahren, da dort Tempo 30 gilt, welches häufig kontrolliert wird.
Im zweiten Fall handelt es sich um eine sechspurige Strasse, die ich an dieser Stelle nicht umfahren kann (ich muss danach über eine Rheinbrücke).
Auf dieser Strasse fährt KEIN Radfahrer, kein Rennradler und auch kein Kurier.
Ich hätte da höchstens meine Vorfahrt aufgeben können, war aber der Meinung, dass der Lieferwagenfahrer mich gesehen (ubd richtig eingeschätzt) hat.
Dass Radwege in die "falsche" Richtung, also einseitige, besonders gefährlich sind, musste ich vor fünf Wochen feststellen.
Ich bin dort mit meinem Sohn (6Jahre) entlanggefahren, als ein SUV von links aus einen Waldparkplatz kam und uns die Vorfahrt nahm.
Eigentlich nur ärgerlich, aber mein Sohn war so in Panik, dass er zusätzlich versucht hat mit den Füßen zu bremsen und sofort gestürzt ist.
Der SUV Fahrer ist danach ohne sich um den Unfall zu kümmern, davon gefahren.
Die herbeigerufene Polizei meinte interessanterweise, dass sich ja gar kein Unfall ereignet hätte, da mein Sohn ja unverletzt war und sein Fahrrad auch keinen Schaden genommen hätte. Ich fuhr zu diesem Zeitpunkt übrigens mein Pedelec ohne Akuupack.
Ich habe für mich beschlossen, in Zukunft mit Signalweste zu fahren.
Ich habe schon einige Fahrer mit grüner Weste gesehen, mein Sohn hat eine gelbe.
Darf man eigentlich auch im normalen Verkehr mit einer orangen fahren?
grosserschnurz
10.12.2008, 18:43
Hallo Broadcasttechniker,
es gibt für Radfahrer oder gleichgestellte keine Kleiderordnung, deshalb fahre ich auch sehr auffällige Farben z. B gelben Windstopper oder orangefarbenen Regenüberzug.
Was man nicht darf, Blinklicht (rot) um nicht übersehen zu werden am Fahrrad. Wenn du eins ohne Blinkfunktion am Helm oder am Ärmel deiner Jacke hast, dürfte es eigentlich keine Probleme geben, wenn du damit nicht andere Verkehrsteilnehmer blendest.
Das habe ich mal bei der Verkehrserziehung meiner Kinder erfragt und dürfte wohl auch noch heute gültig sein.
Oder gibt es hier jemand der es besser weiß, vielleicht didi28?
grosserschnurz meint, nicht auffallen, aber gesehen werden!
Radlerpeter
10.12.2008, 18:48
Was man nicht darf, Blinklicht (rot) um nicht übersehen zu werden am Fahrrad. Wenn du eins ohne Blinkfunktion am Helm oder am Ärmel deiner Jacke hast, dürfte es eigenlich keine Probleme geben, wenn du damit nicht andere Verkehrsteilnehmer blendest.
Hallo,
mein Hund darf ein Halsband das blinkt haben und trägt es auch in der trüben Jahreszeit!;)
Peter
grosserschnurz
10.12.2008, 18:54
Hallo Peter,
nur gut, dass dein Hund nicht radfährt, oder sitzt er bei dir im Fahrradkorb. Wenn er tatsächlich im Fahrradkorb mitfahren würde, darf er da blinken, ich glaube nicht
grosserschnurz wünscht dir einen schönen Abend
Was man nicht darf, Blinklicht (rot) um nicht übersehen zu werden am Fahrrad. Wenn du eins ohne Blinkfunktion am Helm oder am Ärmel deiner
Hier fahren immer Fahrräder mit blinkenden Rücklichtern rum.
Diese sind dann nicht zulässig?
Ich finde diese Blinkrücklichter jedenfalls schön auffällig.
bd. Alv
grosserschnurz
10.12.2008, 19:08
Hallo Alv,
blinkende Lichter sind definitiv nicht zugelassen, egal in welcher Farbe und schon gar nicht in rot. Zieht u. a. ein Bussgeld nach sicht, natürlich nur wenn man Pech hat und erwischt wird.
grosserschnurz wünscht einen schönen Abend
Kraeuterbutter
10.12.2008, 19:21
echt ?
jedes 2. Fahrradlicht das verkauft wird, hat doch auch diese blinkfunktion..
ich fahre nur mit blinklicht, auch vorne..
1.) viel auffälliger
2.) stromsparender
hat noch nie ein Polizist was gesagt...
hätte auch nicht gesehen, das von den vielen tausend blinkenden Radlern hier jemals jemand angehalten worden wäre, und gerade hier in der Innenstadt ist polizeimässig schon immer was los
(was ich bis jetzt von der Polizei so zu hören kriegte:
"fahrens ned aufn Gesteig"
"wissens wie schnell sie waren ? über 70km/h ! die 50km/h im Ortsgebiet gelten auch für sie mit Fahrrad"
"sie wissen schon, dass hier Fussgängerzone is... schiebens !"
"schaltens as Licht ein !"
"heans - des is a Einbahn.. für sie gilt die StVO genauso !"
aber wegen meinen Blinklichtern hat noch nie jemand was gesagt
und Busgeld sowieso ned)
übrigens, das wollt ich eh mal fragen:
gibts vielleicht sowas wie ein Leuchtband das blinkt, das man sich umhängen kann (über Kopf, mit einer Hand durchfahren, sowas wie ne Schärpe)
also etwas das in alle Richtungen Licht abgibt, damit man sicher gesehen wird ?
Reinhard
10.12.2008, 19:24
Vielleicht guckste zu den Blinkies auch mal hier: Klick (http://fahrradzukunft.de/fz-0601/0601-06.htm)!
grosserschnurz
10.12.2008, 19:50
Hallo Kraeuterbutter,
du darfst dir eine Kerze an deinen Helm befestigen oder eine Laterne um den Hals hängen, aber nicht blinken, wenn du dein Rad im öffentlichen Verkehr bewegst, auch nicht beim Schieben.
Blinkfunktion ist nur für Sonderfahrzeuge wie Feuerwehr, Krankenwagen, Polizei erlaubt. Ausnahmen sind die Blinker an Fahrzeugen zur Fahrrichtungsanzeige oder stehenden Fahrzeugen als Warnblinkanlage. Ferner dürfen mit Genehmigung Schwertransporte oder Einsatzfahrzeuge (Schneepflug usw.) auf Straßen blinken.
Also Leuchte am Ärmel ja, Blinker nein. In der Regel wirst du auch mit einem blinkenden Rücklicht keinen Ärger mit der Polizei haben, es sei denn das durch dein "Geblinke" ein anderer Verkehrsteilnehmer irritiert wurde und verunfallt, dann könnte es ein Problem für dich werden.
Mit blinkenden weißen Licht wirst du zwar von vorne gut gesehen, aber als Beleuchtung kann man die Dinger glatt vergessen.
grosserschnurz wünscht einen schönen Abend
Mit blinkenden weißen Licht wirst du zwar von vorne gut gesehen,
Genau dafür habe ich mir von Sigma einen Blinker für vorne gekauft, weil mir ständig die Vorfahrt, bzw. Vorrang genommen wurde/wird. Jetzt habe ich einen 40Lux Scheinwerfer und den Blinker, aber ich habe den Eindruck, dass ich von den Autofahrern, die mich vorher schon nicht wahrgenommen haben, jetzt auch nicht besser wahrgenommen werde, weil die wahrscheinlich mit anderen Dingen beschäftigt sind - telefonieren, quatschen mit der Nachbarin usw.
Gruß Peter
P.S. hab mir schon überlegt, einen zweiten Blinker anzuschaffen, aber dann sieht es langsam wirklich skurril aus.
martinko
10.12.2008, 21:53
echt ?
jedes 2. Fahrradlicht das verkauft wird, hat doch auch diese blinkfunktion..
ich fahre nur mit blinklicht, auch vorne..
1.) viel auffälliger
2.) stromsparender
hat noch nie ein Polizist was gesagt...
hätte auch nicht gesehen, das von den vielen tausend blinkenden Radlern
Tatsächlich wird die Blinkerei, insb. am Vorderlicht, (wo man ja eigentlich selbst etwas sehen will), in .AT nicht geahndet obwohl es verboten ist und gleichzeitig eine grosse Mehrheit an Radlern damit unterwegs ist.
Ich finde es hochgradig absurd vorne zu blinken, denn wer von vorne übersehen wird wird auch mit Blinkis nicht gesehen, ernte aber bei vielen Radlern mit meiner Meinung zugegebenermassen nur Unverständnis.
Tiefflieger
10.12.2008, 21:59
Ich habe akustisch nachgerüstet.
Dicke Glocke, damit mich auch ein LKW Fahrer hört wenn ich bemerke das er mich nicht sieht, und eine kleine Glocke die frei schwingt, für Fußgänger.
Vorher hatte ich brenzliche Situationen mit Fußgängern die ohne zu schauen über die Straße gingen. Jetzt hören sie mich und schauen. Autos werden hemmungslos angebimmelt.
grosserschnurz
10.12.2008, 22:09
Hallo Peter,
dass ist halt der Unterschied zwischen sehen, gesehen und wahrgenommen werden.
Aber lass die Blinker vorne besser weg, sie bringen nichts und sind letztendlich nicht zugelassen.
Ein gutes Licht hast du ja, und ich nehme an auch mit Standlicht und weißen Reflektor, vielleicht auch automatisch einschaltend. Und ein zugelassenens Rücklicht mit Standlicht wird man bei dir doch auch vorfinden, oder?
grosserschnurz wünscht einen schönen Abend
Superbike
10.12.2008, 22:28
Ich glaube, dass Pedelecfahren doch ganz schön gefährlich ist.
Ich habe in vielen Jahren erfahren das 2-Radfahren generell gefährlich ist.
Egal ob Fahrrad,Moped,Motorrad oder jetzt Pedelec.....du bist Verlierer.....früher habe ich wenns z.B. eng wurde das Bike aufs Hinterrad genommen um zwischen 2 Autos noch durchzukommen. Also immer voll Offensiv unterwegs gewesen.....Heute greif ich mir nur bei dem Gedanken an den Kopf, und bin glücklich das alles gut ausgegangen ist. Durch den Motorsport hatte ich zwar extrem überdurchschnittliche Reaktionswerte ( auch bei einem Test, den ich mit knapp 50 Jahren noch beim KfV absolvierte, wurde das festgestellt) aber darauf sollte man sich nicht verlassen. Es gibt so viele Faktoren die man nicht richtig einschätzen kann.
Wenn einer ne Idee hat, wie man diese Problematik entschärfen kann, bitte posten.
Deshalb defensiv fahren, niemals damit rechnen das man gesehen wird.....
Gibt es eigentlich Schutzhelme für Radfahrer, die mehr einem Jet-Helm ähneln?
Ich fahre im Moment ohne Helm, glaube aber auch, dass diese Eierschalen nicht wirklich was bringen.
Ich fahre mit dem Fahrrad situationsbedingt mit einem LAS,Giro oder TroyLee(Vollvisier)....obwohl da keiner ein Billigteil war, habe ich auch kein richtiges Vertrauen...nur wo endet das Ganze?
Ich würde mit dem Motorrad keinen Meter mit einer Jean oder gar nur mit einem T-Shirt zurücklegen (OK-Ausnahme, in der Firma bleibt mir bei kurzen Probefahrten nichts anderes übrig) ...mit dem Fahrrad bin ich aber mit einer kurzen Fahrradhose und entsprechendem Shirt unterwegs....bei etlichen RR-Marathons in Österreich gehts bergab aber schnell mal über 90 km/h.....was dabei mit geringerer Geschwindigkeit und auch ohne Fremdeinwirkung passieren kann zeigt ein prominentes Beispiel aus jüngster Vergangenheit:
"Kate Allen in Neuseeland schwer gestürzt: Olympiasiegerin verlor beim Unfall 3 Zähne"
http://forum.dvd-forum.at/showthread.php?t=79772
was also bleibt übrig als entsprechend defensiv zu fahren...
Und zu Helmen generell:
Ich habe, aus jahrelanger Erfahrung beim Trialsport folgendes bemerkt:
Wenn die Ohren frei sind hat man nicht nur mehr Kontakt zur Umwelt, man(n) hat auch einen besseren Gleichgewichtssinn;):cool:
Kraeuterbutter
10.12.2008, 22:59
also wegen Rücklicht-Blinkis und hinterherfahren als Biker..
1.) hinterherfahren... bei meinem Fahrstil ists sehr selten, das ein RAdler hinter-her-fährt... (Wenn, dann nur kurz, dann bin ich auch schon wieder weg ;) ) *lol*
scherzal, aber a bissal Wahrheit liegt auch drin
zum Blinken vorne:
hier in der Stadt gibts eigentlich nur wenige Fälle, wo ich wirklich ein Licht brauche um selber was zu sehen...
wohne in der Innenstadt, da ist überall und alles beleuchtet
subjektiv hab ich aber schon ganz arg den Eindruck, dass ich mit den Blinki vorne eher gesehen werde wie mit Leuchten..
1.) ists mir selber am RAdweg schon passiert dass - etwas gedankenverloren - mir einer entgegengekommen ist, und ich ihn erst relativ spät gesehen habe trotz Licht... (gibt in der Stadt ja soviele andere konstant leuchtende lichter)
bei einem Blinke ist das noch nicht passiert
2.) wenn ich eine Gasse entlangfahre, merk ich mit konstantem Licht nicht mal obs eingeschaltet ist oder nicht
(auch ein Auto das hinter mir herfährt, abgeblendet -> da merkst von dem Autolicht auch ned viel)
dahingegen: mein Blinke seh ich indirekt, da schon in 50m Entfernung die Verkehrsschilder "zurückblinken"
also ich bin definitiv der Meinung, dass ich mit vorne-Blinkis besser gesehen und wahrgenommen werde wie mit konstantem Licht..
(ok: einen 100 Euro FAhrrad-Strahler mit nur 2 STunden Leuchtdauer sieht man vielleicht auch recht gut... aber das Glimmen was die meisten FAhrradleuchten haben -> da ist so ein 10 Euro Blinki einfach überlegen)
ich hab mir aber auchschon überlegt, ob nicht zusätzlich zum Blinki noch ein konstant leuchtender vorne und hinten ned schlecht wäre... viel kann hier ja kaum schaden ;)
nen Bremslicht wäre eigentlich auch nicht schlecht, grad wenn man im Verkehr mitschwimmt
Ich denke auch, das blinkende Dinge besser gesehen werden.
Genau deshalb ist es aber auch verboten, denn wenn die blinkenden Teile massenhaft eingesetzt werden, dann wirkt es extrem irritierend.
Wesenlich irritierender als nicht blinkende Lichter.
Stellte euch mal vor, von allen Seiten von blinkenden Lichtern umgeben zu sein (und dann noch alles unterschiedliche Frequenzen...). Ein solches optisches Chaos wäre der Verkehrssicherheit nicht zuträglich.
Aber solange es kaum einer benutzt, fahren die mit blinkenden Lichtern natürlich sicherer...
Blinkfunktion ist nur für Sonderfahrzeuge wie Feuerwehr, Krankenwagen, Polizei erlaubt. Ausnahmen sind die Blinker an Fahrzeugen zur Fahrrichtungsanzeige oder stehenden Fahrzeugen als Warnblinkanlage. Ferner dürfen mit Genehmigung Schwertransporte oder Einsatzfahrzeuge (Schneepflug usw.) auf Straßen blinken.
Diese Fahrzeige benutzen aber nur die Farben Blau und Gelb/Orange.
Weshalb sind dann alle anderen Farben ebenfalls verboten?
bd. Alv
Grundsätzlich gilt:
1. Blinklichter sind Sonder(signal)fahrzeugen, Baustellenabsicherungen etc. vorbehalten !
2. Bei allein mit Blinklichtern ausgerüsteten Fahrrädern kann man die Geschwindigkeit nicht abschätzen, weswegen sie auch
3. in Deutschland (Österreich ?) keine Zulassung für Fahrräder haben.
4. Um u.a. das Fahrrad nachts eindeutig als solches identifizieren zu können, sind gemäß § 67 StVZO (http://www.verkehrsportal.de/stvzo/stvzo_67.php) die Beleuchtungsvorrichtungen am Fahrrad genau vorgeschrieben. Zusätzliche Beleuchtung am Fahrrad ist somit verboten.
5. Zusätzliche aktive Beleuchtung am Körper wird zwar nicht ausdrücklich verboten, ist aber nach Sinn und Zweck des § 67 StVZO nicht zulässig. So wird eine Kopflampe nachts wegen ihrem spezifischen Bewegungsmuster regelmäßig eher einem taschenlampentragenden Fußgänger zugeordnet, so dass dann die zweite Lampe am Fahrrad möglicherweise auch für einen zusätzlichen Fußgänger gehalten wird, nicht aber für ein Fahrrad mit einem kopflampentragenden Radfahrer.
6. Auch schreibt § 17 Absatz 6 StVO (http://www.verkehrsportal.de/stvo/stvo_17.php) als allgemeine Beleuchtungsregel für alle am Straßenverkehr teilnehmenden Fahrzeuge vor, dass Suchscheinwerfer nur kurz und nicht zum Beleuchten der Fahrbahn benutzt werden dürfen. Der Grund dafür ist auch hier, Blendung und sonstige Irritationen des Gegenverkehrs zu vermeiden.
7. In der Praxis geht die Verkehrspolizei in aller Regel nicht gegen Fahrradfahrer vor, die neben der vorgeschriebenen eingeschalteten Beleuchtung noch weitere Beleuchtungseinrichtungen an Rad oder Fahrer in Funktion haben, sofern es nicht zu erheblichen Blendwirkungen kommt. Sollte es aber zu einem Verkehrsunfall kommen, so wird im Rahmen der Mitverschuldensprüfung die regelwidrige Beleuchtung eine Mitverschuldensquote des Radfahrers i.d.R. begründen oder erhöhen.
grosserschnurz
11.12.2008, 18:22
Hallo didi28,
tolle Ergänzung zu meinem Bericht.
Wäre schön, wenn er den einen oder anderen Radfahrer dazu bewegen würde/könnte, sich beleuchtungstechnisch an die vom Gesetzgeber gemachten Vorgaben zu halten.
grosserschnurz hofft auf Erleuchtung
martinko
11.12.2008, 18:41
Hallo didi28,
tolle Ergänzung zu meinem Bericht.
Wäre schön, wenn er den einen oder anderen Radfahrer dazu bewegen würde/könnte, sich beleuchtungstechnisch an die vom Gesetzgeber gemachten Vorgaben zu halten.
grosserschnurz hofft auf Erleuchtung ich bin zwar auch gegen die Blinkis, finde aber die gesetzlichen Vorgaben für Radfahrer gleichzeitig überhaupt nicht mehr der Realität angepasst und diskriminierend obendrein. Ein Beispiel ist die seltsame 3Watt-Grenze, die einerseits nichts mit der Beleuchtungsstärke zu tun hat, dh durch LEDs "aufgebohrt" werden kann, gleichzeitig für eine grauenhafte Diskriminierung angesichts der bei KFZ verwendeten Lichtstärke sorgt. Wenn ich auf meinen Wegen eine stärker befahrene Strasse oder gar Autobahn kreuzen muss, fühle ich mich immer völlig blind mit meinen 3W angesichts der dort verwendeten Lichtstärken. Und die Sorge des Gesetzgebers, von einem Fahrrad könnte eine Blendung ausgehen, kommt mir geradezu lächerlich vor.
labella-baron
11.12.2008, 19:09
Ein Beispiel ist die seltsame 3Watt-Grenze, die einerseits nichts mit der Beleuchtungsstärke zu tun hat, dh durch LEDs "aufgebohrt" werden kann, gleichzeitig für eine grauenhafte Diskriminierung angesichts der bei KFZ verwendeten Lichtstärke sorgt. Das Thema ist ja schon in unzähligen Foren rauf und runter diskutiert worden. Ohne dass ich jetzt alle Argument präsent hätte, ist die Überlegung des Gesetzgebers wohl folgende:
Drei Watt bedeuten auf Grund des Wirkungsgrads eines Normal-Dynamos zehn Watt zusätzlich zu erbringende Leistung (Akkus und Batterien sind ja aus anderen Gründen am Normalrad verboten). Ein Alltags-Gelegenheitsradler bringts vielleicht auf 80 Watt.
Würdest du nun die zulässige Leistung auf 5 Watt erhöhen, würden bereits 17 Watt oder 21% fürs Licht verbraten.
Ergebnis: Der Dynamo wird von vielen nicht eingeschalten, weils zu schwer geht !
Leider wurde 2006 eine Novellierung der Gesetzeslage bei der Fahrradbeleuchtung u.a. abgelehnt. Sie wäre zwar sowieso kein großer Wurf gewesen, aber immerhin eine Verbesserung es Ist-Zustandes:
http://www.adfc.de/2978_1
Wie dem auch sei, wenigstens die 3W Grenze für die Beleuchtung ist zwischenzeitlich durch die TA (Technische Anleitung) 6 zu § 67 (http://www.verkehrsportal.de/stvzo/stvzo_67.php), § 22a StVZO (http://www.verkehrsportal.de/stvzo/stvzo_22a.php) Geschichte. Danach ist die zulässige Leistung des Frontscheinwerfers bei 6V 2,4W, bei 12V 5W.
Busch & Müller bieten entsprechende Scheinwerfer an:
http://www.bumm.de/index.html?docu/12volt.htm
Bei der Beleuchtungsproblematik geht es primär nicht um eine mögliche Blendwirkung eines stärkeren Frontscheinwerfers oder im Zeitalter des Nabendynamos um die Mehrbelastung des Pedaleurs, sondern um die Unterscheidbarkeit gegenüber schnelleren Zweirädern wie Mopeds oder Motorrädern.
Broadcasttechniker
03.09.2009, 21:15
Ich glaube, dass Pedelecfahren doch ganz schön gefährlich ist.
Ist es auf jeden Fall.
Ich fahre jetzt nur noch mit oranger Weste und nicht abschaltbarem Tagfahrlicht zur Arbeit.
Dazu trage ich einen Fahrradhelm.
Letze Woche Donnerstag bin ich von einem Schulbusfahrer an einem Überweg vom Rad gefahren worden.
Nur einmal dürft ihr raten was der gesagt hat.
Es ist übrigens super glimpflich abgelaufen, weil der gehalten hatte um nach Fußgängern Ausschau zu halten, nachdem er einem anderen Radfahrer die Vorfahrt gewährt hat.
Ich habe rein gar nichts abbekommen, am Rad war nur Spiegel, Klingel, Scheinwerferhalter und Gepäckträger verbogen, war alles wieder zu richten.
Meine anständige Akkubefestigung ist auf jeden Fall auch was wert.
Ich fahre jetzt wo es geht auf der Strasse, werde aber hin und wieder angehupt, Autofahrer machen eindeutige Gesten.
Nicht nur daher überlege ich, weiter aufzurüsten.
Aktiv eine potente Hupe.
Mal sehen ob LKW 24Volt an 36 Volt läuft.
Passiv denke ich weiterhin an einen Integralhelm, obwohl mir das sowohl zu martialisch aussieht, als auch zu warm ist, zumindest im Sommer.
Drangeben möchte ich die Radfahrerei nicht, und ein Verkehrsteilnehmer der aller Rechte abgibt, möchte ich auch nicht sein.
Steueroase
03.09.2009, 22:34
Dieser Thread ist ja sehr spannend zu lesen, aber irgendwie habe ich dein Eindruck, dass Broadcasttechniker die (Beinahe)Unfälle fast magisch anzieht?
Christian
03.09.2009, 22:49
Ich habe rein gar nichts abbekommen [...]
Das ist das wichtigste, mach drei Kreuze ...
Nur einmal dürft ihr raten was der gesagt hat.
"Mensch, ich hab' Sie gar nicht gesehen" ?! :rolleyes:
Gruß,
Christian
Ich habe, aus jahrelanger Erfahrung beim Trialsport folgendes bemerkt:
Wenn die Ohren frei sind hat man nicht nur mehr Kontakt zur Umwelt, man(n) hat auch einen besseren Gleichgewichtssinn;):cool:
Genau deswegen haben Flughelme (Gleitschirm, Drachen) jeweils ein rundes Loch (2€-Münze oder größer) im Ohrbereich.
Leider werden auch Flughelme immer eiförmiger bzw tropfenförmiger.
Broadcasttechniker
04.09.2009, 13:52
"Mensch, ich hab' Sie gar nicht gesehen" ?! :rolleyes: Na klar, was sonst.
Am geschocktesten war übrigens das Mädel auf dem Beifahrersitz.
Der stand das blanke Entsetzen auch noch nach 2 Minuten im Gesicht.
@Steueroase
Irgendwie glaube ich das auch.
Ich fahre ungefähr 600.000 Kilometer Auto, bisher nur in ganz wenige Bagatellunfälle verwickelt, und da nicht Schuld.
Crashs mit dem Fahrrad und Mofa habe ich schon einige gehabt, bei vielleicht 1% der Autokilometer.
Zum Glück auch hier immer ohne Verschulden, wenn man vom Alleinunfall als 8 Jähriger absieht, wo ich einen Abstieg bei recht hohem Tempo downhill hatte.
Mit Gesichtsbremse, aber nur das Kinn betroffen, welches genäht werden musste.
Broadcasttechniker
03.05.2011, 21:47
Und heute hat es mich wieder erwischt.
Ich habe bald keine Lust mehr.
Ich habe Riesenglück gehabt, denn der Unfall war eher ein Stunt.
An einer Einmündung die wartepflichtig ist (Stop Schild) von einer Frau übersehen worden, die zuerst angehalten hat und dann losgefahren ist.
Die Einmündung hat Inseln, ich war in den Furten für Rad und Fahrradfahrer unterwegs.
Der Radweg gilt dort in beide Richtungen, ich war auf der rechten Seite unterwegs.
Der Radweg endet in Gegenrichtung NICHT an der Einmündung.
Mein Vorderrad hat ihr linkes Vorderrad getroffen, mein rechtes Lenkerende ihren linken Außenspiegel.
Ich habe geistesgegenwärtig mein rechtes Bein hochgerissen und mich mit dem Fuß an der A-Säule abstützen können.
Bin dann wegen der Geschwindigkeit des Autos noch gegen die Fahrerscheibe gekippt und dann am Auto runtergefallen.
Kurze Zeit danach tat mir die Lendenwirbelsäule weh, was sie bei Abfahrt noch nicht getan hat.
Geht aber wieder.
Sonst keine Verletzungen, keine Schramme, nichts.
Die Unfallverursacherin meinte dass ich dort nicht fahren dürfte.
Deshalb wäre ich schuld.
Ihr Außenspiegel hat eine Schramme.
Deshalb habe ich darauf bestanden die Polizei zu rufen.
Hat sie auch gemacht, aber an die falsche Stelle.
Ein radfahrender Kollege hat mir sein Handy dagelassen und ich habe die Polizei an die richtige Stelle dirigiert.
Hat 3 Stunden gedauert.
Weder der Unfallverursacher noch die Polizei hat sich für mein Rad interessiert.
Die Frau steht an erster Stelle im Unfallbericht, bei wegen steht §1 II, bei mir nichts.
Was mich sehr ärgert ist die Uneinsichtigkeit.
Argumente waren:
Ich dürfte da gar nicht fahren, sie hat nichts gesehen (hatte zwar Tagfahrlicht aber nicht meine Warnweste an), sie hätte gar nicht angehalten, ich wäre ihr ja reingefahren ich nicht sie mir.
Ich habe gerade meine Scheidung hinter mir und keinen Bock mehr auf Anwälte und Gericht.
Soll ich zu einem Schadenschnelldienst ihrer Versicherung gehen?
Sind die fit in Pedelc?
Dazu noch Custom (altes Raleigh mit Biopace Kurbeln).
Die Gabel ist leicht krumm, scheinbar zischen den Lagern.
Lager sind leicht "eckig".
Das ganze Fahrrad ist irgendwie krumm, fährt aber noch halbwegs.
Munter mich bitte was auf und gebt Tipps.
Die Fahrerei macht bei dem Wetter richtig Spaß, aber um den Preis habe ich bald keinen Bock mehr.
Christian
03.05.2011, 22:22
Hallo Ulli,
schlafe erstmal eine Nacht darüber. Ich würde in jedem Fall einen Arztbesuch und eine anwaltliche Erstberatung empfehlen (kann man sich auch ohne Rechtschutzversicherung leisten) - das alles schon allein für den Fall, dass "die Gegenseite" auf abstruse Ideen kommt.
Gruß,
Christian
ja, leider ist so eine Sache immer Ärger, ob man will oder nicht.
Ich stehe auch nicht auf Anwälte, aber für den Straßenverkehr habe ich eine Rechtschutzversicherung.
Dazu ist das einfach zu heis, was da passieren kann.
Ich hab bislang glück gehabt und konnte immer ausweichen/Bremse (ich benutze ja auch keine Radwege...).
Aber wenn es mal kracht, und der Gegner nicht einsichtig ist, dann hilft nur mit aller Härte (Rechtsanwalt, Ärztliches Attest...) vor zu gehen.
Ist ein Haifischbecken, zeigst du nachgibigkeit, könnte es sein, das der Gegnerische Anwalt dich als Freiwild ansieht, und dann hast du auf jeden Fall lange Ärger oder finanzielle Verluste.
Aber wenn es mal kracht, und der Gegner nicht einsichtig ist, dann hilft nur mit aller Härte (Rechtsanwalt, Ärztliches Attest...) vor zu gehen.
bin genau dieser Meinung,
gehe bitte unbedingt zum Arzt und lasse Dir ein Verletzungsbericht aushändigen.
Lasse Dich von einem RA vertreten, es ist ein Haifischbecken.
Steueroase
03.05.2011, 23:23
Aber wenn es mal kracht, und der Gegner nicht einsichtig ist, dann hilft nur mit aller Härte (Rechtsanwalt, Ärztliches Attest...) vor zu gehen.
Auch von meiner Seite volle Zustimmung. Hier ist Angriff die beste Verteidigung, also gleich das volle Programm abziehen. Das ist zwar nicht nett, aber wenn dein Unfall"gegner" so uneinsichtig ist, dann musst du mit weiteren Schikanen rechnen. Am Ende bist du sonst der Gelackmeierte.
.
... und Fotos von der Stelle machen, eigene, ausführliche Beschreibung ... Aber erst zum Arzt.
Jörg
Broadcasttechniker
04.05.2011, 13:49
Fotos habe ich heute gemacht aus denen hervorgeht dass das ein Radweg ist und dass vor dem Stoppschild ein Achtung Radfahrerschild steht.
Anwalt (zusammen im Sandkasten gespielt) kommt heute, den Arzt verkneife ich mir da mir nichts fehlt.
Habe heute allerdings fiese Kopfschmerzen bekommen, scheint aber am Wetter zu liegen (Köln), andere Kollegen haben's auch.
... in Deinem Fall würde ich die Kopfschmerzen mal nicht auf das Wetter schieben ... Du schreibst doch selbst, dass Du Schmerzen in Verbindung mit dem Unfall hattest ...
Jörg
Steueroase
04.05.2011, 15:29
Habe heute allerdings fiese Kopfschmerzen bekommen
Das kommt zweifelsfrei von der Wirbelsäule.
.
Nennt man Schleudertrauma. Schnell zum Arzt (Orthopäde). Halskrause verpassen lassen.
Gute Besserung !
LuckyLuke
04.05.2011, 17:33
Arzt, Anwalt sind wichtig. Sonst hast Du bereits bei der Versicherung verloren.
Ausserdem bekommt der Anwalt dann die grauen Haare, wofür er ja auch bezahlt wird.
Verkehrsrechtsschutz ist wichtig, auch für Radfahrer. Kostet nicht die Welt.
Lucky
Stefan M
04.05.2011, 18:49
Auch von meiner Seite volle Zustimmung. Hier ist Angriff die beste Verteidigung, also gleich das volle Programm abziehen. Das ist zwar nicht nett, aber wenn dein Unfall"gegner" so uneinsichtig ist, dann musst du mit weiteren Schikanen rechnen. Am Ende bist du sonst der Gelackmeierte.
Wenn es einen als Fahrradfahrer erwischt hat, ist man nicht am Ende gelackmeiert, sondern sofort.
Wer dann versucht, vor Gericht irgendwas zu erreichen, dürfte ohne Zeugen auch schlechte Karten haben.
Was man auf Fahrradwegen erlebt, ist unter dem Strich wie auch hier geschrieben tatsächlich um ein Vielfaches gefährlicher als im Straßenverkehr. Da fahren zum Glück keine nicht erzogene Kiddies die SUVs.
Ich habe nichts gegen Kinder, aber deren Verhalten konnte ich zum Schluß (bevor ich das Rad in die Ecke gestellt habe), beim Anblick der Eltern mit ziemlicher Treffsicherheit voraussagen.
Jetzt gehe ich in der Gegend, in der ich wohne, zu Fuß, wenn mir nach Bewegung ist.
Hallo liebe eBike/Pedelec-Fahrer.
Wir von RTL EXTRA möchten einen Beitrag über eBikes/Pedelecs machen. Vor-und Nachteile und die damit einhergehende Unfallgefahr. Hat einer von euch schon mal einen Unfall damit gehabt und wäre dazu bereit, an einer derartigen Reportage mitzuwirken?
Über eine Antwort würden wir uns sehr freuen!
Die Redaktion von RTL Extra
Tel: +49 221 456-15709
Fax: +49 221 456-15791
E-Mail:research.extra@infonetwork.de (research.extra@infonetwork.de)
Michael.HH
05.05.2011, 15:14
Hat einer von euch schon mal einen Unfall damit gehabt und wäre dazu bereit, an einer derartigen Reportage mitzuwirken?
Über eine Antwort würden wir uns sehr freuen!
Die Redaktion von RTL Extra
Dazu braucht Ihr kein Pedelec.Fahrt einfach mal morgens mit dem Rad zum Sender (Köln?),dann habt Ihr genug Material für eure Sendung.
Steueroase
05.05.2011, 17:01
Vor-und Nachteile und die damit einhergehende Unfallgefahr.
Geht die Unfallgefahr jetzt von den Vor- oder den Nachteilen der Pedelecs aus? Explodierende Lithium-Akkus? Fahrradraser, die mit 45 km/h Rentner und Kinder abschiessen?
Sorry, aber bereits die Anfrage ist sehr tendenziös, und lässt Böses vermuten. Reisserische Beiträge zu dem neuartigen Mordinstrument Pedelec gab es bereits zur Genüge, sowas braucht die Community nicht.
Wenn wir über Pedelecs reden, also die 25 km/h Klasse, dann muss man sich mal eines verdeutlichen: ab 25 km/h gibt es keine Motorunterstützung mehr, es ist de Fakto also ein normales Rad. Passiert ein Unfall mit >25km/h, so ist das nicht dem Antrieb geschuldet. Und das schöne Argument, "Rentner, die dank elektrischer Unterstützung jetzt 20 anstelle 10 km/h fahren", seien eine Gefahr wegen mangelnder Reaktionsfähigkeit, dürfte auch einer überbordenden Fantasie entspringen, denn eben diese Rentner fahren sonst im Auto auch schneller als 20 km/h.
Reden wir über S-Pedelecs, die bis zu 45km/h unterstützen, wird es noch bunter. Ich erinnere mich mit Kopfschütteln an diesen Crashtest, mit 45 Sachen seitlich ins Auto. Ob es wohl auch demnächst Crashtests der Art "Motorrad mit 120 in den Laster" oder "Auto mit 180 Sachen in den Betonpfeiler" gibt, um zu dokumentieren, wie gefährlich das denn ist?
Aber zurück zum S-Pedelec: Ich weiss ja nicht, wie die Situation in Köln so ist, aber in den Gegenden, wo ich mich rumtreibe, geht die Gefahr auf Radwegen eher von unberechenbaren Fussgängern, Inlineskatern, Autofahrern und freilaufenden Hunden auf Radwegen aus, als von Rennrad- oder S-Pedelecfahrern, die genau deswegen auf der Strasse so im Bereich 30...45 km/h unterwegs sind.
Ansonsten gilt für alle Verkehrsteilnehmer immer die Sache mit dem vorausschauenden Fahren, Artikel 1 StVO.
Ich empfehle den zuständigen Redakteuren jedenfalls, sich von RTL ein Pedelec der Wahl zur Verfügung stellen zu lassen, das Ding 2 Monate lang zu "erfahren", und danach erst den Bericht zu erstellen.
Ach ja, mein letzter Fahrradunfall liegt nun schon etwa 23 Jahre zurück. Es war der Klassiker "Radfahrer von Rechtsabbieger umgemäht". Mit motorlosem Rad.
.
Michael.HH
05.05.2011, 17:21
"Auto mit 180 Sachen in den Betonpfeiler" .
Das haben die bei RTL schon im Archiv.Die Königin der Herzen ereilte dieses Schicksal.RTL berichtete.Wahnsinnsquote!!
Edit..fast vergessen...engagierter Beitrag,Steueroase!Aber mit Argumenten ist das bei RTL so ne Sache...
Sehe das genau wie Du und habe deshalb versucht,sie auf die Schlossknackgeschichte umzulenken.Mal sehn,obs klappt.
Moin,
auch RTL Extra möchte alten Wein in neuen Schläuchen, ? ,
da sind doch Mofas und Moppeds das gleiche, Fahrzeuge im Strassenverkehr.
Die Masse der E - Fahrräder ist zu gering, das Altersprofil sehr erfahren,
viel dünne Luft, ist mein Kopf wichtiger als z.b. wie giftig sind Litium Akkus... usw.
Gruss Ludger
Michael.HH
07.05.2011, 18:23
Ich habe eine Unsicherheit festgestellt..
Ein Fußweg mit dem entsprechenden runden blauem Schild mit Fußgänger drauf hat darunter ein kleines weisses rechteckiges Zusatzschild mit einem Fahrrad und darunter steht FREI.
Ich vermute,dieser Fußweg ist nicht zwingend,ich kann also auch auf der Strasse fahren,oder?
Das Schild RADFAHRER ABSTEIGEN ist unverbindlich,kann man beachten oder nicht.
Ich habe eine Unsicherheit festgestellt..
Ein Fußweg mit dem entsprechenden runden blauem Schild mit Fußgänger drauf hat darunter ein kleines weisses rechteckiges Zusatzschild mit einem Fahrrad und darunter steht FREI.
Ich vermute,dieser Fußweg ist nicht zwingend,ich kann also auch auf der Strasse fahren,oder?
Ich treffe diese Schilder auch ab und zu an, meist ist der Weg aber zu riskant ( Strasse mehrmals überqueren wegen 300m Radweg ) weshalb ich auf der Strasse bleibe. Wie es rechtlich aussieht weiss ich nicht, aber irgendwie scheint das bei uns sowieso niemand zu interessieren, da wird kreuz und quer gefahren.
broehsel6
07.05.2011, 19:19
Nur runde blaue Schilder sind Gebotszeichen und besagen, dass man etwas tun muss.
Das Zusatzzeichen "Fahrräder frei" erlaubt die Nutzung, schreibt diese aber nicht vor.
Hier in Lübeck gibt es eine ganz interessante Einbahnstraße. Dort steht in Gegenrichtung unter dem blauen Fußwegschild ein "Radfahrer frei", d. h. mit dem Rad darf man auf dem Fußweg gegen die Einbahnstraße fahren (auf der Straße dürfte man nicht, da nicht freigegebene Einbahnstraße, ist also quasi wie ein blaues Radfahrerschild). In Gegenrichtung steht das Schild nicht, da soll man also auf der Straße bleiben. An Einmündungen stehen auf dem Fußweg sogar kleine Vorfahrt-Achten-Schilder für die Radfahrer. Wahrscheinlich, damit sie aufpassen, weil Autofahrer dort ja wegen der Einbahnstraße und dem Fußweg nicht mit Radfahrern rechnen.
broehsel6
07.05.2011, 19:23
Solche Fußwege kenne ich aus meiner Studentenzeit auch noch. Ich empfand sie als sehr angenehm, da man häufig große Umwege sparen konnte, auch wenn man natürlich vorsichtig fahren musste.
Die Stadtverwaltung tat sich am Anfang etwas schwer, doch habe ich nicht von einem Unfall an diesen Stellen gehört. Irgendwie wird man wohl automatisch vorsichtig.
Michael.HH
07.05.2011, 19:46
Nur runde blaue Schilder sind Gebotszeichen und besagen, dass man etwas tun muss.
Das Zusatzzeichen "Fahrräder frei" erlaubt die Nutzung, schreibt diese aber nicht vor.
Diese Zusatzzeichen sind weiß,wie z.B.auch die Schilder Flughafen oder Hauptbahnhof an Wegweisern.
Das weiße Hinweisschild mit den 2 Pfeilen (einmal nach oben,einmal nach unten weisend)an Fahrradwegen besagt,das man den Radweg in beide Richtungen benutzen darf.Gestern bin ich neben einer sechsspurigen Hauptverkehrsstrasse stadtauswärts auf der "falschen"Seite fahrend diesem Radweg gefolgt,bis zu Schild "2 Pfeile - ENDE".Also ab hier wieder aufgehoben.
Da stand ich nun,weit und breit keine Strassenkreuzung oder Fußgängerampel.Also illegal weitergefahren.
Ich versuche,dieses auf der falschen Seite fahren zu vermeiden,aber ist das überhaupt verboten?
Falls es verboten ist,hätte ich das Rad also 800m weiter auf dem Fußweg schieben müssen...
Gut,keiner schert sich drum,aber wie stehts in der Strassenverkehrsordnung?
broehsel6
07.05.2011, 19:54
Wenn die Erlaubnis aufgehoben wurde entgegen der Fahrtrichtung zu fahren, ist es somit verboten.
Ich frage mich auch immer wieder, ob Verkehrsplaner bei der Stadt auch manchmal Fahrrad fahren....
Ich habe für mich die Entscheidung getroffen, dass ich ein schnelles Ebike fahre, und somit auch von der Pflicht der Radwegnutzung ausgenommen wurde. (-: heißt, ich muss mich an diesen Schikanen nicht stören.
Du hast zwar Recht, es kräht kein Hahn danach, aber.... was ist, wenn doch was passiert?
Michael.HH
07.05.2011, 20:11
Wenn die Erlaubnis aufgehoben wurde entgegen der Fahrtrichtung zu fahren, ist es somit verboten. u
Darf man das Schild "2 Pfeile.ENDE" hier überhaupt aufstellen?Man hat ja keine Möglichkeit,diese 6 Spuren "Autobahn"zu überqueren.Die nächste Kreuzung mit Fußgängerüberweg ist ca.800m weiter.
Da ich im ADFC bin,müßte der diesen Schwachsinn doch abstellen können.Der Grund dieser Benutzungsaufhebung (jetzt schreibe ich auch schon wie ein Bürokrat)ist allerdings ein positiver..
Man baut endlich die Radwege auf doppelte Breite aus.Am Aufhebungsschild ist Hamburg mal wieder das Geld ausgegangen,der weitere Radweg war schmaler und noch nicht ausgebaut.Ich vermute,das man diesen Radweg nicht für beide Richtungen freigeben darf.Also vertraut man wohl darauf,das der Radfahrer sich "irgendwie behilft".Wie da nun die Rechtslage ist,wenn was passiert....800m schieben kanns ja wohl nicht sein,nicht wahr,Richter Gnädig?
Das Beste wäre,beide Schilder (Erlaubnis und Aufhebung)zu überkleben,bis der Radweg zur nächsten Kreuzung ausgebaut ist.Beim ersten Schild ist auch eine Fußgängerampel zum Seitenwechsel.Man tappt dann nicht in die Falle.
broehsel6
07.05.2011, 21:25
Schau doch mal hier:
http://bernd.sluka.de/
(http://bernd.sluka.de/)
Es gibt immer eine Möglichkeit eine ungünstige Situation noch ungünstiger zu machen (-:
andy.dark
07.05.2011, 21:54
Nur runde blaue Schilder sind Gebotszeichen und besagen, dass man etwas tun muss.
Das Zusatzzeichen "Fahrräder frei" erlaubt die Nutzung, schreibt diese aber nicht vor.
ehrlich ?
ich hatte heut grad so einen fall und hab mich da etwas unwohl gefühlt.
also es ging auf eine sogenannte autostrasse - eckiges kleines blauen schild mit weissem auto drin.
dort wurde es wechselseitig auch immer mal wieder 2spurig auf einer seite.
hab da fast 8 km mich an den randstreifen verdrückt und ordentlich schub gegeben und war froh als der spuk dann an einer ampel und einer möglichkeit zum abbiegen vorbei war.
war ich da tatsächlich absolut legal unterwegs, weil eckige schilder keine verbindlichen verbotszeichen sind ?
Reinhard
07.05.2011, 23:21
war ich da tatsächlich absolut legal unterwegs, weil eckige schilder keine verbindlichen verbotszeichen sind ?
Nö, aber das solltest Du als Führerscheininhaber eigentlich auch wissen, das man auf Kraftfahrtstraßen (http://de.wikipedia.org/wiki/Kraftfahrstra%C3%9Fe) nicht mit dem Fahrrad fahren darf.
andy.dark
08.05.2011, 03:20
ja, das dachte ich auch bis ich hier gelesen habe das nur runde blaue schilder wirklich zählen.
als ich einmal drauf war, war es auch zu spät. wenden ist dort verboten.
hab eigentlich niemanden behindert und werd da auch nicht wieder langfahren.
Hallo Kraeuterbutter,
du darfst dir eine Kerze an deinen Helm befestigen oder eine Laterne um den Hals hängen, aber nicht blinken, wenn du dein Rad im öffentlichen Verkehr bewegst, auch nicht beim Schieben.
Moin,
für Deutschland stimmt dies, für Östereich nicht. In letzterem Nachbarland sind Blinkies auch an der Kleidung, dem Helm oder am Rucksack des Fahrradfahrers nicht zulässig.....
Bis später oder so,
HeinzH.
Michael.HH
09.05.2011, 10:59
Nö, aber das solltest Du als Führerscheininhaber eigentlich auch wissen, das man auf Kraftfahrtstraßen (http://de.wikipedia.org/wiki/Kraftfahrstra%C3%9Fe) nicht mit dem Fahrrad fahren darf.
Mein absolutes Lieblingsschild!
Besonders das auf der B75 von Reinfeld nach Lübeck.Dort hört der Radweg nach zig-km einfach auf
(rot-weißes Schild/Markierung über den Radweg),daneben steht besagtes Schild,damit man auch wirklich dumm in der Landschaft steht.
Kehrt man konsterniert um und fährt in Richtung Bad Oldesloe,passiert das gleiche.Radweg ENDE,anschließend wirds für 2km einspurig wegen Strassenerneuerung.Man wartet an der Baustellenampel bis auch die letzten beiden noch bei Rot Fahrer durchgerauscht sind und fährt dann mit dem Rad in die Baustelle ein.Da man weder links (Baugrube)noch rechts (Bauzaun)dem Gegenverkehr,der unweigerlich kommen wird,ausweichen kann,darf man sich schon mal mental auf das kommende Chaos vorbereiten.
Deutschland,Deine Radwegplaner.
Nachtrag für Abgebrühte...man fährt mit dem Rad in die Baustelle ein,wenn der letzte Gegenverkehr durch ist.Dann zieht man die Autoschlange hinter sich her,bis man auf die entgegenkommende trifft,die inzwischen ja grün hat.Man hält an,wirft das Rad in die Baugrube,springt hinterher,und macht sich aus dem Staub.Die Polizei kann sich dann mit dem Autoknäul beschäftigen.
Stefan M
09.05.2011, 19:52
Dazu braucht Ihr kein Pedelec.Fahrt einfach mal morgens mit dem Rad zum Sender (Köln?),dann habt Ihr genug Material für eure Sendung.
Mal angenommen, es geht dem freundlich Anfragenden nicht darum, ein Produkt per se als mieses abzustempeln, sondern mal nachzufragen, was pedelec-spezifische Gründe für einen Unfall gewesen sein könnten.
Spezifische Gründe gab es mal bei einem Mercedes, der eine Links-Rechts-Links-Kombination nicht gern mochte.Oder umgekehrt. Dann gab es mal einen Audi, der weder schnelle Rechts- noch schnelle Linkskurven mochte. Und dann kommen halt Leute, die fragen, warum das denn so ist.
Beim Pedelec muß die Fragestellung auch nichts mit Kinder/Rentnerumnageln bei 45km/h zu tun haben, auch wenn einige in diesem Forum grundsätzlich bei allen Themen/Meinungen anderer sofort ins ketzerische abgleiten (Bsp. mein Vorschlag eines Kurses zum Gasgeben bis 20km/h mit e-bike (500W); ist beim Kurs zum richtigen Scheißen gelandet).
Nein, das nagelneue Pedelec aus dem Fachhandel meiner Mutter, just gestern gefahren, schiebt noch weiter an, wenn man nicht mehr pedaliert,was man vielleicht gerade nicht mehr möchte. Auch sind die Felgenbremsen vorne wie hinten (+ Rücktritt hinten, den wollte sie, nur ein Grund, nicht vier, und Sie interessiert auch nicht der Rest der Welt) so gestaltet, daß ein großer Teil der Kohle in die Batterie ging.
Nein, die Fragestellung ist interessant, vor allem im Hinblick auf e-Mobilität von 500-1000W. Das ist dann eine ganz andere Welt. Und da kracht es zur Not schon auf dem ersten Meter.
Stefan
andy.dark
09.05.2011, 21:08
@Micheal.HH
selten so gelacht hier ;)
für so geschichten liebe ich das plauderforum.
aber so ne baustelle, scheinbar auch noch ewig lang, wo man sich nicht irgendwohin verdrücken kann um den gegenverkehr durchzulassen ...:confused:
achso, einfach so wie ich die autostrasse nehmen,sich auf den hoffentlich halbwegs vorhandenen randstreifen verdrücken und beten das man so durchkommt :cool:
Nein, die Fragestellung ist interessant, vor allem im Hinblick auf e-Mobilität von 500-1000W. Das ist dann eine ganz andere Welt. Und da kracht es zur Not schon auf dem ersten Meter.
Ja genau, das ist eine ganz andere Welt und auch deswegen nicht Thema dieses Forums.
Stefan M
09.05.2011, 21:31
Ja genau, das ist eine ganz andere Welt und auch deswegen nicht Thema dieses Forums.
Wie oft wurde/wird hier über S-Pedelecs geschrieben?
S-Pedelecs haben maximal 500W Nenndauerleistung.
zornzorro
09.05.2011, 21:52
@Michael.HH:
goile Idee/Story, hehe
Ich hab zB vor ewigen Zeiten mit meinem Donkervoort (ne Art von "Pkw") auf der Landstraße zur Autoverladung in Niebüll zig Leute überholt, weil ich den Autozug zur Insel unbedingt kriegen wollte - dann mitten auf dem ellenlangen Zug (war Hauptsaison und Wochenende) der Super-Gau: Karre aus, war nicht mehr zu starten. Die armen vorher überholten und sowieso schon sehr unamüsierten Zeitgenossen durften dann noch schön mit schieben, weil das Bahnpersonal erst mal andere Aufgaben erledigen musste. Werkstatt - scheinbar repariert, 2 Tage später auf der belebtesten Kreuzung der Inselhauptstadt wieder Motor aus. DAS war echt sch....
Stefan M
09.05.2011, 22:36
S-Pedelecs haben maximal 500W Nenndauerleistung.
Gut. Und welche nenndauerleistung haben e-bikes? Hoffentlich nicht strittig.
Gut. Und welche nenndauerleistung haben e-bikes? Hoffentlich nicht strittig.
Da ist nichts strittig. Elektrische Leichtmofas (E-Bikes) dürfen auch nur 500W Nenndauerleistung haben. Da ist die Leichtmofa-Ausnahmeverordnung einschlägig:
http://bundesrecht.juris.de/stvrausnv/BJNR039400993.html
Nach § 3 Nr. 2.2 sind maximal 0,5KW zulässig.
Steht übrigens alles in unserem Wiki.
Steueroase
09.05.2011, 23:45
Mal angenommen, es geht dem freundlich Anfragenden nicht darum, ein Produkt per se als mieses abzustempeln, sondern mal nachzufragen, was pedelec-spezifische Gründe für einen Unfall gewesen sein könnten.
Freundlich war die Anfrage, das steht ausser Frage.
Wenn diese aber "Vor-und Nachteile und die damit einhergehende Unfallgefahr" heisst, von RTL EXTRA kommt und der Bericht möglichst schnell fertig sein soll, und man die RTL Machart kennt, dann darf man schon getrost davon ausgehen, dass das Ganze in eine gewisse Richtung geht.
Käme eine Anfrage von ARTE zum Thema "Pedelecs und E-bikes und die damit einhergehende Chance für nachhaltige Mobilität" käme, dann sähe die Sache etwas anders aus :D
.
Michael.HH
13.05.2011, 12:27
ja, das dachte ich auch bis ich hier gelesen habe das nur runde blaue schilder wirklich zählen.
Was gilt,wenn es keine Schilder gibt?
Ich bin heute eine vielbefahrene Bundesstrasse langgefahren.Es gab nur einen gepfasterten Weg auf der linken Seite,ca.1,50m breit.Rechts gab es weder Fußweg noch Radweg.Allerdings war der Weg weder als Fuß-,noch als Radweg oder beides ausgeschildert.
Ein paar Km weiter,inzwischen innerhalb einer Ortschaft,führte der Weg genauso weiter,jetzt gab es rechts aber einen ungepflasterten Fußweg mit 1m Breite.Nach wie vor aber keinerlei Beschilderung.Ich fuhr auf der Hauptstrasse auf der falschen Seite (auf dem Radweg)bis zur ersten Einmündung.Der Lkw dort meinte,das er Vorfahrt hätte,jedenfalls fuhr er mir direkt vors Rad.
Hat er Vorfahrt?
Ich bin dort mit meinem Sohn (6Jahre) entlanggefahren, als ein SUV von links aus einen Waldparkplatz kam und uns die Vorfahrt nahm.
Ich bin außer Radfahrer auch noch Berufskraftfahrer im Linienbusverkehr und stelle immer wieder fest, dass ca. 90 % dieser SUV-Fahrer das Recht des Stärkeren für sich in Anspruch nehmen. Die nehmen dir auch die Vorfahrt, wenn sie dich gesehen haben - weil im Zweifelsfall haben sie ja das stärkere Auto. Viele von denen fahren so, dass andere Verkehrstielnehmer das Kotzen bekommen.
Sollte ich jetzt hier dem ein oder anderen SUV'ler auf die Füße getreten sein, so kann ich damit leben.
Es sind keine Vorurteile, sondern Erfahrungswerte.
Natürlich weiß ich, dass es auch Ausnahmen gibt, die sind aber leider dünn gesät.
Sobald ein SUV in mein Blickfeld gerät, ob ich nun mit Rad, PKW oder Bus unterwegs bin, werde ich immer sofort
bremsbereit.
Gruß
Hans
Könnte auch sein, dass sich unsichere bzw. schlechte Autofahrer SUVs kaufen. Entsprechend fahren sie. Erstaunlich oft sitzen Frauen drin.
Könnte auch sein, dass sich unsichere bzw. schlechte Autofahrer SUVs kaufen. Entsprechend fahren sie. Erstaunlich oft sitzen Frauen drin.
Sitzen die Frauen auch am Steuer, oder werden diese lediglich als Ladung mitgeführt? ;)
Grüsse, jimmy
Broadcasttechniker
28.01.2012, 00:51
Und leider habe ich wieder neuen Input.
Bin heute mit einem Geisterradler zusammengekracht, Fahrrad Schrott (doppelter Rahmenbruch), zum Glück keine Verletzten.
Der Unfallgegner hatte aber Schmerzen im Bereich der linken Hüfte, wollte aber keine Hilfe.
Was war passiert?
Ich bin auf dem rechten Radweg Escher Straße (Einbahnstraße) mit der Fahrtrichtung gefahren.
Gegen die Fahrtrichtung existiert ein kombinierter Rad-Gehweg. Von oben (http://maps.google.de/maps?hl=en&ie=UTF8&ll=50.959303,6.940082&spn=0.000634,0.001206&hnear=Koelnmesse+GmbH,+Messeplatz+1,+50679+Köln&t=h&z=20)
Hier hätte er entlang kommen sollen (http://maps.google.de/maps?hl=en&ie=UTF8&ll=50.959437,6.939598&spn=0.000634,0.001206&hnear=Koelnmesse+GmbH,+Messeplatz+1,+50679+Köln&t=h&z=20&layer=c&cbll=50.959526,6.939616&panoid=x_J4ZUWzQ9gNAMVwuWGxgg&cbp=12,122.13,,0,14.92)
Meine Fahrtrichtung (http://maps.google.de/maps?hl=en&ie=UTF8&ll=50.959526,6.939616&spn=0.000634,0.001206&hnear=Koelnmesse+GmbH,+Messeplatz+1,+50679+Köln&t=h&z=20&layer=c&cbll=50.959437,6.939597&panoid=8CMo8AOI_8O6J06HNa1yeQ&cbp=12,142.35,,1,8.96)
An der letzten Ampel musste ich warten und war gerade losgefahren, als auf Höhe des blauen Autos im Bild ein anderer Radfahrer zwischen einem fensterlosen Lieferwagen auf den Radweg fuhr.
Keine Reaktion an die ich mich erinnern könnte, einfach Klatschbumm, und wir beide lagen da, die Fahrräder ineinander verkeilt.
Eine Radfahrerin die hinter mir fuhr hielt an. Sie hatte zwar den Unfall beobachtet, ihr war aber nicht klar woher der Radfahrer so plötzlich herkam.
Ein Fußgänger der mir auf dem Fußweg entgegen kam hatte das auch beobachtet und direkt gesagt dass "bei dem" nichts zu holen sei.
Damit hat er wohl recht, war mir sofort klar. Ärmlich angezogen, keine Haftpflicht, sein Gefährt ein Bild des Jammers.
U.a. Pedale mit Plastiktüten und Packband umwickelt, keine Ahnung wozu das dienen soll.
Nachdem er mir dann (im Schock?) von seinen gestrigen Träumen über seinen mit 25 Jahren verstorbenen Sohn erzählt hat, mir angeboten hat sein FahrradSchloss zu leihen, mein Fahrrad bei sich unterzustellen oder das Fahrrad in der Nähe zu einer gemeinnützigen Werkstatt zu bringen haben wir uns dann mit einer Umarmung und den besten Wünschen verabschiedet.
Sein Fahrrad fuhr, meines habe ich mit Hilfe meines Kabelschlosses und einer Laterne soweit gerichtet dass es wieder rollte.
Bin dann mit 15 kmh ohne Verwendung der Vorderradbremse nach Hause gefahren, waren noch etliche Kilometer, mit zur Hälfte durchgerissenen Rahmenrohren war das eine sehr wackelige Angelegenheit.
Was lerne ich daraus?
Fahre nicht auf dem Radweg.
Sagt sich so leicht.
Ich bin diese Woche zweimal von Autofahrern jeweils in Ossendorf auf der Hugo Eckener und Butzweilerstraße angemacht bzw. bedroht/bedrängt worden.
Einmal mit Abdrängen an den Fahrbahnrand, Beifahrerfenster runter und Anbrüllen.
Soll ich da jedesmal zur Polizei und Anzeiger erstatten?
Wenn ich mir rückblickend meine vielleicht 20.000Km Fahrrad-Pedelec-Mofa Unfallstatistik ansehe und die mit meinen ca 550.000 Auto-Motorradkilometern vergleiche komme ich zu dem Schluss, das das Fahren von langsamen Zweirädern eine äußerst gefährliche Angelegenheit ist.
Kraeuterbutter
28.01.2012, 01:46
tut mri leid das zu hören...
zum glück ist aber nicht mehr passiert, Rahmen ist nur Geld und Geld kann man jederzeit neues verdienen ;)
das lezte bild von dir ("Meine Fahrtrichtung"): http://maps.google.de/maps?hl=en&ie=UTF8&ll=50.959526,6.939616&spn=0.000634,0.001206&hnear=Koelnmesse+GmbH,+Messeplatz+1,+50679+K%F6ln&t=h&z=20&layer=c&cbll=50.959437,6.939597&panoid=8CMo8AOI_8O6J06HNa1yeQ&cbp=12,142.35,,1,8.96
für mich ein klassischer Fall da NICHT am "Radweg" zu fahren
ich finde ja die kombinierten Rad/Gehwege bei uns in Wien am Ring ganz gut...
aber da hat man links und rechts davon einen Grünstreifen, da kann nichts aus dem nichts auftauchen, und sie sind auch etwas breiter als das hier gezeigt...
hier auf deinem Bild: links Autos, Rechts ne Häuserwand, da dann noch Türen/Tore und in der Mitte auch noch die Verkehrszeichen
SOWAS ist gefährlich...
und da bin ich wieder ego-schwein und breche das Gesetz: ich würde links auf der Fahrbahn fahren (nochdazu eh eine 30er-Beschränkung, also muss kein Autofahrer wegen mir langsamer fahren als erlaubt)
also hier wärs meiner Meinung nach sicherer: Gehsteig schmaler machen, zu einem richtigen Gehsteig machen, die Autos weiter rechts parken lassen und dafür an der Fahrbahn einen Mehrzweckstreifen
wegen deiner 20.000 Radkilometer vs. 550.000 Autokilometer..
nicht Kilometer mit Kilometer vergleichen... das passt so nicht
20.000km fährt bald mal einer im Jahr
20.000km fahren aber wohl nur wenige Radfahrer im Jahr
km zu vergleichen ist meiner Meinung nach nicht so sinnvoll
wenn man beim Space Shuttle die km hernimmt, was die zurücklegt haben.. verdammt sicher..
viele viele viele Millionen km und nur 14 Tote...
auf der anderen Seite warens aber nur etwas über 100 STarts und 14 Tote...
will sagen: 1Radkm <> 1 Autokm
hallo,"was lerne ich daraus?"1. rechtfertige nichts durch rechthaberei - sei froh dass nichts passiert ist, gerade falls einer der beteiligten ohne helm unterwegs war2. klag dein recht finanziell nur ein, wenn du es fuer die gegenseite als angemessen siehst3. fahr zukuenftig immer so, dass du fehler anderer einbeziehst und noch reagieren kannst.4. sorge dafuer, dass dein rad technisch auf dem stand ist (vorderbremse - imho hydraulisch pflicht - ist bei zuegiger fahrweise eine art lebensversicherung)5. suche nach gefahrensituationen ggf erstmal das freundliche gespraech um leute zu sensibilisieren(ich sehe hier in der stadt auf engen radwegen regelmaessig leute mit ~30km/h, die nicht mal den abstand zu parkenden autos zu ihrer eigenen sicherheit halten; bei der geschwindigkeit auf einen unrechtmaessig kreuzenden fussgaenger zu prallen, scheinen manche echt nicht auf dem schirm zu haben)5. faehrst du >25km/h und der radweg gibt das nicht her, fahr besser mit rueckspiegel auf der strasse mfg
Trebbler
28.01.2012, 09:54
Zunächst: Prima dass dir nichts schlimmeres geschehen ist :)
Muss ich Kräuterbutter absolut recht geben. Nie und nimmer wäre ich auf diesem Radweg gefahren. Fahr ich links an den PKW vorbei, sind die Fahrer den Schulterblick beim Aussteigen gewohnt. Kinder und sonst. Fahrgäste die rechst hinten sitzen öffnen die Tür einfach mal so...Rückspiegel ist ja auch nicht.
Beim kleinsten Ausweichmanöver, und seis wegen einer Milchtüte auf´m Weg lande ich voll auf so einem Lampenpfosten. Wohnungstüren die direkt auf den Geh/Radweg führen.....Fiffi und Bello stürmen vor Frauchen raus....Batsch gehts auf den Laternenpfosten.
Ich denke mal, genau so ein Radweg ist gemeint, wenn die Radwegepflicht aufgehoben wird.
Wenn ich mich aufregen dürfte, bei dem "Radweg" würde ich es.;)
Hartmut
Was lerne ich daraus?
Fahre nicht auf dem Radweg.
Sagt sich so leicht.
[...]
Soll ich da jedesmal zur Polizei und Anzeiger erstatten?
Ich kenne aus dem Nachbarforum Radfahrer, die immer mit Videobrille fahren, und sowas "automatisiert" (und ohne eigene Kosten...) einem Anwalt übergeben, der dabei richtig Geld rausschlägt Stichwort: "abmahnung". Geht wohl ganz gut, wenn man einmal den Richtigen Anwalt gefunden hat.
Leider machen das noch viel zu wenige So, wenn ich ein paar Mehr Leute die Zeit nehmen würden, solche Leute verfolgen zu lassen, würde es auch besser werden...
Das es momentan zum teil echt besch**** ist, steht außer Frage.
Zum Glück ist mein Konzept weniger anfällig gegen Idioten... in 30.000 km kein Handvoll "Oberlehrer", einen Autofahrer den ich nach seiner Aktion dann direkt im Gegenzug selber ausgebremst habe, einen mit einer Anzeige, eine unverantwortlichen LKW-Fahrer (konnte nichts beweisen... keine Andung, aber Videobrille bestellt...) und ganz frisch einen, den ich ausfindig gemacht habe (Firmenname hinten am LKW), und wo wir uns dann am Telefon unterhalten haben und die Sache geklärt haben... Wie gesagt, mein Konzept ist eher (aber auch nicht vollständig...) auf der Straße akzeptiert, und meine metallene Schutzhülle macht den Autofahrern zum Glück Angst, so das niemand sich traut, mich ab zu drängen, solange er eine andere Wahl hat.
Es erfordert Zeit, stahlharte Nerven und Durchsetzungvermögen... besonders mit dem normalen Rad ( was ich zum Glück nicht fahren muss...).
Keine Schöne Sache, wenn man an den falschen Orten unterwegs ist. (zum glück hab ich meist wirklich anzeptable Umgebungen zum Fahren....)
Mein Beileid, leider hat man heute halt oft nur die Wahl zwischen "Pest und Cholera".
Aber meiner Erfahrung nach, braucht man auf der Straße zwar gute Nerven, aber der Gefärdungspotential ist geringer.... aber, alles eine Frage der konkreten Situation.
Wenn ich mir rückblickend meine vielleicht 20.000Km Fahrrad-Pedelec-Mofa Unfallstatistik ansehe und die mit meinen ca 550.000 Auto-Motorradkilometern vergleiche komme ich zu dem Schluss, das das Fahren von langsamen Zweirädern eine äußerst gefährliche Angelegenheit ist.
Man muss natürlich immer das konkrete Schadesnpotential abschätzen. Ich stimme zwar zu, das evlt. die Häufigkeit der Zwischenfälle erhöht ist, ich schätze aber deren Schwere meist deutlich geringer ein. Zumindest war das bei mir so, auf dem Motorrad hat Mein Schutzengel einen Guten Job gemacht, und es ist nie irgendwas passiert.... aber es gab mehr als genug Fahrkilometer, wenn da irgendwas schief gelaufen wäre, würde ich heute hier nicht mehr schreiben... Während alle Begebenheiten auf "Rädern" doch eher in Richtung Krankenhaus als in Richtung Leichenhalle aussahen ( auch hier hab ich glück gehabt, keinen Unfall mit Fremdverschulden... und bei einener Blöcheit auch nur Materialschaden...)
Broadcasttechniker
29.01.2012, 00:42
Ich danke euch allen erst einmal fürs Echo.
Der Sache mit dem NICHT auf dem Radweg fahren werde ich noch stärkere Beachtung schenken.
Dass es zu keinen Verletzungen beiderseits gekommen ist war das pure Glück im Unglück.
Ich habe jetzt einige Stürze unverletzt hinter mich gebracht und habe Angst dass der nächste nicht so glimpflich abläuft.
@Kräuterbutter
Ich weiß dass ich Fahrrad Km und Auto Km nicht direkt 1:1 ins Verhältnis setzen kann.
Ich würde aber sagen dass meine langjährige Durchschnittsgeschwindigkeit im Auto bei 45-50 Km/h liegt, die auf dem Fahrrad zwischen 15 und 20km/h.
Das Verhältnis der Kilometer müsste man also 1:3 gewichten.
Die Verhältnis der Fahrzeiten wäre bei mir also bei 1:9.
Mit dem Auto bin ich in 7 Unfälle verwickelt wurden, keiner davon selbst verschuldet.
5 sind leichte Auffahrunfälle gewesen, 2 waren etwas heftiger, aber nichts mit Verletzungen.
Motorrad keine Unfälle.
Fahrrad und Mofa 8 Unfälle, darunter zwei selbst verschuldete Alleinunfälle. Einer davon Abstieg bei hoher Geschwindigkeit mit Gesichtsbremse als 7jähriger.
Sonst immer nicht verschuldet und unverletzt, auch bei Frontalzusammenstoß mit Pkw bei dem ich über das Dach geflogen bin.
@Phoo9, detailliert
1. Recht hast du, so ist es. Ich hatte nen Helm an (und nicht gebraucht), der andere nicht.
2. Ich hab an Ort und Stelle spontan entschieden dass ich nichts gegen den Unfallgegner unternehmen werde,auch keine Polizei, Gründe siehe oben.
3. Mein Fehler war den Radweg zu wählen, da war nichts zum reagieren, das hat mich selber und die hinterher fahrende Radlerin mehr als überrascht.
4. Keine Frage, alles andere ist Lebensmüde.
5. Da kann ich mich dranhalten und komme vor Gesprächen nicht mehr an. Es gibt da die eine Spezies die ihr Fehlverhalten einsieht und sich entschuldigt, und die andere bei der man aufpassen muss dass dass die nicht handgreiflich wird.
Ich hatte da letztens einen unachtsamen aggressiven Rechtsabbieger der erst ruhiger wurde als ich ihn darauf hingewiesen habe dass der Vorfall und seine Tiraden aufgezeichnet werden.
6. Mein Fahrrad hat einen Rückspiegel, und schneller als 25km/h fahre ich hier im Flachland nur Brückenrampen runter.
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